Tor Fretheim Die Stille nach Nina Simone

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Inhaltsangabe zu „Die Stille nach Nina Simone“ von Tor Fretheim

Auf einer Zugfahrt nach Nordnorwegen versucht Simon seine Gedanken zu ordnen. Warum verschwand seine Mutter so plötzlich aus seinem Leben? Was geschah im Elternschlafzimmer, wenn die Musik laut aufgedreht wurde? Wieso weicht der Vater all seinen Fragen aus?

Ein wirklich melancholisches und fesselndes Buch. Einzigartig in seiner Form

— FAMI_Anke
FAMI_Anke

Berührender Roman, der durch seine Distanziertheit unglaublich nahe geht.

— loveisfriendship
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Ein beunruhigendes Porträt über eine Familie. Eine schwer ertragbare Tragödie, die den Leser in ihren Bann zieht und mitfühlen lässt.

— ZeilenSprung
ZeilenSprung

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  • Die Stille nach Nina Simone

    Die Stille nach Nina Simone
    FAMI_Anke

    FAMI_Anke

    28. May 2016 um 20:45

    Eigentlich bin ich nicht so für Pronlemliteratur zu haben. Ich lese dann doch lieber Literatur, die mich erheitert oder von der ich schwärmen kann. Aber hier musste ich einfach zugreifen. Das Buch lag so herausfordernd in unserer Bibliothek in der Jugendbuchabteilung. Und gut hat es sich auch angehört. Leider finde ich das Cover etwas schlecht gewählt. Dass es einen Plattenspieler darstellen soll, habe ich erst nach dem fünften hinschauen feststellen können. Der 18-jährige Simon sitzt im Zug Richtung Nordnorwegen. Er schreibt einen Brief an die Jazz-Sängerin Nina Simone. Er berichtet ihr von seinem Leben und seiner Kindheit, will seine Gedanken ordnen. Simon erzählt, dass er nach ihr benannt wurden ist und dass er immer ihre Musik hörte, wenn beide Eltern im Schlafzimmer verschwunden sind. Was mit seinen Eltern passiert ist und was mit ihm nun geschieht. Nina Simone kann an seinem Dilemma wahrscheinlich nichts ändern, aber Simon schreibt sich seinen Frust und seine Traurigkeit von der Seele. Das Buch hat zwar nur knapp 130 Seiten, die Sätze sind sehr kurz gehalten, aber dennoch hat das Buch einen melancholischen, ja fast bedrückenden Unterton. Der Schreibstil ist genauso, wie ich es von einem 18-jährigen erwarten würde, der seinen Vater im Gefängnis besuchen will um die Wahrheit zu erfahren. Kurz und knapp, ohne abschweifenden Gedanken. Ich spürte regelreht die Angst und die Panik des Jungen. Die Sorge war zum greifen nah.Auch die Geschichte an sich hat mich mit vielen offenen Fragen zurückgelassen. Was ist denn nun eigentlich mit der Mutter passiert? War es wirklich der Vater? Was hat sich im elterlichen Schlafzimmer abgespielt? Was passiert jetzt mit Simon? All die Fragen muss ich mir selber beantworten. Ob die Antworten richtig sind sei dahingestellt. Mich hat der Roman von Tor Fretheim sehr aufgewühlt zurück gelassen. Ich bin in einer wunderbaren Familie aufgewachsen. Wie sich Simon fühlt kann und werden ich hoffentlich nie wissen. Doch Dank des Autors erfahre ich eine leise Ahnung wie es sein kann mit einem gewaltätigen Vater aufzuwachsen, wie es sein kann, wenn von einem Tag auf den anderen alles auf den Kopf gestellt wird. Für mich definitiv eine Leseempfehlung.

