Tracy Chevalier

 4.1 Sterne bei 775 Bewertungen
Tracy Chevalier

Lebenslauf von Tracy Chevalier

Zauberhafte Meisterin der historischen Romane: Die 1962 geborene Schriftstellerin aus den USA hat Englisch und Kreatives Schreiben studiert bevor sie in London als Lektorin arbeitete. Schon ihr Romandebüt „Das dunkelste Blau“ aus dem Jahr 1999 beweist ihre Fertigkeit, historischen Stoff glaubhaft zum Leben zu erwecken und für die Gegenwart zugänglich zu machen. Ihr zweites Werk „Das Mädchen mit dem Perlenohrring“ wurde ein internationaler Bestseller. Die Verfilmung des Romans mit Colin Firth und Scarlett Johansson war dreimal für den Oscar nominiert. Neben dem Schreiben kuratierte Chevalier bisher drei Kunstausstellungen in Museen. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und ihrem Sohn in London.

Alle Bücher von Tracy Chevalier

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Das Mädchen mit dem Perlenohrring

Das Mädchen mit dem Perlenohrring

 (402)
Erschienen am 14.03.2016
Zwei bemerkenswerte Frauen

Zwei bemerkenswerte Frauen

 (71)
Erschienen am 10.04.2018
Die englische Freundin

Die englische Freundin

 (51)
Erschienen am 14.04.2015
Der Kuss des Einhorns

Der Kuss des Einhorns

 (39)
Erschienen am 01.06.2005
Der Ruf der Bäume

Der Ruf der Bäume

 (33)
Erschienen am 10.04.2018
Der Neue

Der Neue

 (31)
Erschienen am 16.04.2018
Wenn Engel fallen

Wenn Engel fallen

 (28)
Erschienen am 01.10.2003
Das dunkelste Blau

Das dunkelste Blau

 (25)
Erschienen am 01.01.2014

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Neue Rezensionen zu Tracy Chevalier

Neu

Rezension zu "Der Neue" von Tracy Chevalier

Ein sehr interessantes Buch
lisa_zeilenzaubervor 2 Monaten

Cover: Passt natürlich sehr gut zu der Geschichte. Ein schwarzer Junge alleinstehend.

Schreibstil: War sehr schlicht und einfach gehalten. Es werden gleiche Sachverhalte aus immer wieder anderen Perspektiven gezeigt, was wirklich interessant war.

Meinung: Ich bin wirklich positive begeistert. Die originelle Umsetzung von Shakespeares Stück „Othello“ wurde mit einem politisch immer noch sehr vordergründigen Thema sehr gut umgesetzt.
Die verschiedenen Sichtwinkel zu der ganzen Geschichte, das abhandeln aller Akte innerhalb eines Schultages und die Zurschaustellung aller aufkommenden Gefühle und Intrigen hat mich wirklich positiv überrascht.
Dadurch dass das Buch „nur“ an die 190 Seiten aufweist ist es auch schnell durchgelesen und zieht sich nicht zu sehr in die Länge.

Fazit: Es war mal etwas anderes, doch es hat mir sehr gut gefallen.

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Rezension zu "Der Neue" von Tracy Chevalier

Nur den eigenen Vorteil im Blick
jenvo82vor 3 Monaten

„Ian sah jeden, der neu war in seinem Revier. Denn der Schulhof gehörte ihm. Seit Monaten gefiel er sich schon in dieser Machtposition. Da stellte jeder Neue natürlich eine gewisse Herausforderung dar.“


Inhalt


Osei Kokote stammt aus Ghana, doch als Sohn eines Diplomaten muss er alle Jahre an eine neue Schule wechseln, weil die Familie mal wieder umzieht. In gewisser Weise kennt er sich also aus mit dem „neu sein“ in einer fremden Umgebung. Dennoch belastet ihn dieses ständige taxieren, einordnen und auf jeden Fall nichts Falsches zu sagen ungemein. Zu gern wäre er einfach nur er selbst, mit stabilen Freundschaften und mehreren Konstanten in seinem Leben. Auch an der Washingtoner Schule, die er nun besucht, gilt er als Außenseiter. Nicht nur weil er neu ist, sondern darüber hinaus auch noch eine andere Hautfarbe hat, als seine Mitschüler. Seltsamerweise freundet er sich gleich am ersten Tag mit einem der beliebtesten Mädchen an und wird wider Erwarten zwar angestarrt aber nicht wirklich gemieden. Für Osei ist das eine ganz hoffnungsvolle Erfahrung, die er so nicht vermutet hat, doch seine Freude währt nur kurz, denn Ian ist bereits der König des Schulhofs und er wird es gewiss nicht hinnehmen, dass ein hergelaufener Fremder sein Revier besetzt. Subtil spinnt er eine Intrige, die gleich mehrere Mitschüler einschließt und sein Ziel ist ganz klar: Osei hat an dieser Schule nicht mehr lange etwas zu lachen …


