Ein Meer aus Tinte und Gold

von Traci Chee 
3,7 Sterne bei186 Bewertungen
Ein Meer aus Tinte und Gold
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (107):
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Ein super Reihenauftakt mit ungeahnten Wendungen und Entwicklungen. Bin schon sehr auf die Fortsetzung gespannt.

Kritisch (27):
B

Kaum Struktur, eindimensionale Charaktere - nur der Sprachstil ist gut

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Inhaltsangabe zu "Ein Meer aus Tinte und Gold"

Seit Sefias Vater ermordet wurde, kämpft sie mit ihrer Tante Nin ums Überleben. Aber dann wird Nin entführt und die einzige Spur zu ihr ist ein Buch: ein scheinbar nutzloser Gegenstand in einem Land, in dem fast niemand um die Existenz des geschriebenen Wortes weiß. Doch kaum berührt Sefia das makellose Papier, spürt sie eine magische Verbundenheit und lernt die Zeichen zu deuten. Das führt sie auf eine gefährliche Reise – und an die Seite eines stummen Jungen, der selbst voller Geheimnisse steckt.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783551317285
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:480 Seiten
Verlag:Carlsen
Erscheinungsdatum:30.04.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    Tina_s_Leseeckes avatar
    Tina_s_Leseeckevor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ein super Reihenauftakt mit ungeahnten Wendungen und Entwicklungen. Bin schon sehr auf die Fortsetzung gespannt.
    Ein wundervoller Auftakt einer besonderen Reihe

    Das Buch "Ein Meer aus Tinte und Gold" von Traci Chee ist der Auftakt der Fantasyreihe "Das Buch von Kelanna" für Jugendliche.

    Sefia versucht nach dem Mord an ihrem Vater die Täter zu finden und zur Rechenschaft zu ziehen. Hilfe bekommt sie davon von einem stummen Jungen und einem Buch. Die Besonderheit an dem Buch - es ist so ziemlich das Einzige im Land, da kaum jemand Lesen und Schreiben kann und somit auch von diesen Dingen nichts weiß.


    Mein Fazit:
    Der Schreibstil ist sehr flüssig und ich bin gut in die Geschichte rein gekommen. Der Spannungsaufbau ist so gehalten, dass man nicht aufhören kann zu lesen und man unbedingt wissen möchte wie es weiter geht.
    Die Charakterisierung der einzelnen Charaktere ist durchdacht und für mich schlüssig. Sefia macht Fehler, denn sie ist im Haupthandlungsteil des Buches gerade 16 Jahre und muss sich alleine durchschlagen.

    Die Gestaltung des Covers finde ich sehr treffend zum Buch. Das Hauptaugenmerkt liegt auf einem aufgeschlagenen Buch, welches ein Schiff und eine Person enthält. Aus dem Buch kommen Buchstaben geflogen und der Hintergrund ist in einem satten Gelbgoldton gehalten und als Wellen dargestellt.

    Das Buch beginnt mit der Vorstellung von Kelanna und der Besonderheit der Welt. Es gibt kaum Bücher und Menschen die Lesen können. Zum Schluss des Kapitels folgt eine kurze Erinnerung wie bedroht das Buch an sich ist. Dies finde ich sehr gelungen, da es leider mehr als der Wahrheit entspricht.

    "Diese grundlegende Wahrheit wurde von den Lesern vergessen: wie bedroht das Buch eigentlich war.
    Durch Feuer.
    Durch Nässe.
    Durch den Lauf der Zeit.
    Und durch Diebstahl."
     (Buch, S. 8 ganz unten)

    Die einzelnen Kapitel haben alle einen Titel, so dass man schon erahnen kann um was es evtl. geht.
    Die komplette Gestaltung des Buches finde ich sehr gelungen. Die ganzen kleinen Elemente, welche es für mich zu etwas besonderem machte, was ich unbedingt als Buch besitzen wollte und nicht nur als E-Book.

    Die Erzählperspektive ist die allwissende. Es gibt mehrere Handlungsstränge, davon 2 Hauptstränge.

    Das Buch bekommt von mir verdiente 5 Sterne, da es mich echt überzeugt hat und ich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt war und immer wieder kleine Aha-Momente hatte. Dachte ich jetzt habe ich die Intension der Autorin verstanden, musste ich feststellen, dass es doch wieder eine andere ist. Nichts ist wie es scheint. Ich kann es dir nur empfehlen.

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    TiraLis avatar
    TiraLivor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Buch im Buch. Ich mag die kleinen Botschaften die darin versteckt sind. Leider konnte mich die Geschichte nicht ganz überzeugen.
    Konnte mich leider nicht ganz überzeugen

    Das 16 jährige Mädchen Sefia lebt in einer Welt in der das geschriebene Wort scheinbar nicht existiert. Seit sie ihre Eltern verloren hat, lebt sie bei Ihrer Tante Nin und kämpft sich gemeinsam mit ihr durchs Leben. Als ihre Tante entführt wird ist Sefia auf sich allein gestellt. Geblieben ist ihr nur ein merkwürdiger, in Leder gebundener, Gegenstand aus ihrer Kindheit. Als sie das kastenförmige Ding untersucht spürt sie eine gewisse Verbundenheit und alte Erinnerungen kommen wieder hoch. Nach und nach lernt sie die Zeichen darin zu entziffern. Es sind Worte die ihr Geschichten erzählen…
    Auf ihrer Suche nach Antworten begegnet Sefia einem stummen Jungen Namens Archer, der beschließt sie auf ihrer gefährlichen Reise zu begleiten. 

    Gestaltung:
    Die Gestaltung des Buchs ist sehr gelungen. Nicht nur das Cover ist sehr ansprechend, vielmehr ist es der Innenteil der mich fasziniert hat. Spezielle Seiten sehen alt und fleckig aus, es finden sich Fingerabdrücke im Buch und man findet verschiedene kleine Botschaften auf den Seiten. Dadurch hat man das Gefühl noch mehr an der Geschichte teilhaben zu können.

