Toni Jordan Tausend kleine Schritte

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Inhaltsangabe zu „Tausend kleine Schritte“ von Toni Jordan

Grace Lisa Vandenburg zählt alles, was sie umgibt, jede Kleinigkeit: die Schritte bis zu ihrem Lieblingscafé (920), die Streusel auf ihrem Orangenkuchen (12 – 92) und die Buchstaben ihres Namens (19). Erst Seamus O’Reilly und sein unwiderstehlicher Wunsch, hinter das Geheimnis ihres Lebens zu kommen, lässt sie die Kontrolle verlieren.

Berührend und lustig. 😊

— Suse33
Suse33

Locker, leicht und angenehm - einfach nett für Zwischendurch. Die Geschichte war mir aber doch etwas zu vorhersehbar.

— derkleinemaulwurf
derkleinemaulwurf

Interessantes Thema, die Protagonistin war mir aber zu verquer und unsympathisch

— Federzauber
Federzauber

Tragikomödie mit einer zarten Liebesgeschichte um eine sympathische Protagonistin.

— schnaeppchenjaegerin
schnaeppchenjaegerin

Schönes Buch, das v.a. die Entwicklung der Hauptfigur schön umsetzt. Über die Darstellung v. Psychotherapie+Psychopharmaka kann man streiten

— Thaelwen
Thaelwen

Teilweise recht unterhaltsam aber nicht mehr als eine Strandlektüre.

— fu-tu-re
fu-tu-re

Charmant!

— NiWa
NiWa

nette, kurzweilige Geschichte

— Julia_M
Julia_M

Toni Jordan schreibt mit viel Gefühl. Ihre Charaktere sind menschlich und liebenswert. Dieses Buch hat mich berührt. Ich liebe es! So schön!

— aba
aba

Ein wundervolles, kleines Buch!

— Emma-M
Emma-M

Stöbern in Romane

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  • 1000 kleine Schritte

    Tausend kleine Schritte
    Katjuschka

    Katjuschka

    15. January 2017 um 23:38

    Die Geschichte von Grace hat seinen Ursprung in einem Unfall, der sich in ihrer Kindheit ereigent hat. Seit damals hat sie eine Zahlenneurose entwickelt. Das bedeutet, Grace reduziert alles in ihrem Leben auf Zahlen und aufs zählen. Dies gibt ihr zwar Sicherheit, aber durch diesen inneren Zwang hat sie auch ihren Beruf als Grundschullehrerin verloren, denn die kleinste Abweichung ihres exakten Lebensrhythmuses mit den Zahlen und den sich daraus ergebenen Handlungen wirft sie aus der Bahn. Doch fühlt Grace sich wohl in ihrem geregelten Leben. Bis sie Seamus begegnet, der diese Welt durcheinander bringt. Durch ihn bekommt Grace ein neues Lebensgefühl, andere Werte werden jetzt wichtiger. Durch seine Liebe beginnt sie eine Therapie, die Grace aber später abbricht um langsam ein neues Leben zu wagen. "Denn es gibt Dinge, die muss man selbst herausfinden". Toni Jordan geht wirklich behutsam mit dem Thema Zwangsneurosen um und so bekommt der Leser einen kleinen Einblick in die Psyche des Betroffenen. Man macht sich als " Normaler " keine Gedanken darüber, wie sich dies auf das Leben auswirkt. Es wird aber alles eindringlich und zugleich mit ruhigen Worten erklärt, ohne daß sich die Autorin über die Protagonistin lustig macht. Im Gegenteil, Grace wird einem von Seite zu Seite sympathischer und man fragt sich im häufiger "Ist normal nicht gleich Norm, gleich Gesellschaftszwang? Haben wir nicht alle irgendwelche Zwänge? Und wer setzt eigentlich die Grenze zwischen ein bißchen spleenig und krankhaft? Zunächst ist der Zahlentick von Grace in Ausführung und Beschreibung witzig, aber mit der Zeit merkt man, wie sehr der Zwang beherrschen kann und wie schwer man ihn los wird - wenn überhaupt. Ein tolles Buch, der einem einen Blick in eine fremde Wirklichkeit vermittelt, die jeden von uns betreffen könnte.

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    • 3
  • Die Chinesische Kalenderchallenge 2015/2016

    Die Chinesische Astrologie. So erstellen Sie Ihr chinesisches Horoskop selbst.
    stebec

