Tracy Chevalier Der Ruf der Bäume

(21)

Lovelybooks Bewertung

  • 24 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 0 Leser
  • 15 Rezensionen
(6)
(11)
(3)
(0)
(1)

Inhaltsangabe zu „Der Ruf der Bäume“ von Tracy Chevalier

Auf der Suche nach einer neuen Heimat – die große Familiensaga von Tracy Chevalier Amerika, Mitte des 19. Jahrhunderts: Die Goodenoughs träumen von fruchtbarem Ackerland im Westen, bleiben aber mit ihrem Planwagen kläglich im Sumpfland von Ohio stecken. Der verzweifelte Versuch, hier eine Apfelplantage anzulegen, endet tragisch. Fasziniert von Erzählungen über Bäume, die angeblich in den Himmel wachsen, zieht der jüngste Sohn Robert weiter westwärts, bis nach Kalifornien. Doch am Ziel seiner Träume wird er von seiner tragischen Familiengeschichte eingeholt.

Sehr realistische Familiengeschichte über das harte Leben in Amerika des 19. Jh. Besonders Apfelliebhabern wird diese Geschichte gefallen.

— TraumTante
TraumTante

Eine sehr kraftvolle Siedlergeschichte, fern jeglicher Westernromantik. Ich bekam einen neuen Blick auf Bäume und auf Äpfel;):)

— Hopeandlive
Hopeandlive

Bäume und Äpfel prägen das Bild dieses Romans rund um den Überlebenskampf einer Siedlerfamilie.

— QueenSize
QueenSize

Kraftvolle Geschichte über eine amerikanische Siedlerfamilie im 19. Jahrhundert.

— OmaInge
OmaInge

Ein ruhiger und melancholischer Roman, der sich erst so richtig entfaltet, nachdem man das Buch zugeklappt hat. Wunderschön!

— tinstamp
tinstamp

Empfehlenswert. Interessant für Äpfelliebhaber und historische Bücher Leser.

— lisa1997
lisa1997

Ein unterhaltsamer Historienroman rund um eine Siedlerfamilie, die ihr Herz an Apfel- und Mammutbäume verloren hat...

— Kamima
Kamima

Fand ich soso lala, wie immer spannende Hauptcharaktere aber die Geschichte. Hmm, seeeehr Apfellastig

— Sturmherz
Sturmherz

Toller, einfühlsamer Roman

— ChattysBuecherblog
ChattysBuecherblog

Stöbern in Romane

Was man von hier aus sehen kann

Ein wunderschönes Buch, toll geschrieben und mit ganz viel Seele, aber ohne jeden Kitsch. Hier stimmt einfach alles!

Walli_Gabs

Willkommen in der Provence

Schöne sommerliche Lektüre, leicht geschrieben mit versteckten unter die witzigen Note wichtigen Botschaften.

marpije

Er & Sie

Eine verrückte & amüsante "Liebesgeschichte" für zwischendurch. Ich hab zwar auch gelacht, aber die Handlung war schon ziemlich verwirrend.

TraumTante

Babydoll

Ein ziemlich flacher Abklatsch von Emma Donoghues Raum

eulenmatz

Das Leben fällt, wohin es will

Das Buch war wirklich sehr schön!*-*

buecher_love

Das Buch der Spiegel

Gutes Buch, hatte aber auch ein paar Längen.

Arienn

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Leider überhaupt nichts für mich

    Der Ruf der Bäume
    Mylittlebookpalace

    Mylittlebookpalace

    26. June 2017 um 11:16

    Handlung:Das Buch spielt im 19. Jahrhundert und handelt, um eine Familie, die Apfelbäume anpflanzt und Äpfel einfach nur vergöttert. Diese Familie ist ziemlich groß und das Oberhaupt ist James Goodenough, der seine Apfelbäume mehr liebt, als seine Kinder. Die Familie lebt im äußersten Sumpfland und ist ziemlich arm, fast jedes Jahr stirbt eins der Kinder am Sumpffieber. Das Buch zieht sich über viele Jahre und die Protagonisten wechseln sehr oft, man erfährt die einzelnen Geschichten der Personen und der Apfelbäume:) Orte:Es spielt in Amerika, in verschiedenen Staaten, am Anfang spielt es im alten Sumpfland in Ohio und dort ist es ziemlich grau und trist. Danach spielt es in Kalifornien, in einer dreckigen Großstadt. Es spielt auch noch an ein paar kleineren Orten, da die Personen oft irgendwo hinreisen und die Reise beschrieben wird. Mir haben die Orte nur so mittelmäßig gefallen, allerdings sahen die Orte zu der Zeit wahrscheinlich so trist aus. Personen:Mir hat vor allem James Goodenough überhaupt nicht gefallen, er hat einfach einen total kranken Charakter, aber auch die anderen Personen haben mir persönlich überhaupt nicht gefallen, außer vielleicht Molly, die mochte ich eigentlich wirklich sehr gerne. Aber sonst fand ich die Charaktere einfach zu schwach. Schreibstil:Der Schreibstil hat mir auch überhaupt nicht gefallen, wenn man fünf Seiten gelesen hat, hatte sich das so angefühlt, als ob man 20 gelesen hat und man kam einfach nicht vorwärts. Weshalb ich auch einen Monat gebraucht habe um das Buch zu lesen und das obwohl ich versucht habe, jeden tag ein paar Seiten zu lesen. Gestaltung:Das Cover finde ich wiederum sehr schön, es hat mich auch sofort angesprochen, weswegen ich das Buch dann schließlich angefragt habe. Auch die Kapitelgestaltung fand ich sehr schön und es war toll das die Schrift bei Briefen oder etwas anderem geändert wurde. Geschichte:Mir hat auch die Geschichte nicht gefallen, obwohl ich das Ende doch sehr süß fand. Es gab auch sehr schöne Stellen in denen man vorangekommen ist, aber die blieben meist aus. Ich habe die Geschichte an sich aber nicht wirklich richtig verstanden und ich wusste manche Fakten einfach nicht mehr, weil es sich so schwierig lesen ließ. Ich fand auch die Charaktere haben sich nicht wirklich entwickelt und ich bin einfach froh, das das Buch jetzt zu Ende ist. Fazit:Also dieses Buch ist leider überhaupt nichts für mich, mir hat fast gar nichts daran gefallen, ich mochte die Charakter nicht, der Schreibstil hat mir auch nicht gefallen, die Orte fand ich auch nicht schön und die Geschichte hat mir nicht gefallen. Dieses Buch ist leider ein totaler flop für mich gewesen und ich war einfach froh, das ich es noch geschafft habe, es zu beenden. Ich möchte mich trotzdem beim Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken. Ich werde dem Buch einen von fünf Sternen geben, weil das Cover schön ist und manche Stellen mir doch ganz gut gefallen hat.

