Toni Mahoni Alles wird gut, und zwar morgen!

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Inhaltsangabe zu „Alles wird gut, und zwar morgen!“ von Toni Mahoni

Ein tragikomisches Feuerwerk über die Zerbrechlichkeit des Lebens Die Protagonisten: Toni Mahoni (beziehungsgeschädigt), Vlad (alkoholgeschädigt), zwei Mafiosi-Sprösslinge (die 'Sonnys') und eine wertvolle Statue (zerstört). Ein moderner Schelmenroman darüber, wie man auch im Chaos das Glück findet.Das Beziehungsende kam unerwartet. Einfach so. Vor ein paar Tagen noch war seine Freundin fröhlich neben Toni Mahoni eingeschlafen und hatte seinen Bauch getätschelt. Nun plötzlich war derselbe Bauch Symbol für Alltag, Trott und mangelnden Respekt. 'Mahoni, mach erst mal alleine weiter, ja? Ich geh nach Barcelona!', hatte sie gesagt, die Tür hinter sich zugeknallt und Toni verwirrt in seiner WG zurückgelassen.Noch bevor der Liebeskummer so richtig ausbrechen kann, wird Toni von seinem Freund Meta Mallorca überredet, mit ihm auf dessen Lieblingsinsel Urlaub zu machen. Wer konnte schon ahnen, dass die beiden dort auf einer ausschweifenden Party der spanischen Oberschicht landen würden und es Toni innerhalb weniger Stunden gelingen würde, eine kostbare Statue zu zerstören und damit den Zorn zweier brutaler Mafiosi-Söhne auf sich zu ziehen?Um sein Leben (und das von Meta) zu retten, verspricht Toni, eine Kopie der steinernen Schönheit zu organisieren. Und steht damit am Anfang einer Odyssee, die ihn und alle, die ihm helfen wollen, die nächsten drei Monate in Atem halten wird.

Eine abstruse Geschichte, die fast schon wieder realistisch wirkt.

— kvel
kvel

Zu viel gewollt, zu wenig geschafft ... im Nachhinein keine drei Sterne geschafft. Wenn schon schräg, dann bitte richtig!

— Bri
Bri

Ein Lebemann schreibt aus seinem (?) Leben. Wahnwitzig, frisch und absolut liebenswerte Charaktere. Berliner Lifestyle! Hochgenuß!

— Floh
Floh

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    Alles wird gut, und zwar morgen!
    Bri

