Torsten Körner

 4,2 Sterne bei 64 Bewertungen
Autor*in von Götz George, Die Kanzlerin am Dönerstand und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Torsten Körner ist Schriftsteller, Dokumentarfilmer, Journalist und Fernsehkritiker. Er schrieb die hochgelobten SPIEGEL-Beststeller-Biografien über Heinz Rühmann, Franz Beckenbauer und Götz George und war mehrere Jahre lang Juror des Grimme- und des Deutschen Fernsehpreises. Er ist auch als Regisseur tätig, u. a. von »Angela Merkel – Die Unerwartete«, »Drei Tage im September« (nominiert für den Deutschen Fernsehpreis 2018) und »Die Unbeugsamen« (ausgezeichnet mit dem Gilde-Filmpreis als beste Dokumentation). Im Herbst 2024 kam die Fortsetzung »Guten Morgen, ihr Schönen« in die Kinos. Zuletzt erschienen von Torsten Körner bei Kiepenheuer & Witsch »In der Männer-Republik« und »Kanzlerin am Döner-Stand«.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Torsten Körner

Cover des Buches Götz George (ISBN: 9783596169726)

Götz George

(14)
Erschienen am 01.11.2009
Cover des Buches Die Kanzlerin am Dönerstand (ISBN: 9783462004007)

Die Kanzlerin am Dönerstand

(11)
Erschienen am 06.10.2022
Cover des Buches Franz Beckenbauer (ISBN: 9783596160921)

Franz Beckenbauer

(10)
Erschienen am 01.05.2006
Cover des Buches »Wir waren Heldinnen« (ISBN: 9783462004809)

»Wir waren Heldinnen«

(7)
Erschienen am 08.05.2025
Cover des Buches Geschichten aus dem Speisewagen (ISBN: 9783596182732)

Geschichten aus dem Speisewagen

(6)
Erschienen am 12.05.2011
Cover des Buches In der Männer-Republik (ISBN: 9783462001846)

In der Männer-Republik

(5)
Erschienen am 19.08.2021
Cover des Buches Schiller für Eilige (ISBN: 9783746670683)

Schiller für Eilige

(5)
Erschienen am 24.09.2009

Neue Rezensionen zu Torsten Körner

Cover des Buches »Wir waren Heldinnen« (ISBN: 9783462004809)
vronika22s avatar

Rezension zu "»Wir waren Heldinnen«" von Torsten Körner

vronika22
ganz große Leseempfehlung, auch wenn man kein Fußballfan ist!

„Wir waren Heldinnen“ ist untertitelt mit „Wie Frauen den Fußball eroberten“ und im Verlag Kiepenheuer & Witsch in gebundener Form erschienen. Der Schriftsteller, Journalist und Regisseur Torsten Körner hat hier ein Buch über die Entwicklung des Damenfußballs geschrieben. Interessante Zahlen und Fakten wechseln sich mit kleinen Erlebnisberichten ab. Das Buch ist also nicht nur informativ, sondern auch sehr gut lesbar. Mit viel Feingefühl und einer Portion Charme ist die ernste und teilweise bestürzende Thematik dargestellt.

Im Juli 1955 wurde bei einer Bundestagssitzung Frauenfußball offiziell verboten. Tatsächlich war er dann bis 1970 in Deutschland verboten. Ich selbst habe danach sehr bald begonnen im Verein Fußball zu spielen. Allerdings gehöre ich nicht zu den Heldinnen, die sich damals dem Verbot widersetzt haben. Da gehörte schon sehr viel Mut dazu. Absolut interessant und beeindruckend war es, die Lebensgeschichten dieser Pionierinnen (z. B. Christa Kleinhans oder Bärbel Wohlleben) zu lesen. Ausgangspunkt von Torsten Körner waren 15 Interviews, die er für einen Film geführt hat. Es ist nicht nur alles sehr gut recherchiert und dokumentiert, es ist auch viel Bildmaterial enthalten.

Natürlich geht es auch um gesellschaftliche Themen wie Vorurteile, Rollenverständnis und Sexismus. Also ein Buch welches nicht nur für Fußballfans interessant ist, sondern weit darüber hinausgeht. Es geht um Gleichberechtigung und um die Achtung und Freiheit der Frau. „Die Leistungen von Frauen sind über Jahrhunderte unsichtbar gemacht worden, und dieser Befund gilt erst recht für den Fußball.“ (S. 30)

Fazit: Ein wertvolles und sozialkritisches Buch, welches ein Stück Historie vermittelt, die sicher nicht jedem Mann und jeder Frau bekannt ist. Torsten Körner hat perfekte Recherchearbeit geleistet. Ein überaus interessantes, wichtiges und lesenswertes Buch, welches ich sehr empfehlen kann. Es regt zum Nachdenken an und liest sich trotzdem mit einer gewissen Leichtigkeit.

