Toni Maguire Kein Wort zu Mami

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Inhaltsangabe zu „Kein Wort zu Mami“ von Toni Maguire

Auf grausame weiße quält der Vater seine eigene Tochter, er missbraucht sie und schwängert sie sogar, an der Abtreibung wäre Toni fast gestorben und das schlimmste für ist, dass sie nie eigene Kinder kriegen kann, weil bei den Eingriff was schief gelaufen ist....

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  • Schockieren aber lesenswert ! :)

    Kein Wort zu Mami
    Jack2410

    Jack2410

    27. January 2016 um 21:36

    Toni Maguire erzählt in "Kein Wort zu Mami" die schrecklich, schockierende Geschichte eines kleinen Mädchens, das vom eigenen Vater missbraucht und schlussendlich sogar geschwängert wurde. Die Familie - sogar die eigene Mutter verstößt sie. Mir sind beim Lesen mehrmals die Tränen gekommen, da ich teilweise so sprachlos über die Handlungen (vor allem vom Vater) war.  Finde das Buch, trotz der traurigen Geschichte sehr lesenswert! :)

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  • Erschütternd, bewegend, aufrüttelnd

    Kein Wort zu Mami
    WildRose

    WildRose

    23. November 2014 um 10:13

    Toni Maguire erzählt in  "Kein Wort zu Mami" die schreckliche Geschichte ihrer verlorenen Kindheit: In den ersten paar Lebensjahren wurde sie von ihrer Mutter über alles geliebt, der Vater war aufgrund beruflicher Verpflichtungen kaum in ihrem Leben präsent. Dies änderte sich jedoch mit dem ersten Umzug der Familie: In Nordirland, der Heimat ihres Vaters, fing der sexuelle Missbrauch an und sollte erst mehrere Jahre später ein Ende finden. Tonis Vater missbrauchte und vergewaltigte seine Tochter immer grausamer, die Mutter half Toni selbst dann nicht, als diese ihr erzählte, was ihr Vater mit ihr anstellte. Von einem glücklichen, zuversichtlichen Kleinkind wurde Toni zu einer schweigsamen, ungepflegten Außenseiterin, ungeliebt von den eigenen Eltern musste sie ihre einsame Kindheit und Jugend überstehen. Zahlreiche Umzüge verhinderten, dass Toni sich je wirklich geborgen fühlen konnte. Erst die Schwangerschaft der damals Vierzehnjährigen führte zum Ende des Missbrauchs, der Vater wurde angeklagt und bekam eine milde Haftstrafe, was Toni jedoch nicht für die verlorenen Jahre entschädigte. Nun wurde sie von der Gesellschaft als Aussätzige behandelt, man gab ihr die Schuld, wie es Vergewaltigungsopfer in den Fünfzigern leider allzu oft erleben mussten. "Kein Wort zu Mami" ist ein absolut erschütterndes, bewegendes und aufrüttelndes Buch. Es zeigt auf, was sexueller Missbrauch zerstört, wie sehr die Opfer ihr Leben lang unter dem Vertrauensbruch leiden. In "Kein Wort zu Mami" konzentriert Toni Maguire sich vor allem auf die gestörte Beziehung zu ihrer Mutter, denn nie hörte sie auf, diese zu lieben - trotz allem, was ihr von den eigenen Eltern angetan wurde. Toni Maguires Geschichte ist aber nicht nur herzzereißend und schockierend, sondern auch unglaublich gut geschrieben. Die Einsamkeit der kleinen Antoinette (sie fing erst später an, sich "Toni" zu nennen) sind für den Leser fast mit Händen greifbar, ihre Verzweiflung und Verwirrung  werden so eindringlich beschrieben, dass man sie am liebsten retten und beschützen würde. Die Schilderungen ihres trostlosen Alltags im England und Nordirland der konservativen Fünfziger geben Einblick in eine Zeit und Gesellschaft, in der die Menschen zwar zusammenhielten und sich gegenseitig halfen, allerdings nur solange, wie man auch brav seine Rolle spielte und Familiengeheimnisse für sich behielt. Dieses Buch sollte man unbedingt gelesen haben!

