Tove Alsterdal

 3.6 Sterne bei 23 Bewertungen
Autor von Tödliche Hoffnung, Tödliches Schweigen und weiteren Büchern.

Neue Bücher

Die einzige Zeugin
Neu erschienen am 28.09.2018 als Taschenbuch bei Bastei Lübbe.

Alle Bücher von Tove Alsterdal

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Tove AlsterdalTödliche Hoffnung
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Tödliche Hoffnung
Tödliche Hoffnung
 (12)
Erschienen am 19.04.2013
Tove AlsterdalTödliches Schweigen
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Tödliches Schweigen
Tödliches Schweigen
 (8)
Erschienen am 12.11.2015
Tove AlsterdalDie Verschwundenen von Jakobsberg
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Die Verschwundenen von Jakobsberg
Die Verschwundenen von Jakobsberg
 (3)
Erschienen am 13.05.2016
Tove AlsterdalDie Verschwundenen von Jakobsberg: Kriminalroman
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Die Verschwundenen von Jakobsberg: Kriminalroman
Tove AlsterdalSchwarzer Strand
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Schwarzer Strand
Schwarzer Strand
 (0)
Erschienen am 01.01.2012
Tove AlsterdalDie einzige Zeugin
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Die einzige Zeugin
Die einzige Zeugin
 (0)
Erschienen am 28.09.2018
Tove AlsterdalTödliche Hoffnung: Kriminalroman
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Tödliche Hoffnung: Kriminalroman
Tödliche Hoffnung: Kriminalroman
 (0)
Erschienen am 14.03.2013
Tove AlsterdalTödliches Schweigen
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Tödliches Schweigen
Tödliches Schweigen
 (0)
Erschienen am 13.06.2014

Neue Rezensionen zu Tove Alsterdal

Neu
eskimo81s avatar

Rezension zu "Tödliche Hoffnung" von Tove Alsterdal

Was ist ein Menschenleben wert?
eskimo81vor 8 Monaten

Patrick erwähnte bei seinem letzten Telefongespräch, dass er einer grausamen Story auf der Spur ist. Danach hört Ally, seine Ehefrau, nichts mehr von ihm. Als dann noch sein Notizbuch eintrifft ahnt sie schlimmes. Sie reist nach Paris um ihren Mann zu suchen und findet ein Netzwerk über skrupellose Menschenhändler...

Ein brisantes Thema, das auch nach einigen Jahren, wo die Autorin das Buch geschrieben hat, aktueller den je ist. Jedoch fehlte zu oft die Spannung. Das Realistische. Ja es gibt korrupte Polizisten, Politiker, aber in diesem Ausmass? Auch der Schluss, irgendwie fehlt einfach der Schlusspunkt. Man darf / muss zu viel selber hineininterpretieren.

Fazit: Eine gute Autorin die sicherlich viel Potenzial hat. Ich bin sehr gespannt auf ihre weiteren Werke, dieses hat noch nicht zu 100% überzeugen können, aber es war auch nicht so schlecht, dass ich kein weiterer Versuch wagen werde. Gegen Schluss spürte man nämlich die Spannung, der Spannungsbogen wurde so hoch, dass ich die letzten 100 Seiten fast "gefressen" habe - sie kann es, ob sie es zukünftig auch während des ganzen Romans aufrecht halten kann? Ich bin gespannt...

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Devonas avatar

Rezension zu "Die Verschwundenen von Jakobsberg" von Tove Alsterdal

Spannend, unterhaltsam, lehrreich
Devonavor 2 Jahren

Ich bin in letzter Zeit arg thrillermüde geworden, zu oft dieselben Schemata, zu oft dieselben Klischees, zu oft das Gefühl, alles doch schon mal gelesen zu haben. Ein wenig Spannung ab und an darf aber doch sein, also hab ich kurzerhand zu dem im Mai diesen Jahres erschienenen Kriminalroman “Die Verschwundenen vom Jakobsberg” gegriffen, dem mittlerweile dritten Krimi  von Tove Alsterdal, einer schwedischen Autorin.

Ich war positiv überrascht, da es sich hierbei um einen spannenden Mix aus Familiengeschichte, klassischer Detektivarbeit und realen politischen Ereignissen handelt, die die Autorin sehr geschickt zu einem stimmigen Ganzen verknüpft. Bücher, die mich über die einfache Lektüre hinaus veranlassen, mich näher mit einem bestimmten Thema zu befassen  -hier das Terrorregime der argentinischen Militärjunta zwischen 1976 und 1983- bekommen immer einen Bonus von mir.

Das Buch beginnt mit einer kurzen Rückblende in das Jahr 1978 zu einer in einem argentinischen Militärgefängnis Inhaftierten – es handelt es sich um Ing-Marie, die Mutter der 26 Jahre später vom Balkon gestürzten Camilla, deren Tod der eigentliche Dreh- und Angelpunkt der Geschichte ist. Von Ing-Marie erfährt der Leser zunächst nur, dass sie -gefoltert und psychisch zermürbt durch musikalische Dauerbeschallung- mit einer Kapuze über den Kopf abgeführt wird und eine Spritze erhält.

Spannend geht es weiter – der Abend von Camillas Tod wird aus verschiedenen personalen Perspektiven in kurzen Sequenzen beleuchtet. Zunächst aus ihrer Sicht bei einem Treffen in einer Kneipe, sie wirkt zunächst müde und illusionslos, verabredet mit dem falschen Blinddate und verlässt die Kneipe später mit einem anderen Mann. Perspektivwechsel zu einem älteren, offensichtlich obdachlosen und leicht verwirrtem Mann -genannt “der Ritter”, der Camilla vor der Kneipe anspricht, von ihr schroff abgefertigt wird, der sie aber offenbar kennt und ihr später auch folgt und sie eine zeitlang auf ihrem Heimweg mit dem Unbekannten aus der Kneipe beobachtet. Nach einem weiteren Perspektivwechsel sieht eine Nachbarin Camillas  Körper nach dem Sprung? Sturz? an ihrem Fenster vorbeifliegen, ein anderer Nachbar sieht kurz darauf ihre Leiche, umringt von Schaulustigen auf dem Asphalt liegen. Das wirkt zunächst etwas verwirrend, die Geschichte kommt aber gleich darauf in ruhigeres Fahrwasser, was die Perspektivwechsel anbelangt.

