Torsten Schubert Republik der Sündenböcke

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Inhaltsangabe zu „Republik der Sündenböcke“ von Torsten Schubert

Immer mehr Menschen begegnen der Politik in Deutschland mit Gleichgültigkeit. Die Zahl der Nichtwähler wächst und hat auf kommunaler Ebene längst die 50 Prozent überschritten. Dabei setzen sich viele Politiker hauptberuflich oder ehrenamtlich überdurchschnittlich für unser Land ein. Woher kommt also die Lücke zwischen Engagement und Ansehen von Politikern?
Der Hamburger Journalist und Autor Torsten Schubert geht dieser Frage in seinem Buch „Republik der Sündenböcke. Eine Reise durch ein (un)politisches Land“ nach. Dabei trifft er auf Menschen, die sich verantwortungsbewusst Gedanken über die Entwicklung unserer Gesellschaft machen und auf ebenso überraschende, wie hintergründige Erkenntnisse zu Politik und Politikern. Sein Buch ist eine spannende Reportage über einen wichtigen Teil unserer Gesellschaft, den mehr und mehr Bürger ausblenden, weil er sich zunehmend von ihrer Alltagswelt entfernt.
Doch die sogenannte Politikverdrossenheit eines großen Teils der Bevölkerung ist von der politischen Elite durchaus gewollt. Wir steuern auf eine Postdemokratie zu, in der Politiker und Lobbyisten die Themen setzen, über die Wähler abstimmen dürfen. Die Zivilgesellschaft ist aufgerufen, diese Entwicklung durch verstärktes Engagement vor allem im kommunalen Bereich rechtzeitig zu stoppen.
Beispiele, wie Politik neu belebt werden kann, machen allerdings Mut, dass unser Demokratiemodell auch nach 60 Jahren noch nicht veraltet ist. Die moderne Gesellschaft benötigt neue Ansätze der Politikvermittlung und der politischen Arbeit. Vieles, das bisher selbstverständlich erscheint, muss in der Komplexität der heutigen Zeit hinterfragt und neu erklärt werden. Mit anderen Worten: Demokratie und Gesellschaft müssen sich entwickeln - und dazu bedarf es vieler Menschen, die sich mit aller Kraft dafür einsetzen.
Torsten Schubert hat mit einigen von ihnen gesprochen - prominente Politiker genauso wie weitgehend unbekannte Querdenker - und ist dabei nicht nur auf interessante Menschen getroffen, sondern auch auf vielversprechende Ansätze für eine Neubelebung der politischen Gesellschaft. Sein Buch liest sich wie eine journalistisch recherchierte Erzählung - spannend und hochaktuell.

Eine Bestandaufnahme der deutschen Demokratie. Interessant, aber man hätte noch mehr herausholen können.

— Gulan

Sehr informativ: Unterschiedlichste Menschen kommen zu Wort, klug ausgewählt vom Autor - trotz Hürden engagieren sie sich für unser Land

— martinahaas

Interviews und eigene Beobachtungen - eine Reportage über unser Land, dessen Politiker und uns, die (un)politischen Bürger!

— elane_eodain

In Form von Reportagen hinterfragt der Autor das heutige Politikverständnis und legt den Finger auf viele Wunden.

— mabuerele

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    Republik der Sündenböcke

    AddictedToBooks

    20. December 2013 um 19:33

    "Wie politisch ist unsere Gesellschaft eigentlich noch? Wohin entwickelt sich unsere Demokratie?" Das sind nur wenige der vielen Fragen, die sich Torsten Schubert in seinem Buch "Republik der Sündenböcke - Eine Reise durch ein (un)politisches Land" stellt und diese auch beantwortet. Zu Hilfe nimmt er dabei mehrere Politiker, die bereit waren, ein Interview mit ihm zu führen. Torsten Schubert hat erkannt, was in Deutschland los ist, und will jetzt die Meinungen der Politiker darüber hören. Sie wir wirklich auf dem Weg zur Postdemokratie? Oder können wir noch etwas ändern? Das Buch ist sehr interessant geschrieben und sogar mir als "Politikhasserin" (sage ich mal, ich glaube ihr versteht, was ich meine) hat es gefallen. Es ist alles schön erklärt und man erhält wirklich einen tieferen Blick in die Welt der Politiker und kann auch einige Fragen für sich selbst beantworten. Ich habe angefangen, das Buch kurz vor der letzten Wahl zu lesen und ich denke, dass es mir bei der Entscheidung geholfen hat, wen ich wählen sollte. Der Autor bevorzugt keine richtigen Politiker oder Parteien, aber er gibt Denkanstöße, was man denn als wichtig erachten könnte und worüber man vor einer Wahl noch nachdenken sollte. Das fand ich ganz interessant, und ich hoffe sehr, dass noch viele Menschen dieses Buch lesen werden, denn jetzt kann ich endlich sagen, dass ich mich einigermaßen in der Welt der Politik auskenne - und zwar nicht so, wie es die Politiker immer darzustellen versuchen, sondern so, wie die Politik heutzutage auch wirklich ist. Ich werde das Buch sicherlich weiterempfehlen und gebe Torsten Schubert für sein Sachbuch 4 von 5 Sterne.

