Tony Crabbe BusyBusy

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Inhaltsangabe zu „BusyBusy“ von Tony Crabbe

Du bist nicht du, wenn du busy bist!

"Stress ist das neue Statussymbol", hieß es neulich in der Wirtschaftswoche. Dieses Buch ist für alle, die kein Statussymbol wollen. Für alle, die erkannt haben, dass der heißgeliebte Produktivitätsrausch irgendwann mit einem gewaltigen Kater endet. Es ist das Detox-Programm für Menschen, die ihre Freizeit zurück wollen.
Tony Crabbe, früher selbst stressgeplagt, zeigt den Weg zu mehr Freiheit und Lebensglück in zwölf Etappen. Sein Buch "busybusy" ist ein frecher und unterhaltsamer Mix aus Neurowissenschaft, Entlarvung des häufigsten Selbstbetrugs und hilfreichen Tritten in den Allerwertesten: Verhandle dein Leben zurück! Sei du selbst, gerade gegen Widerstände! Trenn dich von deinen Freunden! … Naja, nicht von allen: 15 darfst du behalten. Unorthodox und provokant - diese Lektüre ist gut investierte Zeit!

- Crabbe zeigt: Zeitmanagement löst nicht das Problem.
- Dieses Buch wird ihr Leben ändern, denn es stellt den Stress ab, statt ihn zu verwalten.

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  • "Die meisten Veränderungsversuche scheitern"

    BusyBusy

    R_Manthey

    03. October 2017 um 10:50

    So lautet eine Überschrift in diesem Buch. Allerdings steht sie erst ziemlich am Ende des ganzen Textes. Der Autor rätselt darüber und schreibt dann: "Wir glauben anscheinend immer noch, dass es genügt, etwas zu wissen, etwas zu beschließen und motiviert genug zu sein, um eine Veränderung zu bewirken." Natürlich reicht das nicht, wie auch Tony Crabbe gleich danach bemerkt. Eigentlich müsste er sich als Autor doch wenigstens heimlich darüber freuen, denn wenn es anders wäre, würden nicht andauernd neue Selbsthilfebücher sich reger Nachfrage erfreuen. Crabbes Buch wurde bereits in zehn Sprachen übersetzt, und eine Zeitung nennt es "lebensverändernd". Angesichts der katastrophalen Erfolgsrate von solchen Veränderungsversuchen kann man über solche Einschätzungen nur müde lächeln.Die Alltags- und Arbeitswelt hat sich in den letzten Jahren erheblich verändert. Man ist im wahrsten Sinne des Wortes im Netz gefangen. Viele Menschen klagen deshalb über eine permanente Überlastung: Sie müssen ständig erreichbar sein, haben unentwegt mit ihrer elektronischen Lebenshilfe zu tun, die sie anscheinend irgendwie dazu zwingt, sich ständig mit ihr zu befassen. Nebenbei läuft dann auch noch ihr ganz normales Leben mit all seinen banalen Anforderungen. Zu glauben, man könne dem mit einem intelligenten Zeitmanagement entkommen, sei ein schwerer Irrtum, lehrt Crabbe. Das mache alles nur noch schlimmer. Es ginge nicht um die Frage nach einer höheren persönlichen Produktivität, sondern um einen ganz anderen Zugang.Eine Art intellektuelle Entblößung entsteht sehr oft dann, wenn man an sich hervorragende Lehrsätze auf den Lehrenden persönlich anwendet, um dann feststellen zu müssen, dass er sie selbst nicht befolgt und das nicht einmal merkt. Crabbe lehrt beispielsweise Konzentration aufs Wesentliche, aber sein Buch ist völlig überfrachtet. In seinem Text findet man unzählige Ratschläge und jede Menge Beispiele für grandiose Resultate bei ihrer Umsetzung. Nur kommen diese Beispiele fast immer aus den Bereichen von Unternehmensstrategien, Management und Arbeitsorganisation, eben den Spezialgebieten des Autors, nicht jedoch aus dem persönlichen Bereich, der in diesem Buch angesprochen wird.Nichts an Crabbes Ratschlägen und Beispielen ist falsch. Ob diese Botschaften allerdings überhaupt bei seinen angeblich ständig beschäftigten Lesern ankommen oder gar umgesetzt werden, mag man bezweifeln. Denn erstens nimmt bei solchen Menschen die Lust zum Lesen langer Texte rapide ab und zweitens werden wohl die Wenigsten derjenigen, die es bis zum Ende schaffen, hinterher noch wissen, was sie wirklich alles gelesen haben. Eigentlich muss man dieses Buch studieren, es sacken lassen und sich dann eine ganz persönliche Veränderungsstrategie zurechtlegen und fixieren, wenn man sich tatsächlich ändern möchte. Ansonsten diffundiert das Ganze in kürzester Zeit mit ziemlicher Sicherheit ins Nichts.Es ist offenbar ein erheblicher Unterschied, ob man tatsächlich überlastet ist oder ob man sich in einer Art Ersatzhandlung vor den wirklichen Aufgaben drückt und sich lieber mit Facebook, seinen Mails oder sonstigem Zeug befasst, nur weil man dazugehören will. Crabbe benennt zwar beide Ausprägungen seines Busy-Problems, sieht aber nicht, dass er für die zweite Gruppe eigentlich ein völlig anderes Buch hätte schreiben müssen. Als Konsequenz dieser mangelnden Differenzierung zeichnet sich die Zielgruppe, an die sich Crabbe richtet, nicht wirklich deutlich ab. Sind es Leute im unteren und mittleren Management oder ist die Gruppe der Betroffenen allumfassend? Geht man vom Stil dieses Buches aus, so müsste sich eher die erste Gruppe angesprochen fühlen. Crabbes Sprache und Stil können aber auch eine Folge seines Arbeitsbereiches sein (Arbeits- und Organisationspsychologie), den nun nicht jeder unbedingt für attraktiv und ihm irgendwie nahestehend ansehen wird.Das Gegenteil von dem, was Crabbe in seinem Buch macht, nennt er selbst "strategische Fokussierung". Man könnte es auch nach ihm selbst als IKEA-Prinzip bezeichnen, was nichts weiter bedeutet, als sich nur auf bestimmte Dinge zu konzentrieren und diese konsequent durchzusetzen. Wer alles erfassen und für jeden eine Lösung bereitstellen möchte, dem fehlt der Fokus aufs Wesentliche. Und das ist die Crux dieses Textes, der darunter leidet, dass der Autor nicht den Mut findet, um seine eigenen Vorschläge zu befolgen.Das Buch besteht aus drei Teilen (Das eigene Leben meistern, Alleinstellungsmerkmale entwickeln, Die Oberflächlichkeit hinter sich lassen) und vielen Kapiteln, an deren Ende immer eine Zusammenfassung und Empfehlungen stehen. Natürlich kann man Crabbes Text allen empfehlen, die unter ständigem Stress durch eine Dauerbeschäftigung leiden, zu der sie entweder gezwungen wurden oder sich selbst zwingen. Jeder wird in diesem Buch für sich etwas finden, vorausgesetzt natürlich er sucht wirklich nach einem Ausweg und findet die Kraft, um diesen umfassenden Text wirklich zu lesen und danach anzuwenden.

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