Tracy Chevalier Die englische Freundin

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Inhaltsangabe zu „Die englische Freundin“ von Tracy Chevalier

Zwei ungleiche Frauen, eine bemerkenswerte Freundschaft. Die junge englische Quäkerin Honor verlässt Mitte des 19. Jahrhunderts wegen einer unglücklichen Liebe ihre Heimat. Im fernen Ohio will sie einen Neuanfang wagen. Doch das Leben im ländlichen Amerika ist hart, und die Sklavenfrage spaltet die Nation. Zu Honors einzigen Vertrauten wird die temperamentvolle Belle, deren Hutgeschäft entlaufenen Sklaven als heimlicher Unterschlupf dient. Dass sich ausgerechnet Belles Bruder, der rabiate Sklavenjäger Donovan, für sie interessiert, bringt Honor in eine schwierige Lage. Denn sie fühlt sich zu Donovan hingezogen, einem Mann, der all ihre Ideale mit Füßen tritt. Schließlich kann sie einer Entscheidung nicht länger aus dem Weg gehen.

Herrlich, wie das Quäkerleben in Amerika wieder lebendig wird....

— Hopeandlive
Hopeandlive

Die Geschichte um eine junge Frau die vom sicheren und behüteten Heim in England nach Amerika übersiedelt ist mir sehr ans Herz gegangen

— Sturmherz
Sturmherz

Wer einen Neuanfang überlegt und umziehen möchte, sollte sich diesen spannenden Roman ans Bett legen. Historische Eindrücke aus Ohio.

— Huebscher
Huebscher

Eine wunderschöne und ergreifende Geschichte, in der die junge Honor ihren Platz in der Welt zu finden versucht. Absolut lesenswert!!!

— Betsy
Betsy

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  • Rezension zu "Die englische Freundin" von Tracy Chevalier

    Die englische Freundin
    tragalibros

    tragalibros

    07. April 2016 um 07:57

    Honor reist mit ihrer Schwester nach Amerika, um sie dort auf ihrem neuen Lebensweg zu begleiten. Doch das Schicksal trifft Honor schwer, als kurz nach ihrer Ankunft ihre Schwester verstirbt. Auf sich allein gestellt, beginnt für Honor eine Zeit, in der sie auch die Schattenseiten des Lebens kennenlernen muss, entlaufenen Sklaven hilft, eine neue Liebe und unerwartete Freunde trifft... Zunächst möchte ich kurz ein paar Worte über den Titel des Buches verlieren, denn ich finde ihn äußerst passend gewählt. Nachdem ich den Roman zu Ende gelesen hatte, fragte ich mich sofort, wer mit der englischen Freundin gemeint sein könnte. Ist es Honor selbst, die den Sklaven eine Freundin ist, indem sie ihnen hilft? Soll es eine Putzmacherin sein, die im Verlaufe des Buches eine Rolle spielt? Oder könnte es sich dabei um eine Freundin aus England handeln, der Honor immer wieder Briefe schreibt, in denen sie über ihr neues Leben berichtet? Dieser historische Roman ist zwar keine überragende Unterhaltung, kann aber trotzdem mit sympathischen Charakteren und der wunderschönen Kulisse Ohios punkten. Der Leser verfolgt die Entwicklung der Protagonistin von einem jungen und schüchternen Mädchen zur starken, selbstbewussten Frau, die es trotz allen Widrigkeiten schafft, ihr Leben zu meistern. Einen tieferen Einblick in ihre Gefühlswelt erhält man durch viele Briefe, die Honor an ihre Eltern und Freunde in England schreibt. Mit Hilfe kurzer, aber eindrucksvoller Landschaftsbeschreibungen, erhält man einen schönen Einblick in die damals noch unberührte Landschaft Amerikas. Eine Überraschung war für mich das Ende, denn nach der Lektüre des Klappentextes, hatte ich eine andere Wendung der Handlung erwartet. Alles in allem ist "Die englische Freundin" ein guter und solider Roman für entspannte Wochenendunterhaltung. Deshalb gibt es von mir dreieinhalb Sterne.

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  • Auf der Suche nach dem inneren Licht

    Die englische Freundin
    Betsy

    Betsy

    12. January 2016 um 13:51

    Ein Roman, der mir eigentlich ganz zufällig in die Hände fiel und mich wirklich begeistert hat. Die Autorin Tracy Chevalier wird den meisten wohl durch die Verfilmung ihres wohl berühmten Buches "Das Mädchen mit dem Perlenohrring" bekannt sein. Die Geschichte, die Mitte des 19. Jahrhunderts spielt, erzählt von der jungen Quäkerin (=Spottname einer religösen Gruppe) Honor Bright, die mit ihrer Schwester aus England nach Amerika aufbricht. Es kommt allerdings anders als geplant und sie sieht sich einer ihr fremden Welt völlig allein gegenüber, in der besonders die Sklavenhaltung die Menschen spaltet. Sie freundet sich mit der resoluten Hutmacherin Belle an, die den Sklaven hilft. Ihre eigenen Gewissenskonflikte werden auch noch dadurch geschürt, dass sie eine gefühlsmäßige Verbindung zu Donovan, einem Sklavenjäger, verspürt. Und bald schon steht eine Entscheidung an: hierbleiben oder zurückgehen? Honor kommt relativ naiv und unbedarft in Amerika an und nach einer für sie höllischen Überfahrt wird ihre Welt dort durch einen harten Schicksalsschlag und Unverstandenheit immer wieder auf den Kopf gestellt. Sie ist ruhig und schüchtern, versucht aber nach bestem Gewissen zu handeln und hat es schwer sich an die Gepflogenheiten in Amerika zu gewöhnen. Nicht nur die so unverblümte Art der Amerikaner, als auch das Essen, die Natur, die Sprache (in England gibt es halt oftmals andere Ausdrücke) und der Umgang mit den Schwarzen, stellen so ihre Hürden da. Man spürt richtig wie einsam Honor sich teilweise fühlt. Nach Ende eines jeden Kapitels gibt es einen Brief, großteils an die Eltern und ihre Freundin Biddy geschrieben , wo sie ihre Eindrücke von den Menschen und dem ihr so fremden Land schildert und sie auch von dem Gefühl des Ausgegrenztseins erzählt. Lichtblick ist die temperamentvolle Belle, die Honor unter ihre Fittiche nimmt und die sie in ihrem Laden arbeiten lässt. Diese steht mit beiden Beinen im Leben und versteckt entflohene Sklaven, womit sie, genauso wie einige andere, Mut zum Handeln beweist. Das Thema Sklaverei nimmt hier einen Großteil der Handlung ein und zeigt die verschiedensten Seiten. Einerseits Honor, die zwar weiß, dass alle gleich sind und gegen die Sklaverei ist und dennoch erst in Amerika, wo die Schwarzen ihr auch im Alltag begegnen, wirklich mit ihnen in Berührung kommt. Außerdem begreift sie nach einiger Zeit, dass es etwas ganz anderes ist als nur darüber zu reden und hier wirklich aktiv gegen die Sklaverei zu sein. Dann gibt es noch die Sklavenjäger, allen voran Donovan, der gegenüber den Schwarzen kein Mitleid zeigt, aber von Honor so fasziniert ist, dass er teilweise ihr gegenüber und ihrem Bedürfnis den Schwarzen zu helfen Nachsicht zeigt. Obwohl er hier zu den "bösen" gehört, fällt es einem genau wie Honor schwer ihn nicht zu mögen, weil er auch seine guten Seiten hat. Auch die Quäker selbst, sind zwar gegen die Sklaverei, aber wollen nicht gegen das Gesetz verstoßen und sich selbst in Gefahr bringen. Auch inwieweit die Abschaffung der Sklaverei, sich auf die Wirtschaft auswirken würde wird angesprochen. Allen voran geht es aber um die Entwicklung von Honor, die versucht in dieser neuen Welt endlich ihren Platz zu finden. Fazit: Eine wirklich wunderschöne, ernste, aber auch teilweise sehr traurige und bedrückende Geschichte. Obwohl jetzt nicht großartig viel zu passieren zu scheint, habe ich gebannt über Honors Leben in Amerika gelesen und besonders die Briefe an ihre Eltern oder ihre Freundin in England zeigen, wie schwer es ihr fällt sich einzugewöhnen. Trotzdem wird das Buch nicht rührselig oder gar kitschig, es streift eher daran und man würde sich stellenweise sogar etwas mehr davon wünschen (besonders die Romantiker unter uns). Das Ende war leider nicht so, wie ich es mir vielleicht gewünscht hatte, aber es passte zur Geschichte. Besonders gut beschrieben, hier der Zwiespalt der Leute den entflohenen Sklaven zu helfen und ihrer Angst vor dem Gesetz, genauso wie die Hemmungen als Honor wirklich mit den ersten Schwarzen in Berührung kommt. Wirklich empfehlenswert!

