Torbjørn Ekelund Im Wald

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Inhaltsangabe zu „Im Wald“ von Torbjørn Ekelund

Abenteuer kann man überall erleben – dafür muss man weder den Mount Everest besteigen noch Tausende Kilometer zurücklegen. So erfüllt sich Torbjørn Ekelund, der als Angestellter und Familienvater keine Zeit für eine große Expedition hat, dennoch den Traum vom Ausstieg in die Natur. Monat für Monat zieht er eine Nacht in den Wald: ob zum Abschalten nach der Arbeit, zum Fliegenfischen mit Freunden oder zur Entdeckungstour mit seinem kleinen Sohn. Auf seinen »Mikroabenteuern« kann er Hektik und Zeitdruck hinter sich lassen und ein bisschen Stille genießen; mit liebevoller Neugier den Wechsel der Jahreszeiten verfolgen und unserer Verbindung zur Natur nachsinnen. Eine wunderbare Inspiration für alle, die es sehnsüchtig nach draußen zieht.

Die Mikroexpeditionen sind sehr erzählerisch beschrieben mit vielen Reflexionen zum eigenen Leben und anderen 'Aussteigern'.

— Poesiesoso

Macht Lust auf Abenteuer & Natur !

— _nifelheim
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  • 'Was, wenn ich einfach in den Wald ginge?'

    Im Wald

    sabatayn76

    19. May 2016 um 11:10

    Inhalt: Schon als Kind hatte der Autor eine starke Wald-Affinität, und bei einem Familienurlaub in einer Ferienhütte fühlt er sich so wohl, dass er den Entschluss fasst, über ein ganzes Jahr hinweg jeden Monat allein eine Nacht im Wald zu verbringen. In 'Im Wald' erzählt Torbjørn Ekelund von seinen Walderlebnissen in verschiedenen Monaten und bei verschiedenen Witterungsverhältnissen, von Tieren und dem Leben in der Natur, vom Fischen und von Literatur. Mein Eindruck: Ich liebe Wälder, aber ich würde niemals auf die Idee kommen, freiwillig eine Nacht allein im Wald zu verbringen. Doch genau aus diesem Grund mag ich Bücher wie 'Im Wald', denn mit ihnen kann man virtuell erleben, was man sich in der Realität nie trauen würde. 'Im Wald' hat mich aber trotzdem nicht vollends begeistern können. Im Buch verteilt finden sich zahlreiche Farbfotos von den Orten, die der Autor im Laufe seines Wald-Jahres aufgesucht hat. Diese Fotos sind sehr gelungen und unterstreichen die Schilderungen Ekelunds. Schön fand ich die Einblicke in die Gedanken- und Gefühlswelt des Autors, wie man seiner persönlichen Entwicklung folgen kann, dass viele der Schilderungen stimmungsvoll sind, dass man beim Lesen viel lernen kann. Auch die Tipps für Ausrüstung etc. sind nützlich und hilfreich. Als etwas langatmig oder wenig spannend empfand ich z.B. die häufige Bezugnahme auf Max Weber und die Ausführungen zum Fliegenfischen. Andere Aspekte fand ich wenig nachvollziehbar, z.B. die Überzeugung, dass die Wissenschaft dafür sorgt, dass die Welt entzaubert wird, oder die Unwissenheit des Autors über die Mondbahn und die Mondposition am Himmel. Mein Resümee: So richtig warm geworden bin ich mit dem Autor nicht, obwohl ich das Buch oft stimmungsvoll und lehrreich fand.

