Toni Mahoni

 4.1 Sterne bei 16 Bewertungen
Autor von Gebratene Störche, Alles wird gut, und zwar morgen! und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Toni Mahoni

Gebratene Störche

Gebratene Störche

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Erschienen am 22.02.2010
Alles wird gut, und zwar morgen!

Alles wird gut, und zwar morgen!

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Erschienen am 15.05.2014
Gebratene Störche

Gebratene Störche

 (1)
Erschienen am 23.02.2010
Alles wird gut, und zwar morgen!

Alles wird gut, und zwar morgen!

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Erschienen am 22.05.2014
Allet is eins

Allet is eins

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Erschienen am 27.02.2008
Alles wird gut, und zwar morgen! (Download)

Alles wird gut, und zwar morgen! (Download)

 (0)
Erschienen am 22.05.2014

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Rezension zu "Gebratene Störche" von Toni Mahoni

Da brat mir doch einer einen Storch... Mahoni zeigt sein Leben! Astrein, so ist Berlin!
Flohvor 4 Jahren

Autor, Lebemann, Frohnatur und Berufsoptimist Toni Mahoni habe ich vor einiger Zeit in seinem Buch "Alles wird gut, und zwar morgen" kennengelernt. Toni Mahonis Charme hat mich begeistert und so war es eine Pflicht, nein ein Zwang für mich, auch seinen ersten Roman "Gebratene Störche" zu erleben. Es hat sich mal wieder gelohnt. Wahnsinn, dieser Berliner Jung`bringt einen Kracher nach dem anderen oder überladen oder unecht zu erscheinen. Ein herzerfrischendes Buch, wo Trübsal keinen Boden fassen kann. Grandios!
Erschienen bei Galiani Berlin Verlag (http://www.galiani.de/)

Inhalt:
"Allet wird jut. Und zwar morgen! Toni Mahoni, der beliebteste Videoblogger Deutschlands, erzählt einen Schlag aus seinem Leben und verzaubert damit die Welt. Toni Mahoni, Musiker, Video-Blogger, Bürofachkraft und Schrottsortierer, ist knapp bei Kasse. Sein knurrender Magen treibt ihn zu den kostenlosen Probierhäppchen in die Gourmetabteilung des KaDeWe. Doch bevor er zulangen kann, meint er eine Erscheinung zu haben: Eine hübsche, junge Frau, ausschließlich bekleidet mit einem zerschlissenen Bademantel, beugt sich über die ausgestellten Probierhappen, als wolle sie sie beschwören. Bis Mahoni begreift: Er ist Zeuge einer antikapitalistischen Kunstaktion. Die Frau besabbert andächtig die Delikatessen, die sich kein Normalmensch leisten kann. Ihr Bademantel: Protest gegen den kapitalistischen Modezwang! Es dauert nicht lange und Peggy Maschke, so der Name der Bademantel-Aktivistin, wird fester Bestandteil des Toni-Mahoni- Universums, bestehend aus einer Schar widerborstig- lebenshungriger Freunde, darunter: Pierre - wie Mahoni in Köpenick aufgewachsen -, von dem sich überraschend herausstellt, dass sein Großvater als Kardinal beim Papst arbeitet. Außerdem Felix: Bildhauer, Berlinflüchtiger, Besitzer eines Bauernhofs in Mecklenburg und großer Fan von Störchen. Und Mommsen, ein aus Frankfurt nach Berlin eingewanderter Ex-Bänker, der bei einem Börsenspekulanten namens Teufel jobbt - und dabei versucht, seine Seele zu retten. Schließlich schmuggelt sich auch Peggy Maschkes Vater in die Toni-Mahoni-Welt, Pfeife rauchender Professor für Philosophie und Retter der deutschen Sprachkultur. Begeistert von Mahonis Aktionen gegen die Unterdrückung der Raucher, schüttelt der Professor bei jedem Gespräch mit ihm dennoch den Kopf: Denn Toni und seine Freunde sprechen bestes Berlinerisch, wenn sie den Anfeindungen des Lebens Paroli bieten. Sechzehn Kapitel voller stürmischer Kapitalismuskritik, seltsamer Kunstprojekte, Schlachtfeste, Besuche beim Vatikan, Tierrettungen, Weihnachtsessen und natürlich voller gebratener Störche."