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  • Leserunde zu "Republik der Sündenböcke" von Torsten Schubert

    Republik der Sündenböcke

    tos

    Liebe Lesergemeinde, die Bundestagswahl steht kurz bevor, aber eigentlich ist Politik kaum ein Thema. Wie politisch ist unsere Gesellschaft eigentlich noch? Wohin entwickelt sich unsere Demokratie? Fragen, die in meinem Buch "Republik der Sündenböcke" angesprochen und beantwortet werden. Jeder von uns ist gefordert, sich für unser Land zu engagieren. Dazu möchte ich gerne mit Lesern ins Gespräch kommen und natürlich Feedback zu meinem Buch einholen.  Ich freue mich auf den Austausch. Herzliche Grüße Torsten Schubert

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  • Rezension zu "Republik der Sündenböcke" von Torsten Schubert

    Republik der Sündenböcke

    elane_eodain

    30. October 2013 um 13:23

    >> „Politik ist im Guten wie im Schlechten ein Spiegelbild der Gesellschaft.“ << (Andreas Dressel, SPD in „Republik der Sündenböcke“ von T. Schubert) INHALT & GEDANKEN: Viele Interviews mit (Berufs-)Politikern führte Torsten Schubert für dieses Buch, um einen Blick auf unsere (un-)politische Gesellschaft zu werfen. Politiker aller Couloir kommen zu Wort, verschiedene Themen werden angesprochen und der Autor und Interviewführer rundet diese Gespräche mit eigenen Beobachtungen ab. Torsten Schuberts Intention ist es, Politiker wieder zu Menschen zu machen, nicht ihren Beruf sondern ihr Menschsein in den Mittelpunkt zu stellen. Das gelingt ihm mal mehr, mal weniger gut. Überrascht war ich aber insbesondere von der Offenheit, die manche Politiker in den Interviews an den Tag legen. >> „Ein Drittel der Politiker sind gute und fleißige Arbeiter, ein Drittel sind Mittläufer, ein Drittel ist stinkfaul und dumm.“ << (Margot Sinnig, CDU, in „Republik der Sündenböcke“ von T. Schubert) In kurzen Kapiteln wird jeweils ein Gespräch gut portioniert serviert. So liest sich das gesamte Buch rasch und Längen können gar nicht erst entstehen. Die Verschiedenheit der Politiker ist groß und klar wird, „über einen Kamm scheren“ kann man sie nicht, auch wenn man das bei Unzufriedenheit gerne mal macht. Auf manche Interviewpartner passen gefasste Vorurteile noch immer, andere hingegen überraschen, im Positiven wie im Negativen. Und Interessantes über den Politikeralltag und das politische Geschehen in unserem Land erfährt man eine Menge, so dass das Lesen von „Republik der Sündenböcke“ für jeden ein Gewinn sein kann, der Lust hat sich darauf einzulassen. >> „Bis ein neuer Abgeordneter wirklich voll arbeitsfähig ist, dauert es nach meiner Erfahrung rund eineinhalb Jahre.“ << (Florian Bernschneider, FDP, in „Republik der Sündenböcke“ von T. Schubert) FAZIT: Kurzweiliges, aber interessantes Buch zu einem höchst politischen Thema: den Menschen hinter der Politik.

