Tonja Pölitz Ein Jahr in Wien

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Inhaltsangabe zu „Ein Jahr in Wien“ von Tonja Pölitz

Wien rangiert ganz vorn in Sachen Lebensqualität, Österreich auf Platz 8 der glücklichsten Länder. Das Essen ist besser, die Menschen gemütlicher und Jobs besser bezahlt. Tausende Deutsche wandern deshalb jedes Jahr nach Österreich aus. Dass die Deutschen sein Land mögen, mag auch der Österreicher. Er schätzt es, für den großen Bruder nebenan endlich attraktiv zu sein. Dafür hat er sich an die sächselnde Bedienung in Skihütten, an Fiaker-Fahrer aus Bochum und den preußischen Ton in Chefetagen gewöhnt. Aber es ist immer noch sein Land und es sind seine Regeln. Wien begann für Tonja Pölitz deshalb ganz und gar nicht wie im Bilderbuch, sondern mit Kaffee-Knigge, Tüten-Aufsicht und mit der Frage: Was wäre Wien ohne Wiener?

Tonja Pölitz bringt einem die Wiener und ihre Eigenheiten näher – Unterhaltung pur, Reiseführer eher weniger

— LettersFromJuliet
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  • Der Wiener Schmäh is einfach schee

    Ein Jahr in Wien

    Kristine_liest

    21. October 2014 um 20:05

    Wien rangiert ganz vorn in Sachen Lebensqualität, Österreich auf Platz 8 der glücklichsten Länder. Das Essen ist besser, die Menschen gemütlicher und Jobs besser bezahlt. Tausende Deutsche wandern deshalb jedes Jahr nach Österreich aus. Dass die Deutschen sein Land mögen, mag auch der Österreicher. Er schätzt es, für den großen Bruder nebenan endlich attraktiv zu sein. Dafür hat er sich an die sächselnde Bedienung in Skihütten, an Fiaker-Fahrer aus Bochum und den preußischen Ton in Chefetagen gewöhnt. Aber es ist immer noch sein Land und es sind seine Regeln. Wien begann für Tonja Pölitz deshalb ganz und gar nicht wie im Bilderbuch, sondern mit Kaffee-Knigge, Tüten-Aufsicht und mit der Frage: Was wäre Wien ohne Wiener?  Ein Piefke schreibt über die Haberer, kann das denn gut gehen? Ja, es kann. Tonja Pölitz beschreibt ihr Jahr in Wien amüsant, locker und absolut sympathisch. Ich als Niederbayerin bin ja den Österreichern eh näher als zum Beispiel Hamburger. Daher waren mir die Eigenheiten unserer geliebt/gehassten Nachbarn nicht fremd und auch die potentiellen Fettnäpfchen  kann ich locker umschiffen, da bin ich mir sicher. Umso vergnüglicher ist die Sicht einer "echten Ausländerin" zu lesen. Ich liebe den morbiden Charme der Wiener und ihre Sprache ganz besonders. Daher fand ich auch die vielen im Dialekt geschriebenen Stellen nicht störend, kann mir aber vorstellen, dass das viele anders sehen. Neben den Einblicken in österreichische/wienerische Kultur und Geschichte berichtet Tonja Pölitz von ihrer Arbeit als Korrespodentin und ihren ganz persönlichen Problemchen mit den Wienern. Etwas vermisst habe ich mehr "Insider-Wissen" oder Geheimtipps für evtl. Reisen in die österreichische Hauptstadt. Und ich glaube, dass jemandem, der mit Wien/Österreich nicht so vertraut ist, die Stadt "fremd" bleibt... Als Reiseführer ist dieses Buch eher nicht zu gebrauchen (wie andere Bänder der Reihe), Tonja Pölitz hat ihr Augenmerk mehr auf ihr persönliches Leben und Erleben gelegt. Alles in allem ist "Ein Jahr in Wien" ein weiteres gelungenes Buch meiner geliebten Reihe, gehört meiner Meinung nach aber nicht zu den Highlights. Da die "Ein Jahr in ..."-Reihe aber einfach soooo toll ist, bekommt auch dieser Band 4 Sterne.

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  • 'Deutsche können echt nervig sein. Zum ersten Mal spürte ich Mitleid mit Österreichern.'

    Ein Jahr in Wien

    sabatayn76

    17. October 2014 um 15:31

    Inhalt: Die Journalistin Tonja Pölitz wird von ihrer Redaktion überraschend nach Wien geschickt. In 'Ein Jahr in Wien' erzählt sie von Sprachbarrieren und Mentalitätsunterschieden, von Ausländerfeindlichkeit und Islamophobie, von Freundeswirtschaft und Wohnungssuche, von Peter Alexander und Zentralfriedhof, von akademischen und Adelstiteln. Mein Eindruck: Ich war noch nie in Wien, kenne aber einige Wiener und mag den Wiener Schmäh sehr. Anfangs hat mir Tonja Pölitz' Stil weniger gut gefallen, die Witze fand ich etwas zu bemüht, das Buch kaum lustig. Doch im weiteren Verlauf hat mir die Lektüre mehr Spaß gemacht und mich bisweilen auch zum Lachen gebracht. Ich musste mich zudem erst einmal in das Buch einlesen, denn vieles wurde in Dialekt geschrieben, was mir zwar gefallen hat, was sich meiner Meinung nach aber deutlich schwieriger lesen lässt. Sehr gut gefallen haben mir die Einblicke in die Mentalität der Wiener und in die Sprache. Immer wieder hat mir die Autorin Wissen vermitteln und spannende Infos bieten können. Leider hat sie mir zwar die Sprache und die Bewohner Wiens näher gebracht, die Stadt selbst aber nicht. Mein Eindruck: Unterhaltsam.