Handlung:
Alles fängt ganz unverfänglich mit dem Erscheinen einer Bademantelschönheit an. Peggy, die alles andere im Sinn hat als Tonis erotisches Gedankenkarussell in Schwingungen zu bringen ist eine radikale Aktivistin und Demonstrantin verschiedener Aktionen. Sie schreckt wirklich vor nichts zurück. Auch nicht vor Toni Mahoni. Oha, nachdem sie seine Häppchen der Begierde im Berliner nobel Kaufhaus KaDeWe mit Speichel benetzt, nimmt eine katastrophale Beziehungsgeschichte seinen Lauf. Das Leben des Toni Mahoni mit seinen Konsorten. Wir Leser dürfen Teil einer skurilen Verkettung blödester Fettnäpchen und Aktionen werden. Wir schlittern mit Toni, Peggy und den Freunden und Bewohnern Pierre, Mommsen und Felix. Diese absurde Mischung wird komplett, als auch noch Peggys Vater im Trubel mitmischt.
Zusammen streifen wir mit Mahoni durch sein Leben in Berlin und seinen Aufgaben bei Peggy, den Besuch beim Papst, einigen Tierrettungsaktionen und den verzehr gebratener Störche....Ein Leben in Bildern und Pleiten, Pech und Pannen. Doch so berlinerisch optimistisch, dass es ein Segen ist, Tonis Welt zu erleben! Super tolle Kulissen und grandioser Lokalkolorit. Ein Livestyle Roman...


Schreibstil:
Mit Autor Toni Mahoni hat man nicht nur einen Berufsoptimisten und Lebemann an der Seite, sondern einfach einen guten Freund, der einen in absurdeste Situationen bringt!
Der Autor und Protagonist Toni schreibt wie er denkt, erfrischt, motiviert, baut auf und verbündet. Er hortet und erntet Unmengen an Sympathie.
Er besitzt eine ganz besondere Note, und ich glaube fast eine Autobiografie zu lesen (oje, bitte nicht....) Toni würde mir leid tun...oder doch nicht? Alles wirkt so real, und doch so irrwitzig unglaublich, mit einem Augenzwinkern darf man Toni und Konsorten begleiten. Die freie Berliner Schnauze ist für mich Höhepunkt des Buches. Ich hänge förmlich an den Dialogen und Sätzen. Toni Mahoni streut enorme Mengen an Handlungssträngen und baut sein Buch in Kurzgeschichtenform auf. Dennoch passen alle kleinen Pleiten, Pech und Pannen zusammen und ergeben ein komplettes Bild aus Mahonis Welt. Das Lesen wird zu einem Streifzug durch Berlin, den halben Rest der Welt und Toni Mahonis Leben. Der Autor versprüht einfach pure Lebensfreude, Lebenslust und Leselust. Auch im zweiten Buch hat mich diese Leichtigkeit überzeugt und als Anhängerin Mahonis werden lassen. Ganz ganz großartig ist seine Mundart. Immer wieder traut sich der Autor im Dialekt zu Plaudern. Einfach schön herrlich, so wie man es in Berlin hier und da hören kann. Ein Vergnügen schlecht hin. Ich sage nur: Großartiges, mutiges und andersartiges Schreiben! Der Autor hat Talent und Wiedererkennungswert! Ein Buch mit Charme und Espit!

Charaktere:
Ich kannte die Protagonisten ja schon aus dem zweiten Werk des Autors. Und jetzt verstehe ich auch, warum sie so sind, wie sie sind. Ich kenne Peggy als seine Verflossene, aber nun durfte ich miterleben (herrje!) wie sich die beiden Toni und Peggy, überhaupt gefunden haben. Dass sie sich überhaupt gefunden haben ist ja schon das reinste Fauxpas... Auch Toni zeigt sich von seiner besten Seite. Das ist eben Toni Mahoni und alles wird gut...jaja.
Dank der einzigartigen Charaktere fühlte ich mich wieder mitten drin! Also so spezielle Persönlichkeiten sind mir in noch keinem Buch, geschweige denn echten Leben begegnet. Schade eigendlich...Oder zum Glück?
Hier lernen wir nicht nur Hauptprotagonist und Schrottsortierer Toni Mahoni kennen, nein hier lernen wir Tonis ganzes Leben kennen, seine neue Freundin und radikale Aktivistin Peggy, ihren rauchenden Vater, und Tonis Kumpel Pierre, Mommsen und Felix. Neben den Hauptkern an Charakteren laufen uns noch zahlreiche irrwitzige Nebenrollen über den Weg und man glaubt es kaum, diese wirklich hier zu treffen. Viele ganz besondere Rollen und Nebenrollen, ganz aus dem Leben gegriffen. Herzlich, hilfsbereit, kumpelhaft und von Frauen und Partys gebranntmarkt. Einfach rund geschliffen und absolut toll und sympathisch geformt. Hier schöpft der Autor aus den Vollen (oder aus seinem Leben?), und überrascht mit so einem sympathischen Umfeld, dass ich als Leser gerne selber Teil der Handlung wäre. Toni Mahoni hat so viele Charaktere erschaffen, da fällt es schwer, seinen Liebsten auszuerkoren, irgendwie ist mir die gesamte Truppe ans Herz gewachen. So bunt wie das Leben. Herrlich!

