Torsten Seifert Wer ist B. Traven?

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Inhaltsangabe zu „Wer ist B. Traven?“ von Torsten Seifert

Reporter Leon hat eine Mission: Er will die wahre Identität des sagenumwobenen Schriftstellers B. Traven aufdecken. Eine Spurensuche beginnt, die ihn von Los Angeles an ein Filmset im Nirgendwo Mexikos, nach Wien und schließlich wieder Mexiko führt.

»Ich bin mir sicher, dass viele nach der Lektüre ebenfalls auf die Suche nach B.Traven gehen werden.«
Tobias Nazemi

1947: Leon, ein aufstrebender Journalist, verschlägt es nach Zentralmexiko. Hier wird »Der Schatz der Sierra Madre« gedreht, basierend auf einem Roman von B. Traven. Leon soll herausfinden, wer sich hinter dem Pseudonym des Schriftstellers versteckt. Doch er verbringt seine Zeit lieber mit Humphrey Bogart, Lauren Bacall, John Huston und einer geheimnisvollen Frau namens María. Zurück in Los Angeles lässt ihn Travens Geheimnis aber nicht mehr los: Wer ist dieser Autor? Stimmt es, dass alle, die nach ihm suchen, unter mysteriösen Umständen ums Leben kommen? Leon zieht erneut los. In Wien kommt er einer Antwort näher, des Rätsels Lösung aber liegt in Mexiko. Und Leon merkt plötzlich: Er ist nicht der einzige, der B. Traven auf den Fersen ist ...

»Klug und gekonnt entführt Torsten Seifert den Leser auf eine Reise in gefühltem Schwarzweiß um die halbe Welt.«
Lars Birken-Bertsch

Die Laudatio - Blogbuster 2017 - Preis der Literaturblogger

Auf Youtube kann man sich den Originaltrailer des Schwarzweißfilm-Klassikers »Der Schatz der Sierra Madre« von 1948 anschauen, jene grandiose Verfilmung der gleichnamigen Romanvorlage von B. Traven, gedreht vom großen John Huston mit Humphrey Bogart in der Hauptrolle.

Ist man damit durch, wird rechts in der Spalte »Nächstes Video« von einem Algorithmus, zur Abwechslung Mal äußerst passend, »Der Mann, der B. Traven war« angezeigt, eine BBC Dokumentation über das vielleicht bekannteste literarische Phantom der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Und schon ist man gleichsam mitten drin, in Torsten Seiferts Roman, der Hollywood‘s Golden Age mit einer abenteuerlichen literarischen Spurensuche verbindet und dabei den Leser auf gelungene Art und Weise im Unklaren darüber lässt, was an der Geschichte historisch verbürgt und was völlig frei erfunden ist.

Wie findet man jemanden, der nicht gefunden werden will? Klug und gekonnt, in schneller szenischer Abfolge, entführt Torsten Seifert den Leser auf eine Reise in gefühltem Schwarzweiß um die halbe Welt. Die Jagd seines Protagonisten Leon nach eben jenem Mann, der sich B. Traven nannte, führt uns zurück in eine Welt, als Journalisten noch mit stumpfen Bleistift in kleine Notizblöcke kritzelten und Hollywood-Stars fernab der Studios in echten Wüsten tranken, schwitzten und fluchten. Kurz gesagt: Raymond Chandler meets Quentin Tarantino!

Ein MUSS für Fans

— Faltine

Erfolgreicher Schriftsteller ist seinem Publikum nur als Pseudonym bekannt. Wer steckt hinter dem Namen B. Traven?

— Waschbaerin

Ein spannendes Buch über das Phantom eines Schriftstellers

— herrzett

Mexiko-Feeling, schöne Sätze und interessante Gedanken - aber nicht unbedingt ein fesselnder Abenteuerroman.

— Walli_Gabs

Seifert schafft es eine Geschichte so zu erzählen, dass es unweigerlich ein unterhaltsames Kopfkino herauf beschwört.

— callunaful

Ein spannendes Thema für einen Roman

— Buchina

Ein Spaß für alle, die sich gern in das Hollywood bzw. in das Mexiko der 40er Jahre versetzen lassen wollen. Unterhaltsam und voller Tempo.

— IvetteV

Geschicht über einen unbekannten Autor, gut gemacht, aber zwischendurch immer wieder langatmig

— Alexlaura

Kann man lesen, muss man aber nicht.

— Sikal

Atmosphärische Geschichte um ein geheimnisvolles Leben, leider mit schwachem Ende.

— krimielse

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  • Wer ist B.Traven?

    Wer ist B. Traven?

    Faltine

    19. November 2017 um 14:37

    Inhalt: Ein Werk des Schriftstellers B. Traven soll verfilmt werden, wodurch das Interesse an seiner Person steigt. Aber niemand weiß wer hinter dem Namen steckt und er scheint auch alles daran zu legen, dass das auch so bleibt. Daraufhin wird der junge Journalist Leon von seiner Zeitung damit beauftragt den Schriftsteller zu finden. Leon hat vorher noch nie etwas von ihm gehört, aber nach und nach vertieft er sich immer mehr in seine Suche, bis es nicht mehr nur ein Job ist. Eine hübsche Spanierin begleitet ihn und er begibt sich auf eine Reise, mit deren Verlauf er so ganz bestimmt nicht gerechnet hatte... Meine Meinung: Ich finde das Cover ganz nett, es passt perfekt zu der Zeit in der die Geschichte spielt. Die Kapitel haben eine gute Länge, was mir ja immer sehr wichtig ist. Wäre ich nicht auf dieses Buch aufmerksam gemacht worden, wäre es wahrscheinlich vollkommen an mir vorbei gerauscht. Aber die Story hat mich schon vom Klappentext her angesprochen und auch beim Lesen wurde ich nicht enttäuscht. Ich kannte B. Traven vorher auch nicht und konnte ihn mit Leon kennen lernen :) Die Charaktere haben mir alle sehr gut gefallen. Besonders Leon war mir sympathisch. Es war sehr spannend die Reise und die Suche mitzuerleben. Der Schreibstil hat mir sehr leicht gemacht mir alles genau vorzustellen. Zwar leider ein etwas kurzes Buch, aber jede Seite wurde voll ausgenutzt. Ein MUSS für Fans! Danke an den Verlag für das Buch ♥