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  • Interviews mit Politikern

    Republik der Sündenböcke

    irismaria

    05. October 2013 um 15:42

    In „Republik der Sündenböcke: Eine Reise durch ein (un)politisches Land“ legt der Hamburger Journalist Torsten Schubert die Ergebnisse seiner vielen Gespräche mit unterschiedlichsten Menschen über Politik und Politiker in Deutschland dar. Es ist ein durchweg gut lesbares Buch, in dem verschiedene Aspekte aufscheinen, etwa die Motivation von Politikern, Erfahrungen mit Formen der Basisdemokratie, Stammtischweisheiten und ungewöhnliche Lebensläufe. Im Mittelpunkt steht immer wieder die Frage nach der Politikverdrossenheit einerseits und warum jemand heute noch Politik betreibt andererseits. „Republik der Sündenböcke: Eine Reise durch ein (un)politisches Land“ gibt keine schnellen Antworten, sondern breitet eine Fülle an Meinungen aus. Es lohnt sich, darüber nachzudenken.

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  • Sind wir schon in der Postdemokratie?

    Republik der Sündenböcke

    Grandville

    03. October 2013 um 21:55

    Rechtzeitig zur Bundestagswahl erschien im August 2013 "Republik der Sündenböcke - eine Reise durch ein (un)politisches Land" von Torsten Schubert.   Der Titel sagt schon, um was es geht: Torsten Schubert reist durch Deutschland und trifft politische Vertreter verschiedener Parteien und Gesellschaftsschichten. Junge und Alte, Berufspolitiker und Ehrenamtliche. Er ist auf der Suche: warum ist unser Land so ist, wie es ist? Warum hat die Politik/der Politiker einen so schlechten Ruf? Sind wirklich die Politiker Schuld? Woher kommt die Politikverdrossenheit?   Das Buch liest sich flüssig und flott weg. Die einzelnen Kapitel, jedes behandelt einen anderen Gesprächspartner, sind nicht zu lang und ab und zu gibt es ein (vom Autor) während des Gespräches gemachtes Foto.   Alle sind sympathische Zeitgenossen, engagiert, geben ihr Bestes um im System etwas zu ändern bzw. zu bewegen (und schaffen es auch manchmal), aber ab einer gewissen Stufe gewinnt das System und man kann schon dran verzweifeln und sich aufreiben. Was ich ein wenig vermisst habe ist die andere Sicht: die der Bürger. Es wird viel über Politikverdrossenheit gesprochen, wo ihre Wurzeln liegen, wie man sie ändern könnte. Vermutungen darüber warum Politiker immer Schuld sind. Aber immer nur aus der Politikersicht. Mir fehlten Kommentare von Bürgern (von Wählern und Nichtwählern), die sich dazu äußern warum sie wählen oder vielleicht zum ersten Mal nicht wählen. So war es schon ein wenig einseitig.   Ein Blick in unsere Gesellschaft und das politische System in dem wir leben. Ein Buch, dass mal nicht über den Politiker im Allgemeinen herzieht, sondern auch versucht den Menschen hinter dem Titel zu sehen und ihn zu würdigen und so einen kleinen Teil gegen die Politikverdrossenheit beizutragen.   Ich empfehle, dass Buch nicht zu schnell zu lesen. Einfach mal nach einem Abschnitt das Buch aus der Hand legen und eine Pause einlegen.   Auch Politikmuffel oder wenig Interessierte können das Buch lesen, ich gehöre selbst dazu. Es hallt ein wenig nach und macht nachdenklich. Ob es etwas ändert, muss jeder für sich selbst entscheiden.

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  • Eine (un)politische Reise durch Deutschland vor der Bundestagswahl 2013

    Republik der Sündenböcke

    books4life

    03. October 2013 um 10:17

    Entwickelt sich Deutschland zu einem Staat, dem es egal ist, wer politische Entscheidungen trifft? Kann man die Politiker dann überhaupt noch als Sündenböcke heranziehen, wenn etwas falsch läuft? Fahren wir unseren Demokratie politisch gegen die Wand? All diese Fragen versucht der Autor in diesem Buch zu klären und begibt sich deshalb auf eine Reise quer durch Deutschland, um mit politisch engagierten Menschen jeden Alters oder Parteizugehörigkeit über das Thema "Interessieren sich die Leute überhaupt noch für Politik - und wenn nein, warum nicht?" zu sprechen. Positive Aspekte von "Republik der Sündenböcke" ist sicherlich, dass sich der Autor die Mühe macht, diese Reise anzutreten und mit den verschiedensten politischen Vertretern aller Altersgruppen zu sprechen. Interessante Ansichten werden angesprochen und nahezu alle politisch denkbaren Themen ausgeschöpft - das allerdings immer nur bruchstückhaft. Neben der Hauptfrage "Wie politisch ist unsere Bevölkerung noch?" werden immer wieder Themen gestreift, die einer Ausführung bedürften, vielleicht auch Interesse wecken würden, allerdings werden sie nur kurz angesprochen. Darauf folgt dann das Kapitelende und das selbe Spiel geht wieder von vorne los, weshalb man sich dann erst mal wieder zusammenreisen muss, um weiterzulesen, da dies den Lesefluss ein wenig stört. Aufgrund der Einzelgespräche wird vor allem eine Botschaft deutlich: Ein Einzelner kann die Politik und damit ganz Deutschland verändern - selbst wenn er nur seine Stimme bei der Bundestagswahl abgibt. Jeder Mensch hat etwas zur Demokratie beizutragen. Einen schöneren Wahlaufruf kann es kaum geben!