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  • Im Wald

    Im Wald

    _nifelheim

    29. March 2016 um 14:58

    Meine Rezension bezieht sich auf die gebundene Ausgabe vom Malik Verlag, die total schön ausfällt. Das Buch hat eine hochwertige Verarbeitung und enthält viele schöne Farbfotos vom norwegischen Wald und der Region Nordmarka. Diese befindet sich in der Nähe von Oslo und ist eine Art Naherholungsgebiet. Stilistisch betrachtet fällt das Buch in die Kategorie Sachbuch, da es sich nicht um eine fiktive Geschichte handelt, sondern um ein Projekt. Für dieses zog der Autor Torbjørn Ekelund 12 Monate lang jeweils einen Tag in den Wald, um dort zu übernachten und die Natur zu beobachten. Daraufhin schrieb er seine Erfahrungen nieder und es entstand dieses Buch, das in tagebuchartigen Notizen von seinen Erlebnissen berichtet.Erwähnenswert ist, dass es sich bei dem Autor um einen "Büromenschen" handelt, der eigentlich keine Zeit für eine große Expedition hat, dennoch vom Ausstieg in die Natur träumt. Beeindruckt von anderen Abenteurern und deren Büchern konzipierte er für sich selbst Mikro- Abenteuer, denn Abenteuer kann man überall erleben – dafür muss man weder den Mount Everest besteigen noch Tausende Kilometer zurücklegen. Auf seinen kleinen Ausflügen in den Wald kann er die Zeit abschalten, Fliegenfischen, dem Wechsel der Jahreszeiten zusehen, unter Sternen schlafen und dem Alltag entkommen.Meine Meinung:Einfühlsam und inspirierend schildert er, wie wenig man für so ein Abenteuer braucht, denn Wälder gibt es nicht nur in Norwegen, mann muss einfach hineingehen. Für mich war die Idee nichts Neues, denn ich kenne viele Menschen in Skandinavien, die es Torbjørn Ekelund gleichtun und in den Wald gehen, um dort zu übernachten. Für jemanden, der in einer Großstadt wohnt und kaum mit der Natur in Berührung kommt, mag es durchaus etwas völlig Neues und eventuell Verrücktes sein. Der Autor schildert sich in seinem Buch selbst als Jemanden, der sich allzu sehr von der Natur entfernt hat und mit seinem Projekt wieder mehr ein Teil davon werden wollte. Im Wald findet er Zeit sich selbst wieder mehr wahrzunehmen, seine Umwelt zu erfahren und über die Welt nachzudenken:Wo die Welt einst mystisch, ja magisch war, wurde sie nach der wissenschaftlichen Revolution geradezu trivial [...] Hatte der Mensch früher sein Leben sogenannten äußeren Instanzen unterworfen (Gott, Kosmos, Natur), war er plötzlich selbst die Krone der Schöpfung [...] Die alten Erzählungen traten in den Hintergrund. Die Welt wurde entzaubert, und eine grundlegende Bedeutungsdimension im Leben der Menschen ging für alle Zeit verlorenIn einem angenehmen Tempo erzählt er von den Nächten und was sich im Laufe des Jahres verändert. Nacht für Nacht nimmt er den Leser mit in den Wald und schildert gemächlich seine Eindrücke. Vergleicht sie mit denen seiner Vorbilder (Jack London, John Krakauer, Per Christen Asbjørnsen uvm) und macht sich Gedanken darüber, wie sich der Mensch so von der Natur entfernen konnte.Dieses Buch liest sich ausgesprochen gemütlich und kann auch nebenbei gelesen werden. Man muss sich nicht konzentrieren oder einer Abhandlung folgen. Es ist wahrscheinlich so ruhig, wie die Nächte und Ausflüge, die der Autor im norwegischen Wald erlebte. Naturliebhabern wird das Herz aufgehen bei den schönen Fotos eines skandinavischen Waldes, Queerdenker erfreuen sich über die vielen Gedanken und intelligenten Vergleiche auf die der Autor während dem Nachdenken stolpert. Empfehlen könnte ich es auch jenen, die sich schon sehr von der Natur entfernt haben. Die Idee selbst ist aber wie erwähnt nichts Neues, der Autor hat auch in seinem Buch mehrere Zitate aus anderen Abenteuerbüchern abgedruckt. Was ihn aber von Thoreau und anderen Kollegen unterscheidet, das ist, dass Torbjørn Ekelund kein Naturromantiker ist und dass seine Eindrücke ganz sachlich ausfallen. Eventuell liegt das daran, dass er Journalist ist und deswegen auch sein Schreibstil eher sachlich bleibt.Fazit:Intelligent geschrieben, macht Lust auf Abenteuer & Natur, regt zum Nachdenken an und entführt in die Wälder Norwegens. Von mir als Skandinavien - Fan und Abenteuer - Liebhaberin eine klare Leseempfehlung!

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