    Mehr
  • Der Überlebenskampf der Siedler in Amerika, Mitte des 19.Jahrhunderts

    Der Ruf der Bäume
    dermoerderistimmerdergaertner

    dermoerderistimmerdergaertner

    11. April 2017 um 12:16

    Amerika, Mitte des 18. Jahrhunderts. James und Sadie Goodenough wollen eigentlich mit ihren Kindern nach Indiana, sie träumen von fruchbarem Ackerland im Westen. Doch mit ihrem Planwagen bleiben sie im Sumpfland von Ohio, in Black Swamp, stecken. Mit all ihrer Kraft versuchen sie, dort eine Apfelplantage anzubauen.Nach einem tragischen Vorfall verlässt Robert, der jüngste Sohn, mit nur neun Jahren die Familie und schlägt sich alleine durch. Bis nach Kalifornien. Nur die Liebe zu den Bäumen ist ihm geblieben.Meine Meinung: Ich fand das Thema und den Aufbau des Buches zunächst sehr ungewöhnlich. Das erste große Kapitel gibt Einblick in den erbarmungslosen Überlebenskampf der Familie Goodenough. Sie müssen den Verlust von fünf Kindern durch das jährliche Sumpffieber verarbeiten, die Geldknappheit, Sadie’s Alkoholsucht, die schwere Arbeit, bei der alle mithelfen müssen, die Hassliebe der Eltern und deren ewige Streitereien über Apfelbäume. Das Zusammenleben der Familie wird immer unerträglicher.Danach folgt ein Kapitel (in großen Zeitsprüngen) mit Briefen von Robert und gibt so Einsicht in sein Leben. Dann geht es zunächst einmal mit Roberts Erlebnissen weiter. Zwischendurch erfahren wir durch einen Rückblick, was der Auslöser für Roberts Weggang war.Der Schreibstil von Tracy Chevalier (Das Mädchen mit dem Perlenohrring) ist eher ruhig und mit wenig wörtlicher Rede, aber sehr bildhaft. Ich konnte mir sehr gut die Landschaft, die Bäume und die verschiedenen Charaktere vorstellen. Auch das schwere Leben der ersten Siedler und auch der Goldgräber wird deutlich.Nachdem ich zuerst noch skeptisch war, gefiel mir das Buch, je mehr ich gelesen habe, immer besser und am Schluss war ich traurig, dass es schon zu Ende war. Ich hätte gerne mehr von Roberts weiterem Leben erfahren.Fazit: Ein besonderes Buch mit einem ungewöhnlichem Thema, für das man sich Zeit nehmen sollte. Die Bäume nehmen schon sehr viel Raum in der Geschichte ein und ich würde das Buch gern ein zweites Mal lesen, weil ich jetzt ein ganz andere Einstellung dazu habe.Vielen Dank an das @Bloggerportal für das Buch.

    Mehr
  • ...Nordamerika....

    Der Ruf der Bäume
    Lesebegeisterte

    Lesebegeisterte

    24. March 2017 um 15:15

    Eine Familiengeschichte die in Nordamerika in den 1820 er Jahren ihren Anfang hat. Erzählt wird wie hart es damals war. Das Cover finde ich sehr passend. Fand den Roman sehr beeindruckend, man kann sich als Leser alles recht gut vorstellen.

     

  • Auf der Suche nach einer neuen Heimat

    Der Ruf der Bäume
    janinchensbuecherwelt

    janinchensbuecherwelt

    20. March 2017 um 19:39

    Mit diesem Buch haben wir ein kurzweilige aber sehr intensive und lehrreiche Geschichte.Die Autorin weiß mit ihren Lesern umzugehen und lässt nichts langatmig werden. In diesem Buch steht das Thema Bäume und Äpfel im Vordergrund. Tracy Chevalier erzählt uns hier aber nicht nur etwas von Bäumen und Sämlingen, sondern auch die Geschichte von Robert und dessen Familie.Wir erfahren hier wie hart es war, sich um die Familie zu kümmern und das es auch da in den Familien kein "Friede-Freude-Eierkuchen" gab.Roberts Eltern Jimmy und Sadie hatten eine richtige Hassliebe aufeinander. Sadie war Alkoholikerin und Jimmy hat sich um die Bäume und dessen Zucht gekümmert. Robert hat noch neun Geschwister, durch das Sumpffieber stirbt jedes Jahr eines der Kinder. Zu der Zeit, in der wir die Familie kennenlernen, gibt es noch fünf Kinder.Nachdem Roberts Eltern sterben, macht sich Robert auf dem Weg nach Westen um dort das zu  machen, was er von seinem Vater gelernt hat. Mit Erfolg!Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Es war auch sehr abwechslungsreich, da es zwischendurch auch Briefe von Robert an seine Geschwister gab. Man fliegt nur so durch die Seiten, obwohl die Autorin einen speziellen Schreibstil hat. Ich kann das Buch jedem Empfehlen der gerne historische Bücher liest und wissbegierig ist.