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  • Augen öffnen

    Republik der Sündenböcke

    Fieni85

    28. September 2013 um 17:34

    Ich finde es schwer eine Rezension für dieses Buch zu schreiben, obwohl ich es gerne gelesen habe und viele Stellen gelb markiert sind. Der Autor stellt Politiker in ein anderes Licht, macht sie zu Sympathieträgern. Das finde ich gut, aber trotzdem denke ich muss viel getan werden in Deutschland. Ich finde auch gut, dass er nie müde wird zu erwähnen wie wichtig es ist selbst etwas zu tun. Alles in Allem finde ich das Buch lesenswert und vielleicht ist es ein Stück Weg zu einer aktiven Demokratie.

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  • Quo vadis, Demokratie?

    Republik der Sündenböcke

    Gulan

    25. September 2013 um 21:51

    Politikverdrossenheit, ein allgegenwärtiges Schlagwort zur Beschreibung des aktuellen Zustands der Demokratie in Deutschland. Doch was steckt dahinter? Wer trägt die Schuld an dieser Misere? Die Politiker, die scheinbar den Bürgern keine tiefgreifenden Entscheidungen mehr zumuten (zutrauen)? Oder die Bürger, die sich in ihre Komfortzone zurückgezogen haben und an aktiver politischer Teilhabe kaum noch Interesse zeigen? Torsten Schubert geht auf eine Reise durch die Republik, beobachtet und trifft interessante (meist unbekannte) Politiker auf ein Gespräch über die Demokratie in Deutschland. In Episodenform erzählt der Autor seinen "road trip" durch das politische Deutschland und lässt dabei viele Personen zu Wort kommen. Politische Urgesteine, Alt-68er, Desillusionierte, euphorische Jungpolitiker, gestandene Bürgermeister und so manch andere. Sie zeichnen einerseits ein trauriges Bild der Politik, eine Welt, wo Druck, Lobbyismus, Angepasstheit und Verdrossenheit herrscht. Andererseits werden aber auch positive Beispiele genannt, meist auf lokaler Ebene, die Mut machen und wo Idealisten am Werk sind. Das Buch liest sich sehr flüssig, der Autor hat interessante Gesprächspartner gefunden. Was mich am Ende überrascht hat, ist, dass man trotz aller Negativbeispiele eher mehr Lust bekommt, sich politisch zu engagieren. Der Grund, warum meine Wertung eher durchschnittlich ausfällt, ist, dass ich das Gefühl habe, dass man hier mehr hätte herausholen können. Die Thematik wird längst nicht ausschöpfend behandelt, eher angekratzt. Blicke über den Tellerrand (z.B. ins Ausland) werden nicht gemacht. Kaum Lösungsansätze angeboten. Da wäre mehr drin gewesen. Aber insgesamt aus obigen Gründen dennoch lesenswert.

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  • nach der Wahl ist vor der Wahl