    Meine Meinung:
    Der Anfang des Buchs hat mir sehr gut gefallen. Es hat mich in seinen Bann gezogen und mich immer neugieriger gemacht. Nach einer Weile wurde es allerdings etwas verwirrend und verlor an Spannung. Was mitunter daran lag, dass es vier verschiedene Handlungsstränge gab in denen immer mehr Personen hinzukamen von denen man nicht wusste welche Rolle sie spielen. Mit der Zeit erkennt man die Zusammenhänge, trotzdem konnte ich mich oftmals nicht richtig in die Geschichte hinein fühlen.
    Neben Sefia und Archer spielt das Abenteuer von Käpt'n Lees und seiner Mannschaft eine große Rolle. Was mir sehr gut gefallen hat. Außerdem wird auch aus der Sicht der Verfolger erzählt. 

    Die Charaktere sind mir durchaus sympatisch gewesen, obwohl ich manche Handlungen (gerade bei Sefia) nicht nachvollziehen konnte. Am meisten mochte ich den Schiffsjungen Kallinago. Die Geschichte mit der Schildkröteninsel war mein absolutes Highlight.

    Der Schreibstil ist etwas schwankend. Manchmal sehr bildhaft, poetisch und mitreißend, manchmal aber auch eher zäh. Das Buch hatte so einige Längen wurde dann aber auch immer mal wieder spannend. Leider fehlte mir der gute Erzählstil gerade zum Schluss.

    Von der Geschichte bin ich insgesamt ein wenig enttäuscht. Die ganze Zeit ist man so gespannt was hinter der ganzen Sache steckt, doch zum Schluss ist es dann irgendwie gar nicht so aufregend oder überraschend. Das Ende tröpfelt so vor sich hin. Außerdem wird ein wichtiges Ereignis völlig nebensächlich behandelt und verliert dadurch seine eigentlich große Bedeutung. Das fand ich sehr schade. Die kleine Liebesgeschichte die sich entwickelt hat, war irgendwie unnötig und passte für mich nicht ins Bild.
    Wie man sich denken kann, bleiben einige Fragen ungeklärt die in den weiteren Büchern hoffentlich aufgelöst werden. 
    Vielleicht ist die Geschichte stimmig wenn man alle Bände gelesen hat.

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    _Sahara_s avatar
    _Sahara_vor 3 Monaten
    Kurzmeinung: So ein tolles & spannendes Buch. Ich liebe es!
    Die Macht des Wortes

    Inhalt:

    Seit Sefias Vater ermordet wurde, kämpft sie mit ihrer Tante Nin ums Überleben. Aber dann wird Nin entführt und die einzige Spur zu ihr ist ein Buch: ein scheinbar nutzloser Gegenstand in einem Land, in dem fast niemand um die Existenz des geschriebenen Wortes weiß. Doch kaum berührt Sefia das makellose Papier, spürt sie eine magische Verbundenheit und lernt die Zeichen zu deuten. Sie führen sie nicht nur auf eine gefährliche Reise, sondern auch an die Seite eines stummen Jungen, der selbst voller Geheimnisse steckt. Gemeinsam wollen sie Nin finden – und den Tod von Sefias Vater rächen.

    Meinung:

    Ich muss sagen, das Cover hat mich dazu bewogen mir das Buch genauer anzuschauen. Es ist so toll gestaltet, eins der schönsten Cover die ich zu Hause im Bücherregal stehen habe. Innen ist das Buch auch sehr schön gestaltet. Aber nicht nur das Cover, sondern auch die Geschichte hat mich vollkommen überzeugt.

    Sefia lebt mit ihrer Tante Nin auf der Flucht, nachdem ihr Vater ermordet wurde. Doch eines Tages wird Nin entführt, da Sefia etwas Besonderes bei sich trägt und es versteckt hält. Dieses Etwas ist ein Buch, von dessen Existenz kaum ein Mensch weiß. Sefia will Nin retten und auf ihrer Suche trifft sie auf Archer. Diese wurde gefangen gehalten und Sefia kann ihn befreien. Gemeinsam kämpfen sie gegen ihre Widersacher und erfahren dabei viel über das Buch und seine Macht.

    Mehr möchte ich nicht auf den Inhalt eingehen, um nicht die Spannung zu nehmen. Das Buch hat mich von Beginn an vollkommen in seinen Bann gezogen. Ich bin in diese spannende Welt eingetaucht, wo das geschriebene Wort kaum existiert. Diese Welt hat mir so gut gefallen, dass ich das Buch kaum noch aus der Hand legen konnte. Der Schreibstil ist toll und sehr bildhaft, so dass ich alles sehr gut vor Augen hatte. Was ich mir allerdings gewünscht hätte, wäre eine Karte von der Welt. So was mag ich in Büchern immer sehr gerne.

    Die Charaktere haben mir allesamt auch gut gefallen, vor allem Kapitän Lees. Die Abenteuer des Gesetzlosen waren spannend und fantastisch. Die Szenen auf seinem Schiff haben mir mit am besten gefallen.

    Das Buch lässt mich rundum zufrieden zurück und ich freue mich schon auf den zweiten Teil.

    Fazit:

    Ein fantastisches und spannendes Buch über die Macht des Wortes. Empfehlenswert!

    ©_Sahara_

    Kommentare: 4
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    B
    Bookishvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Kaum Struktur, eindimensionale Charaktere - nur der Sprachstil ist gut
    Verspricht mehr, als es hält

    Idee: Die Grundidee, dass in Kelanna kaum jemand lesen kann, ein Buch aber eine zentrale Rolle spielt, ist wunderbar. Da hört es aber auch schon auf. Denn leider konzentriert sich die Autorin nicht auf die Ausgestaltung dieser Idee, sondern versucht eher so viele fantastische Ideen wie möglich einzubringen. Zusätzlich zu ihren zahlreichen unausgereiften Ideen versucht die Autorin eine Meta-Ebene einzuführen (vgl. zu "Sophies Welt"). Der Grundgedanke dieser Meta-Ebene hat einen deterministischen Zug. Bücher sind allerdings nicht deterministisch - Bücher selbst beweisen das.

