Tracy Chevalier Das Mädchen mit dem Perlenohrring

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Inhaltsangabe zu „Das Mädchen mit dem Perlenohrring“ von Tracy Chevalier

Delft 1664. Als der Vater bei einem Arbeitsunfall sein Augenlicht verliert, wird die junge Griet, um die Familie zu unterstützen, als Dienstmagd in den Haushalt des angesehenen Malers Johannes Vermeer gegeben. Die Schikanen von Vermeers eifersüchtiger Gattin ließen sich kaum ertragen, wären da nicht die faszinierenden Bilder des Meisters, die Griet auf magische Weise in ihren Bann ziehen. Immer häufiger ruht der Blick des Künstlers auf ihr; schließlich beginnt Vermeer, sie heimlich zu malen. Doch als er Griet bittet, einen Perlenohrring anzulegen, beschwört er damit eine Katastrophe herauf, die nicht nur für Griet ungeahnte Folgen hat ...

So glaubhaft authentisch, dass man kaum glauben kann, dass alles nur erfunden sein soll. Das Bild werde ich von nun an anders sehen

— *Jessy*
*Jessy*

Schöner historischer Roman mit einer großartigen Idee der Autorin, aber die Protagonisten mochte ich nicht so ganz.

— ErleseneBuecher
ErleseneBuecher

Hat mir gut gefallen! Ein nettes Buch über einen Maler und eine Dienstmagd

— buecherwuermli
buecherwuermli

Wunderbare Geschichte über den Maler Vermeer

— elfenpetra
elfenpetra

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  • Haube, Fleischhalle & Bleiweiß

    Das Mädchen mit dem Perlenohrring
    ErleseneBuecher

    ErleseneBuecher

    19. March 2017 um 21:27

    Den Film zu diesem Buch habe ich vor Jahren schon mal gesehen und meine mich zu erinnern, dass ich ihn ganz gut fand. Nun hat mein Mann mir vor Jahren dieses Buch geschenkt und an sich liegt es mir so gar nicht, das Buch nach dem Film zu lesen, aber nun ist es fast verjährt und ich kann mich nur noch schlecht an den Film erinnern. Das Buch spielt in Delft im 17 Jahrhundert und handelt von dem Maler Vermeer, obwohl dieser eigentlich nicht die Hauptrolle spielt. In erster Linie geht es um Griet, eine Dienstmagd, welche aber ein gewisses Verständnis für Farben und Kunst hat. Sie wird seine heimliche Gehilfin und landet am Ende vor seinem Pinsel. Also nicht das, was ihr jetzt denkt. Er malt sie! Allerdings hat Griet in seinem Haus keinen leichten Stand, da seine Frau und seine Tochter etwas gegen sie haben. Zum Glück hat der Fleischersohn ein Auge auf sie geworfen. Das wäre also ihre Chance von des Malers Haus weg zu kommen, aber etwas hält sie. Sie fühlt sich zu Vermeer hingezogen… Ich mag historische Romane und an diesem fand ich besonders schön, dass man nicht nur einiges über das damalige Delft und die Lebensumstände erfahren hat, sondern dass die Idee der Autorin war, ein bekanntes Gemälde als Grundlage zu nehmen und um dieses herum eine faszinierende Geschichte zu spannen. Das ist beeindruckend. Mein Problem war nur, dass ich Griet und auch Vermeer nicht besonders mochte. Die Sympathien, die ich mir für sie eingebildet habe, kamen daher, dass ich immer an Colin Firth und Scarlett Johannson denken musste. Vermeer war für mich kaum fassbar, eigenbrötlerisch, lebte in seiner eigenen Welt und machte sich keine Gedanken um andere. An Griet gefiel mir nicht, wie sie mit dem Fleischersohn Pieter umging und dass Vermeer so eine Macht über sie hatte. Bewertung: 4 von 5 Punkten

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  • Das Mädchen mit dem Perlenohrring