    Republik der Sündenböcke

    tweedledee

    25. September 2013 um 13:21

    Der Autor Torsten Schubert führt den Leser in seinem Buch "Republik der Sündenböcke" quer durch Deutschland, auf der Suche nach Antworten, wie (un)politisch Deutschland ist und wo die Gründe dafür liegen. Der Journalist interviewt Politiker, Experten, Bundestagsabgeordnete, Kommunalpolitiker, Menschen ganz unterschiedlichen Alters. Die zentralen Fragen, die ihn umtreiben: wenn Politik so unbeliebt ist, wieso gibt es immer noch Menschen die sich für sie engagieren? Was ist verantwortlich für die Politikmüdigkeit der Wähler? Die Antworten die er bekommt sind ehrlich und zeigen verschiedene Ansichten, die sich nachvollziehen lassen. Auch die Medien erfahren berechtigte Kritik an ihrer immer knapperen Berichterstattung. Das Buch ist alles andere als trocken, es liest sich locker und ist dabei immer interessant, fragt man sich doch, welches Fazit am Ende gezogen wird. Der Autor gibt die Meinungen seiner Interviewparter wieder, zieht seine Schlüsse, ohne dabei belehrend oder besserwisserisch zu erscheinen. Er stellt die richtigen Fragen und erhält Antworten, die seine Leser nachdenklich stimmen. Und genau das ist der Punkt, den er erreichen möchte. Seine Leser für das Thema zu interessieren und zu sensibilisieren. Man erhält auch interessante Einblicke. So waren für mich vor allem die Mini-Gemeinden mit ihrer Urdemokratie und die Kinderstädte interessant. Auch, dass im Hamburger Miniaturwunderland die Parteien die Möglichkeit haben, vor einer Bundestagswahl eigene Wahldioramen zu erstellen, so wie sie sich die Städte in der Zukunft vorstellen. Und letztlich macht das Buch auch Hoffnung dass sich etwas ändert, wenn sich jeder in seinem kleinen Rahmen engagiert, sich einsetzt und nicht nur gejammert wird. Es bietet einige Denkanstöße und war gerade vor der aktuellen Bundestagswahl eine interessante Lektüre.

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  • Hinter den Kulissen der Politik

    Republik der Sündenböcke

    mabuerele

    24. September 2013 um 20:18

    „...Wer es allen recht machen muss, um überhaupt noch ausreichend Wählerstimmen zu sammeln, hat keine eigene Meinung mehr...“ Warum haben die Politiker einen schlechten Ruf? Warum engagieren sich immer weniger Menschen für das Gemeinwohl? In kurzen Reportagen geht der Autor dieser Frage nach. Nicht jeder angeschriebene Politiker war bereit, mit ihm zu sprechen. Trotzdem ist eine vielfältige Mischung entstanden. Politiker fast aller Parteien beschreiben ihre Erfahrungen. Und die sind bitter. Was auf regionale Ebene noch funktioniert, geht schon auf der nächsten Stufe nicht mehr. Der Bezug zum Wähler ist häufig nicht da. Politik hat sich vom realen Leben gelöst. Es fehlt an einem „...Wettbewerb der Ideen...“ Trotzdem findet der Autor Beispiele, die Mut machen. So gibt es Kinder-Städte, wo die Kinder durch eigenes Tun und Handeln erfahren, wie Politik funktioniert und welche Konsequenzen ihre Entscheidungen haben. Kleine Orte, die sich erfolgreich der Eingemeindung widersetzt haben, praktizieren ein Form von Urdemokratie. Jeder Bürger ist an den Beschlussfassungen beteiligt und kann seine Meinung sagen. Robert Jarowoy, engagierter Bürger und Politiker, verarbeitet seine Erfahrungen in Kriminalromanen und erreicht so manch politikverdrossenen Bürger. Gerade die Quereinsteiger legen die Finger auf die Wunden des heutigen Politikbetriebes. Auf den unteren Ebenen gibt es viele kantige Persönlichkeiten. Doch der zunehmende Individualismus und Egoismus in unserer Gesellschaft macht auch vor Politikern nicht Halt. Der Autor beleuchtet an verschiedenen Stellen auch die Rolle von Presse und Medien, die immer mehr auf schnelle und vereinfachte Antworten setzen. Die Gefahr, dass wir auf den Weg in eine Postdemokratie sind, wird aufgezeigt, allerdings nur wenige Lösungsansätze diskutiert. Das Buch lässt sich flüssig lesen. Manche Sätze bleiben hängen. Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen. Es ließ mich nachdenklich zurück und gab mir die Möglichkeit, meine eigenen Gedanken mit den Ausführungen der befragten Personen zu vergleichen.

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  • Republik der Sündenböcke