Meinung


Die in Washington aufgewachsene Autorin Tracy Chevalier widmet sich in diesem Roman einer Art Neuauflage von Shakespeares Othello – ein Außenseiter, der den Makel einer anderen Hautfarbe hat, wird Opfer von Diskriminierung und Vorurteilen. Ihr Drama legt sie auf den Schulhof einer Washingtoner High-School mit ganz klaren Rollenbildern, die alle bereits gut situiert sind und ihren Platz im Schulgefüge gefunden haben. Und zugegeben, diese ausführliche, individuelle Gestaltung der einzelnen Charaktere macht für mich den Wert des Buches aus, vielmehr als das beabsichtigte Drama, welches für meinen Geschmack auch viel zu kurz kommt, weil es erst auf den letzten zehn Seiten relevant wird.


Mit viel Einfühlungsvermögen beschreibt sie nicht nur Osei, der sich einfügen muss, sondern auch die sympathische Dee, die sofort Freundschaft mit ihm schließt, den Widersacher Ian, der auch vor Gewalt und Intrigen nicht zurückschreckt, seinen meinungslosen Mitläufer Rod und das Traumpaar der Schule, welches als Zielobjekt einer infamen Lüge herhalten muss. Diese vielen Verkettungen zwischen den Schülern, ihr Selbstbild aber auch ihre Außenwirkung im Schulgefüge machen für mich den Großteil der Geschichte aus. Sie sind spannend, vielschichtig, abwechslungsreich und genau im richtigen Maß ausgearbeitet. Der Alltag zwischen den Kindern wird greifbar, ebenso wie die Verteilung der Sympathien, die auch die Lehrer der Schule einbezieht. Auch der Sprachstil, den die Autorin wählt, passt ausgesprochen gut zum Text, denn ein übergeordneter Erzähler lässt die Geschichte lebendig werden und zwar aus allen Perspektiven, nicht nur aus Sicht eines Einzelnen.


Kleine Abstriche muss ich allerdings bei der tatsächlichen Ausarbeitung des Dramas machen. Gerade der Moment, in dem es zum finalen Treffen kommt, bei dem alle Wendungen sichtbar werden, bei dem Schuld und Gewissensfragen offenbart werden sollten, der verpufft auf den letzten Seiten fast gänzlich. Eine kurze, schicksalhafte Abfolge mehrerer Momentaufnahmen fast willkürlich aneinandergereiht und einfach so, fast schon stümperhaft in den Raum gestellt. So plötzlich wie der große Knall kommt, so abrupt endet auch die Geschichte, da haben mir noch viele Seiten zum Leseglück gefehlt, dennoch erschließt sich mir der Text weniger auf Grund seines Abschlusses als vielmehr durch die intensive Auseinandersetzung im Gesamtkontext des Buches.


Fazit


Ich vergebe gute 4 Lesesterne für diesem klassischen Roman in Anlehnung an ein Werk der Weltliteratur. Eine individuelle, gut kontrastierte Darstellung verschiedener Rollenbilder in einem abgegrenzten Raum. Keiner kann so recht aus seiner Haut, alle müssen sich neu finden und der Neue mischt die Zusammensetzung diesmal auf. Eine tiefgreifende Debatte bezüglich des Außenseitertums und der Diskriminierung darf man nicht erwarten, weil es eine sehr erzählerische Umsetzung ist, die das romanhafte beibehält, doch als ein kleines Kammerspiel mit bekannten Größen und stimmigen Charakterzeichnungen darf sich dieses Büchlein dennoch schmücken. Mir hat es sehr gut gefallen, mit nur wenigen Abstrichen.

