Menschenkind

von Toni Morrison 
4,0 Sterne bei67 Bewertungen
Menschenkind
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AnnBees avatar

Schwere Kost, die mir üble Albträume beschert hat - aber ein großartiges Buch.

Tinkens avatar

Ich habe selten soviel geweint beim Lesen.

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Inhaltsangabe zu "Menschenkind"

Ein großes Epos über die Sklaverei – der bekannteste Roman der Nobelpreisträgerin
1885, zwanzig Jahre nach dem amerikanischen Bürgerkrieg: Sethe hat den Tod ihrer kleinen Tochter nie überwunden. Deren Geist treibt nun, achtzehn Jahre später, in ihrem Haus sein Unwesen. Als Paul D, ein alter Leidensgenosse von der „Sweet Home“-Plantage, Sethe besucht, ruft er dunkle Erinnerungen wach – aber er weckt auch Hoffnung auf einen Neuanfang …
„Menschenkind“ wurde von den Juroren der NEW YORK TIMES zum besten amerikanischen Roman der letzten 25 Jahre gewählt.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783499244209
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:400 Seiten
Verlag:ROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum:02.01.2007

Rezensionen und Bewertungen

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    awogflis avatar
    awogflivor einem Jahr
    Sklavendrama als Märchengeschichte

    Ich kann die restlose und überschwengliche Begeisterung von vielen für diesen Roman sehr gut verstehen, in seiner Konzeption ist dieses Werk wirklich einzigartig. Eine blumige Märchensprache, die fast schon an Garcia Marquez erinnert und auch ein teilweise mystischer, dann auch wieder sehr realistischer Plot wird im Gegensatz dazu mit dem unermesslichen Leid der Sklaverei im Süden der USA auf einzigartige Weise irgendwie zu einer Familiengeschichte in Form einer epischen Collage verknüpft. Die Intention dahinter mag von der Autorin dahingehend eingesetzt sein, dass das unaussprechliche Leid, die unpackbare Grausamkeit dadurch einerseits kaschiert und erträglicher gemacht wird, andererseits aber gerade deshalb als Alleinstellungsmerkmal grotesk verzerrt und somit auch noch irgendwie in den Vordergrund gestellt wird. Bisher habe ich sowas erst einmal so ähnlich bei Edgar Hilsenrathts "Das Märchen vom letzten Gedanken" gesehen, als die Schrecken des Genozids an den Armeniern in Märchenform erzählt wurden.

    Für mich als Realistin war die Geschichte keine einfach zu bewältigende Aufgabe. Es fiel mir immer schwer zu trennen, was Märchengschichtl und was in der Vergangenheit wirklich passiert ist. Dieser sehr verklausulierte und verwirrende Stil löst sich zwar nach und nach quasi wie eine Mystery-Story auf, leider blieben für mich aber dennoch lose Enden, und so was mag ich überhaupt nicht.
    Was passierte wirklich mit Sethes Mann Halle? Warum hatte er die Butter im Gesicht? Und was haben die Schüler des Schulleiters Sethe angetan?  Diese Mysterien werden das ganze Buch über angesprochen und deren Lösung auch irgendwie vorangekündigt, lediglich die Auflösung blieb mir aber verwehrt. Ich bin einfach ein Mensch, der dann auch hinschauen will, der nicht wie ein kleines unmündiges Kind unter dem Vorwand, dass die Ereignise zu grausam wären, abgespeist werden will. Sowas kann ich nicht leiden, diese wabernden Andeutungen, dieser Ankündigungsmarathon und letztendlich bleibt alles im Dunkeln bzw. wird wohlwollend unter den Teppich gekehrt. Damit kann ich mich einfach nicht abfinden, und deshalb ziehe ich auch ohne Bedauern einen Stern ab.

    Fazit: Ein sehr innovatives Werk über die Sklaverei in den USA mal stilistisch völlig neu aufgerollt und auf jeden Fall eine Leseempfehlung von mir.