Als Camillas Schwester Helene von ihrem Tod erfährt und beginnt ihre Wohnung auszuräumen, wird schnell klar, dass Camilla noch immer die 1978 verschwundene Mutter sucht und offenbar erst kürzlich in Argentinien war. Die Schwestern hatten kaum Kontakt zueinander. Während Camilla exzessiv von Männerbekanntschaft zu Männerbekanntschaft hastete, um die durch den Weggang der Mutter verlorene Nestwärme wieder zu finden, kann sich Helene als jüngere der Beiden kaum an selbige erinnern. Sie hat sich in die heile Familien-Welt mit Mann und Kindern geflüchtet, nachdem die Mädchen bei einer Pflegemutter aufgewachsen waren, da auch der Vater der beiden seiner Verantwortung für die Kinder nicht gerecht werden konnte und durch das Verschwinder von Ing-Marie völlig aus der Bahn geworfen wurde.

Helene folgt nun den Spuren ihrer Schwester, der Leser folgt Helene und -immer wieder die Zeitebene wechselnd- auch Ing-Marie im Jahre 1978 in Argentinien und den dort herrschenden politischen Verhältnissen. Schon bald wird klar, dass Camilla keinem Hirngespinst hinter her gelaufen ist, schon bald ist auch Helene in großer Gefahr, als sie beginnt, in Camillas Rolle zu schlüpfen und sich gegenüber Männern aus einem Dating-Internetportal als Camilla auszugeben, um heraus zu finden, welchem Geheimnis in Bezug auf ihre Mutter ihre Schwester auf der Spur war.

Das Buch ist durchweg spannend und überzeugt mit gutem sprachlichen Niveau, eklatante Logikbrüche sind mir nicht aufgefallen, der Plot ist vielschichtig, verzweigt, erfordert Aufmerksamkeit, die realen politischen Ereignisse sind gut recherchiert. Einzig der familiäre Hintergrund von Helene mit Mann und zwei kleinen Kindern will nicht so recht zur Geschichte passen. Helene verschweigt ihrem Mann ihre “Ermittlertätigkeit”, ihre ständige Abwesenheit ist da nicht wirklich plausibel. Allerdings ist das ein durchaus zu vernachlässigender Fakt, der die Geschichte nicht wirklich stört.

Fazit: Ein fesselnder, intensiver, durchweg gut geschriebener und empfehlenswerter Krimi. Keine leichte Schmökerkost, eher was zum Mitdenken, auf wechselnde Erzählperspektiven sollte man sich einstellen können.

 www.buchimpressionen.de

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walli007s avatar

Rezension zu "Tödliches Schweigen" von Tove Alsterdal

Die Geheimnisse der Eltern
walli007vor 3 Jahren

Katrine und ihr Bruder erhalten ein lukratives Angebot für ein Grundstück, das sie nicht kennen. Es liegt in dem Ort, aus dem ihre Mutter Ingrid stammt. Leider funktioniert Ingrids Gedächtnis nicht mehr, sie ist mit ihrer gesamten Lebensführung überfordert und muss im Krankenhaus behandelt werden. Deshalb reist Katrine in den Heimatort ihrer Mutter, um zu klären worum es überhaupt geht. In Tornedalen, einer Gegend an der schwedisch-finnischen Grenze, erfährt sie, dass in der weiteren Nachbarschaft ein alter Mann erschlagen wurde. Katrine beginnt nachzuforschen, zum einen in der Vergangenheit ihrer Mutter und auch der Mord interessiert sie. Auch der alte Mann hatte wohl ein Kaufangebot für sein Grundstück erhalten.


Katrine wirkt unzufrieden mit ihrem Leben. Sie hat gerade ihre Arbeit verloren und deshalb nimmt sie gerne die Gelegenheit wahr, etwas über die Vergangenheit ihrer Mutter herauszubekommen. Ihre Großmutter hat sie nicht mehr gekannt und ihre Mutter hat nichts von ihr erzählt. Nach und nach entdeckt Katrine ihre unbekannte Oma. Sie folgt ihren Spuren. Dabei entdeckt sie auch Spuren des Mordes. Ihre Neugier lässt ihr, was beide Themen angeht keine Ruhe.


Auf ihrer Spurensuche entdeckt Katrine auch einen spannenden Teil der schwedischen Geschichte. In den 1930er Jahren suchten junge Schweden aus den ärmeren Schichten ein besseres Leben in der Sowjetunion. Der Kommunismus sollte das Heil bringen. Um diesen Teil der Vergangenheit spinnt die Autorin eine packende Story um das Schweigen, das Verschweigen, das totschweigen und eben das tödliche Schweigen. In Schweden wird viel geschwiegen, ebenso in Russland. Und Katrine kämpft gegen das Schweigen, sie such alleine nach den Geheimnissen der Vergangenheit und auch der Gegenwart. Die offenen Türen laden zum Betreten der leeren Häuser ein und Katrine nutzt dies weidlich aus, um jede kleine Information zu sammeln und daraus ein erstaunliches Bild zusammenzufügen. 


Eine sehr gelungene Mixtur aus fesselndem Kriminalroman und interessanten Geschichtsdrama.


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