Torsten Scheib

 3.8 Sterne bei 12 Bewertungen
Autor von Showdown in Courage, Götterschlacht und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Torsten Scheib

Cover des Buches Blutgrütze: Unappetitliche GeschichtenB01F6LSG3U

Blutgrütze: Unappetitliche Geschichten

 (3)
Erschienen am 04.05.2016
Cover des Buches Fleisch 2B00R6UTDJQ

Fleisch 2

 (3)
Erschienen am 17.12.2014
Cover des Buches Showdown in Courage9781078191869

Showdown in Courage

 (3)
Erschienen am 05.07.2019
Cover des Buches Götterschlacht9783958695627

Götterschlacht

 (3)
Erschienen am 19.04.2017
Cover des Buches Zwielicht Classic Nr. 1B00NFZSTCS

Zwielicht Classic Nr. 1

 (0)
Erschienen am 08.09.2014
Cover des Buches Michael Schmidt (Hrsg.) - Zwielicht 3B00BZXV0UK

Michael Schmidt (Hrsg.) - Zwielicht 3

 (0)
Erschienen am 23.03.2013

Neue Rezensionen zu Torsten Scheib

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Rezension zu "Showdown in Courage" von Torsten Scheib

Western mit Zombies
Nils_Krebbervor einem Monat

Kurz zusammengefasst - viel Gore ohne spannende Handlung oder Figuren, zusammenhanglose Gewalt gegen Frauen und Kinder. Für Freunde von expliziter Gewaltdarstellung und tabubrechenden Horror mit Zombies.

Ein deutscher Weird Western - da bin ich dabei. Leider hat er mir nicht besonders gefallen, muss ich sagen. Das selten bediente Genre gibt deshalb einen Extrastern. Aber Schritt für Schritt.

Es gibt jede Menge Gewalt und Gemetzel. Leider wirkt es wie Selbstzweck, denn unsere Protagonisten oder Antagonisten sind selten davon berührt. Und außer Ekel rufen die detaillierten Beschreibungen von Zombies wenig hervor. 

Sehr belastend fand ich die konstante Gewalt gegen Frauen und Kinder - klar, man kann schocken, aber eine besonders widerliche Szene <spoiler> Eine Frau wird erst erwürgt, dann ihre Leiche sexuell geschändet</spoiler> hat noch nicht mal irgendeinen Einfluss auf die Handlung. Beide Charaktere in der Szene kommen exakt in dieser Szene vor und interagieren nie mit unseren Protagonisten. 

Dann gibt es zwei Frauen, die furchtbar unter dem Colonel leiden <spoiler> Vergewaltigung, Verstümmelung, etc.</spoiler> und tatsächlich lehnt sich eine von ihnen kurz auf und hilft unseren Protagonisten. Aber leider wird nichts mit diesen Figuren gemacht außer sie leiden zu lassen. <spoiler>Dann sterben sie komplett sinnlos nebenher in einer Explosion, wieder schön grafisch, aber warum kriegen ausgerechnet die kein Happy End? </spoiler>

Die Protagonisten sind uninteressant. Jetzt ist es im Western üblich, das man in Western nur Abziehbildern findet, der Gute, der Böse, der Hässliche. Aber solche Klischees müssen mit irgendwelchen markanten Merkmalen gefüllt werden, sonst sind sie mir egal.
Die beiden Protagonisten Rivera und Molina sind farblos und vor allem sehe ich keine wirkliche Linie bei ihnen. Rivera ist der heißköpfige Junge, der Rache um jeden Preis möchte. Aber mitten in der Geschichte will er plötzlich abhauen. 

Molina muss immer kernige Reden halten über Pflicht, Schuld, Rache, etc. Die aber relativ wenig Inhalt haben und auch von ihm nicht besonders überzeugend wirken. 

Der Steel Colonel ist unser Bösewicht, und er begeht jede Menge Gräueltaten, damit wir ihn hassen. Soweit, so gut - nur leider interagieren unsere Protagonisten viel zu wenig mit ihm, um diesen Konflikt wirklich interessant zu machen. Alles, was er ihnen angetan hat, wird passiv in der Vergangenheit erzählt, so das sein Ende unbefriedigend ist. Tatsächlich hatte ich fest erwartet, das die Geschichte unsere Protagonisten zwingt, gegen die äußere Bedrohung temporär mit ihrem schlimmsten Feind zusammen zu arbeiten. Statt dessen geht das einfach komplett an ihnen vorbei und es gibt bis zum Ende keine Interaktion zwischen dem Bösewicht und den Zombies. 

Die äußere Bedrohung der Zombiewelle ist - unklar. Ich weiß nie, ob ich um irgendwen Angst haben soll oder nicht. Denn die Zombies metzeln zwar jede Menge Leute nieder, können aber auch erschossen oder erschlagen werden, sind mal langsam, mal schnell -  und am Ende sind sie alle gesprengt? Ich habe bis jetzt noch nicht verstanden, was da passiert sein soll. 

Um mal nicht nur zu meckern, die Rahmeneinwürfe von fiktiven Geschichtsbüchern zur Illustration der alternativen Geschichte haben mir ganz gut gefallen. Passen gut vom Stil zum [book:The Zombie Survival Guide: Complete Protection from the Living Dead|535441] und ähnlichen Werken.

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Rezension zu "Showdown in Courage" von Torsten Scheib

Handwerklich durchaus solide, reizt es die Möglichkeiten der Vermischung zweier Genres leider nicht aus. Eher ein etwas besserer Heftroman.
Serkalowvor 4 Monaten

Ich bin ja immer wieder auf der Suche nach deutschen Büchern, die meine Sehnsucht nach »Weird Western« oder eben einfach der Vermischung von Western und Horror erfüllen.

