Traude Engelmann Die Geldwäscherin

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Inhaltsangabe zu „Die Geldwäscherin“ von Traude Engelmann

Gisela Schikaneder ist 55, alleinerziehende Mutter zweier Kinder und arbeitslos. Als sie den charismatischen Enrico Wutzler kennenlernt, scheint sich ihr Los zu wenden: Er macht ihr nicht nur in persönlicher Hinsicht ein Angebot, dass sie nicht ablehnen kann. In dem Pharmaunternehmen, in dem Wutzler tätig ist, verschafft er ihr einen Job. Doch bleibt das nicht ihre einzige Einnahmequelle. Ein als romantisches Wochenende in der Schweiz geplanter Ausflug entlarvt Wutzler als Geldwäscher und offenbart, dass er Gisela nur für seine Zwecke missbrauchte. Doch gelingt es ihr, auch hieraus ihren Nutzen zu ziehen. Sie steigt in Wutzlers Geschäft ein. Doch alles ändert sich, als ihre Freundin und Nachbarin tot in ihrer Wohnung aufgefunden wird. Als Hauptverdächtige ist es nun an Gisela, den Mord aufzuklären. Immer tiefer gerät sie dabei in einen Sumpf von illegalen Geldgeschäften und Medikamentenschmuggel, und auch mit ihrer eigenen Vergangenheit sieht sie sich plötzlich konfrontiert.

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  • Rezension zu "Die Geldwäscherin" von Traude Engelmann

    Die Geldwäscherin

    Literatur

    08. March 2013 um 22:35

    Gisela Schikaneders Leben wirkt festgefahren: ohne Job, ohne Geld, ohne Mann. Alles ändert sich, als sie die Bekanntschaft mit einem charismatischen Mann macht, der ihr privat und beruflich neue Chancen eröffnet. Plötzlich gerät sie nicht nur an die Grenze zwischen Legalität und Verbrechen, sondern auch in den Fokus eines Mörders. Die Ich-Persektive aus Sicht der Protagonistin irritierte mich einerseits aufgrund ihrer Lebenseinstellung, ihrem Umgang mit ihren Mitmenschen und ihrem Selbstverständnis, andererseits ließ ich mich gerne auf diese andere Sichtweise ein, die mir, meinem Denken und Fühlen widerstrebt. Das Präsens ist eine interessante Art, Spannung zu erzeugen. Sehr gut gefielen mir viele Vergleiche, die Sprache ist gut gewählt, pointiert und mit interessanten Aspekten gewürzt. Die Handlung selbst fand ich teilweise zu rasant, unglaubwürdig und verworren. Ich muss gestehen, dass mich der Roman insgesamt zwar gut unterhalten, aber auch teilweise irritiert hat. Er ist jedoch für jeden Krimileser interessant, der nicht nur schablonenhafte Krimis, sondern mal etwas Außergewöhnliches lesen möchte.

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  • Leserunde zu "Die Geldwäscherin" von Traude Engelmann