    Struktur der Geschichte: Es fehlt einfach ein roter Faden. Rückblenden und verschiedene Handlungsstränge gehen relativ bunt durcheinander. Die jeweiligen Handlungsstränge sind zwar in sich stimmig, die Einbettung und Zusammenführung dieser fallen in der Gesamtgeschichte aber schwach aus. Das Buch entwickelt durch diese Ungleichzeitigkeiten der Handlung seine Längen und es fällt aufgrund des Wirrwars schwer, weiterzulesen. Neben dieses Wirrwars besteht das Buch aus einer klassischen Gut-Böse-Dichotomie, aber selbst diese ist nur unzureichend ausgearbeitet. Die Einbettung dieser Dichotomie in die Geschichte ist nichts halbes und nichts ganzes: sie spielt halt eine Rolle, wie so vieles andere auch. Die schwache Struktur des Buches ist für mich das größte Manko.

    Charaktere: Hauptprotagonistin Sefia wirkt die ganze Zeit über unnahbar und etwas hilflos. Sympathisch wurde sie mir nicht, sie weckte höchstens etwas Mitleid. Ihre ursprüngliche, handlungsleitende Motivation korrespondiert weder mit ihrem Charakter, ihrer Haltung noch ihren Handlungen. Der stumme Archer dagegen wirkt deutlich sympathischer, wobei sein Verhalten teilweise unglaubwürdig wirkt bzw. in der Person nicht stimmig wirkt. Sefias "Benutzen" von Archer und ihre mangelnde Selbstreflektion störten mich immens. Entwicklungsprozesse, Motivationen und innere Konflikte werden zwar angedeutet, aber nur, um dann im wahrsten Sinne des Wortes "überschrieben" zu werden. Die Motivation, das "Warum" vieler Figuren erfährt man überhaupt nicht.

    Prämisse: "Bücher sind Magie" scheint die Gesamtprämisse des Buches zu sein. Die Autorin möchte Menschem zum Lesen bewegen, sie davon begeistern und die Großartigkeit des Lesens herausstellen und an vielen Stelle dringt ihre Liebe zum Buch tatsächlich durch. So richtig erfüllen kann sie ihre Prämisse meines Erachtens aber nicht. Man kann eine deterministische Vorstellung des Geschichte Schreibens nicht gleichsetzen mit der Prämisse "Bücher sind Magie". Sie scheitert hier also an der Erfüllung ihrer selbst gesetzten Prämisse.

    World-building: Die geschaffene Welt hat gute Ansätze und Potential, aber auch hier fehlt ein stimmiges Gesamtsetting. Es wird zwar erwähnt, dass Feindschaften unter den Inseln gibt, wer aber mit jetzt genau verfeindet ist und warum, was die Grundlagen dieser Feindschaften oder Allianzen sind, bleibt unklar. Machtpolitik kommt am Rande drin vor, aber auch wieder zu inkonsequent. Von den Einwohnern anderer Inselteile erfährt man recht wenig und Sefia und Archer haben auch kaum Kontakt zu diesen, obwohl sie immer wieder ihren Standort/Insel wechseln. Interessant gemacht ist hier das Schiff des Kapitän Lees, das wiederum aber würde besser in ein eigenes Buch passen als es in dieses Buch hereinzupressen.

    Magie: Die Magie ist zwar durchaus ideenreich und interessant gestaltet, wird aber auch hier nicht in ein stimmiges Gesamtbild überführt und so gut wie nicht erlkärt. In Kelanna gibt es alle möglichen Arten von Magie, ich hatte den Eindruck, dass ich davon immer nur Bruchstücke sehe, was ich schade fand. Ärgerlich finde ich, dass Sefia wie so häufig einfach ein magisches Talent ist, das sich dazu auch noch alles mögliche selbst beibringt (nur einmal lässt sie sich unterrichten). Sie stellt also rein zufällig eine der mächtigsten magischen Personen in Kelanna dar.

    Schreibstil: Die Autorin beweist zweifelsohne, dass sie toll schreiben kann. Nicht zu abgehoben, ganz wunderbar metaphorisch, poetisch und lautmalerisch - ihre Liebe zum Schreiben und zu Büchern dringt richtiggehend durch das Papier. Ihr Stil gefällt mir sehr gut, er erzeugt auch eine bedächtige Stimmung. Die Beschreibugnen sind ingesamt in Ordnung, an einzelnen Stellen mal etwas zu lang, mal etwas zu kurz. Insgesamt gibt es am Schreibstil aber am Wenigsten zu mäkeln. Ihr Schreibstil ist noch mit das magischste am ganzen Buch.

    Ethische Aspekte: Traci Chee versucht, ethische Konflikte anzusprechen, es gelingt ihr aber auch das: sie anzusprechen. Zu einer tiefergehenden Betrachtung ethischer Konflikte kommt es nicht. Über fragwürdiges Handeln Sefias z. B. gegenüber Archer  wird schnell drüber hinweggeschrieben, ein Konflikt nur angedeutet, aber nie in seiner Tragweite mal wirklich ausformuliert. Von Sefia hätte ich besonders an einer Stelle mehr inneren Konflikt, mehr Selbstkritik und Trauer erwartet, stattdessen bleibt all das wieder nur vager Subtext. Etwas seltsam mutet die Konzeption einer Tötung aus Notwehr als Mord an.
    Gerade was das Ethische insgesamt angeht, hätte diese Geschichte viel Potential gehabt, aber auch diese Chance wurde wieder und wieder verschenkt.