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  • Leserunde zu "Wer ist B. Traven?" von Torsten Seifert

    Wer ist B. Traven?

    aba

    "Wenn der Film erst in den Kinos läuft, wird die ganze Welt wissen wollen, wer dieser B. Traven ist. Und Sie und ich, wir werden es ihr sagen." Fans des Schwarzweißkinos aufgepasst!Kennt ihr B. Traven? Dieser Mann ist nicht nur einer der erfolgreichsten deutschen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts, er ist auch der mysteriöseste von allen. Der ehrgeiziger Journalist Leon Borenstein möchte dem Geheimnis um B. Traven auf die Spur kommen und es ein für alle Mal lösen. In "Wer ist B. Traven?" entführt Torsten Seifert seine Leser in eine Welt, von der noch heute viele schwärmen: die Welt der Schwarzweißfilme.Begleitet Leon auf seine Suche nach B. Traven und lasst euch von der Magie vergangener Zeiten verlocken!Torsten Seifert ist übrigens der diesjährige Gewinner des Blogbuster-Preises 2017!"Wer ist B. Traven?" ist unser neuer Roman im LovelyBooks Literatursalon!Wenn ihr wissen möchtet, wer der mysteriöse Schriftsteller wirklich ist, dürft ihr diese Leserunde nicht verpassen. In unserem LovelyBooks Literatursalon warten außerdem weitere literarische Neuerscheinungen und spannende Spezialaufgaben auf euch.Zum Inhalt1947: Leon, ein aufstrebender Journalist, verschlägt es nach Zentralmexiko. Hier wird "Der Schatz der Sierra Madre" gedreht, basierend auf einem Roman von B. Traven. Leon soll herausfinden, wer sich hinter dem Pseudonym des Schriftstellers versteckt. Doch er verbringt seine Zeit lieber mit Humphrey Bogart, Lauren Bacall, John Huston und einer geheimnisvollen Frau namens María. Zurück in Los Angeles lässt ihn Travens Geheimnis aber nicht mehr los: Wer ist dieser Autor? Stimmt es, dass alle, die nach ihm suchen, unter mysteriösen Umständen ums Leben kommen? Leon zieht erneut los. In Wien kommt er einer Antwort näher, des Rätsels Lösung aber liegt in Mexiko. Und Leon merkt plötzlich: Er ist nicht der einzige, der B. Traven auf den Fersen ist...Seid ihr bereit für eine spannende Leseprobe?Zum AutorTorsten Seifert, geboren 1966 in Görlitz (Sachsen). Nach dem Studium der Betriebswirtschaft in Leipzig und einem Marketingstudium in Berlin arbeitete er als Werbetexter. Nebenbei schrieb er für verschiedene Stadtmagazine sowie für Kabaretts.Seit 1997 arbeitet Torsten Seifert als freier Texter, Konzeptioner und PR-Journalist. Im selben Jahr steuerte er das Libretto für das in Leipzig aufgeführte Musical "Die phantastische Welt" bei.2007 erschien im Self-Publishing sein Roman "Rodeo für Anfänger". Torsten Seifert ist verheiratet. Er lebt und arbeitet in Potsdam-Babelsberg. Seid ihr neugierig geworden? Zusammen mit Tropen verlosen wir 30 Exemplare von "Wer ist B. Traven?" unter allen, die zusammen mit Leon das Geheimnis um B. Traven lüften möchten. Habt ihr Lust, dieses Buch im Rahmen einer Leserunde zu lesen, euch darüber auszutauschen und im Anschluss eine Rezension zu schreiben? Dann bewerbt euch* über den blauen "Jetzt bewerben"-Button bis zum 11.10., und antwortet auf folgende Frage:"Liebt ihr Schwarezweissfilme? Warum faszinieren sie? Welcher ist euer Lieblingsfilm? Oder habt ihr Kino lieber in Farbe?"Ich freue mich auf eure Antworten und wünsche euch viel Glück!Im Rahmen des LovelyBooks Literatursalons könnt ihr in dieser Leserunde ein weiteres Literatursalon-Lesezeichen erlesen! Ihr seid noch kein Literatursalon-Mitglied? Ihr könnt jederzeit eintreten. Alle Infos dazu findet ihr hier. * Bitte beachtet vor eurer Bewerbung unsere Richtlinien für Buchverlosungen und Leserunden.

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  • Des Rätsels Lösung?

    Wer ist B. Traven?

