Jazz

von Toni Morrison 
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Jazz
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Beeindruckend.

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Vergleichbar mit der Musik: Rythmisch pulsierend, varierend in der Erzählweise, düster und geheimnissvoll: stillistisch hervorragend.

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Inhaltsangabe zu "Jazz"

Eine Party in einem Mietshaus in der Lenox Avenue, Harlem, 1926: Die schwarzen Bewohner lassen sich mitreißen vom Hoffnungsrhythmus der Zeit, des "Jazz Age". Plötzlich ein Schuß - die sahnefarbene achtzehnjährige Schönheit Dorcas liegt tot in ihrem Blut. Der Mörder: Joe Spur, fünfzig, ihr Geliebter. Kein Wort davon zur Polizei - mehr als den Tod fürchtet man das "weiße" Gesetz. Vielmehr entsteht eine sonderbare Freundschaft zwischen Joes Frau Violet und der Adoptivmutter der Toten, eine Ehe lebt auf. Ein erstaunlicher Roman über den düsteren Glanz der Leidenschaft.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783499228537
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:256 Seiten
Verlag:ROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum:01.12.1994
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.04.1992 bei Random House erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren
    Ein amerikanisches Drama

    Die afro-amerikanische Autorin Toni Morrison widmet sich in ihrem Roman "Jazz" dem Amerika der 20er Jahre, das gekennzeichnet ist durch Rassentrennung, Urbanisierung und einem neuen Lebensgefühl, entstanden durch die Mischung der Sklavenlieder mit moderner Instrumentalisierung, dem Jazz. Im Mittelpunkt der Handlung steht das Ehepaar Violet und Joe, das, vom Lande stammend, den Traum von Freiheit und Unabhängigkeit in der Stadt zu verwirklichen sucht. Schnell nimmt ihr Leben eine Wendung, die sie selbst sie nie für möglich gehalten hätten.
    Morrison gelingt es sprachgewaltig, das Lebensgefühl eines Jahrzehnts einzufangen und baut dabei, exemplarisch an den Protagonisten vollführt, die Geschichte der schwarzen Bevölkerung mit ein. Dabei erhebt sie nie den Zeigefinger, sondern bleibt immer der Handlung verpflichtet, die sich langsam, aber stetig entwirft und den Blick freigibt auf ein Amerika, das eigentlich überwunden schien, aber heute wieder sehr aktuell scheint. Eine Empfehlung für alle Freunde und Interessierte der amerikanischen Literatur!

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    Bibliophils avatar
    Bibliophilvor 7 Jahren
    Rezension zu "Jazz" von Toni Morrison

    Toni Morrison, Nobelpreisträgerin für Literatur 1993, erzählt in ihrem Roman „Jazz“ über das Leben der Afroamerikaner in Harlem, New York City, in den 1920-er Jahren. Im Zentrum der Geschichte steht der Tod der achtzehnjährigen Dorcas. Sie wurde während einer Party von ihrem Geliebten, Joe Spur, 50 Jahre alt, erschossen. Die Polizei wird nicht eingeschaltet, denn mit dem weissen Gesetz will hier niemand etwas zu tun haben.
    Nun lässt Toni Morrison Personen die indirekt oder direkt mit dem Mord zu tun haben, von ihrem Leben erzählen: Von ihrer Kindheit, wie und warum sie in die Stadt kamen, wie sie in Harlem leben, was sie für Träume haben.
    Ein spannender, interessanter Roman, wären da nicht die Passagen in der Geschichte, die mich total verwirrt haben, so abstrakt waren sie geschrieben. Auch nach mehrmaligem Lesen verstand ich die Sätze nicht, konnte den Gedanken der Autorin nicht folgen. Manche Rätsel lösten sich beim Weiterlesen später auf, aber vieles blieb für mich ungeklärt. In diesen Momenten war ich nahe dran das Buch wegzulegen.
    Schlussendlich habe ich aber durchgehalten und es hat sich sicher gelohnt. Das Ende des Romans ist sehr herzerwärmend und optimistisch lebensbejahend. Und die liebevoll beschriebenen Figuren des Romans bleiben mir in guter Erinnerung.

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    Beagles avatar
    Beaglevor 8 Jahren
    Rezension zu "Jazz" von Toni Morrison

    Wer zum ersten Mal einen Jazz-Song hört, wird von seiner Art nicht schlau werden. Ein ewiges Durcheinander, so scheint es. Nachdem man das Stück gehört hat, kann man es hassen oder lieben, auf jeden Fall ist man sich sicher. Genauso verhält es sich auch mit Toni Morrisons Roman „Jazz“ – Beim Lesen ist man sich nicht sicher, was genau die Schriftstellerin eigentlich sagen möchte, wenn man das Buch allerdings durchhat, hasst oder liebt man es.

    Es ist eine banale, alltägliche Sache: Joe Spur erschießt das Mädchen, das er liebt. So kommt es immer wieder vor und wäre wohl auch nicht weiter erzählenswert. Es sind die Umstände, die diese Geschichte ausmachen, die sie von einem Krimi trennen. Denn Joe ist 50 und verheiratet – im Grunde sogar glücklich, aber seine Frau Violet beschäftigt sich seit einiger Zeit mit anderen Dingen und lässt ihn links liegen – sein Mädchen ist 18, Dorcas. Eine zarte junge Dame, die von ihrer Tante großgezogen und „beschützt“ wird, immer darauf bedacht, sie nicht mit fremden Leuten zusammenkommen zu lassen. Und gerade in der Wohnung eben dieser Tante lernt Joe Dorcas kennen.

    Was das Buch an und für sich ausmacht, ist nicht die Geschichte selbst, es sind die kleinen Geschichten, die nebenher erzählt werden. Zum Beispiel die Umstände, wie Joe sich verliebt, wie er ein Liebesnest beschafft und was ihn schließlich, nach nur drei Monaten der Liebe, zum Mörder werden lässt. Oder, wie Joe und Violet sich damals in Baltimore kennenlernen, um dann eine gemeinsame Zukunft in New York zu beginnen, im Buch immer nur liebevoll die Stadt genannt. Wir erfahren von Hintergründen und Familiengeschichten, sind verwirrt über Figuren, die mit einem Mal auftauchen und eine wichtige Rolle spielen, wissen aber nicht warum, um dann schließlich zu erfahren, wie sie mit den Protagonisten zusammengehören.

    „Jazz“ ist ein Roman, den man nach den ersten Kapiteln nicht verwirrt und demotiviert beiseite legen darf, sondern man muss ihm die Chance geben, komplett gelesen zu werden. Dann erst kann man entscheiden, ob man dieses Buch hasst oder liebt.

    Kommentare: 1
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    Andreas_H__Dreschers avatar
    Andreas_H__Dreschervor einem Monat
    Kurzmeinung: Beeindruckend.
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    Maldorors avatar
    Maldororvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Vergleichbar mit der Musik: Rythmisch pulsierend, varierend in der Erzählweise, düster und geheimnissvoll: stillistisch hervorragend.
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    buchhases avatar
    buchhasevor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Gehobene Literatur. Viele Abschweifungen.
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    Franzis avatar
    Franzi
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    SV
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    petronella

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