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  • Rezension zu "Kein Wort zu Mami" von Toni Maguire

    Kein Wort zu Mami
    Weltverbesserer

    Weltverbesserer

    Toni Maguire erzählt in "Kein Wort zu Mami" ihre eigene schockierende Geschichte. England/ Irland Ende der 40er und 50er Jahre. Toni (eigentlich Antoinette) wächst bei ihren Eltern auf und verlebt einen glückliche Kindheit, bis zu ihrem 6. Lebensjahr. Sie hat eine liebevolle Beziehung zu ihrer Mutter. Ihr Vater ist (durch seinen Beruf) fast nie zu Hause. Doch dann zieht die Familie von England nach Irland und auch Tonis Vater ist jeden Tag zu Haus. Als Toni 6 ist, beginnt ihr Dad Ausflüge mit ihr zu machen um einen Vorwand zu haben, sie zu belästigen und später auch sexuell zu missbrauchen. Toni, die nicht ganz versteht, was ihr Dad macht, vertraut sich auf kindliche Art ihrer Mum an und hofft, dass sie ihren Dad dazu bringen kann mit den Ausflügen aufzuhören. Aber Antoinettes Mutter ist blind vor Liebe zu dem Mann den sie geheiratet hat und sieht nicht, wie der Vater das kleine Mädchen ausnutzt. Als Antoinette dann mit 14 schwanger wird, droht die ganze Familie auseinanderzubrechen. ----- Gut geschrieben, aber es sind mir zu viele Rechtschreibfehler aufgefallen oder ganze Wörter die im Text gefehlt haben. Alles in allem bestimmt 20 Fehler im ganzen Buch, daher ein Stern Abzug. Das hemmt meine Leselust ungemein!

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    • 2
  • kein wort zu mami

    Kein Wort zu Mami
    Death_grip

    Death_grip

    19. April 2014 um 23:20

    Ein hartes Buch und sicher nichts für schwache Nerven!  Ich finde dieses Buch lässt sich unglaublich gut lesen,  es hat mich persönlich sehr gefesselt und mir an vielen Stellen Tränen in die Augen schießen lassen!  -kein wort zu mami-  lässt den leser auch nach Stunden noch darüber nachdenken was er dort erschreckendes gelesen hat.  Man durchlebt selber so viele Emotionen beim lesen,  dass es an manchen stellen wirklich einer Pause benötigt!!  Ich kann dieses Buch sehr empfehlen! 

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  • Rezension zu "Kein Wort zu Mami" von Toni Maguire

    Kein Wort zu Mami
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein sehr dramatisches Buch. Man würde am liebsten beim Lesen in den Roman springen und dem Kind helfen...

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    Schafari

    Schafari

    01. April 2014 um 15:19
  • Traurig

    Kein Wort zu Mami
    Schafari

    Schafari

    Das Buch hat mir gezeigt wie glücklich doch meine eigene Kindheit war und ich bin froh es gelesen zu haben ... auch wenn man unendliches Mitleid für das Mädchen aufbaut, sodass man sie am liebsten aus ihrer eigenen Geschichte reißen möchte, um es zu trösten...

    • 2
    Arun

    Arun

    31. March 2014 um 18:26
  • Das Buch geht derbe an die Nieren

    Kein Wort zu Mami
    Lyreen

    Lyreen

    10. November 2013 um 12:54

    Die Kurzfassung : Erst sehr viele Jahre später, am Sterbebett ihre Mutter zwingt sie der Geist ihres kindlichen ichs sich zu erinnern. Man kann den Inhalt hier schlecht wiedergeben, man muß es lesen. Ich habe das Buch bei Prinzessin enddeckt, ohne zu wissen was sie da laß. Ich habe mich nur gewundert, Bücher solcher Aufmachung und Dimension sind eigentlich nicht für Kinder ihres Alters geschrieben. Als ich dann sah, wie sie sich ab und zu ein paar Tränen abischte, wurde ich neugierig und borgte mir das Buch über Nacht mal aus. Ich habe diese 300 Seiten in einem Ritt durch gelesen. Mir standen auch die Tränen in den Augen. Was dieses Mädchen alles mit machen mußte ist unbeschreiblich. Zu der körperlichen Misshandlung des Vaters kam die seelische durch die Mutter. Meine Meinung über das Buch... Horror. Das Mädchen um das es geht heisst  Antoniette und liebt ihre Mutter über alles. Ja aber was die Mutter ihrer Tochter antut ist hart. Toni wird von ihren Vater missbraucht und setzt sie unter Druck den Mund zu halten mit Sätzen wie 'Mama hat Dich dann nicht mehr lieb' usw. Das geht Jahre so weiter und dann wird Toni auch noch vom Vater Schwanger und das Kind wird abgetrieben was auch für Toni natürlich ein Horror ist, alleine da Sie danach keine Kinder mehr bekommen kann. Immer wenn Toni sich ihrer Mutter offenbaren will , wird Sie von der Mutter abgelehnt und dabei liebt Sie ihre Mutter doch so sehr. Aber als das 'Dunkle' Geheimniss ans Licht kommt werden nicht die Eltern bestraft , nein Toni bekommt die Hauptschuld. Vom Vater misshandelt und die Mutter schaut weg, oft genug hatte ich eine Gänsehaut und mich hat das Buch sehr berührt , gerade da Toni dann doch auf ihre Art ihren Weg versuchte zu meistern.