    Waschbaerin

    18. November 2017 um 19:38

    Bereits dem Cover ist anzusehen, dass uns der Autor in eine vergangene Zeit entführt. Als ich erstmals das Buch "Wer ist B. Traven" von Torsten Seifert auf der Buchmesse in Frankfurt in Händen hielt, fühlte sich  der Einband für mich absolut gut an. Zu manchen Büchern gibt es eine haptische Verbindung. Doch mir gefiel auch der Inhalt, obwohl ich dieses Buch als Männerroman bezeichnen würde, den auch Frauen lesen können. Von einem früheren Autor B. Traven hatte ich zuvor noch nie gehört. Allerdings war mir der Bestseller "Das Totenschiff" ein Begriff. In dem vorliegenden Roman geht es um die Verfilmung von "Der Schatz der Sierra Madre" mit Humphrey Bogart, die im Nirgendwo in Mexico stattfindet. Die große Frage, wer steckt hinter dem Pseudonym B. Traven blieb trotz der literarischen Erfolge des nebulösen Autors noch immer unbeantwortet. Alle, die ihm bisher auf die Spur kamen, verloren unter mysteriösen Umständen ihr Leben. Zufall? Und nun wird Leon, ein aufstrebender junger Journalist, mit der Lösung dieses Rätsels von seinem Chef nach Mexico beordert.Am Set trifft Leon auf ein ganzes Heer von Mitarbeitern der Filmcrew, von denen ihm aber niemand weiterhelfen kann. Auch der Beauftragte des Autors, der dem Regisseur auf die Finger schauen soll, damit dieser sich an die Vorlage hält, scheint seinen Auftraggeber nicht persönlich zu kennen. Also sucht Leon die Nähe des Hauptdarstellers Humphrey Bogart und hält ihn mit Schachspielen bei Laune, in der Hoffnung Informationen von ihm zu ergattern. Ich muss gestehen, diese Passagen las ich mit besonders großem Vergnügen.  Vor meinem inneren Auge erstand wieder H. B. von den Toten, mit dem legendären zerknitterten Gesicht und seinem ganz eigenen Dackelblick, der ganz sicher ein Teil dessen war, was ihm die Sypathien seiner Zuschauer entgegen brachte. Doch auch H. B. weiß nur das über B. Traven, was in den Zeitungen stand. Leon kommt der Lösung keinen Schritt näher. Dass sich auch eine geheimnisvolle Liebesgeschichte mit Maria entwickelt, die nicht die Person ist, die sie zu sein vorgibt, gibt dem Buch einen Kick in eine ganz weibliche Richtung.Mit Leon reisen wir später nach Österreich und kommen dort der Lösung des Rätsels etwas näher, doch das Geheimnis wird noch immer nicht gelüftet. Zurück geht es nach Mexico. Der Leser erfährt sehr viel von Land und Leuten, einem Lebensstil der uns - oder besser mir - sehr fremd ist. Aber die Welt ist nun mal bunt. Leon lernt nette und weniger nette Menschen kennen. Gerät in eine Schlägerei, nach der er im Krankenhaus wieder zur Besinnung kommt. Und des Rätsels Lösung? Dafür muss man das Buch lesen.

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  • Die Jagd nach dem Autor

    Wer ist B. Traven?

    LimitLess

    18. November 2017 um 11:57

    B. Traven hat wirklich Bücher veröffentlicht, mir war der Autor aber vorher nicht bekannt. Die Geschichte spielt in den 40er Jahren hauptsächlich in Mexiko, mit einem kurzen Abstecher nach Österreich. Mexiko als Land tritt stellenweise sehr in den Mittelpunkt, wird aber einseitig dargestellt. Für mich war die Suche etwas sehr distanziert erzählt. Zu den Figuren konnte ich wenig Bezug herstellen. Sie blieben mir alle sehr fremd, auch Leon. Die Nebenfiguren waren immer nur sehr kurz für die Geschichte relevant. Niemand blieb auf Dauer präsent. Außer Traven natürlich. Die Geschichte ist sehr auf alt getrimmt bzw. orientiert sich an alten Abenteuergeschichten. Ich hatte mal den Gedanken, dass ich einen schwarz-weiß Film in Buchform lese. Wobei halt Filme mehr durch ihre Kameraführung und Bilder wirken und das bei dem Buch eben nicht so bei mir angekommen ist, auch wenn viele Landschaftsbeschreibungen dabei waren. Die Geschichte war sehr von Zufällen geleitet, bisschen unglaubwürdig zwischendurch. Ich hatte glaube ich zu wenig Bezug zu dieser Zeit, zu den Personen (zum Beispiel Humphrey Bogart war mir zwar ein Begriff, aber mehr auch nicht), kein so großes Faible für schwarz-weiß Filme etc. Die Wirkung konnte sich daher nicht so bei mir entfalten. Auch der Plot war für mich nicht so spannend, obwohl ich dann doch gerne wissen wollte, wer nun B. Traven wirklich ist. Es wird dann zwar gelöst, wenn man das aber googelt, kann man das in einem Schlag alles nachlesen. Fiktiv wurde da nicht so viel dazuerfunden. Vorher googeln würde ich aber nicht, wenn man das Buch lesen möchte, da ja sonst die Spannung weg ist. Der Schreibstil selbst war aber sehr angenehm zu lesen, mit der Zeit sind die Seiten nur so weggeflutscht, wobei ich mir im Nachhinein gedacht habe, dass ich an manchen Stellen genauer lesen hätte sollen, um manche Verbindungen besser verstehen zu können. FAZIT Kein Buch, das man unbedingt lesen muss. Seifert lässt den Autor B. Traven wieder ein bisschen aufleben. Die Diskussion ist spannend, inwiefern man über den Autor Bescheid wissen muss, damit ein Buch richtig interpretiert werden kann, bzw. was Pseudonyme alles auslösen können. Die Geschichte konnte mich nicht überzeugen, da ich mit den Figuren nicht so viel anfangen konnte und der Plot für mich nicht interessant aufgebaut ist.

