Tracy Chevalier

 4,1 Sterne bei 930 Bewertungen
Autorenbild von Tracy Chevalier (©Nina Subin)

Lebenslauf

Zauberhafte Meisterin der historischen Romane: Die 1962 geborene Schriftstellerin aus den USA hat Englisch und Kreatives Schreiben studiert bevor sie in London als Lektorin arbeitete. Schon ihr Romandebüt „Das dunkelste Blau“ aus dem Jahr 1999 beweist ihre Fertigkeit, historischen Stoff glaubhaft zum Leben zu erwecken und für die Gegenwart zugänglich zu machen. Ihr zweites Werk „Das Mädchen mit dem Perlenohrring“ wurde ein internationaler Bestseller. Die Verfilmung des Romans mit Colin Firth und Scarlett Johansson war dreimal für den Oscar nominiert. Neben dem Schreiben kuratierte Chevalier bisher drei Kunstausstellungen in Museen. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und ihrem Sohn in London.

Alle Bücher von Tracy Chevalier

Cover des Buches Das Mädchen mit dem Perlenohrring (ISBN: 9783548288215)

Das Mädchen mit dem Perlenohrring

 (420)
Erschienen am 14.03.2016
Cover des Buches Violet (ISBN: 9783455007473)

Violet

 (82)
Erschienen am 04.01.2020
Cover des Buches Zwei bemerkenswerte Frauen (ISBN: 9783328102540)

Zwei bemerkenswerte Frauen

 (83)
Erschienen am 10.04.2018
Cover des Buches Die englische Freundin (ISBN: 9783442749225)

Die englische Freundin

 (56)
Erschienen am 14.04.2015
Cover des Buches Der Neue (ISBN: 9783813506716)

Der Neue

 (40)
Erschienen am 16.04.2018
Cover des Buches Der Ruf der Bäume (ISBN: 9783328102533)

Der Ruf der Bäume

 (41)
Erschienen am 10.04.2018
Cover des Buches Der Kuss des Einhorns (ISBN: 9783548605364)

Der Kuss des Einhorns

 (41)
Erschienen am 01.06.2005
Cover des Buches Das dunkelste Blau (ISBN: 9783423214841)

Das dunkelste Blau

 (27)
Erschienen am 01.01.2014

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Tracy Chevalier

Cover des Buches Das Mädchen mit dem Perlenohrring (ISBN: 9783548288215)
auvules avatar

Rezension zu "Das Mädchen mit dem Perlenohrring" von Tracy Chevalier

Ein Buch aus der Sicht eines Dienstmädchen.
auvulevor 2 Monaten

Ich habe mir dieses Buch ausgesucht, da ich Gemälde von Vermeer wirklich toll finde. Aus diesem Grund dachte ich mir, warum nicht mal eine Geschichte zu einem der Bilder lesen !?

Ich bin eigentlich absolut kein Fan von "Liebesromanen" - aber dieses Buch plätschert beim lesen so dahin... man kann es nicht mehr aus der Hand legen und man spürt richtig die Spannung zwischen Griet und Vermeer. Man möchte einfach wissen, was passiert und wie die Geschichte zu Ende geht.

Zugegeben, das Ende ist wirklich ein bisschen kitschig, aber ich war trotzdem sehr begeistert von diesem Buch und kann es nur weiterempfehlen!

Die Geschichte entspricht zwar leider nicht ganz der Wahrheit, aber es ist trotzdem schön, wenn man eine "Geschichte" zu einem Gemälde hat....

Cover des Buches Das Mädchen mit dem Perlenohrring (ISBN: 9783548600697)
M

Rezension zu "Das Mädchen mit dem Perlenohrring" von Tracy Chevalier

Tiefgründig, aber für mich unergründlich
MelLilavor 3 Monaten

Und schon ausgelesen. Hab es durchgehalten, weil ich irgendwie gehofft hab, es doch noch zu verstehen. Aber irgendwie will mir das nicht so richtig gelingen. Ein Mädchen, das alles richtig macht und es allen recht machen will, ein besessener Maler, der sich nicht mit seiner Frau unterhält, eine Frau, die ein Kind nach dem anderen bekommt, obwohl sie die eigentlich nicht ausreichend ernähren können, wohl, um den Schein einer wohlhabenden Familie zu wahren. Zu diesem Buch hab ich nicht wirklich Zugang gefunden. Liest sich aber leicht und schnell. Naja, einen Versuch war es wert. Vielleicht gefällt es ja dem nächsten besser.