    Republik der Sündenböcke

    Tiffi20001

    24. September 2013 um 18:18

    „ „Ich schreibe ein Buch über Politiker“, sage ich an einem Freitagnachmittag zufällig am Telefon zu einem Bekannten. „Dann musst du unbedingt mit der ehemaligen Freundin meines Sohnes sprechen, die ist bei den Grünen aktiv“, antwortet der prompt. (…) In nächster Zeit werde ich während meiner Recherchen immer wieder diesem Phänomen begegnen: Jeder hat einen Nachbarn, einen Sportkameraden oder einen Kollegen, der Politiker ist. Alle wissen sie Geschichten zu erzählen von diesen Volksvertretern, meist sind es unrühmliche Episoden, selten schwingen Lob oder Anerkennung mit. Häufiger werden Witze gerissen über Politiker, viele gehen unter die Gürtellinie.“" (aus: Schubert, Torsten: Republik der Sündenböcke, S. 7) Klappentext: "Die Politik fährt alles gegen die Wand." In mehr als 60 Jahren Demokratie in Deutschland haben wir gelernt, Politiker zu Sündenböcken zu machen. Zu Recht? Eine Reise durch unsere (un)politische Gesellschaft lässt Zweifel aufkommen: Eigentlich ist es noch schlimmer. Die meisten Politiker sind sympathische und engagierte Zeitgenossen, die sich für ihre Ziele und die Menschen einsetzen. Doch gegen das System von Macht, Intrigen und Lobbyismus haben sie keine Chance. Informationsflut und Langeweile sind moderne Instrumente heutiger Politik, die zu Verdrossenheit und Abkehr vom politischen Engagement der Bürger führen. Eine Rückkehr zur vitalen, farbenfrohen Streitkultur früherer Jahrzehnte ist derzeit nicht in Sicht. Unsere Gesellschaft befindet sich auf dem Weg in die Postdemokratie.    Oder besteht Hoffnung auf Veränderung? Buchgestaltung: Das Cover zeigt eine grüne Wiese, die durch eine Straße geteilt wird, und im Hintergrund lässt sich eine gezeichnete Großstadt erkennen. Der Titel „Republik der Sündenböcke“ und der Untertitel „Eine Reise durch ein (un)politisches Land“ wurden ebenfalls abgedruckt. Das Cover gefällt mir sehr. Die Szene an sich finde ich in Ordnung, aber die Farben können mich wirklich begeistern. Vor allem das Grün sticht sofort ins Auge und die ganze Farbgestaltung macht neugierig auf das Buch, da ich solche Farben für ein Politikbuch eher ungewöhnlich finde. Der Titel ist absolut gelungen, er gibt einen Einblick in das Buch und weckt sofort Interesse an dem Buch. Der Klappentext beschreibt das Buch sehr gut und gewährt eine Einsicht in den Buchinhalt, verrät aber trotzdem nicht zu viel, sodass es beim Lesen noch spannend bleibt. Alles in allem gesehen finde ich das Cover toll und es macht Lust auf das Buch. Eigene Meinung: Das Buch thematisiert die Politik in Deutschland und wie es in unserem Land um diese steht. Der Autor schafft es, dieses doch oftmals trockene Thema spannend zu verpacken. In dem Buch befinden sich viele Interviews mit unterschiedlichsten politischen Personen, die durchgehend interessant und sehr informativ sind, dabei aber nie zu lange geraten. Der Autor bleibt dabei sachlich und professionell, er greift seine Gesprächspartner nicht an, sondern ist meiner Meinung nach ehrlich an deren Meinung interessiert, sodass diese Gespräche wirklich spannend zu lesen sind. Das Buch hat mich auch persönlich zum Nachdenken über unser politisches System, aber auch über meine politisches Einstellung und meine Engagement gebracht. Im Buch befinden sich einige schwarz – weiß Fotos, die jeweils recht gut zum Geschriebenen passen. Ich fand vor allem gut, dass man sich durch die Fotographien ein Bild von einigen der Interviewpartner machen konnte. Die Sprache ist sehr flüssig zu lesen und gut geschrieben und macht das Lesen sehr leicht, obwohl es sich bei dem Buch um ein Sachbuch und keinen Roman handelt. Fazit: Ein wirklich gelungenes politisches Buch, das Politik in Deutschland breitgefächert darstellt und sehr zu empfehlen ist. Autor: Torsten Schubert, Jahrgang 1965, Abschluss in Rechtswissenschaften, hat vieles studiert, unter anderem Philosophie und Physik – besonders aber das Leben. Wäre gerne Astronaut geworden, ist aber zu spät geboren und hatte deshalb keine Chance, bei den „Mercury seven“ dabei zu sein. Literaturförderpreis des Landes Niedersachsen noch während des Studiums. Journalist aus Leidenschaft, um Geschichten zu erzählen, die das Leben schreibt. Gegenwartshistoriker aus Überzeugung, weil nur die Vergangenheit das Hier und Jetzt verständlich macht und die Gegenwart in jedem Moment Geschichte ist. Glaubt an die Kraft des geschriebenen Wortes und die Inspiration des Gesprächs. Torsten Schubert lebt und arbeitet in Hamburg Allgemeine Infos: Titel: Republik der Sündenböcke – Eine Reise durch ein (un)politisches Land Autor: Torsten Schubert Verlag: Driediger Seitenanzahl: 207 Preis: 12,90 EUR ISBN: 978-3932130304