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  • Rezension zu "Kein Wort zu Mami" von Toni Maguire

    Kein Wort zu Mami
    knusperkeks

    knusperkeks

    01. September 2012 um 16:03

    Inhalt: Im Alter von 6 Jahren wurde Antoinette zum ersten Mal von ihrem Vater sexuell belästigt. Dieser nahm ihr das Versprechen ab stillschweigen zu wahren. Sie willigte ein, ging aber doch zu ihrer Mutter und erzählte ihr davon. Ihre Mutter tat jedoch nichts! Ab dem 7. Lebensjahr wurde sie mehrfach von ihrem Vater vergewaltigt. Mindestens einmal pro Woche unternahm ihr Vater mit ihr einen besonderen "Ausflug". Von außen wirkte ihr Vater, wie ein einfühlsamer Ehemann und Vater, ein lustiger Geselle, ein fantastischer Kumpel und Sohn. Nur Antoinette kannte auch sein anderes "Ich". Durch die häufigen Umzüge fand sie keine Freunde. In der Schule wurde sie immer schlechter und schon früh entdeckte Toni den Alkohol für sich, der den Schmerz betäuben sollte. Mit vierzehn wurde sie von ihrem Vater schwanger. Aus Angst die Nachbarn könnten reden, schickte ihre Mutter sie zu einer "Operation" in ein entferntes Krankenhaus, welches Antoinette fast das Leben gekostet hätte. Als dann endlich die Wahrheit zu Tage tritt... kommt alles anders als ihr denkt! Meinung: Das Buch hat mich wirklich sehr bewegt. Die Autorin selbst berichtet hier von ihrem Schicksal. So schockierend, grausam, aufrüttelnd und ehrlich!! Mehrfach saß ich Kopfschüttelnd vor dem Buch... und als man mich frate, was los sei... da blieb mir vor Zorn auf Toni's Eltern, die Spucke weg. Wie kann eine Mutter sich schützend vor ihren Ehemann stellen?? Aus Liebe?? Für Toni empfinde ich unglaubliches Mitleid. Das sie so viel ertragen musste. Ich hab das Buch, meiner Kollegin gegeben und gleich am nächsten Tag kam sie aufgeregt zu mir und hat mir das Buch wieder in die Hände gedrückt. Es hat sie wohl zu sehr belastet und sie konnte deshalb auch nicht alles lesen. So aufgebracht habe ich sie noch nie erlebt.

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  • Rezension zu "Kein Wort zu Mami" von Toni Maguire

    Kein Wort zu Mami
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    20. September 2011 um 23:50

    Auf grausame weiße quält der Vater seine eigene Tochter. Er missbraucht sie, und schwängert sie. An der Abtreibung wäre Toni fast gestorben, und das schlimmste für ist, dass sie nie eigene Kinder kriegen kann. Bei den Eingriff ist was schief gelaufen ist.

