Toril Brekke Elises Traum

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Inhaltsangabe zu „Elises Traum“ von Toril Brekke

Norwegen 1825: Elise und Håvard möchten in ein neues Leben nach Amerika aufbrechen. Doch als das Schiff ablegt, ist Håvard nicht an Bord. Die schwangere Elise ist verzweifelt. Sie weiß nicht, dass ihr Mann unschuldig im Gefängnis sitzt und es Jahre dauern wird, bevor sich ihre Wege wieder kreuzen.

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  • Rezension zu "Elises Traum" von Toril Brekke

    Elises Traum

    jansdarling2002

    09. October 2011 um 20:30

    oo0oo..... Ein Gedanke – die Umsetzung.....oo0oo Man schriebt das Jahr 1825 an der norwegischen Süd-Westküste. In der Region Telemark keimt der Gedanke auf, dass man es leid ist, Tageswanderungen über Bergkämme zu absolvieren um Tiere zu kaufen oder zu verkaufen, und trotz des erwirtschafteten Geldes kaum etwas zum Leben zu haben. Eine locker zusammen gefundene Gruppe hat ein Gerücht vernommen: In Amerika ist das Land unendlich, der Boden fetter und es gibt jede Menge Arbeit. Ein Vorposten ist schon im geheiligten Land, kümmert sich um die Ländereien – sprich er sondiert die Lage, wo man sich niederlassen kann, ohne Konflikten ausgesetzt zu sein. . Eines Tages ist es soweit, die Gruppe von Auswanderwilligen macht sich auf den Weg. Bepackt mit Truhen,Habseligkeiten sowie Proviant und dem bisschen Geld, was sie durch harte Arbeit als mageren Lohn aber auch durch Veräußerung ihres Hab und Guts erhalten haben. Auf dem Schiff – das sie nach Amerika bringen wird – stapeln sich neben dem Gepäck der Auswanderer auch noch Arbeitsmaterialien, welches sich im geheiligten Land vielleicht zu Geld machen lässt. Junge, alte, weibliche, männliche, gesunde und kranke Menschen drängen sich an Bord, unter ihnen auch Elise mit Ihrem Sohn Ansgar. Noch im Hafen hält Elise Ausschau nach ihrem kürzlich angetrauten Mann Hårvard, doch er will einfach nicht auftauchen. Selbst als die Abfahrt zeitlich noch ein wenig herausgezögert wird taucht er nicht auf. Hat er kalte Füße bekommen? Oder ist etwas anderes vorgefallen? . Man kann nicht länger mit der Abreise warten, denn der Wind steht gerade günstig. Es ist eh zu erwarten, das noch mehr Schiffe gen Amerika aufbrechen werden, meint man das Hårvard dann eben eine Passage auf eines dieser nachfolgenden Schiffe ergattern wird. Elise ist ein wenig enttäuscht und zieht sich ein wenig in sich zurück, beteiligt sich nicht wirklich am Leben an Bord. Auf der Überfahrt – mit dem einen oder anderen Zwischenstopp am vorbeiziehenden Festland - wird die Einwanderergruppe gebeutelt – gebeutelt von Krankheiten aber auch den maritimen Gegebenheiten wie Sturm.... es dauert lange, bis sie auf der letzten Etappe endlich Land am Horizont sehen. Nach den ganzen Strapazen der Überfahrt bricht Jubel aus, doch dann ein unerwarteter Rückschlag: so wie sie sind, dürfen sie nicht an Land gehen – Quarantäne-Vorschriften. Aufgrund der langen Reise sind sie ungewaschen und könnten Krankheiten an Land bringen, und sie haben keinerlei Papiere. Ihre vor ihnen angereiste Vorhut regelt alles bürokratische und sorgt dafür, das Möglichkeiten geschaffen werden, damit sich die Gruppe waschen und einkleiden kann. . Endlich darf die ganze Gruppe an Land und kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus: Kleider, Häuser und so andersfarbige Menschen die sie noch nie gesehen haben. New York ist eben anders als die norwegische Telemark. Von hier aus wird die Gesellschaft quer durchs Land zu einem urbaren Fleck Land geführt, welcher wüst daher kommt, aber durch seine Lage an einem See sowie massig Wald besticht. Anfänglich ist man entzückt, doch dann macht sich auch ein wenig Enttäuschung breit, denn die einst versprochenen Häuser müssen durch harte Arbeit und unter Einsatz von eigener Muskelkraft geschaffen werden …. Wird die leicht angeschlagene Gruppe dieser Aufgabe gewachsen sein? Wird Elise ihren angetrauten Hårvard je wiedersehen? Und vor allem, wir es ihnen gelingen sich hier zu etablieren? . oo0oo.........Leseeindrücke......... oo0oo Das ich skandinavische Autoren mag, dürfte mittlerweile bekannt sein. So sind sie für mich ein Inbegriff an Einfühlungsvermögen und Erzählkunst, jeder auf seine Art und Weise. Und so auch hier: Toril Brekke war mir bisher kein