    stebec

    Willkommen zu unserer Challenge des Chinesischen Kalenders. Wir kattii und stebec haben uns ein paar nette Aufgaben überlegt, an deren Erfüllung ihr hoffentlich genauso viel Spaß haben werdet, wie wir bei der Erstellung. Natürlich dreht sich hier alles um den Chinesischen Kalender. Wir stellen euch Aufgaben für dessen Erfüllung ihr Punkte sammeln könnt, wenn ihr fleißig lest, aber alles der Reihe nach. Die Regel: Die Challenge findet vom 01.Mai 2015 bis zum 30.April 2016 statt. Einsteigen könnt ihr jederzeit und die verpassten Aufgaben auch nachholen.  Wir stellen euch jeden Monat zwei Aufgaben, die einem Tier des chinesischen Tierkreiszeichens passen. Die Aufgaben werden immer frühzeitig veröffentlicht, damit ihr genug Zeit habt, um euch eure Bücher herauszusuchen. Zusätzlich könnt ihr jeden Monat Elementaufgaben erfüllen, die Zusatzpunkte einbringen. Hier solltest ihr allerdings auf ein Gleichgewicht zwischen den Elementen sorgen. d.h. das jedes Element nur 6 mal verwendet werden darf. Die Elementaufgaben sind immer gleich. Natürlich müsst ihr auch darauf achten Yin&Yang im Gleichgewicht zu halten. D.h. das jedes Yin oder Yang nur 16 mal verwendet werden darf. Auch die Yin&Yang Aufgaben bleiben gleich. Erstellt bitte einen Sammelbeitrag, den wir verlinken können und in dem ihr eure Punkte aktuell haltet. Das hilft uns die Übersicht nicht zu verlieren.  Haltet euch hierbei bitte an das Beispiel, was wir unten erstellt haben. Die Aufgaben: Jeden Monat gibt es zwei Hauptaufgaben für euch, die von kattii im Monat vorher veröffentlicht werden. Eine zu einer schlechten und eine zu einer guten Eigenschaft des Tieres. Es geht sich also also darum für jeden Monat zwei Bücher zu lesen.  Die Elementzusätze können mit den Hautpaufgaben vereinbart werden. Die Elementzusätze sind keine Pflicht. als Beispiel: Ich lese ein Buch zu einer Hauptaufgabe, das über 450 Seiten hat und kann mir Wasserpunkte auf mein Konto schreiben. Feuer, heiß, leidenschaftlich und zerstörerisch. Um die Feuerpunkte zu bekommen, müsst ein Buch aus dem Genre Liebesroman, Thriller oder Dystopie lesen Wasser, 71% der Erde sind mit Wasser bedeckt. Das ist ganz schön viel. Deswegen müsst ihr für die Wasserpunkte ein Buch lesen, dass über 450 Seiten hat.  Luft, bedeutet Leichtigkeit. Man ist losgelöst von allem, deswegen lest ein Buch aus dem Genre: Fantasy, historischer Roman oder etwas humorvolles . Erde, ist ein sehr festes Element. Für die Erdenpunkte müsst ihr ein Hardcover lesen. Metall, steht für Fortschritt und deswegen müsst ihr für die Metalpunkte ein Buch lesen, dass nicht vor 2015 erschienen ist. Die Yin&Yang-Aufgaben sind simpel. Auch hier gilt, dass diese mit den Hauptaufgaben vereinbart werden können.  Yin => Ein helles Cover Yang => Ein dunkles Cover Ihr könnt euch hier entscheiden, ob ihr nur die Hauptaufgaben erfüllt oder die Zusätze auch abarbeiten möchtet.  Pro Buch könnt ihr eine Hauptaufgabe, einen Elementzusatz und einmal Yin oder Yang anrechnen. als Beispiel: Wenn ich ein Buch für eine Hauptaufgabe lesen, das über 450 Seiten hat und ein helles Cover besitzt, dann habe ich alle möglichen Aufgaben erfüllt. Sollte ich die Hauptaufgabe im Monat des Aufgabenstellung erfüllen, habe ich die höchstmögliche Punktzahl erreicht.  Die Punkte: Pro erfüllte Tieraufgabe gibt es 1 Punkt Pro erfülltes Element gibt es 1 Punkt Pro erfülltem Yin/Yang gibt es 1 Punkt Wenn ihr im Jahr des aktuellen Tieres geboren wurden seit:  Punktzahl mal 2 Wenn ihr die Aufgabe im Monat lest, in dem sie gestellt wurde: 1 Zusatzpunkt pro Aufgabe. Als Beispiel: Richtige Aufgabe + Element + Yin/Yang = 3 Punkte Ihr könnt also im Monat, wenn ihr beide Aufgaben und Zusatzaufgaben erfüllt habt 6 Punkte sammeln. Bei richtigem Geburtsjahr verdoppeln sich die Punkte auf 12. Und wenn ihr die Aufgabe im richtigen Monat lest gibt noch jeweils 1 Punkt pro Aufgabe dazu. Ihr könnt also bei richtigem Geburtsmonat 14 Punkte sammeln. Und in den anderen Monaten 8 Punkte. Am Ende der Challenge bekommt ihr noch einmal ein paar Bonuspunkte, wenn ihr fürs Gleichgewicht gesorgt habt. Punkte werden im folgenden Verhältnis verteilt. Yin&Yang: Jedes Yin&Yang mindest 8mal: 4 Punkte Jedes Yin&Yang mindest 10mal: 8 Punkte Jedes Yin&Yang mindest 12mal: 12 Punkte Elemente: Jedes Element mindestens 3mal: 8 Punkte Jedes Element mindestens 4mal: 12 Punkte Bonus für die Katzenaufgabe: 12 Punkte Am Ende des Jahres könnt ihr somit maximal 138 Punkte erreichen. Wenn wir euch jetzt mit unseren Regeln und Aufgaben nicht total durcheinandergebracht haben, freuen wir uns, wenn ihr uns ein Jahr lang auf dem Weg des chinesischen Kalenders begleitet. Selbstverständlich stehen wir euch immer mit Rat und Tat zur Seite.  Teilnehmer: 123sarah321 [inaktiv?] AberRush AnnaWaffel Anruba ban-aislingeach Bellastella BlueSunset Buchgeborene [inaktiv?] Buchgespenst clary999 DasBuchmonster DieBerta fabulanta [inaktiv?] Federzauber Galina86 hannelore259 Hikari Honeygirl96 [inaktiv?] janaka Jecke JuliB kattii Kitayscha Krimine LadySamira091062 Lavieenverre louella2209 lunaclamor [inaktiv?] mabuerele MiHa_Lore MiniMixi  mrsapplejuiice monana88 [inaktiv?] Niob Paulamybooksandme raphael-edward Regina99 samea Sandra251 scarlett59 Sick stebec sursulapitischi [inaktiv?] Tatsu Tiana_Loreen TigorA weinlachgummi Willia Wolfhound zazzles

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    • 2100
  • Tausend kleine Schritte