    Mehr
  • Esst mehr Äpfel :)

    Der Ruf der Bäume
    kidcat283

    kidcat283

    12. March 2017 um 13:57

    James und Saidie Goodenough sind schon seit einiger Zeit verheiratet und hatten sich eines Tages auf den Weg gen Westen gemacht, um sich dort ein schöneres und besseres Leben aufzubauen. Als sie aber mit ihrem Planwagen ein Sumpfgebiet erreichen und nicht weiterkommen, bleiben sie unfreiwillig dort. James hat sich schon immer mehr für Äpfel interessiert wie Sadie, doch beide pflanzen Apfelbäume, um sich ihr Leben zu finanzieren. Die Eheleute haben viele Kinder, die sich ebenfalls an der Arbeit die auf dem Hof und im Haus anfällt beiteiligen. Doch die Ehe ist überschattet von Hass, den Sadie um sich wie eine Aura trägt. Sie behandelt nicht nur ihre Kinder schlecht, sondern auch ihren Ehemann. Die Apfelbäume sind ein großes Streitthema zwischen den Beiden, denn Sadie möchte lieber mehr Äpfel für Most und James welche für die Tafel. Außerdem ist er ein Veredler, der neue Apfelsorten kreeirt. Robert, der jüngste Sohn der Goodenoughs ist da ganz der Vater. Er interessiert sich sehr für die Äpfel, fürs Veredeln und natürlich für Bäume allgemein. Als er mit jungen Jahren den Hof verlässt und alles zurücklässt kämpft er sich durch, bis er eines Tages auf einen Baumhändler trifft für den er arbeitet. Ein Traum für Robert, doch was ist das Geheimnis um seine Familie was ihn nach all der Zeit wieder einholt? Meine Meinung: Als ich das Cover des Buches sah, war ich erstmal skeptisch, ob ich überhaupt den Klappentext lesen sollte, da ich momentan auf der Fantasieschiene bin. Es war mal wieder eine Familiengeschichte und das Genre mag ich sehr gerne und wurde auch nicht enttäuscht. Das Buch ist in 3 Abschnitte eingeteilt, bzw. 3 Zeitabschnitten. Der Anfang ist interessant, man muss eben erst reinfinden und die Charaktere etwas kennenlernen. Es gibt viele Namen, da die Familie viele Kinder hat, 10 um genau zu sein. Und da frage ich mich dann schonwieder....warum soviele Kinder, wenn man nichts zu essen hat. Aber Sadie hat mir ja die Frage im Laufe des Buches beantwortet und ich glaube, dass es wirklich so war damals. Sadie ist ein sehr böser Mensch in meinen Augen und James ein armer Tropf. Der Grund, bzw. der Vorfall, nachdem Robert das Weite sucht ist wahnsinnig gut gemacht. Sehr fantasievoll, Hut ab Frau Autorin :) Allerdings muss ich bemängeln, dass trotz, dass die Geschichte sich um Äpfel handelt, etwas zuviel des Guten über den Apfel beschrieben wurde. Unter anderem weiß ich jetzt wie man Veredelt und wie man Rehe oder andere Tiere von den Bäumen fernhält, wenn sie frisch veredelt wurden und auf das Anwachsen gewartet wurde. Vielen Dank dafür ;) Man lernt eben nie aus. Wie schon im Klappentext erwähnt, geht Robert seine eigenen Wege und lässt alles hinter sich, auch seine Geschwister. Ich fand die Briefe toll, denn hier erfährt man ein bisschen was im Laufe der Jahre mit der Familie passiert ist. Das finde ich sehr wichtig und hochinteressant. Leider war die Geschichte um Robert mir etwas zu langweilig, was sich aber gen Ende wieder ausgleicht. Ich habe nicht lange für dieses Buch gebraucht, da es erst einmal nur bisschen über 300 Seiten hat und zweitens wirklich sehr interessant war, spannend und fesselnd. Wer historische Geschichten mag, auch Familiensagen, dem empfehle ich dieses Buch.

    Mehr
  • Mini-Challenge 2017

    LovelyBooks Spezial
    querleserin_102

    querleserin_102

    Hier könnt ihr euch für die Jahreschallenge anmelden. Die Anmeldebeiträge bitte folgendermaßen gestalten:            Ich nehme mit 12 Büchern Teil. 1/12 beendet: Buchtitel, Autor 2/12 beendet: Buchtitel, Autor 3/12 beendet: Buchtitel, Autor 4/12 beendet: Buchtitel, Autor … Danke und viel Spaß! Teilnehmer: ChattysBuecherblog (50/200)xxlxsa (6/50)Hortensia13 (34/100)YaBiaLina (25/75)FrauSchafski (15/50)Yolande (276/70)misery3103 (33/200)annlu (101/250)Tina2803 (0/90)Ayda (23/100)Buchgespenst (98/200)Kuhni77 (38/100)samea (15/50)YvetteH (428/100)Meine_Magische_Buchwelt (72/70) LadySamira091062 (56/180)QueenSize (28/80)Kodabaer (237/30)Iris_Fox (12/24)Amy_de_la_Soleil (63/35)tigerbea (51/150)Lucinda4 (6/25)Bellis-Perennis (64/360)Leseratte2007 (61/100)pamN (5/104)leucoryx (33/11)KruemelGizmo (20/95) Seelensplitter (77/150) Shanlira (14/30) Argentumverde (55/200) dreamily1 (9/30) Mali133 (28/50) aufgehuebschtes (25/40) MrsCorina (0/17) MelE (17/200) dia78 (86/180) BeaSurbeck (54/100) MissTalchen (12/43) DieBerta (19/50) walli007 (438/168) paschsolo (33/80) Ascardia (1/30)  Dominic32 (0/20)  book_lover_6 (1/40) kathi_liebt_buecher (3/90) kleine_welle (13/70) Mausimau (14/40) fantafee (6/25) loralee (0/40) steinchen80 (29/60) Sxndy_03 (10/50) janaka (19/144) haTikva (9/12)  MaLaPe (5/55) kalestra (11/30) _monida (5/36) angiiMi (6/35)                  