Schauplätze:
Hier weiß der Autor besonders zu glänzen, Berlin wie es nur so vor Lebensenergie sprüht. Berliner Flair wird hier wunderbar verdeutlicht, genau wie all die anderen Plätze der Erde, die Toni und Co mehr oder weniger freiwillig besuchen müssen....Der Autor schreibt vom Leben, von Bars und Kneipen, von seiner Musik, seinen Jobs, seinen Freunden und von den skurilsten Momenten die es gibt. So frisch und facettenreich wie das Leben, so vielzählig und flächendeckend wie Tonis bunte Welt. Bunt, lebendig, authentisch und so lebenslustig! Toni Mahoni hat ein Händchen für bildhafte Darstellung und filmreife Kulissen. Das Buch ist die reinste Lebensreise.

Meinung:
Meine Meinung ist glasklar: Auch dieses Buch hat 100 % Suchtpotential. Wäre "Alles wird gut, und zwar morgen" nicht schon meine Einstiegsdroge gewesen, so wäre es "Gebratene Störche" geworden. Gleich der Einstieg in die Story beginnt mit einer Weisheit und Rügen (!). Das ist Toni, immer für eine Überraschung gut. Sein Buch besitzt einfach Charme und die Note des Autors. Allein die Kapitelüberschriften sind ein Genuß zu lesen. Wie kommt man bloß auf so was? Das ist unglaublich, das ist Toni Mahoni! Diese "tiefsinnigen" Verse ziehen sich zu jeder Kapitelüberschrift. Auch gelungene Illustrationen frischen diesen ohnehin frischen Roman wieder munter auf. Das was man gelesen hat, darf man als Toni-Skizze wieder erleben. Ich mag ganz besonders diese lebensfrohe Art, die gelungenen Charaktere, die wahnwitzige Story, die lustigen Einfälle, den Lifestyle, die Pleiten Pech und Pannen, die Puzzleteile die sich verbinden und die schöne Mundart des Autors. Rundum Zufrieden, ohne Manko und Schwächen. Ein starkes Buch für alle Wunschoptimisten. Von Toni sollte man sich eine Scheibe abschneiden und sich seine Stulle mit Belegen. Ich bin traurig, dass das Buch nun zuende ist, bin aber froh und begeistert, so ein wunderbares Buch gelesen und genossen zu haben. Wann gibt es mehr von Toni & Co.?

Cover / Buch:
Das Buch ist hochwertig und ansprechend verarbeitet. Das Schriftbild ist angenehm, die Kapitel nicht allzu lang. Kleine Verse und Illustrationen peppen die Seiten und Kapitel locker auf.
Das Cover ist absolut witzig und passt zur Story.

Der Autor:
"Toni Mahoni wurde 1976 in Berlin geboren, er ist Sänger und Autor in Personalunion. Mahoni kam als Videoblogger bei Spreeblick zu frühem Ruhm und erhielt 2006 für seine witzig-schnoddrigen Podcasts den Grimme-Online-Award. Mit seiner Mahoni-Band eroberte er auf einen Schlag die Herzen nicht nur des Berliner Publikums; ihre Auftritte im BKA beim Klub Mahoni sind Kult. 2009 erschien Mahonis Debütroman Gebratene Störche. »Mahoni ist der Spontanphilosoph für Menschen, die das Zurücklehnen vergessen haben«, resümierte damals begeistert Die Welt."