    Die Geldwäscherin

    fhl_verlag_leipzig

    Welche Frau braucht eine weiße Weste, wenn sie Geld waschen kann? Wenn ihr Lust habt auf einen Krimi, deren Protagonistin sich nicht mehr ausnutzen lässt, sondern selbst die Zügel in die Hand nimmt, bewerbt euch für ›Die Geldwäscherin‹, dem Krimi-Debüt von Traude Engelmann. Wir vergeben 10 Leseexemplare bis zum 24.01.2013. Was genau erwartet euch in ›Die Geldwäscherin‹ ? Gisela Schikaneder ist 55, hoch verschuldet und arbeitslos. Als sie den charismatischen Enriko Wutzler kennenlernt, scheint sich ihr Los zu wenden: In dem Pharmaunternehmen, für das er tätig ist, verschafft er ihr einen Job. Leider aber stellt sich sein Entgegenkommen als Versuch heraus, Gisela unwissentlich für seine Zwecke zu missbrauchen, ein einträgliches Geschäft der Geldwäsche. Aus dieser Entdeckung zieht sie jedoch geschickt ihren Nutzen und steigt in das Geschäft ein. Der Weg zum Wohlstand scheint offen vor ihr zu liegen. Erst als sie ihre Freundin und Nachbarin ermordet auffindet, erkennt sie das Ausmaß der Gefahr, in die sie sich begeben hat. Zudem gerät sie als Hauptverdächtige ins Blickfeld der Polizei und somit in gewaltigen Zugzwang, den Mord aufzuklären. Dabei zieht es sie immer tiefer in einen Sumpf von illegalen Geldgeschäften und Medikamentenschmuggel, und auch mit der düsteren Seite ihrer eigenen Vergangenheit sieht sie sich plötzlich konfrontiert ... Wer ist Traude Engelmann? Leipzigerin von Geburt und aus Zuneigung. Nachkriegskindheit in der Ostvorstadt. Studium der Pädagogik und Journalistik. Redakteurin der Leipziger Volkszeitung und mehrerer im Leipziger Fachbuchverlag beheimateter Fachzeitschriften, darunter des Börsenblattes für den Deutschen Buchhandel. Freischaffend seit 1993 – sowohl als Mitarbeiterin eines Sachverständigenbüros als auch journalistisch und literarisch schreibend. Presse: Die Geldwäscherin: Ein Krimi mit einer Heldin, die sich nicht mehr klein kriegen lassen will Wer jetzt vielleicht glaubte, das Regalfach für Leipzig-Krimis würde irgendwann ausreichen, hat sich getäuscht. Es geht eigentlich erst richtig los. Nun greift auch eine Autorin ins Geschehen ein, die den Leipziger Krimi mit einer neuen Perspektive bereichert: der einer jungen Dame, die sehr wohl begriffen hat, wie die Absahner der Nation ihre Reichtümer sammeln. Gisela Schikaneder heißt sie, ist stolze 55, also im besten Alter. Kluge Arbeitgeber werden sich nach derlei erfahrenem Personal in den nächsten Jahren sehnen. Wenn sie begriffen haben, dass man mit unbezahlten Praktikanten kein nachhaltiges Geschäft aufbauen kann. Aber in den letzten Jahren war es ja so, da standen diese taffen Frauen, die schon manchem Chef den Hintern gerettet haben, reihenweise vor den Schaufenstern in der Petersstraße und konnten nur davon träumen, sich die schönen Kleider darin zu kaufen. Für einen Kaffee reicht es vielleicht noch im Freisitz auf dem Naschmarkt. Man merkt: Auch Traude Engelmann, freie Journalistin und Autorin aus Leipzig, hat an diesem Buch eine Weile gearbeitet. Im dramatischen Verlauf der Handlung kommt auch ein berühmter Hagelschlag vor, der 2006 etliche Leipziger Automobile in Wellblechkarossen verwandelte. Als in diesem Buch der große Hagel kommt, steckt Gisela mittendrin in einer durchaus brisanten Phase ihrer Karriere, an der sie selbst nicht ganz unschuldig ist. Und der Kaffee auf dem Naschmarkt ist nur der Anfang dieser Karriere, bei der sie nicht nur einen Job bei einem recht eigenartigen Pharmaversand bekommt, sondern auch mit Leuten ins Gehege und ins Geschäft kommt, die die Möglichkeiten des deutschen Geschäftslebens weidlich nutzen, um auf keineswegs legale Art zu Geld zu kommen - und dieses Geld dann auch noch heimlich Richtung Schweiz kurieren lassen. Von Gisela natürlich, die einspringt, als Not in der Schwarzwelt-Gemeinschaft ist. Man befindet sich auf der Zeitachse also auch noch deutlich vor den gekauften CDs mit den Namen deutscher Steuerbetrüger. Und für Gisela, die eben noch zu tun hatte, die Sache mit ihrem überzogenen Dispo-Kredit zu deichseln und die Geldwünsche ihrer Kinder zu bändigen, legt kurzerhand den Schalter um und entscheidet sich für das Risiko. Und nicht nur das. Denn wenn sie jetzt einfach nur die Kurierin spielte, bliebe sie ja nach wie vor ein kleines Rädchen im Getriebe der Großkotzigen. In Basel nutzt sie die Chance, einmal richtig die Krallen auszufahren und sich einen deutlich größeren Teil vom illegalen Kuchen zu erbitten. Dass sie dann auch noch mitbekommt, dass das dicke Geld nicht nur mit legalen aber teuren Muskelpräparaten gemacht wird, sondern sich ganz neue Marktteilnehmer mit höchst tödlichen Pillen auf dem Markt tummeln, gerät sie zwischen Baum und Borke, Ganoven und Polizei. Und gerät auch selbst in den Fokus der Ermittler. Der Bursche, der ihr durchaus gefährlich auf die Pelle rückt, ist diesmal ein Kommissar Schräg. Was schon eine höchst knisternde Konstellation wäre, denn damit wäre ihr neues höchst lukratives Reisen in die Welt des größeren Geldes alsbald beendet. Würde sie nicht gar noch entdecken, dass sich hinter den Kulissen nicht nur kleine geldsammelnde Ganoven tummeln, sondern auch noch zwei dubiose Unternehmen, die sich um den Pharma-Markt in Leipzig rangeln. Unternehmen, muss man sagen. Dürften Sachsens Ermittler etwas ehrlicher sein, würden sie öfter davon berichten, denn was sich in diesen Grauzonen tummelt, ist durchaus organisierte Kriminalität, die sich gern als "Wirtschaft" geriert. Dass da auch ein obskurer älterer Herr, dem Gisela schon in DDR-Zeiten begegnete, eine Rolle spielt, merkt sie ebenso schnell wie die durchaus clevere Rolle ihrer Mutter. Da dürfen auch Einblendungen zu Giselas Vorgeschichte nicht fehlen, die durchaus etwas zu tun hat mit der Flucht der Mutter, gefühllosen Pflegeeltern und einer frühzeitigen Anwerbung durch die Staatssicherheit, die auch in diesem Fall wieder keine Anwerbung, sondern die übliche Erpressung ist. Man droht ihr, das Kind wegzunehmen. Dass sie auch noch Erfahrungen mit dem Jugendwerkhof gemacht hat, erfährt man etwas später. Da erstaunt schon, dass sie sich dann trotz aller Tiefschläge nicht unterkriegen lässt, sondern die unverhofften Möglichkeiten, die sich ihr bieten, beherzt nutzt und auch dem eifrigen Kommissar immer ein Stückchen voraus ist. Am Ende geht es beinahe schief. Da hat sie sich mit ein paar Ganoven zu viel angelegt. Dafür lernt sie dann die verschlossene Welt des Dr. Wille auch mal von innen kennen - eine Welt, in der man gute Anwälte dafür bezahlt, damit niemand die verschworenen Kreise stört. Dabei weiß man nie so recht: Ist das nun ein Rachefeldzug für Giselas ermordete Freundin Susanne? Ist es eine Frau, die endlich die Chance sieht, das große Geld zu verdienen und dafür auch zu kämpfen bereit ist? Oder eher eine stimmige Parabel auf die Gegenwart, in der man nie auf einen goldenen Zweig kommt, wenn man sich an die Regeln hält? Gisela scheint sich entschieden zu haben. Noch ein kleiner Dreh mehr, und wir bekommen von Traude Engelmann Geschichten, wie sie Donna Leons Commissario Brunetti in Venedig erlebt. Nur dass es nicht die alten Familien sind, die im Leipziger Hintergrund die Strippen ziehen, sondern die neueren Seilschaften in ihren protzigen Villen im Wald. Ralf Julke, Leipziger Internetzeitung, 31.01.2012 >>> Hier geht's zur Leseprobe<<< Der fhl Verlag wünscht allen Bewerbern viel Glück und eine interessante, diskussionsreiche Leserunde!