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  • Ein stiller Roman, der aber dennoch mit einer schreienden Wirkung nachhallt und bewegt

    Die Stille nach Nina Simone
    loveisfriendship

    loveisfriendship

    28. April 2016 um 12:30

    Ein stiller Roman, der aber dennoch mit einer schreienden Wirkung nachhallt und bewegt.Zum Inhalt verrate ich nicht mehr als dies: Der 18jährige Simon wendet sich auf einer Zugfahrt in einem Brief an die Sängerin Nina Simone, in dem er von seinem Vater und seiner Mutter erzählt und dem, was sich ereignete und was er gar nicht richtig begreifen kann. Fretheim lässt Simon in einer reduzierten Sprache berichten – karg, knapp, präzise, unterkühlt. Diese nüchterne Erzählweise empfand ich als nachvollziehbar und passend. Simons ungeschönt wiedergegebenen Gedanken zeugen davon, wie ihm nach den Geschehnissen Kraft und Sinn fehlen, sprachlich aus sich herauszugehen. Er weiß selbst nicht was er denken soll. In Rückblenden setzen sich die Puzzleteile nach und nach zusammen, die Fassade erlangt immer hässlichere Risse. Es bleibt auf einer andeutenden, ungewissen Ebene, man muss die Lücken selbst füllen.Fazit: „Die Stille nach Nina Simone“ von Tor Fretheim ist ein bedrückendes, ernstes Jugendbuch mit einer unterschwellig-bedrohlichen Atmosphäre und einem ungewöhnlichen Stil. Harter Tobak, der durch die Distanziertheit unglaublich nahe geht und mich wuchtig getroffen hat.   Auch zu lesen unter: https://jubiwi.wordpress.com/2016/04/18/buchvorstellung-die-stille-nach-nina-simone/

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  • [Rezension] Melancholisch, tragisch und einfühlsam: Die Stille nach Nina Simone von Tor Fretheim