Fazit:
Dieses Buch ist für mich ein MUST-READ! Verdiente 5 Sterne + für diesen lebenslustigen Lesegenuß.Da will man mehr!

Kommentare: 9
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K

Rezension zu "Alles wird gut, und zwar morgen!" von Toni Mahoni

Eine abstruse Geschichte, die fast schon wieder realistisch wirkt.
kvelvor 4 Jahren

Inhalt:
Der Protagonist Toni Mahoni wurde von seiner Freundin verlassen. Um auf andere Gedanken zu kommen, besucht er einen Freund auf Mallorca. Bei einer Party zerstört er aus Versehen eine wertvolle Statue. Leider sind die Statuen-Besitzer keine Zeitgenossen, mit denen man freundlich und vernünftig verhandeln könnte. Nun ist Toni Mahoni in der Zwangslange, dass er die Statue ersetzen muss. Deshalb beginnt nun seine Odyssee und eine ganze Reihe von Hindernissen müssen von dem Protagonisten bewältigt werden, um die Angelegenheit zu einem guten Ende zu bringen.


Meine Meinung:

Am Anfang dachte ich: na, da bin ich nicht ganz die richtige Zielgruppe; es geht um Sex und Drogen und um die Befindlichkeiten und Beziehungsprobleme der jungen Leute.
Aber der Roman entwickelt sich.


Natürlich ist das alles, was hier erzählt wird, eine abstruse Geschichte (eine Art Roadmovie) - aber irgendwie auch wieder spannend und lesenswert.


Der humorige und selbstironische Unterton des Geschriebenen hat mir sehr gut gefallen: "Ich versprach mir hoch und heilig, die Energie, die ich hier für andere aufbrachte, zukünftig nur noch für mich selbst zu verwenden." (S. 77)


Und ich finde, der Autor hat ein bemerkenswertes Talent mit Worten umzugehen: "Dann kam ich an einem Zeitungskiosk vorbei und erstarrte zu einem Eisblock aus erschrockenem Menschenfleisch." (S. 208)


Ich kannte den Autor bisher ehrlich gesagt noch nicht: weder das Vorgängerbuch von ihm noch ihn als Musiker oder Blogger.

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Bris avatar

Rezension zu "Alles wird gut, und zwar morgen!" von Toni Mahoni

Warten auf Godot ...
Brivor 4 Jahren

Toni Mahoni, seines Zeichens Berliner Videoblogger hat sich zum zweiten Mal auf die Bühne der Literatur gewagt. Und gleich die Hauptrolle in der Geschichte übernommen, die sich dem Klappentext nach zu urteilen, zu einem wirklich schrägen und unterhaltsamen Road-Movie entwickeln könnte. Klar, wer könnte Mahoni besser spielen als Mahoni selbst – ein Chameo Auftritt im eigenen Kopfkino sozusagen

Die Schwierigkeit hierbei ist, dass der geneigte Leser häufig versucht ist, die reale Kunstfigur Toni Mahoni mit der fiktiven Romanfigur Toni Mahoni gleichzusetzen – und zusätzlich fragt man sich: wieviel vom echten Toni Mahoni, dessen wahren Namen nur Eingeweihte kennen, steckt in den beiden anderen. Und an dieser Stelle wurde es schwierig, zumindest für mich. Der Roman-Mahoni ist nämlich nicht gerade das, was man einen Macher nennt, obwohl diese Eigenschaft im Setting des Romans durchaus willkommen wäre und, nebenbei bemerkt, dem Fortgang und damit der Lesefreude einen gewaltigen Schubs mitgäbe.

Aber steigen wir doch am Anfang der Ereignisse ein: es muss sich etwas ändern im Leben des Toni Mahoni. So denkt nicht er selbst, sondern seine aktuelle Freundin Peggy, die diese Änderung auch gleich vollzieht. Denn eines ist ihr klar: Toni wird sich so schnell nicht bewegen. Er fühlt sich wohl in seiner Haut als ewiger „Berufsjugendlicher“. Wohlig eingesponnen in ein Netz von Bequemlichkeiten und bedingungslosen Freundschaften. Dass Peggy ihn nicht wirklich wegen seines wachsenden (Bier-)Bauches verlässt, sondern wegen seiner allzu sorglosen Art, in den Tag hinein zu leben, kein echtes Ziel zu haben, das versteht er bis zuletzt nicht.