    Cover: Ja, das Cover ist sicherlich sehr gelungen. Generell stört mich aber die Tendenz vieler Bücher, dass Cover besser aussehen zu lassen als der Inhalt. Eigentlich möchte ich das auch gar nicht als eigene Bewerungskategorie führen, aber es musste einfach mal in einer solche Cover-Kategorie gesagt werden: Don't judge a book by its cover!


    Die Autorin hat definitiv Potential und daher tut es mir sehr Leid, ihren Debütroman so schlecht zu bewerten. Allerdings halte ich die Mängel für gravierend und wundere mich, wie es sein kann, dass das Lektorat nicht stärker eingegriffen hat und auf einen nachvollziehbaren roten Faden gedrängt hat. Nicht milder stimmt mich in diesem Fall auch der Umstand, dass die Autorin kreatives Schreiben studiert hat und daher wissen müsste, wie sie einen roten Faden im Buch herstellt.

    Aufgrund der genannten Kritikpunkte gibt es daher nur einen Stern - und diesen gibt es für einen guten Schreibstil und eine gute Grundidee.

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    teretiis avatar
    teretiivor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Optisch und inhaltlich absolut klasse
    Einfach magisch

    Also alleine dieses Cover macht mich schon total neugierig auf das Buch. 

    Die Geschichte an sich finde ich total gut gelungen. Man kann total gut mitfiebern und die Charakter  sind mir größtenteils sympatisch. 
    VerstecktevBotschaften und Fingerabdrücke binden den Leser noch mehr mit ein und man ist noch näher an der Story. Man fühlt sich schon fast so als wenn man es live erlebt. 

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    Isy2611s avatar
    Isy2611vor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Geheimnisvoll und spannend!
    Wo Bücher ein Geheimnis sind...

    Sefia wächst bei Tante Nin auf, nachdem ihr Vater ermordet wurde. Zu zweit ziehen sie durch die Lande. Schon früh weiß das Mädchen, dass sie ein Geheimnis verbergen müssen. Denn ganz unten in ihrem Gepäck befindet sich ein eigenartiger Gegenstand. Als Nin entführt wird, schwört Sefia Rache. Da sie vermutet, dass die Entführung etwas mit dem geheimnisvollen Ding, das sie versteckt, zu tun hat, untersucht sie es näher und entdeckt schnell, dass dieser Gegenstand mehr Geheimnisse birgt, als sie glaubte.


    Zugegeben - dieses Buch habe ich mir gekauft, weil ich beim Durchblättern fasziniert von den vielen Details war, die auf den Seiten versteckt sind. Der Klappentext tat sein übriges. Die abenteuerliche Geschichte hat mir gut gefallen. Der Schreibstil ist sehr gut zu lesen. Sefia ist eine sympathische Protagonistin. Die Welt, in der die Handlung spielt, ist faszinierend und ausgeklügelt konstruiert. In der Mitte hatte ich das Gefühl, dass zu viele lose Plotstränge nebeneinander herliefen. Diese haben zum Ende (fast alle) zusammengefunden, jedoch war mir persönlich das Ende zu kurz und zu offen. Trotzdem hat mir das Buch sehr gut gefallen.

    Empfehlung für Fantasy-Fans

    Kommentare: 1
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    Kathaaxds avatar
    Kathaaxdvor 5 Monaten
    Eine Reise in die Geschichte

    Vielen Dank an den Verlag für das Exemplar. Ich habe schon viel von dem Buch gehört, da es am Anfang als Hardcover gab. Natürlich wurde ich dadurch neugierig und habe mich schon gefreut, als ich gehört habe, das es auch als Taschenbuch erscheinen wird. Der Klappentext klingt dabei auch schon vielversprechend und spannend. Dieses Buch war auch sehr spannend und ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen. Am Anfang lernt man Nin und Sefia kennen, die sich auf eine lange Reise begeben und sich dabei auch immer versteckten. Man erfährt auch von Sefias und Nins Vergangenheit und was damals geschah und auch den Grund dafür, warum sie auf der Flucht sind. Dabei war das Setting der Geschichte sehr schön ausgearbeitet und die Charakter ineteressant. Das Buch ist auch sehr schön gestaltet und vorallem ist die Geschichte spannend. Dabei wird der Leser, durch die verstecken Botschaften, mit in die Geschichte eingebunden. Der Schreibstil der Autorin ist leicht und flüssig zu lesen. Sie hat dabei alles wunderbar detailreich beschrieben, das man die ganze Kulisse bildlich vor Augen hatte. 

    Sefia war mir gleich schon zu Anfang symphatisch. Sie war mutig und auch vielschichtig. Aber auch sie hatte ihre Ecken und Kanten. So gerät sie immer mal wieder in Verzweiflung und somit in Erinnerung an den Tod ihres Vaters. 

    Es gibt in dieser Geschichte aber auch einige andere Charakter, die man kennenlernt und auch nicht mehr vermissen möchte. So auch die Tante von Sefia. Nin war in mancher hinsicht grießkrämig und immer streng zu Sefia. Doch als Leser weiß man, das Nin einfach nur das beste für Sefia möchte und sie auch beschützen möchte. So ergeht es auch Sefia, die Nin retten möchte, als diese einfach Entführt wurde. 

    Sefia findet allerdings auch einen neuen Freund, der sie auf Schritt und Tritt begleitet. Ob es nun aus Dank ist, das Sefia ihn gerettet hat, oder aus verzweiflung, weil er nicht weiß wohin er soll, ist dabei relativ, den er wird Sefia noch von nutzen sein. Dabei erfährt man auch viel über seine Geschichte, den diese hat auch so einiges zu erzählen. 

    Man liest die Story nicht nur aus der Sicht von Sefia. Man liest sie aus der Sicht von mehreren verschiedenen Charakter, die eine wichtige Rolle in der Story spielen. Es ist auch so geschrieben und abwechselnd, das man trotzdem gut der Handlung folgen kann und keineswegs durcheinander kommt. Für mich war es eine sehr spannende Geschichte, wohlgemerkt das es darin auch um Bücher geht. Den nur ein paar Ausgewählte Menschen können ein Buch lesen und behandeln sie wie ein heiligtum, für sie haben Bücher Macht. Ich lese gerne Geschichten, in denen es über Bücher geht und spreche für dieses Buch, eine Leseempfehlung aus.