    Das Mädchen mit dem Perlenohrring
    BeaSwissgirl

    BeaSwissgirl

    21. October 2016 um 08:25

    Mein Leseeindruck subjektiv, aber spoilerfrei ;) Auf dieses Buch aufmerksam geworden bin ich tatsächlich beim Stöbern von Film- Trailern ;) Gerne lese ich ab und zu nämlich auch einen historischen Roman und dieser hier hat zum Glück nicht so viele Seiten ;) Erzählt wird aus der Sicht der jungen Griet. Der Schreibstil ist der damaligen Zeit angepasst, dennoch flüssig und angenehm zu lesen. Die Autorin beschreibt bildreich und recht detailliert, dadurch gelingt es ihr aber auch mir das ganze Setting und die herrschende Atmosphäre näher zu bringen. Griet war mir direkt sympathisch und durch die ICH- Perspektive erhielt ich einen guten und nachvollziehbaren Einblick in ihre Gedanken und Handlungen Der Roman handelt ja eigentlich " nur" vom normalen Alltag eines Dienstmädchens zur damaligen Zeit und kommt ohne grosse Action und Drama aus, dennoch konnte mich das Buch in seinen Bann ziehen. Wahrscheinlich auch deshalb weil Tracy Chevalier uns gekonnt eine faszinierende, fiktive Geschichte über die Entstehung eines der berühmtesten Bilder des holländischen Malers Johannes Vermeer schildert. Ein historischer Roman der leisen Töne, dem ich vier Sterne vergebe.

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  • Eintauchen in das Künstlerleben eines holländischen Malers im 17. Jahrhundert

    Das Mädchen mit dem Perlenohrring
    elfenpetra

    elfenpetra

    02. October 2016 um 10:38

    Tracey Chevalier schafft es auch in diesem Roman auf wunderbare Art und Weise eine Geschichte um den berühmten holländischen Maler Johannes Vermeer und sein Perlenmädchen zu erzählen. Ohne Schwierigkeiten schafft man es in diese Welt einzutauchen und mit der jungen Griet mitzufühlen, die in der damaligen Zeit, durch den frühen Tod ihres Vaters als Dienstmädchen im Haushalt einer angesehen Malerfamilie landet , die Schikanen der eifersüchtigen Gattin ertragen muss und doch fasziniert von den Bildern Vermeers ist, bald zu seiner rechten Hand wird, seine Farben anmischen darf. Spannend zu erfahren, wie man damals Farben herstellte. Irgendwann bittet er sie, sein Modell zu werden und dazu den Perlenohring seiner Gattin anzulegen.Spannend bis zur letzten Seite. 

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  • mit ganz viel Charme und Liebe

    Das Mädchen mit dem Perlenohrring
    dominona

    dominona

    23. October 2014 um 19:57

    Normalerweise ist die historische Sparte in Sachen Roman nicht meins, aber die Ausnahme hier hat sich gelohnt. Das besagte Bild kennt sicherlich jeder und sich mehr oder minder erfunden damit zu befassen, wie es dazu kam, kann ganz spannend sein. Das Buch ist mit Liebe zur Atmosphäre gestaltet und übt einen Bann aus - es schafft also das, was Literatur als Primärziel erreichen soll: unterhalten.