Die Einladung eines seiner Freunde auf dessen Lieblingsinsel Mallorca ist die willkommene Ablenkung von Liebeskummer und Selbstmitleid. Nichts wie hin und ab an den Strand, wo auch gleich Kontakt zu Einheimischen geknüpft wird. Am Abend wird es eine Party geben und natürlich nimmt man die Einladung dankend an. Um sich auch dauerhaft abzulenken wird so mancherlei und bunt gemischt konsumiert – die erste Gelegenheit für den geneigten Leser, die Hand vor die Stirn zu schlagen und laut „Oh Mann, Mahoni“ auszurufen. Mahoni ist keine zwanzig mehr und Party-erfahren genug, um das zu vermeiden, was da auf ihn zu rollt: der völlige Kontrollverlust.

Umnebelt von Liebeskummer und Drogen stösst er den ersten Dominostein, sprich eine klassizistische und damit sehr wertvolle Statue um – sie zerbricht in tausend Stücke und Mahonis Freundschaften werden umgehend auf eine harte Probe gestellt.

Mißgeschicke in Drogen- oder sonstigen Räuschen sind eine Sache, sich den Konsequenzen dieser zu stellen, eine ganz andere. Unangenehm aber wird es auf jeden Fall, wenn andere Personen, sprich Freunde, so tief in die Geschichte verwickelt werden, dass sie um Leib und Leben fürchten müssen.

Ist der Roman-Mahoni in seinem Leben kein tatsächlich entschlossener Typ, der einen straighten Weg geht, so kann man ihm zumindest einmal in dieser Geschichte gratulieren: zur Wahl seiner Freunde.

Absolut bedingungslose Unterstützung, egal wann, wo, bei was und aus welchem Grund scheint die Basis dieser Beziehungen zu sein. Weshalb das so ist … man weiß es nicht. Vielleicht ist es eine gewisse Lebenseinstellung, die man sonst nur von Monty Pythons Bicycle Repair Man kennt: immer da wenn man ihn braucht, aus dem Nichts kommend will er eines nie: Dank.

Von Mahoni, dem sorglosen, verpeilten, auch unter höchstem Druck nur schwer in die Gänge kommenden Berliner Bohémien hat man diesen auch nicht zu erwarten. Jedenfalls nicht ausdrücklich. Zu sehr ist er mit sich und seinen Problemen beschäftigt. Er stolpert von einem Problem ins nächste und hätte er nicht diese Freunde, wäre er gleich zu Beginn hoffnunglos verloren.

Das vermutete Road-Movie entpuppt sich im Lauf der Dinge als ein sich zäh dahinschleppendes Gehangel von Station zu Station. Zugegeben das Setting der Geschichte, die einzelnen schrägen Situationen sind zuweilen sogar recht amüsant – alleine die Verbindung zu einem Roman gelingt nicht.

Das tragikomische Feuerwerk des Rückentextes erscheint eher als ein vereinzeltes Aufscheinen von verirrten Blitzlichtern. Episode reiht sich an Episode ohne eine unterhaltsame Verbindung. Damit ist nicht gemeint, dass Verbindungen zwangsweise sein müssen, aber wenn man sie so augenscheinlich herbeiführen will, wie in Alles wird gut und zwar morgen“, dann braucht es schon etwas mehr als die Erzählungen aus dem Leben des Toni Mahoni.

Der Autor Mahoni hat sich einen Namen gemacht. Mit einem gewissen Stil. Schnoddrigkeit, Berliner Charme und Sprache, rauchig markante Stimme. Das funktioniert live auf der Bühne mit und ohne Band oder in einem Videoblogg wohl recht gut. Für einen Roman allerdings fehlt die Tiefe, vor allem bei den Figuren. Die Romanfigur Mahoni bleibt, trotz der vom Autor selbst erstellten Zeichnungen, blaß und an der Oberfläche.

Zu wenig Tiefe, zu viele Ideen in einer Geschichte, die einige Seiten zu lang geraten ist. Es hätte mehr daraus werden können, hätte man sich etwas eingeschränkt in dem, was alles in diesen Roman gepackt werden sollte. Aber vielleicht war auch hier der Titel Programm und alles wird gut, aber eben erst beim nächsten Mal.

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