    Die Stille nach Nina Simone
    ZeilenSprung

    ZeilenSprung

    23. April 2016 um 16:05

     PRODUKTDETAILS:Titel: Die Stille nach Nina SimoneReihe: -Autor: Tor FretheimGelesene Sprache: DeutschGenre: JugendbuchHerausgeber: mixtvision VerlagErscheinungstermin: 01. September 2015ISBN: 978-3958540316Format: KlappenbroschurSeitenzahl: 130 SeitenPreis: EUR 12,90Kaufen bei: mixtvision; Buchhandel; AmazonPRODUKTINFORMATIONEN:Kurzbeschreibung:Tor Fretheim erzählt von dem 18-jährigen Simon, der sich auf einer Zugreise nach Nordnorwegen befindet, wo sein Vater im Gefängnis sitzt. In einem Brief wendet sich Simon an die US-amerikanische Jazzsängerin Nina Simone. Die Sängerin spielt eine zentrale Rolle in Simons Geschichte, da seine Eltern sich bei einem ihrer Konzerte kennenlernten und ihren Sohn nach ihr benannten.Simons Reise wird ein Streifzug in die Vergangenheit: Simons Vater hat die Mutter jahrelang misshandelt und schließlich umgebracht.Der Verlag über das Buch:Knappe Sätze sowie komprimierte Kapitel treiben den Roman voran, rollen das Geschehen nach und nach auf und geben kurze, zugleich jedoch tiefgreifende Einblicke hinter die Fassade einer ”ganz normalen Familie”.Über den Autor:Der Norweger Tor Fretheim, Jahrgang 1946, ist Journalist, Übersetzer und Autor mehrerer Romane und Bühnenstücke. Seine Werke sind vielfach ausgezeichnet und in mehrere Sprachen übersetzt.DIE BEWERTUNGMeinung:Ein beunruhigendes Porträt über eine Familientragödie. Eine schwer zu ertragende Tragödie, die den Leser unweigerlich in ihren Bann zieht und mitfühlen lässt.Das Cover/Die Gestaltung:Die Gestaltung des Covers von einem Buch über eine Familientragödie auf einen Plattenspieler zu reduzieren, ist gewagt. Eine jugendliche Zielgruppe wird es vielleicht nicht sofort in den Bann ziehen, aber das Cover unterstreicht die wichtige Rolle der Musik, der Schallplatten, im Buch.Denn wenn die Musik im Elternschlafzimmer ertönt und danach die Stille einkehrt, wenn der Vater von der Schallplattensammlung und dem Kennenlernen der Eltern bei einem Nina Simone Konzert erzählt, dann sind es die Schallplatten, die wichtig sind. Die Musikerin Nina Simone und ihre Platten, ihre Musik und die Stille danach sind die heimlichen Protagonisten, auf die der Titel des Romans auch prägnant verweist.2,0/2,0 PunktenDie Sprache/Der Satzbau:Fretheim überzeugt mit einer sehr klaren, kurzen und prägnanten Sprache, die durch ihre Kürze und ihre bewusste Komposition äußerst eindringlich und brisant wird.Die kurzen Sätze und die einfachen Worte spiegeln die Sprach- und Empfindungslosigkeit des Protagonisten wider. Auch der Widerwille sich überhaupt damit – mit der Welt der Erwachsenen – zu beschäftigen, kommt durch kurz gesetzte Worte, die kühl und technisch wirken, sehr gut zur Geltung.Es gibt aber auch Momente, in denen der Leser der Gefühlswelt von Simon sehr nahe sein kann. Dann sind es Metaphern, welche die Sprache bestimmen. Sie bringen das hervor, was Simon schon als kleines Kind spürte, aber doch nicht bewusst wahrnahm. Diese Metaphorik bringt unterschwellig beim Lesen das Familienidyll zum Wanken; was Simon nicht begreifen kann, erkennt der Leser und wird dadurch immer tiefer in die Geschichte gesogen.2,0/2,0 PunktenDie Figurentiefe/Die Figurenentwicklung:Tor Fretheim gelingt es mit ganz wenigen Charakteren ein düsteres, aber lebendiges Bild der Familie zu zeigen.Die Mutter, das Opfer, ist tot, zuvor verschwunden. Sie ist es, die in den Rückblenden noch am besten greifbar wird, obwohl sie so unterschiedliche Gesichter hat. Immer wieder spielt sie andere Rollen: die Ehefrau und Mutter, die geschminkte, schöne Frau, die ausgeht oder die Chorfrau, die ganz anders ist als zuhause.Der Vater hingegen bleibt ein Mysterium. Zwar gilt er als freundlicher Mann, aber da liegt vieles unter der Oberfläche. Und dies muss auch der Sohn erkennen. Denn der Vater ist es, der unter Verdacht gerät und inhaftiert wird. Doch trotz allem bleibt er kühl, ruhig und distanziert.Das Verhältnis der Eltern zueinander war kompliziert. Die Musik von Nina Simone einte sie beide. Sie benannten sogar ihren Sohn nach der Sängerin. Was während der lauten Musik von Nina Simone im Schlafzimmer der Eltern geschah, rechtfertigt sich der Vater gegenüber seinen Sohn, hätte die Mutter so gewollt und gebraucht.Simon, der achtzehnjährige Ich-Erzähler, wird oft (sogar von sich selbst) nur als der Sohn (18) genannt. Damit anonymisiert er sich, obgleich er doch