Cover des Buches Das Mädchen mit dem Perlenohrring (ISBN: 9783548288215)
nymphe--s avatar

Rezension zu "Das Mädchen mit dem Perlenohrring" von Tracy Chevalier

"Das Mädchen mit dem Perlenohrring" - Das Mädchen unter der Haube
nymphe--vor 6 Monaten

Das erste Bild, das ich in meinem Kunststudium besprochen habe, war Jan Vermeers Das Mädchen mit dem Perlenohrring. Wir alle hielten das für wenig reizvoll, da sie wirklich überall hing und man das Gefühl hatte, man würde sie schon kennen bis dahin, dass man ihr fast schon überdrüssig war. Jedoch stellte sich die Analyse als sehr bereichernd heraus. Ich habe das Gemälde danach nicht besser verstanden, aber ich konnte dessen Wirkung nachvollziehen. Nachdem ich Tracy Chevaliers Roman dazu gelesen habe, hat sich meine Faszination für Das Mädchen mit dem Perlenohrring noch verstärkt. 


Der Roman beginnt im Jahre 1664. Griet ist gerade 16 und nachdem ihr Vater bei einem Arbeitsunfall erblindet ist, muss sie als Dienstmagd für die Familie Geld verdienen. Der Maler Vermeer sucht jemanden, der in seinem Atelier putzt, ohne die Gegenstände zu verstellen. Dabei fällt seine Wahl auf Griet. Sie zieht ins Haus der Familie Vermeer. Zu Beginn sieht sie ihn nicht so oft. Ihr Alltag besteht aus Putzen, Wäsche waschen und in der Fleischhalle Fisch und Fleisch besorgen. Die anderen Personen im Haus sind ihr nicht gerade freundlich zugewandt. Catharina, Vermeers Ehefrau, und Tanneke, die andere Dienstmagd im Haus, sehen sie zum Teil als Bedrohung an. Obwohl Griet immer versucht ihr Haar unter ihrer Haube zu verbergen, denn sie sei keines dieser Mädchen, die mit offenen Haar auf die Straße gingen, kann sie nichts dagegen machen, dass schon bald Männer auf sie aufmerksam werden. Vermeers Gönner van Ruijven hat ein Auge auf sie geworfen und auch Vermeer selbst ist fasziniert von ihr. Griet hegt ebenfalls eine große Bewunderung für ihren Herren. Eines Tages möchte van Ruijven, dass Vermeer ihn zusammen mit Griet malt. Allen Beteiligten ist klar, dass van Ruijven noch viel mehr möchte, als nur mit Griet zusammen Modell zu stehen. Vermeer möchte Griet beschützen und sie einigen sich darauf, dass er Griet einzeln portraitieren wird. Ein Gemälde, das anders ist als alles, was er zuvor gemalt hat und was viel mehr bedeutet als nur ein Portrait eines Mädchens.




Es ist wichtig zu Beginn schon zu erwähnen, dass es sich hierbei um eine fiktive Geschichte handelt. Die wahre Identität zum Mädchen mit dem Perlenohrring ist nicht bekannt sowie die Umstände dessen Erstehung. Chevalier schafft es dennoch eine plausible und authentische Erzählung zu schreiben. Obwohl das Buch keine wirklich spannende Handlung besitzt, schafft die Autorin es den/die Leser:in beizubehalten. Die Spannung und die Gefühle der Figuren im Buch bilden ein gutes Äquivalent zur Spannung im Gemälde. 


Um zu verstehen, was ich damit meinen, muss man wissen, was am Mädchen mit dem Perlenohrring so besonders ist. Im Gemälde sind keine Haare zu sehen. Auch Griet versucht ihre Haare zu verbergen. Nicht einmal Pieter darf sie sehen, der Sohns des Fleischhändlers, mit dem sie so was wie eine Liebesbeziehung führt. Haare waren zu der Zeit sehr erotisch aufgeladen. Sie waren dazu da Männer zu verführen. Deswegen verbargen vor allem Dienstmägde, die ihre Haare nicht wie Damen frisieren konnten, ihr Haupt unter einer Haube. Die einzige Person, die Griet einmal mit offenen Haaren gesehen hat, war Vermeer, der sie zufällig erwischte, wie sie sich ihre Haare machte. Das wohl einer der erotischsten Momente des Buches. 