    Tausend kleine Schritte
    andrea1310

    andrea1310

    10. October 2015 um 19:19

    Inhalt: Grace Lisa Vandenburg muss seit ihrem achten Lebensjahr alles zählen, was sich in ihrer Umgebung befindet. Wie zum Beispiel die Buchstaben in ihrem Namen (19) oder die Schritte zum Lieblingscafé (920). Diese Zwangsstörung begleitet sie schon ihr Leben lang und darum hat sie gelernt, damit umzugehen und ihr Umfeld so wenig wie möglich daran teilhaben zu lassen. Ihren Job kann sie nicht mehr ausüben und so zieht sich Grace immer mehr aus dem Leben zurück. Bis sie eines Tages Seamus Joseph O'Reilly kennenlernt und merkt, dass sie nicht nur die Zahlen zum Glücklichsein braucht. Meine Meinung: Am Beginn der Geschichte lernt man die ehemalige Lehrerin Grace in ihrem Alltag kennen. Die Zahlen bestimmen jeden Tag ihres Lebens. Seien es die Borsten auf der Zahnbürste oder die Streusel auf ihrem Kuchen - man merkt schnell, dass Grace besessen davon ist, alles zu zählen, was sie umgibt. Man bekommt rasch mit, wie es sein muss, mit so einer Störung leben zu müssen. Denn Grace hat es in ihrem Alltag nicht leicht, was die Autorin in diesem Roman gut zur Geltung bringt. So wiederholen sich die Abläufe und Handlung in der Geschichte des Öfteren, aber genau das zeigt, welche Ausmaße eine solche Zwangssörung annehmen können. Grace meistert ihr Leben trotz allen Schwierigkeiten dennoch äußerst gelassen und scheint davon nicht allzu beeinträchtigt zu werden. Ich finde, dass die Handlung keineswegs langweilig war, auch wenn die Geschichte eher vor sich hin plätschert und nichts wirklich aufregendes passiert.Seamus, den sie im Laufe des Romans kennenlernt, wirkt gleich sehr sympathisch, weiß aber am Anfang noch nichts von Grace' Problemen. Eine Auseinandersetzung ist hier wohl schon vorprogrammiert. Nichtsdestotrotz entwickelt sich zwischen den beiden eine hinreißende Liebesgeschichte und Seamus beginnt langsam, Grace' Taten nachzuvollziehen bzw. sich wenigstens damit abzufinden.  Die Lebensgeschichte von Grace wird in einer kurzweiligen, ansprechenden Form dargestellt, die sich relativ schnell lesen lässt. Warum gibt es von mir trotzdem "nur" 3,5 Sterne? Nun ja, irgendetwas hat mir leider gefehlt... Vielleicht hätte der Geschichte noch eine kleine Wendung gut getan. So war sie doch vorhersehbar und auch wenn ich die Idee toll fand, konnte mich der Roman leider im Endeffekt nicht vollends überzeugen. Aber ich hatte trotzdem Spaß an der Geschichte und diese ist auf jeden Fall etwas anderes, als man sonst zu lesen bekommt.

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  • Tragikomödie mit einer zarten Liebesgeschichte

    Tausend kleine Schritte
    schnaeppchenjaegerin

    schnaeppchenjaegerin

    09. September 2015 um 17:55

    Grace ist 35 Jahre alt, lebt in Melbourne und führt ein bis ins kleinste Detail strukturiertes und geplantes Leben. Bis zu ihrer Arbeitsunfähigkeit hat sie als Lehrerin gearbeitet. Seitdem sind ihre Tagesabläufe nahezu identisch, auch ihre Mahlzeiten sind tagein, tagaus die gleichen. Ihr Zuhause verlässt sie für den Gang in den Supermarkt, wo sie stets dieselben Artikel kauft, und für Besuche in ihrem Stammcafé, wo sie immer ein Stück Orangenkuchen, zwei Marshmallows und eine Tasse Heiße Schokolade bestellt. Sonntags telefoniert sie immer um 20 Uhr mit ihrer Mutter, anschließend mit ihrer Schwester Jill.  Bei ihren täglichen Verrichtungen spielen Zahlen bzw. das Zählen eine entscheidende Rolle. So muss sie im Supermarkt stets zehn Sachen eines Artikel kaufen - fünf Doppelpackungen Joghurt, zehn Bananen oder zehn Flaschen Shampoo. Auf dem Orangenkuchen im Café zählt sie die Mohnstreusel, wobei anhand der Anzahl entscheidend ist, in wie viele Stücke sie den Kuchen teilt. Die genauen Vorgaben geben Grace Sicherheit. Dann lernt sie Seamus kennen, dem sie im Supermarkt eine Banane klauen musste, da in ihrem Einkaufswagen nur neun lagen, und neben Tage später der einzige Platz im Café frei war. Seamus ist fasziniert von der intelligenten Frau, andererseits ist er auch von ihren seltsamen Verhaltensweisen irritiert. In ihrer Wohnung entdeckt er Inventarslisten in den Schränken, ein Lineal neben ihrer Zahnseide, Striche an Gläsern, Messbecher in der Dusche,... Er unterstützt Grace darin, eine Verhaltenstherapie zu beginnen und einen Psychologen aufzusuchen. Benebelt von Psychopharmaka denken von nun an Gehirn 1 und Gehirn 2 in ihrem Kopf, die miteinander kommunizieren. Auch wenn Grace durch die Medikamente mit dem Zählen aufhört, und sie augenscheinlich ein befreiteres Leben führt, hat sie ihre eigene Persönlichkeit verloren.  In "Tausend kleine Schritte" erhält man einen anschaulichen Eindruck vom Leben einer Zwangsneurotikerin. Als Außenstehender ist es schwer nachvollziehbar, warum sich ein Mensch scheinbar freiwillig selbst geißelt und in ein derartiges Korsett aus Regeln steckt.  Grace ist eine erwachsene, intelligente Frau, die gefangen in ihren Zwängen das eigentliche Leben vergisst. Auch wird deutlich, dass sie aus ihrem eigens geschaffenen Gefängnis ohne fremde Hilfe nicht heraus kommt. Seamus schafft es, sie zu einer Therapie zu bewegen, was in diesem Roman aber sehr einfach erscheint.  Dem Leser stellt sich zudem bald die Frage, ob Graces Leben ohne Neurosen, aber voll gepumpt mit Psychopharmaka eine lebenswerte Alternative ist.  Das ernste Thema einer psychischen Erkrankung wird durch die witzigen Situationen, in die Grace durch ihre Zwänge gerät, in dem Roman unterhaltsam umgesetzt, ohne die Krankheit ins Lächerliche zu ziehen oder zu verharmlosen. Es ist eine Tragikomödie mit einer zarten Liebesgeschichte um eine sympathische Protagonistin, der man wünscht, den Teufelskreis aus Zwängen und Zählen zu bekämpfen, um frei leben zu können. Auch wenn ich mir ein anderes Ende für Grace gewünscht hätte, ist "Tausend kleine Schritte" ein sehr lesenswerter Roman!

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  • Welches Buch aus meinen Regal soll ich als nächstes lesen?