  • Rezension zu "Kein Wort zu Mami" von Toni Maguire

    Kein Wort zu Mami
    Johannisbeerchen

    Johannisbeerchen

    05. July 2011 um 22:20

    Kauf - und Lesegrund: Schon seit Jahren liegt das Buch bei mir daheim im Bücherregal. Eine Freundin sagte zu mir, das Buch sei langweilig und das hat mich wohl etwas abgeschreckt. (sie steht eher auf "blutige Details") Nun habe ich mich endlich entschlossen das Buch zu lesen, weil man vor solchen Themen nicht die Augen verschließen sollte ! Cover und Gestaltung: Auf dem Cover seht ihr ein zuckersüßes Mädchen, welches wahrscheinlich Antoinette darstellen soll. Das Buch ist in ca 30 Kapitel geteilt, jedes bringt schreckliche Offenbarungen. Inhalt: Toni besucht ihre todkranke Mutter in Irland, dort wird sie von Antoinette besucht, ihrem inneren Kind, das sie jahrelang aus ihrem Bewusstsein verdrängt hat. Antoinette erinnert sie an die schrecklichen Erfahrungen ihrer Kindheit: Toni kehrt zurück in ihr altes Haus, besucht ihre Oma, zieht nach Irland und wird Opfer sexuellen Missbrauchs durch ihren eigenen Vater. "Kein Wort zu Mami, verstehst du?" sagte er und schüttelte mich leicht. "Das ist unser Geheimnis, Antoinett, ist das klar?" "Ja Daddy" flüsterte ich. "Ich sage nichts." Aber ich tat es doch. Ich vertraute meiner Mutter, denn ich liebte sie und ich wusste, dass sie mich liebte. Sie würde dafür sorgen, dass er aufhörte. Aber das tat sie nicht. Meinung: Mehr möchte ich vom Inhalt nicht erzählen. Antoinette geschehen schreckliche Dinge und auch nachdem sie ihren Vater angezeigt hat ist ihr Martyrium noch lange nicht zu Ende. Als Leser versucht man Tonis Gefühle zu verstehen, aber nur ein Missbrauchsopfer versteht warum Toni weiterhin Kontakt mit ihren Eltern hat und ihre Mutter trotzdem noch liebt, obwohl diese nie eine gute Mutter war. In den 13 Tagen im Hospiz setzt sie sich mit ihrer Vergangenheit auseinander und schafft es ein paar Dinge zu verarbeiten. Tonis Geschichte passierte in den 50ern und es hat mich geschockt, wie die Menschen in ihrer Umgebung, die Ärzte, Familie und sogar die eigene Mutter Toni die Schuld geben. Wahrscheinlich ist es in der heutigen Zeit nicht besser, aber ich hoffe es trotzdem. Für alle Opfer. Ich habe schon viele Bücher dieser Art gelesen, aber nie war es so "sonderbar". Meisten hassen die Opfer ihre Peiniger und Mitwisser und wollen nicht mehr mit ihnen zu tun haben, Toni kommt nicht von ihnen los. Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten und somit versteht wirklich jeder was das Buch ausdrücken soll. Es ist nicht zu verstehen, was diese Männer dazu antreibt ihre oder auch fremde Kinder zu missbrauchen. Fazit: Unbedingt lesen. Toni erzählt eine schreckliche Wahrheit die viele Kinder auf unterschiedliche Weise trifft und davor sollte man nicht die Augen verschließen !!

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  • Rezension zu "Kein Wort zu Mami" von Toni Maguire

