Tracy Guzeman Das Gewicht des Himmels

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Inhaltsangabe zu „Das Gewicht des Himmels“ von Tracy Guzeman

Die Liebe eines Künstlers lenkt das Schicksal zweier Schwestern Ein langer Sommer in Neuengland. Die Schwestern Alice und Natalie begegnen dem geheimnisvollen Maler Thomas Bayber. In jenen Tagen entsteht ein Porträt, dessen tragische Bedeutung erst Jahrzehnte später ans Licht kommen wird. Denn die Begegnung zwischen Alice und Thomas ist der Beginn einer tiefen Liebe und zugleich einer Lüge, die mehr als ein Leben zerstört … Am Ende seines Lebens beauftragt der gefeierte Maler Thomas Bayber seinen engen Vertrauten Dennis Finch, ein bisher unbekanntes Gemälde aus dem Jahr 1963 zu verkaufen. Der Kunstprofessor steht vor einem Rätsel, glaubte er doch bisher, das Gesamtwerk des Malers zu kennen. Aber beim Anblick des Gemäldes ahnt er, dass es um weit mehr geht als um das Bild selbst. Denn die beiden jungen Frauen auf dem Porträt scheinen für Thomas eine größere Rolle zu spielen, als er zugibt. Kurz darauf erkrankt Thomas schwer, und für Dennis Finch beginnt eine Suche, die ihn auf die Spur zweier völlig unterschiedlicher Schwestern, einer tragischen Liebe und einer Lüge mit verheerenden Folgen führen wird.

Wunderschöne Geschichte über Liebe und Kunst...

— tragalibros

Anfangs holprig, aber dann kann man es nicht mehr aus der Hand legen!

— pizzur2000

Geschichte zweier Schwestern, die sich in Details verliert und durch keine sympathischen Protagonisten besticht. Langatmig!

— schnaeppchenjaegerin

Dieser Moment, wenn man von einem Buch nicht soo viel erwartet und ALLES bekommt <3

— LeseBlick

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  • ...spannende Familiengeschichte...

    Das Gewicht des Himmels

    Lesebegeisterte

    12. January 2018 um 13:49

    Sommer 1963. Der junge Maler Bayber und die Geschwister Natalie und Alice verbringen viel Zeit miteinander. Dann macht man als Leser einen Zeitsprung und die Gegenwart. Ein Bild mit dem jungen Maler und den zwei Mädchen taucht auf. Kurze Zeit später hat Bayber einen schweren Schlaganfall. Eine Kunstspezialistin macht sich auf die Suche nach Antworten. Was geschah damals? Ein spannender Roman über ein dunkles Familiengeheimnis, dass sich Kapitel für Kapitel lüftet

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  • Rezension zu "Das Gewicht des Himmels" von Tracy Guzeman

    Das Gewicht des Himmels

    tragalibros

    24. March 2017 um 17:11

    Neuengland. Im Sommerurlaub mit den Eltern treffen die beiden Schwestern Natalie und Alice auf den aufstrebenden Maler Thomas Bayber. Doch dieser schicksalhafte Sommer stellt die Weichen für eine Tragödie, die erst Jahre später ans Licht kommt...Die Autorin war mir bisher leider unbekannt, aber nach der Lektüre dieses Romans, wird sich das bestimmt ändern!Sie hat einen unglaublichen Schreibstil, der so viel Tiefe und Gefühl vermittelt, dass man förmlich in die Geschichte hineingesogen wird. Schon auf den ersten Seiten hat mich dieses Buch vollkommen in Bann gezogen. Tracy Guzeman versteht es, ihren Charakteren so viel Leben einzuhauchen, dass man das Gefühl hat, sie würden sich im gleichen Zimmer aufhalten oder sie durch die Handlung begleiten. Die Protagonisten sind alle auf ihre Art sympathisch und bekommen durch gute und schlechte Charaktereigenschaften einen besonders realen Touch. Hier wirkt nichts gekünstelt.Auch die Beschreibungen der Kunstwerke, die in diesem Buch vorkommen, sind sehr bildhaft, sodass man sie vor seinem geistigen Auge sehen kann. Auch das ist für mich eine besondere Form des Schreibens. Die Handlung an sich hat mich auch sehr bewegt. Die Autorin zeichnet hier ein Bild von einer Geschwisterbeziehung, die anfangs durch Liebe, später durch Missgunst und Neid bestimmt wird. Auch die Romantik kommt in diesem Buch nicht zu kurz. Hier entsteht zwar kein Kitsch, allerdings vermitteln diese Passagen eine tolle Gefühlsintensität.Leider habe ich auch einen kleinen Kritikpunkt. Und zwar kam das Ende in meinen Augen zu plötzlich. Hier überschlugen sich die Ereignisse, sodass der Schluss irgendwie überraschend kam und daher nicht ganz zum sonst sehr ruhigen Schreibstil der Autorin passen wollte. An dieser Stelle ziehe ich ein Sternchen ab. Meine Bewertung fällt aber mit vier Sternen noch "Sehr gut" aus. "Das Gewicht des Himmels": Leseempfehlung!

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  • Geschichte zweier Schwestern, die sich in Details verliert und durch keine sympathischen Protagonist

    Das Gewicht des Himmels

    schnaeppchenjaegerin

    18. March 2016 um 16:48

    Die beiden ungleichen Schwestern Alice und Natalie verbringen zusammen mit ihren Eltern im Sommer 1963 ihre Ferien in einem Ferienhaus am See. Die 13-jährige Alice ist ein pfelgeleichtes Kind, interessiert sich für die Natur und zeichnet am liebsten Vögel. Vor allem nachts wird sie aber zeitweise von starken Schmerzen geplagt, worüber sie aber nicht spricht. Die ältere Schwester Natalie ist aufsässig, lässt sich von ihren Eltern nicht mehr viel sagen und versucht lieber ihre weiblichen Reize ins Spiel zu bringen. In einem Haus nebenan wohnt der junge, noch unentdeckte Maler Thomas Bayber, der die Familie während des Urlaubs zeichnet. Acht Jahre später, als ihre Eltern bereits tot sind, kehrt Alice, die inzwischen an schwerer rheumatischer Arthritis leidet, an den Urlaubsort zurück und trifft dort wieder auf Thomas. Sie verbringt ein paar Tage bei ihm, bevor sie schwer von ihm enttäuscht abreist und zu ihrer Schwester zurückkehrt. Dort lebt sie, eingeschränkt durch ihre Erkrankung, die ihr das weitere Studium unmöglich macht, zurückgezogen. Im Jahr 2007 kontaktiert Thomas Bayber, der inzwischen seit Jahren kein Bild mehr gemalt hat, seinen Vertrauten Dennis Finch und möchte ihm ein Werk zeigen, dass er bisher unter Verschluss gehalten hat. Finch ist zunächst misstrauisch, da er eigentlich gedacht hat, das gesamte Schaffenswerk von Thomas zu kennen. An der Echtheit der Zeichnung besteht kein Zweifel, allerdings ist das Bild nur ein Teil eines Triptychons. Thomas möchte das Bild nur in seiner Gesamtheit verkaufen, weshalb Finch gezwungen ist, die beiden weiteren Teile ausfindig zu machen. Als Bayber einen Schlaganfall erleidet, wird Finch klar, dass dieser nicht unbedingt auf der Suche nach den weiteren Bestandteilen des Triptychons, sondern vielmehr nach den Inhabern ist. Die Geschichte spielt 2007 wird aber immer wieder durch Rückblenden unterbrochen, wodurch man den Hintergrund der Bildersuche erfährt und die Charaktere kennenlernt, die damit in Zusammenhang stehen. Die Autorin legt dabei viel Wert aufs Detail. So werden die Gemälde Baybers und so mancher Vogel ausufernd beschrieben. Die eigentliche, tragische Familiengeschichte um die beiden Schwestern, die eine Hassliebe zu verbinden scheint, kam mir dabei zu kurz bzw. trat fast in den Hintergrund. Die weitschweifenden Erklärungen zu Kunst und Ornithologie haben mir dabei die Spannung und Freude am Lesen genommen. Ich musste mich anstrengen, um noch am Ball zu bleiben, um die einzelnen Fragmente der Geschichte um Alice, Natalie und Thomas Bayber zusammensetzen zu können. Erst nach über zwei Dritteln des Romans nahm die Erzählung ein bisschen an Fahrt auf, als Alice die Augen geöffnet wurden und sie das Handeln ihrer Schwester endlich reflektierte. Der Klappentext hatte mich neugierig auf die Erzählung gemacht, aber "Das Gewicht des Himmels" blieb dann leider hinter meinen Erwartungen zurück. Selten blieben mit die Protagonisten eines Romans so fremd, dass ich für keinen eine Sympathie empfinden konnte.

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  • Ein wirkliches Überraschungsbuch.

    Das Gewicht des Himmels

    LeseBlick

    16. July 2015 um 17:07

    Inhaltsangabe Ein langer Sommer in Neuengland. Die Schwestern Alice und Natalie begegnen dem geheimnisvollen Maler Thomas Bayber. In jenen Tagen entsteht ein Porträt, dessen tragische Bedeutung erst Jahrzehnte später ans Licht kommen wird. Denn die Begegnung zwischen Alice und Thomas ist der Beginn einer tiefen Liebe und zugleich einer Lüge, die mehr als ein Leben zerstört… Meine Meinung Dass ich dieses Buch gelesen habe, verdanke ich Cover und Klappentext. Zum einen liebe ich das Meer, zum anderen liebe ich verzwickte Familienromane. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass die Story in der Gegenwart und in der Vergangenheit spielt, das heißt im Jahre 1963-71 und 2007. Im Erzählstrang der Vergangenheit lernen wir vor allem den Charakter Alice kennen. Alice ist die jüngere Schwester und für mich war sie zunächst die langweiligere Schwester. Bereits im Jahre 1963 machen beide Schwestern die Bekanntschaft mit dem Maler Thomas Bayber. Beide nehmen sie auf unterschiedliche Weise Kontakt zu ihm auf und legen so den Grundstein für ihre jeweilige Zukunft. Über Natalie erfahren wir nur etwas in der Sicht von Alice oder Thomas. Eigentlich schade, denn sie scheint ein interessanter Charakter zu sein. Thomas war für mich ein typischer Kreativer. Irgendwie leben diese Menschen einfach so dahin und schauen was kommt. Meistens reagieren kreative Menschen auf Krisen deutlich emotionsgeladener, als andere, so schätze ich auch Thomas ein. In der Gegenwart werfen wir einen Blick auf den alternden Thomas Bayber und seinem Freund und Kollegen Finch, der alle Werke des Malers kennt, bis zu dem Tag als Thomas ihm von einem bisher unveröffentlichten Gemälde erzählt und Finch beauftragt die restlichen beiden Teile des Triptychons zu suchen. Sobald das Bild komplett ist, soll Stephen (Mitarbeiter eines Auktionshauses) es gewinnbringend verkaufen. Die Suche nach den beiden fehlenden Teilen des Triptychons beginnt sehr träge, doch als Thomas einen Schlaganfall erleidet, legen sich Finch und Stephen ins Zeug, um ihm seinen letzten Wunsch zu erfüllen. Auf ihrer Suche treffen sie auch die Geschwister Alice und Natalie und versuchen deren Verbindung zum Bild und zum sehr kostbaren Gemälde herzustellen. Die vielen Geheimnisse im Leben von Alice, Natalie und Thomas und der wirklich grandiose Schreibstil machen vor allem die zweite Hälfte des Buches zur absoluten Leseempfehlung. Es ist spannend, voller Emotionen (wenn ich Tränen vergieße, hat das was zu bedeten) und die Autorin schafft es sehr gut die Vergangenheit und die Gegenwart zu verknüpfen. Wo ich anfangs sehr wenig mit den anderen Charakteren anfangen konnte, blieb ich zum Schluss total glücklich zurück. Jeder Charakter entwickelt sich im Buch weiter und das zu meiner vollsten Zufriedenheit. ______________________________________________________________ Der einzige kritische Punkt, der in meine Rezension, aber nicht in meine Bewertung mit einfließt, ist, dass die Story keinen Bezug zum Cover hat. Wer das Hardcover dieses Buches kennt, ja, da ist die Verbindung schon da. Beim Cover des Taschenbuches finde ich vielleicht mit viel Kreativität eine Gemeinsamkeit. Mein Fazit Für mich ist dieses Buch eine wirkliche Überraschung. Ich liebe ja Familienromane, aber das dieses Buch meinen Geschmack so sehr trifft, kam unerwartet. Gerade im letzten Drittel für mich ein absoluter Pageturner, so viele Seiten habe ich seit Monaten nicht mehr am Stück gelesen.

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  • Ein unscheinbares Buch mit viel Emotionen

    Das Gewicht des Himmels

    knuddelbacke

    25. January 2014 um 10:07

    Zunächst war ich skeptisch, ob ein Roman aus dem Diana Verlag meinen Leseansprüchen gerecht wird. Der Klappentext "Die Liebe eines Künstlers, die das Schicksal zweier Schwestern lenkt" konnte mich auch nicht wirklich begeistern. Und auch die Aussicht, dass eine der Hauptfiguren Interesse an der Vogelkunde zeigt, lies mich nicht in Jubel ausbrechen. Allerdings muss ich im nachhinein sagen, dass Tracy Guzeman ein spannender ,tragischer Roman  gelungen ist, der zeigt welche weitreichenden  Folgen die Lüge eines Menschen auch nach Jahren noch haben kann. Besonders gut haben mir die unterschiedlichen Hauptcharaktere der Schwestern gefallen, Alice und Natalie sind wie Feuer und Eis, und bieten somit genug Potenzial an Spannung . Auch die Zeitsprünge zwischen Vergangenheit und Gegenwart haben mir gut gefallen, denn erst nach und nach hat sich für mich ein Gesamtbild herauskristallisiert. Das Lesen des Buches war wie ein Puzzle für mich. Und ohne zu viel zu verraten, das Ende des Buches hat mich zutiefst berührt und bewegt. Ich hoffe schon jetzt auf einen weiteren Roman von Tracy

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  • Das Geheimnis eines Bildes

    Das Gewicht des Himmels

    Monika58097

    05. January 2014 um 17:01

    Im Sommer 1963 fahren die Schwestern Alice und Natalie mit ihren Eltern in ein Ferienhaus an einen See. Alice, damals 13 Jahre alt, stromert am liebsten durch die Natur und zeichnet Vögel, ihre große Leidenschaft, die später ihr Beruf wird. Sie wird Ornothologin. Natalie ist 17 und weiß schon damals, sich immer gut in Szene zu setzen. Die Mädchen lernen den Maler Thomas Bayber kennen. In dieser Zeit entsteht eine Zeichnung. Erst Jahre später wird daraus ein Gemälde, ein Triptychon. Ein paar Jahre später, Alice ist Anfang 20 und bereits von ihrer schweren Athritis geplagt, fährt sie wieder an den See. Wieder trifft sie auf Thomas und verliebt sich in ihn. Die Beziehung bleibt nicht ohne Folgen, doch Alice ist enttäuscht von Thomas, hat sie doch etwas entdeckt, eine Lüge aufgedeckt, die sie Thomas nicht verzeihen kann. Sie fährt zurück zu ihrer Schwester, mit der sie zusammen wohnt. Zu Natalie, die sich um sie kümmert, seitdem die Eltern verstorben sind. Doch Natalie ist nicht wie früher. Irgendetwas hat sie verändert. Alice bekommt ihr Baby in einer stürmischen Nacht. Sie wacht am nächsten Tag im Krankenhaus auf. Ihr Baby ist fort, tot. Im Jahr 2007 beauftragt der gealterte und kranke Maler seinen Vertrauten Dennis Finch damit, eines seiner Bilder zu suchen, ein Bild, das Dennis nicht kennt, ein Bild, das Dennis nicht in seinem erstellten Werksverzeichnis über Thomas Bayber aufgeführt hat. Ein geheimes Bild, ein Triptychon, von dem Thomas nur noch das Mittelteil besitzt. Thomas möchte, ja, er verlangt regelrecht, dass sich Dennis Finch mit dem jungen Kunstkenner Stephen Jameson auf den Weg macht, das geheimnisvolle Bild zu suchen. Doch suchen sie nur das Bild oder vielmehr die Personen, denen es noch gehören müsste? Was bezweckt Thomas mit dieser Suche? "Das Gewicht des Himmels" ist ein Roman mit großer Anziehungskraft. Die Liebe zum Detail, die Beschreibung der Vögel, sei es, als Alice sie in der Natur beobachtet oder von Thomas auf Leinwand gebannt und dort nur für den Kenner auf Anhieb sichtbar - das ist wunderbare Erzählkunst. "Das Gewicht des Himmels" ist eine Familiengeschichte voller Geheimnisse, voller Lügen, voller Neid und Hass. Ein wunderbar spannender Roman mit überraschenden Wendungen. Die Autorin Tracy Guzeman versteht es, den Leser zu verzaubern. Das Buch ist ein wunderbarer Schmöker. "Das Gewicht des Himmels" ist der erste Roman der Autorin. Ich hoffe, dass weitere Romane folgen werden. Erschienen im Diana-Verlag.

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  • Spannend und tragisch, was will man mehr

    Das Gewicht des Himmels

    knuddelbacke

    07. December 2013 um 09:05

    Im Sommer 1963 verbringen die Schwestern, die  13-jährige und Natalie und die 17-jährige Alice wie jedes Jahr die Sommerwochen in Ihrem Sommerhaus in Neuengland. Beide Schwestern könnten gegensätzlicher nicht sein: während Alice gerne Ihre Zeit in der Natur verbringt und Vögel beobachtet, wird Ihre Schwestern von allen Jungs der Umgebung angehimmelt.  In diesem Sommer haben beide Schwestern jedoch eine Gemeinsamkeit: Die Bekanntschaft zu dem jungen Maler Thomas  Bayber, der den Sommer ebenfalls am See verbringt. Viele Jahre später beauftragt Thomas Bayer seinen Freund Dennis Finch eines seiner ersten, bisher unbekannten Werke zu verkaufen, ein Triptychon auf denen Thomas mit beiden Schwestern zu sehen ist. Doch leichter gesagt als getan: Das Triptychon ist verschollen, und Dennis Finch muss zunächst die beiden Schwestern ausfindig machen. Sehr schnell wird ihm klar, dass dies nicht so einfach sein wird, und das alle 3 ein dunkles Geheimnis aus der Vergangenheit verbindet. Zunächst war ich skeptisch, ob ein Roman aus dem Diana Verlag meinen Leseansprüchen gerecht wird. Der Klappentext "Die Liebe eines Künstlers, die das Schicksal zweier Schwestern lenkt" konnte mich auch nicht wirklich begeistern. Und auch die Aussicht, dass eine der Hauptfiguren Interesse an der Vogelkunde zeigt, lies mich nicht in Jubel ausbrechen. Allerdings muss ich im nachhinein sagen, dass Tracy Guzeman ein spannender ,tragischer Roman  gelungen ist, der zeigt welche weitreichenden  Folgen die Lüge eines Menschen auch nach Jahren noch haben kann. Besonders gut haben mir die unterschiedlichen Hauptcharaktere der Schwestern gefallen, Alice und Natalie sind wie Feuer und Eis, und bieten somit genug Potenzial an Spannung . Auch die Zeitsprünge zwischen Vergangenheit und Gegenwart haben mir gut gefallen, denn erst nach und nach hat sich für mich ein Gesamtbild herauskristallisiert. Das Lesen des Buches war wie ein Puzzle für mich. Und ohne zu viel zu verraten, das Ende des Buches hat mich zutiefst berührt und bewegt. Ich hoffe schon jetzt auf einen weiteren Roman von Tracy

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  • Ein Maler und ......

    Das Gewicht des Himmels

    Saphir610

    14. October 2013 um 21:28

    Im August 1963 verbringen die Schwester Alice und Natalie mit ihren Eltern wie jedes Jahr die Augustwochen in einem Sommerhaus. Dieses Jahr wohnt in der Nachbarschaft Thomas Bayber, ein talentierter Maler. Alice Leidenschaft sind die Vögel, mit denen sie sich fantastisch auskennt. Bei ihren Erkundungen besucht sie dann auch gerne Thomas in seinem Sommerhäuschen und beide unterhalten sich prima, und es entwickelt sich eine gewissen Zuneigung.  Doch dann entdeckt sie auch ein von ihm gemaltes Bild ihrer Schwester uns vieles verändert sich. Jahre später trifft Alice wieder auf Thomas. Viele Jahre später zeigt Thomas Bayber seinem Vertrauten und Kunstprofessor Dennis Finch ein Gemälde aus dem Jahr 1963, welches die beiden Schwestern zeigt. Thomas scheint es nicht so wichtig, dieses Bild zu verkaufen, fehlende Teile zu finden, sondern da steckt noch mehr dahinter. Dennis Finch und Stephen Jameson, ein junger, sehr guter Kunstkenner, der aber auf dem Abstellgleis in seiner Firma gelandet ist, machen sich zusammen auf die Suche nach den Mädchen auf dem Bild. Was ist damals im Sommer 1963 passiert, wie ist es Alice und Natalie ergangen? Das an sich ist bestimmt ein sehr interessantes Thema und eine packende Geschichte. Nur leider nicht für mich, da ich in die Geschichte absolut nicht rein kam. Immer, wenn ich annahm, nun wird es fesselnder ging es im bekannten Stil weiter, langatmig, weitschweifig, irgendwie distanziert. Auch wenn sich Alice als eine sehr starke Frau herausstellt. Sicherlich hat sich die Autorin sehr mit den Gebieten der Kunst und Ornithologie beschäftig, doch für mich fehlte es in der Umsetzung einfach an Spannung, die bei so einer Familiengeschichte ja doch durchaus vorhanden sein kann. Das Coverbild gefällt mir sehr gut, ist passend. Bei dem deutschen Titel kann ich nicht ganz einen Bezug zum Inhalt herstellen.

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  • Lesegenuss pur!

    Das Gewicht des Himmels

    Heleflo

    13. October 2013 um 19:55

    Kurzbeschreibung: Die Liebe eines Künstlers lenkt das Schicksal zweier Schwestern Ein langer Sommer in Neuengland. Die Schwestern Alice und Natalie begegnen dem geheimnisvollen Maler Thomas Bayber. In jenen Tagen entsteht ein Porträt, dessen tragische Bedeutung erst Jahrzehnte später ans Licht kommen wird. Denn die Begegnung zwischen Alice und Thomas ist der Beginn einer tiefen Liebe und zugleich einer Lüge, die mehr als ein Leben zerstört …(Quelle: Amazon) Inhalt: Dennis Finch, langjähriger „Freund“ von dem berühmten Maler Thomas Bayber wird von diesem Beauftragt 2 verschollene Bilder zu finden, die er vor vielen Jahren gemalt hat. Es sind die beiden Außenteile eines Tryptichons, die 2 Schwestern zeigen mit denen Bayber vor langer Zeit Verhältnisse hatte. Zusammen mit dem Kunstexperten Stephen Jamerson macht es sich auf die Suche. Die beiden forschen nach, wo die beiden Schwestern leben. Was sich aber als gar nicht so einfach erweist. Bayber hatte mittlerweile einen schweren Schlaganfall erlitten, von dem er sich wohl nicht mehr erholen wird. Als sie die Adresse in Orion/Tennessee aufsuchen, die sie herausgefunden haben, erfahren sie, dass die ältere Schwester Natalie vor kurzem verstorben ist. Alice, die jüngere Schwester hat bei Durchsicht des Nachlasses eine furchtbare Entdeckung gemacht. Die Tochter von Alice, von der Natalie gesagt hat, dass sie bei der Geburt gestorben wäre, lebt noch in Santa Fe. Daraufhin ist Alice sofort dorthin gereist. Thomas Bayber ist der Vater, und Dennis und Stephen wird klar, das es Thomas nicht um die Bilder sondern um seine „Familie“ geht. Finch und Stephen reisen nun ebenfalls nach Santa Fe und finden bald die Beiden. So nach und nach kommt die ganze furchtbare Geschichte heraus. Dort finden sie auch den ersten Seitenteil des Tryptichons. An dem Abend erfahren sie, dass Thomas Bayber verstorben ist. Sie reisen zusammen nach Orion, bevor sie zur Trauerfeier nach New York wollen. Auf dem Dachboden entdecken Stephen und Agnete (Alice Tochter) den zweiten Außenteil des Bildes. Im Epilog erfährt man dann noch durch einen Brief, den Thomas an Stephen geschrieben hat, dass er auch dessen Vater ist. Das wurde im Buch am Ende mal angedeutet. Darum wollte Thomas Bayber auch unbedingt, dass Stephen bei den Nachforschungen dabei ist, um sich in der Kunstszene wieder zu etablieren. Meinung: Das Buch ist ein Genuss zu lesen. Die Sprache ist unglaublich dicht. Man ist sofort drin in der Geschichte. Das Buch beginnt im Jahr 1963, als Alice mit ihrer Familie in ihrem Sommerhaus ist und dort den bekannten Maler Thomas Bayber kennenlernen. Dann springt das Buch nach 2007, dort wird die Verbindung von Finch und Bayber erklärt und auch Stephen tritt in Erscheinung. Dann springt man nach 1972, als Alice die Liebschaft mit Thomas hatte, aus der dann Alice hervorging. Danach bleibt man dann in 2007, es gibt nur kurze Rückblicke. Es ist immer übersichtlich und es bleiben keine Fragen offen. Allerdings endet mir das Buch etwas zu abrupt, das ist aber auch wirklich das Einzige, dass ich bemängeln muss. Ansonsten kann ich dieses Buch nur jedem empfehlen, der gerne über Familiengeheimnisse und deren Aufklärung liest. Wenn man sich für Kunst interessiert, ist es gleich noch mal so spannend. Aber das ist nicht zwingen notwendig. Fazit: Ein Buch, dass ich ohne Bedenken empfehlen kann. Es ist vom Inhalt, sowie auch der Sprache einfach nur wundervoll.

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  • Intensive Sprache, schöne Handlung

    Das Gewicht des Himmels

    MareikeHerzpotenzial

    01. October 2013 um 21:58

    Die Handlung beginnt in den 1960er Jahren, als Alice noch ein junges Mädchen ist und den noch unbekannten Künstler Thomas Bayber kennen lernt. Sie ist sofort von ihm fasziniert und auf ihre unbeholfene, naive Art einer Dreizehnjährigen versucht sie in seiner Nähe zu sein. Sie betrachtet ihn beim Malen, redet mit ihm über Kunst und Literatur.So entsteht eine Freundschaft zu dem fast 15 Jahre älteren Mann. Doch auch ihre ältere Schwester scheint sich für ihn zu interessieren. Es folgt ein Zeitsprung in die Gegenwart. Der heute greise Bayber lebt verbittert und einsam in seiner kleinen New Yorker Wohnung. Armut und Schulden sind seit Jahren neben Professor Finch seine einzigen Gefährten. Diesem letzten Freund oder eher treuen Bewunderer seines Oeuvre bittet er um einen letzten Gefallen: Er zeigt ihm ein Bild der beiden Schwestern und sich selbst, dass er seit den 60ern unter Verschluss gehalten hat. Er bittet Finch die beiden zugehörigen Bilder zu finden und seinem Werkkatalog beizufügen. Dass hinter diesem Wunsch eigentlich noch ein viel größeres Geheimnis als die Motive der verschollenen Bilder steckt, wird dem alten Freund erst nach und nach klar. Je tiefer er in die Geschichte um die beiden bemerkenswerten Frauen eindringt. Nach wenigen Sätzen war ich in der Geschichte drin und wollte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Der Erzählstil hatte für mich eine solche Intensität, dass ich immer noch recht sprachlos bin. Kennt ihr dieses Gefühl, wenn euch ein Buch einfach nur gut gefallen hat? Was soll man dazu groß sagen? Es ist toll! Man bekommt einen Einblick in künstlerische Schaffensprozesse, ein netter Nebeneffekt. Die Handlung hat mir gefallen, sie war nicht wirklich vorhersehbar, typische Figuren und Klischees werden vermieden. Cover: Ich finde das Cover wunderschön. Es greift wunderbar das Leitmotiv des Vogels auf. Alice ist leidenschaftliche Ornithologin und auch auf den Bildern Baybers finden sich immer Vogelfiguren. Darum finde ich auch den Originaltitel "The Gravity of Birds" wesentlich passender. Warum man hier unbedingt "Himmel" in den Titel einfügen musste, bleibt mir rätselhaft. Soll das auf eine romantische Thematik hinweisen? Meh! Unnötig, aber leider typisch. Stil: Die Handlung springt zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart hin und her. Die Handlungsstränge nähern sich dabei immer mehr dem Geheimnis der Schwestern und dem Verbleib der Bilder an. Der Stil ist leicht und unglaublich angenehm, man kann ohne Weiteres den verschiedenen Figuren auf ihrer Suche folgen. Die Sprache ist bis zu einem gewissen Grad poetisch und bildreich, aber nicht schwülstig oder gar kitschig. Einfach schön. Fazit: Ich bin immer noch sehr berührt von diesem Buch. Es hat mir unglaublich gut gefallen und ich kann es nur jedem ans Herz legen, der Romane mit Vergangenheitsbewältigung ohne viel Tamtam oder zu viel Gefühlsduselei mag. Ich bin sehr dankbar, dass ich dieses Buch lesen durfte, denn bei der Vielzahl an Neuerscheinungen wäre mir dieses feine, poetische Buch vielleicht gar nicht aufgefallen.

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  • Ein Gemälde und sein Weg aus Lügen und Intrigen zurück zur Wahrheit

    Das Gewicht des Himmels

    Influ

    21. September 2013 um 13:52

    Klappentext: Die Liebe eines Künstlers, die das Schicksal zweier Schwestern lenkt Ein langer Sommer in Neuengland. Die Schwestern Alice und Natalie begegnem dem geheimnisvollen Maler Thomas Bayber. In jenen Tagen entsteht ein Porträt, dessen tragische Bedeutung erst Jahre später ans Licht kommen wird. Denn die Begegnung zwischen Alice und Thomas ist der Beginn einer tiefen Liebe und zugleich einer Lüge, die nicht nur ein Leben zerstört…   Rezension: Es gibt mehrere zeitversetzte Handlungsstränge in dem Buch welche am Schluß alle ineinander laufen. Die Geschichte beginnt im August 1963 mit den Geschwistern Alice und Natalie Kessler als Teenagern und wie sie den Künstler Thomas Bayber kennenlernen und lassen sich beide von ihm malen. Jahre später nachdem Tod der Eltern kümmert sich die schöne und kaltherzige Natalie um das Haus und die Finanzen während Alice ihrer Krankheit zum Trotze Ornithologie studiert. Während eines Arthritsschubes beschließt Alice sich ein paar Tage Auszeit zunehmen und zurück in das Sommerhaus zufahren in dem sie Thomas Bayber Jahre zuvor kennenlernte. Auch diesmal trifft sie Thomas wieder und diesmal schläft sie mit ihm. Als sie ihn jedoch bei einer folgenschweren Lüge erwischt, rafft sie Hals über Kopf ihre Sachen zusammen und flüchtet zurück zu ihrer Schwester Natalie, nichts ahnend das sie schwanger ist. Alice bekommt das Baby, jedoch wird es während eines Sturms in ihrem Elternhaus geboren. Alice wurde während der Geburt bewusstlos und wacht erst im Krankenhaus wieder auf wo ihre Schwester Natalie ihr erzählt das das Baby die Geburt nicht überlebt habe. Natalie hat es bereits bestatten lassen, das gemeinsame Elternhaus verkauft und ein kleines Haus in einem Dorf namens Orion gekauft in das sie nach ihrer entlassung einziehen werden. Durch den Verlust ihrer Tochter hat Alice jeglichen Lebensmut und Kampfgeist verloren, sie verschanzt sich in ihrem kleinem Haus und läßt keinen mehr an sich heran. Bis sie den Nachbarn Phinneaus kennenlernt. Dieser gibt ihr einen neuen Lebensinhalt, nämlich die Kinder des Dorfes. Sie hilft den Kindern dabei ihre Pfadfinderabzeichen zu bekommen wenn es um Vogelkunde geht und gibt ihnen Nachhilfe für die Schule. Um Haus und Finanzen kümmert sich nach wie vor ihre Schwester Natalie, bis diese eines Tages plötzlich stirbt und man beim Ausräumen ihres Zimmers, diverse unstimmige Unterlagen findet die Alices Leben völlig auf den Kopf stellen werden. Im Handlungsstrang der Gegenwart im Jahre 2007 ist Thomas Bayber ein berühmter Maler, welcher die besten Jahre allerdings schon lange hinter sich hat. Seine Werke sind in der Kunstszene hochgeschätzt und Millionen wert, aber gemalt hat er seit 20 Jahren kein Bild mehr. Er lebt zurück gezogen in einer Wohnung in der er sich lieber mit Alkohol als mit der Heizung wärmt. Seine Haushälterin Mrs. Blankenship und sein Freund der Kunstprofessor Dennis Finch sind Thomas` einzige Konstante in seinem Leben gewesen und nun nach 20 Jahren ohne ein weiteres Werk offeriert er Dennis Finch das es noch einen weiteren Bayber gäbe von dessen Existenz er nie jemandem erzählt habe. Thomas gibt Finch exakte Anweisungen ehe er das Gemälde, welches nur ein Teil eins Triptychon ist präsentiert. Eine dieser Anweisungen ist das er Stephen, eine eigentlich gescheiterte Persönlichkeit in der Kunstszene mit ins Boot holen soll und die beiden gemeinsam die beiden Fehlenden Teile des Gemäldes suchen und finden sollen. Damit beginnt eine Reise durch die Zeit und eine Familiengeschichte gesprickt von Lügen und Intrigen und das Gemälde wird immer mehr zum Vorwand dafür das es eigentlich gar nicht um die fehlenden Teile geht die gefunden werden sollen, sondern um Thomas` eigentliche Familie die er nie hatte.   Fazit: Das Buch hat eine eigentlich tolle Geschichte zuerzählen die es durchaus lohnt zu lesen. Nur der Anfang ist leider sehr langatmig, durch die ersten 100 Seiten musste ich mich wirklich kämpfen ehe ich dann förmlich mitgerissen wurde.

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  • Jede Geschichte hat ihren Hintergrund - eine beeindruckende Familiensaga, eine hervorzuhebende Autor

    Das Gewicht des Himmels

    Lesegenuss

    03. September 2013 um 12:17

    Bevor ich mich in das Lesevergnügen von „Das Gewicht des Himmels“ begab, habe ich erst einmal den mir vom Verlag mitgeschickten Abdruck des Gesprächs mit der Autorin Tracy Guzeman gelesen. Sie erzählt, wie es überhaupt zu diesem Roman gekommen ist. Für zwei Kurzgeschichten fand sie keinen rechten Abschluss, letztendlich entstand dann die Idee, diese beiden miteinander zu verbinden. Ebenso schildert sie, warum Vögel sie so faszinieren und wo der Ursprung für ein Portraitbild des Malers im Roman, Thomay Bayber, zu finden ist. Wer auf das Cover des Schutzumschlages schaut, sieht dort die wunderbar gezeichneten Vögel  auf den Blättern und man kann sich schon vorstellen, wie inspirierend sich das auf Schreiben auswirken kann. Familie spielt in dem Roman eine bedeutende Rolle, und nicht nur das Wort, auch entzweite Familien das gehört dazu. „Das Gewicht des Himmels“ beginnt im Spätsommer 1963. Die 13-jährige und Natalie, ihre 17-jährige Schwester, machen die Bekanntschaft mit dem fast 30-jährigen Maler Thomas Bayber. Jedes Jahr verbringt die Familie ihre Sommerferien am selben See. Alice liebt es in der Natur herumzuschweifen. Natalie und Alice, sie sind wie Tag und Nacht. Und das wird sie dann auch, die Geschichte der beiden Geschwister, dem Maler Thomas Bayber, der Anfang zu einem Familiengeheimnis, einem weitgreifenden Drama. Man kann Autoren von Familiengeschichten nicht miteinander vergleichen, jede für sich schreibt auf ihre Art. Tracy Guzemans Schreibstil, ihre Beschreibungen sind manches Mal so intensiv und aus dem Inneren heraus aufs Papier gebracht, lässt den Leser voll und ganz eintauchen in die Geschichte. Man schreibt das Jahr 2007. Der nunmehr berühmt gewordene Maler Thomas Bayber will ein nicht bekanntes Gemälde aus dem Jahr 1963 zum Verkauf geben und beauftragt damit seinen Vertrauten Dennis Finch. In wechselnden Kapiteln beschreiben jeweils Alice und Dennis Finch, welche Rolle dieses Bild in ihrem Leben bzw. des Malers spielt. Auflage zum Verkauf ist allerdings, dass die beiden dazugehörigen Bilder, die der Maler Alice und Natalie geschenkt hatte, gefunden werden. So muss Dennis sich nun damit beschäftigen, ob Alice und Natalie noch leben, ob sie überhaupt noch im Besitz der Bilder sind, denn erst dann kann das bis dahin unbekannte Gemälde aus dem Jahr 1963 und der Kunstwelt nicht bekannt, verkauft werden. Das hinter all dem sich eine Tragödie verbirgt, offenbart sich Alice, als Natalie stirbt und sie den Nachlass ordnet. Es kommen Dinge ans Tageslicht, die sie sich nicht hat träumen lassen. Erschütternd. Es ist Jahrzehnte her, Alice war Anfang 20, und doch haben sich die damaligen Ereignisse in ihr Gedächtnis eingebrannt, unauslöschlich. Ihre vermeintliche Liebe, sie und Thomas, blieb nicht ohne Folgen. Doch das Kind soll nicht überlebt haben, lt. Natalie. Es war auch Natalie, die damals alles in die Hand nahm, den Umzug in ein neues, anderes Leben bestimmte. Die Tragödie nahm ihren Lauf. Unausweichlich. „Das Gewicht des Himmels“, eine eigenartige, einzigartige Lesereise. Manchmal kann man nicht in Worte fassen, wie es einem beim Lesen einer Geschichte erging. Bei diesem Buch war es zeitweise so, dass ich zwar die Seiten gelesen habe, aber doch wiederum nicht, sondern innerlich abgelenkt war von den in meinem Kopf erzeugten Bildern. Auch habe ich mich ab und an gefragt, oh nein, was kommt jetzt noch. „Das Gewicht des Himmels“, eine Reise in die Vergangenheit und Gegenwart, eben eine Familiensaga. Aber es geht um mehr, auch hier um Verrat, Täuschung, Liebe, Enttäuschung. Dass eine Lüge, über Jahre verschwiegen, Lebenswege beeinflusst, verändert, dass genau ist den Charaktere in dieser Story passiert. Die Frage ist zu stellen, wie das Leben von Alice und Thomas verlaufen wäre, ohne die berechnende Schwester Natalie. Fest steht, es wäre eine andere Geschichte geworden! Zitat S. 363 „Auf der Karte war nur ein kleiner Strich, genauso lang und breit wie viele andere. Aber Alice wollte mehr als eine dunkelgraue Linie auf der Karte. Sie wollte eine Lebensgeschichte. Fazit: Die Autorin Tracy Guzeman hat es mit ihrer Sprache, ihrem Schreibstil verstanden, den Leser an ihr Buch zu fesseln. Je mehr die Geschichte fortschreitet, Vergangenheit, Gegenwart, umso schneller ist man leider am Ende und möchte mehr. Schade, schon durch! Denn ich liebe diese Romane um Familiengeheimnisse und mehr. „Das Gewicht des Himmels“ kann ich nur empfehlen. Es ist ein Buch, dass man nicht so schnell aus der Hand legt, eben ein besonderes Buch, nicht langweilig, empfehlenswert. Diese Geschichte entlässt einen nicht so einfach, auch wenn man schon das letzte Wort gelesen hat. Auch das Cover gefällt und spricht an. Ich gebe meine Leseempfehlung.

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  • Lebensgeheimnisse die berühren...

    Das Gewicht des Himmels

    GlamourGirl80

    01. September 2013 um 10:14

    Inhalt Der Maler Thomas Bayber beauftragt seinen alten Freund Dennis Finch und den Kunstkenner Stephen Jameson damit, eines seiner ersten Werke zu verkaufen. Bisher war dieses Werk niemandem bekannt und es gibt eine Schwierigkeit...es ist nicht komplett.  Um dieses zu komplettieren, müssen die Schwestern Natalie und Alice gefunden werden, die auf diesem Werk zu sehen sind. Doch was haben die Schwestern mit Bayber zu tun? Finch und Stephen begeben sich auf die Suche und stossen dabei auf Dinge der Vergangenheit die schwer wiegen. Eine große Lüge, viel Schuld und Liebe sind dabei im Vordergrund... Wer in dieser dramatischen Vergangenheit welche Rolle spielt, das gilt es nun herauszufinden. Meine Meinung "Das Gewicht des Himmels" wurde mir vom Diana-Verlag als Rezensionsexemplar zugeschickt. Vielen Dank dafür! Auf den ersten Blick wirkt der Umschlag des Romans wie ein altes Gemälde und obwohl es sich dabei, wenn ich mich nach dem Roman richte, um Neuengland handeln dürfte, wirkt es auf mich irgendwie asiatisch. Diesen Gedanken musste ich "abschütteln" um ins Geschehen einzusteigen.  Die Story beginnt 1963 und springt dann immer wieder zwischen 2007 und vergangenen Jahren hin und her.  Der Leser begleitet die Suche von Finch und Stephen und erfährt dabei nach und nach was sich "damals" zugetragen hat. Er erfährt mehr über das Verhältnis des Malers zu den gesuchten Schwestern, mehr über das Verhältnis der Schwestern untereinander, über ihr Leben und die große Lüge die ihr Leben bestimmt. Auch über Finch und Stephen erfährt man Schritt für Schritt mehr. Größtenteils befasst sich diese Story immer wieder mit Kunst und Ornithologie, aber natürlich auch mit dem Schicksal und persönlichen Tragödien, die es herauszufinden gilt. Teilweise wirkt die Story sehr undurchsichtig, sehr wirr und irgendwie passten die Dinge nicht so recht zusammen. Der Informationsfluß wurde mir manchmal einfach zu viel. Dennoch formt sich so nach und nach eine verstörende Wahrheit, die vieles erklärt und die traurig macht und verwundert. Je näher der Leser der Wahrheit kommt, je einfacher lassen sich auch die einzelnen Puzzleteilchen zusammensetzen und machen den Roman komplett.  Dieser Roman hat Ecken und Kanten, er wirkt auf mich nicht ausgefeilt und perfektioniert, er ist so wie seine Protagonisten und wird somit interessant, anders, spannend und nicht weichgespült. Ein Roman wie ich ihn selten gelesen habe.  Als Debütroman der Autorin ist er wirklich gelungen, auch, wenn man ihm dies schon etwas anmerkt. Er ist mit viel Sinn für Details und zwischenmenschliche, feine Nuancen geschrieben. Ein Roman der die Neugier, vielleicht auch ein wenig den Voyeurismus,  weckt und dann Schritt für Schritt befriedigt. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen für einen gelungenen Debütroman!

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  • Besticht durch einen wunderbaren und eindringlichen Schreibstil!

    Das Gewicht des Himmels

    LilStar

    25. August 2013 um 22:19

    Im Jahre 1963 verbrachte der Künster Thomas Bayber einen Sommer neben dem Haus der Schwestern Alice und Natalie Kessler, freundete sich mit ihnen an und malte sie. Viele Jahre später, im Jahre 2007, ist Bayber ein berühmter Maler, seine Bilder bekannt und begehrt. Er bittet er seinen Freund und Geschäftspartner Dennis Finch für ihn ein Bild zu verkaufen und verlangt um die Echtheit festzustellen nach dem Experten Stephen Jameson. Der stellt beim Untersuchen schnell fest, dass es sich um ein sogenanntes Triptychon handelt, ein dreiteiliges Bild. Die anderen Teile fehlen allerdings, die hat Bayber vor langer Zeit den Schwestern Alice und Natalie geschenkt, die auch auf dem verbliebenen Teil des Bildes abgebildet sind. Zusammen versuchen Finch und Jameson die Bilder wieder aufzutreiben und stoßen auf der Suche nach einige Enthüllungen und Geheimnisse … Tracy Guzeman hat hier einen wirklich tiefgehenden und mitreißenden Roman geschrieben. Erzählt wird in zwei Zeitebenen. Der Hauptteil spielt in der Gegenwart, im Jahre 2007 und der Rest in der Vergangenheit, den jungen und wilden Jahren. Die Schwestern Natalie und Alice Kessler und ihre Beziehung zu Bayber spielen eine große Rolle, obwohl zu Beginn des Romans gar nicht klar ist, inwieweit die Schicksale der Figuren miteinander zu tun haben und miteinander verwoben sind. Das besondere an diesem Roman ist wohl der herausragende Schreibstil der Autorin. Alle Protagonisten werden so eindringlich dargestellt, dass ich als Leser wirklich das Gefühl hätte sie alle zu kennen. Besonders Alice habe ich sehr schätzen gelernt. Sie ist eine durch und durch sympathische und authentische Figur, die hin- und hergerissen ist zwischen ihrer Selbstständigkeit und ihrer krankheitsbedingten Abhängigkeit. Mit ihr konnte ich gut mitleiden und -leben. Auch die Beschreibungen von Baybers Kunst fand ich sehr schön mitzuerleben. Auf den ersten Seiten hatte ich noch ein paar Probleme in die Handlung hinein zu finden und ihr zu folgen, weil die Spannung dort zugunsten der Vorstellung aller Figuren etwas auf der Strecke bleibt. Erst im späteren Verlauf, als es an die Suche geht, wird es wirklich spannend und durch die vielen Rückblenden, lässt sich dieses Puzzle Stück für Stück nach und nach zusammen setzen. Das eigentliche Geheimnis habe ich mir schon recht früh denken können, aber dennoch war ich auf die tatsächlichen Hintergründe und die Reaktionen darauf sehr gespannt. Insgesamt sticht dieses Buch von Tracy Guzeman nicht durch eine ungewöhnliche Geschichte heraus, sondern vor allem durch seinen besonderen und eindringlichen Schreibstil, den man fast fühlen und die Geschichte somit selbst miterleben kann. Die transportierte Stimmung hat mir sehr gut gefallen und ich habe dieses Buch wirklich sehr genossen! Von mir gibt es insgesamt vier sehr gute Sterne für dieses Buch!

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  • Die, die dir am Nächsten stehen, können dir am meisten wehtun

    Das Gewicht des Himmels

    melanie_reichert

    21. August 2013 um 20:24

    Als großer Kate Morton Fan liebe ich Geschichten rund um Familiengeheimnisse und ich muss sagen, dass ich von dem Debüt der Autorin alles andere als enttäuscht bin. Wir bekommen diesen gefühlvollen Roman aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Zum einen ist da Alice’ Sichtweise der Dinge. Mit ihr unternehmen wir so manchen Ausflug in die Vergangenheit, um das Geschehene noch besser verstehen zu können. Die Rückblenden sind dabei so geschickt angebracht, dass sich das Puzzle Stück für Stück zusammensetzt und so noch zusätzliche Spannung aufkommen lässt. Die andere Seite der Geschichte erleben wir aus den Augen von Stephen und Mr Finch, die verzweifelt versuchen, das bisher unbekannte Gemälde zu finden. Ihre Reise führt sie dabei nicht nur in andere Bundesstaaten, sondern auch in die Vergangenheit. Frau Guzeman hat ein außerordentliches Talent dazu, Figuren aus dem Nichts lebendig zu machen. Von Anfang an konnte ich mir die Figuren bildlich vorstellen. Dabei sind die Charaktere der Einzelnen so individuell, dass man sie einfach in sein Herz schließen muss. Wir haben es hier auf keinen Fall mit den üblichen Stereotypen zu tun, sondern mit ausgeprägten, von der Vergangenheit gezeichneten Menschen. Wenn man sonst die Handlungen erahnen kann, verhalten sich diese Charaktere ganz bestimmt anders und überraschen den Leser mehr als einmal. Die Geschichte spielt in Amerika. Wie bereit schon erwähnt, bewegen wir uns teilweise im Jahr 1963 und dann wieder in 2007. Die Umgebungsbeschreibungen sind dezent eingeflochten und haben so keinen aufzählenden Charakter, was ich sehr positiv wahrgenommen habe. Einen kleinen Kritikpunkt gibt es aber doch noch anzubringen. Die Spannungskurve lässt einen auf den ersten 100-200 Seiten etwas im Stich. Zunächst werden die Verhältnisse untereinander geklärt, bevor die Suche so richtig losgehen kann. Am Anfang sind die Charaktere auch etwas schwer auseinanderzuhalten, weil manchmal die Sprache von einem Denny ist und er kurz darauf dann Mr Finch genannt wird. Erst im späteren Verlauf wird klar, dass er Dennis Finch heißt und ein und dieselbe Person ist. Wer sich für dieses Buch entscheidet, sollte eine Neigung zur Kunst haben, denn die Autorin beschreibt teilweise sehr lange, aber auf eine poetische Art und Weise, die Bilder des Hauptcharakters Thomas Bayber. Da die Bilder den zentralen Mittelpunkt der Geschichte bilden, wird ihnen auch genauso viel Aufmerksamkeit entgegengebracht. Für mich eine nichts desto trotz spannende, gefühlvolle Suche nach den Wurzeln einer Familie. Das Schicksal der beiden Kessler-Schwestern hat mich gefesselt und mir ein paar schöne Lesestunden beschert.

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