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  • Ein ungewöhnliches Buch das mir gut gefallen hat obwohl ich vorher nichts von dieser Autorin gelesen

    Die englische Freundin
    Kerstin_Lohde

    Kerstin_Lohde

    18. October 2015 um 14:07

    Das Buch hat mir schon von der Leseprobe zugesagt aber mir hat auch gut das Cover gefallen denn es ist einfach und schlicht gehalten und somit habe ich den Versuch gewagt und es als Rezensionsexemplar angefragt und auch erhalten. Als ich es dann gelesen habe war ich an manchen Stellen emotional berührt konnte an manchen Stellen schmunzeln oder habe an andren Stellen wiederum eine leichte Gänsehaut bekommen. Man kann es flüssig durch lesen und muss nicht tief gläubig sein um dieses Buch zu verstehen denn es handelt ja von Quäkern. Aber wenn man es gelesen hat denkt man vielleicht öfters mal über ein paar Dinge anders nach als vorher zumindest ging es mir so. Mein Fazit: Es ist ein gut geschriebener Roman über Quäker der mich gut unterhalten hat, da er interessant geschrieben ist. Ich finde er könnte was für Fans von historischen Romanen und auch für Fans von Quäker Romanen etwas sein.

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  • Leserunde zu "Die Erfindung der Flügel" von Sue Monk Kidd

    Die Erfindung der Flügel
    TinaLiest

    TinaLiest

    Wir haben euch um eure Hilfe gebeten und ihr habt entschieden: Das LovelyBooks-Team liest gemeinsam "Die Erfindung der Flügel" von Sue Monk Kidd! Da wir so unterschiedliche Leser sind, haben wir ganz unterschiedliche Erwartungen und freuen uns auch unterschiedlich stark auf das Buch, sodass bestimmt eine spannende und interessante Diskussion entsteht! Vom LovelyBook-Team sind dabei: Daniliesing doceten Malista Fussel1986 Johanna1988 clickclackboum Sophia29 Tree_Trunks TinaLiest Ihr kennt das Buch noch nicht? Hier gibt es mehr Infos zum Inhalt: Die elfjährige Sarah, wohlbehütete Tochter reicher Gutsbesitzer, erhält in Charleston ein ungewöhnliches Geburtstagsgeschenk – die zehnjährige Hetty »Handful«, die ihr als Dienstmädchen zur Seite stehen soll. Dass Sarah dem schwarzen Mädchen allerdings das Lesen beibringt, hatten ihre Eltern nicht erwartet. Und dass sowohl Sarah als auch Hetty sich befreien wollen aus den Zwängen ihrer Zeit, natürlich auch nicht. Doch Sarah ahnt: Auf sie wartet eine besondere Aufgabe im Leben. Obwohl sie eine Frau ist. Handful ihrerseits sehnt sich nach einem Stück Freiheit. Denn sie weiß aus den märchenhaften Geschichten ihrer Mutter: Einst haben alle Menschen Flügel gehabt … Ihr habt das Buch ungelesen daheim liegen und möchtet mit uns lesen und diskutieren oder auch einfach mit uns über das Buch reden, obwohl ihr es schon gelesen habt? Kein Problem! Wir freuen uns, wenn ihr mit in die Leserunde einsteigt! Je mehr, desto besser! :) Wir starten am Montag, dem 13. Juli, mit dem ersten Leseabschnitt!

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  • "Die englische Freundin" von Tracy Chevalier