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    wordworlds avatar
    wordworldvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Gesamtkunstwerk, das durch den wundervollen Schreibstil, die komplexe Handlung, die sehnsuchtsvolle Melancholie wie ein Traum erscheint.
    Ein kleines Gesamtkunstwerk!

     Allgemeines:

    Titel: Ein Meer aus Tinte und Gold
    Autor: Traci Chee
    Verlag: Carlsen (20. Oktober 2016)
    ISBN-10: 3551317283
    ISBN-13: 978-3551317285
    ASIN: B01ELXD7ZG
    Originaltitel: The Reader
    Preis: 9,99€ (Kindle-Edition)
    9,99€ (Taschenbuch)
    17,99€ (Gebundene Ausgabe)
    Seitenzahl: 480 Seiten
    Weitere Bände: "Ein Schatz aus Papier und Magie";
    "Die Schlacht um Wörter und Blut"
     

    Inhalt:

    „Du hast die Wahl, Sefia. Lenk deine Zukunft oder lass dich von der Zukunft lenken."

    Seit Sefias Vater ermordet wurde, kämpft sie mit ihrer Tante Nin ums Überleben. Aber dann wird Nin entführt und die einzige Spur zu ihr ist ein Buch: ein scheinbar nutzloser Gegenstand in einem Land, in dem fast niemand um die Existenz des geschriebenen Wortes weiß. Doch kaum berührt Sefia das makellose Papier, spürt sie eine magische Verbundenheit und lernt die Zeichen zu deuten. Das führt sie auf eine gefährliche Reise – und an die Seite eines stummen Jungen, der selbst voller Geheimnisse steckt.


    Bewertung:

    "Es war einmal und es wird eines Tages sein. So fangen alle Geschichten an."

    Mit diesem Satz beginnt das wundervolle Märchen für Erwachsene, das neben seinem liebevoll gestalteten Aussehen auch durch Komplexität der Handlung, einen hinreißenden Schreibstil und berührende Charaktere entzückt. Ein kleines Kunstwerk!

    Wie schon viele Leser vor mir will ich unbedingt das umwerfende Cover hervorheben. Ohne übertreiben zu wollen ist es denke ich das schönste aber vor allem passendste Cover, das ich je gesehen habe. Aus einem dynamisch wirkenden Meer aus goldenen Wellen ragt ein altes Buch mit vergilbten Seiten im Zentrum des Bildes hervor. Zwischen umher schwirrenden Buchstaben läuft die Silhouette eines Mädchens auf ein Schiff zu, welches am Rand des Buches vorbei fährt. Der Titel umrahmt dieses Bild in schwarzen Schnörkeln. Mal von der wunderschönen, warmen, lebendigen Ausstrahlung des Hintergrunds abgesehen, die das Buch zum absoluten Eye-Catcher macht, passen auch alle gezeigten Elemente ganz toll zur Handlung: das Piratenschiff, das den Rand der Welt erforscht, das Mädchen als Leserin oder als Gelesene, die goldenen Fäden der magischen Welt, die alle auf das Buch zurück laufen. Einzig und allein dass Archer nirgendwo zu sehen ist, könnte ich hier kritisieren. Das Cover ist ansonsten eine perfekte Verkörperung des Titels und der geheimen Botschaft, die zwischen den Zeilen versteckt an uns gerichtet ist:

    "Dies ist ein Buch und ein Buch ist eine Welt
    und ein Wort ist ein Samen, der Bedeutung enthält.
    Seiten aus Meer und Ränder als Land
    sind Völker und Leben in deiner Hand.
    Doch prüf deine Welt und dein Dasein hier
    wird zu Meeren aus Tinte zum Haus aus Papier.
    Kennst du dich selbst oder hast du geirrt?
    Bist du Leser oder der, der gelesen wird?"

    Und nicht nur das Cover hebt diesen Fantasy-Roman von der Masse anderer ab. Auch innerhalb der Buchseiten erwarten unser prüfendes Leserauge jede Menge liebevoll gestaltete Überraschungen. Von einer Karte von Kelanna, eine kleine, handgeschriebene Notiz über hintersinnig geschwärzte Zeilen, schwarze Fingerabdrücke, geheimnisvolle Zeichen, vergilbt erscheinende, hervorgehobene Auszüge aus dem Buch, verschiedene Schriftarten bis zu versteckten Botschaften ist alles dabei um unser Gehirn auf Trab zu halten und unser Leserherz zu erfreuen! So werden wir auf ungewohnt aktive Weise mit in das Geschehen mit einbezogen und wird als Leser Teil dieser Geschichte, sowie Sefia Teil der ihrseits gelesenen Geschichte wird. Die Autorin spielt hier mit dem Grundgedanken einer Geschichte, eines Buches, wirft die philosophische Frage in den Raum, ob wir bloß Teil einer Geschichte sind, die andere lesen und schafft gleichzeitig eine Hymne an das Lesen an sich. Ganz große Klasse!


    "Magie. Ihr war, als spähte sie an den Rändern der Sterne vorbei und sähe, was dahinter lag."



    Nach einem kurzen Prolog beginnt die Geschichte um die Bedeutung von Geschichten im Herz von Kelannas, in Oxszini. Auf den willigen Leser warten 480 Seiten in einer eine wundervollen und schrecklichen Welt aus Wasser, Schiffen und Magie, in der das geschriebene Wort mit einem wertvollen Buch lange Zeit verschollen ist und Geschichten nur von Mund zu Mund weitergegeben werden. Dass Sefia schon bald Teil einer Geschichte mit unermesslichem Ausmaß werden soll, ahnt sie noch nicht, als sie mit ihrer Tante Nin auch noch den letzten Familienangehörigen verliert. Nachdem ihre Mutter an einer Krankheit verstarb und ihr Vater von geheimnisvollen Verfolgern getötet wurde, befand sie sich mit der alten Schmiedin immer auf der Flucht um etwas zu beschützen, von dem sie nicht einmal weiß, wozu es eigentlich gut sein soll.