    Mehr
    • 919
  • Die Pioniere der Vereinigten Staaten von Amerika

    Der Ruf der Bäume
    dubh

    dubh

    19. February 2017 um 22:19

    In "Der Ruf der Bäume" kehrt Tracy Chevalier in den Mittleren Westen der USA zurück. Auf dem Weg nach dem von Träumen überladenen Westen bleiben Sadie und James Goodenough 1838 im Sumpfland Ohios stecken. Im wahrsten Sinne des Wortes gestrandet, beschließen sie, ihren Traum von einer Apfelplantage im Black Swamp umzusetzen. Doch es ist keine einfache Situation, denn bitterkalte Winter und heiße Sommer, die Sumpffieber mit sich bringen, zeichnen eine unwirtliche Gegend, die nicht selten Menschenleben kostet. Aber Sadie und James sind unerbittliche, leidenschaftliche Pioniere, die auch nach Schicksalsschlägen fast alles geben, um ihren Traum leben zu können...  Erst ihr jüngster Sohn, Robert, wird wieder gen Westen ziehen - im Zuge des Goldrauschs, der viele Abenteurer und Siedler erfasst. Natürlich bedeutet diese Reise nicht, dass sich das harte Leben der Goodenoughs nun in Glück wandelt. Tracy Chevalier erzählt gewohnt gekonnt vom Leben einfacher Menschen, die ein hartes Leben führen, um ihren Träumen näher zu kommen. Dazu gehört eine Menge Entschlossenheit, eine große Portion Opferbereitschaft und der Wille, auch an einer Stelle Wurzeln zu schlagen, die man nicht als seine neue Heimat auserkoren hat. Wie schon in anderen Romanen beweist die Autorin ihr Talent für glaubhafte Charaktere, die sehr gut recherchiert für ihre Zeit und ihre Lebensumstände stehen. Durch den Wechsel der Erzählperspektiven ist es mir ganz zu Anfang nicht ganz einfach gefallen, mich in die Geschichte einzulesen, aber die Idee des Romans hat mich sofort fasziniert. Einfühlsam und zugleich ohne Ausschweifungen erzählt Tracy Chevalier vom schwierigen Leben des Ehepaars Goodenough, das auch das Leben des Sohnes für immer prägen wird. Gerade die gewählten Mittel wie beispielsweise eingestreute Briefe, ermöglichen tiefe Einblicke und zutiefst menschliche Eindrücke. Kein Buch, das ich schnell verschlingen, sondern in das ich eintauchen und dessen Charaktere ich verstehen und begleiten wollte. Ein ruhiges Buch, das mich nachdenklich gemacht und mir das Leben der zahllosen einfachen Pioniere der Vereinigten Staaten näher gebracht hat.

    Mehr
  • Kraftvolle Geschichte

    Der Ruf der Bäume
    OmaInge

    OmaInge

    17. February 2017 um 20:05

    Amerika im 19. Jahrhundert. Wie viele andere ziehen auch James und Sadie Goodenoug mit ihren Kindern nach Westen um ein neues Leben zu beginnen. Sie kommen nicht weit und bleiben im Black Swamp, einem Sumpfgebiet in Ohio um dort eine Farm zu gründen. Die Siedler müssen mindestens 50 Obstbäume auf ihrem Land pflanzen um es behalten zu können. James und Sadie entscheiden sich für Apfelbäume. Nicht nur der Streit zwischen James und Sadie ob nun Essäpfel oder Mostäpfel die bessere Wahl sind zehrt an der Familie. Das Sumpffieber kostet 5 ihrer Kinder das Leben und Sadie verfällt dem Alkohol. Der zweite Teil berichtet vom Leben des Sohnes Robert der die elterliche Farm nach einem verhängnisvollem Streit verlässt und es bis an die Westküste Amerikas schafft.  Viel mehr möchte ich nicht über die Geschichte verraten.  Die Geschichte selber wird durch einseitige Briefe von den Geschwistern Robert und Martha unterbrochen, die nie oder spät beim anderen ankommen. Hier ist der zeitlich Ablauf nicht stimmig. Die Handlung folgt zum Teil nach den Briefen und erst dann versteht man einzelne Passagen.  Über das harte Leben der Siedler im Black Swamp erfährt man viel und auch wie aus Mostäpfel Alkohol wird. Aber neben den düsteren zeigt der Roman auch schöne Seite. Als Robert die Mammutbäume sieht konnte ich mit ihm die Freude fühlen. Die Natur, die sich nicht den Menschen beherrschen lässt, spielt eine große und schöne Rolle im Buch. Am Anfang des Buches informiert eine Karte über das Amerika anno 1850. Auf den letzten Seiten findet sich eine Auflistung historisch belegter Personen. Der Schutzumschlag ist in Brauntönen gehalten nur der rote Apfel sticht heraus. Mein Fazit: Ich kann dieses Buch allen empfehlen, die mehr über amerikanische Siedler im 19. Jahrhundert lesen möchten. Es ist keine schöne aber eine kraftvolle Geschichte.