  • Blutopfer für die Kunst

    Das Mädchen mit dem Perlenohrring
    sommerlese

    sommerlese

    *Das Mädchen mit dem Perlenohrring* Delft um 1670: die junge Griet kommt als Dienstmädchen in den Haushalt der 9 Personen zählenden Familie des Malers Jan Vermeer. Voller Aufopferung leistet sie schwere körperliche Arbeit und erträgt ohne Widerstand manche Garstigkeiten von der eifersüchtigen Ehefrau, der zickigen Tochter und der Schwiegermutter des Hauses. Die Situation wird für sie interessanter, als Vermeer sie zum Putzen in sein Atelier holt und ihr Geschick im Umgang mit dem Mischen von Farben erkennt. Dort lernt sie die Welt der Bilder kennen und geht in ihrer neuen Aufgabe auf. Als sie dem Künstler schießlich Modell sitzt, spitzt sich ihre Situation als Muse gefährlich zu. Der Barockmaler Jan Vermeer van Delft (1632-1675) malte als Auftragsmaler z. B. folgende Werke: - Die Frau mit der Perlenkette - Die Briefleserin - Das Mädchen mit dem Perlenohrring Hierbei waren besonders die Farbwahl, die Komposition des Motivs und das Spiel von Licht und Schatten vorrangige Aspekte seiner Malerei. Dabei unterlag er nicht nur seinem Schaffensdrang als Künstler, sondern auch dem Zwang eine große Familie (er hatte 11 Kinder) ernähren zu können. Der Alltag der Menschen in Delft wird ausdrucksstark und detailgenau beschrieben. So gab es eine bessergestellte Schicht des Bürgertums und eine arme Unterschicht, die kaum soziale Aufstiegschancen hatte. Dazu gehört die Magd Griet, die von ihrem harten Arbeitsalltag erzählt. Dabei nimmt man enorm Anteil an ihrer garstig geduldeten Person und freut sich mit ihr über die Lichtblicke in ihrem Leben. Dazu gehören die Ansicht der Gemälde im Atelier, ihre Arbeit beim mischen der Farben und ihre Zuneigung für den Maler Vermeer. Für diese Beziehung nimmt sie auch das Bohren von Ohrlöchern für ein Bild in Kauf. Der Maler aber verliert nach Fertigstellung des Bildes auch das Interesse für die Muse Griet. Ein vielseitiger und gefühlvoller Roman, der sich um die Entstehung des bekannten Bildes rankt. Die beschriebenen Personen und Gemälde werden in diesem Roman vor dem geistigen Auge des Betrachters lebendig.

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    • 5
  • Durch dieses Buch lernt man die Kunst zu verstehen