    Daniliesing

    Daniliesing

    Ich könnte mal wieder eure Hilfe bei der Auswahl meiner nächsten Lektüre brauchen. Ich habe in meinen Bücherregalen um die 500 ungelesene Bücher stehen und bei so viel Auswahl ist die Entscheidung fürs nächste Buch manchmal ganz schön schwer. Deshalb brauche ich eure Hilfe! Vor mehr als 2 Jahren habe ich etwas ähnliches schon mal versucht und anfangs hat es auch gut geklappt, bis ich mir zu viel auf einmal vorgenommen habe. Deshalb möchte ich gern einen neuen Versuch starten :-) Und so habe ich mir das vorgestellt: Wenn ihr Lust habt, stöbert doch einfach mal in meinen ungelesenen Büchern hier auf LovelyBooks. Schaut mal, ob vielleicht ein Buch dabei ist, das für euch wirklich großartig war und das ich unbedingt noch lesen muss. Oder habe ich da eins im Regal stehen, das ihr auch unbedingt lesen möchtet und meine Meinung total interessant fändet. Dann nennt es mir hier. Aber Achtung! Damit es mir nicht zu viel auf einmal wird, möchte ich immer nur 3 Buchtipps auf einmal und nur einen Buchtipp pro Person. Macht also maximal 3 Buchtipps von 3 unterschiedlichen Lesern auf einmal. Diese 3 Bücher möchte ich dann zuerst lesen und sobald ich das getan habe, berichte ich darüber, wie sie mir gefallen haben und frage nach neuen Tipps. Sollte ich mal so gar nicht in Stimmung für eines der Bücher sein, dann sage ich hier Bescheid und frage nach einem Ersatzbuch. Ich würde mich sehr freuen, wenn jemand Lust hat, mir einen Tipp zu geben und es nicht zu anstrengend findet, meine ungelesenen Bücher durchzusehen ;-) Als kleinen Bonus habe ich mir überlegt, dass ich unter denen, die mir ein Buch empfohlen haben, das von mir 5 Sterne bekommt, zum Jahresbeginn 2016 an 3 davon je ein Wunschzettelbuch meiner Wahl verlose. Ihr sollt ja auch etwas davon haben, dass ihr mir hier immer so toll helft. Nun bin ich ganz gespannt auf eure ersten 3 Tipps! Eine Übersicht eurer Empfehlungen: Unten am Fluss / empfohlen von Velina2305 (wartend) Der Tag, an dem der Goldfisch aus dem 27. Stock fiel / empfohlen von Queenelyza (gelesen / *****) Tausend kleine Schritte / empfohlen von Sunny Rose (gelesen / ****) Bannwald / empfohlen von SLovesBooks (abgebrochen) Atemnot / empfohlen von Legeia (abgebrochen) Cinder / empfohlen von sursulapitschi (abgebrochen)

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    • 66
  • Gewinnt die Lieblingsbücher des LovelyBooks-Teams aus dem Jahr 2014!