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  • Rezension zu "Die Geldwäscherin" von Traude Engelmann

    Die Geldwäscherin

    ginnykatze

    23. February 2013 um 15:42

    Wer Anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein! Zum Inhalt: Die arbeitslose 55jährige Gisela Schikaneder ist völlig am Ende, nicht nur, dass sie völlig verschuldet ist, nein sie ist auch allein. Als sie dann zufällig in einer Gaststätte auf Enriko Wutzler trifft, scheint ihr Leben eine neue Wendung zu nehmen. Der gutaussehende Mann vergisst seine gefüllte Brieftasche an ihrem Tisch. Noch bevor Gisela abwägen kann, ob sie sie nimmt oder nicht, kommt er zurück und versprüht vor Begeisterung, dass sie das Geld nicht angerührt hat, Charme ohne Ende und bietet ihr sogar einen Job in seinem Vertrieb an. Gisela´s Leben scheint sich zum Guten zu wenden. Der Job gefällt ihr und es tun sich noch andere Geldquellen auf. Sie soll Geld über die Grenze nach Basel transportieren und dabei sind ihr 10 % Gewinn zugesagt. Durch ihre lange geldliche Durststrecke und auch, um den erwachsenen Kindern noch etwas bieten zu können, lässt sich Gisela auf den Kuhhandel ein. Nun ist Vorsicht oberstes Gebot. Ihre Nachbarin Susanne ist ihr eine liebe Freundin geworden, auch wenn sie ständig nervt, weil sie immer noch ihrem Exmann hinterher heult. Als Gisela nach ihrem ersten Einsatz nach Hause kommt, und mit Susanne noch was trinken will, lässt diese sie nicht rein. Hat Susanne Besuch, dafür spricht auch ein Handyklingeln, was im Hintergrund zu hören ist. Gisela lässt sich ihre gute Laune nicht verderben und will am nächsten Morgen dann mit Susanne sprechen, aber diese macht nicht auf. Am Abend dann findet Gisela die Leiche von Susanne und von nun an ist nichts mehr wie es war. Gisela versucht nun herauszufinden, wer der Mörder ist, denn feststeht, dass Susanne ermordet wurde. Die Gefahr, in die sie sich nun begibt, überschreitet aber nun wirklich ihre Kompetenz. Auf einmal sieht sich Gisela nämlich Medikamentenschmuggel gegenüber und dass diese Leute nicht pingelig sind, erfährt sie dann, als die nächste Leiche auftaucht. So mehr werde ich jetzt nicht verraten. Lest selbst. Fazit: Der Autorin Traude Engelmann ist hier ein feiner Krimi aus der Feder geflossen. Die Spannung, die zwar nicht am oberen Limit ist, hält das ganze Buch über. Der Schreibstil ist gut und lässt sich flüssig lesen. Die Charaktere beschreibt sie ausführlich und mit viel Liebe zum Detail. Auch wenn mir die Hauptprotagonistin Gisela Schikaneder das ganze Buch über unsympathisch bleibt. Ich mag ihre Art nicht, sie ist geldgierig und geht im wahrsten Sinne des Wortes zum Schluss über Leichen. Auch ihre Ermittlungen sind mir ein wenig zu weit hergeholt. Soviel Schneid kann man nicht haben und passt auch nicht zu ihr als Person. Wirklich interessant aber fand ich die Beschreibungen während ihrer Geldtransporte. Da hatte ich wirklich das Gefühl mit ihr leiden, lachen und mich freuen zu können, ich war mit dabei. Vor allem die Begegnung mit der Kosmetikerin und deren Enkel fand ich wirklich klasse. Es begegnen uns hier viele verschiedene Personen, die mir aber auch durchweg nicht wirklich im wahren Leben über den Weg laufen dürften. Sie sind kriminell und einfach nur schnell wieder zu vergessen. Alles in Allem ein ordentlicher Krimi, den ich gern weiterempfehlen werde. Hier kommen von mir 4 Sterne. Danke an den fhl-Verlag für die Bereitstellung des Buches für die Leserunde bei Lovelybooks.