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  • Auf der Suche nach dem Unbekannten

    Wer ist B. Traven?

    herrzett

    18. November 2017 um 10:16

    In Torsten Seiferts Buch "Wer ist B.Traven?" dreht sich alles um die große Frage und Suche nach dem Schriftsteller, um den sich so viele Mythen und Geheimnisse drehen. "Traven ist Schriftsteller. Und nicht irgendeiner. In Europa geht seine Auflage in die Millionen. Man munkelt, er sei ein heißer Kandidat für den Literaturnobelpreis." Und wer ist er nun? Gemeinsam mit dem aufstrebenden Journalisten Leon Borenstein begeben wir uns auf die Suche des Mannes hinter diesem Pseudonym. Eine Verfolgungsjagd beginnt, denn nicht nur Leon möchte dieses Mysterium lösen. Die erste Spur führt ihn zu einem Filmset in Mexiko, an dem Travens Werk "Der Schatz der Sierra Madre" verfilmt werden soll. Hier lernt er neben den Schauspielern und dem Vertreter Travens auch Maria kennen. Und wie sollte es anders sein? Natürlich verdreht sie ihm den Kopf und er fällt auf sie herein. Denn was er noch nicht weiß, auch sie ist auf der Suche nach dem Mann vieler Namen und damit sollte sie auch nicht die Einzige sein, die ihm in die Quere kommt, und begibt sich dabei zunehmend in Gefahr. "Dass Menschen unterschiedlicher Herkunft es ab und zu als heiligste Pflicht betrachten, sich gegenseitig abzumurksen, geschieht nur, weil man künstliche Grenzen aufs Papier gezeichnet hat. Mein Vaterland heißt 'ich'. Dort bin ich König und Volk zugleich."Dieser Roman hat mir sehr viel Freude bereitet. Es ist eine historische Auseinandersetzung über die Geschichte eines deutschen Schriftstellers, dessen Identität und Leben sehr umstritten und unklar ist. Auf eine sehr lebendig unterhaltende Art und Weise präsentiert uns Seifert innerhalb seines Romans eine Art Kurzbiografie über B.Travens faszinierendes Leben und liefert für mich gleichzeitig sehr tiefgründige Denkanstöße. "Diese Welt mit all ihren Problemen, Enttäuschungen, Schmerzen und Hagelstürmen ist alles in allem immer noch zu schön, um sie zu verlassen. Sogar wenn du krank bist, des Lebens müde oder nahe an einem hoffnungslosen Ende."

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  • Von der Suche nach einem Phantom

    Wer ist B. Traven?

    Walli_Gabs

    16. November 2017 um 10:06

    Wer ist B. Traven? Wer sich diese Frage noch nie gestellt hat, dem seien hier in aller Kürze die Fakten genannt: B. Traven war ein höchst erfolgreicher Autor, dessen Romane und Erzählungen größtenteils in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts erschienen. Man geht davon aus, dass er in Mexiko lebte, dem Handlungsort seiner meisten Werke. Wer B. Traven jedoch wirklich war, ist bis heute nicht hundertprozentig erwiesen. Es existieren keine Fotos vom Autor, er trat nirgends in Erscheinung und verheimlichte sowohl seinen Werdegang als auch Aufenthaltsort. B. Traven war ein Phantom – ein bestsellerschreibendes Phantom, was insbesondere den Medien keine Ruhe ließ.Der Roman „Wer ist B. Traven?“ beginnt damit, dass das amerikanische Life-Magazin im Jahr 1947 eine Art Kopfgeld auf B. Traven aussetzt – die Identität des Bestsellerautors soll um jeden Preis gelüftet werden. Der junge Journalist Leon Borenstein wird von seinem Chef beauftragt, das Geheimnis zu enthüllen und reist zur Verfilmung des Traven-Romans „Der Schatz der Sierra Madre“ nach Mexiko, unter dem Vorwand, Hauptdarsteller Humphrey Bogart interviewen zu wollen. Ihm wird zwar erzählt, dass bereits drei andere Reporter auf B. Traven angesetzt waren, die alle unter mehr oder minder mysteriösen Umständen außer Gefecht gesetzt wurden – doch dem misst er erst einmal keine Bedeutung bei und macht sich auf die Reise. Doch bald muss auch Leon Borenstein am eigenen Leib erfahren, dass B. Traven nicht so einfach zu fassen ist …Dem Autor Torsten Seifert gelingt es in seinem Roman bestens, Realität und Fiktion zu vermischen. Der Leser macht sich gemeinsam mit Hauptfigur Borenstein auf die Suche nach B. Traven. Egal ob beim Schachspiel mit Humphrey Bogart, in der Stierkampf-Arena oder in einem mexikanischen Bordell – der Roman ist so detailliert, dass es tatsächlich so gewesen sein könnte – abgesehen davon, dass Borenstein eine Erfindung von Seifert ist.Die Lektüre von „Wer ist B. Traven“ hat mir das Mexiko Mitte des 20. Jahrhunderts atmosphärisch nahegebracht. Damit hatte ich im Vorfeld nicht unbedingt gerechnet und fand es durchaus interessant. Allerdings hatte ich mehr Spannung erwartet, die aber nur gelegentlich aufkam. Grund dafür mag der ein oder andere Zeitsprung oder Ortwechsel sein, der für mich als Leser zu überraschend kam, doch auch den Motiven einiger Protagonisten vermochte ich nicht zu folgen. Teilweise blieben Zusammenhänge einfach verborgen. Für den Ausgang der Geschichte mögen sie nicht unbedingt wichtig gewesen sein, doch jegliche Spannung verpuffte dadurch immer wieder. Mehr als die wahre Identität B. Travens beschäftige mich die Frage, welche Absichten welche Figur eigentlich verfolgte – ohne, dass das irgendwann aufgelöst worden wäre. Auch Leon blieb eine eher blasse Haupfigur, mit der ich nicht so richtig mitfiebern konnte. So blieb ich dann nach Abschluss des Buches auch etwas unzufrieden zurück und hatte das Gefühl, es wäre mir irgendwie nicht gelungen, tief genug einzusteigen.Dennoch nehme ich einiges an Mexiko-Feeling mit, schöne Sätze und interessante Gedanken. „Wer ist B. Traven?“ ist gutgeschrieben und grandios recherchiert. Die Lektüre lohnt sich, ich warne jedoch davor, einen fesselnden Abenteuerroman zu erwarten. Wer so etwas lesen will, sollte – nach all den im Buch zu lesenden Beschreibungen – wohl doch eher direkt zu B. Travens Werken greifen.