    Das Mädchen mit dem Perlenohrring
    Esme--

    Esme--

    31. August 2014 um 14:29

    Inhalt Griet ist ein Mädchen aus armen Verhältnissen. Um ihre Familie ernähren zu können, nimmt sie die Stelle eines Dienstmädchens bei der Familie Vermeer an. Bald schon erkennt der Herr des Hauses, dass in Griet nicht nur eine aufmerksame Beobachterin steckt sondern auch, dass sein Gönner van Ruijven einen Blick auf die Magd geworfen hat. So entwickelt sich Griets Lebenslauf nach und nach von dem der Dienstmagd in den einer Gehilfin des Malers und letztlich zu dem eines Modells. Die wichtigsten Charaktere: Cornelia, die Tochter der Familie Vermeer, die ihrer Mutter am ähnlichsten ist, hat es sich von Anfang an in den Kopf gesetzt, Griet das Leben schwer zu machen. Van Ruijven ist Vermeers Gönner. Er gibt Bilder bei dem Maler in Auftrag und kauft sie für einen guten Preis ab. Durch diese Stellung fällt es Vermeer schwer, seinem Unwillen Ausdruck zu verleihen, als sich van Ruijven ein wenig zu sehr für das junge Dienstmädchen der Familie interessiert. Der Maler Vermeer. Er ist ein stiller Mensch, der mehr in den Dingen erkennt, die das menschliche Auge auf den ersten Blick erfassen kann. Dass Griet seine künstlerischen Gedanken nachempfinden kann, entfacht eine unausgesprochene Bewunderung in ihm. Catharina, Vermeers Frau, kämpft mit dem Gedanken daran, dass ihr Mann sie nie zeichnen wird. Für ihn ist sie seine Frau und kein Modell. Ihre Sorgen ertränkt sie, in dem sie immer mehr Kinder in die Welt setzt und darin die Erfüllung ihres Lebens sucht. Pieter, der Fleischersohn, hat ein Auge auf Griet geworfen. Griets Eltern hoffen, dass die Tochter ihn heiratet, da ein Fleischer die Familie bis zum Lebensende versorgen wird. Maria Thins ist Catharinas Mutter. Sie unterstützt Griet auf ihre Art. Tanneke ist die älteste Dienstmagd. Zwischen Griet und ihr besteht anfangs eine Verbundenheit, die sich jedoch bald in einer Eifersucht seitens Tanneke auflöst. Schreibstil: Der Schreibstil hat mir wahre Bilder in den Kopf gemalt. Vermutlich hätte die Autorin vier Seiten lang einen gut gedeckten Tisch beschreiben können und ich hätte mich nach der fünften Seite gesehnt. Starke Sätze mischen sich mit zaghaften Andeutungen. Das Konfliktpotential ergibt sich allein aus der gesellschaftlichen Stellung, in die Griet zwangsläufig gepresst wird. Zitate: Seine Augen ruhten auf mir, wie ein Schmetterling auf einer Blüte. Als ich zwischen Agnes und meiner Mutter saß, merkte ich, wie mein Rücken sich entspannte, an die Bank lehnte und mein Gesicht die Maske ablegte, die ich die ganze Woche über getragen hatte. Ich dachte, ich würde in Tränen ausbrechen. „Ich bin einsam“, sagte sie. Das war ein trauriges Wort für eine Zehnjährige. Er sah die Dinge anders, als andere Leute, so dass die Stadt, in der ich mein ganzes Leben verbracht hatte, wie ein anderer Ort wirkte, oder so, dass eine Frau durch das Licht, das auf ihr Gesicht fiel, schön wurde. (Griet und Pieter:) Ich schaute ihm in die Augen und sah Freundlichkeit darin. Aber ich sah auch das, was ich befürchtet hatte – Erwartung. Seit er blind war, schien mein Vater den Winter noch mehr zu hassen. Seine anderen Sinne wurden schärfer. Er spürte die Kälte bis in die Knochen, roch die abgestandene Luft im Haus, schmeckte die Fadheit des Gemüseeintopfs mehr als meine Mutter. Er litt sehr unter dem langen Winter. Die Wahrheit war das einfachste, obwohl mir oft unwohl dabei war, Cornelia die Wahrheit zu sagen. Ich wusste nie, was sie damit anstellen würde. (Griet über Pieter:) Er schien sich keine Sorgen darüber zu machen, dass ich ihm etwas verheimlichen könnte. Er hatte beschlossen mir zu vertrauen. Die Frauen auf seinen Gemälden – er verlockt sie in seine Welt. Du könntest dich darin verlieben. Fazit: Der Roman hat mich schon allein durch die bildhaften Sätze begeistern können. Die Geschichte selbst ist jedoch ebenfalls fesselnd. Man hofft mit Griet auf eine erfüllte Liebe, man bangt um ihre Anstellung und leidet mit ihr, wenn sie einmal mehr Opfer eines Streiches geworden ist. Die Leidenschaft für die Kunst, die die Autorin mit ihrem Roman vermittelt, hat mich angesteckt und begeistern können.

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  • "Das Mädchen mit dem Perlenohrring" von Tracy Chevalier