    Bri

    Toni Mahoni, seines Zeichens Berliner Videoblogger hat sich zum zweiten Mal auf die Bühne der Literatur gewagt. Und gleich die Hauptrolle in der Geschichte übernommen, die sich dem Klappentext nach zu urteilen, zu einem wirklich schrägen und unterhaltsamen Road-Movie entwickeln könnte. Klar, wer könnte Mahoni besser spielen als Mahoni selbst – ein Chameo Auftritt im eigenen Kopfkino sozusagen Die Schwierigkeit hierbei ist, dass der geneigte Leser häufig versucht ist, die reale Kunstfigur Toni Mahoni mit der fiktiven Romanfigur Toni Mahoni gleichzusetzen – und zusätzlich fragt man sich: wieviel vom echten Toni Mahoni, dessen wahren Namen nur Eingeweihte kennen, steckt in den beiden anderen. Und an dieser Stelle wurde es schwierig, zumindest für mich. Der Roman-Mahoni ist nämlich nicht gerade das, was man einen Macher nennt, obwohl diese Eigenschaft im Setting des Romans durchaus willkommen wäre und, nebenbei bemerkt, dem Fortgang und damit der Lesefreude einen gewaltigen Schubs mitgäbe. Aber steigen wir doch am Anfang der Ereignisse ein: es muss sich etwas ändern im Leben des Toni Mahoni. So denkt nicht er selbst, sondern seine aktuelle Freundin Peggy, die diese Änderung auch gleich vollzieht. Denn eines ist ihr klar: Toni wird sich so schnell nicht bewegen. Er fühlt sich wohl in seiner Haut als ewiger „Berufsjugendlicher“. Wohlig eingesponnen in ein Netz von Bequemlichkeiten und bedingungslosen Freundschaften. Dass Peggy ihn nicht wirklich wegen seines wachsenden (Bier-)Bauches verlässt, sondern wegen seiner allzu sorglosen Art, in den Tag hinein zu leben, kein echtes Ziel zu haben, das versteht er bis zuletzt nicht. Die Einladung eines seiner Freunde auf dessen Lieblingsinsel Mallorca ist die willkommene Ablenkung von Liebeskummer und Selbstmitleid. Nichts wie hin und ab an den Strand, wo auch gleich Kontakt zu Einheimischen geknüpft wird. Am Abend wird es eine Party geben und natürlich nimmt man die Einladung dankend an. Um sich auch dauerhaft abzulenken wird so mancherlei und bunt gemischt konsumiert – die erste Gelegenheit für den geneigten Leser, die Hand vor die Stirn zu schlagen und laut „Oh Mann, Mahoni“ auszurufen. Mahoni ist keine zwanzig mehr und Party-erfahren genug, um das zu vermeiden, was da auf ihn zu rollt: der völlige Kontrollverlust. Umnebelt von Liebeskummer und Drogen stösst er den ersten Dominostein, sprich eine klassizistische und damit sehr wertvolle Statue um – sie zerbricht in tausend Stücke und Mahonis Freundschaften werden umgehend auf eine harte Probe gestellt. Mißgeschicke in Drogen- oder sonstigen Räuschen sind eine Sache, sich den Konsequenzen dieser zu stellen, eine ganz andere. Unangenehm aber wird es auf jeden Fall, wenn andere Personen, sprich Freunde, so tief in die Geschichte verwickelt werden, dass sie um Leib und Leben fürchten müssen. Ist der Roman-Mahoni in seinem Leben kein tatsächlich entschlossener Typ, der einen straighten Weg geht, so kann man ihm zumindest einmal in dieser Geschichte gratulieren: zur Wahl seiner Freunde. Absolut bedingungslose Unterstützung, egal wann, wo, bei was und aus welchem Grund scheint die Basis dieser Beziehungen zu sein. Weshalb das so ist … man weiß es nicht. Vielleicht ist es eine gewisse Lebenseinstellung, die man sonst nur von Monty Pythons Bicycle Repair Man kennt: immer da wenn man ihn braucht, aus dem Nichts kommend will er eines nie: Dank. Von Mahoni, dem sorglosen, verpeilten, auch unter höchstem Druck nur schwer in die Gänge kommenden Berliner Bohémien hat man diesen auch nicht zu erwarten. Jedenfalls nicht ausdrücklich. Zu sehr ist er mit sich und seinen Problemen beschäftigt. Er stolpert von einem Problem ins nächste und hätte er nicht diese Freunde, wäre er gleich zu Beginn hoffnunglos verloren. Das vermutete Road-Movie entpuppt sich im Lauf der Dinge als ein sich zäh dahinschleppendes Gehangel von Station zu Station. Zugegeben das Setting der Geschichte, die einzelnen schrägen Situationen sind zuweilen sogar recht amüsant – alleine die Verbindung zu einem Roman gelingt nicht. Das tragikomische Feuerwerk des Rückentextes erscheint eher als ein vereinzeltes Aufscheinen von verirrten Blitzlichtern. Episode reiht sich an Episode ohne eine unterhaltsame Verbindung. Damit ist nicht gemeint, dass Verbindungen zwangsweise sein müssen, aber wenn man sie so augenscheinlich herbeiführen will, wie in „Alles wird gut und zwar morgen“, dann braucht es schon etwas mehr als die Erzählungen aus dem Leben des Toni Mahoni. Der Autor Mahoni hat sich einen Namen gemacht. Mit einem gewissen Stil. Schnoddrigkeit, Berliner Charme und Sprache, rauchig markante Stimme. Das funktioniert live auf der Bühne mit und ohne Band oder in einem Videoblogg wohl recht gut. Für einen Roman allerdings fehlt die Tiefe, vor allem bei den Figuren. Die Romanfigur Mahoni bleibt, trotz der vom Autor selbst erstellten Zeichnungen, blaß und an der Oberfläche. Zu wenig Tiefe, zu viele Ideen in einer Geschichte, die einige Seiten zu lang geraten ist. Es hätte mehr daraus werden können, hätte man sich etwas eingeschränkt in dem, was alles in diesen Roman gepackt werden sollte. Aber vielleicht war auch hier der Titel Programm und alles wird gut, aber eben erst beim nächsten Mal.