    Wurfschatten
    Daniliesing

    Daniliesing

    In diesem Jahr hat das LovelyBooks-Team wieder fleißig gelesen und dabei tolle Bücher entdeckt. Natürlich möchten wir euch auch 2014 nicht vorenthalten, welche Bücher uns am meisten begeistert, berührt und gefesselt haben. Deshalb findet ihr hier nun jeweils das Lieblingsbuch von allen Teammitgliedern aus diesem Jahr. Ein glücklicher Gewinner darf sich später über ein Buchpaket mit allen 12 Büchern freuen und damit eine wunderbare Lesezeit verbringen. Unsere Buchtipps: 1. Jules1988 empfiehlt: "Miss Blackpool" von Nick Hornby Mein Lieblingsbuch 2014 ist Nick Hornbys neuer Roman „Miss Blackpool“. Obwohl es kein typischer Hornby ist, liebe ich das Buch als Fan trotzdem. Hornbys feinsinniger Humor und seine liebevolle und einfühlsame Art, seine Figuren zu beschreiben - sowohl ihre Stärken als auch ihre Schwächen - machen diesen Roman so besonders. Man verliert sich in der Geschichte des Teams rund um Barbara, ihre Höhen und Tiefen, Freundschaft und Liebe und hat dabei das Gefühl, diese Menschen wirklich zu kennen. 2. Daniliesing empfiehlt: "Der Träumer" von Pam Muñoz Ryan und Peter Sis Für mich war "Der Träumer" eine ganz zufällige Entdeckung beim Büchershopping. Nur selten finde ich noch Bücher, die ich nicht zuvor schon irgendwo gesehen habe, doch hier wurde ich überrascht. Einmal aufgeschlagen und die ersten Sätze gelesen, hatte mich dieses wunderbare Buch aus dem Aladin Verlag sofort verzaubert. Als ich dann die großartigen Illustrationen von Peter Sis entdeckte, war es um mich geschehen: dieses Buch musste mir gehören! Schnell stellte sich heraus, dass ich mit meiner Entscheidung absolut richtig lag. Im Urlaub nahm ich das Buch zur Hand und konnte es gar nicht mehr zur Seite legen. Zwar ist das Buch als Kinderbuch ausgezeichnet, doch mit seinen 380 Seiten und einer wunderbar poetischen Sprache ist es für jeden erwachsenen Buchliebhaber ein wahrer Genuss. Pam Muñoz Ryan erzählt tiefgründig und bewegend die Geschichte des kleinen Neftali, dem der Leser beim Erwachsenwerden zuschauen darf. Der Junge hat keine leichte Kindheit - sein Vater macht es ihm mit hohen Erwartungen schwer, er ist häufig krank und lebt lieber in seiner eigenen Phantasie, statt draußen rumzutollen. Neftali ist ein Träumer! Wie der Junge sich trotz aller Schwierigkeiten durchschlägt und die Lebensgeschichte welches bekannten Dichters sich dahinter verbrigt, das solltet ihr am besten selbst herausfinden. Dieses Buch geht zu Herzen und ist mein persönliches Jahreshighlight! 3. TinaLiest empfiehlt: "Wurfschatten" von Simone Lappert Mich hat dieses Jahr besonders der Debütroman von Simone Lappert begeistern können: „Wurfschatten“ ist nicht nur äußerlich ein wunderschönes Buch, sondern es besticht auch durch die beeindruckende Schreibkunst, die die Autorin an den Tag legt. Sie schafft es, die Ängste, die die Protagonistin Ada beherrschen, beklemmend und dunkel zu beschreiben und die Geschichte doch zart wirken zu lassen, einfühlsam und authentisch. Mit dem kleinen, wenn auch vorhersehbaren Hauch Liebe, der Adas Ängste zurückzudrängen versucht, und der Prise Drama am Ende hat "Wurfschatten" mich dann endgültig abgeholt und den Roman für mich zu etwas Besonderem gemacht. Ich hoffe sehr, dass bald ein zweites Buch von Frau Lappert folgen wird und kann in der Zwischenzeit nur jedem ihr Erstlingswerk empfehlen! 4. JohannaE1988 empfiehlt: "Die hellen Tage" von Zsuzsa Bánk In "Die hellen Tage" erzählt Zsuzsa Bánk auf eine besonders schöne und ruhige Art eine Geschichte über Freundschaft, Familie und die schwierige Zeit des Erwachsenwerdens. Beim Lesen begleitet man die drei Freunde Aja, Seri und Karl von der glückvollen und teils auch tragischen Kindheit bis zum Erwachsenenalter und wünscht sich bei einem der so unbeschwerten Tage im zauberhaften Garten, die die drei so oft erlebten, dabei gewesen zu sein. Alle drei, so unterschiedlich sie auch sind, teilen das Schicksal, mehr oder weniger ohne Vater aufzuwachsen. Neben der Geschichte über eine besondere Freundschaft und der innigen Beziehung zwischen den Kindern und ihren Müttern, hat mich vor allem die unaufgeregte Erzählweise Bánks und ihre einfühlsame und warme Sprache beeindruckt und mich richtig entspannen lassen. Auch bei den Zerreißproben und Schwierigkeiten, die die drei im Laufe der Geschichte durchleben müssen, bangt und hofft man mit und fühlte ich mich oft an meine eigene Kindheit und Jugend erinnert. 5. aba empfiehlt: "Unterholz" von Jörg Maurer Ich habe sehr gute Bücher gelesen in diesem Jahr. Manche Bücher haben mich tief berührt, andere haben mich nachdenklich gemacht - aber mit Jörg Maurer habe ich auf hohem Niveau gelacht! Für mich kam dieses Buch im richtigen Moment. Es hat mich amüsiert und abgelenkt. "Unterholz" ist der fünfte Band um den oberbayrischen Kommissar Jennerwein, einer meiner literarischen Lieblingsfiguren überhaupt. Krimis gehören nicht zu meiner Lieblingslektüre, aber nachdem ich den ersten Band dieser Serie gelesen habe, konnte ich nicht anders, als ein Fan von Jörg Maurer und vom ganzen Team um Kommissar Jennerwein zu werden! 6. doceten empfiehlt: "Beginners" von Raymond Carver Raymond Carver gilt neben Hemingway als einer der ganz großen Autoren der American Short Story: mit geschliffener und schnörkelloser Sprache auf den Punkt gebracht sind seine Themen Verlust, Einsamkeit und das Scheitern der amerikanischen Mittelschicht. Seine Geschichten deprimieren, erschüttern mit jeder Zeile. Mit Beginners erscheint seine Buch "Wovon wir reden, wenn wir über Liebe sprechen" erstmalig in der Urfassung, ohne die stark kürzenden Eingriffe seines Lektors Gordon Lish. Nicht ganz so lakonisch und brachial, dadurch aber viel berührender. Ein Buch, um dunkle Wintertage noch dunkler zu machen - manchmal braucht man das ja. 7. clickclackboom empfiehlt: "Das Haus des Windes" von Louise Erdrich Auch wenn Lieblingsbücher zu bestimmen mir schwer fällt, da es immer so viele gute Bücher gibt, kann ich sagen, dass „Das Haus des Windes“ eines meiner liebsten Bücher 2014 ist. Es erzählt die Geschichte vom 13-jährigen Joe, der das unaufgeklärte Verbrechen an seiner Mutter rächen möchte und dabei erwachsen werden muss. Die Protagonisten des Romans sind Nachfahren der nordamerikanischen Indianer und so bekommt man interessante Einblicke in das Leben im Reservat, die Stammesgeschichten und die Gesellschaftsverhältnisse in den USA. Obwohl es um ein ernstes, trauriges Thema geht, ist „Das Haus des Windes“ ebenso ein lustiges Buch über das Leben als Teenager und die Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens. Louise Erdrich hat Charakter geschaffen, die vielschichtig sind und die einem beim Lesen ans Herz wachsen. 8. kultfigur empfiehlt: "Die Hyperion-Gesänge Band 1-2" von Dan Simmons Dan Simmons erzählt fantastisch, die Bücher entwickeln einen Sog, den ich bisher sehr selten erlebt habe. Jeder, der gerne Science Fiction liest und philosophisch angehauchte Bücher liebt, wird die insgesamt rund 3.000 Seiten nur so verschlingen. Die beiden Bücher sind nicht nur mein persönliches Highlight 2014, sondern ganz weit oben auf der Liste meiner Herzensbücher. Ich wünschte, ich könnte noch einmal von vorne beginnen! 9. Katha_Luko empfiehlt: "Pfaueninsel" von Thomas Hettche Hettches Buch öffnet die Türen zu einer Welt voller Exotik, Groteske und Kuriositäten aber auch zu der komplexen und zerbrechlichen Architektur der menschlichen Seele. Die Hauptfigur ist Marie, die als Kleinwüchsige auf die preußische Lustinsel verfrachtet wird, um dort zum Vergnügen des Königs als Schlossfräulein ihr Dasein zu verbringen. Neben einem Mohr, einem Riesen, wilden Tieren und geheimnisvollen Pflanzen gilt sie als eine von vielen verqueren Launen der Natur. Damit steht sie im krassen Kontrast zu einer damals weit verbreiteten naturphilosophischen Auffassung, die nur das Wohlgeformte und Regelmäßige für schön und wertvoll erklärt – eine Auffassung, die mit ihren Jahren auf der Insel Maries Menschenwürde und Lebensmut beständig abträgt. Hettches „Pfaueninsel“ fängt Atmosphären ein als wäre er selbst Zeuge des merkwürdigen Lebens auf der Insel gewesen, seine Charakterzeichnungen und Schilderungen seelischer Zustände und schließlich seine authentische Zeichnung der historischen Gegebenheiten ziehen den Leser in ihren Bann: Ich war selten so berührt von einem Buch und seiner Hauptfigur! 10. peckomingo empfiehlt: "Cobra" von Deon Meyer Viel Zeit zu lesen hatte ich leider nicht in diesem Jahr, doch bei meiner Südafrika-Reise wurde natürlich ein Deon Meyer-Buch gelesen. Cobra ist nicht nur ein Thriller, sondern gleichzeitig auch eine Mischung aus Politik und psychologischen Betrachtungen. Das Tempo und die Spannung werden durchgehen hoch gehalten. Schauplätze, Eigenheiten und Sitten des Landes werden authentisch vermittelt. 11. Sophia29 empfiehlt: "Rosen, Tulpen, Nelken" von Heike Wanner Zu meinen Lieblingsbüchern 2014 gehört definitiv „Rosen, Tulpen, Nelken“ von Heike Wanner. Ich habe von der Autorin schon mehrere Bücher gelesen, aber dieses hat mir ganz besonders gut gefallen. Es geht darin um Sophie, die ihre Mutter schon in frühen Jahren verloren hat. Zufällig fällt ihr eines Tages das Poesiealbum ihrer Mutter in die Hände und als sie es durchblättert, stellt sie fest, dass sie keinen der darin enthaltenen Namen kennt. Um mehr über das Leben ihrer Mutter und somit auch mehr über sich selbst zu erfahren, macht sie sich mit ihren zwei besten Freundinnen in einem Wohnmobil auf den Weg und versucht die Personen zu finden, die im Leben ihrer Mutter eine Rolle gespielt haben … Heike Wanner ist es in diesem Buch gelungen, zwei Geschichten – die Geschichte von Sophie und die ihrer Mutter – auf spannende Weise miteinander zu verbinden und gleichzeitig zu verdeutlichen, wie unverzichtbar wirklich gute Freunde in unserem Leben sind. Seid ihr neugierig auf unsere 12 Lieblingsbücher 2014 geworden? Dann habt ihr bis einschließlich 7. Januar Zeit bei der Verlosung eines Buchpakets mit allen 12 Büchern mitzumachen. Jetzt müsst ihr uns nur noch folgendes verraten und dann seid ihr dabei: Da wir immer gerne Bücher verschenken, würden wir von euch gern wissen, welche Bücher ihr dieses Jahr zu Weihnachten verschenkt und wieso ihr euch für genau diese entschieden habt? Wir wünschen euch ein wunderschönes Weihnachtsfest & einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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    • 755
  • Du könntest es verpassen