    Das Mädchen mit dem Perlenohrring
    Jacynthe

    Jacynthe

    02. June 2014 um 20:44

    Klappentext Wer war die geheimnisvolle Unbekannte, die Vermeer so unvergeßlich auf die Leinwand gebannt hat? Ein bezaubernder Roman - Liebesgeschichte und holländisches Genrebild zugleich. Meine Meinung In diesem Buch wird die Entstehungsgeschichte des bekannen Gemäldes "Das Mädchen mit dem Perlenohrgehänge" von Jan Vermeer beschrieben. Die Geschichte ist fiktiv, denn das Mädchen, das dem Maler Modell saß, ist anonym. Aber ich finde, dass es genau so stattgefunden haben könnte. Schon vor Jahren habe ich den Film gesehen und wann immer ich seither das Bild sehe, habe ich die Geschichte von der Dienstmagd Griet vor Augen. Das Buch ist faszinierend - es ist genau die Art von Buch, die man ohne Schwierigkeiten an einem Tag lesen kann. Die Schrift ist relativ groß und die Sätze fließen nur so ineinander über. Es ist fast unmöglich, das Buch wegzulegen und ich habe kaum auf die Seitenzahlen geachtet, was ich häufiger - unbewusst - mache. Chevalier versteht es, den Leser schnell in die Umstände des 17. Jahrhunderts hineinzuversetzen, in die Kulisse der holländischen Stadt Delft und die Standesunterschiede, die das Leben damals beherrschten. Für mich, die ich den Film zuerst gesehen habe, haben sich durch die Lektüre des Buches noch einige Lücken geschlossen. Im Film wird die Zuneigung, die Griet und Vermeer für einander empfinden, oft körperlich dargestellt: Vermeer legt seine Hand neben ihre, oder er berührt ihr Gesicht, als er den Stoff ihrer Haube prüfen will. Im Buch ist die Beziehung der beiden viel subtiler beschrieben, viel echter. Vermeers, ja, fast Besessenheit von der Kunst tritt deutlicher hervor, sein Wesen, Dinge für seine Werke zu opfern. Um ehrlich zu sein finde ich weder seine, noch Griets Person wirklich sympatisch. Griet erscheint ein wenig selbstgefällig und obwohl sie anderen oft hilft, ohne das zu zeigen, schien sie sich ganz toll vorzukommen. Genauso in Vermeers Atelier, wo sie ein Stück Stoff anders drapiert und Vermeer die Änderung übernimmt. Auch, dass in ihrem Portrait ein Ohrring fehlt erkennt sie natürlich auf den ersten Blick, der Maler selbst hingegen braucht mehrere Tage dafür. Aber seis drum - ein Buch soll ja nicht so geschrieben werden, dass jeder jeden Charakter mag. Die Geschichte wird aus Griets Sicht als Ich-Erzählung erzählt. Ich halte das für eine gute Wahl, weil so über Vermeers Beweggründe stets nur spekuliert werden kann. Ich finde es faszinierend, wie Chevalier es geschafft hat, solch eine große Geschichte mit verhältnismäßig wenig Worten darzustellen. Ohne viele Erklärungen werden die Verhältnisse im Hause Vermeer dargelegt, die Charaktere und die Absichten. Neben dem, was offensichtlich ist, fließt immer ein unsichtbarer Strom der Emotionen. Ich hoffe, ich verrate nicht zu viel wenn ich schreibe, dass ich nach dem Lesen viel weniger enttäuscht darüber war, dass sich zwischen Griet und Vermeer keine Affäre entspinnt, als ich das im Film war. Im Buch ist das einfach nicht möglich und es ist von Anfang an klar, wieso, ohne dass ich das exakt begründen könnte. Insgesamt halte ich das Werk für eines, das man gelesen haben muss und ich vergebe 5 von 5 Wolken. Der Film ist übrigens auch sehr empfehlenswert - tolle Schauspieler, wunderschöne Kulisse und bewegende Musik. Er weicht zwar hin und wieder von der Vorlage ab, enthält im Kern aber genau die Geschichte. Zum Beispiel fehlen Griets Schwester Agnes und Griets Besuche in der Lehrwerkstatt ihres Bruders. Ebenso fehlt ein Freund Vermeers und die Beweggründe, warum Cornelia Griet nicht leiden kann, werden anders dargestellt. Dennoch ist es auch hier gelungen, in nur 90 Minuten ein Meisterwerk zu schaffen

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  • Wunderbare Geschichte einer Magd, die sich "freikauft"