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    • 3
  • Eine abstruse Geschichte, die fast schon wieder realistisch wirkt.

    Alles wird gut, und zwar morgen!
    kvel

    kvel

    Inhalt: Der Protagonist Toni Mahoni wurde von seiner Freundin verlassen. Um auf andere Gedanken zu kommen, besucht er einen Freund auf Mallorca. Bei einer Party zerstört er aus Versehen eine wertvolle Statue. Leider sind die Statuen-Besitzer keine Zeitgenossen, mit denen man freundlich und vernünftig verhandeln könnte. Nun ist Toni Mahoni in der Zwangslange, dass er die Statue ersetzen muss. Deshalb beginnt nun seine Odyssee und eine ganze Reihe von Hindernissen müssen von dem Protagonisten bewältigt werden, um die Angelegenheit zu einem guten Ende zu bringen. Meine Meinung: Am Anfang dachte ich: na, da bin ich nicht ganz die richtige Zielgruppe; es geht um Sex und Drogen und um die Befindlichkeiten und Beziehungsprobleme der jungen Leute. Aber der Roman entwickelt sich. Natürlich ist das alles, was hier erzählt wird, eine abstruse Geschichte (eine Art Roadmovie) - aber irgendwie auch wieder spannend und lesenswert. Der humorige und selbstironische Unterton des Geschriebenen hat mir sehr gut gefallen: "Ich versprach mir hoch und heilig, die Energie, die ich hier für andere aufbrachte, zukünftig nur noch für mich selbst zu verwenden." (S. 77) Und ich finde, der Autor hat ein bemerkenswertes Talent mit Worten umzugehen: "Dann kam ich an einem Zeitungskiosk vorbei und erstarrte zu einem Eisblock aus erschrockenem Menschenfleisch." (S. 208) Ich kannte den Autor bisher ehrlich gesagt noch nicht: weder das Vorgängerbuch von ihm noch ihn als Musiker oder Blogger.

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    • 2
  • Das Leben des Toni Mahoni... Skurril, irrwitzig, verblüffend und berufsoptimistisch!