    Die englische Freundin
    Jacynthe

    Jacynthe

    19. May 2015 um 19:23

    Inhalt Weil ihr Verlobter sie sitzengelassen hat, reist die Quäkerin Honor mit ihrer Schwester nach Ohio, wo diese heiraten will. Doch das Schicksal will es anders und Grace stirbt. Honors Situation ist schwierig, da sie nun keine familiären Bande an ihren Fast-Schwager binden. Sie muss sich nach einem Ehemann umsehen und findet ihn in dem jungen Milchbauern Jack. Mit seiner Mutter gibt es jedoch große Schwierigkeiten, vor allem als Honor trotz Verbot weiterhin vorbeikommenden flüchtenden Sklaven hilft. Dass der raue Sklavenjäger Donovan ein Auge auf sie geworfen hat, macht die Sache auch nicht besser... Meine Meinung Tracy Chevalier ist für mich die Meisterin der historischen Frauenfiguren. Und zwar ganz alltäglicher Frauen in einem schlichten, wenig ruhmreichen Leben. Frauen, deren Geschichte niemand aufgeschrieben hat und die in Vergessenheit geraten sind. Honor Bright hat es zwar nicht wirklich gegeben, ihre Geschichte ist aber bestimmt kein Einzelfall. Ein verheißungsvoller Aufbruch in die Neue Welt, der durch einen Schicksalschlag verdüstert wird. Die Anpassung an ein neues Leben, an eine neue Gesellschaft, und die Abhängigkeit der Frauen von einem Mann und dessen Familie - das allein hätte schon das Buch füllen können, doch Chevalier hat noch eine andere Komponente hinein gewoben: die Underground Railroad die sich in den USA des 18. Jahrhunderts gebildet hat, um Sklaven bei ihrer Flucht nach Norden ins sichere Kanada zu helfen. Für die damaligen Verhältnisse ist Honor eine starke Frau zu nennen. Dennoch - und das macht sie sympathisch und menschlich - ist sie an ihr Umfeld gebunden und kann es sich daher nicht immer leisten, ihren Kopf durchzusetzen. Den Zwiespalt, in dem sie sich befindet, konnte ich sehr gut nachvollziehen. Ihr Mann Jack ist nicht weniger davon betroffen, doch es ist offensichtlich, dass er Honor liebt und seine Taten, vor allem gegen Ende des Romans, beweisen dies. Beide Charaktere haben eine starke Entwicklung durchlaufen und sich schließlich emanzipiert. Die meisten tragenden Personen sind Frauen. Sie sind verschiedensten Alters und Herkunft und haben unterschiedliche Ansichten und Vorstellungen vom Leben. Dadurch entsteht ein fesselnder und lehrreicher Querschnitt durch die Gesellschaft einer kleinen antisklavischen Siedlung. Donovan, der Sklavenjäger und Bruder einer Aktivistin der Underground Railroad, kann als Antagonist des Romans bezeichnet werden, obwohl es einen Moment der Schwäche gibt. Auch für ihn hatte ich Mitgefühl, denn Chevalier stellt deutlich heraus, dass Donovan ein Gefangener seiner selbst ist. Dass die Hilfe, die ihn zu einem besseren Menschen machen könnte, ihm verweigert wird empfand ich als äußerst tragisch.   Den Titel des Romans habe ich zunächst missverstanden und dachte, es ginge um eine Frauenfreundschaft. Der Begriff der "Freundin" bezieht sich jedoch auf die Religion der Quäker, die Mitglieder ihrer Gemeinde als "Freunde" bezeichnen. Ich fand es interessant, von den Quäkern und ihren Gebräuchen zu lesen und ich muss sagen, ich finde diesen Zweig des Christentums sehr sympathisch. Die Vorstellungen eines guten Lebens sind schlicht und genügsam. Quäker verabscheuen die Lüge und ihre Gottesdienste sind stumme Andachten, eher eine Mediation ähnlich. Der Leser erhält Einblick in diese Religion und lernt sie in ihren Grundzügen kennen. Auch andere Gebräuche der damaligen Zeit werden teils sehr detailiert beschrieben, so zum Beispiel das Quilten. Das Nähen an diesen Steppdecken zieht sich durch den ganzen Roman und verbindet die Menschen miteinander selbst über Meere hinweg. So hat Honor zum Beispiel zum Abschied aus England einen Quilt genäht bekommen, in dem sich die Frauen ihrer ehemaligen Gemeinde jeweils mit einem Patch verewigt haben. Ich fand das Buch sehr spannend und auch lehrreich. Nach einigen Seiten der Eingewöhnung war ich davon gefesselt und auch wenn ich es nicht ganz so gut wie die anderen Bücher finde, die ich bereits von Chevalier gelesen habe, vergebe ich 5 von 5 Wolken für "Die englische Freundin".