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  • Historie und Nebenhandlungen nehmen etwas die Spannung

    Wer ist B. Traven?

    yesterday

    16. November 2017 um 01:39

    Gleich vorab: Mein Zugang zu diesem Buch war ganz klar. Ich kannte zuvor keine Werke oder Verfilmungen dieser von Traven und habe auch während des Lesens vermieden, Details nachzuschlagen oder Artikel zum Thema zu lesen sowie Videos dazu anzusehen. Ich wollte, dass das Buch „pur“ bei mir ankommt und musste einfach testen, ob es auch komplett unbedarfte Leute hinsichtlich der Hauptperson überzeugen kann. Mein Fazit nach diesem „Experiment“: ich bin zwiegespalten. Der Roman beinhaltet ganz tolle, atmosphärische Abschnitte, amüsante Zitate und interessante Charaktere. Nur genau von den Szenen, die ich sehr mochte, kam leider gesamt gesehen eher wenig vor. Das Buch wird dominiert von der düsteren Geschichte Mexikos und von Schilderungen über zwielichtige Kreise in diesem Land, zur Zeit vor 1950 wohlgemerkt. Teilweise mag sich daran bis heute wenig geändert haben, ein Großteil des Landes wird dadurch aber natürlich nicht widergespiegelt. Vom Klappentext her hätte ich mir noch mehr „klassische Schnitzeljagd“ erwartet, denn Leon Borenstein, seines Zeichens Journalist, bekommt ursprünglich den Auftrag, aufzudecken, wer denn hinter dem Pseudonym „B. Traven“ seine Bücher veröffentlicht. Auch wenn Leon in dieser Richtung letztendlich „gewissen Erfolg“ hat (das Geschriebene lässt sich auf verschiedene Weise interpretieren), verheddert sich die Erzählung immer wieder stark in Nebenschauplätzen und reißt viele Handlungsstränge an, die sich später, genauso wie sie aufgetaucht sind, wieder verflüchtigen. Leser, die keine losen Enden mögen, werden sich darüber nicht so freuen und vielleicht eher verwirrt aus dem Buch herauskommen. Aufgrund der vielen Schauplätze und (wirklich gut greifbaren) Nebenfiguren bleiben leider die Hauptfiguren etwas blass über das ganze Buch. Vielleicht ist das zu sehr an die wahre Suche nach Traven angelehnt, auch er wurde, so glaube ich, nie komplett enträtselt. Vielleicht hätte ich diesen Roman mit Vorwissen ganz anders aufgenommen, vielleicht auch nicht. Ich werde erst nun beginnen, mich etwas näher mit der tatsächlichen Schnitzeljagd zu befassen. Lust, Travens Werke zu lesen, habe ich nun nicht bekommen, aber das liegt weniger am Buch als vielmehr daran, dass sie sehr eigen scheinen. So etwas kann nicht jedermann ansprechen.

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  • Ein tolles Abenteuer!

    Wer ist B. Traven?

    Laurie8

    15. November 2017 um 15:00

    Für mich als Filmfan war der Name B. Traven fremd, vielleicht ist „seine Zeit“ doch schon etwas zu lange für mich her. Umso schöner war es, mit diesem Buch meine Wissenslücke zu füllen. Der Roman von Torsten Seifert handelt von Reporter Leon, der den Auftrag bekommt den Schriftsteller B. Traven ausfindig zu machen. Gerade wird in Mexiko dessen Roman „Der Schatz der Sierra Madre“ von John Huston mit Humphrey Bogart verfilmt und Leon soll sich zum Set begeben um Näheres über den geheimnisvollen Autor heraus zu finden. Travens Bücher sind in dieser Zeit, also Mitte der 1940er Jahre, schon äußerst bekannt. Nur über ihn selbst weiß niemand so recht Bescheid, keiner hat ihn je gesehen und viele Mythen ranken sich um ihn. Als Reporter und Journalist ist Leon fasziniert von ihm und gerät durch das Lesen seiner Bücher und die Recherche regelrecht in seinen Bann. Das Buch ist teils fiktiv und teils hat Torsten Seifert die bekannten Tatsachen über Traven geschickt eingefügt. Ich empfehle allen zukünftigen Lesern nichts im Vorfeld über Traven zu recherchieren. Das würde die Spannung und das Abenteuer zerstören. Die Charaktere sind alle gut angelegt und auch der Schreibstil, mit teils sehr witzigen und ironischen Stellen, hat mich überzeugt. Am besten gefallen hat mir Leons Begegnung mit Humphrey Bogart, das hatte wirklich etwas Magisches und hat in mir die Lust auf die „alten Filme“ geweckt. Es ist eine spannende Reise die den Protagonist bis ins tiefste Mexiko führt wo er die skurrilsten Persönlichkeiten und verrücktesten Bräuche und Sitten kennen lernt. Ein Abenteuer wie es B. Traven bestimmt gefallen hätte. Und vielleicht kann Leon am Ende sogar dessen Geheimnis lüften – wer weiß.

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  • Spannender Abenteuerroman

    Wer ist B. Traven?