    Alles wird gut, und zwar morgen!
    Floh

    Floh

    12. June 2014 um 04:07

    Autor, Lebemann und Sänger Toni Mahoni begibt sich mit seinem neuen Werk "Alles wird gut, und zwar morgen" in die katastrophale Welt seiner selbst (oder nicht?). Das ist hier die Frage. Der Leser könnte meinen, hier einen treuliebenden, gutmütigen, naiven Tollpatsch aus dem Leben an seiner Seite zu wissen... und schon wird man zusammen mit Toni in eine Kettenreaktion aus Pleiten, Pech und Pannen, und weiteren Pleiten, Pech und Pannen gezogen. Toni Mahoni nimmt uns mit ins Leben des Toni Mahoni. Viel Humor, Witz und Optimismus. Hier wandelt man beschwingt durch Berlins Gassen, obwohl die Mafia im Nacken steckt... Inhalt: "Das Beziehungsende kam unerwartet. Einfach so. Vor ein paar Tagen noch war seine Freundin fröhlich neben Toni Mahoni eingeschlafen und hatte seinen Bauch getätschelt. Nun plötzlich war derselbe Bauch Symbol für Alltag, Trott und mangelnden Respekt. »Mahoni, mach erst mal alleine weiter, ja? Ich geh nach Barcelona!«, hatte sie gesagt, die Tür hinter sich zugeknallt und Toni verwirrt in seiner WG zurückgelassen. Noch bevor der Liebeskummer so richtig ausbrechen kann, wird Toni von seinem Freund Meta Mallorca überredet, mit ihm auf dessen Lieblingsinsel Urlaub zu machen. Wer konnte schon ahnen, dass die beiden dort auf einer ausschweifenden Party der spanischen Oberschicht landen würden und es Toni innerhalb weniger Stunden gelingen würde, eine kostbare Statue zu zerstören und damit den Zorn zweier brutaler Mafiosi-Söhne auf sich zu ziehen? Um sein Leben (und das von Meta) zu retten, verspricht Toni, eine Kopie der steinernen Schönheit zu organisieren. Und steht damit am Anfang einer Odyssee, die ihn und alle, die ihm helfen wollen, die nächsten drei Monate in Atem halten wird." Handlung: Alles fängt ganz unverfänglich mit der Trennung von Peggy an: "Dein Bauch ist zu dick, ick brauch ne Pause...". Was sollte denn das? Okay, erstmal mit den Kumpels auf andere Gedanken kommen, Peggy ist weit weg und Toni braucht Trösterchen. Auf geh´ts mit Kumpel Meta nach Malle zu Ronny auf die Finca. Besser kann der Neustart als Single doch nicht sein. Party, Sonne, Mediteranes Flair und Weiber... und die Sonnyboys. Am Abend gibt es eine Party bei diesen Sonnyboys, die für Toni mit einem Grauen endet. Dabei wollte er doch nur Schmusen, mit einer Statue aus Alabaster. Ein Zufall kommt zum nächsten und das wertvolle, bezaubernde Schmuseobjekt zerspringt in tausend Teile. Die Sonnys sind außer sich, haben trotz ihrer Macht, Muskeln und Tätowierungen Angst vor Papa, wenn der erfährt, dass die Statue hin ist... Für Toni und Co beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit und eine Flucht gegen die Sonny-Mafia. Egal wie, die Statue muss ersetzt werden. Kein Problem, denkt sich Toni und stimmt zu. Fatal, denn es gibt nichts was ihm helfen kann. Weder Pläne, Zeichnungen, oder ob es diese Jungfrau aus Florenz überhaupt mal gab. Aber Toni wäre nicht Toni, wenn er nicht seinen Uroptimismus hätte... Das Ultimatum läuft, und das Leben des Toni bekommt neue Facetten und Freunde...Rund drei Monate fiebern wir mit Toni und seinen Freunden um und mit der Alabaster Statue. Zusammen streifen wir mit Mahoni durch sein Leben in Berlin und seinen Aufgaben bei Bildhauer und Künstler Vlad. Super tolle Kulissen und grandioser Lokalkolorit. Ein Livestyle Roman... Schreibstil: Mit Autor Toni Mahoni hat man einen guten Freund an der Seite! Der Autor schreibt wie er denkt, erfrischt, motiviert, baut auf und verbündet. Er hortet und entet Unmengen an Sympathie. Er besitzt eine ganz besondere Note, ich könnte meinen, dieses Buch entstammt aus dem Leben des Autors....?!? (Das weiß ich bis heut noch nicht...). Alles wirkt so real, und doch so irrwitzig unglaublich. Toni Mahoni streut enorme Mengen an Handlungsstränge, die erst recht spät beginnen aufeinander zu zukommen. Das Lesen wird zu einem Streifzug durchs Leben. Toni Mahoni versprüht Lebensfreude, Lebenslust und Leselust. Ganz ganz großartig ist seine Mundart. Immer wieder straut sich der Autor im Dialekt zu Plaudern. Einfach schön herrlich. Selbst im Schwabenland würzt er die Dialoge seiner Kumpel Geld und Nelt mit Pfälzerischen Singsang. Ein Vergnügen schlecht hin. Zunächst war es für mich etwas ungewöhnlich, aber sehr raffiniert eingespielt und witzig durchdacht, da wir hier Mahonis Leben lesen, wie es ist. Das bringt Autor Toni Mahoni wunderbar frisch zu Papier. Ich sage nur: Großartiges, mutiges und andersartiges Schreiben! Der Autor hat Talent und Wiedererkennungswert! Sein Buch ist so filmreif verfasst, dass sich innerlich lebendige Bilder ergeben, und das lesen zu einem Erlebnis mit allen Sinnen wird! Charaktere: "Die Protagonisten: Toni Mahoni (beziehungsgeschädigt), Vlad (alkoholgeschädigt), zwei Mafiosi-Sprösslinge (die »Sonnys«) und eine wertvolle Statue (zerstört). Ein moderner Schelmenroman darüber, wie man auch im Chaos das Glück findet." Dank der Charaktere fühlte ich mich mitten drin! Also so spezielle Persönlichkeiten sind mir in noch keinem Buch, geschweige denn echten Leben begegnet. Schade eigendlich... Hier lernen wir nicht nur Hauptprotagonist und Bäuchleinträger Toni Mahoni kennen, nein hier lernen wir Tonis ganzes Leben kennen, seine Exfreundin Peggy, seine WG-Bewohner Pierre und später die dralle Mandy, seine langjährigen Freunde und Bandkollegen, Bildhauer und Künstler Vlad, seine Bekannten aus der Pfalz, seine durchgedrehten Eltern, Barfrau Moni und nicht zu vergessen die zarte Katja mit allerlei Geheimnissen. Aber auch die Mafia-Sonnys, die ihre wertvolle Statue zurück wollen, um jeden Preis, um Leben oder Tod. Viele ganz besondere Rollen und Nebenrollen, ganz aus dem Leben gegriffen. Herzlich, hilfsbereit, kumpelhaft und von Frauen und Partys gebranntmarkt. Einfach rund geschliffen und absolut toll und sympathisch geformt.  Hier schöpft der Autor aus den Vollen (oder aus seinem Leben?), und überrascht mit so einem sympathischen Umfeld, dass ich als Leser gerne selber Teil der Handlung wäre. Toni Mahoni hat so viele Charaktere erschaffen, da fällt es schwer, seinen Liebsten auszuerkoren, irgendwie ist mir die gesamte Truppe ans Herz gewachen. So bunt wie das Leben. Herrlich! Schauplätze: Hier weiß der Autor besonders zu glänzen, Berlin wie es nur so vor Lebensenergie sprüht. Berliner Flair wird hier wunderbar verdeutlicht, genau wie der warme Süden auf Mallorca, das buckelige Polen und auch das feinschmeckerische Frankreich kommen hier nicht zu kurz. Der Autot schreibt vom WG-Leben, von Bars und Kneipen, von einem verwüsteten Künstlerattelier auf einem Schrottplatz, die Steilküsten Malles, die Party-Villa der Sonnys und das Umfeld von Toni und Co. So frisch und facettenreich wie das Leben, so vielzählig und flächendeckend wie Tonis bunte Welt. Bunt, lebendig, authentisch und so lebenslustig! Toni Mahoni hat ein Händchen für bildhafte Darstellung und filmreife Kulissen. Das Buch ist die reinste Lebensreise. Meinung: Meine Meinung ist glasklar: Dieses Buch hat 100 % Suchtpotential. Gleich der Einstieg in die Story beginnt mit einer tollen philosophischen Lebensweisheit (alle aus der Feder und dem Gedankengut des Autors?). Diese "tiefsinnigen" Verse ziehen sich zu jeder Kapitelüberschrift. Auch gelungene Illustrationen frischen diesen ohnehin frischen Roman auf. Hier können wir uns die Situationen und Charaktere einmal in Skizzen ansehen und vorstellen. Ich mag ganz besonders diese lebensfrohe Art, die gelungenen Charaktere, die wahnwitzige Story, die lustigen Einfälle, den Lifestyle, die Pleiten Pech und Pannen, die Puzzleteile die sich verbinden und die schöne Mundart des Autors. Rundum Zufrieden, ohne Manko und Schwächen. Ein starkes Buch für alle Wunschoptimisten. Von Toni sollte man sich eine Scheibe abschneiden und sich seine Stulle mit Belegen. Ich bin traurig, dass das Buch nun zuende ist, bin aber froh und begeistert, so ein wunderbares Buch gelesen und genossen zu haben. Cover / Buch: Das Buch ist absolut hochwertig und sehr schön verarbeitet. Das Schriftbild ist angenehm, die Kapitel nicht allzu lang. Kleine Verse und Illustrationen peppen die Seiten und Kapitel locker auf. Das Cover ist absolut stimmig, und ich verspreche, dass jedes Detail des Covers sich im Buche wiederfindet... Der Autor: "Toni Mahoni wurde 1976 in Berlin geboren, er ist Sänger und Autor in Personalunion. Mahoni kam als Videoblogger bei Spreeblick zu frühem Ruhm und erhielt 2006 für seine witzig-schnoddrigen Podcasts den Grimme-Online-Award. Mit seiner Mahoni-Band eroberte er auf einen Schlag die Herzen nicht nur des Berliner Publikums; ihre Auftritte im BKA beim Klub Mahoni sind Kult. 2009 erschien Mahonis Debütroman Gebratene Störche. »Mahoni ist der Spontanphilosoph für Menschen, die das Zurücklehnen vergessen haben«, resümierte damals begeistert Die Welt." Fazit: Dieses Buch ist für mich ein MUST-READ! Verdiente 5 Sterne + für diesen lebenslustigen Lesegenuß. 