    Tausend kleine Schritte
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    14. October 2014 um 11:13

    Es gibt Bücher, die öffnen dem Leser auf wundersame Art und Weise die Augen. Dies müssen nicht immer die bedeutendsten Bücher sein, nicht einmal die literarisch Anspruchvollsten. Meist sind es Bücher über recht unbedeutende Leute, die manchmal eine etwas verschrobene Sicht auf die alltäglichen Dinge haben. So ein Buch ist Tausend kleine Schritte von Toni Jordan. “Alles zählt.” Mit diesem einfachen Satz beginnt die Geschichte von Grace Lisa Vandenburg. Die 35-jährige zählt alles. Schritte, Bissen, Wörter, Zahnbürsten, Bürstenstriche, sogar die Falten ihrer Mitmenschen. Es scheint eine Zwangsneurose zu sein, die sie darin behindert zu leben. “Im Laufe der Zeit wurde das Zählen zum Gerüst meines Lebens. Wenn ich gestört wurde, bemühte ich mich, die kleinen Unterbrechungen möglichst unauffällig zu gestalten, um keinen Verdacht zu erregen. Abbrechen war erlaubt und kein Verstoß gegen die Regeln – Zahlen sind geduldig und warten – man durfte nur nicht vergessen, wo man war oder einen Schritt zuviel machen. Auf alle Fälle durfte man sich nicht verzählen, denn sonst musste man von vorne anfangen. Schwierig war nur, das Zucken der Finger zu verhindern.” Die, trotz dieser Einschränkung durch all die “Regeln”, sehr sympathische Ich-Erzählerin wird eines Tages aus ihrem gewohnten Trott gerissen – wie könnte es anders sein als durch einen Mann. Seamus O’Reilly (19 Buchstaben) drängt sich in ihr Leben und bringt es mehr als durcheinander. Er versucht hinter ihren Tick zu kommen und als er ihr “Geheimnis” entdeckt, versucht er zu helfen. Therapie, Gruppentreffen und Psychopharmaka sind die Folgen, bis auch der Leser das Gefühl nicht mehr los wird, dass sie ohne Seamus besser dran war. Dieses leicht geschriebene Buch, dass sehr gekonnt Zahlenspiele und Wissen über Nikola Tesla, den heimlichen Schwarm und nebenbei seit 100 Jahren toten Erfinder, mit einbaut, ist eine klassische Liebesgeschichte. Und doch ist es mehr als das. Es ist die kurioseste Liebesgeschichte, die ich seit langem gelesen habe. Es ist die Geschichte eine Frau, die sich selbst verliert und erkennen muss, dass sie mit all ihren Macken und Spleens mehr sie selbst ist, glücklicher ist, als wenn sie “normal” wäre. Es ist ein Plädoyer gegen die graue Masse und für Individualität. Ein Aufruf sich selbst so zu nehmen wie man ist, nicht alles wortlos hinzunehmen, aber sich selbst und seine Macken zu akzeptieren und das Beste aus seinem Leben zu machen. Denn, wie sagt Grace so schön: “Jeden Tag passieren tausend winzige Ereignisse, und wenn du nicht aufpasst, wenn du nicht vorsichtig bist, wenn du sie nicht einfängst und dafür sorgst, dass sie zählen, könntest du es verpassen. Könntest du dein ganzes Leben verpassen.”

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  • Jeder Schritt zählt

    Tausend kleine Schritte
    Elwen

    Elwen

    19. March 2014 um 18:03

    Eigentlich wollte ich nur mal kurz reinlesen, aber ich konnte das Buch dann einfach nicht mehr weglegen. Grace Begeisterung für Zahlen ist ansteckend. Sie erzählt locker, mit herrlich trockenem Humor und einem interessanten Blick auf die Welt. Sehr schön fand ich, dass hier nicht mitleidsmässig über eine Krankheit berichtet wurde, sondern eher über eine andere Art zu leben. Ein Leben in dem Kleinigkeiten bedeutend sind, mit all seinen Höhen und Tiefen. Und man lernt nebenbei noch eine Menge über Nikola Tesla ;-) Wer Monk und Sheldon Cooper mag, wird diese Buch lieben!