Zum Abschluss noch ein weiteres Zitat: „…war Fußball eine Schnellstraße ins gesellschaftliche Abseits, die effektivste Art, sich den Ruf zu ruinieren.“ (S. 57)

Cover des Buches »Wir waren Heldinnen« (ISBN: 9783462004809)
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Rezension zu "»Wir waren Heldinnen«" von Torsten Körner

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Ein wertvolles Buch

Fußball hat bekanntlich in Deutschland einen hohen Stellenwert. Und während geflügelte Worte wie "Das Wunder von Bern" oder das "Sommermärchen" in aller Munde sind, ist Frauen im selben Land bis in die 1970er Jahre das Fußballspielen in Spielstätten von Vereinen, die zum DFB gehören, untersagt. Mit viel Ehrgeiz, Durchhaltevermögen und Willenskraft gelingt es Frauen wie Christa Kleinhans, Waltraud Christian oder Helga Nell sich durchzusetzen und trotzdem ihrer Passion, dem Fußball, nachzugehen.

Diesen Frauen widmet sich Autor Torsten Körner in "Wir waren Heldinnen - wie Frauen den Fußball eroberten". In seinem detailreich recherchierten Buch erzählt er beginnend von der Euphorie der WM 1954 was der Fußball in der Gesellschaft erreichen konnte und wie sich dies auf die Anfänge im Frauenfußball übertrug. Man lernt viele einzelne Spielerinnen, ihre persönlichen Hintergründe im privaten sowie im spielerischen Leben kennen.
Mir hat es an manchen Stellen im Buch etwas an Struktur gefehlt, die immer wieder eingefügten Anekdoten und Ereignisse gepaart mit den vielen Namen waren schwer auseinanderzuhalten.
Aber inhaltlich ist "Wir waren Heldinnen" ein besonders wertvolles Buch, das Augen öffnet in Bezug auf den deutschen Fußball, die Gleichberechtigung und den Wert sportlicher Erfolge.

Cover des Buches »Wir waren Heldinnen« (ISBN: 9783462004809)
Alriks avatar

Rezension zu "»Wir waren Heldinnen«" von Torsten Körner

Alrik
Als der Frauenfußball noch Rebellion war

Hab dieses Buch eigentlich nur aufgeschlagen, weil ich dachte, na gut, Frauen und Fußball – das kann ja heiter werden. Und zack, da hat mich Torsten Körner auch schon an den Ohren gepackt und mit Vollspann in eine Zeit geschleudert, in der es Frauen ernsthaft verboten war, gegen den Ball zu treten. Verboten! Da fehlen einem ja fast die Worte, aber zum Glück hat Körner dafür umso mehr – und was für welche! Sprachlich trifft er den Ball direkt in den Winkel: mitreißend, charmant, witzig, aber nie platt oder oberlehrerhaft.


Die Geschichten dieser Fußballpionierinnen sind mal zum Lachen, mal zum Kopfschütteln, oft beides gleichzeitig – und immer so geschrieben, dass man meint, direkt mit auf dem Bolzplatz zu stehen. Mit Gänsehaut. Und Bierdurst. Ich hätte nicht gedacht, dass ich beim Lesen über Frauenfußball mehr Testosteron fühle als beim letzten Derby.


Körner feiert die Heldinnen nicht mit weichgespülter Nostalgie, sondern mit einem Augenzwinkern und einer ordentlichen Portion Respekt. Das hier ist kein staubtrockenes Sachbuch, das hier ist ein Fest – für Fußballfans, Geschichtsnerds und alle, die glauben, dass Widerstand auch mit Stollenschuhen geht.


Am Ende bleibt man sprachlos zurück. Nicht, weil es nichts mehr zu sagen gäbe, sondern weil man erstmal schlucken muss, wie lange sich manche Dinge ziehen, bis sie selbstverständlich werden. Dieses Buch tritt nach – aber auf die besten Arten: gegen Ignoranz, gegen Rückschritt, gegen alle, die glauben, der Fußball gehöre nur den Kerlen.


Ganz großes Kino in Buchform. Pflichtlektüre für alle, die glauben, sie wüssten schon alles über Fußball. Und für alle, die’s nie so genau wissen wollten – bis jetzt.

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