    Mehr
  • Bäume sind Leben

    Der Ruf der Bäume
    tinstamp

    tinstamp

    15. February 2017 um 16:58

    Dieser ruhige Roman der Bestsellerautorin Tracy Chevalier ("Das Mädchen mit dem Perlohrring", "Zwei bemerkenswerte Frauen") entfaltet sich erst so richtig, wie das Aroma bei einem Biss in einem Apfel. Denn die Geschichte wirkt frühestens nach dem zuklappen des Buches so richtig nach.... Es ist das Jahr 1838 und die Staaten sind noch jung. James und Sadie Goodenough brechen Richtung Westen auf, um eine neue Heimat zu suchen. Doch schon beim Black Swamp in Ohio ist ihre Reise zu Ende, denn das morastige Land stoppt ihr weiterkommen. Eher unfreiwillig beginnen sie in den Sümpfen ihre Farm zu bauen und Apfelbäume zu setzen, denn das Gesetz besagt, dass jeder neue Siedler mindestens 50 Obstbäume pflanzen muss. James, der von eine Apfelplantage wie bei seinen Eltern träumt, möchte süße Tafeläpfel anpflanzen, während Sadie Mostäpfel bevorzugt. Dieses Thema wird zum ewigen Streitpunkt der Beiden, der sich auch durch die Hälfte des Romans zieht. Anfangs fiel es mir nicht so leicht Seite um Seite über Äpfelsorten, dem Pflanzen und Veredeln zu lesen, denn James liebt seine Bäume und das unwirtliche Land macht es den Goodenoughs nicht gerade leicht. Das jährliche Sumpffieber rafft von zehn Kindern, die Sadie gebiert, fünf hinweg. Ihren Kummer ertränkt sie immer mehr im selbstgebrauten Apfelschnaps. Schläge und Züchtigungen an den Kindern, sowie Bosheiten von Sadie ihrem Mann gegenüber, stehen an der Tagesordnung. Die Familie zerfällt immer mehr. Einzig Robert liebt die Apfelbäume genauso wie sein Vater. Gemeinsam mit der sanften Martha versuchen sie die Familie zusammenzuhalten. Aber auch sie werden sie getrennt, als die Familie auf gewaltsamer Weise auseinanderbricht..... Ein Zitat auf Seite 105 zeigt wie mühsam und ereignislos das Leben der Goodenoughs in Black Swamp abläuft: "Das Leben war oft nur eine Wiederholung derselben Bewegungen in einer anderen Reihenfolge, je nach Tag und Ort" Während man zu Beginn der Geschichte den verzweifelten Kampf einer Familie erlebt, die nichts weiter möchte, als sich den Landstrich auf dem sie leben, untertan zu machen und über die Runden zu kommen, stoppt die Handlung plötzlich und der Leser erlebt die Jahre 1840-1856 in einer Art Zeitraffer. Robert hat sich auf den Weg in den Westen gemacht und schreibt jedes Jahr rund um Silvester einen Brief nach Hause. So erfährt man in kurzen Rückblicken, dass Robert, getrieben durch die Suche nach seinen Wurzeln, in Kalifornien das erste Mal Gerüchte über Mammutbäume hört. Er folgt den Ruf der Redwoods, den riesigen Bäumen in Calaveras Grove... Dieser Teil, der aus der Sicht von Robert erzählt wird, hielt mich gefangen und der Zauber der Mammutbäume ging auch auf mich über. Der junge Mann ist ein sehr sympathischer Charakter, der jedoch ein Getriebener ist. Er ist ewig auf der Suche und fühlt nur innere Ruhe bei seinen Bäumen. Robert tut sich schwer mit Nähe und den Menschen. Doch mit William Lobbs, einem englischen Pflanzensammler, findet er eine verwandte Seele. Gemeinsam sammeln sie Samen und Setzlinge, um diese in die egnlische Heimat von William Lobbs zu schicken.... Tracy Chevalier erzählt hier eine melancholische Geschichte über eine Familie, die an den Anforderungen der Gegend und ihren Träumen zerbricht. Dies ist die Zeit der ersten Besiedlungen und dem Goldrausch. Dieser spielt hier ebenfalls eine Rolle, allerdings eine kleine. Chevalier nimmt sich eindeutig der Natur, besonders den Bäumen, an und bringt uns im ersten teil die Apfelbäume und danach die Mamutbäume näher. Das Drama rund um die Goodenoughs wühlt auf und dem Leser wird erst nach Beenden des Buches so richtig klar, welche interessante Geschichte die Autorin hier geschaffen hat, die noch lange nachwirkt. Schreibstil: Tracy Chevalier ist eine Meisterin der leisen Töne. Ihre Romane sind ruhig und vermitteln zwischen den Zeilen doch so viel. Der Aufbau der Geschichte irritiert zu Beginn etwas, vorallem als man an der Stelle mit den Briefen von Robert kommt, jedoch passen diese Passagen perfekt in den Roman. Die Beschreibungen sind lebendig und bildhaft. Ich konnte mir das karge Land. das Sumpfgebiet und auch die Mammutbäume in Kaliforninen sehr lebhaft vorstellen. Am Beginn des Buches ist eine Karte der vereinigten Staaten anno 1850 zu finden. Auf den letzten Seiten finden sich noch eine Auflistung historisch belegter Personen wie William Lobbs und Johnny Appleseeds. Fazit: Ein ruhiger, einfühlsamer, aber auch melancholischer und rauer Roman, der über das schwere Leben der ersten Planwagensiedler im beginnenden 19. Jahrhundert erzählt und sich erst so richtig entfaltet, nachdem man das Buch zugeklappt hat. Wunderschön!