    BluevanMeer

    14. November 2017 um 17:27

    Im Debüt von Torsten Seifert geht es um eine literarische Spurensuche, viele Abenteuer und ein großes Geheimnis. 1947. Der junge Reporter Leon bekommt von seinem Chef eine heikle und ziemlich wichtige Aufgabe. Er soll herausfinden, wer der geheimnisvolle Schriftsteller B. Traven ist, um dessen Identität sich seit Jahren viele Mythen und Spekulationen ranken. Das Magazin Life hat sogar schon ein Preisgeld für denjenigen ausgeschrieben, dem es gelingt, Travens Identität zu enthüllen. Leons Chef will schneller sein als das Konkurrenzblatt und dafür gibt es einen einfachen Grund. In Mexiko wird gerade ein Roman von Traven verfilmt, der Klassiker Der Schatz der Sierra Madre mit Humphrey Bogart in der Hauptrolle. Bevor der Streifen in die Kinos kommt, soll Leon liefern. Der Journalist fährt sofort nach Mexiko, denn auch Travens Assistent soll sich am Set befinden. Hinter vorgehaltener Hand wird sogar gemunkelt, der Assistent sei selbst der mysteriöse  Schriftsteller.  Aber statt sich in die Recherche zu stürzen, spielt Leon lieber mit Bogy Schach und macht Bekanntschaft mit einer schönen Frau, die sein Leben auf den Kopf stellt. Als er wieder nach L.A. zurückkehrt, lässt ihn die Suche nach Traven aber einfach nicht los. Leon macht sich wieder auf den Weg, dieses Mal nach Wien. Torsten Seifert hat einen Abenteuerroman über einen unsteten Schriftsteller geschrieben, der mehrmals sein Leben und seine Namen änderte und dessen letzten Geheimnisse nicht geklärt werden konnten. Traven ist ein Schriftsteller, der stets mehr Wert auf seine Anonymität gelegt hat, als auf Fans und Starkult um seine Person. Und das ist bemerkenswert. Immerhin hat er 12 Romane geschrieben, die in 24 Sprachen übersetzt wurden (Gesamtauflage: 30 Millionen). Eine bekannte Größe also, könnte man meinen. Aber Traven zog es vor, im Verborgenen zu bleiben. Ich habe den Fehler gemacht, mich im Vorfeld über Traven auf Wikipedia zu informieren - tut das lieber nicht, ihr werdet weniger Spaß an der Geschichte haben. Neben dem literarischen Rätselraten und einigen Ausschnitten aus Travens Werk, gibt es eine Menge exotische Settings, die ganz im Stil eines klassischen Abenteuerromans unterhalten und auf Grautöne in der Figurenzeichnung verzichten (Leon selbst ist die entscheidende Ausnahme). Da gibt es Bordellszenen in Mexico (inklusive eines Wrestlingkampfes) und für Leon eins auf die Nase, aber auch eine traumhafte Bibliothek in Wien. Ein wenig erinnert diese Jagd an Vintage von Hervier, ein Buch das ich ebenfalls sehr gemocht habe. Ich habe mir beim Lesen öfter gewünscht, ein Buch von Traven zur Hand zur haben, denn ich glaube, dass Seifert da ganz bewusst mit Setting und Stil gespielt hat um eine Nähe zu den Originalen des mysteriösen Schriftstellers herzustellen. Aber dafür kenne ich Travens Werk zu wenig. Das Ergebnis ist eine ziemlich stimmige und atmosphärische Erzählung geworden, die nach einem fulminanten Auftakt temporeich weiter geht. Wer 40er-Jahre Flair liebt und einen spannenden Roman über eines der letzten Geheimnisse der Literaturgeschichte sucht, wird hier bestens unterhalten. Herausragende Frauenfiguren gibt es leider nicht, immerhin gibt es die eine geheimnisvolle Dame, die sich noch als  Lichtblick entpuppt, wenn auch nur als kleiner Lichtblick. Aber es gibt eine Sexszene in einer katholischen Kirche, das ist immerhin auch ein bisschen Abenteuer. ;) Noch ein Servicehinweis: Wer ist B. Traven? von Torsten Seifert wurde 2017 zum Siegertitel des Blogbusterpreises gewählt. Aus über 250 Einsendungen haben die 15 Blogger*innen der Jury aus verschiedenen eingesandten Manuskripten eine Auswahl getroffen, die dann wiederum von einer Kritiker*innenjury bewertet wurde.

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  • Auf der Suche nach einem Phantom

    Wer ist B. Traven?

    callunaful

    14. November 2017 um 12:13

    Nachdem ich zunächst den Blogbuster zunächste interessiert verfolgte, habe ich ihn dann doch schnell wieder aus den Augen verloren. Bei dem sogenannten Blogbuster handelte es sich um einen Wettbewerb, wo ausgewählte Blogger aus eingesendeten Manuskripten ihre Favoriten raussuchen sollten. Zusammen mit einer Fachjury sollte dann ein Sieger ermittelt werden, dessen Werk beim Klett Cotta Verlag veröffentlicht werden sollte. Als ich dann den Blogbusteraufkleber auf dem Cover erblickte, so war ich doch freudig überrascht den Sieger dieses Wettbewerbs in den Händen zu halten.Leon bekommt als Journalist den Auftrag die Identität vom geheimnisvollen Schriftsteller B. Traven ausfindig zu machen, was bislang noch niemandem gelungen ist. Dazu soll er sich nach Mexiko begeben, wo gerade die Dreharbeiten zur Romanverfilmung stattfinden von "Der Schatz von Sierra Madre", der aus der Feder des sagenumwobenen B. Traven stammt. Sein Versuch scheitert, doch Leon hat Blut geleckt. Schnell wird die Suche nach B. Traven zu einer Herzensangelegenheit.Torsten Seifert konnte mich gleich auf den ersten Seiten überzeugen. Beim Lesen war ich schnell im Geschehen und ich hatte alles genau vor Augen, auch wenn ich beispielsweise Mexiko kaum kenne und auch noch nie etwas von den vorkommenden Personen gehört habe. Ja, ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich von Huston, Bogart und Traven noch nie was gehört habe. Trotzdem gelang mir der Einstieg in die Geschichte mühelos, da die Beschreibungen im Buch sehr bildhaft sind. Darüberhinaus hat die Lektüre schnell mein Interesse geweckt und es war spannend Leons Suche nach Traven zu verfolgen. Ich musste mich sehr zurückhalten, um nicht mitten in der Lektüre selbst zu recherchieren und Google zu befragen. Selbst nach Abschluss der Lektüre, blieb der Roman bei mir hängen, da ich mir danach Dokumentationen zu B. Traven anschaute und ich jetzt auch interessierter an Mexiko bin, obwohl ich sagen muss, dass der Roman eher die Schattenseite des Landes aufzeigt. Denn Leon gerät sehr schnell bei seiner Suche in den finsteren Untergrund und gibt sich mit zwielichtigen Gestalten ab.Das hat mich erst mal sehr von diesem Land abgeschreckt, wobei ich mir nicht sicher sein kann wie viel das der Wahrheit entsprach. Trotz seiner historischen Form, ist dieser Roman ja fiktiv. Dabei deckten sich viele Beschreibungen über Mexiko und seine Einwohner mit den gängigen Klischees, die man öfters mal gehört hat. Ob diese aber der Wahrheit entsprechen oder ob Seifert sich einiger Klischees bediente, muss jeder für sich selbst rausfinden.Dennoch musste ich einige Male bei dem Roman schmunzeln. Eine kleine Liebesgeschichte versteckt sich ebenfalls im Roman, diese wirkt aber kaum kitschig, da diese zum Glück nicht allzu sehr in den Fokus der Geschichte rückt.Insgesamt ein gelungenes Buch. Ich bin gespannt was mich beim nächsten Sieger des Blogbusters erwartet.