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  • Die englische Freundin

    Die englische Freundin
    Ninni89

    Ninni89

    04. January 2015 um 13:21

    "Wollte sie auf diese Weise verhindern, dass die entflohenen Sklaven in ihrem Kopf zu Menschen aus Fleisch und Blut wurden? Ohne Namen würden sie leichter wieder aus ihrem Gedächtnis und ihrem Leben verschwinden. Sie dachte an den namenlosen Mann, der im Wielandwald begraben lag. Suche auch in dieser Frau nach ihrem Anteil vom Licht, ermahnte sich Honor, denn er ist da, genau wie bei jedem anderen Menschen." Honor Bright wurde als eines von vier Kindern in eine englische Quäkerfamilie geboren. Sie wuchs in dem Glauben auf, dass alle Menschen vor dem Herren gleich sind. Sie hält sich streng an die Regeln der Gemeinschaft. Sie lügt nicht, trinkt keinen Alkohol und hilft, wo sie kann. Sie besitzt ein Talent für das Nähen von Quilts, die bei den Quäkern besonders wichtig sind. Ihre Finger sind geschickt im Umgang mit der Nadel und sie fügt Stoffe zu wundervollen Mustern zusammen. Kurz vor ihrer Hochzeit verlässt der Auserkorene sie allerdings für eine andere Frau, die nicht einmal eine Quäkerin ist und wird so sogar aus der Gemeinschaft ausgeschlossen. Ihr Verlust macht es ihr schwer weiter in ihrem gewohnten Umfeld zu leben und in ihr wächst der Wunsch Abstand zu dem Mitleid der Gemeinschaft zu gewinnen. Eine Gelegenheit bietet da die Reise ihrer Schwester in die Neue Welt. Grace will in Ohio einen Mann ehelichen, der aus der Gemeinschaft fortgegangen ist, um ein neues Leben in Amerika zu beginnen. Dort will sie mit ihm eine Familie gründen und seinen Kurzwarenladen führen. Honor schließt sich der Schwester an. Bereits bei der Ankunft weiß sie, dass sie die Seekrankheit einer Reise nicht noch einmal überstehen wird. Der Weg in die Heimat ist ihr für immer versperrt und Amerika erweist sich nicht als das, was Honor erwartet hat, als sie plötzlich allein und verlassen überlegen muss, ob sie sich den Sitten der Amerikaner anpasst oder doch lieber ihrem Glauben und vor allem ihrem Herzen treu bleiben soll. Nach den Büchern von Tracy Chevalier greife ich schon eine ganze Weile nicht mehr, weil sie hübsch aussehen, sondern weil ich weiß, dass sich hinter den Seiten eine berührende Geschichte verbirgt, die gut recherchiert ist. Mit "Das Mädchen mit dem Perlenohrring" hat mich die Autorin geködert und dann mit ihren anderen Werken weiter von sich überzeugt. Trotzdem ist die Umschlaggestaltung dem Verlag sehr gut gelungen. Er zeigt treffend die Landschaft von Ohio, in die Honor hineinkommt. Die blaue Haube hebt sich gut ab und steht zugleich für den Glauben der Protagonistin. Das Buch mag zwischen den bunten Bildern und schicken Frauen auf anderen historischen Romanen vielleicht etwas unscheinbar wirken, doch es verkörpert dafür die Protagonistin und auch die Geschichte, die sich zwischen diesem Umschlag verbirgt. Aus den anderen Büchern der Autorin bin ich ihre Kunst gewohnt einzigartige Figuren zu erdenken und ihnen Leben einzuhauchen. Dies tut sie auch in "Die englische Freundin" mit äußerster Sorgfalt. Ich kannte mich vorher wenig mit den Sitten und Gebräuchen der Quäker aus, doch das Handeln und Denken von Honor wirkt authentisch und zugleich auch nachvollziehbar. Auch die Nebenfiguren werden mit nicht weniger Aufwand zum Leben erweckt. Jeder hat seine Eigenheiten und seine ganz eigenen Charakterzüge, die ihn in die Geschichte einpassen und entsprechend handeln lassen. Es gibt keine plötzlichen Änderungen der Meinung, nur um eine schönere Liebesgeschichte zu spinnen oder die Protagonistin als Heldin darzustellen. Sie handelt realistisch, menschlich. Die Beschreibung der einzelnen auftretenden Personen bleibt knapp und doch kann man durch ihr Handeln ein sehr gutes Bild von ihnen bekommen, das auch durchgängig realistisch weiterentwickelt wird. Wer auf der Suche nach einer spannenden Geschichte voller Handlung ist, der sollte allerdings die Finger lieber von dem Buch lassen. Allerdings empfand ich das bei allen Werken der Autorin so. Die Geschichte geht oft nur Häppchenweise voran, was aber dem Detail und Gefühl, das Tracy Chevalier in ihre Handlung legt, keinen Abbruch tut. Mir gefällt das langsame Voranschreiten und oftmals auch auf der Stelle tappende Erzählen. Es passt zu dem, was die Protagonistin in diesem Buch tut. Sie entwickelt sich weiter, ganz langsam nur, und tappt doch auch auf der Stelle und kommt in ihrer Entwicklung nicht weiter, weil ihr Steine in den Weg gelegt werden, oder sie einfach zu sehr an ihrem Glauben oder an der Furcht festhält allein zu sein. Die Geschichte zieht sich Schlüssig vom Beginn der Reise bis zu dem Punkt, an dem Honor endlich den Mut findet ihre eigenen Entschlüsse zu fassen und ihr eigenes Leben zu beginnen. Dieses Leben ist nicht actiongeladen, aber auch nicht langweilig. Als Leser erlebt man eben jedes Stück davon mit und das kann nicht immer spannend und rasch verlaufen. Entwicklungen brauchen ihre Zeit und Tracy Chevalier gibt ihnen diese Zeit auf den Seiten, die vielleicht nicht voller Handlung stecken, dafür aber viel über die Taten und das Denken ihrer Charaktere verraten. Sie schafft mit Honor eine starke Persönlichkeit, die erst zu der Stärke finden muss, die sie schon von Anfang an besitzt. Sie muss sich in ein neues Leben eingewöhnen und der Leser begleitet sie dabei, leidet vielleicht sogar mit ihr. Es ist keine Geschichte über die Heldentaten einer Frau im ausgehenden 19. Jahrhundert, doch wie viele von diesen Heldinnen gab es schließlich auch? Es ist der realistische Lebensweg einer Quäkerin, den die Autorin nachzeichnet und ihn mit Gefühl statt mit unpassenden Taten füllt. Deshalb sind die Werke von Tracy Chevalier für mich immer etwas ganz Besonderes. Sie schafft es trotz allem ein tiefes Mitgefühl zu erzeugen, sogar für die Personen in der Geschichte, die solches wegen ihrer Handlungen nicht zwingend verdienen. Dazu braucht sie nicht viele Worte oder große Taten. Das einfache Leben und die Lebensumstände der Protagonistin reichen vollkommen aus. Die Autorin beschreibt die Gefühle Honors so realistisch, dass zumindest ich sie sehr gut nachempfinden konnte. Wenn Honor sich eingeengt fühlt zwischen ihrer Familie, weil der Schnee bis zu den Fenstern reicht, die Angst zu verhungern, weil die Vorräte jeden Tag kleiner werden. Alles das sind Empfindungen, die einem selbst vielleicht sogar vertraut sind und so eine Verbundenheit zur Protagonistin aufbauen. Insgesamt ist die Geschichte ein gelungener historischer Roman, der allerdings keine großläufigen und actionreichen Handlungsstränge enthält, sondern schlicht das Leben einer Quäkerin nachzeichnet, die ihre Heimat hinter sich lässt, um neu anzufangen. Wer andere Bücher von Tracy Chevalier mochte, wird dieses sicher auch gern lesen und verstehen was ich meine. Wer allerdings nach einer Protagonistin sucht, die die Welt in einer Zeit verändert, in der es schwer war etwas zu verändern, sollte lieber die Finger von dem Buch lassen. Auch wer auf der Suche nach einem Happy End ist wird sicherlich am Ende enttäuscht sein. trotzdem lohnt es sich Zeit für dieses Buch zu investieren, weil es so herrlich realistisch bleibt. Aussehen: ♥♥♥♥  Charaktere: ♥♥♥♥   Spannung: ♥♥  Schlüssigkeit: ♥♥♥♥♥  Originalität: ♥♥♥♥  Emotionale Tiefe: ♥♥♥♥  Schreibstil: ♥♥♥♥

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  • Die englische Freundin

    Die englische Freundin
    Kleine8310

    Kleine8310

    06. December 2014 um 01:33

    Nachdem ihr Verlobter in England ihre Verlobung gelöst hat, sieht Honor keinen anderen Weg, als mit ihrer Schwester Grace die Überfahrt nach Amerika zu wagen. Ihre Schwester ist dort einem Mann versprochen, der in einer neu entstandenen Quäkergemeinde lebt und ein Tuchgeschäft führt. Doch ihre Schwester stirbt auf der Überfahrt an Gelbfieber und Honor kommt bei Belle, einer Hutmacherin, unter, die in ihrem Haus entflohene Sklaven versteckt. Gleichzeitig fühlt sie sich von Belles Bruder Donovan angezogen, der einer der schlimmsten Sklavenjäger der Gegend ist. Dies mit ihrem Quäkersein in Einklang zu bringen, gelingt ihr aber nicht...   Ihre eigenen Kindheits- und Jugenderfahrungen im „Quäker Camp“ lässt Tracy Chevalier erkennbar mit einfließen in diesen neuen, historischen Roman, was mir sehr gut gefallen hat. Auch die Charaktere allen voran Honor haben mir sehr gut gefallen. Die Geschichte ist spannend, interessant und lehrreich und ist doch eine Liebesgeschichte. Manchmal war mir die Erzählung zu langatmig, aber alles in allem hat mir dieses Buch sehr gut gefallen.

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  • Grace und das fremde Amerika