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  • Rezension zu "Die Geldwäscherin" von Traude Engelmann

    Die Geldwäscherin

    Ani

    23. February 2013 um 15:26

    Gisela Schikaneders Konto ist mal wieder weit überzogen, die Rate des Sofortkredits schon lange fällig, sodass das ausstehende Arbeitslosengeld bereits vollkommen verplant ist und eigentlich nicht mal für alle laufenden Kosten reicht. Ein Job muss her, am liebsten sofort und äußerst gut bezahlt. Doch davon wagt Gisela kaum zu träumen, denn mit ihren 55 Jahren gestaltet sich die Arbeitssuche nicht gerade einfach. Als sie in einem Cafe Enriko Wutzler kennenlernt, scheint sich ihr Blatt zu wenden, denn der besorgt ihr einen Job in einem Pharmaunternehmen. Hochmotiviert tritt Gisela die neue Stelle an. Auch privat scheint Wutzler sich für sie zu interessieren. Doch schon bald stellt sich heraus, dass Wutzler ganz andere Pläne mit Gisela hat und so rutscht sie ganz nebenbei in illegale, aber äußerst einträgliche, Geschäfte hinein. Geldsorgen plagen Gisela nun nicht mehr. Doch als plötzlich ihre Nachbarin ermordet aufgefunden wird, und Gisela ins Visier der Ermittlungen gerät, erkennt sie, wie gefährlich das Spiel ist, auf das sie sich da eingelassen hat..... Dieser Krimi wird im Präsens, in der Ich-Perspektive, aus der Sicht der Hauptprotagonistin Gisela Schikaneder, erzählt. Man schlüpft also in ihre Haut und bekommt so einen ungeschminkten Einblick in ihre Gedanken und Gefühle. Da Gisela keine Person ist, die auf Anhieb sympathisch wirkt, und ihr Verhältnis zu Geld sich deutlich von dem der breiten Masse unterscheiden dürfte, fällt es nicht ganz leicht, sich mit der Hauptakteurin zu identifizieren. Der Einstieg in die Handlung verläuft deshalb auch etwas holprig. Der Schreibstil ist zunächst auch etwas gewöhnungsbedürftig, denn Gisela schildert die Ereignisse prägnant und nimmt dabei kein Blatt vor den Mund. Wenn man sich allerdings eingelesen hat, dann kann man sich der interessanten und kaum vorhersehbaren Geschichte kaum noch entziehen. Es kommt zwar keine Hochspannung auf, doch die Erzählung ist durchgehend interessant und kann durch unerwartete Wendungen punkten. Auch wenn Gisela einem beim Lesen nicht unbedingt ans Herz wächst, möchte man doch gerne erfahren, wie es weitergeht und wie sich die Rückblicke in ihre Vergangenheit in die aktuelle Handlung einfügen. Dieser Krimi unterscheidet sich von anderen Genre-Vertretern, denn man verfolgt hier keine polizeilichen Ermittlungen, sondern beobachtet, wie Gisela in die illegalen Geschäfte hineinrutscht, ihren Vorteil daraus zieht und bei ihren eigenen Nachforschungen sogar noch die Arbeit der Polizei erschwert und wichtige Informationen zurückhält. Insgesamt gesehen habe ich mich beim Lesen dennoch sehr gut unterhalten. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit konnte ich mich dem turbulenten Geschehen kaum noch entziehen und habe Giselas Handlungen fasziniert beobachtet. Ich konnte sie zwar meist nicht nachvollziehen, da ich sicher einiges anders gemacht hätte, doch der Krimi konnte mich durch unvorhersehbare Wendungen und eine durchgehend interessante Handlung überzeugen.

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  • Rezension zu "Die Geldwäscherin" von Traude Engelmann

    Die Geldwäscherin

    Blaustern

    21. February 2013 um 20:59

    Gisela Schikaneder ist 55 Jahre alt, zweifache Mutter, Single und lebt von Hartz IV. Ihr Konto ist ständig überzogen und ihre erwachsenen Kinder kommen auch nur zum Händeaufhalten. Dann lässt das Schicksal ihr Enrico Wutzler über den Weg laufen, einem gefälligen und attraktiven Mann, der noch dazu eine leitende Funktion in einem Pharmaunternehmen besetzt. Er bietet Gisela einen interessanten Job in diesem Unternehmen an, und sie greift mit beiden Händen sofort zu. Auch, als er ihr anbietet, hohe Geldbeträge in die Schweiz zu schmuggeln, sagt sie nicht nein, hat sie doch so endlich eine Möglichkeit, sich durch die hohen Verdienstmöglichkeiten, ein großes finanzielles Polster zu schaffen und nie wieder in Armut leben zu müssen. Doch sie verstrickt sich immer weiter in die kriminellen Machenschaften von Geldschmuggel, Medikamentenfälschung und Mord. Die Geschichte wird aus der Sicht von Gisela erzählt, und so lernen wir sie komplett kennen mit all ihren Gedanken und oft nicht nachvollziehbaren Handlungen, aber auch mit ihrer Unsicherheit und Angst, die ihr während den Geschäften im Nacken steckt. Ihre schwierige Vergangenheit wird häppchenweise freigelegt, sodass es nicht langwierig wirkt und das Bild vervollkommnet. Mit Gisela identifizieren konnte ich mich keineswegs, auch ist sie ziemlich unsympathisch, wie die weiteren Personen in ihrer Umgebung. Aber ihre Verhaltensweisen sind glaubwürdig und man kann verstehen, warum sie beim Geldschmuggel zugegriffen hat. Dieser etwas ganz andere Kriminalroman ist flüssig, rasant und in einem spitzfindigen Humor geschrieben mit verschiedenen Verbrechenssträngen, was durchweg für Spannung bis zum Ende sorgt.

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  • Rezension zu "Die Geldwäscherin" von Traude Engelmann

    Die Geldwäscherin

    PMelittaM

    18. February 2013 um 11:42

    Gisela Schikaneder, 5oplus, lebt von Hartz 4 und ist damit nicht sehr zufrieden, sie hat ständig Geldprobleme und würde sich gerne mehr leisten können, z. B. schöne Kleider, außerdem erwarten ihre (erwachsenen) Kinder Geldzuwendungen von ihr. So greift sie sofort zu, als ihr eine Zufallsbekanntschaft einen Job anbietet und als sie die Möglichkeit hat, sich an illegalen Geschäften zu beteiligen, sagt sie auch nicht nein. Als dann ein paar Leichen auftauchen, versucht sie die Todesfälle zu klären und plötzlich ist ihr Leben mehr als aufregend. Die Geschichte wird komplett aus Giselas Sicht erzählt, als Leser nimmt man direkt an ihren (ungeschönten) Gedanken teil. Ich brauchte ein paar Seiten, um mich einzulesen, danach gefiel mir dieser Schreibstil recht gut, vor allem liest es sich sehr amüsant. Giselas teilweise sehr abstruse Ideen werden sehr trocken erzählt, allerdings finde ich vor allem die Dialoge meist recht übertrieben dargestellt, normale Menschen reden so nicht (vor allem keine jungen, so dass ich es besonders bei Giselas Sohn Florian und dessen Freundin Theresa als besonders übertrieben empfand). Gisela ist leider kein Charakter, mit dem man sich identifizieren könnte – und sie ist auch nicht sehr sympathisch. Wirklich sympathische Charakter gibt es allerdings im ganzen Buch nicht. Das liegt eben an dem Milieu, in dem Gisela sich hier bewegt, alle sind recht egoistisch und denken nur an ihr eigenes Wohl – und viele sind regelrechte Verbrecher. Aber gerade das macht auch das Interessante am Buch aus, die Sichtweise einer Person zu folgen, die ganz anders handelt, als man selbst es täte. Warum Gisela sich auf die Geldgeschäfte einlässt, ist nachvollziehbar (jedenfalls aus Giselas Sicht), warum sie allerdings in den Mordfällen ermittelt – und dabei der Polizei wichtige Informationen vorenthält, wodurch sie sich mehr als einmal in Gefahr bringt, wird nicht wirklich deutlich.Was sie sich davon verspricht, konnte ich nicht nachvollziehen. Dadurch wirkt das Buch etwas konstruiert und weniger rund, als es sein könnte. Ist das Buch in der ersten Hälfte noch sehr spannend, hat es in der zweiten Hälfte deutliche Längen und erliert zunehmend das Amüsante. Ich hatte immer mehr das Gefühl, die Geschichte sollte langsam zum Ende kommen. Gegen Ende gab es dann allerdings noch die spannendste Sequenz, die gut als Showdown geeignet gewesen wäre, leider gab es aber auch dannach noch zu viel Text. Das Ende ist dann relativ offen, die Morde werden zwar geklärt, doch Giselas weitere Geschichte bleibt unklar. Ob hier eine Fortsetzung geplant ist? Insgesamt hat mich das Buch, zumindest über weite Strecken, wirklich gut unterhalten. Wahrscheinlich würde ich auch ein weiteres Buch über Gisela gerne lesen. Auf jeden Fall bin ich nun an anderen Werken von Traude Engelmann interessiert, von der ich bisher nur zwei Kurzgeschichten gelesen hatte, die mir auch gut gefielen, da auch dort derselbe Humor zu finden war. Wer einmal einen anderen Krimi lesen möchte, der sollte zumindest einen Blick wagen.

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  • Rezension zu "Die Geldwäscherin" von Traude Engelmann

    Die Geldwäscherin

    Stephanus

    16. February 2013 um 22:14

    Gisela, 55 Jahre alt und seit längerem arbeitslos trifft zufällig Enrico Wutzler, einen Pharmavertreter, der ihr einen Job in der Pharmafirma verschafft. Durch ihn gerät Gisela auf Umwegen in die Geldschmuggler- und Dopingmittel-Benutzer-Szene. Gisela wittert ihre Chance zu Geld zu kommen und lässt sich auf Geldschmuggelfahrten in die Schweiz ein. Als dann ihre Nachbarin ermordet wird und Gisela in Verdacht gerät muss sie selbst für die Aufdeckung der Mörder sorgen und verdächtigt zuerst Enrico, der dann jedoch ebenfalls ermordet wird. Letztlich laufen alle Fäden in der ganz anderen Richtung der Medikamentenfälscher zusammen und das Buch nimmt ein nicht erwartetes Ende. Gleich vorweg muss ich sagen, dass ich mit dem Buch so meine Schwierigkeiten hatte und immer noch, nachdem ich es vor einigen Tagen fertig gelesen haben, sehr zwiespältig bin. Hatte man erst mal die ersten Kapitel gelesen entwickelte sich die Handlung bis zum Ende des Buches spannend weiter. Es gibt eine Reihe von Wendungen und für mich war lange nicht vorhersehbar, wer die Drahtzieher und Mörder wirklich sind. Damit hätte es ein toller Krimi werden können, wenn da nicht die Schwächen wären. Ich empfand die ersten Kapitel des Buches verwirrend. Es kommen in kurzer Folge viele Figuren vor (und die Meisten nur kurz) und die Handlung empfand ich etwas unlogisch, insbesondere die Sache mit den K.O. Tropfen. Es dauerte schlichtweg einige Zeit bis ich als Leser im Buch angekommen war. Missglückt fand ich das Ende des Buches, das viel zu übertrieben ist und eigentlich viele Hauptstränge, wie z.B. den Geldschmuggel, einfach offen und die meisten Figuren einfach verschwinden lässt. Mit den Figuren des Buches hatte ich auch Probleme. Die Hauptfigur Gisela war für mich nicht sympathisch und ich konnte schlicht mit ihr nichts anfangen. Die Autorin lässt Gisela einerseits kühl und mutig sein und anderseits dann wieder völlig irrational und panisch. Viele weitere Figuren des Buches bleiben oberflächlich, obwohl viel Potenzial zum detaillierten Erzählen vorhanden wäre, wie z.B. bei Florian, Theresa, Friedhelm oder Wutzler. Sprache und Schreibstil der Autorin fand ich dagegen in Ordnung und leicht lesbar und auch die Grundidee mit der ungewöhnlichen Hauptperson, d.h. kein Ermittler sondern eine ganz normale Frau, als Mittelpunkt der Handlung ist nicht etwas interessantes. Das Krimi-Debüt der Autorin bietet eine spannende Handlung aber für mich leider auch einige Schwächen, so dass ich dem Buch nur eine durchschnittliche Bewertung gebe. Wer Interesse hat einen Krimi zu lesen, der in Leipzig spielt und eine neue Krimi-Autorin kennenlernen will, kann getrost das Buch kaufen. Vielleicht kommt er dann selbst zu einem anderen Ergebnis als ich.

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  • Rezension zu "Die Geldwäscherin" von Traude Engelmann

    Die Geldwäscherin

    irismaria

    16. February 2013 um 13:19

    Der von Traude Engelmann spielt in Leipzig und wird aus der Sicht der Hauptperson, Gisela Schikaneder, erzählt. Gisela ist 55, lebt allein, hat zwei erwachsene Kinder und jede Menge Geldsorgen, denn ihre Wünsche übertreffen ihre finanziellen Möglichkeiten bei weitem. Doch das Glück scheint es gut mit ihr zu meinen, denn in einem Café setzt sich Enriko Wutzler, ein sympathischer und offensichtlich erfolgreicher Mann, zu ihr und vergisst beim Gehen seine Geldbörse. Gisela gibt sie zurück und Enriko vermittelt Gisela einen Job bei einer Pharmafirma. Später eröffnet er ihr die Möglichkeit, als Geldkurierin Schwarzgeld in die Schweiz zu schaffen. Gisela lässt sich darauf ein, bleibt aber kritisch und als ihre Nachbarin ermordet wird, befürchtet sie, selbst in Gefahr zu geraten… Und auch in Giselas eigener Vergangenheit gibt es Geheimnisse, die nach und nach ans Tageslicht treten. „Die Geldwäscherin“ ist ein ungewöhnlicher Krimi, denn im Mittelpunkt steht nicht ein Ermittlerteam, sondern eine ganz normale Frau, die zufällig in die Welt von Geldwäsche und Medikamentenschmuggel hinein gerät und eigentlich doch nur ihr Stück vom Kuchen des Glücks abschneiden möchte. Richtig spannend fand ich die Geschichte nicht, aber interessant, da die Handlung überhaupt nicht vorherzusehen war. Allerdings bin ich mit der Hauptperson nicht richtig warm geworden und konnte ihre Handlungen oft nur schwer nachvollziehen.

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  • Rezension zu "Die Geldwäscherin" von Traude Engelmann

    Die Geldwäscherin

    sofie

    Ein etwas anderer Krimi Gisela Schikaneder ist Mitte 50, zweifache Mutter, Single und immer knapp bei Kasse. Doch ihr Leben beginnt sich radikal zu ändern, als sie den charmanten Enriko Wutzler kennenlernt. Dieser besorgt ihr nicht nur einen völlig legalen Job bei einer Pharmafirma, sondern eröffnet ihr auch den Zugang zu einer nicht ganz so legalen Welt. Bald verstrickt sich Gisela immer tiefer im Netz aus Geldschmuggel, Medikamentenfälschung und Mord… „Die Geldwäscherin“ ist wirklich kein gewöhnlicher Krimi. Die Geschichte wird aus der Perspektive von Gisela erzählt und das auf wirklich rasante Art und Weise. Der Leser ist direkt mittendrin in der Geschichte und erst nach und nach wird auch die Vergangenheit der Protagonistin freigelegt. So geht die Spannung nicht durch langwierige Rückblicke verloren, aber gleichzeitig erhält der Leser auch ein vollständiges Bild von Gisela. Diese ist nämlich keineswegs ein unbeschriebenes Blatt. Der Schreibstil von Traude Engelmann hat mir sehr gut gefallen. Auf eine etwas flapsige und lapidare Art lässt sie Gisela von ihren Erlebnissen berichten, trotzdem wird immer deutlich, dass sie auch große Angst hat und unsicher ist, wie sie aus der Situation wieder herauskommen soll. Mir hat gut gefallen, dass die Protagonistin es auch selbst nicht so genau mit dem Gesetz nimmt. Das ist mal etwas anderes als ein Kommissar, der selbst über allem erhaben ist. Ein weiterer Pluspunkt ist der Schauplatz des Krimis. Gerade wenn man die Stadt ein wenig kennt, fühlt man sich auf jeden Fall direkt nach Leipzig versetzt. So hat das Ganze auch ein wenig den Charme eines Regionalkrimis. Fazit: Ein wirklich spannender und rasanter Krimi mit einer außergewöhnlichen Protagonistin!

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  • Rezension zu "Die Geldwäscherin" von Traude Engelmann

    Die Geldwäscherin

    lesemaus

    10. February 2013 um 19:12

    Ich hatte große Erwartungen in das Buch gesetzt, wurde leider enttäuscht.
    Die Geschichte von Gisela Schikaneder war für mich interessant, dieses Buch zu lesen. Leider konnte das Buch mit seinem Schreibstil mich nicht fesseln.

  • Rezension zu "Die Geldwäscherin" von Traude Engelmann

    Die Geldwäscherin

    Andreas_M_Sturm

    10. February 2013 um 16:33

    Gisela Schikaneder ist arbeitslos und arm wie eine Kirchenmaus. Ihr Los ändert sich erst, als sie Enriko Wutzler kennenlernt. Durch ihn bekommt sie einen Job bei einem Pharmaunternehmen und kann ihre Kasse durch den Schmuggel von hohen Geldbeträgen in die Schweiz füllen. Schon bald steckt sie mittendrin in kriminellen Verstrickungen. Das Risiko, beim Grenzübertritt von einem aufmerksamen Zöllner aus dem Verkehr gezogen zu werden, ist hoch und der erste Mord lässt nicht auf sich warten. Um ihre Unschuld zu beweisen und um ihrer toten Freundin Gerechtigkeit wiederfahren zu lassen, wird Gisela zur Detektivin. In kurzen Rückblenden blickt Gisela Schikaneder auf ihr problematisches Leben zurück und muss bei ihren Untersuchungen feststellen, dass sich eigentlich gar nichts geändert hat. Dieselben Leute, die schon zu DDR-Zeiten im Hintergrund an den Fäden zogen, haben sich sehr gut in die neuen Seilschaften unserer Gesellschaft integriert. Die in der Ich-Form geschriebene Geschichte ist von Beginn an spannend und lässt sich flüssig lesen. Die Story ist vielschichtig und strotzt vor subtilem Humor. Im Verlauf der Handlung bezieht die Autorin Stellung und spart auch nicht mit klaren Worten: Arbeitslos zu sein, bedeutet nicht nur kein Geld zu haben, es bedeutet gleichfalls den Verlust der Ehre. Und Gisela bleibt nur ein Weg, um diesem Strudel zu entkommen: Es unserer gesellschaftlichen Elite gleichzutun und die Regeln für sich zurechtzubiegen. Ein durch seine Protagonistin ungewöhnlicher und sehr guter Krimi, den ich mit gutem Gewissen weiter empfehlen werde.

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  • Rezension zu "Die Geldwäscherin" von Traude Engelmann

    Die Geldwäscherin

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    07. February 2013 um 16:02

    Eine rosige Zukunft wartet in dieser Lebensphase nicht auf sie, darüber ist sich Gisela Schikaneder im Klaren. Mit ihren 55 Jahren, arbeitslos, mit überzogenem Konto und zwei erwachsenen Kindern, die eigentlich nur aufkreuzen, wenn sie klamm sind oder Probleme haben, fehlen natürlich auch die Voraussetzungen für ein sorgloses Wohlleben, wie sich unschwer erkennen läßt. Aber das Schicksal scheint ihr eine Chance zu geben, indem es ein Treffen mit Enrico Wutzler arrangiert. Dieser Mann ist nicht nur charmant und attraktiv, sondern auch in leitender Funktion bei der Firma International Pharmacy Association Domain Germany tätig und bietet Gisela einen gut dotierten, interessanten Job an. Wie sich allerdings nach kurzer Zeit herausstellt, wird der Schwerpunkt von Giselas Einsatz in regelmäßigen Kurzreisen in die benachbarte Schweiz bestehen und im Gepäck werden sich erkleckliche Summen Geld befinden, die auf Nummernkonten daselbst deponiert werden sollen. Giselas anfängliche Zurückhaltung und gutbürgerliche Scheu vor dem Gesetz, das solche Straftaten bei Aufdeckung ahnden läßt, weicht bei genauerer Überlegung der Idee, aus dieser Sache etwas Größeres zu machen, eine Verdienstmöglichkeit zu entwickeln, die sie finanziell ohne Umschweife auf die Gewinnerseite katapultieren würde. Die ersten Erfolge scheinen ihr Recht zu geben, doch als ihre Nachbarin Susanne tot aufgefunden wird, erkennt auch Gisela das gefährliche Terrain, auf dem sie sich bewegt. Als längst vergessen geglaubte Ereignisse und Personen aus ihrer Vergangenheit wieder in die Gegenwart hineinspielen und sie sogar in den Brennpunkt polizeilicher Ermittlungen gerät, greift der Sog des Verbrechens nach ihr und läßt sie zu Recht um ihr Leben fürchten. Traude Engelmann hat uns hier einen flüssig geschriebenen, rasanten Kriminalroman aus den korrupten Kreisen der Pharma-Mafia serviert. Geschickt miteinander verbundene und aufeinander abgestimmte Verbrechensstränge halten den Spannungsbogen für den Leser über den gesamten Roman hinweg auf gutem Niveau. Man erhält einen anschaulichen Einblick in die brutalen Machenschaften der Täterkreise, die in ihrer rücksichtslosen Geldgier auch davor nicht zurückschrecken, den Tod ihrer Opfer auf ihr Gewissen zu laden. Die Protagonisten sind gut gewählt und detailliert beschrieben, sodaß der Leser keine Probleme hat, sich ihre Charaktere zu erschließen, im Besonderen die Titelheldin ist wunderbar gelungen, ist in allen Facetten glaubwürdig und ihre Verhaltenweisen spiegeln einen tollen Mix zwischen Menschlichkeit und abgebrühter Coolness. Vielleicht sind die Sprünge zurück in die Vergangenheit und die von dort agierenden Personen zu Beginn etwas schwierig zu bewältigen, was man dann mit fortlaufender Lektüre jedoch gut einbauen kann. Das Porträt dieser Frau - sehe man sie nun negativ oder stehe man ihr positiv gegenüber - ist auf jeden Fall ausgesprochen interessant und macht den Roman lesenswert.

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