So stieß ich auf »Showdown in Courage« von Torsten Scheib.

Vorneweg muss ich sagen, dass mich das Cover eher vom Kauf abgehalten hätte. Ich mag diese »Splatterpunk« Ästhetik überhaupt nicht, die eher so aussieht wie die Titelseiten von Fanzines aus den Achtzigerjahren und somit weniger wie Buchtitelbilder.

Aber was soll’s. Wie Dr. Frank N. Furter in der »Rocky Horror Picture Show« schon so schön sang:

Don’t judge a book by its cover!

Denn Schreiben kann der Herr Scheib, das hat er mir schon mit »Götterschlacht« bewiesen. Ein fantastischer Apokalypse-Thriller, an dem ich wirklich nur ganz, ganz wenig zu bemängeln hatte.

Nun also Western. Western mit Zombies.

Vom Verlag im Vorwort: »als Wilder Westen und Zombies … das ist SO schräg, das MUSS gut sein.« bezeichnet.

Na gut. Wenn »schräg« für innovativ steht, dann stimmt das leider schon mal nicht.

»Showdown in Courage« ist nicht wirklich schlecht aber leider auch nicht wirklich gut.

Schlecht ist es nicht, weil Torsten Scheib allemal sein Handwerk versteht und tausendmal besser schreibt, als diverse Heftromanautoren, die damit sogar seit Jahrzehnten ihr Geld verdienen. Ich ziehe den Vergleich, da »Showdown in Courage« vom Umfang her durchaus in die Kategorie »Heftroman« einzuordnen ist.

Das Problem, dass diese Werke aber alle haben, trifft leider auch voll auf dieses Büchlein zu. In der Kürze wird meistens die Figurenzeichnung etwas vernachlässigt. Auch in »Showdown in Courage« gelingt es nicht, mir dem Leser, die Hauptfiguren irgendwie nahe zu bringen, was leider eben auch die Spannung nimmt. Wenn ich mit dem Protagonisten, oder auch Antagonisten nicht mitfiebern kann, ist es mir auch egal, ob er den Kampf überlebt oder nicht. Wenn dann noch, so wie hier, hinzukommt, dass er einen Rippenbruch und weitere Verletzungen, ohne jegliche Versorgung wegsteckt, um gleich darauf wieder den Revolver gegen Horden von Zombies zu schwingen ... dann wird’s leider flach.

Überhaupt. Leider ist die Vermischung der beiden Genres nicht gelungen. Meiner Meinung nach reicht es nicht, einfach Zombies im Wilden Westen auftauchen zu lassen und ansonsten die archetypischen Storylines abzuspulen. Hier hätte ich mir mehr gewünscht, dass die Chance ergriffen wird, aus der Mischung der beiden Genres etwas Neues, ja etwas Schräges, herauszukitzeln.

Im Grunde sind Zombie-Geschichten in der westlichen Popkultur m.M.n. eh nur »politisch korrekte Western«. Wenn man sich »Nacht der lebenden Toten« von Romero anschaut, was ist das anderes, als ein von Wilden belagertes Gebäude, in dem brave Weiße ausharren? Zombies niederzumetzeln ist dann eben die »pc« Variante, statt Indianer über den Haufen zu knallen. Genau aus dem Grund reicht es mir als Leser eben nicht, Zombies über eine Kleinstadt im Wilden Westen herfallen zu lassen und ansonsten die obligatorische Wild-West-Rachegeschichte abzuliefern. Dadurch wirkte es für mich irgendwie so, als würden die beiden Genres, ja die beiden Storylines, parallel nebenher laufen. Sie werden nicht wirklich vermischt.

Wer wirklich eine gute Mischung aus Horror und Western will, sollte zu Tim Curran »Skull Moon« und »Skin Medicine« greifen.

Drei Sterne gibt es für die saubere, handwerklich solide Schreibweise von Torsten Scheib und die Wohltat, dass so gut wie keine Rechtschreibfehler drin sind. Ansonsten würde ich »Showdown in Courage« als besseren Heftroman bezeichnen. Kann man lesen, muss man nicht.

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Rezension zu "Showdown in Courage" von Torsten Scheib

Atemloses Grauen mal anders
Kitty411vor 10 Monaten

„Showdown in Courage“ von Torsten Scheib ist ein Kurzroman, der bei Hammer Boox erschienen ist.
Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich gut lesen, und die Story ist absolut neuartig, eine bisher mir nicht bekannte Mischung aus Western und Horror, die sofort mein Interesse geweckt- und mich begeistert hat.
Schon der Beginn ist fesselnd, und man wird sofort eingefangen von einer Geschichte, die man so nicht erwartet. Nach einem Western-typischen Anfang wird es schnell unheimlich und rätselhaft, und bald schwenkt die Atmosphäre eher in eine bedrohliche Weise um. Man versteht die beiden Hauptpersonen, denn der Steel Colonel ist wirklich unsympathisch, doch schon bald soll dieser wirklich das geringste Problem aller sein…
Die Entwicklung vom Western in eine Horrorstory vollzieht sich schleichend, aber kontinuierlich, und der Leser wird mitgezogen in ein Szenario aus Brutalität, Unappetitlichem und entsetzlichem Grauen, das mich beim Lesen atemlos hat mitfiebern lassen und mich nicht mehr losgelassen hat. Wie gebannt habe ich das Geschehen verfolgt und habe das Buch verschlungen, bis hin zum heftigen, aber passenden Ende, das den Namen Showdown wirklich zu Recht trägt.
Von mir gibt es 5 Sterne.

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