Torberg Friedrich

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Cover des Buches Die Tante Jolesch oder Der Untergang des Abendlandes in Anekdoten (ISBN: B002TCU2V4)D

Rezension zu "Die Tante Jolesch oder Der Untergang des Abendlandes in Anekdoten" von Torberg Friedrich

Kurzweilige Anektotensammlung
DorGervor 3 Monaten

»Was ein Mann schöner ist wie ein Aff, ist ein Luxus« ist wohl jedem bekannt und - zumindest in Österreich - ein nach wie vor vielgenutzer Satz. Und so bitterböse geht es weiter, mit viel Humor, einzelne Geschichten aus mehrerer Leute Erinnerung zusammengefasst.

Als die Familie ums Sterbebett der Tante versammelt ist und sich alle gegenseitig anstupsen, um noch rechtzeitig das Geheimrezept ihrer weithin bekannten Krautfleckerl zu erfragen, bevor es mit ihr stirbt und die Sterbende mit letzter Kraft haucht »Es waren nie genug..« ist einfach grandios. Und für Kinder der Überflussgesellschaft wahrscheinlich neu.

Es ist kein Witzbuch, sondern festgehaltene Szenen einer vergangenen Zeit, die es wert sind, unvergessen zu bleiben.

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Cover des Buches Die Tante Jolesch oder Der Untergang des Abendlandes in Anekdoten (ISBN: B001G5U90E)erlemirss avatar

Rezension zu "Die Tante Jolesch oder Der Untergang des Abendlandes in Anekdoten" von Torberg Friedrich

Tante Jollesch ist nicht unsterblich
erlemirsvor 7 Jahren

Die Tante Jolesch ist in die Jahre gekommen, so wie ich selbst, nachdem ich das Buch vor vielen Jahren schon einmal gelesen habe. Wie der Untertitel aussagt, gehe es um den Untergang des Abendlandes in Anekdoten. Die Anekdoten stimmen, der Untergang des Abendlandes assoziiert zu sehr an das kulturphilosophische Hauptwerk Oskar Spenglers und das ist dann doch etwas zu weit hergeholt. Freilich sind einige Zitate aus Friedrich Torbergs Werk zu geflügelten Worten geworden, ich zweifle aber, ob das bei der heutigen Generation  noch der Fall ist. Der Zeitraum in dem sich die Anekdoten ereigneten, sind die Zwischenkriegszeit im jüdischen Milieu von vornehmlich Künstlern im Dreieck Prag-Wien-Budapest. Die Erzählungen sind von hohem literarischem Niveau, für dieses Genre  erzeugt es eher den Eindruck von zu langen Beschreibungen. Das hängt bestimmt auch damit zusammen, daß die Personen und Ereignisse dem Leser kaum noch vertraut sind.

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