Toni Jordan Addition

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Inhaltsangabe zu „Addition“ von Toni Jordan

A rom-com with added OCD, ADDITION is a unique and witty debut novel. (Quelle:'Flexibler Einband/26.08.2008')
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  • Rezension zu "Addition" von Toni Jordan

    Addition
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    28. November 2010 um 12:12

    Grace ist Mitte 30 und hat, höflich ausgedrückt, eine kleine Make. Oder auch, unhöflich ausgedrückt, einen Dachschaden. Schon seit Kindertagen zählt sie. Sie zählt alles was sie sieht. Seien es die Zahnpastatuben im Laden, die Sträussel auf ihrem Kuchen, die Schritte die sie außerhalb ihrer Wohnung tut bis hin zu den Räumlichen Dimensionen die sie alle auf den Zentimeter genau auf den dazugehörigen Wänden ihrer Zimmer notiert. Natürlich ist dies ein Umstand der einem kaum ein normales Leben ermöglicht. Sie ist arbeitslos und hat keinen Führerschein, auch keine richtigen Freunde und der Versuch sich in eine Therapie zu begeben ist kläglich gescheitert. Aber gerade das ist es was ihr neuer Lover Seamus vorschlägt. Er kennt da einen wirklich tollen Psychologen und der könnte ihr bei ihrem “Problem” wirklich behilflich sein. Aus Liebe zu ihm nimmt sie das Angebot an und startet einen neuen Versuch einer Therapie. Als jedoch der wahre Grund ihrer geistigen Andersartigkeit ans Tageslicht tritt gerät nicht nur die Therapie sondern auch die gerade erst entflammte Beziehung zu Seamus sehr ins straucheln. Toni Jordans Debüt ist wirklich nette Unterhaltung und ich müsste lügen würde ich behaupten das mich das kleine Büchlein gelangweilt hätte. Sie versteht es ihre Charaktere zu präsentieren. Vor allem Grace mit ihrem Tick ist witzig und sympathisch. Auch überstrapaziert die Autorin das Zählen nicht. Am Anfang ist es nett und verblüffend, es zeigt die eigentliche Intelligenz von Grace, aber dies ist nun kein Umstand auf dem herumgeritten wird. Vor allem als die Therapie, mit entsprechender Medikation, weiter voranschreitet und Grace aufhört zu zählen und vermeintlich “normal” wird. Jordan legt für ein Debüt eine erstaunliche Routine an den Tag, mit dem richtigen Gespür zwischen lustigen und ernsten Szenarien. Lediglich die letzten 50 Seiten sind etwas arg überstürzt, da hätten noch 2-3 Kapitel gut getan um nicht so abrupt enden zu müssen. [b]Tausend kleine Schritte[/b] ist ein Buch das eigentlich nix falsch macht. Und gerade das ist es was mich ein bisschen daran gestört hat. Nicht das ich hier sonst nichts zu nörgeln hätte, nein das Buch ist so gar und ganz ohne Ecken und Kanten. Wer sich daran nicht stört bekommt einen netten Roman für die nächste Sommersaison mit dem man sich unterhaltsam die Nachmittage am Baggersee vertreiben kann.

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