die Hauptfigur ist.Aber er ist eine sehr inaktive und komplizierte Figur. Er sucht nicht aktiv nach der Wahrheit, denn so richtig will er sie nicht wissen. Dadurch ist er handlungs- und bewegungsunfähig, sogar den Brief, den er schreiben will, bekommt er nicht fertig. Nur die ersten Zeilen kann er schreiben.Seine Sprachlosigkeit zu diesem Geschehen macht die Figur Simon aus; die Sprache Fretheims passt sich diesem Umstand bedingungslos an.Oftmals wirkt Simon kalt und unnahbar, dies liegt aber wohl daran, dass er nicht versteht, was geschehen ist.Die Figuren und ihre verschiedenen Facetten zeichnet Fretheim ganz intensiv und legt dabei Schicht für Schicht immer weiter frei, sodass dem Leser das ganze Ausmaß der Familiengeschichte bewusst wird. Zwar kann es Simon selbst nicht wirklich fassen, der Leser aber umso mehr.Dies ist ein gekonnter Schachzug von Fretheim, der dadurch die Geschichte und die Spannung weiter vorantreibt.2,0/2,0 PunktenDer Plot/Der Geschichtsverlauf:Der Roman gliedert sich in zwei Handlungsebenen, die miteinander verschränkt sind.Die erste ist unspektakulär. Sie handelt von Simon, einem achtzehnjährigen Jungen, der in einem Zug sitzt. Seine Mutter verschwand und wurde dann tot aufgefunden. Sein Vater sitzt im Gefängnis. Der Zug ist auf den Weg in den Norden Norwegens, wo sich auch das Gefängnis befindet. Während der Zugfahrt schreibt Simon einen Brief an die tote Musikerin Nina Simone.Die zweite Handlungsebene ist die der Vergangenheit.Durch Rückblenden wird das Geschehen der Geschichte retrospektiv erlebt, aus der Erinnerung Simons. Dieser versucht, zu verstehen was passiert ist. Wieso seine Mutter verschwand und was sein Vater damit zu tun hat.Dieses innerhalb von Rückblenden erzählte Erleben ist die wirkliche Handlung. Hier baut sich die Spannung auf, da der ahnungslose Junge mit dem Verschwinden und der möglichen Tat seines Vaters konfrontiert wird.Immer wieder durchbrochen ist die Handlung von den Momenten in der Gegenwart, als Simon im Zug sitzt und seinen Brief an Nina Simone zu schreiben versucht.Sehr theatralisch wirkt die Inszenierung des Briefeschreibens an die tote Musikerin. Zwar ist es ein origineller Einfall, die Musikerin als Handlungselement (einerseits als Musikerin und andererseits als Adressatin eines Briefes) miteinzubeziehen – wenn man bedenkt, dass Nina Simone selbst in ihren Liedern immer wieder gewalttätige Beziehungen verarbeitete. Doch die tote Musikerin als Briefadressatin zu nutzen? Dies wirkt doch sehr stark inszeniert. Welcher Achtzehnjährige, der die Tat seines Vaters verstehen will, käme auf diesen Gedanken? Schade ist auch, dass so eine mögliche Konfrontation zwischen Vater und Sohn bewusst offengelassen wird.1,5/2,0 PunktenDer Aufbau/Die Nachvollziehbarkeit:Der Aufbau von diesem Jugendroman ist gut durchdacht. Sehr durchkomponiert verfolgt der Autor ein pointiertes Spiel, in dem das Ungesagte des Geschehens über die Wirkung der Musik und der Person Nina Simone transportiert wird. Sie ist der Dreh- und Angelpunkt des Romans.Wenn man die Geschichte als Erst-Einmal-Verstehen-Müssen der Familientragödie begreift, so ist der Roman als Ganzes hervorragend durchkomponiert. Die beiden Handlungsebenen von Simons Gegenwart im Zug und den Rückblenden im Familienleben harmonieren gut miteinander und wechseln zwischen Anspannung und trauriger (Un)Gewissheit.Einen wirklichen Höhepunkt hat die Geschichte meiner Ansicht nach nicht, da es an einer Position Simons zu dem Geschehen fehlt.So ist auch eine Konfrontation zwischen Sohn und Vater nicht möglich. Dabei wäre dies als Handlungselement wäre wünschenswert gewesen.Dem Leser bleibt nur die Gewissheit der Ungewissheit, dass Simon nicht weiß, was er von dieser Tat zu halten hat. Denn glauben mag und kann er es immer noch nicht.Dadurch lässt auch das offene Ende den Leser mit einer gehörigen Portion Ungewissheit zurück, da er nicht – genau wie auch der Protagonist – nicht wissen kann, was wirklich geschehen ist. Ob dies gut oder schlecht ist, kann jeder für sich entscheiden.1,5/2,0 PunktenFazit:Mit 9,0 von 10,0 Punkten vergebe ich all denjenigen die Leseempfehlung, die düstere Familiengeschichten und subversive Spannung mögen sowie sich für Themen wie Gewalt in der Familie, Täter- und Opferbeziehungen und menschliche Abgründe interessieren.Dies alles bietet Tor Fretheim kompakt und prägnant in seinem Jugendroman, der von der verlorenen bzw. geraubten (Illusion der) Kindheit erzählt.

