Toni Morrison Jazz

(26)

Lovelybooks Bewertung

  • 38 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 2 Leser
  • 3 Rezensionen
(4)
(9)
(9)
(3)
(1)

Inhaltsangabe zu „Jazz“ von Toni Morrison

Eine Party in einem Mietshaus in der Lenox Avenue, Harlem, 1926: Die schwarzen Bewohner lassen sich mitreißen vom Hoffnungsrhythmus der Zeit, des "Jazz Age". Plötzlich ein Schuß - die sahnefarbene achtzehnjährige Schönheit Dorcas liegt tot in ihrem Blut. Der Mörder: Joe Spur, fünfzig, ihr Geliebter. Kein Wort davon zur Polizei - mehr als den Tod fürchtet man das "weiße" Gesetz. Vielmehr entsteht eine sonderbare Freundschaft zwischen Joes Frau Violet und der Adoptivmutter der Toten, eine Ehe lebt auf. Ein erstaunlicher Roman über den düsteren Glanz der Leidenschaft.

Gehobene Literatur. Viele Abschweifungen.

— buchhase

Stöbern in Romane

Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden

Außergewöhnlich, skuril, poetisch und sehr tiefgründig.

Evesbookishwonderland

#EGOLAND

Blick auf die Gesellschaft von heute

eurydome

Die Farbe von Milch

Schöne Aufmachung, zarte Geschichte. Wer sich auf den ungewöhnlichen Schreibstil einlässt, entdeckt eine andere Welt.

angelaeszet

Wie man die Zeit anhält

Die anhaltende Zeit und die Liebe

sternenstaubhh

Die Lichter unter uns

Wie gehen wir mit der Unzufriedenheit in unserem Leben um, ein Thema, das wohl jeden betreffen kann. Hier leider etwas zu klischeebehaftet.

ulrikerabe

Die Geschichte des Wassers

Wie geht es mit dem Wasser weiter?

Amber144

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Ein amerikanisches Drama

    Jazz

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    27. July 2016 um 09:34

    Die afro-amerikanische Autorin Toni Morrison widmet sich in ihrem Roman "Jazz" dem Amerika der 20er Jahre, das gekennzeichnet ist durch Rassentrennung, Urbanisierung und einem neuen Lebensgefühl, entstanden durch die Mischung der Sklavenlieder mit moderner Instrumentalisierung, dem Jazz. Im Mittelpunkt der Handlung steht das Ehepaar Violet und Joe, das, vom Lande stammend, den Traum von Freiheit und Unabhängigkeit in der Stadt zu verwirklichen sucht. Schnell nimmt ihr Leben eine Wendung, die sie selbst sie nie für möglich gehalten hätten.Morrison gelingt es sprachgewaltig, das Lebensgefühl eines Jahrzehnts einzufangen und baut dabei, exemplarisch an den Protagonisten vollführt, die Geschichte der schwarzen Bevölkerung mit ein. Dabei erhebt sie nie den Zeigefinger, sondern bleibt immer der Handlung verpflichtet, die sich langsam, aber stetig entwirft und den Blick freigibt auf ein Amerika, das eigentlich überwunden schien, aber heute wieder sehr aktuell scheint. Eine Empfehlung für alle Freunde und Interessierte der amerikanischen Literatur!

    Mehr
  • Rezension zu "Jazz" von Toni Morrison

    Jazz

    Bibliophil

    16. September 2011 um 18:12

    Toni Morrison, Nobelpreisträgerin für Literatur 1993, erzählt in ihrem Roman „Jazz“ über das Leben der Afroamerikaner in Harlem, New York City, in den 1920-er Jahren. Im Zentrum der Geschichte steht der Tod der achtzehnjährigen Dorcas. Sie wurde während einer Party von ihrem Geliebten, Joe Spur, 50 Jahre alt, erschossen. Die Polizei wird nicht eingeschaltet, denn mit dem weissen Gesetz will hier niemand etwas zu tun haben. Nun lässt Toni Morrison Personen die indirekt oder direkt mit dem Mord zu tun haben, von ihrem Leben erzählen: Von ihrer Kindheit, wie und warum sie in die Stadt kamen, wie sie in Harlem leben, was sie für Träume haben. Ein spannender, interessanter Roman, wären da nicht die Passagen in der Geschichte, die mich total verwirrt haben, so abstrakt waren sie geschrieben. Auch nach mehrmaligem Lesen verstand ich die Sätze nicht, konnte den Gedanken der Autorin nicht folgen. Manche Rätsel lösten sich beim Weiterlesen später auf, aber vieles blieb für mich ungeklärt. In diesen Momenten war ich nahe dran das Buch wegzulegen. Schlussendlich habe ich aber durchgehalten und es hat sich sicher gelohnt. Das Ende des Romans ist sehr herzerwärmend und optimistisch lebensbejahend. Und die liebevoll beschriebenen Figuren des Romans bleiben mir in guter Erinnerung.

    Mehr
  • Rezension zu "Jazz" von Toni Morrison

    Jazz

    Beagle

    Wer zum ersten Mal einen Jazz-Song hört, wird von seiner Art nicht schlau werden. Ein ewiges Durcheinander, so scheint es. Nachdem man das Stück gehört hat, kann man es hassen oder lieben, auf jeden Fall ist man sich sicher. Genauso verhält es sich auch mit Toni Morrisons Roman „Jazz“ – Beim Lesen ist man sich nicht sicher, was genau die Schriftstellerin eigentlich sagen möchte, wenn man das Buch allerdings durchhat, hasst oder liebt man es. Es ist eine banale, alltägliche Sache: Joe Spur erschießt das Mädchen, das er liebt. So kommt es immer wieder vor und wäre wohl auch nicht weiter erzählenswert. Es sind die Umstände, die diese Geschichte ausmachen, die sie von einem Krimi trennen. Denn Joe ist 50 und verheiratet – im Grunde sogar glücklich, aber seine Frau Violet beschäftigt sich seit einiger Zeit mit anderen Dingen und lässt ihn links liegen – sein Mädchen ist 18, Dorcas. Eine zarte junge Dame, die von ihrer Tante großgezogen und „beschützt“ wird, immer darauf bedacht, sie nicht mit fremden Leuten zusammenkommen zu lassen. Und gerade in der Wohnung eben dieser Tante lernt Joe Dorcas kennen. Was das Buch an und für sich ausmacht, ist nicht die Geschichte selbst, es sind die kleinen Geschichten, die nebenher erzählt werden. Zum Beispiel die Umstände, wie Joe sich verliebt, wie er ein Liebesnest beschafft und was ihn schließlich, nach nur drei Monaten der Liebe, zum Mörder werden lässt. Oder, wie Joe und Violet sich damals in Baltimore kennenlernen, um dann eine gemeinsame Zukunft in New York zu beginnen, im Buch immer nur liebevoll die Stadt genannt. Wir erfahren von Hintergründen und Familiengeschichten, sind verwirrt über Figuren, die mit einem Mal auftauchen und eine wichtige Rolle spielen, wissen aber nicht warum, um dann schließlich zu erfahren, wie sie mit den Protagonisten zusammengehören. „Jazz“ ist ein Roman, den man nach den ersten Kapiteln nicht verwirrt und demotiviert beiseite legen darf, sondern man muss ihm die Chance geben, komplett gelesen zu werden. Dann erst kann man entscheiden, ob man dieses Buch hasst oder liebt.

    Mehr
    • 2
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks