Tracy Deebs Tempest Unleashed

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Inhaltsangabe zu „Tempest Unleashed“ von Tracy Deebs

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  • Fast so gut wie Band 1

    Tempest Unleashed

    Wonder_

    02. June 2013 um 01:44

    Band 1 hat mich mehr als begeistert, mit entsprechend hohen Erwartungen habe ich "Tempest Unleashed" gelesen. Leider kann das Buch nicht ganz mit dem Reihenauftakt mithalten, was in erster Linie an der katastrophalen Dreiecksbeziehung liegt, die mir absolut nicht zugesagt hat. Positiv anzumerken ist jedoch wieder die perfekte Ausgeglichenheit zwischen Action, Spannung und Gefühlen. Das Cover ist ganz nach meinem Geschmack und hat mich vom ersten Blick an fasziniert. Tempests Zerrissenheit zwischen dem Land und dem Meer kommt deutlich zum Ausdruck und das Motiv erweckt direkt die Vorfreude, wieder abzutauchen in die Welt von Tempest. Wie schon im ersten Band ist Tempest eine durch und durch sympathische Protagonistin, die ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse oft hinten an  stellt, um das Wohl ihrer Mitmenschen zu gewährleisten. Nach dem grausamen Tod ihrer Mutter fühlt sie sich nach wie vor schuldig und immer mehr sehnt sie sich nach ihrer Familie. Sie befindet sich ständig am Rande der Verzweiflung, versucht jedoch stark zu sein, um im Königreich mit anzupacken und den Hoffnungen der Meeresbewohner gerecht zu werden. Kona tritt in diesem Band leider etwas in den Hintergrund. Er hat schwer daran zu knabbern, dass Tempest sich ständig in Gefahr begibt und lebt in ständiger Sorge um sie. Als Mark wieder auf den Bildschirm tritt, wird er zunehmend verschlossener, denn Tempest verletzt in zutiefst. Mark wird im Gegenzug präsenter. Leider bleibt er für meinen Geschmack recht langweilig. Er ist der durch und durch gute Junge, der keine Fehler zu haben scheint. Das Highlight sind auch in diesem Band wieder die Nebenfiguren, die durch Originalität und Vielschichtigkeit punkten und dafür sorgen, dass Tempest Welt zum Leben erwacht. Fast ein Jahr nachdem Tempest sich für das Meer entschieden hat, nehmen ihre Zweifel daran, ob ihre Entscheidung richtig war, immer mehr zu. Sie schwimmt an die Oberfläche, um Ausschau nach ihrer Familie zu halten, hin und hergerissen zwischen den beiden Welten, zu denen sie doch nie vollkommen gehören wird. Doch die Meermenschen brauchen sie mehr denn je, denn der Krieg mit der Seehexe Tiamat nimmt ganz neue Dimensionen an, als diese eine komplette Stadt zerstört, und unzählige Flüchtlinge auf Tempest Hilfe angewiesen sind. Als diese jedoch erfährt, dass ihr Bruder einen schrecklichen Unfall hatte, gibt es für sie kein Halten mehr und sie kehrt so schnell sie kann zu ihrer Familie zurück. Dort trifft sie auf ihre frühere Liebe Mark und die Gefühle zu ihm flammen wieder auf. Während Tempest sich um ihren Bruder kümmert, plant Tiamat allerdings schon ihren nächsten Schachzug, der noch verheerender ist, als der vorherige. Schon bald steht Tempest einem gnadenlosen Kampf gegenüber, bei dem sie sich entscheiden muss, für Mark oder Kona, für Land oder Meer. Schon nach wenigen Seiten steigt die Spannung rasant an und lässt den Leser atemlos durch die Seiten fliegen. Der Mittelteil verläuft relativ ruhig, denn Tempest verbringt die meiste Zeit im Krankenhaus bei ihrem Bruder. Hier stehen vorallem ihre Gefühle im Vordergrund. Von einer Sekunde zur anderen springt die Spannung jedoch wieder von 0 auf 100 und das Buch endet mit einem atemberaubenden Showdown, der diesen Band zwar abschließt, aber dennoch große Lust auf Band 3 macht. Was mir allerdings gar nicht gefallen hat, ist die vertrackte Dreiecksbeziehung, unter der vorallem die Sympathie Tempest gegenüber zu leiden hat. Ihre Gefühle für Mark und Kona bleiben sehr ungreifbar und unverständlich, weshalb ihre Zerrissenheit, was die beiden jungen Männer angeht, leider nicht nachvollziehbar war. Auch ihre Wahl am Ende bleibt für mich unklar und ist zudem sehr kitschig umgesetzt worden. Alles in allem kommt das Buch nicht an ganz Band 1 heran, ist es aber dennoch wert, gelesen zu werden. Das Englisch ist deutlich anspruchsvoller als im Vorgänger, aber dennoch noch gut zu verstehen. Die Autorin versteht sich wirklich darauf, knisternde Spannung aufzubauen und diese in zahlreichen Höhepunkten explodieren zu lassen. Teilweise geht es hier sehr brutal und blutig zu. Doch auch die ruhigeren Töne, die sie anschlägt, sind gut gelungen und überzeugend. Ihre Geschichte wirkt authentisch und fasziniert den Leser von Anfang bis Ende.

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