Toni Morrison Sehr blaue Augen

(44)

Lovelybooks Bewertung

  • 64 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 2 Leser
  • 6 Rezensionen
(13)
(19)
(8)
(3)
(1)

Inhaltsangabe zu „Sehr blaue Augen“ von Toni Morrison

"Ich zerstörte weiße Babypuppen." Die Reaktion eines kleinen Mädchens, das nicht versteht, warum es nicht so blaue Augen hat, wie die Puppen (die es nicht besitzt) oder wie die Kinder in der Schulfibel. Und warum haben alle, die das kleine Mädchen kennt, braune Augen und braune Haut - Mutter, Vater und Schwester, angesehene Gemeindemitglieder und Prostituierte ? Nobelpreisträgerin Toni Morrison hat in ihrem Romandebüt mit eindringlicher Schlichtheit beschrieben, was es heißt, als Schwarze in einer schwarz-weißen Welt aufzuwachsen, einer Welt mit Ein- und Ausgrenzung, Wundern und Schrecken ... (Quelle:'Flexibler Einband')

Thematisch sehr interessant und auch gut ausgearbeitet - leider für mich aufgrund fehlender Spannung sehr schleppend

— Anne42
Anne42
  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Ein Buch was man nicht gelesen haben muss.

    Sehr blaue Augen
    lauja01

    lauja01

    26. April 2016 um 17:06

    Über das Buch: ISBN: 3499143925 Seiten: 165 Verlag: rororo Erschien: 1979 Preis: 9,99Euro Gelesen vom 22.12.2016-23.12.2016 Inhalt:  Es war einmal ein kleines Mädchen, das hätte so gerne sehr blaue Augen gehabt: wie die Puppen (die es nicht besaß) und die Kinder in der Schulfibel, aus der es Lesen und Schreiben lernte. Doch alle Menschen, die es kannte - Mutter, Vater und der Wunderheiler, die wohlanständigen Gemeindemitglieder und die Prostituierten, hatten braune Augen und sehr braune Haut. Das Cover:  Das Cover finde ich niedlich, so wie das Kind mit der Puppe auf den Fußboden sitzt. Ich finde die kleine Maus so niedlich. Die ersten 3 Sätze:  Dies ist das Haus. Es ist grün und weiß. Es hat eine rote Tür. Meine Meinung: Die ganze Geschichte ist ein Wechsel zwischen Erzähform und Ich-Form. Es ist an manchen Stellen sehr langweilig geschrieben und an manchen Stellen zu heikel. Die Stellen mit den Vergewaltigungen sind mir zu genau beschrieben. Das ganze Buch fand ich verwirrend und durcheinander geschrieben. Man kam schwer in die Geschichte rein. Ich finde auch das der Klappentext mit dem Inhalt nicht zusammen passt. Erst auf den letzten 10 Seiten wurden überhaupt die blauen Augen erwähnt. Ich war froh, als ich das Buch durchhatte. Fazit: Ein Buch was man nicht gelesen haben muss. Über die Autorin: Toni Morrison ist in Lorain, Ohio geboren. Sie war Dozentin für Englische Literatur und Verlagslektorin. Heute lebt sie mit ihren beiden Söhnen in der Nähe von New York. Neben "Sehr blaue Augen" schrieb sie 3 weitere Romane: "Sula", "Salomons Lied" und "Teerbaby". Zu Recht gilt Toni Morrison als eine der größten poetischen Begabungen unter den schwarzen amerikanischen Schriftstellern.