    Kommentare: 2
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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Jahren
    Rezension zu "Menschenkind" von Toni Morrison

    Es gefällt mir sehr gut, wie gefühlvoll das Buch geschrieben ist und die Verknüpfung vom Mystischen (der Geist einer toten Tochter im Haus) mit der Geschichte (die Sklaverei und das Leben der Schwarzen in Amerika) ist sehr gut gelungen, ohne eigenartig zu wirken.

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    Elocins avatar
    Elocinvor 7 Jahren
    Rezension zu "Menschenkind" von Toni Morrison

    Toni Morrison erzählt die Geschichte der ehemaligen Sklavin Sethe. Ihr gelingt die Flucht aus der Sklaverei, doch das Erlebte lässt sie nicht los.

    Der Schreibstil ist ungewöhnlich. Die Perspektiven wechseln und es ist nicht immer leicht zu verstehen aus wessen Sicht gerade welche Zeit geschildert wird. Das Thema ist ein sehr berührendes und es ist kaum vorstellbar, wie Schwarze noch vor gar nicht allzu langer Zeit behandelt wurden und was es in diesen Menschen angerichtet hat.

    Leider hat mich das Buch nicht fesseln können, dafür war es zu schwer zu lesen.

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    Isys avatar
    Isyvor 9 Jahren
    Rezension zu "Menschenkind" von Toni Morrison

    Also dieses Buch war eine Herausforderung für mich! Aufgrund der Seitenzahl dachte ich im Urlaub: Das haste ratzfatz durch! Pustekuchen! Es dauerte... Aber nicht, weil das Buch langweilig ist, ganz und gar nicht. Die Geschichte über die Schwierigkeiten, ein Leben nach der Sklaverei aufzubauen und durchzuhalten ist sehr packend. Aber es ist sehr anspruchsvoll. Für für mich war es nicht immer leicht die Handlung nachzuvollziehen. Trotzdem war das Buch eben faszinierend. Also machte ich etwas, was ich eigentlich strikt ablehne, ich habe regelmäßig ein paar Seiten zurück geblättert und Passagen noch mal gelesen, damit ich wieder im Bilde war.
    Fazit: Sehr gutes Buch - aber: nichts für zwischendurch! Nehmt Euch Zeit und macht es Euch bequem!

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    Ein LovelyBooks-Nutzers avatar
    Ein LovelyBooks-Nutzervor 10 Jahren
    Rezension zu "Menschenkind" von Toni Morrison

    Ein gewaltiges Buch... gewaltig beeindruckend - es zählt zur Top-5 meiner sog. Lieblingsbücher.
    Auf ergreifende Weise schildert Toni Morrison das Leiden, die Benachteiligung und die nicht heilenden Seelenwunden der dunkelhäutigen Bevölkerung um 1885 in Cincinnati/Ohio nach dem Ende des amerikanischen Bürgerkriegs.
    Man glaubt ihr jedes Wort, wenn sie erzählt, dass das Kind, das von seiner Mutter Sethe, einer ehemaligen Sklavin, aus Verzweiflung einst umgebracht wurde, als junge, geheimnisvolle Frau plötzlich wieder vor Sethe steht. Für den Grabstein mit der Inschrift "Menschenkind" hatte sie den Steinmetz einst mit ihrem Körper bezahlt.

    Ergreifend, spannend und ein bisschen gruselig! Absolut lesenswert!!

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    AnnBees avatar
    AnnBeevor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Schwere Kost, die mir üble Albträume beschert hat - aber ein großartiges Buch.
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    Tinkens avatar
    Tinkenvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ich habe selten soviel geweint beim Lesen.
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    Buchperlenblogs avatar
    Buchperlenblogvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Bedrückend geschriebenes Buch, über die Zeit nach dem Bürgerkrieg in Amerika. Eine ehemalige Sklavin erzählt die Geschichte ihres Lebens.
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    YouyaLos avatar
    YouyaLovor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Sehr ergreifender Roman über die Auswirkungen der Sklaverei auf die menschliche Seele. Durch und durch überzeugend.
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    Sterrenhemels avatar
    Sterrenhemelvor 5 Jahren
    Kurzmeinung: sprachgewaltig, berührend und intensiv....sehr schönes Buch!

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