    Mehr
    • 4
  • Ein wahrer Genuss

    Der Ruf der Bäume
    lisa1997

    lisa1997

    10. February 2017 um 08:28

    Dieses Buch ist schon allein für Äpfelliebhaber ein wahrer Genuss, denn die Goodenoughs wohnen in Ohio und James Goodenough ist leidenschaftlicher Apfelbauer. Weiters kommen Leser von historischen Romanen auf ihre Kosten. Zwar würde ich ihn nicht direkt als historischen Roman bezeichnen, aber man merkt, dass die Autorin zuvor schon im historischen Genre unterwegs war. Die Idee den Goodenough Spross auf seiner Reise in den Westen zu begleiten finde ich grundsätzlich gut. Man merkt durch die Beschreibungen der Autorin, dass das Leben rund um 1800 nicht leicht war. Besonders da fällt das der historische Schreibstil auf. Der Leser darf zunächst die Familiengeschichte aus der Perspektive des Vaters, James Goodenough und der Mutter Sadie kennenlernen und somit schon einen kleinen Einblick in den Apfelbetrieb werfen. Mit den Jahren und nach einem bestimmten Anlass können wir dem jüngsten Spross zusehen, wie er weiter nach Westen zieht und dabei viel sieht und erfährt. Meiner Meinung nach ein schönes Konzept, dem ich als begeisterte Apfelesserin einiges abgewinnen kann. Der Schreibstil von Tracy Chevalier ist eigentlich und größtenteils angenehm. Dadurch kam ich gut und schnell durch die Seiten. Aber es gab auch Szenen, die ich nicht so mag und die mich sehr an einen historischen Roman erinnern.  Mit diesen Szenen kam ich dann leider dann nicht so zurecht und hab dann auch jedes Mal auf die Seitenanzeige meines Tolinos geblickt. Das finde ich schade um ehrlich zu sein, da mir das Buch ansonsten sehr gut gefällt. Neben dem Wissen über Äpfel darf sich der Leser auch über eine Portion Liebe freuen, wobei es sehr an die Spielzeit anlehnt. Was ich damit meine? Wenn man jetzt Romantik und Leidenschaft a la Nicholas Sparks oder Anna Todd erwartet, liegt man hier in diesem Fall falsch. Die Liebe beziehungsweise die Romantik ist im Jahr 1856 anders als wir es im Jahr 2017 kennen. Die Bedingungen damals waren deutlich anders. Dementsprechend besonders kann man diese Szenen erwarten. Dennoch gefällt mir diese Vorstellung, dass die Autorin diese Sache entsprechend beschrieben hat. Wie ihr seht, habe ich nicht viel auszusetzen. Schöne Lesestunden sind garantiert.

    Mehr
    • 2
  • Äpfel satt und Bäume noch und nöcher

    Der Ruf der Bäume
    TochterAlice

    TochterAlice

    08. February 2017 um 18:28

    und was für welche: nämlich die riesigen Redwoods und Sequoien im Westen der Vereinigten Staaten dominieren das Leben von Robert Goodenough, wobei Erstere im Osten des Landes wachsen und seine Familie ernähren. Sie prägen also seine Jugendzeit, die ansonsten von durchaus harten Erfahrungen dominiert werden: seine Eltern gehen lieblos, ja brutal, miteinander und auch mit den Kindern um. Einen familiären Umgang voller Liebe und Achtung lernen sie nicht kennen und verhalten sich entsprechend  - nur Robert und seine sanfte Schwester Martha sind anders, werden jedoch früh getrennt, als die Familie auf die denkbar gewaltsamste Weise auseinanderbricht. Daher war ich nicht wenig überrascht von meinem Fazit nach Beenden des Romans: Manchmal muß man mit der Nase auf sein Glück gestoßen werden, das war es, was ich - und Robert Goodenough - aus den Ereignissen mitnahm. Doch manchmal ist es ein langer und steiniger Weg dahin, wie seine Geschichte und damit  diejenige der gesamten Familie Goodenough und ihres Umfeldes zeigt! Und sie geht längst nicht für alle Beteiligten glücklich aus, denn es ist ein Haufen dunkler Charaktere, der sich da zusammengefunden hat, bzw. sich zu den vereinzelten Lichtgestalten gesellen. Dazu kommen wohl die schwersten Lebensumstände, die man sich vorstellen kann. "Mein Freund, der Baum": das wäre ein Satz, den Robert Goodenough wohl niemals sagen würde, doch wenn man ihn fragen würde, ich bin sicher, er würde Bäume als seine Freunde bezeichnen - mehr als die meisten Menschen. Obwohl das Thema kein einfaches ist und nicht nur eine tragische Seite ofenbart - nein, es sind viele Facetten, weist der Roman keineswegs eine düstere Grundnote auf. Wie erwähnt, tauchen im Handlungsverlauf zahlreiche Charaktere mit unliebsamen Eigenschaften auf, doch den meisten davon bringt man als Leser zumindest in einer Situation Verständnis entgegen oder kann ihr Handeln in der jeweiligen Lage, in der sie sich befinden, zumindest nachvollziehen. Doch eines wird ganz deutlich: es ist nicht unsere Welt, diejenige der  Siedler und Pioniere in den Vereinigten Staaten des 19. Jahrhunderts, aber wie spannend und bereichernd ist es, der Autorin Tracy Chevalier in diese zu folgen! Die Wendungen vor allem in Roberts Leben werden mit so viel Charme geschildert, dass ihnen trotz der Härte, der er und auch die anderen Figuren ausgesetzt sind, eine gewisse Leichtigkeit innewohnt. Und der so oft bemühte Zauber sowieso, denn die Autorin schreibt sowohl (lebens) klug und eloquent, als auch fesselnd und eindringlich. Zudem hat sie hervorragend recherchiert. Ich jedenfalls habe das Buch erst aus der Hand gelegt, als ich die letzte Seite umgeblättert hatte!