    Das Mädchen mit dem Perlenohrring
    Ginevra

    Ginevra

    Delft in den Niederlanden, 1664: die 15-jährige Griet muss urplötzlich ihre Familie verlassen, als ihr Vater sein Augenlicht verliert und sie nicht mehr ernähren kann. Sie tritt in die Dienste des Hauses Vermeer. Der angesehene Maler mit seinem langsamen, aber innovativem Malstil fasziniert das junge Mädchen. Die Ehefrau und ihre zahlreichen Kinder schikanieren Griet dagegen immer mehr. Außerdem wird sie vom Metzgersohn Pieter verehrt, für den sie nichts empfindet. Nach und nach entwickelt sich eine seltsame Vertrautheit zwischen dem Maler und der Dienstmagd. Schließlich beginnt er, sie heimlich zu malen... Tracy Chevalier, geb. 1962, wuchs in Washington D.C. auf und lebt seit 1982 in London. "Das Mädchen mit dem Perlenohrring" erschien 1999 und ist bisher ihr erfolgreichstes Buch. 2004 folgte die vorliegende Hörbuchfassung, gelesen von der beliebten Filmschauspielerin Stefanie Stappenbeck, Gewinnerin der Goldenen Kamera. Dieses Hörbuch lebt von der mädchenhaften, sehnsuchtsvollen Stimme der Sprecherin. Sie lässt die junge, verträumte und viel zu früh mit den Härten des Lebens konfrontierte Heldin zum Leben erwecken. Ich hatte den Eindruck, einem Tagebuch zuzuhören, und Griet fast persönlich zu kennen. Von Anfang bis Ende baut sich ein Spannungbogen auf, so dass man diesen Roman kaum aus den Händen legen kann. Das Ende ist überzeugend und stimmig: Griet findet ihren Weg aus der völligen Abhängigkeit in die Freiheit, soweit das 1666 für eine junge Frau möglich war. In diesem Roman erfährt man viel über die Ideen und Gebräuche der damaligen beginnenden Neuzeit/ Barock, auch in der Malerei. Jan Vermeer (1632 - 1675) ist einer der ersten Künstler, die eine "Camera obscura" nutzten, um ihre Bilder möglichst naturgetreu umzusetzen. Seine Bilder sind gekennzeichnet durch ein vielfältiges Farben- und Schattenspiel, was bedeutet, dass er viele Schichten Farbe übereinandermalen musste - dies kostete viel Geduld und Zeit. Deshalb sind von ihm nur ca. 37 Gemälde erhalten. Sein früher Tod stürzte seine große Familie in Armut. Fazit: für mich einer der schönsten, bewegendsten historischen Romane, die ich kenne. Absolut empfehlenswert für alle, die sich für Frauenschicksale in Mittelalter und Neuzeit interessieren - und für die Geheimnisse der Malerei!

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    • 4
  • Leserunde zu "Die englische Freundin" von Tracy Chevalier

    Die englische Freundin
    Eltragalibros

    Eltragalibros

    Ein großer Frauenroman von Bestsellerautorin Tracy Chevalier Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten - Amerika - jedoch nicht Mitte des 19. Jahrhunderts, als die Sklavenfrage das Land in Uneinigkeit stürzt. Die junge Honor sucht in dem ihr unbekannten Land ein neues Leben und findet Zerrissenheit, Freundschaft und einen Mann, der um ihre Aufmerksamkeit buhlt. Tracy Chevalier, Autorin von "Das Mädchen mit dem Perlenohrring", zeichnet auch in ihrem neuen historischen Roman eine starke Frauenfigur, die sich im Weltgeschehen zu behaupten versucht und sich dabei zwischen Herz und Verstand entscheiden muss. Mehr zum Buch: Die junge Quäkerin Honor verlässt 1850 aus Liebeskummer ihre Heimat, um in Amerika ein neues Leben zu beginnen. Doch schon kurz nach ihrer Ankunft wird sie von einer harten Realität eingeholt, die Frage der Sklaverei spaltet die Nation. Zu ihrer einzigen Vertrauten wird die temperamentvolle Hutmacherin Belle. Dass sich ausgerechnet der Sklavenjäger Donovan für Honor interessiert, bringt sie in eine schwierige Lage, und sie muss sich zwischen schönen Worten und mutigem Handeln entscheiden. LESEPROBE Über die Autorin: Tracy Chevalier wurde 1962 in Washington, D. C. geboren. 1984 zog sie nach England und arbeitete zuerst als Lektorin, bevor sie mit dem Schreiben begann. Mit „Das Mädchen mit dem Perlenohrring“, das auch verfilmt wurde, gelang ihr der internationale Durchbruch. Gemeinsam mit dem Knaus Verlag verlosen wir 25 Hardcover-Exemplare bis einschließlich 30. Oktober 2013.* Beantwortet uns dazu folgende Frage: Honor flieht vor ihrem Liebeskummer nach Amerika. In welches Land würdet ihr euch flüchten wollen und warum? *Eine aktive Teilnahme an der Leserunde sowie das Schreiben einer Rezension am Ende sind selbstverständlich.