Generell geht es viel um Erotik im Buch. Die Art, wie Vermeer Griet malte, war sehr kontrovers und anzüglich. Obwohl sie ihr Haar nicht zeigte, blickt sie den Betrachter direkt an, fängt ihn mit ihrem Blick. Das war damals sehr verpönt, denn es wirkte sehr aufreizend. Zudem sind ihre Lippen sind rot, geöffnet und leicht feucht. Hier geht es auch um den Kontrast zwischen Erotik und Keuschheit. Griet weiß, wie Männer sind und will sich so keusch wie möglich zeigen. Sie weigert sich, dass Vermeer ihre Haare malte. Dennoch sehnt sie sich nach Vermeers Aufmerksamkeit und der Blick, mit dem er sie malt, lässt sie selbst Lust empfinden. Trotzdem passiert zwischen Vermeer und Griet nie etwas. Es wird klar, dass das Gemälde das intimste ist, was beide miteinander teilen konnten. Nur ist es für jeden sichtbar. Beinahe als hätten sie einen Porno gedreht. Van Ruijven wird es bekommen, um es sich jeden Tag anzusehen. Catharina wird krank vor Eifersucht, als sie erfährt, dass Griet ihre Perlenohrringe auf dem Gemälde trägt. Und dass ihr Mann sie nie so gemalt hat, wie er Griet gemalt hat. 


Die ganze Spannung der Figuren verdeutlicht sehr gut die Spannung des Gemäldes. Ein großes Mysterium des Bildes hat  auch der Perlenohrring zu verschulden. Das Mädchen auf dem Bild sieht nicht wohlhabend aus. Aber auch nicht wie eine Dienstmagd. Griet möchte nicht wie eine Dame gemalt werden, Vermeer will zeigen, dass sie mehr ist als nur eine Dienstmagd. Der Perlenohrring zieht alles wie ein Zentrum zusammen. Seine Reflektion ist ein Bindeglied zwischen dem Weiß ihres Leibchens und dem Weiß ihrer Lippen und Augen. Ohne ihn wäre das Gemälde unvollständig


Als Kritikpunkt würde ich anbringen, dass das Buch mir vielleicht zu erotisch aufgeladen war. Die Verbindung zwischen Griet und Vermeer (obwohl sie rein platonisch war) fand ich sehr unangenehm, da er auch deutlich älter ist als sie. Griet himmelt ihn auch von Anfang an sehr an ohne bestimmten Grund und auch sein Name wird nie erwähnt. Es heißt immer nur so was wie "Er stand plötzlich in der Tür." Das war mir ein wenig zu viel. Auch ist das Ziel, der Anonymität das Mädchens eine Identität zu verleihen, etwas fehlgeschlagen. Denn am Ende war Griet nur ein Objekt der Lust und mir etwas zu erotisiert. Auch wenn ein wenig durchgekommen ist, dass Vermeer sie auch wegen anderen Dingen schätzte, hat er sie vor allem begehrt bzw. begehrend gemalt. Begehren bzw. Eifersucht hat auch jedes Verhältnis, das Griet mit irgendeiner Figur hatte, bestimmt. Auch Griets eigene Motivation schien nur daraus zu bestehen ihren Herren glücklich machen und möglichst ihre Tugend zu behalten. Das finde ich aus feministischer Sicht etwas schade. 


Dennoch fand ich die Geschichte sehr authentisch als Background-Story. Besonders gut hat mir gefallen, wie jedes Detail des Gemäldes in die Geschichte eingearbeitet wurde, so dass man am Ende ein Verständnis dafür hat, warum Griet gerade so gemalt wurde. Ebenfalls gefallen hat mir, dass auch Vermeers andere Bilder, die er in dieser Zeit gemalt hatte, mit in die Handlung eingewoben wurden und eine Geschichte bekamen. Nicht selten saß ich während des Lesens neben meinem Handy und habe Vermeers Bilder gegoogelt und das Bild zu finden, welches gerade beschrieben wurde. Dadurch erhält man auch viel Wissen darüber, wie Vermeer gearbeitet hat und erkennt Gegenstände, die öfter in seinen Bildern vorkommen oder Szenen, die er gern gemalt hatte. 


Ich könnte noch viel mehr z.B. über die einzelnen Figuren schreiben, die meiner Meinung nach alle einen tiefgründigen Charakter mit Wünschen und Bedürfnisses bekommen haben, aber ich denke, das reicht erstmal als Leseeindruck. Das Buch kann ich auf jeden Fall für alle empfehlen, die sich für Kunst interessieren. Auch für die (und besonders für die), die Das Mädchen mit dem Perlenohrring eigentlich langweilig finden.