Kommentare: 1
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Rezension zu "Der Neue" von Tracy Chevalier

Eine gute Neuerzählung eines grandiosen Klassikers!
Ashimausvor 4 Monaten

🌟REZENSION🌟
#DerNeue von #TracyChevalier wurde mir freundlicherweise  als Rezensionsexemplar vom #knausverlag zur Verfügung gestellt 💕
Da es sich bei dem Buch um eine Neuerzählung des Shakespeare Klassikers "Othello" handelt, und es einer meiner liebsten Klassiker ist, habe ich mich sehr auf die Geschichte gefreut! 
Anfangs hatte ich leichte Schwierigkeiten in die Geschichte reinzukommen. Es las sich eher wie ein Kinder-/Teeniebuch, was mich etwas irritiert hat. 
Als ich diese Hürde überwunden hatte, konnte mich das Buch dann doch noch recht gut für sich einnehmen 👌🏼
Die Autorin beschreibt sehr authentisch die Gefühlswelten und Gedankengänge der Kids. Auch die verschiedenen Charaktertypen und ihre Wirkung, sowie die Schulhierarchie, kommen hier gut zur Geltung. Die Ängste und Vorurteile gegenüber farbigen Menschen in den 70ern der USA, die auf Erziehung, Unwissenheit und teils auch Gruppenzwang beruhten, bringt Chevalier verständlich zum Ausdruck.
Sorgt jedoch mit den  wohlgesonnenen Charkteren, wie Dee, Casper und auch Mimi für ein ausgewogenes Gleichgewicht. Kids, die ohne Vorurteile und Angst Osei begegnen. Die zwar neugierig sind, aber unbefangen andersfarbigen Menschen gegenübertreten. Denen die Hautfarbe/Herkunft etc schlichtweg egal ist! Und die Macht, die dahinter steht, wenn genau diese Kids die Ranghöreren sind, wenn die beliebten Kids unbefangen den Neuen gegenüber treten! 
Die freundliche Distanz und Unsicherheit mit der Osei den anderen Kindern aufgrund seiner zahlreichen Erfahrungen, die er als "Neuer" schon gesammelt hat, begegnet, wirkt authentisch und nachvollziehbar. Und auch wie erschütternd leicht es für einen intriganten gefährlichen Charakter wie Ian ist, die Saat des Misstrauens in Osei zu pflanzen, der einfach schon oft menschlich enttäuscht wurde. 
Mit dem Ende konnte mich Chevalier nochmal richtig schocken und mir wiedermal bewusst machen, wie verletzt eine Kinderpsyche doch seim kann, egal wie "hart" das äußere Auftreten ist.
FAZIT:
Eine gute Nacherzählung eines Klassikers! Trotz anfänglicher Schwierigkeiten und der ein oder anderen gefühlten Länge, konnten die authentischen Charaktere und die gute Umsetzung punkten! 3/5 Sterne

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Gespräche aus der Community

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Ein großer Frauenroman von Bestsellerautorin Tracy Chevalier

Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten - Amerika - jedoch nicht Mitte des 19. Jahrhunderts, als die Sklavenfrage das Land in Uneinigkeit stürzt. Die junge Honor sucht in dem ihr unbekannten Land ein neues Leben und findet Zerrissenheit, Freundschaft und einen Mann, der um ihre Aufmerksamkeit buhlt. Tracy Chevalier, Autorin von "Das Mädchen mit dem Perlenohrring", zeichnet auch in ihrem neuen historischen Roman eine starke Frauenfigur, die sich im Weltgeschehen zu behaupten versucht und sich dabei zwischen Herz und Verstand entscheiden muss.

Mehr zum Buch:
Die junge Quäkerin Honor verlässt 1850 aus Liebeskummer ihre Heimat, um in Amerika ein neues Leben zu beginnen. Doch schon kurz nach ihrer Ankunft wird sie von einer harten Realität eingeholt, die Frage der Sklaverei spaltet die Nation. Zu ihrer einzigen Vertrauten wird die temperamentvolle Hutmacherin Belle. Dass sich ausgerechnet der Sklavenjäger Donovan für Honor interessiert, bringt sie in eine schwierige Lage, und sie muss sich zwischen schönen Worten und mutigem Handeln entscheiden. LESEPROBE

Über die Autorin:
Tracy Chevalier wurde 1962 in Washington, D. C. geboren. 1984 zog sie nach England und arbeitete zuerst als Lektorin, bevor sie mit dem Schreiben begann. Mit „Das Mädchen mit dem Perlenohrring“, das auch verfilmt wurde, gelang ihr der internationale Durchbruch.

Gemeinsam mit dem Knaus Verlag verlosen wir 25 Hardcover-Exemplare bis einschließlich 30. Oktober 2013.* Beantwortet uns dazu folgende Frage:
Honor flieht vor ihrem Liebeskummer nach Amerika. In welches Land würdet ihr euch flüchten wollen und warum?

*Eine aktive Teilnahme an der Leserunde sowie das Schreiben einer Rezension am Ende sind selbstverständlich.

Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Tracy Chevalier wurde am 19. Oktober 1962 in Washington D.C. (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

Tracy Chevalier im Netz:

Community-Statistik

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auf 114 Wunschlisten

von 13 Lesern aktuell gelesen

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