    Mehr
  • leise und eindringlich

    Der Ruf der Bäume
    gagamaus

    gagamaus

    06. February 2017 um 08:24

    Tracy Chevalier hat einen ganz eigenen Erzählstil, den ich schon aus ihren allerersten Büchern, z.B. „Das Mädchen mit dem Perlenohrring“  sehr schätze. Unaufgeregt und als Meisterin der leisen Töne zeigt sie sich auch in ihrem neuen Buch „Der Ruf der Bäume“. Es handelt sich um eine generationsübergreifende Familiengeschichte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts im ländlichen Nordamerika. Das junge Ehepaar Goodenoughs wagt die Planwagenreise in den verheißungsvollen Westen, kommen aber nur bis Ohio, wo sie schließlich eine kleine Apfelplantage gründen. Aber das Leben ist nicht leicht und schmerzliche Verluste und Streit bis hin zur Gewalt zerrütten die Ehe und belasten die ganze Familie. Dies ist auch einer der Gründe, warum Sohn Robert sein Glück in Kalifornien sucht. Er folgt dem Ruf der Mammutbäume und hofft dort auf mehr Glück.  Aber geprägt von seinen Kindheitserfahrungen ist er ein Mensch, der sich schwer mit Nähe und Vertrauen tut und auf andere Art ist auch sein Leben ein schweres. Durch Briefe und Perspektiv- und Zeitsprünge erhält der Leser tiefe Einblicke in das Innere einer amerikanischen Familie. Die menschlichen Abgründe und Verwicklungen werden ebenso eindringlich wie nüchtern beschrieben. Die Tragik und Dramatik liegt in den Schicksalsschlägen, die die Familie erschüttern, auch in den Unbillen der Natur und den unerfüllten Wünschen der  Protagonisten, die letztendlich alle nicht aus ihrer eigenen Haut können. Das Buch hat mich auf stille Weise gefesselt und begeistert. Ich mag den menschlich einfühlsamen Ton, den Tracy Chevalier auch dann trifft, wenn sie über die Schwächen der Protagonisten schreibt . Es ist ein ruhiges trauriges Buch. Ich habe es sehr gerne gelesen.

    Mehr
  • Ruhig in Worten und doch aufwühlend und intensiv

    Der Ruf der Bäume
    tootsy3000

    tootsy3000

    03. February 2017 um 09:35

    Auf recht ruhige Art und ohne Wild-West-Manier erfährt man, wie hart das Leben in Amerika für die Pioniere war. Im Versuch das Land fruchtbar zu machen und ein möglichst lebenswertes Dasein zu führen, tut sich die Familie schwer. Krankheit und Tod ist keine Seltenheit in diesen schweren Zeiten. Für Zuneigung und echte Liebe ist kein Platz, weder zwischen den Eltern noch zu den Kindern. Das Ehepaar verbindet eher eine Art Hassliebe, die sich in Gewalt und ausartenden Wortgefechte widerspiegelt. Robert, das jüngste Kind, muss irgenwann die Familie verlassen. Briefe, die er an seine Geschwister schreibt, bleiben unbeantwortet. Das ist schon sehr bedrückend zu lesen. Welche Tragödie sich davor in der Familie abgespielt hat, eröffnet sich einem erst später. Die Charakter sind gezeichnet von dem harten Leben. Besonders die Mutter hat neben der Härte, die ihr wohl dieses Leben auferzwungen hat, oftmals auch eine übertriebene Bosheit an sich. Scharfe Wortwechsel, Gemeinheiten, Schläge und Züchtigungen prägen das Familienbild. Die Bäume formen die Geschichte auf effektvoll. Apfelbäume und wie man sie veredelt, verstehe ich jetzt in der Theorie, den Duft und Geschmack der Äpfel ist riech- und schmeckbar. Besonders schön fand ich Roberts Streifzüge durch die Wälder mit den riesigen Redwood- und Mammutbäumen. Diese gigantischen Riesen, einfach wunderschön und Ehrfurcht einflößend! Mein Fazit: Eine gelungene Mischung aus bedrückender Familiengeschichte, gepaart mit schönen Naturschauplätzen. Sprachlich gut dargestellte Szenarien, ruhig in Worten zwar, doch durchaus auch aufwühlend, mit einem guten Maß an Hintergrundinformation.