    Mehr
  • Wunschtraum

    Sehr blaue Augen
    Arun

    Arun

    Dieser Roman erschien im rororo Verlag in der Serie „Neue Frau“, soll dies bedeuten der Roman soll speziell Frauen ansprechen oder was bezweckt die Verlagspolitik damit? Auf jeden Fall ist dieses Buch von Toni Morrison, gleichzeitig ihr Debütroman von 1970, ein Roman der Nobelpreisträgerin für Literatur von 1993, welches lesenswert ist. Da ich noch nichts von Toni Morrison kannte habe ich mal zu diesem dünnen Buch (165 Seiten) gegriffen. Klappentext: "Ich zerstörte weiße Babypuppen." Die Reaktion eines kleinen Mädchens, das nicht versteht, warum es nicht so blaue Augen hat, wie die Puppen (die es nicht besitzt) oder wie die Kinder in der Schulfibel. Und warum haben alle, die das kleine Mädchen kennt, braune Augen und braune Haut - Mutter, Vater und Schwester, angesehene Gemeindemitglieder und Prostituierte ? Nobelpreisträgerin Toni Morrison hat in ihrem Romandebüt mit eindringlicher Schlichtheit beschrieben, was es heißt, als Schwarze in einer schwarz-weißen Welt aufzuwachsen, einer Welt mit Ein- und Ausgrenzung, Wundern und Schrecken ... Meine Meinung: Angesiedelt ist die Geschichte in einen Kleinstadt in Ohio/USA um das Jahr 1941. Erzählt wird uns die Story aus der Sicht von Claudia einem jungen Mädchen, heute würde man sagen Afroamerikanischer Abstammung. Die Autorin selbst nimmt kein Blatt vor den Mund und nennt ihre Figuren: Schwarze, Farbige, Neger und sogar Nigger. Claudia lebt mit ihrer Schwester und ihren Eltern in einem Viertel mit überwiegend dunkelhäutigen Bewohnern. Geschildert wird uns das alltägliche und bittere Leben der damaligen Zeit. Traurige Begebenheiten wie Armut, Rassismus, Inzest, Sexuelle Übergriffe, Gewalttätigkeiten, Beleidigungen und mehr erhalten ab und zu etwas Auflockerung durch lustige Aktionen. Rückblickend werden auch die Lebensgeschichten von einigen Elternteilen berichtet dabei gewinnt man auch einen Einblick in die Lebensumstände in den 20 + 30er Jahren. Wir lernen viele kauzige und skurrile Personen kennen welche in die Handlung einbezogen werden. Einige Ungereimtheiten führten meinerseits zum Punktabzug, aber immer noch gute 3 Sterne

    Mehr
    • 2
  • Rezension zu "Sehr blaue Augen" von Toni Morrison

    Sehr blaue Augen
    stephanie_widl

    stephanie_widl

    27. January 2011 um 21:59

    Blaue Augen...das ist der sehnlichste Wunsch von Pecola Breedlove. Sie betet immer wieder, sie möge doch blaue Augen haben, wie all die hübschen, blonden, weißen kleinen Mädchen. Ach, hätte sie nur blaue Augen, dann würde sie von jederman geliebt. Herbst 1941 in Lorain: Pauline Breedlove arbeitet als Hausmädchen bei Familie Fisher, ihr Ehemann Cholly trinkt und verprügelt sie regelmäßig. Im Haushalt der Fishers blüht sie auf, hingebungsvoll kümmert sie sich um deren Tochter. Erfreut sich am schönen blonden Haar des Mädchens, ebenso wie an der Sauberkeit des Hauses. Dies alles steht im krassen Kontrast zu ihrer Welt, denn diese ist düster. Für ihre Tochter Pecola scheint Pauline nicht all zu viel Gefühl zu hegen, denn Pecola ist häßlich. Schwarz und häßlich. Das arme Mädchen sehnt sich verzweifelt nach Anerkennung und Liebe, so sehr dass sie sich nichts mehr wünscht als auszusehen wie die wunderbare kleine Shirley Temple. Der Schatten bricht endgültig über sie herein als sich Cholly an ihr vergeht. Das Kind das sie von ihm erwartet verliert sie noch vor dessen Geburt. "The bluest eye" erschien 1970 und war der erste Roman den Toni Morrison veröffentlichte. Er nimmt sich eines Themas an, dass auch heute noch in der afroamerikanischen Gesellschaft (unterschwellig) allgegenwärtig ist. Die Medien diktieren das (Schönheits)Ideal. Schlank, blond, blaue Augen, weiße Haut. Ein schlaksiges kleines schwarzes Mädchen bekommt somit die eigene Unzulänglichkeit suggeriert. Pecola ist irgendwann so sehr davon überzeugt, dass ihre dunkle Haut und das Nichtvorhandensein von "blauen Augen" die Wurzel all ihren Unglücks und Leids ist, dass sie verzweifelt wünscht sie wäre jemand anderes. Sie gibt sich selbst die Schuld, da sie nicht perfekt ist. Blue, im Sinne von traurig ist diese Geschichte und sie stimmt zutiefst nachdenklich. Morrison verwendet den genialen Trick jedes Kapitel ihres Romans mit einem Zitat aus amerikanischen Schulbüchern zu überschreiben. Der Kontrast ihres eigenen Werks zu den zitierten Passagen könnte nicht größer sein. Mit diesem scheinbar so einfachen Mittel wird der eklatante Unterschied zwischen der "weißen" und der "schwarzen" Welt umso deutlicher. Dieses Buch berührt den Leser, man empfindet unweigerlich Sympathie und Mitleid mit Pecola und entwickelt tiefe Abscheu über heute noch existierende verlogene Gesellschaftsstrukturen. Morrions Roman ist großartig, die scheinbar simple Story eines kleinen schwarzen Mädchens bringt das Dilema der afroamerikanischen Community auf den Punkt! Darüber hinaus zeigt es aber auch auf wie sehr wir Frauen gewissen Erwartungen und Idealen unterworfen sind und uns oftmals selbst dafür verachten wenn wir diesen nicht entsprechen (können.) Ein wunderbares Buch!