Begriff, eher durch Zufall stieß ich beim stöbern auf ihr Werk, und nun – nach dem Auslesen – muss ich sagen, das es ein absoluter Glücksgriff war. . Die Handlung ist hier in drei Teile aufgegliedert , wobei es sich in allen drei Teilen thematisch um ein und dasselbe dreht: Auswandern und die damit verbundenen Probleme. Innerhalb der unterteilten Handlung gibt es einige personenbezogene Szenenwechsel, wobei diese sich – je nach fortgeschrittenem Verlauf der Handlung – auf drei, vier Personen beziehen bzw. beschränken, welche letzten Endes auch die Schlüsselrolle im Gesamtwerk inne haben. Was schon bei der Handlung an sich hervorhebenswert ist, sind die geschichtlichen Fakten die im Verkauf immer wieder eingeflochten sind – sie sind nicht nur wie eine kleine Geschichts-Exkursion anzusehen, sondern bilden sie auch einen Rückblick auf das bisherige Leben von eben dieser im Roman agierenden Auswanderer-Gruppe. Ferner ist dieses Hintergrundwissen aber auch meines Erachtens nach notwendig, um den einen oder anderem Umstand bzw. Zusammenhang zu verstehen. Aufgrund der Erläuterungen kann man sich mit den gut und souverän konstruierten Protagonisten im Einzelnen gut mitempfinden und die Gedanken nachvollziehen. Aber nicht nur die lebhaft und natürlich dargestellten Protagonisten steuern erheblich zur unterhaltsamen Handlung bei, sondern auch die authentische Darstellung der Landschafts-Szenerie – man könnte als Leser meinen, man sei selber ein Auswanderer unter ihnen und erlebt dieses selber bzw. am eigenen Leibe. . Was im Verlauf der Handlung sehr gut herausgearbeitet ist – und sich so mancher Konsum-verseuchtem Menschen heute nicht mehr vorzustellen vermag - ist, das man zu früheren Zeiten eben nicht alles haben konnte, und trotz schwerer Schufterei hungrig ins Bett musste, oder das man aufgrund fehlenden Werkzeugs seine Aufgabe bzw. Arbeit anders bewältigen musste. Damals wurde nicht gemurrt, sondern gemeinsam nach einer Lösung gesucht. Ebenso kristallisiert sich der Fortschritt der wachsenden Modernität heraus und natürlich auch der Aspekt, das der Mensch durch seine neu erworbenen Fähigkeiten wächst. . Ein wenig Skepsis hatte ich anfangs beim Lesen, ja schon, gerade weil es ein historischer Roman ist und ich bisher nur wenige Werke diesen Genres gelesen hatte. Denn gerade bei historischen Werken kommt es doch sehr auf Ausdrucksvermögen und sprachlichen Stil an. Und Toril Brekke hat ihren eigenen Stil gefunden um Handlung, Protagonisten aber auch Atmosphäre zu schaffen. So schickt sie hier einen gut lesbaren Schreibstil auf die Reise, der wohlformuliert aber auch nüchtern daher kommt. Sachlich aber dennoch gefühlsvoll ohne auf Effekte zu pochen , das gefällt und gibt eine besondere und zugleich unterhaltsame aber auch Spannungsförderende Note . Abgerundet wird diese Note durch Charme – ohne das dieser aufdringlich wirkt, und das ist auch eine Facette, die in den stetig ansteigenden Spannungsbogen mit rein spielt. Manch einer mag nun noch Bedenken haben, das man in diesem Werke zahlreiche Namen norwegischen Ursprungs findet, diese sind überwiegend unserer Schreibweise angepasst, lediglich ein, zwei Namen verbleiben in der Originalschreibweise, lassen sich aber gut lesen. . oo0oo.....Fazit.....oo0oo Ein authentischer Roman – basierend auf geschichtliche wahre Begebenheiten, gespickt mit Passagen um teils reale aber auch fiktive Personen, die aber in ihrer Darstellung sehr realistisch wirken. Ferner habe ich hier dank der guten Beschreibung einige Orte in Norwegen aber auch Dänemark wiedererkannt, wo ich selber schon war, das fördert natürlich die Vorstellungskraft, ist aber nicht dringend notwendig, sich dort auszukennen. Elises Traum ist in einer angenehmen sowie unaufdringlichen Schreibe und lässt sich flüssig lesen. Ferner fesselt das Werk den Leser, denn man möchte wissen, wie es weiter geht und ob die – beim Lesen immer sympathischer werdenden Protagonisten – das durchhalten. . Abschließend vermag ich zu sagen, das die Pressestimmen nicht zuviel versprochen haben, zudem muss ein Epos nicht immer 1000 Seiten haben, um Aus- sowie aber auch Eindruck beim Leser zu hinterlassen. Ich werde mich mal nach weiteren Werken der Autorin umschauen. Somit kann ich an dieser Stelle für das hier präsentierte Werk kurz und bündig 5 Lese-Sterne nebst einer Empfehlung aussprechen.