    Die englische Freundin
    Grandville

    Grandville

    08. September 2014 um 21:01

    Bristo, 1850. Grace verlässt ihre Heimat Bristol um zu ihrem Verlobten nach Ohio zu ziehen. Alles ist geplant, doch dann verkündet ihre Schwester Honor, dass sie mitfahren wird. Sie ist auf der Flucht, denn gerade wurde sie von ihrem Verlobten wegen einer anderen sitzen gelassen. Ein Skandal in der damaligen Zeit und besonders in der Glaubensgemeinschaft der Quäker. Tief beschämt zieht sie ins Ungewisse und hat einen steinigen Weg vor sich. Wie so oft bei Tracey Chevalier geht es um starke Frauen, die sich ihr eigenständiges Leben erkämpfen und ihren eigenen Weg gehen wollen. Die Religionsgemeinschaft der Quäker sind mir im Grunde unbekannt. Klar hat man mal in einer Reportage das ein oder anderen mitbekommen, doch wirklich Ahnung hatte ich nicht. Mir hat dieser Roman um diese junge Quäkerin sehr gut gefallen. Zum einen ein Roman über die Besiedlung Amerikas Westen bzw. Auswanderer, eine kleine Liebesgeschichte, die Religionsgemeinschaft und das große Thema Sklavenhaltung. Das Buch bietet auf diesen vielen Ebenen, interessante Einblicke in die damalige Lebenswelt. Bereits beim Lesen ist mir aufgefallen, dass mir der Anfang viel zu plötzlich kommt. Die Entscheidung von Honor ihr bisheriges Leben und ihre Familie im Grunde für immer zu verlassen, für eine mehr als ungewisse Zukunft kam mir dann doch ein wenig merkwürdig vor. Das kam mir ein wenig zu gewollt vom Autor vor. Aber dann geriet ich in die Geschichte und konnte fast nicht mit Lesen aufhören. Die Einblicke in das Leben einer Quäkerin und die Anfänge der Besiedlung im Westen haben mir sehr gut gefallen. Vor allem Handarbeits-Fans werden wohl auch ihren Spaß an dem Buch haben, da viel gequiltet. Die Figuren des Buches haben mir gut gefallen, vor allem Honor macht eine Entwicklung durch und wird von ihren amerikanischen Freunden getragen und unterstützt. Zu Beginn fand ich sie sehr naiv und unsympathisch, doch sie wird "erwachsen". Dies ist einer der wenigen Fälle, in denen ich den deutschen Titel "Die englische Freundin", dem Original-Titel "The Last Runaway" (dt.: Der letzte Ausreißer) vorziehe. Ein sehr schöner, gut zu lesender Historischer Roman, der gut die damalige Lebenswelt beschreibt und man in dieser abtauchen kann. Das die Autorin auf persönliche Erfahrungen zurückgreifen konnte, war mir vor Beendigung des Romans nicht bekannt. Der Roman hat eine angenehmen, gut zu lesende Sprache. Ein sehr guter Schmöker, wobei es kein historischer Schmachtfetzen ist. Es ist ein guter Historischer Roman mit ein bisschen Liebe, aber hier stehen anderen Dinge im Vordergrund. Ich kann mir diesen Roman sehr gut als Film vorstellen, ebenso wie den Vorgänger "Zwei bemerkenswerte Frauen". Auf alle Fälle ein Lesetipp für alle die nichts gegen Handarbeiten haben und starke Frauen mögen, die ihren eigenen Weg in die Welt gehen wollen.

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  • Land der unbegrenzten Möglichkeiten - wirklich?

    Die englische Freundin
    piepsl

    piepsl

    12. January 2014 um 21:31

    Durch die Leserunde zu "Die englische Freundin" habe ich Tracy Chevalier als Autorin neu entdeckt. Ihre Art, historisches an den Leser zu bringen, hat mich stark begeistert und sie gehört fortan zu meinen Favoriten. In ihrem Roman lernt man Honor Bright als ruhige Quäkerin kennen, die sich mit ihrer Schwester Grace auf den Weg nach Amerika macht, dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Grace zieht aus England zu ihrem Verlobten und nach einer herben Enttäuschung hält auch Grace nichts mehr in der Heimat und sie begleitet ihre Schwester, ohne so recht zu wissen, was sie in Amerika erwartet oder was sie dort zukünftig tun soll. Bereits die Überfahrt mit dem Schiff ist für Honor entsetzlich, doch war dies erst der Anfang vieler einschneidender Ereignisse. Kurz nach der Ankunft in Amerika stirbt Grace und Honor hat keinen wirklichen Bezugspunkt mehr. Sie kommt bei Ihrem Beinahe-Schwager unter, doch ist sie dort mehr geduldet denn willkommen. Sie lernt Belle kennen, eine Putzmacherin aus dem Nachbarort und findet in ihr eine gute Freundin und den Anker, den sie für ihr neues Leben braucht. Als Quäkerin wird Honor in der Gemeinde aufgenommen, doch auch hier kann sie nicht so ankommen, wie sie es aus ihrer Heimatgemeinde kennt. Sie findet nicht die nötige Ruhe und bemerkt sehr schnell, dass ihre Träume und Illusionen vom neuen Leben nicht viel mit der Realität zu tun haben. Nach kurzer Zeit lernt sie Jack kennen, ein Milchbauer, der einen Hof mit seiner Mutter und Schwester betreibt. Sie fühlt eine Verbindung aufkommen und auch Jack sieht in Honor mehr als nur eine Freundin. Kurze Zeit später findet dann die Hochzeit statt und Honor zieht auf den Hof der Haymakers. Sie fügt sich und gibt ihr bestes, sich zu integrieren. Doch auch hier warten viele Hindernisse. Als sie dann auch noch hilft, entflohenen Sklaven Unterschlupf und Nahrung zu bekommen, nimmt die Geschichte eine Wendung... Tracy Chevalier schreibt sehr gut. Der Lesefluss ist angenehm, auf keiner Seite künstlich in die Länge gezogen und die vielen Details über Quäker und das Quilten bereichern die Geschichte um Honor ungemein. Der Verlauf der Geschichte ist teilweise vorhersehbar, aber das stört nicht im Geringsten. An anderen Stellen dann wieder nimmt alles eine unerwartete Wendung und reißt den Leser mit. Insgesamt vergebe ich gern fünf Sterne und empfehle den Roman weiter!

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  • Leserunde zu "Die englische Freundin" von Tracy Chevalier

    Die englische Freundin
    Eltragalibros

    Eltragalibros

    Ein großer Frauenroman von Bestsellerautorin Tracy Chevalier Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten - Amerika - jedoch nicht Mitte des 19. Jahrhunderts, als die Sklavenfrage das Land in Uneinigkeit stürzt. Die junge Honor sucht in dem ihr unbekannten Land ein neues Leben und findet Zerrissenheit, Freundschaft und einen Mann, der um ihre Aufmerksamkeit buhlt. Tracy Chevalier, Autorin von "Das Mädchen mit dem Perlenohrring", zeichnet auch in ihrem neuen historischen Roman eine starke Frauenfigur, die sich im Weltgeschehen zu behaupten versucht und sich dabei zwischen Herz und Verstand entscheiden muss. Mehr zum Buch: Die junge Quäkerin Honor verlässt 1850 aus Liebeskummer ihre Heimat, um in Amerika ein neues Leben zu beginnen. Doch schon kurz nach ihrer Ankunft wird sie von einer harten Realität eingeholt, die Frage der Sklaverei spaltet die Nation. Zu ihrer einzigen Vertrauten wird die temperamentvolle Hutmacherin Belle. Dass sich ausgerechnet der Sklavenjäger Donovan für Honor interessiert, bringt sie in eine schwierige Lage, und sie muss sich zwischen schönen Worten und mutigem Handeln entscheiden. LESEPROBE Über die Autorin: Tracy Chevalier wurde 1962 in Washington, D. C. geboren. 1984 zog sie nach England und arbeitete zuerst als Lektorin, bevor sie mit dem Schreiben begann. Mit „Das Mädchen mit dem Perlenohrring“, das auch verfilmt wurde, gelang ihr der internationale Durchbruch. Gemeinsam mit dem Knaus Verlag verlosen wir 25 Hardcover-Exemplare bis einschließlich 30. Oktober 2013.* Beantwortet uns dazu folgende Frage: Honor flieht vor ihrem Liebeskummer nach Amerika. In welches Land würdet ihr euch flüchten wollen und warum? *Eine aktive Teilnahme an der Leserunde sowie das Schreiben einer Rezension am Ende sind selbstverständlich.