    "Wir müssen in Zukunft besser aufpassen." Da lächelte er. Ein echtes, warmes Lächeln, das ihn selbst zu überraschen schien. Als hätte er nicht gewusst, dass er das noch konnte. Sein Lächeln war ganz weich.
    "Wir"
    (...) Sie umfasste ihre Knie, ihre Augen glänzten im Dämmerlicht. Dann würden sie es zusammen machen, sie und Archer. Herausfinden, wofür das Buch gut war. Nin retten. Diejenigen finden, die ihr Leben zerstört hatten - und Rache üben."



    Als in einer verhängnisvollen Nacht ihre Tante Nin von denselben dunklen Häschern entführt wird, die auch ihren Vater verfolgt haben, wird sie aus ihrer Untätigkeit gerissen. Um ihre Tante zu finden und ihre gesamte Familie zu rächen muss sie endlich hinter das Geheimnis des Gegenstandes kommen, den sie besitzt und der so wertvoll zu sein scheint, dass Morde dafür begangen werden. Zusammen mit dem stummen Kämpfer Archer begibt sie sich auf eine Suche nach der Wahrheit, die sie durch die vier Königreiche, über das innere Meer bis in die Hände des grausamen Piraten Sarakeen führt. Doch noch weiß sie nicht, dass sie den Schlüssel schon in ihren Händen hält. Denn als sie den seltsamen, in Leder gebundenen Kasten aufschlägt, verraten der nur flüchtig lesen gelehrten Sefia die ersten Worte den Namen für das Objekt. "Dies ist ein Buch", kann sie entziffern. Vier Worte, die ihr Leben komplett verändern sollen, denn was dieses Buch birgt sind unzählige Worte, die sich zu Sätzen, zu Geschichten formen - die Geschichte ganz Kelannas....


    "Wenn sie in Kelanna trauern, erzählen sie Geschichten - als könnten sie dich dadurch bei sich behalten. Sie glauben, dass du, wenn man die Geschichten nur oft und lange genug erzählt, lebendig bleibst - wenn auch nur in der Erinnerung."


    In recht langsamen aber wunderbar flüssigem und intensivem Tempo nimmt die originelle Geschichte ihren Lauf. Zwar hat man die Grundidee, ein Buch zur Mitte der Handlung zu machen in Klassikern wie "Tintenherz" oder "Die unendliche Geschichte" schon einmal gelesen, was dieser Roman aber damit macht, lässt sich klar von den schon existierenden Fantasy-Romanen abgrenzen. Mit dem geschickt verschlungenen Aufbau und dem tolles Setting, das abwechslungsreich und wunderbar detailreich ausgearbeitet ist, ohne dabei die Handlung zu bremsen, wird die Story zum kleinen Gesamtkunstwerk, das mitreißend und abenteuerlich erzählt wird. Der Schreibstil spielt in der Atmosphärenbildung eine sehr wichtige Rolle. Durch bildhafte aber dennoch lockere, leichte Sprache, bei der immer ein Hauch an sehnsuchtsvoller Melancholie mitschwingt, erscheint die ganze Geschichte wie ein sanfter Traum oder ein Märchen. Denn aufgrund der eigentlich abstrusen Mischung von einfühlsamen Gefühlsbeschreibungen und emotionaler Kälte, makabrer Gewalt und süßen Träumen, lockendem Abenteuer und dunkler Realität bekommt diese Geschichte eine intensive Grundstimmung, die berührt und verzaubert!

    "Archer kniete neben ihr und strich mit den Fingerspitzen über ihr Gesicht. Jede Stelle, die er berührte glühte vor Wärme, und die trostlose Kälte ihres Herzens bekam Risse. Sie nahm seien Hand und hielt sie an ihre Wange, Haut an Haut."


    Besonders spannend wird die Geschichte durch die verschiedenen Handlungsstränge, die in verschiedenen Zeiten an verschiedenen Orten spielen, sich aber nach und nach alle zu einem Gesamtbild verflechten. Durch den auktorialen Erzähler bekommen wir einen Einblick in die Gefühlswelt ganz unterschiedlicher Persönlichkeiten. Im Vordergrund steht die junge Sefia, die ihre Eltern sterben sehen musste, nichts gegen die Entführung ihrer Tante tun konnte und sich nun von Rachedurst, Neugier und Überlebenswillen getrieben auf die Suche nach der Wahrheit begibt. Sie ist ein absoluter Vorzeigecharakter der Fantasy-Literatur: verständnisvoll, mutig, herzlich, sensibel, selbst bestimmt, gewitzt und einfach nur liebenswert. Es ist wirklich schwer, sie nicht zu mögen!


    "Es war, als wäre sie die ganze Zeit ausgesperrt gewesen und hätte durch einen Türspalt den Blick auf eine magische Welt erhascht. Doch das Buch war der Schlüssel."


    An ihrer Seite steht Archer, den sie auf ihrer Reise eingesperrt in eine dunkle, enge Kiste findet, rettet und kurzerhand mitnimmt. Ohne dass er ein Wort reden kann, versteht Sefia, dass auch ihm das Schicksal böse mitgespielt hat und hilft dem geschlagenen, gebrochenen, zum Töten ausgebildeten jungen Mann, wieder menschlich zu werden und sich selbst wieder zu finden. Es ist herzzerreißend schön mit anzusehen, wie die beiden sich langsam näherkommen und sich bald ohne Worte verständigen und sich gegenseitig Halt geben können.