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  • Rezension zu "Elises Traum" von Toril Brekke

    Elises Traum

    bookie2010

    30. August 2010 um 18:23

    "Elises Traum" ist der erste Band einer norwegischen Auswanderer-Trilogie. Die Handlung setzt im Jahr 1825 ein. Eine Gruppe Norweger wagt die Reise über den Atlantischen Ozean. Unter ihnen auch die frisch verheiratete Magd Elise und ihr behinderter Bruder Ansgar. Elise ist verzweifelt, denn Havard, ihr Mann, ist nicht an Bord. Sie weiß nicht, dass er im Gefängnis sitzt. Nach dem Lesen des Klappentextes erwartete ich einen Roman, in dem die Geschichte des Paares Elise und Harvard im Mittelpunkt steht. Doch dies ist nicht der Ansatz der Autorin Toril Brekke. Ihr Ziel ist es zu zeigen, "was Norweger möglicherweise, im Guten wie im Bösen, dazu beigetragen haben, dass die USA zu dem geworden sind, was sie heute sind." Folglich tummeln sich in diesem Band 1 der Saga fiktive Personen neben authentischen. Zum Teil liest sich das Buch wie eine Chronologie realer Geschehnisse. Die Sprache ist entsprechend spröde. Eine Fülle von Figuren taucht auf. Einige von ihnen begleiten wir eine Zeitlang, um sie danach wieder aus den Augen zu verlieren. Elises behinderter Bruder Ansgar nimmt größeren Raum ein als Elise selbst. An dieser Stelle möchte ich nicht zu viel über das Ende dieses Romanbandes erzählen, um die Spannung nicht zu nehmen. Nur so viel: Es kommt für meinen Geschmack zu unvermittelt, unpräzise und nicht ganz nachvollziehbar. Ein, zwei Sätze mehr zur Erklärung hätten dem Verständnis gut getan. Kein begeisterndes Buch. Dennoch: Trotz meiner genannten Vorbehalte hat mich "Elises Traum" auf seine spröde Art gefangen genommen. Zumindest Band 2 wird wohl bald den weg in mein Bücherregal finden.

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