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    • 565
  • Spannender historischer Frauenroman

    Die englische Freundin
    Morrigan

    Morrigan

    29. December 2013 um 21:50

    Die junge Quäkerin Honor Bright leidet unter Liebeskummer, da ihr Verlobter sie wegen einer anderen Frau verlassen hat. Um ihrem Liebeskummer zu entgehen und ein neues Leben zu beginnen beschließt Honor ihre Schwester Grace nach Amerika zu begleiten. Doch sie einfach wie sie sich das vorstellt wird das neue Leben in der neuen Welt nicht werden. Bereits die Überfahrt wird für Honor zu Hölle und auch die Reise über´s Land zu Grace zukünftigen Mann ist alles andere als einfach. Auch die Frage der Sklaverei die derzeit Amerika spaltet beschäftigt Honor als Quäkerin sehr. Und gerade deswegen weiß sie nicht, was sie von dem Sklavenjäger Donovan halten soll, der sich sehr für Honor interessiert. Lange habe ich keinen historischen Roman mehr gelesen. Das 19. Jahrhundert war zwar bisher nicht meine bevorzugte Zeit für dieses Genre, aber das Thema des Buches hat mich sehr interessiert. Über die Quäker wusste ich bisher nur, dass es sie gibt und auch über die Underground Railroad war mir vor diesem Buch nicht viel mehr bekannt. Tracy Chevalier gibt viele Information über diese Themen preis und ich hatte den Eindruck, dass sie weiß, wovon sie schreibt. Auch die detaillierte Beschreibung der Quilts und ihrer Herstellung hat mich beeindruckt.  Anfangs hatte ich ein paar Schwierigkeiten in die Geschichte hinein zu finden, dann konnte ich das Buch allerdings kaum noch aus der Hand legen. Honor ist eine beeindruckende junge Frau, die mit einigen Schicksalsschlägen zurechtkommen muss. Sie muss einige schwierige Entscheidungen treffen und ist dabei auf sich allein gestellt. Ich hatte viel Mitleid mit ihr, aber ich war auch sehr beeindruckt, wie sie das alles schafft. Die Beziehung zwischen Donovan und Honor fand ich allerdings etwas gezwungen und hätte nicht sein müssen.  Ich fand die ganze Story alles in allem sehr glaubwürdig und es wird ganz sicher nicht mein letzter Roman von dieser Autorin gewesen sein. Fazit: Spannender historischer Frauenroman, der Einblick ins das Leben der Quäker und in die Underground Railroad gibt.

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  • SuB-Abbau-Challenge 2014 - ran an die ungelesenen Bücher!

    Daniliesing

    Daniliesing

    Achtung: Man kann jederzeit noch einsteigen! Er ist Freude und Leid zugleich, er wächst und wächst und wird dabei immer schöner, aber auch erdrückender. Die Rede ist vom SuB ( Stapel ungelesener Bücher), der sich bei immer mehr Lesern in ungeahnte Höhen ausweitet. Bei vielen ist es mittlerweile sogar so weit, dass es gar nicht mehr möglich ist, alle ungelesenen Bücher auf einen Stapel zu stapeln. Es sei denn man nimmt die Gefahr in Kauf, vom eigenen Bücherstapel erschlagen zu werden. Deshalb muss ganz dringend eine Lösung her, damit all unsere wunderbaren ungelesenen Bücher nicht länger ein trauriges Dasein in den Regalen fristen müssen: Die große LovelyBooks SuB-Abbau-Challenge 2014 Ihr möchtet etwas dagegen tun und auch mal wieder Bücher lesen, die vielleicht schon länger ungelesen im Regal stehen? Ihr braucht eine Entscheidungshilfe dabei, was ihr 2014 lesen sollt? Dann haben wir jetzt die perfekte Lösung für euch. Macht mit bei dieser Challenge, lest im kommenden Jahr 12 Bücher von eurem SuB, die jemand anderes für euch aussucht, und entdeckt so "alte" Buchschätze ganz neu! Die Regeln Meldet euch bis zum 21. Dezember 2013 für diese Challenge an! Schreibt für eure Anmeldung hier einen Kommentar mit einem Link zu einem Regal eurer ungelesenen Bücher bzw. eures SuBs hier bei LovelyBooks! Verratet außerdem, wie viele Bücher vom SuB ihr in einem Jahr schaffen möchtet (mindestens 12, gern aber auch mehr, wenn ihr euch das zutraut)! Euer SuB sollte mindestens 25 Bücher umfassen, damit auch etwas Auswahl vorhanden ist. Am 22. Dezember bekommt ihr je einen Teilnehmer von mir zugelost, für den ihr 12 (oder mehr) Bücher vom SuB aussucht, die derjenige 2014 lesen soll. Bitte postet bis spätestens 31.12. hier im Thema die Bücher, die ihr für euren SuB-Abbau-Partner ausgewählt habt. Wenn es jemand verpasst, werde ich spontan selbst die Bücher auswählen, damit jeder weiß, was er 2014 lesen kann. Ab 01.01.2014 geht es dann richtig los - die Bücher, die für euch ausgesucht wurden, können ab diesem Zeitpunkt gelesen werden. Wenn ihr ein Buch beendet habt, sagt hier Bescheid und schreibt gern auch eine Rezension oder eine Kurzmeinung auf der Buchseite zum Buch. Wir sind sicher alle neugierig, wie es euch gefallen hat :) Ihr habt die Anmeldephase verpasst? Kein Problem, schreibt einfach trotzdem hier, wenn ihr noch später einsteigen möchtet und sobald wir mehrere Nachzügler haben, verlose ich wieder neue Partner, die für euch Bücher auswählen. Unter allen Teilnehmern, die ihr Ziel von 12 (oder mehr) Büchern erreichen, verlosen wir eine schöne Überraschung, die jedoch nicht aus Büchern bestehen wird. Wir wollen den SuB ja nicht wieder in die Höhe treiben ;-) Ihr habt Fragen zum Ablauf, den Regeln etc. - dann fragt am besten direkt hier in einem Beitrag und ich antworte schnellstmöglich. Teilnehmer: AefKaey, (3) Ajana, (2) Anendien (5/15) angiana, Anneblogt, Annilane, (2) battlemaus, (5/20) Bellchen, (2/20), Birnchen (0/14) Bluebell2004,  (2) BluevanMeer, (6/12) books4life, bookscolorsandflavor, (6/16) Buchrättin, (1) Buechermaus96, (1) Büchernische (0/12) Buecherwurm1973, (1/15) Carina2302, carooolyne, Caruschia, celynn, (4/15) christiane_brokate, CitizenWeasel, Clairchendelune, Clouud, Code-between-lines, Daniliesing, (1/18) Desaris,, die_moni (0/12) Dunkelblau, (4/15) Eatacatify, (2) eighttletters, (3) elena2607, (2/12) Elfendy, (9/24) Emma.Woodhouse, Eskarina*, (1) Fanny2011, (7/18) FantasyDream, Fay1279, (5) Federchen, (1/18) fireez, franzzi, (2) frozenhighways, (4/15) Ginger1986 (1/12), grinselamm (1/12) Gruenente, (2) HarIequin, (2), Hello-Jessi (0/35) irishlady, jana_confused (7/12) janaka, Jeanne_Darc, (6/20) jess020, (1) Juliaa, Julia_Ruckhardt, justitia, (2) kabahaas, Kajaaa, (0/12) Kanujga, (5/20) Karokoenigin, (3/20) Katesbooks, KatharinaJ, (4/12) kathrineverdeen, , katrin_langbehn (0/14) Kendall, (9/20), Kirschbluetensommer (0/12) kiwi_,  Kleine1984, (4/10) Kleines91, (11/15) kolokele, (1) kornmuhme, (1) Krisse, (2) kugelblitz85, Kurousagi, LaDragonia, (6/12) LadySamira091062, LaLecture, Larischen, (4) Leochiyous, , Leopudding (0/15) LeseAlissaRatte, lesebiene27 (1/20 Leselotteliese, (1) Lesemaus85, (1) Lialotta, LibriHolly, (1/12) Lilawandel, (6/15) Lilli33, (11/18) lilliblume, (4) lisam, (11/20) Literatur, (1/20) Lizzy_Curse, Loony_Lovegood, (2) Lovely_Lila (0/12) LuluCookBakeBook, (1) Lumpadumpa (0/12) Lyiane, (3) mamenu, (1) Manja82, (4) manu2581 (5/25) mareike91, (3), maristicated (0/12) mecedora, (1) merlin78, (5/12) MiHa_LoRe, (5) Mikki, (4/12) milasun, minnimaus, (1/12) Mira123, (1) MissMisanthropie, (4/12+1) MoniUnwritten, moorlicht, Moosbeere, (4/12) Morrighan, Naddlpaddl, (2) NaGer, (1) Nancymaus, (5/12) Ninasan86, Niob, (2/12) Normal-ist-langweilig, (6/12) NussCookie, (4/13) oOVioOo, pamN, (2/15) paschsolo, (12/12) passionelibro, (3/12) Philip, Phini, problembaum, (0/12) Queenelyza, (11) Rine, (5) RinoaHeartilly, Ritja, , Robsi (0/16) Rocio, (4/20) Roxy Malon, Salzstaengel, (1) samea, Schlehenfee, (7/12) schokoloko29, (4/12) SchwarzeRose, sechmet, (2/12) Seelensplitter, (3) sKy, (8/20) Sommerleser, (4/12) Starlet, sternblut, (2) sugarlady83, (3) summi686, (5/25) Sunny Rose, Sunny87, Sunshine_Books, (5/20) supertini, (1/12) Sweetybeanie, (5/12) Synic (0/12) The iron butterfly, (3/12) Tiana_Loreen, (1/15) Tini_S, (4/12) Tintenelfe, (2) viasera, (4/15), weinlachgummi (3/12) werderaner, (3) Wiebkesmile, (1) Wildpony, World_of_tears91, xXeflihXx, (1) Yvonnes-Lesewelt, (1) Zidisbuecherwelt, Zuellig, (5)

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    • 2011
  • Vier Sterne

    Die englische Freundin
    yayitslizzy

    yayitslizzy

    06. December 2013 um 19:50

    Am Anfang ist es mir recht schwer gefallen, einen Einstieg in das Buch zu finden. Einen Bezug zu der ruhigen und schweigsamen Honor zu finden, fiel mir am Anfang nicht leicht. Man kann sich nur sehr langsam an sie herantasten und das hat mir den Beginn der Geschichte nicht so fesselnd gestaltet, wie ich es erhofft hatte. Ich dachte, da kommt eine Frauenfigur, die mich sofort in ihren Bann zieht und mitreißt, so dass ich immer weiter und weiter lesen will. Dies passierte jedoch eher gegen Mitte des Buches.  So fremd wie die neue Welt für Honor ist, so fremd und wenig einladend fühlte sie sich auch für mich an. Dies finde ich als Stilmittel von der Autorin sehr gut gewählt, sie schafft es, den Leser mitfühlen zu lassen, was Honor fühlt - nicht bloß durch die Beschreibung ihrer Gefühle, sondern durch die Erzählweise. Schwierig wird dies allerdings, wenn Honor sich langweilt und nicht viel erlebt, denn das geht dann auch dem Leser so und durch diese Passagen habe ich mich etwas durchquälen müssen. Doch Honor "wächst" mit ihrer Zeit in Faithwell und so wuchs auch meine Sympathie für sie.  Die spannenderen Figuren der Geschichte waren jedoch für mich eher Belle und ihr Bruder Donovan. Gerade Donovans Auftritten habe ich immer entgegen gefiebert. Ich finde es immer bewundernswert, wenn ein Autor es schafft, einen Schurken doch so zu präsentieren, dass man Sympathie für ihn fühlt und teilweise nicht einmal benennen kann, was dieses Gefühl in einem auslöst. Die Geschichte wird zum Ende hin immer mitreißender auch wenn sie für meinen Geschmack selbst dort einige Längen aufweist. Ein paar mehr oder weniger große überraschende Wendungen hat die Autorin eingebaut und ich war begeistert, dass ich dieses Ende nicht habe kommen sehen. Je weniger Seite ich noch vor mir hatte, umso mehr habe ich mich gefragt, wie sich für Honor noch alles zum Guten wenden soll. Dass das Buch mich also zum Grübeln angeregt hat, gefiel mir gut.  Der historische Kontext hat mir sehr viel Spaß gemacht. Die Autorin schafft es sehr gut, einen mit Honor gemeinsam in die Neue Welt zu schicken und viele Entdeckungen zu machen. Von der Entdeckung, dass die Amerikaner Quilts in "Steppdecken" umgetauft haben über die Tierwelt bis zur Mentalität dieser neu entstandenen Nation. Auch die Welt der Quäker war für mich neu und durchaus interessant.  Vom Verlag/der Übersetzung finde ich es gut, am Ende darauf hinzuweisen, dass und warum die Art wie die Quäker Leute anreden, in der deutschen Version angepasst wurde. Ich kann diese Entscheidung voll und ganz nachvollziehen und zustimmen, dass dies Honors Charakter falsch wiedergegeben hätte. Schön wäre es gewesen, wenn bereits am Anfang ein Hinweis auf das Glossar am Ende der Buches gestanden hätte, da man dann schon während des Lesens das ein oder andere hätte nachschlagen können. So habe ich dieses erst nach dem Beenden des Buches entdeckt. Rundum finde ich das Buch sehr gelungen und durch das sehr schöne Cover, die eben erwähnte Erklärung zur Übersetzung und das Glossar hat man das Gefühl, dass sehr viel Liebe in dieses Werk gesteckt wurde. Die Geschichte an sich fand ich alles in allem sehr mitreißend, auch wenn dieses Gefühl erst zur Mitte des Buches aufkam. Noch schöner wäre es gewesen, direkt am Anfang das Buch bereits nicht mehr aus den Händen legen zu wollen, aber ich bin mir nicht sicher, ob eine andere Erzählweise nicht Honor als Figur/als Persönlichkeit geschadet hätte. Trotz dieser Einstiegsschwierigkeiten, würde ich das Buch jedem weiterempfehlen, der sich für historische Romane und interessante Frauenpersönlichkeiten begeistern kann.