 

Gespräche aus der Community

Wir lesen mit eigenem Exemplar. Jeder ist herzlich willkommen mitzulesen! 

Einfach unter „Ich lese mit/Plauderecke“ eintragen, danke.


Die Leserunde startet am 10. April 2020

190 Beiträge
FrancieNolans avatar
Letzter Beitrag von  FrancieNolanvor 4 Jahren

Genau.💃🏼

Ein großer Frauenroman von Bestsellerautorin Tracy Chevalier

Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten - Amerika - jedoch nicht Mitte des 19. Jahrhunderts, als die Sklavenfrage das Land in Uneinigkeit stürzt. Die junge Honor sucht in dem ihr unbekannten Land ein neues Leben und findet Zerrissenheit, Freundschaft und einen Mann, der um ihre Aufmerksamkeit buhlt. Tracy Chevalier, Autorin von "Das Mädchen mit dem Perlenohrring", zeichnet auch in ihrem neuen historischen Roman eine starke Frauenfigur, die sich im Weltgeschehen zu behaupten versucht und sich dabei zwischen Herz und Verstand entscheiden muss.

Mehr zum Buch:
Die junge Quäkerin Honor verlässt 1850 aus Liebeskummer ihre Heimat, um in Amerika ein neues Leben zu beginnen. Doch schon kurz nach ihrer Ankunft wird sie von einer harten Realität eingeholt, die Frage der Sklaverei spaltet die Nation. Zu ihrer einzigen Vertrauten wird die temperamentvolle Hutmacherin Belle. Dass sich ausgerechnet der Sklavenjäger Donovan für Honor interessiert, bringt sie in eine schwierige Lage, und sie muss sich zwischen schönen Worten und mutigem Handeln entscheiden. LESEPROBE

Über die Autorin:
Tracy Chevalier wurde 1962 in Washington, D. C. geboren. 1984 zog sie nach England und arbeitete zuerst als Lektorin, bevor sie mit dem Schreiben begann. Mit „Das Mädchen mit dem Perlenohrring“, das auch verfilmt wurde, gelang ihr der internationale Durchbruch.

Gemeinsam mit dem Knaus Verlag verlosen wir 25 Hardcover-Exemplare bis einschließlich 30. Oktober 2013.* Beantwortet uns dazu folgende Frage:
Honor flieht vor ihrem Liebeskummer nach Amerika. In welches Land würdet ihr euch flüchten wollen und warum?

*Eine aktive Teilnahme an der Leserunde sowie das Schreiben einer Rezension am Ende sind selbstverständlich.

564 BeiträgeVerlosung beendet
piepsls avatar
Letzter Beitrag von  piepslvor 10 Jahren
Ich möchte nun auch noch meinen Anmerkungen loswerden, bin zwar schon vor knapp zwei Wochen mit Lesen fertig geworden, aber noch nicht zum Schreiben gekommen. Ich bin total begeistert von dem Buch und dem letzten Abschnitt. Ich finde es von Honor stark, dass sie sich und ihrem Schweigen treu geblieben ist. So hatte sie für sich die Chance, sich klar zu werden über das, was sie möchte. Dass sie dann zu Belle geflohen ist, war für mich irgendwie zu erwarten und ich hab mich gefreut, so hatte man noch mal Kontakt zu Belle, denn ich mochte sie sehr gern. Und als dann noch Mrs. Reeds auftauchte, hat sich der Kreis perfekt geschlossen. Es hat sich einiges aufgeklärt und durch den Tod von Donovan bekommt die Arbeit, die die Frauen mit der Befreiung der Sklaven bisher geleistet hatten, eine Zukunft. Ich war etwas überrascht, zwischendurch hatte ich das Gefühl, dass Honor zu Donovan gehen wird und mit ihm ein neues Leben anfängt. Dass sie sich dann doch zu Jack bekannt hat, find ich toll und es ist ein gelungener Abschluss für das Buch. Wenn die beiden "noch leben würden", würde ich ihnen alles Glück der Welt wünschen! Ich danke lovelybooks noch einmal für diese Leserunde, es ist ein wirklich schönes Buch. Ich habe wieder viel neues aus dem Bereich faszinierender Handarbeiten gelernt und eine erste Patchworkdecke für den Sohnemann ist schon fertig :-)

Zusätzliche Informationen

Tracy Chevalier wurde am 19. Oktober 1962 in Washington D.C. (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

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