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    • 565
  • schön

    Das Mädchen mit dem Perlenohrring
    KathrinLu

    KathrinLu

    06. April 2013 um 14:35

    Ich fand dieses Buch echt sehr schön. Besonders die Beschreibungen der Bilder des Malers. Ich bin eigentlich kein Freund von historischen Romanen bzw. habe noch nicht viele gelesesen.Seit ich jedoch dieses Buch gelesen habe, wurde mein Interesse geweckt.

  • Rezension zu "Das Mädchen mit dem Perlenohrring" von Tracy Chevalier

    Das Mädchen mit dem Perlenohrring
    Perle

    Perle

    05. January 2013 um 22:20

    Auf dieses Buch hatte ich mich so sehr gefreut, seit Wochen und Monaten hatte ich es hier rumliegen auf meinem SUB und für Anfang Januar 2013 vorgenommen. In 2 Tagen habe ich es durchgelesen. Aber es hat mich ziemlich enttäuscht. Das Thema allein ist ja nicht schlecht gewählt, und wenn die Rede von dem "Perlenohhring" und dem Mädchen war bzw. von dem Herr Vermeer und seine Gemälde, dann war ich total Feuer und Flamme, doch das Ganze drum herum, mit den Familien und dem Fischhändler und den Kindern, das war sehr langweilig. Es begann im Jahr 1664, erst im Jahr 1665 bzw. als sie 18 wurde, war es sehr lesenswert. Was dann 10 Jahre später passierte, na ja, war nicht gerade ein spannendes und gutgewähltes Ende, aber ich will ja nicht zuviel verraten, obwohl es von dem Buch ja auch einen Film gibt und den würde ich jetzt gerne sehn, vielleicht gefällt der mir ja besser. Hoffe es jedenfalls sehr! Mal in der Videothek nachschaun, ob es den Film zum Ausleihen gibt. Meine Mutter kennt ihn und erzählte mir eben davon und meinte, dass sie ihn auch langweilig fand bzw. nicht so begeistert war. Mehr wie 3 Sterne kann ich leider nicht vergeben. Und dabei liebe ich seit einiger Zeit Perlenketten und Perlenohrringe, deshalb war ich so auf das Buch gespannt Schade! Hätte gerne gewubelt, da ich Kunst auch sehr mag. Und so gefällt mir wenigstens das Cover. Hübsches Mädchen!

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  • Rezension zu "Das Mädchen mit dem Perlenohrring" von Tracy Chevalier

