"Die Warnung des Kolibris" von Tonia Nellie ist eine Art harmloses Familiendrama.
Die Protagonistin Dorothee wird zusammen mit ihren Schwestern nach Brasilien in eine alte Villa eingeladen. Die Schwestern haben sich schon seit der Jugend nicht mehr vertragen und so fängt der Streit schon im Flugzeug an, wiederaufzukeimen. An der Villa angekommen geht es immer weiter, auch wenn dieses alte Gebäude noch mehr Geheimnisse birgt.
Der Schreibstil ist sehr detailliert: Besonders die brasilianische Landschaft wird sehr bildhaft beschrieben. So können sich auch Leser, die noch nie dort waren, die satte Vegetation vorstellen.
Leider ist der Roman wenig spannend. Der Familienzwist dreht sich ewig im Kreis und die Protagonisten benehmen sich teilweise eher wie Kinder, statt Erwachsene. Die Geschichte der Villa soll zwar etwas Würze bringen, ist aber teilweise eher abgedreht, mit den bärtigen Frauen und deren Geistern.
Alles in allem könnte man sagen, dass dieser Roman ein ungeschliffener Rohdiamant ist: Die Grundidee ist zwar gut, aber man hätte mehr daraus machen können.
Tonia Nellie
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Die Warnung des Kolibris
Neue Rezensionen zu Tonia Nellie
In dem Buch geht es um einen Geschwisterzwist, welcher weit in der Vergangenheit beginnt und sich auf einen gemeinsamen Brasilienurlaub immer weiter zuspitzt. Im Mittelpunkt steht dabei auch der Freund, bzw. Fast-Verlobte einer der Schwestern, um welchen sich ein wenig gezankt wird.
Zu Beginn des Buches hatte ich Probleme mich in die Protagonisten einzufinden, im Verlaufe des Buches muss ich auch sagen, dass es mir dabei einfach zu wenig Tiefe hatte. Hingegen die Träume von Dorothee mir viel zu detailliert waren. Das Buch ist recht lang, so dass ich es ein wenig schade finde, da die Handlung dadurch einfach sehr lang ist obwohl es sich um eine sehr kurze Zeitspanne von Vielleicht ein bis zwei Wochen handelt. Die Beschreibungen der Umgebung wurden ab ca. ein Drittel bis zu Hälfte besser. Wenn man noch nicht vor Ort war, macht es das leichter und lockert die Erzählung ein wenig auf.
In dem Buch wechseln sich flüssige Passagen mit eher holprigen, unverständlichen ab. Dazu gehören für mich auch die Träume. Der Sinn dahinter wird zwar am Ende erläutert, aber in meinen Augen braucht es dazu nicht so viel, ich empfand es eher als störend.
Der Geschwisterzwist ist gut dargestellt und ich denke auch gar nicht so unrealistisch - aber halt auch kindisch wie so oft im realen Leben.
Gegen Ende hat sich dann die Handlung überschlagen, bevor das Happy End eintraf. In dem Fall ging es dann doch recht flott.
Generell finde ich das Buch sehr durchwachsen. Die Geschichte hat Potenzial, jedoch müsste noch etwas an der Darstellung gefeilt werden.
Dorothee reist mit ihren Schwestern, Andrea und Betti, sowie ihren Freund Gustav nach Rio ihren Onkel Fritz und dessen Frau zu besuchen. Zwischen Dorothee und Andrea herrscht seit Kind an Krieg. Diesen hofft Doro auf dieser Reise beizulegen.
In dem Hotel, welches dem Onkel und der Tante, gehört geschehen Nachte unerklärliche Dinge. Doro hat schlechte Träume und Andrea will ihr, so scheint es Doro, ihren Freund ausspannen.
Wie geht es nun mit den beiden Schwestern weiter?
Und wer ist für die unheimlichen Dinge im Hotel verantwortlich?
Dieser Roman konnt mich nicht ganz überzeugen. Zum Teil ist die Spannung recht gut aufgebaut, aber dann zerstört irgend ein fiktiver Traum von Doro diese. Diese Szenen zogen sich für mich extrem lange hin und ich wollte das Buch immer wieder weglegen. Habe mich dann eher zum Querlesen entschieden bis wieder eine Stelle kam die spannend war. Auch konnte ich zu den Protagonisten keine richtige Beziehung aufbauen. Der Schreibstil war etwas verwirrend.
Ich kann daher leider nur 2 Sterne geben.