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  • Abenteuer

    Wer ist B. Traven?

    Milagro

    13. November 2017 um 22:24

    Ich habe das Buch im Rahmen einer Leserunde gelesen, was mir sehr gefallen hat. Aufmerksam geworden bin ich durch das Cover, mit den zurückhaltenden Farben wirkt es wie ein altes Filmplakat auf mich.Der Autor, Torsten Seifert, Jahrgang 1966, legt einen Roman vor, der der Siegertitel im "Blogbuster Wettbewerb 2017" ist und dadurch im Klett cotta/Tropen Verlag veröffentlicht werden konnte. Leon, ein junger Journalist, macht sich Mitte der 40iger Jahre auf die Suche nach B. Traven, dessen erfolgreicher Roman 'Der Schatz der Sierra Madre' gerade mit Humphrey Bogart verfilmt wird.  Traven selbst ist unbekannt,  er schreibt unter einem Pseudonym, es gibt verschiedene Anhaltspunkte, aber keine Gewissheit zu seiner Identität.Leon nimmt die Spur am Film- Set in einer abgelegenen Ecke Mexikos auf. Die Suche führt ihn an verschiedene Orte, er trifft gefährliche Typen und hilfsbereite Menschen, gibt  nicht auf, verfolgt kleinste Hinweise und der Leser rätselt mit. Alles geschieht in einer vergangenen Epoche, sehr schön werden die damaligen Verhältnisse in der Filmwelt beispielsweise beschrieben, die Männer tragen Anzug, rauchen, die Frauen sind Beiwerk. Es macht Spaß, in diese Zeit einzutauchen. Nicht nur Leon rätselt, die Suche bleibt immer der rote Faden, auch wenn kleine Nebengeschichten erzählt werden.Wer ist denn nun B. Traven? Falsche Fährten, neue Ideen und reichlich Abenteuer wechseln sich auf 269 Seiten ab. Allein zum Ende, bei detaillierten Informationen zu sexuellen Handlungen in einem Bordell, wird mancher Leser vielleicht einen Abschnitt nur querlesen wollen, aber das ist mein einziger Kritikpunkt. Ich fand die Geschichte sehr unterhaltsam und informativ, darüber hinaus habe ich mich eingehend mit Traven beschäftigt und eins seiner Bücher auf den Stapel gelegt.

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  • Macht neugierig auf den Schriftsteller B. Traven

    Wer ist B. Traven?

    Buchina

    13. November 2017 um 15:36

    B. Traven ist das Pseudonym eines realen Schriftstellers, der Ende des 19. Jh. Geboren wurde und einige bekannte Werke hinterlassen hat. Zu seinen Lebzeiten und auch danach macht der Schriftsteller ein Geheimnis um seine wahre Identität. Viele Journalisten sind an der Suche des B. Traven gescheitert. In diesem real-fiktiven Buch versucht sich nun der Journalist Leon an der Suche des geheimnisvollen Traven. Ausgangspunkt ist die Verfilmung des bekanntesten Werkes Traven „Der Schatz der Sierra Madre“ in Mexiko. Als Vorwand soll er Humphrey Bogart interviewen, der in diesem Film eine Hauptrolle spielt. Schnell verliert sich Leon im lockeren Leben am Filmset, verliebt sich und die Suche nach Traven wird eher zur Nebensache. Erst durch eine neue Spur geht die Suche von vorn los. Vom Ende war ich richtig überrascht. Vor diesen Roman sagte mir der Name B. Traven nichts, obwohl ich schon von dem Film gehört hatte. Durch den Roman bin ich jetzt richtig neugierig auf den Autor geworden, denn im Roman gibt es immer wieder interessante Details aus seinen Büchern. Das ist für mich auch das große Highlight dieses Romans gewesen. Die Suche nach der Identität ist interessant erzählt, auch wenn der Spannungsbogen in der Mitte des Buches ein wenig an Kraft verliert. Die eingeflochtene Liebesgeschichte ging mir persönlich nicht so nahe und tat nicht soviel für die Erzählung. Das Ende war nochmal richtig spannend, auch wenn es etwas unwirklich wirkte. Für mich insgesamt ein interessanter und weite Teile auch spannender Roman. Der sich gut lesen lässt und die Atmosphäre der verschiedenen Schauplätze sehr gut einfängt. Mit manchen Wendungen im Roman kam ich nicht ganz mit, dabei hatte ich das Gefühl irgendetwas verpasst zu haben. Dafür und für den nicht ganz so spannenden Mittelteil gibt es einen Punkt Abzug. Dennoch kann ich den Roman empfehlen, denn das Thema ist sehr interessant, gut geschrieben und hat mich gut unterhalten.