    "Er spürte in seinem Inneren das wütende, stinkende Wesen, das nach Blut dürstete, seine hohlen Wangen unter Haut. Aber vielleicht musste er nicht so sein. Vielleicht konnte sich dafür entscheiden, ein ganzer Mensch zu sein: Archer, Jäger, Beschützer, Artischockenputzer, Spieler, Schiffsjunge, Quarzbesitzer, Freund. Dieser Gedanke begann in ihm zu reifen, langsam zunächst, dann jedoch schneller und heftiger, bis es heiß in ihm brodelte. Vielleicht hatte er eine Wahl."


    Neben Archer und Sefia betrachten wir so auch noch die Abenteuer von Käpt´n Lees auf seinem Schiff, die "Strömung der Zuversicht", welche von kannibalischen Knochen über lebendige Inseln bis zum Rand der Welt und darüber hinaus führen. Den geheimnisvollen Käpt´n habe ich sehr schnell genau wie seine Crew, dem starken Zimmermann Ross, dem blinden und doch nicht orientierungslosen Ersten Steuermann, dem mutigen Lind, der geschickten Doc, dem missmutigen Jigo, dem begabten Cooky und dem fröhlichen Kallinago und vielen weiteren besonderen Persönlichkeiten, ins Herz geschlossen. Außerdem bekommen wir durch kurze Einschübe einen Einblick in die Sicht der Verfolger und erfahren durch den jungen Bibliotheks-Lehrling Lon und die angehende, tödliche Jägerin Mareah etwas über einen rätselhaften Orden, welcher es auf die Kontrolle der Menschheit und ein Monopol auf Wissen und Macht abgesehen hat...

    "Sie ritzte den Satz mit der Messerspitze an den verborgenen Stellen des Waldes ein, in die höchsten Äste der größten Bäume: Dies ist ein Buch.
    Oder sie schrieb auf die Steine eines zugeschütteten Lagerfeuers: Dies ist ein Buch.
    Und sie malte es sich unsichtbar auf den Arm, auf das gebeugte Knie: Dies ist ein Buch. Ein Buch. Ein Buch. Ein Buch.
    Sie wusste ja nicht, dass die Leute, die hinter ihr her waren, überall nach Spuren suchten: in den höchsten Bäumen, auf vergrabenen Steinen. Sie lechzten nach dem Buch wie Hungernde nach Essen. Krank vor Sehnsucht folgten sie ihr."



    Das Ende der Geschichte erschien mir im Vergleich zum Rest ein wenig zu lasch und ist der einzige Grund, warum ich keine 5 Sterne vergeben will. Der Tod einer Hauptperson geschieht sehr schnell und ohne jegliche Bedeutung, die schlussendliche Auflösung der Zusammenhänge ist zu kurz und auch die wichtige Entwicklung, dass Archer endlich seine Stimme wieder findet, wird nur nebenbei abgehakt. Ansonsten mochte ich das relativ offen endende Finale, denn ich muss ja gar nicht mehr lange auf Band 2 warten ;-) Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, wie es mit den Charakteren weiter geht und werde die Geschichte gespannt weiter verfolgen.

    „Ein Zuhause ist das, was du dazu machst. Es kann ein Schiff sein. Oder das, was du Tag für Tag auf dem Rücken trägst. Oder deine Familie. Oder vielleicht nur ein Mensch, den du über alles liebst. Das ist zu Hause."


    Fazit:

    Ein kleines Gesamtkunstwerk, das durch den wundervollen Schreibstil, die komplexe Handlung und die mitschwingende sehnsuchtsvolle Melancholie wie ein sanfter Traum erscheint. Die intensive Grundstimmung entsteht durch die eigentlich abstruse Mischung von einfühlsamen Gefühlsbeschreibungen und emotionaler Kälte, makabrer Gewalt und süßen Träumen, lockendem Abenteuer und dunkler Realität und baut auf spannenden, originellen Charakteren. Ich bin verzaubert!

    Vielen lieben Dank an den Carlsen Verlag für das Rezensionsexemplar zur Neuauflage als Taschenbuch!

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    Lucciolas avatar
    Lucciolavor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Eine tolle, neuartige Fantasygeschichte, für die man jedoch etwas Geduld braucht, da sie sich nur langsam entwickelt und voller Details ist
    Wunderschönes Buch mit vielen Details

    Sefia ist noch ein Kind, als ihre Mutter stirbt und von ihrer Familie nur noch ihr Vater und sie bleiben. Doch auch das hält nicht allzu lange an, denn nur wenige Jahre später findet sie ihren ermordeten Vater auf dem Küchenboden - trotz aller Verzweiflung weiß sie, was zu tun ist: durch den Geheimgang flüchten, mitnehmen, was dort versteckt ist, und nie mehr zurückkehren. Sie hält sich daran, obwohl sie nicht weiß, wofür dieses seltsame in Leder gebundene Ding eigentlich gut sein soll. Von da an ist sie zusammen mit Nin auf der Flucht, bis sich ihr Leben erneut vollständig ändert. Als Nin entführt wird, weiß Sefia, dass sie sie retten muss und dieses geheimnisvolle Ding kann ihr irgendwie dabei helfen. Nach und nach findet sie heraus, um was es sich dabei handelt: ein Buch. Und was darin verborgen ist sind Worte, die sich zu Geschichten formen - doch warum wollen ihre Verfolger das Buch unbedingt haben? Warum sind sie bereit dafür zu töten? Hilfe bekommt sie von Archer, einem stummen Jungen, den sie aus einer hölzernen Kiste gerettet hat und der seitdem nicht mehr von ihrer Seite weicht. Und nach und nach erfahren die beiden mehr von sich selbst und von dem anderen, denn jeder von ihnen hegt unzählige Geheimnisse...