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  • weil alles zählt

    Tausend kleine Schritte
    NiWa

    NiWa

    Grace ist Mitte 30, attraktiv und Lehrerin von Beruf. Mathematiklehrerin um genau zu sein.  Sie lebt in einer gemütlichen, kleinen Wohnung, geht regelmäßig ins Café und ist bewusst alleinstehend. Eine normale, moderne Frau?  Fast. Wenn da nicht die Sache mit dem Zählen wäre. Der Wecker klingelt exakt um 5.55 Uhr, 5 Minuten später steht Grace auf und geht genau die 25 Schritte bis zum Bad. Sie hat 10 Slips, 5 BHs, 10 Hosen, 10 Röcke und 20 Oberteile, jeweils 10 mit kurzen und 10 mit langen Ärmeln. Zu ihrem Stamm-Café sind es insgesamt 925 Schritte, wo der Orangenkuchen aus 12 bis 75 Mohnkörnern pro Bissen besteht.  Mittlerweile ist Grace arbeitslos, auch für sie verständlich, weil Kinder von Lehrern eher unterrichtet als gezählt werden sollten.  Während sie akzeptiert, dass ihr Platz in der Welt sich großteils in ihrem kleinen zählbaren Reich befindet, hat sich der Supermarkt auch noch gegen sie verschworen: es sind nur 9 Bananen in ihrem Einkaufskorb!  Die 10. Banane ist schnell aus dem Korb des gutaussehenden Mannes hinter ihr in der Schlange gestibitzt und wie dieser durchschnittlich wirkende Herr darauf reagiert, muss man beim Lesen schon selbst erfahren.  Die ganze Geschichte glänzt durch die charmante Hauptfigur Grace und ihrem Esprit. Sarkastisch, selbstironisch und mit einer guten Portion schwarzem Humor zählt man sich mit ihr durch’s Leben und den Alltag. Dabei steht man vor schwierigsten Herausforderungen: Wie soll man nur ein Frühstück bestellen, wenn die Speisekarte nicht alphabetisch sortiert ist?  Eine bemerkenswerte Geschichte, die einem bewusst macht, dass eben alles zählt. 

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    • 2
    buchjunkie

    buchjunkie

    27. February 2014 um 18:11
  • liebenswert

    Tausend kleine Schritte
    Eisnelke

    Eisnelke

    20. May 2013 um 18:31

    Grace Lisa Vandenburg hat einen Tick: Ihr Leben besteht aus Zahlen, Entfernungen und einem strickt durchgeplanten Tagesablauf. Eigentlich ist sie Lehrerin, doch ihren Beruf übt sie aktuell nicht aus. Ihr Alltag besteht aus pünktlichem Aufstehen, minutiös geplantem Fertigmachen, Schritte zählen bis in ihr Lieblingscafè und so weiter und so weiter. Selbst ihr Essen sowie ihre Klamotten sind abgezählt und dürfen nur nach einer gewissen Reihenfolge angezogen bzw. gegessen werden. Als Grace eines Tages Seamus trifft gerät ihr Leben aus den Fugen. Spontane Handlungen sind ihr absolut fremd und so beginnt eine turbulente Zeit mit ihrem neuen Bekannten. "Die Zahlen waren ein Geheimnis, das nur mir gehörte. Manche Kinder wussten nicht mal, wie breit die Schule oder ihr Hause war, geschweige denn die Zahl der Buchstaben in ihrem Namen. Ich bin eine 19: Grace Lisa Vandenburg."Manchmal hätte ich Grace gern geschüttelt und ihr versucht zu erklären, dass manche Dinge so dermaßen überzogen und unnötig sind. Während des Lesens wollte ich aber auch mit ihr im Cafè sitzen und die Streusel auf ihrem Kuchen zählen. "Ohne Zahlen wäre die Welt zu groß und zu austauschbar. Eine endlose Leere. Ich wäre immerzu orientierungslos. Ich wäre überwältigt."Toni Jordans Buch hat mir gut gefallen. Die Protagonisten sind mir sehr sympatisch. Nur Jill, die Schwester von Grace, ging mir zeitweise auf die Nerven. Das Buch hat meiner Meinung nach eine klare Botschaft: Jeder Mensch ist anders und jeder hat eine gewisse Eigenart. Und dies ist auch gut so!

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  • Lustig und ernst

    Tausend kleine Schritte
    Buecherdiebin

    Buecherdiebin

    04. April 2013 um 21:01

    Grace hat einen Tick: Sie zählt einfach alles in ihrem Leben. Die Schritte von ihrer Wohnung zum Supermarkt, die Borsten ihrer Zahnbürste, die Mohnkörner auf ihrem Orangenkuchen, einfach alles. Eines Tages, als sie wieder einmal 10 Zahnbürsten und 10 Flaschen Schampoo kauft, lernt sie Seamus kennen. Er ist attraktiv und nett und scheint wirklich an ihr interessiert zu sein. Und je näher sich die beiden kommen, desto mehr wächst in Grace der Wunsch, ein normales Leben führen zu können. Auf Seamus' Wunsch beginnt sie eine Therapie. Aber bald stellt sich die Frage, was wichtiger ist: die Liebe oder die eigene Persönlichkeit. Ein bewegendes, sehr lustiges, aber auch ernsthaftes Buch. Ich habe es sehr schnell durchgelesen und die Lektüre genossen.

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  • Tausend kleine Schritte von Toni Jordan.

    Tausend kleine Schritte
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    31. March 2013 um 04:59