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  • Charmanter und humorvoller Schreibstil trifft auf Wiener Schmäh

    Ein Jahr in Wien

    LettersFromJuliet

    16. September 2014 um 08:45

    Meine Meinung Tja, Wien, Österreich, da würde ich nicht so schnell hinfahren, da mir die meisten Österreicher bislang einfach nicht sympathisch waren (natürlich gibt es Ausnahmen). Die meisten Österreicher empfinde ich als arrogant, sie meinen etwas Besseres zu sein und sammeln Titel, mit denen sie sich profilieren können (meine Erfahrungen!). Gerade die Wiener habe ich als besonders “schlimm” empfunden, man könnte meinen sie seien der Nabel der Welt. Und dieser Dialekt! Nein, eigentlich ist das kein Dialekt, das ist eine ganz andere Sprache wie ich jetzt feststellen musste, da gibt es ja riesige Unterschieden zum Deutschen. Ich wusste gar nicht, dass wir so viele unterschiedliche Wörter haben. Auf jeden Fall habe ich gehofft, dass Tonja Pölitz mich davon überzeugen kann, dass die Ösis (Österreicher) doch nicht so schlimm sind und ich Piefke (so nennen sie uns Deutsche) bislang einfach nur die falschen Leute getroffen habe. Das erste was mir bei diesem Buch auffiel, war der leichte, charmante und lustige Schreibstil der Autorin, der mir richtig gut gefallen hat. Da könnten sich manche Autoren, die das hauptberuflich machen, mal eine Scheibe von abschneiden. Sie erzählt einiges von ihrer Zeit in Wien, welche Menschen sie kennengelernt hat, berichtet über Kaffeehäuser (ich hätte mal zählen sollen wie viele Kaffeehäuer erwähnt werden) und man bekommt einen ganz kleinen Einblick in ihr Berufsleben. Was mir aber total gefehlt hat, waren Infos zur Stadt. Ja, man erfährt, dass sie in Bezirke aufgeteilt ist und das diese Nummern zu den Postleitzahlen passen, aber sonst? Reiseführer? Nein! Muss natürlich bei diesen Büchern auch nicht sein, aber ich erhoffe mir immer eine ganz eigene Sicht von der Stadt zu bekommen, genauso wie einige Geheimtipps z.B. bezüglich Restaurants. Gerade wenn man nicht als Tourist in der Stadt ist und mit den Einheimischen ganz normal zusammenlebt, nimmt man die Stadt ganz anders war und das hat mir leider gefehlt. Im Vordergrund stehen eher die Wiener und die Beziehung zwischen Deutschland und Österreich, was auch ganz interessant war, denn natürlich wurden die typischen Vorurteile angesprochen. Übrigens finde ich es ziemlich gemein, dass die Ösis bei einem Fußballspiel nie für Deutschland sind, Hauptsache die andere Mannschaft gewinnt. Tja, die WM haben wir dann trotzdem gewonnen, liebe Ösis. Aber ich kann es ja verstehen, jeder hat schließlich Mannschaften, denen er den Sieg nicht gönnt (Bayern München zum Beispiel…) Wenn die Österreicher mit ihrem Schmäh sprechen, dann stand das auch wirklich so da. Das Problem war, dass wenn ich direkt nach dem Lesen mit jemandem gesprochen habe, dass ich mich zusammenreiße und nicht auch ins Schmäh verfalle. Eigentlich ist das ja so ein Dialekt, den ich (neben Sächsisch) überhaupt nicht leiden kann. Das klingt für mich einfach nicht schön. Jetzt gefällt es mir und ich hätte die Passagen am liebsten laut mitgelesen, was aber nicht immer möglich war. Was hätten denn die Kollegen in der Mittagspause gesagt? Trotzdem gab es eine Szene bei der ich laut lachen musste und das schaffen bei mir wirklich nur ganz wenige Bücher! Was dem Buch an Infos über Wien fehlt, dass macht es mit dem Schreibstil und dem Humor wieder wett. Sind die Ösis jetzt immer noch so schlimm? Nein! Ich habe sie ganz neu kennengelernt und würde jetzt gerne mal Wien besuchen. Fazit Charmanter und humorvoller Schreibstil trifft auf Wiener Schmäh. Tonja Pölitz bringt einem die Wiener und ihre Eigenheiten näher – Unterhaltung pur, Reiseführer eher weniger.