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  • Reise quer durch die Republik

    Republik der Sündenböcke

    wandablue

    23. September 2013 um 22:54

    Torsten Schubert reiste quer durch die Republik und plauderte mit so vielen politisch Tätigen, wie sich haben von ihm finden lassen. Die Themen, durch die Betätigungsfelder seiner Gesprächspartner vorgegeben, immer wieder andere, haben Berührungspunkte. Ist der Bürger schuld, wenn die Poliker ihn belügen? Befindet Deutschland sich bereits in der Post-Demokratie, in der PR-Experten die Wahlen machen? Ist die politische Materie so komplex, dass sie nicht mehr vermittelbar ist? Ist der Bürger zu träge, seinen Hintern hoch zu heben, es sei denn, es geht ihm ans Portemonnaie? Wer will und soll Verantwortung übernehmen für das Gemeinwohl? Und was darf es ihn/sie kosten? Doch es ist nicht so, dass dieselbe Fragen- oder Problemsstellungen mit allen gleich erörtert würden, ein stringentes Pro und Contro postuliert, saubere These, Antithese, mit drauffolgender Synthese auf- und ausgestellt würden. Dagegen fließen Alltäglichkeiten, Beobachtungen, Eindrücke von unterwegs und Gedanken des Autors ein. Deshalb ist „die Republik der Sündenböcke“ einerseits unterhaltsam und leicht lesbar, andererseits fehlt eine klare Abwägung der Fakten bzw. Meinungen und ist mein Blutdruck bei der Lektüre öfters gestiegen. Halbwahrheiten, gefährliche Thesen, aber auch Richtigkeiten, tiefe Gedanken und Engagement vieler aufrichtiger Menschen in unserem Land, von Polikern und Bürgern haben mich teils entsetzt und aufgeregt, teils Zustimmung gefunden. Fazit: Das Büchlein ist nett und liebenswert, auch lesenswert, es kratzt aber nur an der Oberfläche, bleibt in der Beliebigkeit und erreicht das wahrscheinlich anvisierte Ziel, Politik und Poliker vom Sündenbockdasein zu befreien in keinster Weise.

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  • Republik der Sündenböcke