    Das Mädchen mit dem Perlenohrring
    Dubhe

    Dubhe

    04. May 2012 um 17:32

    Griet ist ein Kind von vielen einer einfach Familie. Eines Tages kommen Fremde und sie muss mit ihnen gehen, da sie die neue Hilfe ist. Doch diese Aufgabe ist nicht immer leicht, denn das Paar hat bereits 6 Kinder. In diesem Roman schildert der Autor, wie das Leben des geheimnisvollen Mädchens mit dem Perlenohring von Vermeer vielleicht aussah. Wahrscheinlich war es so ähnlich, aber die Wahrheit werden wir wahrscheinlich nie erfahren. . Das Buch hat zwar ein paar Reize, doch ehrlich gesagt finde ich es langweilig. Die Sprache und der Stil sind zwar recht gut, nur der Inhalt spricht mich überhaupt nicht an. Ein bisschem mehr Spannung könnte es schon geben, aber dann ist das Buch wahrscheinlich nicht mehr authentisch. Entweder das eine oder das andere, aber da kann man nichts machen. Wen diesen Thema interessiert, der kann diesesn Buch schon lesen, nur anderen, nicht Fans von historischen Büchern, empfehle ich, die Finger davon zu lasssen.

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  • Rezension zu "Das Mädchen mit dem Perlenohrring" von Tracy Chevalier

    Das Mädchen mit dem Perlenohrring
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    12. April 2012 um 18:23

    Eine wunderschöne Geschichte mit einem interessanten Hintergrund. Für einmal etwas von der Malerei zu lesen ist abwechslungsreich.
    Das relativ kurze Buch ist atmosphärisch sehr stimmig, eine ruhige Geschichte aber sehr lesenswert.

  • Frage zu "Der Junge aus London" von Michelle Magorian

    Der Junge aus London
    Traumtänzerin193

    Traumtänzerin193

    hey, ich suche nach büchern, in dem es auch ums zeichnen geht. ähnlich wie das buch "der Junge aus London". muss aber kein kinder- oder jugendbuch sein! hat jemand ein paar ideen ? ;)

    • 6
  • Rezension zu "Das Mädchen mit dem Perlenohrring" von Tracy Chevalier

    Das Mädchen mit dem Perlenohrring
    Principessa de la Luna

    Principessa de la Luna

    13. April 2011 um 15:16

    Griet wird, nach dem ihr Vater sein Augenlicht verloren hat und somit Arbeitsunfähig ist, als Dienstmagd im Hause Vermeer angestellt. Vermeer ist ein bekannter Maler in Delft und Griet soll in seinem Atelier putzen, jedoch so, dass Vermeer, mit dem Blick eines Malers, nicht bemerkt das sie jemals etwas angerührt hat. Mit der Zeit lernt Griet diese Aufgabe zu schätzen und verliert sich in der Liebe zur Kunst. Als Vermeer beschließt sie zu malen, wird Griet bewusst, dass es ihr Ende in dem Hause sein wird... Vieles kann man über dieses Buch sagen, z.B. das es sehr einfühlsam mit dem Thema Kunst umgeht, oder geschickt ein Begehren in Worte verpackt, was ich jedoch gerne zu dem Buch sagen möchte hat nichts damit zu tun. Natürlich hat Tracy Chevalier ein wirklich erstaunliches Buch geschaffen mit einer zauberhaften Sprache und einem sehr bewegendem Schreibstil, doch ich möchte auf die Protagonistin Griet eingehen. Von vornherein war sie mir unsäglich unsympathisch. Natürlich muss man sich nicht jede Schikane gefallen lassen, aber ihre Handlungen waren meines Erachtens viel zu häufig überzogen oder irrational. Dementsprechend ist ihr Ende in dem Hause Vermeer kein Wunder. Ihre Geschichte hat mich gepackt, aber ich muss gestehen das mir ihre 'Gegenspielerin' Catharina deutlich besser gefallen hat. Dadurch das es aus der Ich-Perspektive geschrieben ist, ist man gezwungen sich zu identifizieren und um ehrlich zu sein war ich die meiste Zeit nicht gewillt das zu tun. Ich fand sie einfach unsympathisch. Vier Sterne gibt es von mir, denn Tracy Chevalier hat der bezaubernden Dame aus Vermeers Bild einen Namen, einen Hintergrund und eine Geschichte gegeben, die irgendwie auch passend erscheint. Dennoch muss ich sagen, dass ich nicht so gefesselt war, eben weil ich Griet nicht so recht gemocht habe.

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