    Kein Wort zu Mami
    IriasYrenee

    IriasYrenee

    25. June 2011 um 23:14

    Figuren: Antoinette/Toni, ihre englische Mutter, ihr irischer Vater „Paddy“ Zeit und Ort: Großbritannien (England, Nordirland) in den 50er Jahren und „Gegenwart“ Inhalt (grob): Im Alter von 4 zieht Antoinette mit ihrer Mutter und ihrem Vater, den sie zuvor nur selten gesehen hat, vom friedlichen England ins kalte und graue Nordirland. Denn dort lebt die Familie ihres Vaters, dort wollen ihre Eltern arbeiten und wohnen. Dort beginnt auch das schwere Leben für Antoinette, denn ihr Vater hat 2 Gesichter. Seine Familie, Freunde Nachbarn und auch seine Frau kennen ihn als liebenden, witzigen und gutaussehenden Sohn, Bruder, Kumpel, Ehemann und Vater. Antoinette lernt ihren Vater im Alter von 7 Jahren als grausamen, angsteinflößenden Pädophilen kennen, auch wenn sie dieses Wort erst sehr viel später gebraucht und versteht. Bald dreht sich ihr ganzes Dasein darum ihr Innerstes zu verstecken und vor der Realität zu fliehen. Als selbst ihre Mutter nach dem ersten Übergriff von den Erfahrungen und Ängsten ihrer Tochter nichts hören will, sondern stets das harmonische Bild einer glücklichen Familie wahrt und sich selbst als Opfer einer ungehorsamen Tochter, des Krieges und eines jüngeren, attraktiveren Mannes sieht, wächst Antoinettes Verzweiflung Jahr um Jahr. Sie sondert sich ab, zieht oft um, wechselt die Schule, wird vernachlässigt und betäubt sich schließlich mit Alkohol, der ihr von ihrem Vater zu Anfang eingeflößt wurde. Wenigstens einmal in der Woche unternimmt der Vater „Ausflüge“ mit seiner Tochter und vergreift sich später auch im Haus an seinem Kind, wenn die Mutter zur Arbeit gefahren ist. Diese Übergriffe gehen solange „gut“ bis Antoinette im Alter von 14 Jahren merkt, dass sie im 3. Monat schwanger ist. Aus Angst vor dem Gerede der Nachbarn und Verwandten schicken ihre Eltern Antoinette in eine entferntes Krankenhaus zu einer „Operation“, die sie wenige Zeit später fast das Leben kosten soll. Doch damit ist die Hölle für Antoinette noch nicht vorüber … Die wahre Geschichte wird von Toni Maguire bzw. Antoinette Maguire selbst erzählt, nachdem ihre Mutter in einem Hospiz an Krebs gestorben ist ohne sich bei ihrer Tochter für die Qualen ihrer Kindheit und Jugend zu entschuldigen. Während Toni also auf den Tod ihrer Mutter wartet, drängen sich die Erinnerungen an ihre Zeit als Antoinette wieder in ihr Bewusstsein und wollen verarbeitet werden. Bewertung: Für mich selbst war vor allem das letzte Drittel erschreckend, denn weder die Familie, noch Lehrer, noch die Psychologen hatten Verständnis für Tonis Situation und ihr jahrelanges Schweigen aus Liebe zur Mutter. Die ersten beiden Drittel waren für mich etwas zäh, was zum einen daran lag, dass ich mich schon oft mit dieser Thematik auseinandergesetzt habe, und Toni Maguire zum anderen schon am Anfang ihren Werdegang bis zum 14. Lebensjahr vorwegnimmt, während sie bei ihrer Mutter im Hospiz wartet. Faszinierend ist auch die recht kühle und distanzierte Schreib- und Sprechweise, wobei ich hier nicht sagen kann, wie nah sich die Übersetzung am Original orientiert. Empfehlung: Ja. Eine schonungslos ehrliche Aufarbeitung einer Kindheit, die nichts für schwache Nerven ist.

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  • Rezension zu "Kein Wort zu Mami" von Toni Maguire

    Kein Wort zu Mami
    Enimreh

    Enimreh

    05. November 2010 um 14:57

    Ein so herzzereißende Geschichte habe ich bis jetzt noch nicht gelesen. Durch die Ich-Perspektive wird einem richtig bewusst, wie sich das kleine Mädchen bei den Übergriffen gefühlt haben muss. Ich musste das Buch ein paar Mal aus der Hand legen, weil es einfach über mich gekommen ist und ich total erschlagen von der Grausamkeit war. Wenn man überlegt, dass das dieses Verbrechen fast überall auf der Welt jeden Tag passiert, bekommt man Angst und mir wird irgendwie auch übel. Diese Opfer tuen einem richtig leid und wenn man ihre Geschichten hört, merkt man, dass man nicht wegschauen sollte. Ein sehr anspruchsvolles Buch in Bezug auf das Thema. Vom Schreibstil hingegen sehr einfach gehalten, was vielleicht an manchen Stellen auch die Naivität des Mädchens ausdrücken soll. Ein Buch das Unbehaglichkeit und Wut in einem aufsteigen lässt. Nichts für schwache Nerven, meiner Meinung nach.

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  • Rezension zu "Kein Wort zu Mami" von Toni Maguire

    Kein Wort zu Mami
    WildRose

    WildRose

    15. October 2010 um 11:39

    Dieses Buch ist sehr berührend, aber leider auch furchtbar schrecklich. Das arme Mädchen hat mir das ganze Buch über entsetzlich leid getan. Ich verstehe nicht, wie ein Vater seiner eigenen Tochter so etwas antun und so grausam sein kann. Ein wirklich aufrichtiges Buch einer Frau, die ihr Leben lang kämpfen musste und schon als kleines Mädchen vom Vater missbraucht wurde. So schnell kann man dieses Buch nicht wieder vergessen.

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