Tove Alsterdal Tödliche Hoffnung

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Inhaltsangabe zu „Tödliche Hoffnung“ von Tove Alsterdal

In seinem letzten Telefongespräch hatte Patrick gesagt, dass er einer entsetzlich grausamen Story auf der Spur sei. Danach hat Ally nichts mehr von ihrem Ehemann gehört. Als ein Paket mit Patricks Notizbuch bei ihr eintrifft, ahnt sie, dass
etwas Schreckliches passiert sein muss. Ally hebt all ihre Ersparnisse ab und fährt nach Paris, um nach ihrem Mann zu suchen. Sie folgt seiner Spur und deckt ein Netzwerk von skrupellosen Menschenhändlern auf. Haben sie auch Patrick auf dem
Gewissen? -- Tove Alsterdal schreibt mit analytischen Blick und großer emotionaler Wärme. "TÖDLICHE HOFFNUNG" ist ein Krimi erster Güte" Liza Marklund

brisantes Thema aber zu wenig Spannung und unglaubwürdige Charaktere

— mrs-lucky

Thematisch wertvoller, sprachlich überzeugender, von der Stimmung her aber nur durchschnittlicher Kriminalroman.

— Clari_214

Ein etwas anderer Kriminalroman mit einem brisantem Thema - emotional, erschütternd, beeindruckend.

— tootsy3000

Das Buch hat mich sehr überrascht. Ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Ich habe mit gelitten und geweint.

— Tuelpchen1987

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    Tödliche Hoffnung

    mrs-lucky

    31. December 2015 um 16:11

    Der Krimi „Tödliche Hoffnung“ von Tove Alsterdal nimmt sich des brisanten Themas Menschenhandel an, konnte mich in der Ausführung aber nicht wirklich überzeugen. Hauptfigur ist die Amerikanerin Alena Cornwall, die Schauplätze liegen jedoch zum größten Teil in Europa, insbesondere in Frankreich und Spanien. Als ihr Mann, der Journalist Patrick Cornwall, von einer Recherchereise nach Paris nicht mehr meldet, sondern seiner Frau einige Fotos und Notizen schickt, macht diese sich ebenfalls dorthin auf um zu ergründen, wo er geblieben ist und welcher Story er auf der Spur ist. Alena arbeitet am Theater und hat mit dem Journalismus wenig Erfahrung. Obwohl schnell klar ist, dass ihr Mann auf brisante Informationen gestossen ist und offenbar organisierten Verbrechern in die Quere gekommen, verhält sich Alena wie ein Elefant im Porzellanladen und lässt sich auch nicht von Drohungen abschrecken. Ich habe ihren Charakter als nicht schlüssig empfunden. Wieso geht sie derartige Gefahren ein trotz deutlicher Warnungen? Sie ist zwar in Sorge um ihren Mann, gleichzeitig blendet sie Gefühle bewusst aus und scheint oft neben sich zu stehen. Diese gedämpften Emotionen sind zwar einerseits nachvollziehbar, bewirken aber auch einen gewissen Abstand zu ihrem Charakter, ich konnte als Leser nicht wirklich mit ihr mitfühlen oder leiden. In einem zweiten Handlungsstrang erfährt der Leser einiges darüber, wie von Menschenhändlern mit Flüchtlingen umgegangen wird, und wie überfordert die Behörden an den Küsten Spaniens mit der Situation sind. Ein Zusammenhang der beiden Handlungsstränge wird erst sehr spät geschlossen. Insgesamt fehlte mir bei diesem Krimi lange die Spannung, in der ersten Hälfte erschien er eher wie ein Liebesroman. Erst gegen Ende gewinnt die Geschichte an Tempo und actionreichen Einlagen, die jedoch nicht wirklich zum Rest der Geschichte und zu den Charakteren passen. Insgesamt habe ich diesen Krimi aufgrund der fehlenden Spannung und der unglaubwürdigen Charaktere als Enttäuschung empfunden. 

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  • Auf der Spur einer tödlichen Wahrheit

    Tödliche Hoffnung

    Clari_214

    04. September 2014 um 21:06

    Sozialkritisch,  sorgfältig recherchiert und deprimierend kühl: so lässt sich der erste Kriminalroman der schwedischen Autorin Tove Alsterdal wohl am besten beschreiben. Die Handlung basiert zu ungleichen Teilen auf den Schicksalen dreier einander völlig unbekannter Frauen, deren Leben aber dennoch auf gefährliche Weise miteinander in Verbindung stehen:  da ist die junge schwedische Touristin Terese, die nachts am Strand von Tarifa die Leiche eines schwarzen Mannes findet. Die Afrikanerin Mary, auf der Flucht und auf der Suche nach einem neuen Leben. Und die Hauptprotagonistin, die schwangere New Yorkerin Ally, die sich in Sorge um ihren verschwundenen Ehemann Patrick auf den Weg nach Paris macht. Auf seinen Spuren wandelnd erkennt sie, dass der freiberufliche Journalist vor seinem Verschwinden kurz davor war, eine unglaublich grausame Wahrheit ans Licht zu bringen. Als sie seine Fährte weiter verfolgt, begibt sie sich selbst damit in große Gefahr …  Leider kommen die Charaktere der Protagonisten über eine ziemlich oberflächliche Darstellung nicht hinaus, was eine Identifizierung mit den Persönlichkeiten erschwert. Besonders die Ich-Erzählerin scheint trotz unglaublich erschütternder und tragischer Schicksalsschläge oft keinerlei emotionale Regung zu zeigen;  dies mag manchen Leser möglicherweise irritieren. So ernüchternd der Roman auf empathischer und emotionaler Ebene auch auftritt, so überzeugender ist er auf der sachlichen. Eingehend schreibt die Autorin über die skrupellosen Machenschaften kaltblütiger Menschenhändler und erbarmungsloser Sklaventreiber. Über die Korruption von Menschen, Medien und Unternehmen. Über die Machtlosigkeit des Einzelnen im unendlichen Meer der europäischen Bürokratie. Über den Wert eines Menschenlebens in der knallharten Wirtschaftswelt der Reichen und Mächtigen. Über die Risiken des freien Journalismus. Und über die Wahrheit, die manchmal einfach zu wenige hören wollen. 

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