    Republik der Sündenböcke

    A-bookish-kid

    21. September 2013 um 09:13

    Am Sonntag ist es soweit - Deutschland wählt. Ich bin schon sehr gespannt auf das Ergebnis und hatte kurz vor den Wahlen noch die Möglichkeit an einer Leserunde bei Lovelybooks mit politischem Bezug teilzunehmen. Auch wenn ihr es vor den Wahlen wohl nicht mehr schaffen werden, ist das Buch ja vielleicht trotzdem etwas für euch. Los geht's. Wir begeben uns mit dem Autor, Torsten Schubert, auf eine kleine Reise durch Deutschland. Für sein Buch hat er sich mit den verschiedensten Menschen unterhalten, die in irgendeiner Form mit Politik zu tun haben - vom Abiturienten bis zum Abgeordneten. Schon die Auswahl seiner Gesprächspartner erweist sich als äußerst interessant. Ich fand es sehr positiv, dass Herr Schubert mit einer buntgemischten Kundschaft über Politik und Politikverdrossenheit gesprochen hat - und sich keinesfalls auf Berufspolitiker beschränkt hat. Zu Wort kamen beispielsweise auch, die bereits benannten, Abiturienten, die gerade die Politik für sich entdeckt haben und einer Partei beigetreten sind. Heutzutage ja nicht unbedingt selbstverständlich für junge Leute - umso interessanter das Gespräch. Außerdem zum Zug kam ein Mitarbeiter der Bahnhofsmission einer großen Stadt - für mich, als alter Pädagoge, natürlich einer der spannendsten Gesprächspartner - sicherlich aber auch für andere sehr interessant. Es gab noch viele weitere, spannende Menschen, die in diesem Buch ihren Auftritt hatten - aber das findet ihr am besten selbst heraus indem ihr euch das Buch zu Gemüte führt. Nach der Wahl ist schließlich vor der Wahl. Die Auswahl der Gesprächspartner hat mir auch deswegen gut gefallen, weil viele "kleine" Leute zu Wort kamen, keinesfalls nur die "großen" Politiker. Es sind Menschen wie du und ich mit denen der Autor über das Thema Politikverdrossenheit gesprochen hat. Es ist sehr erfrischend wenn aus "Politikern" im Rahmen eines solchen Buches "ganz normale Menschen" werden. Ich persönlich habe um ehrlich zu sein nicht direkt neues Wissen gezogen - allerdings war es doch sehr interessant sich die verschiedenen Meinungen durchzulesen. Ich denke das Buch dient weniger der direkten Wissensvermittlung sondern vielmehr einer Art "politischen Bestandsaufnahme" - das ist für mich aber auch völlig in Ordnung, schließlich handelt es sich nicht um ein Schulbuch. Man sollte es nur wissen bevor man es kauft, damit man nicht mit der falschen Erwartung an das Buch herangeht. Um alles nachvollziehen zu können, was die Leute in diesem Buch so erzählen, sollte man schon grobes Grundwissen über Politik mitbringen. Man sollte beispielsweise zumindest grob über die unterschiedlichen großen Parteien bescheid wissen. Ein absoluter Politik-Crack muss man in meinen Augen aber nicht sein um das Buch zu verstehen (bin ich selbst ja auch nicht :D). Wichtig zu sagen ist noch, dass die Sprache sehr locker und leicht zu lesen ist. Man muss also keine Angst vor komplizierten Abhandlungen in Beamten-Deutsch haben. So ist "Republik der Sündenböcke" nicht gestaltet. Sowohl der Fließtext als auch die Aussagen der verschiedenen Menschen sind so herunter gebrochen und aufgedröselt, dass es wirklich jeder verstehen kann. Wie schon gesagt: man muss nicht Politik studieren um das Buch nachvollziehen zu können. Es ist ja auch kein Fachbuch in dem Sinne sondern ein Buch für das breitere Publikum. Das gefällt mir gut - ich zumindest empfinde es ja auch als Intention des Buches auch diejenigen zu erreichen, die sich wenig bis gar nicht für Politik interessieren. Insgesamt ist es ein gut gelungenes Buch um ein Bild über die breit gestreuten Meinungen zum Thema "Ist Deutschland unpolitisch?". Mein abschließendes Fazit: Jedes Land hat die Politiker, die es verdient.

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  • Politische Reise durch Deutschland

    Republik der Sündenböcke

    diebecca

    17. September 2013 um 20:06

    Die Sündenböcke der Republik von Torsten Schubert ist eine Reise durch unsere (un)politische Gesellschaft. Viele Politiker sind sympatisch und engagiert, aber gegen das System von Macht, Intrigen und Lobbyismus haben sie keine Chance. Langeweile in der Politik führt immer mehr zur Verdrossenheit und Abkehr von der Politik. Eine Rückkehr zur farbefrohen Streitkultur früherer Jahrzehnte ist nicht in sicht. Oder besteht Hoffnung auf Veränderung? Titel und Cover könnten auf vieles bis alles hindeuten. Erst der Untertitel deutet auf Politik hin. Der Titel ist wirklich sehr passend. Super passend ist das Buch auch jetzt vor den Wahlen. Wenn man das Buch gelesen hat, ändert das vielleicht nochmal die eigene Meinung. Der Schreibstil ist sehr flüssig, ehr nicht politisch. Teilweise wird im Buch auch die Entstehungsgeschichte und die Mache des Buches beschrieben. Irgendwie außergewöhnlich aber sehr interessant. Wirklich gut gemacht. Im Buch sind sehr viele verschiedene Meinungen wiedergegeben, sowohl von Politikern verschiedener Parteien und Ebenen als auch von Forschern. Auch sind manchmal Fotos von Politikern abgebildet. Und zwar keine wie man sie auf Wahlplakaten sieht, sondern ganz natürliche. Sehr gut. Man erfährt viele Geschichten und Hintergründe der Politiker, ebenso sind Parteien und Wahlen ein Thema. Die Medien sind auch ein großes Thema, man erfährt auch einiges über das Verhältnis zu den Politikern. Was ich besonders gut finde, ist, dass man von verschiedenen politischen Projekten in ganz Deutschland erfährt, die man so nie kennen gelernt hätte. Eine politische Reise durch Deutschland, auf der man auch erkennen muss, dass nicht nur die Politik an allem schuld ist, sondern auch die Gesellschaft selbst ihren Anteil daran hat. Das Buch regt schon zum Nachdenken an.

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