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  • regt zum Nachdenken an......

    Die Stille nach Nina Simone
    steffis-und-heikes-Lesezauber

    steffis-und-heikes-Lesezauber

    24. September 2015 um 06:23

    Kurzbeschreibung Auf einer Zugfahrt nach Nordnorwegen versucht Simon seine Gedanken zu ordnen. Warum verschwand seine Mutter so plötzlich aus seinem Leben? Was geschah im Elternschlafzimmer, wenn die Musik laut aufgedreht wurde? Wieso weicht der Vater all seinen Fragen aus? Simons Reise wird ein Streifzug in die Vergangenheit und führt ihn zugleich in eine ungewisse Zukunft. Meinung „Die Stille nach Nina Simone“ ist ein Jugendroman, der sehr zum Nachdenken anregt. Mit seinen 130 Seiten ist er zwar ziemlich kurz, umfasst aber das Wesentliche sehr präzise und bildgewaltig. Ich brauchte nur knapp 2 Stunden und war damit durch. Simon sitzt im Zug nach Norwegen, um seinen Vater im Gefängnis zu besuchen. Er schreibt auf seinem Laptop einen Brief an Nina Simone. Dabei beginnt rückblendend   die Handlung  in einer eigentlich „ganz normalen“ Familie. Vater, Mutter, Kind…..normaler Tagesablauf usw. Bis eines Tages der Vater die Arbeit verliert. Ab diesem Zeitpunkt ist nichts mehr wie es scheint. Im Elterschlafzimmer geschehen Dinge, die Simon nicht erklären kann und immer läuft die Musik von der US Jazzsängerin Nina Simone. Eines Tages ist die Mutter weg und Simon stellt Nachforschungen an. Niemand scheint sie gesehen zu haben und der Vater verstrickt sich in Ausreden, bis die Polizei vor der Tür steht. Sie haben eine weibliche Leiche gefunden und es ist, wie es sein sollte, seine Mutter. Es stellte sich heraus, dass diese jahrelang vom Vater misshandelt worden war und immer zu der Musik von Nina Simone. Ab diesem Zeitpunkt hasst Simon seinen Vater. Dieser wird ins Gefängnis gesteckt und Simon versucht, das Geschehene zu verarbeiten. Diese Gefühle und Emotionen kommen gut rüber, ich spürte die Angst und Verzweiflung des Jungen. Dennoch macht er sich nach einiger Zeit auf den Weg, seinen Vater zu besuchen. Ob er auf seiner Zugreise auch dort ankommt, bleibt offen….. Was mir nicht so sehr gefallen hat, waren die kurzen, abgehakten Sätze. Ich fühlte mich dabei, als ob das Ganze nicht komplett wäre. Ansonsten war der Schreibstil des Autors eigentlich ganz ok. Die Kapital waren auch sehr kurz und die Schriftgröße ok. Cover Das Cover gefällt mir so überhaupt nicht. Es wirkt unscheinbar auf mich und im Buchladen hätte ich wahrscheinlich nicht danach gegriffen. Fazit Im Großen und Ganzen hat mich „Die Stille nach Nina Simone“ gut unterhalten. Ein Jugendroman, der zum Nachdenken anregt und erzählt, das nicht immer alles eitel Sonnenschein in der Familie ist. Ich vergebe somit gute 3 von 5 Sternen und eine  Leseempfehlung.

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