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  • Spannende Spurensuche

    Wer ist B. Traven?

    IvetteV

    13. November 2017 um 01:34

    Die Aussicht, auf Kosten seiner Redaktion ein paar Wochen in Mexiko zu verbringen, gefällt dem Journalisten Leon Borenstein anfangs nicht schlecht. Er soll Humphrey Bogart in Michoacán interviewen und nebenbei einen Berater der Filmcrew ausspionieren, der im Auftrag des Autors B. Traven die Dreharbeiten begleitet. Um B. Traven ranken sich die wildesten Gerüchte. Keiner weiß, wer sich wirklich hinter diesem Pseudonym verbirgt. Die Lösung des Rätsels würde Wellen schlagen und Leons Karriere einen ordentlichen Schub geben. Doch die Detektivarbeit gestaltet sich schwieriger als erwartet. Im selben Maß, in dem Leon in das Verwirrspiel um die Identität des Autors hineingezogen wird, wächst seine Faszination für Travens literarisches Werk. Es ist anders, als alles, was er zuvor gelesen hat. Die Suche nach dem Phantom bestimmt schon bald sein Leben und wird für ihn allmählich zur tödlichen Gefahr. Mit viel Hintergrundwissen und gutem Gespür für die damalige Zeit wandelt sich Torsten Seiferts Geschichte mit fortschreitender Handlung vom historischen Reiseroman zur spannenden Abenteuergeschichte. Besonders der Schluss ist fesselnd geschrieben und von hoher Intensität. Travens Geheimnis wird auf originelle Weise gelüftet. Die Auflösung erscheint plausibel und lässt dennoch genug Spielraum für all jene, die eine andere Theorie bevorzugen. Allen, dieSpaß am Ratespiel um den heute leider fast vergessenen Autor von Bestsellern wie „Das Totenschiff“ haben oder sich gerne mal in das Mexiko der 40er Jahre versetzen lassen wollen, sei dieses Buch wärmstens ans Herz gelegt

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  • Wer ist B.Traven?

    Wer ist B. Traven?

    Alexlaura

    12. November 2017 um 14:55

    Leon, ein Journalist aus Los Angeles bekommt den Auftrag einen berühmten Autor auszuforschen, der bisher anonym ist und wird deshalb nach Mexiko geschickt. Die Geschichte spielt in den 40er Jahren unter anderem in den USA, Mexiko und Wien.   Zu Beginn des Buches wird Leons Hintergrund und Familie beschrieben, sodass man sich ein besseres Bild machen kann. Und aus seiner Perspektive wird die Geschichte erzählt   In der Geschichte taucht man die frühere Zeit ein und bekommt einen Eindruck in die damalige Filmszene und trifft viele frühere Schauspieler und erfährt viel über den Autor Traven und sein Werk. Das hat mir sehr gut gefallen.   Die Aufmachung des Buches war passend zu Geschichte, das Schriftbild war sehr angenehm zu lesen.   Kritisch anmerken muss ich aber, dass das Buch zwischendurch sehr langatmige Stellen hat über die mich durchgearbeitet habe. Dies kann durch die vielen Details entstanden sein oder dass mir viele Personen zu fremd geblieben sind. Nur in Leon konnte ich mich hinein denken.   Insgesamt habe ich das Buch durchschnittlich empfunden. Die Geschichte war gut, die Charakteren haben mich aber bis auf Leon nicht überzeugt.

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  • Der große Unbekannte

    Wer ist B. Traven?

    Sikal

    12. November 2017 um 08:36

    1948 – teilweise in Mexiko: Der Journalist Leon Borenstein soll den berühmten Autor B. Traven ausfindig machen, der seine wahre Identität nicht preisgeben möchte. Unzählige Legenden ranken um ihn, verschiedene Spuren wurden in all den Jahren verbreitet, einige sogar von dem Autor höchstpersönlich. Leon erhält von seiner Redaktion einige vage Hinweise und wird danach an den Drehort geschickt, an dem ein Bestseller von Traven verfilmt wird. Dort trifft er unter anderen auf Darsteller Humphrey Bogart und einen angeblichen Assistenten Travens – Hal Groves. Die Vermutung, dass Groves selbst der große Unbekannte sei, wird von der Filmcrew und auch Leon nicht wirklich für bare Münze genommen. Leon muss dann auch noch die Erfahrung machen, dass man der Liebe nicht immer trauen darf und auch die schönsten Augen lügen können. Jedenfalls sind am Ende seines Mexiko-Ausfluges seine spärlichen Notizen weg und Leon steht mit leeren Händen da.   Die Suche treibt Leon doch auch nach dieser Niederlage weiter, immer wieder folgt er den Spuren Travens, kommt nach Wien und letztendlich zurück nach Mexiko wo in einem gefährlichen Showtown Leon sein Wissen beinahe zum Verhängnis wird.   Der Autor Torsten Seifert hat eine klare Sprache gewählt, treibt mit kurzen, knackigen Sätzen die Geschichte voran. Für meinen Geschmack waren es zu viele Nebenhandlungen, zu viele Ausschweifungen, denen Leon trotzen musste. Hier hat mir etwas der rote Faden gefehlt.   Die Charaktere sind allesamt etwas blass, auch Protagonist Leon wirkt nicht sonderlich authentisch, der einerseits erfolgreiche Detektivarbeit leistet und dann wieder naiv blauäugig dem erstbesten weiblichen Wesen hinterherrennt.   Man liest das Buch relativ rasch, sonderlich gefesselt hat es mich nicht und man darf sich auch keine informativen neuen Erkenntnisse über die gesuchte Person erwarten.

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