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  • Ein Jahr in Wien

    Ein Jahr in Wien

    lenar

    29. April 2014 um 20:11

    Meine Meinung:Ich muss sagen, ich habe mich noch nie bei einem "Ein Jahr in" Buch so amüsiert, wie bei diesem. Denn der Schreibstil der Autorin ist einfach nur toll. Sie schreibt sehr locker und sehr lustig, indem sie sich immer wieder etwas über die Sprache der Österreicher erzählt, das ganze ist aber auf keine Fall böse meint. Die Autorin Tonja Pölitz erzählt, welche lustigen Situationen ihr in Wien passiert sind und versucht zu verdeutlichen, welche Unterschiede Deutsche und Österreicher haben. Meiner Meinung nach konzentriert sie sich viel auf die Menschen, wie sie leben und wie ihre Mentalität ist. Sie lernt viele neue interessante Menschen kennen. Leider konzentriert sie sich zu sehr auf die Menschen, denn leider kommt nicht so viel von der Kultur Wiens rüber. Das finde ich wirklich schade, da mich die Stadt Wien an sich auch sehr interessiert. Fazit:Alles in allem zeigt Tonja Pölitz, dass es interessant sein kann, wenn man "nur" in ein Land wie Österreich geht. Auch dort gibt es viel zu entdecken. Sie erzählt viel über die Sprache, aber leider weniger zur Kultur. Trotzdem ein sehr gutes Buch der Reihe. 4/5 Sternen

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  • Der Deutsche - Lieblingsfeind der Ösis

    Ein Jahr in Wien

    CHRISSYTINA

    28. February 2014 um 10:15

    Tonja Pölitz wird von ihrem Sender gebeten, für ein Jahr als Korrespondentin nach Wien zu gehen. Sie muss sich sofort entscheiden und nimmt das Angebot an, ohne lange nachzudenken. Ihr langjähriger Freund Max, der erfolgreicher Opfernsänger ist, weigert sich, sie zu begleiten. So packt Tonja ihre Siebensachen und macht sich auf nach Wien. Sie geht davon aus, dass sie sich in Wien schnell einleben wird, da keine Sprachbarriere vorhanden ist und die Österreicher ja schon immer die kleinen Brüder der Deutschen sind. Tja, da hat sie ihre Rechnung ohne die Österreicher gemacht wie sie bald feststellen darf. Denn die finden es gar nicht lustig, dass wir Deutschen scharenweise in ihr kleines Land einfallen und glauben, einfach weiterhin unser Deutsch sprechen zu können, statt uns anzupassen. So wird Tonja Pölitz von der Kassiererin ausgelacht, als sie an der Kasse eine "Tüte" statt ein "Sackerl" verlangt. In der Bäckerei darf sie nur noch ein "Semmerl" bestellen, wenn sie ein "Brötchen" haben möchte. Und wer in einem Café einen "Kaffee" bestellt, ist sowieso schon unten durch. Aber was die lieben Österreicher noch viel schlimmer finden als unsere Sprache, ist unsere ungehobelte deutsche Art. Wir sind zu laut, zu direkt und unsere Aussprache ist einfach uncharmant. Wie können wir es wagen, direkt "nein" zu sagen, wenn wir "nein" meinen? Das lässt sich doch viel netter ausdrücken! Frau Pölitz erzählt in ihrem schönen Bericht von vielen Begegnungen mit den Wienern, denen man ja doch nicht böse sein kann, auch wenn sie uns nicht leiden können. (Wahrscheinlich deswegen, weil wie ihre Aussprache einfach süß finden und durch die Verkleinerungsform alles viel netter klingt, als es gemeint ist.) Wir erfahren auch, wie sie ihre ersten Freundschaften mit Wienern schließt, sich von ihrem Freund trennt und mit dem Gedanken spielt, eine Familie mit einem waschechten Wiener zu gründen. Außerdem erzählt sie auch über ihre Arbeit als Korrespondentin. Wir lesen nicht nur von einem verpatzten Fernsehauftritt bei der Beerdigung von Peter Alexander (immer diese aufdringlichen Deutschen, die einen nicht einmal während eines Liveauftrittes in Ruhe lassen können!), sondern auch davon, wie sie ihre Begegnung mit Natascha Kampusch erlebt. Insgesamt liefert Frau Pölitz ein tolles Bild der österreichisch-deutschen-Freund-Feindschaft. Ganz nebenbei lernt man, welche Fettnäpfchen es zu umschiffen gilt. Das Buch liest sich leicht und flüssig. Für meinen Geschmack hätte ein bisschen mehr Informationen zum Thema Kultur in Wien geben können und dafür hätten es ein paar weniger österreichisch-deutsche Dialogie sein können. Diese waren zwar sehr amüsant, aber ich hätte gern noch ein umfassenderes Bild von Wien bekommen. Nichtsdestotrotz hat mir dieser Erfahrungsbericht sehr gut gefallen und empfehle ihn gerne weiter. Am Ende des Buches gibt es übrigens einen kleinen Vokabeltrainer - eine sehr schöne Idee!

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