Toni Morrison Heimkehr

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Inhaltsangabe zu „Heimkehr“ von Toni Morrison

Ein engagierter Roman über das Widerstehen, die Würde des Menschen und die Kraft der Wahrheit. Frank Money hat den Koreakrieg überlebt als einziger der drei Freiwilligen aus seinem Heimatort, dem rassistischen Höllenloch Lotus, Georgia. Dorthin möchte er nie wieder. Doch auch andernorts erlebt er die Segregation: getrennte Restaurants, Hotels, Waschräume. Dann erreicht Frank die Nachricht, dass seine Schwester Cee in Gefahr ist er muss zurück nach Lotus, zum Elternhaus und zu einem Geheimnis aus der Kindheit, dem er bis zu seiner bitteren Enthüllung nachgeht. "Heimkehr" setzt den mit "Jazz" begonnenen Zyklus fort, in dem Morrison die Situation der Schwarzen in den USA einem jeweils anderen Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts beleuchtet.

Ein wunderbarer Roman, der mit wenigen Worten auf wenigen Seiten ein großes Porträt der 50er Jahre im mittleren Westen der USA ist

— Andiniedi

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    Heimkehr

    Maldoror

    18. February 2016 um 16:06

    Das durchdringende Sujet der Romane der amerikanischen Nobelpreisträgerin Toni Morrsion ist von jeher die schwarze Geschichte der USA. Die Segregation, Diskriminierung und rassistisch motivierten Verbrechen der Weißen an der afro-amerikanischen Bevölkerung, angefangen von der Zeit der Sklaverei des 17. Jahrhunderts bis in einzelne Dekaden des scheinbar modernen und fortschrittlichen 20. Jahrhunderts. Dabei erreichen ihre Geschichten durch ihre Art von Erzählen - der kompromisslosen Härte, der Klarheit, der Beweglichkeit und Musikalität ihrer Sprache, sowie dem Wechsel der Erzählperspektive - eine hohe emotionale Dichte und tiefe Eindringlichkeit. Auch im Roman „Heimkehr“ sind all ihre literarischen Stärken prägnant vereint und verbinden sich mit der Geschichte zu einem szenenartigen realistischen Abbild der Lebenssituation in den 50-er Jahren der USA. Nach dem Ende des Koreakrieges kehrt der junge Frank Money nach Amerika zurück. Dort hat er nach der gewohnten, in der Gesellschaft fest verankerten, rassistischen Gewalt seiner Heimat nun auch die offenkundige und brutale Gewalt des Krieges erlebt. Seine Freunde und Bekannten aus seiner Heimatstadt Lotus, Georgia sind in seiner direkten Umgebung auf brutalster Art und Weise gefallen. Der Krieg machte aus Frank zu einer schlicht Befehle folgenden Marionette des Krieges, womit er große Teile seiner Menschlichkeit aufgab oder unterdrückte. Aus der integrierten Armee kehrt er in die separierten vereinten Staaten zurück. Die Grausamkeiten des Krieges und das entstandene Traum kann Frank nicht überwinden. Es ist unmöglich für ihn, zur Ruhe zu kommen und flüchtig sich Alkohol und Glücksspiele. So wird die Heimkehr zu einer Art Lebensaufgabe an der er zu zerbrechen droht. Ohne feste Bindung oder sozialen Umfeld entkommt Frank am Anfang der Handlung aus einer psychiatrischen Anstalt. Zu diesen Zeiten konnten Schwarze wegen Bagatellen und aus reiner Willkür inhaftiert werden. Nur seine Verdienstmedaille und unerhoffte Solidarität von einigen Mitmenschen, Selbsthilfeorganisationen der Schwarzen und seine Liebe zur Schwester Cee retten im das Leben und ermöglichen entgegen aller Wahrscheinlichkeit einen Neuanfang, der von traumatischen Erinnerungen und Erfahrungen gezeichneten Menschen.

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