    „Nin war fort. Wie eine Anziehpuppe war sie aus der Welt herausgeschnitten worden, auch wenn Sefia immer noch die Umrisse ihrer Silhouette sah, die leeren Echos der Worte hörte, die sie hätte sagen sollen."
    S. 43

    Ein Meer aus Tinte und Gold ist nicht einfach nur ein Buch, es ist ein absoluter Blickfang. Das Cover ist gold-glänzend und man sieht Linien, die sich wie goldene Wellen über das Buch ziehen. Außerdem sieht man ein Buch, die Silhouette eines Mädchens, ein Schiff, sowie einzelne Buchstaben, die aus dem Buch aufsteigen. Das alles passt hervorragend zum Inhalt des Buches, ebenso wie der Titel. Doch auch das Innere des Buches ist absolut unglaublich: Verschiedene Schriftarten- und größen, Hintergründe, Fingerabdrücke und durchgestrichene Zeilen - immer wieder entdeckt man etwas auf den Seiten des Buches. 

    Schade finde ich jedoch, das nirgends zu erkennen ist, dass es sich hierbei um eine Trilogie handelt und nicht um einen Einzelband...

    Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und einfach zu lesen. Er ist sehr bildhaft, sodass man sich die Welt und die Charaktere sehr gut vorstellen kann.
    Es gibt verschiedene Handlungsstränge, die durch unterschiedlich gestaltete Seiten kenntlich gemacht werden. 
    Zum einen natürlich die Reise von Sefia und Archer, zum anderen Geschichten, die im Buch stehen und einzelne Kapitel aus der Vergangenheit oder über die Geschehnisse bei den Verfolgern. So wird es immer wieder abwechslungsreich und nie langweilig. Allerdings kann es passieren, dass man durch die vielen Details und Handlungen etwas den Überblick verliert und erst nach und nach versteht, wie alles zusammen hängt. Manche mag das stören, ich persönlich fand es aber sehr interessant, weil man nie ganz wusste, wie dieses einzelne Kapitel jetzt in das große Ganze passte - spielt es in der Vergangenheit? Gegenwart? Was haben die Figuren mit Sefia zu tun? Wer sind sie? Fragen über Fragen, die sich erst ganz am Ende alle beantworten lassen - man braucht also etwas Geduld beim Lesen.

    „Du hast die Wahl, Sefia. Lenk deine Zukunft oder lass dich von der Zukunft lenken."
    S. 361

    Das Buch ist kein richtiger Page-Turner, es ist nicht so spannend, dass man atemlos weiterliest und nachts nicht schlafen kann. Dennoch fand ich das Buch wirklich gelungen, denn es lebt von einem einzigartigen Weltenkonstrukt und sehr nahbaren, authentischen Charakteren, die sich im Laufe der Handlung weiterentwickeln. Außerdem ist es natürlich eine Ode an Bücher per se, das gefällt mir als Bücherwurm natürlich sehr. Das Buch handelt hauptsächlich von Sefia und nachdem sie Archer kennengelernt hat, auch von ihm. Insbesondere Archer ist mir im Laufe der Zeit sehr ans Herz gewachsen! Alle Charaktere haben sehr viel Tiefe und wirken sehr authentisch und greifbar. 

    „Ein Zuhause ist das, was du dazu machst. Es kann ein Schiff sein. Oder das, was du Tag für Tag auf dem Rücken trägst. Oder deine Familie. Oder vielleicht nur ein Mensch, den du über alles liebst. Das ist zu Hause."
    S. 427

    Eine Geschichte über die Macht von Büchern und Worten, über Freundschaft, Magie und Liebe, wundervoll geschrieben mit vielen Details und tollen Charakteren.

    "Wenn sie in Kelanna trauern, erzählen sie Geschichten - als könnten sie dich dadurch bei sich behalten. Sie glauben, dass du, wenn man die Geschichten nur oft und lange genug erzählt, lebendig bleibst - wenn auch nur in der Erinnerung."

    S. 306

    Fazit

    Für dieses Buch braucht man Geduld. Es ist nicht ununterbrochen Spannend, es enthält viele Details und verschiedene Handlungsstränge, was manche vielleicht als langweilig empfinden könnten. Ich fand es toll, dass man erst am Ende alles miteinander verknüpfen konnte und während dem Lesen versuchte, die Details miteinander zu verknüpfen, aber nie recht wusste, was genau es jetzt damit auf sich hat. Die Auflösung kommt zum Großteil erst am Schluss. Die Charaktere sind mit viel Tiefe geschrieben und die Autorin hat einen sehr schönen, bildhaften Schreibstil. Für mich ein gelungenes Buch, das sich deutlich von anderen Fantasy-Geschichten abhebt, für das man aber auch etwas Geduld benötigt.

    https://lucciola-test.blogspot.de/2018/04/books-traci-chee-ein-meer-aus-tinte-und.html

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    Frau-Aragorns avatar
    Frau-Aragornvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Gute Ideen, aber viel zu viele lose Enden
    Gute Ideen, aber viel zu viele lose Fäden

    Angelockt wurde ich durch das wirklich wunderschöne Cover des Buches, und seinen tollen Titel. Die Grundidee, dass das geschriebene Wort mächtig genug ist die Welt zu verändern, ist richtig toll und die elementare Storyline des Buches betreffend Sefia und Archer ist wirklich gelungen. 


    Allerdings macht die Autorin den Fehler, zu viele Ideen in eine Geschichte packen zu wollen. Sie springt sowohl in den Zeiten, als auch den Schriftarten und verschiedenen Storylines hin und her, was es dem Leser unmöglich macht der Handlung wirklich zu folgen. Ergänzt wird das noch durch viel zu viele ähnlich klingende Namen. Dadurch dass man der Handlung nie wirklich ganz folgen kann, wird man beim Lesen schnell gelangweilt. 

    Noch dazu sind überall im Buch versteckte Worträtsel enthalten. Mal im Bereich der Seitenzahl, mal im Text selbst... es ist einfach viel zu viel und man ist überfordert dabei den Fokus auf der Geschichte zu lassen. 

    Wirklich schade, denn die Grundgeschichte ist gar nicht mal schlecht, aber weniger wäre hier viel mehr gewesen. 

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