    Mehr
  • Authentischer Überlebenskampf

    Der Ruf der Bäume
    MelE

    MelE

    31. January 2017 um 08:46

    " Der Ruf der Bäume " ist ein eindrücklicher Roman, der von Armut und Überlebenswillen erzählt. Apfelbäume, Mammutbäume und diverse andere Baumarten sind prägend für die Story, daher ist der Titel des Romans erstaunlich gut gewählt. Es prägt ein und gibt dem Roman eine gewisse Intensivität. Roberts Kindheit ist geprägt von Gewalt und Lieblosigkeit. Alle Klischees der damaligen Zeit werden Raum im Roman finden und wirken äußerst authentisch auf seine Leser. Erzählt wird in verschiedenen Erzählsträngen und daher kommt man den Protagonisten um einiges näher. Es ist eindrücklich und wirkt einige Zeit nach. Es ist ein Roman, der zum Nachdenken auffordert und auch zwischen den Zeilen gelesen werden muss. Ein Familiendrama, welches der Autorin sehr geglückt ist, auch wenn sie sich dabei schmerzlichen Erinnerungen bedient und auch vor Missbrauch und Alkohlabhängigkeit nicht Halt macht. Durch den angenehmen Schreibstil und die Schriftgröße ist " Der Ruf der Bäume " schnell gelesen. Mich hat der Roman sehr bewegt, da ich immer noch Hoffnung hatte, dass sich Roberts Leben verbessert und es ihm gelingt, sich emotional binden zu können. Er wirkt ruhelos und schafft es nicht, sesshaft zu werden. Seine Familiengeschichte spricht eine deutliche und schmerzhafte Sprache, die es mir verständlich macht, warum Robert unruhig und er Beziehungen mit anderen Menschen dicht macht. Seine Eltern waren ihm wenig Vorbild und daher ist es nachvollziehbar, auch wenn es einsam macht. Einzig die Liebe zu Bäumen konnte Robert übernehmen und dadurch seinen weiteren Lebensweg gestalten. Durch Briefe wirkt der Roman um einiges authentischer, denn diese sind, was den Roman Lebendigkeit einhaucht. Fazit: Ein großes Familiendrama, welches zutiefst bewegt und die Zeit des 19. Jahrhunderts treffend beschreibt. Es ist ein Kampf ums Überleben, der einhergeht mit der Liebe zu Bäumen allerlei Art. Sie scheinen wirklich zu rufen und prägen das Leben der Protagonisten. Eine echte  Leseempfehlung  an einen wunderbaren historisches Roman, der mich ursprünglich ansprach, da das Cover mich an ein anderes Buch erinnerte. Eine gute Entscheidung sich " Der Ruf der Bäume " zu widmen, da es mich restlos begeistert zurücklassen konnte.

    Mehr
  • Unterhaltsam und glaubwürdig

    Der Ruf der Bäume
    Kamima

    Kamima

    27. January 2017 um 15:26

    Dieser Roman nimmt uns mit in eine amerikanische Familie im 19. Jahrhundert. Wir erfahren die Anfänge der Familie James und Sadie Goodenough, wie sie das elterliche Land nach der Heirat verlassen und in das Ungewisse – den Westen – ziehen. Bald landen sie in einem Sumpfgebiet, dem „Black Swamp“ in Ohio und bauen sich dort eher unfreiwillig – weil sie nicht mehr weiterkommen – eine Farm auf. James Goodenough macht es sich zur Aufgabe, in dem unwirtlichen Gebiet eine Apfelplantage mit Most- und besonderen Essäpfeln zu erstellen, seine Frau Sadie spricht nach der Geburt von mehreren Kindern und den Verlust von 5 durch das Sumpffieber mehr und mehr dem selbstgebrauten Apfelalkohol zu... was letztendlich der Grund ist, warum sich die Familie immer mehr entzweit und eines Tages die Eltern tragisch ums Leben kommen. Von den Kindern erfahren wir eher beiläufig mehr – außer von Robert, der nach dem tragischen Vorfall von Zuhause flüchtet und so bereits in jungen Jahren viele neue Erfahrungen bei den Goldgräbern und letztendlich bei einem Baumhändler landet, dort viel Neues über Bäume erfährt und die neu entdeckten Mammutbäume lieben lernt... und von Martha, dem fleissigen grauen Mäuschen, die ihrem Bruder Robert sehr nahe steht, nach dem Tod der Eltern auf dem benachbarten Hof als Hilfskraft und Tochterersatz eine neue Bleibe findet. Diese beiden Geschwister haben schon auf dem elterlichen Hof eine besondere Bindung zueinander, die zum Schluss des Buches auch wieder zusammen finden. Der Buchaufbau irritiert beim ersten Lesen sehr, denn zuerst erfahren wir von dem Leben der Eltern James und Sadie mit ihren Kindern, dann gibt es einen Briefteil mit von Robert immer an Neujahr geschriebenen Briefen an die zuhause Gebliebenen, bevor es mit einem Geschichtsteil – der wieder zurückliegt vor der Flucht Roberts – weitergeht, um dann wieder mit einem Briefteil – dieses Mal von Martha an ihren Bruder Robert – wieder den Stil zu ändern... abschließend befinden wir uns wieder im Geschichtsteil, wo sich alle Erzählstränge zusammenfinden und enden. Dies Hin- und Herspringen empfand ich beim ersten Lesen als anstrengend und so habe das Buch immer nur etappenweise gelesen. Aber nach der letzten Seite wurde mir klar, dass der anfänglich empfundene Bruch in der Geschichte gar keiner ist, sondern die Briefe von der Sichtweise Roberts auf die Sichtweise Marthas umleiten und den Leser so spannend weiterführen. Sprachlich gefällt mir das Buch wirklich sehr. Tracy Chevalier schreibt sehr anschaulich und modern, ohne aber flapsig zu sein, sondern mit den notwendigen Ernst, den die Geschichte der Siedler, der Goldgräber und die Familiengeschichte der Goodenoughs im Besonderen verlangt. Gerade bei den Mammutbäumen hatte ich sofort die Bilder einer Dokumentation über diese Bäume vor Augen und konnte quasi mit den Charakteren mitleben. Darum empfand ich das Ende war als gelungen und abgeschlossen, hätte aber gerne noch gewußt, wie es mit Robert weitergeht... ja, es ist ein gutes Zeichen, wenn man das Buch mit einem gewissen Bedauern schließt, dass die Geschichte schon zu Ende ist. Für mich ist dieser Roman wieder eine Vorlage für einen Kinofilm... genug an historische Fakten angelehnt, um glaubwürdig zu sein und mit genug Fantasie gespickt, um spannend und unterhaltsam zu sein.  

    Mehr
    • 2
  • weitere