    Mehr
  • Rezension zu "Sehr blaue Augen" von Toni Morrison

    Sehr blaue Augen
    wollsoeckchen88

    wollsoeckchen88

    05. January 2011 um 09:34

    In "The Bluest Eye / Sehr blaue Augen" lesen wir die Geschichte von Pecola, einem kleinen schwarzen Mädchen aus Ohio. Gerne wüsste sie, was Liebe ist, wie sich das anfühlt, von dem immer alle sprechen. Liebe zu Freunden, Liebe zu Tieren, Liebe zu Eltern, Liebe zu Jungs. Doch Pecola gilt als hässlich, wird gemieden, gemobbt, herabgewürdigt, selbst von ihrer Familie, von anderen Kindern, von Weißen wie Schwarzen. Wieso kann niemand sie mit so liebevollen Augen ansehen wie sie es mit den hübschen weißen, blonden Mädchen mit den strahlend blauen Augen tun? Nur ein Mensch ist bereit, Pecola seine Art von Liebe zu ihr beizubringen - ihr Daddy. Mit verheerenden Folgen. Die Zerstörung eines Kinderlebens nimmt ihren Lauf. Pecolas Geschichte hat mich stark bewegt. Die Dramatik und Sprachgewalt, mit der Toni Morrison erzählt, sucht ihresgleichen, ist wunderschön und ich konnte mich sehr gut in eine Welt/Kultur einfühlen, die eigentlich nicht die meine ist. Dass bereits auf den ersten Seiten der Ausgang des Buches beschrieben wird, sowie das immer wiederkehrende Thema des Schulbuchtextes über die perfekte weiße, blonde, blauäugige Jane, das im grausamen Kontrast zu Pecolas Leben steht, macht die Ereignisse nur noch tragischer. Die verschiedenen Erzählperspektiven - die schwarzen Mitschülerinnen Frieda und Claudia, der pädophile Kartenleger, Pecolas Mutter, die lieber einem weißen Kind Liebe schenkt als sich um ihr eigenes zu kümmern, Pecola selbst und schließlich auch ihr Daddy - verfehlen ihre Wirkung nicht, wenn sie vom systematischen Missbrauch des Mädchens berichten, das sogar in seiner eigenen Kultur nichts gilt, da es als hässlich stigmatisiert wird. "The Bluest Eye" ist herausragend geschrieben. Toni Morrison malt mit ihrer Sprache ein Bild nach dem anderen und schafft es so, auch Weißen die schwarze Lebensweise der 40er Jahre nahe zu bringen. Die Handlung ist einfach gehalten und daher umso dramatischer, je mehr sie sich ihrem Kulminationspunkt nähert. Am Ende bleiben Wut und Fassungslosigkeit zurück, Tränen und Trauer. Und das Wissen, dass dies die Realität ist. Unbedingt lesen!

    Mehr
  • Rezension zu "Sehr blaue Augen" von Toni Morrison

    Sehr blaue Augen
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    22. October 2010 um 15:01

    Sehr berührende Geschichte! Wenn man so bleich ist wie ich, kann man mit Hilfe diesem Buch kurz hinter die Fassade eines dunkelhäutigen Mädchens blicken und sich für seinesgleichen fremdschämen. Nichts für Leute, für die Entspannung und Leichtigkeit beim Lesen vorrangig ist.

  • Rezension zu "Sehr blaue Augen" von Toni Morrison

    Sehr blaue Augen
    leserin

    leserin

    28. July 2008 um 16:34

    Es ist eine Beschreibung über eine amerikanische Kindheit einer schwarzen armen Familie