    Grace zählt alles, Schritte, Kuchenstücke, Zahnbürsten. Dann lernt sie Seamus kennen, und nach Jahren alleine verliebt sie sich wieder. Die Beziehung wird schnell ernst und Grace hat die Nase voll von den Zahlen, die ihr Leben bestimmen. Sie fängt eine Therapie an, doch die Medikamente nehmen ihr mehr als nur den Drang zu zählen. Für mich DER Frauenroman des Jahres. Wenn ich jemals ein Buch dieses Genres permanent mit meinem Regal verheirate dann dieses hier. Gut, ich bin nicht Frauenroman erfahren, aber ich gehe einfach mal so weit zu sagen – muss ich nicht sein! Denn dieses Buch bietet alles, was einem ein gutes Stück Gegenwartsliteratur auch bietet, und mehr – nämlich Sex, (prescription) Drugs and – nun ja, Rock ‘N Roll sucht man hier zwar vergebens, dafür gibt es aber Zahlen, Zahnbürsten und Erfinder satt. Du siehst, ich bin immer noch ganz wuschig. Die Ich-Erzählerin hat mein Herz erobert, mit ihrer Skurrilität und ihrer Schwärmerei für den Erfinder Nikola Tesla. Der eigentlich gar nicht so unattraktiv war, mal abgesehen von Schnurrbart und Fifi-Frisur (irgendwie sieht er ein bisschen so aus wie das “Love-Child” von George Orwell und Ralph Fiennes). Okay, genug des Geplauders über die Sex-Symbole des Industrie-Zeitalters, zurück zum Buch. Und das war, wie oben schon angedeutet, wirklich sehr gut. Ich finde es trifft genau den richtigen Ton zwischen Komik und Tragik. Zum einen hat man die leichtfüßige Liebesgeschichte, zum anderen das ernste Thema Zwangsstörungen. Und dann gibt es obendrauf noch eine saftige Portion Philosophie/medizinische Ethik. Denn im Handlungsverlauf wirft die Autorin, mit Hilfe der Entwicklung ihrer Hauptfigur, die Frage auf, ob Psychopharmaka und eine mit ihrer Einnahme verbundene Sympthom-Minderung, die Nebenwirkungen und Persönlichkeits-Veränderungen rechtfertigen, die mit ihnen einher gehen. Langer Satz und ein großes Ziel für dieses Buch, das man zunächst gar nicht, als eines der ernsteren erkennen mag. Mich erinnert diese Wendung stark an Mängelexemplar von Sarah Kuttner, die ebenfalls mit ihrer witzigen Schreibe ein ernstes Thema, in diesem Fall Depressionen, auflockert. Sowas lese ich gerne, da ich in Reinform eher zurück scheue vor zu viel Süße oder auch zu viele Bitterkeit in Büchern. Die Mischung macht dieses Buch einzigartig und lesenswert, und die Grundaussage gibt dem Leser Aufwind: Normalität kommt in vielen verschiedenen Ausprägungen, finde Deine Nische im Leben, werde glücklich und scher Dich nicht darum, der Norm zu entsprechen. Ich möchte dieses Buch jeder weiblichen erwachsenen Person ans Herz legen die gerne liest. Denn es hat wirklich für jeden Geschmack etwas zu bieten. Besonders schön und bestärkend wird die Lektüre für diejenigen sein, die sich intensiv mit dem Thema psychische Störungen (bzw. was ist schon normal) auseinandersetzen möchten.

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  • Ich brauche einen Buchtipp (von meinem SuB)

    Daniliesing

    Daniliesing

    Bei mir bahnt sich gerade eine kleine Leseflaute an, nachdem ich in den letzten Wochen eigentlich recht viel gelesen habe. Deshalb würde ich gern mal etwas ausprobieren - es wäre ganz toll, wenn der erste, der das hier liest (wirklich nur der erste) ein Buch von meinen noch ungelesenen Büchern nennt, das er ganz toll fand. Das möchte ich dann direkt als nächstes lesen. Ich möchte erstmal wirklich nur eine Empfehlung, denn wenn es ganz viele werden, kommt wieder das Problem, dass ich mich nicht entscheiden kann ;-) Vielleicht kennt das der ein oder andere von euch. Sollte es ein Buch sein, das ich z.B. gerade verliehen habe, sage ich noch mal Bescheid. So, jetzt bin ich echt gespannt, wer zuerst einen Buchtipp hat und wie mir das Buch dann gefällt. Ich berichte dann hier. Sollte es gut klappen, frage ich danach hier vielleicht wieder nach einem Tipp. Meine ungelesenen Bücher findet ihr übrigens hier: http://www.lovelybooks.de/bibliothek/Daniliesing/ungelesen/ Bisher gelesen: 1. Der Schatten des Windes (empfohlen von SueMei) - 3 Sterne 2. Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand (empfohlen von Mone80) - 3 Sterne 3. Deine Seele in mir (empfohlen von LeseJulia) - 4 Sterne 4. Saeculum (empfohlen von Annilane) - 5 Sterne 5. The Homelanders - Stunde Null (empfohlen von Buchrättin) - 3 Sterne 6. Zirkel von Sara B. Elfgren (empfohlen von Annilane) - 4 Sterne 7. Davon, frei zu sein von Meg Rosoff (empfohlen von fireez) - 4 Sterne 8. Liebe unter Fischen von René Freund (empfohlen von britta70) - 4 Sterne 9. Elefanten sieht man nicht von Susan Kreller (empfohlen von Madam Swann) - 5 Sterne Ich lese gerade:

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    • 228
  • Rezension zu "Tausend kleine Schritte" von Toni Jordan

    Tausend kleine Schritte
    Golondrina

    Golondrina

    03. February 2013 um 11:26

    Die Hauptheldin Grace wird beherrscht von einer Zwangsneurose - sie muss alles zählen, um sich in ihrer Realität sicher zu fühlen: Schritte, Bohnen auf dem Teller, Streichhölzer, Borsten in ihrer Zahnbürste.... Mit diesem "Handicap" ist sie nicht mehr tauglich für die übrige Welt - ihren Job als Lehrerin musste sie aufgeben und so strukturiert sie zählend ihren Tag, ihr Leben, allein. Bis die Liebe in ihr Leben tritt und sie eine Therapie beginnt. Aus Grace werden 2 Gehirne, die im ständigen Dialog stehen und ein bißchen mehr Grace gibt es auch: durch die Tabletten nimmt sie ordentlich zu. Leicht und locker geschrieben kommt die Geschichte daher und man übersieht leicht die über allem stehende Frage, was ist normal, wieviel Persönlichkeit gebe ich auf, um normal zu sein und ist es mir das wert? Individualität ist bereichernd doch wieviel Individualtität ist gesellschaftlich akzeptiert? Der Roman wird aus der Perspektive von Grace erzählt, was es mir leicht gemacht hat, in die Gedankenwelt von Grace einzutauchen doch insgesamt kratzt er nur an der Oberfläche der Problematik und beschreibt nur unzureichend die Leidenswelt Betroffener und deren Angehörige.

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  • Rezension zu "Tausend kleine Schritte" von Toni Jordan

    Tausend kleine Schritte
    Medienjournal

    Medienjournal

    31. December 2012 um 02:30

    Tausend kleine Schritte ist ein leichtfüßiges, augenzwinkerndes Werk ohne besondere Ansprüche an Dramaturgie und Finesse, das zu überzeugen, aber leider nicht zu begeistern weiß.

    Mehr gibt es unter:
    http://medienjournal-blog.de/2012/02/tausend-kleine-schritte-buch/

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