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  • Quäker, Sklaven und Auswanderung

    Die englische Freundin
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    06. December 2013 um 13:57

      Ihre eigenen Kindheits- und Jugenderfahrungen im „Quäker Camp“ lässt Tracy Chevalier erkennbar mit einfließen in diesen neuen, historischen Roman. So ergibt sich für den Leser der ein oder andere fundierte und interessante Einblick in diese Glaubensgemeinschaft und deren Entwicklung in Amerika, der durchaus mit neuen Erkenntnissen versehen zu lesen ist.   Wobei Chevalier zudem eine innere „Glaubensspannung“ zwischen Liebe und religiöser Überzeugung aufbaut, in dem sie ihre Protagonistin Honor sich hingezogen fühlen lässt gerade zu einem „Sklavenjäger“, somit also zur „bösen Seite“ jener, die Menschen wie Vieh behandeln. Was wiederum mit der Haltung der Quäker nicht zu vereinbaren lässt.   Eine Spannung, die allerdings nicht bis ins letzte Drama hinein im Buch vertieft wird, dazu ist dieses Buch dann doch zu sehr auch ein klassischer Liebesroman (wenn auch unter widrigen Umständen für längere Zeit).   Warum nun allerdings Honor mir nichts dir nichts sich mit ihrer Schwester auf ein Schiff schwingt, um von Britannien aus nach Amerika auszuwandern, das steht doch auf leicht tönernen Füßen direkt zu Beginn des Romans. Liebeskummer, das mag durchaus eine treibende Kraft sein, aber für jemanden, der sich überhaut nicht vorstellen kann, in Holzhäusern zu leben (als Bild für ihre doch enge Heimatverbundenheit) und ebenso als jemand, die noch nie auf einem größeren Schiff war, einen Heidenrespekt vor der Reise hat und umgehend und durchgehend seekrank wird, all das lässt doch Fragen nach der Motivation der jungen Frau offen. Sich einem eigentlich unbekannten Mann als baldigem Schwager im fremden Ohio anzuvertrauen, all das überzeugt zunächst als Rahmenhandlung wenig. Übrigens auch nicht in Bezug auf Honors Schwester, der treibenden Kraft der Auswanderung, die aus reiner „Unternehmungslust“ alles hinter sich lässt für einen „langweiligen, älteren Ehemann“, den sie erst einmal gesehen hat.   Dennoch, mit ihrem flüssigen Stil und ihren prägnanten Beschreibungen von Land, Leuten und herrschender Atmosphäre gelingt es Chevalier auf Dauer dann doch, den Leser mit hinein zu nehmen in diese Geschichte eines Neuanfangs, des „Leidens in der Fremde“ und unter den dortigen harten Bedingungen. Die innere Entwicklung Honors lässt sich dabei im Buch gut an den Briefen ablesen, welche die junge Frau in die Heimat sendet. Eine Frau, die zunächst zurückhaltend agiert, die ihre starke Persönlichkeit aber im Lauf der Ereignisse entwickelt und mehr und mehr auch zur Geltung bringt, durchaus mit Gefahren für sich selbst.   Insgesamt ein flüssiger und die Atmosphäre der Zeit (und der Quäker jener Zeit) gut treffender Roman, der allerdings nicht unbedingt in die Tiefen der Reibungen geht. Am Ende geht doch alles zu glatt, um wirklich zu fesseln. Dennoch bietet Die Geschichte um Liebe, Glaube und das Fuß fassen in Amerika zu jener Zeit eine solide Unterhaltung, wenn auch nicht mehr.

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  • Die englische Freundin

    Die englische Freundin
    nirak03

    nirak03

    30. November 2013 um 21:12

    Aus Liebeskummer begleitet die junge Quäkerin Honor im Jahre 1850 ihre Schwester nach Amerika. Sie wollen sich dort ein neues, besseres Leben aufbauen. Aber hier stehen sie schnell vor neuen Problemen und Honor muss sich dem Leben stellen. Ohne Familie und Freunde allein in einem fremden Land. Meine Meinung: Der Erzählstil von Tracy Chevalier ist leicht und flüssig zu lesen und dabei bildhaft und facettenreich. Ich konnte mich gut auf diese Geschichte einlassen.  Honor Bright ist in behüteten Verhältnissen aufgewachsen und nicht unbedingt auf das Leben in einem anderen Land vorbereitet.  Die Quäker leben doch ein etwas anderes Leben in Amerika, aber sie wird auf ihrem Weg dahin immer von Ihresgleichen aufgenommen und weitergeleitet. Die Autorin gibt einen schönen Einblick in das Leben dieser Menschen und vor allem in dieser Zeit. Mir hat das gut gefallen.  Ich habe einiges über diese Glaubensgemeinschaft gelernt was mir so nicht geläufig war. Mit der Protagonistin Honor ist der Autorin eine Frau mit starkem Charakter gelungen. Sie schafft es scheinbar mühelos den Leser in ihren Bann zu ziehen. Die Alltagsprobleme die Honor zu bewältigen hatte und ihr Leben sind gut und detailgetreu wiedergegeben. Der Leser erlebt mit wie aus der schüchternen jungen Frau eine selbstbewusste Frau wird die ihr Leben in die Hand nimmt und sich durchkämpft. Auch wenn Honor einige Höhen und Tiefen zu überstehen hat, ist  die Geschichte doch eher ruhig gehalten. Zwischendurch schreibt Honor immer wieder Briefe an ihre Familie und Freunde in England und bekommt natürlich selbst auch einige. Auf diese Weise erfährt der Leser direkt von Honor wie es in ihr aussieht. Von ihren Träumen und Hoffnungen und auch von ihren Enttäuschungen erfährt der Leser. Dadurch hat man irgendwie das Gefühl direkt bei ihr zu sein.  Mein Fazit: „Die englische Freundin“ ist ein historischer Roman mit Tiefgang und Seele. Nicht nur das Leben der Quäker wird geschildert auch die Sklavenfrage in Amerika ist Thema und vor allem wie die Menschen damit umgingen. Die Liebe kommt ebenfalls nicht zu kurz. Dieser Teil ist aber nicht so vordergründig das sie zu viel Raum einnehmen würde, dadurch aber nicht weniger intensiv.  

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