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  • Lebt von der munteren Sprache

    Alles wird gut, und zwar morgen!
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    Lebt von der munteren Sprache Vielleicht wäre es ja noch mal gut gegangen. Auf dieser Party auf Mallorca, bei den beiden scheinbar steinreichen, coolen Jungs. Bestens gegangen sogar, angesichts dieser Dominik, die dem liebeskranken Herzen Toni Mahoni zumindest körperlich eine sehr attraktive Ablenkung gewähren hätte können. Wäre ihm da nicht das Nasenbluten dazwischen gekommen, als die schöne Spanierin sich in seinen unteren Gefilden bereits mit Genuss zu schaffen machte. Nasenbluten wegen dem Kokain zuvor. Was vielleicht an sich auch schon ein wenig übertrieben war nach dieser Pille, die ihm in die Hand gedrückt worden war. Und nach den Cocktails. Und überhaupt. Das “Bäuchlein“ zu dick? Seine Freundin deswegen aus seiner Nähe verschwunden? Das sind ja mal Probleme……… Und nun, als zwar körperlich erwachsener Mann, mental aber weiterhin in der Spätpubertät gefangen, geschlagen mit einer gewissen Unfertigkeit dem Leben und Schüchternheit den Frauen gegenüber, nun findet sich Toni von Angesicht zu Angesicht einer atemberaubenden Statue gegenüber. Nun ja, aus Alabaster, das schon, aber in seinem leicht verschwimmenden Gemüt kann er am Ende des Tages einfach nicht an sich halten. Aus lauter Liebe „besteigt“ er die Statue. Mit drastischen Folgen. Nicht nur für ihn. Seine beiden Freunde werden von den nun gar nicht mehr so netten „coolen Jungs“ auf Mallorca quasi in Geiselhaft gehalten und Toni hat drei Monate Zeit, die Statue aber genauso und pronto zu ersetzen. Ein Original von Cavani, aus dem Museum entliehen vom Vater der beiden Playboys, der Rede nach ein hohes Tier bei der Mafia. So fliegt Toni, leicht gebeutelt und sehr verbeult, ins heimische Berlin und sucht Hilfe. Bildhauerhilfe. Und Geld. Ziemlich viel Geld. Beruhigend, dass er sich auf seine Freunde verlassen kann. Weniger beruhigend, dass da auch nicht viel zu holen ist, der einzige greifbare vermeintliche Bildhauer vor allem Wodka ausdünstet (nur polnischen natürlich, der weiterhin beschafft werden muss) und Alabaster in benötigter Größe nun nicht im Berliner Boden zu finden sein wird. So taumelt Toni Mahoni einerseits gewitzt, andererseits mit teils nervender Naivität durch dieses schriftliche „Road Movie“, das ans ich durchaus unterhaltsam seinen Gang nimmt. Das Buch lebt dabei von der flüssigen, legeren, „Berliner“ Sprache Mahonis, vom Umfeld des Lebens in der WG, von Berliner Atmosphäre und von teils skurrilen Figuren, die Tonis Weg ein um das andere Mal kreuzen. Andererseits sind so manche Ereignisse vielleicht zu sehr auf eine mögliche Verfilmung hin slapstickhaft angelegt (die Zerstörung der Statue), hier und da scheint die Gedankenwelt Mahonis und seiner Freunde doch auch arg pubertär (zwar Artet die Party in eine gestandene Orgie aus, aber so manches wirkt wie auf „endlich mal Party“ zu 18. Geburtstagen). Alles in allem munter erzählt, turbulent in den Abfolgen und mit einem Ende, das anders kommt, als vorher gedacht (auch, was das Private angeht). Da muss dann nicht mehr, wie im Rest des Romans, auf „Morgen“ gewartet werden.

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    • 6
    Bri

    Bri

    06. June 2014 um 10:50
    michael_lehmann-pape schreibt Und ich hätte die Lebenshaltung für eine Persiflage gehalten oder zumindest sehr randständig. Wenn Du sagst, dass das weit verbreitet ist in Berlin, interessant. Auch im Buch ist das auf Dauer in ...

    Ganz ehrlich ... sowas gibt es hier zuhauf ;) in bestimmten Kreisen eben. Natürlich immer nur auf Zeit und ich denke schon, dass er das persifliert ... aber das ist auch Lebenswirklichkeit. ...