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fhl_verlag_leipzig

vor 5 Jahren

Welche Frau braucht eine weiße Weste, wenn sie Geld waschen kann?

Wenn ihr Lust habt auf einen Krimi, deren Protagonistin sich nicht mehr ausnutzen lässt, sondern selbst die Zügel in die Hand nimmt, bewerbt euch für ›Die Geldwäscherin‹, dem Krimi-Debüt von Traude Engelmann.

Wir vergeben 10 Leseexemplare bis zum 24.01.2013.

Was genau erwartet euch in ›Die Geldwäscherin‹ ?
Gisela Schikaneder ist 55, hoch verschuldet und arbeitslos. Als sie den charismatischen Enriko Wutzler kennenlernt, scheint sich ihr Los zu wenden: In dem Pharmaunternehmen, für das er tätig ist, verschafft er ihr einen Job. Leider aber stellt sich sein Entgegenkommen als Versuch heraus, Gisela unwissentlich für seine Zwecke zu missbrauchen, ein einträgliches Geschäft der Geldwäsche.
Aus dieser Entdeckung zieht sie jedoch geschickt ihren Nutzen und steigt in das Geschäft ein. Der Weg zum Wohlstand scheint offen vor ihr zu liegen.
Erst als sie ihre Freundin und Nachbarin ermordet auffindet, erkennt sie das Ausmaß der Gefahr, in die sie sich begeben hat. Zudem gerät sie als Hauptverdächtige ins Blickfeld der Polizei und somit in gewaltigen Zugzwang, den Mord aufzuklären.
Dabei zieht es sie immer tiefer in einen Sumpf von illegalen Geldgeschäften und Medikamentenschmuggel, und auch mit der düsteren Seite ihrer eigenen Vergangenheit sieht sie sich plötzlich konfrontiert ...

Wer ist Traude Engelmann?
Leipzigerin von Geburt und aus Zuneigung. Nachkriegskindheit in der Ostvorstadt. Studium der Pädagogik und Journalistik. Redakteurin der Leipziger Volkszeitung und mehrerer im Leipziger Fachbuchverlag beheimateter Fachzeitschriften, darunter des Börsenblattes für den Deutschen Buchhandel. Freischaffend seit 1993 – sowohl als Mitarbeiterin eines Sachverständigenbüros als auch journalistisch und literarisch schreibend.

Presse:

Die Geldwäscherin: Ein Krimi mit einer Heldin, die sich nicht mehr klein kriegen lassen will
Wer jetzt vielleicht glaubte, das Regalfach für Leipzig-Krimis würde irgendwann ausreichen, hat sich getäuscht. Es geht eigentlich erst richtig los. Nun greift auch eine Autorin ins Geschehen ein, die den Leipziger Krimi mit einer neuen Perspektive bereichert: der einer jungen Dame, die sehr wohl begriffen hat, wie die Absahner der Nation ihre Reichtümer sammeln.
Gisela Schikaneder heißt sie, ist stolze 55, also im besten Alter. Kluge Arbeitgeber werden sich nach derlei erfahrenem Personal in den nächsten Jahren sehnen. Wenn sie begriffen haben, dass man mit unbezahlten Praktikanten kein nachhaltiges Geschäft aufbauen kann. Aber in den letzten Jahren war es ja so, da standen diese taffen Frauen, die schon manchem Chef den Hintern gerettet haben, reihenweise vor den Schaufenstern in der Petersstraße und konnten nur davon träumen, sich die schönen Kleider darin zu kaufen. Für einen Kaffee reicht es vielleicht noch im Freisitz auf dem Naschmarkt.
Man merkt: Auch Traude Engelmann, freie Journalistin und Autorin aus Leipzig, hat an diesem Buch eine Weile gearbeitet. Im dramatischen Verlauf der Handlung kommt auch ein berühmter Hagelschlag vor, der 2006 etliche Leipziger Automobile in Wellblechkarossen verwandelte. Als in diesem Buch der große Hagel kommt, steckt Gisela mittendrin in einer durchaus brisanten Phase ihrer Karriere, an der sie selbst nicht ganz unschuldig ist. Und der Kaffee auf dem Naschmarkt ist nur der Anfang dieser Karriere, bei der sie nicht nur einen Job bei einem recht eigenartigen Pharmaversand bekommt, sondern auch mit Leuten ins Gehege und ins Geschäft kommt, die die Möglichkeiten des deutschen Geschäftslebens weidlich nutzen, um auf keineswegs legale Art zu Geld zu kommen - und dieses Geld dann auch noch heimlich Richtung Schweiz kurieren lassen.
Von Gisela natürlich, die einspringt, als Not in der Schwarzwelt-Gemeinschaft ist. Man befindet sich auf der Zeitachse also auch noch deutlich vor den gekauften CDs mit den Namen deutscher Steuerbetrüger. Und für Gisela, die eben noch zu tun hatte, die Sache mit ihrem überzogenen Dispo-Kredit zu deichseln und die Geldwünsche ihrer Kinder zu bändigen, legt kurzerhand den Schalter um und entscheidet sich für das Risiko. Und nicht nur das. Denn wenn sie jetzt einfach nur die Kurierin spielte, bliebe sie ja nach wie vor ein kleines Rädchen im Getriebe der Großkotzigen. In Basel nutzt sie die Chance, einmal richtig die Krallen auszufahren und sich einen deutlich größeren Teil vom illegalen Kuchen zu erbitten.
Dass sie dann auch noch mitbekommt, dass das dicke Geld nicht nur mit legalen aber teuren Muskelpräparaten gemacht wird, sondern sich ganz neue Marktteilnehmer mit höchst tödlichen Pillen auf dem Markt tummeln, gerät sie zwischen Baum und Borke, Ganoven und Polizei. Und gerät auch selbst in den Fokus der Ermittler. Der Bursche, der ihr durchaus gefährlich auf die Pelle rückt, ist diesmal ein Kommissar Schräg.
Was schon eine höchst knisternde Konstellation wäre, denn damit wäre ihr neues höchst lukratives Reisen in die Welt des größeren Geldes alsbald beendet. Würde sie nicht gar noch entdecken, dass sich hinter den Kulissen nicht nur kleine geldsammelnde Ganoven tummeln, sondern auch noch zwei dubiose Unternehmen, die sich um den Pharma-Markt in Leipzig rangeln. Unternehmen, muss man sagen. Dürften Sachsens Ermittler etwas ehrlicher sein, würden sie öfter davon berichten, denn was sich in diesen Grauzonen tummelt, ist durchaus organisierte Kriminalität, die sich gern als "Wirtschaft" geriert. Dass da auch ein obskurer älterer Herr, dem Gisela schon in DDR-Zeiten begegnete, eine Rolle spielt, merkt sie ebenso schnell wie die durchaus clevere Rolle ihrer Mutter. Da dürfen auch Einblendungen zu Giselas Vorgeschichte nicht fehlen, die durchaus etwas zu tun hat mit der Flucht der Mutter, gefühllosen Pflegeeltern und einer frühzeitigen Anwerbung durch die Staatssicherheit, die auch in diesem Fall wieder keine Anwerbung, sondern die übliche Erpressung ist. Man droht ihr, das Kind wegzunehmen. Dass sie auch noch Erfahrungen mit dem Jugendwerkhof gemacht hat, erfährt man etwas später.
Da erstaunt schon, dass sie sich dann trotz aller Tiefschläge nicht unterkriegen lässt, sondern die unverhofften Möglichkeiten, die sich ihr bieten, beherzt nutzt und auch dem eifrigen Kommissar immer ein Stückchen voraus ist. Am Ende geht es beinahe schief. Da hat sie sich mit ein paar Ganoven zu viel angelegt. Dafür lernt sie dann die verschlossene Welt des Dr. Wille auch mal von innen kennen - eine Welt, in der man gute Anwälte dafür bezahlt, damit niemand die verschworenen Kreise stört.
Dabei weiß man nie so recht: Ist das nun ein Rachefeldzug für Giselas ermordete Freundin Susanne? Ist es eine Frau, die endlich die Chance sieht, das große Geld zu verdienen und dafür auch zu kämpfen bereit ist? Oder eher eine stimmige Parabel auf die Gegenwart, in der man nie auf einen goldenen Zweig kommt, wenn man sich an die Regeln hält? Gisela scheint sich entschieden zu haben. Noch ein kleiner Dreh mehr, und wir bekommen von Traude Engelmann Geschichten, wie sie Donna Leons Commissario Brunetti in Venedig erlebt. Nur dass es nicht die alten Familien sind, die im Leipziger Hintergrund die Strippen ziehen, sondern die neueren Seilschaften in ihren protzigen Villen im Wald.
Ralf Julke, Leipziger Internetzeitung, 31.01.2012


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Der fhl Verlag wünscht allen Bewerbern viel Glück und eine interessante, diskussionsreiche Leserunde!

Autor: Traude Engelmann
Buch: Die Geldwäscherin

ChattysBuecherblog

vor 5 Jahren

Bewerbung

Ich bewerbe mich hiermit für ein Leseexemplar. Die Teilnahme an der Leserunde mit anschließender Rezi und Verbreitung dieser auf mind. 5 bekannten Plattformen kann ich zusagen.

ginnykatze

vor 5 Jahren

Bewerbung

Oh oh, ich komme auch hier wieder nicht dran vorbei. Ach was solls, lesen ist halt ein absolutes Suchtmittel.

Auch dieser Krimi hört sich voll nach meinem Lesegeschmack an und ich bewerbe mich jetzt einfach.

Die Protagonistin hat genau mein Alter, drum ist es mal spannend zu erfahren, ob ich evtl. in ihrer Situation so oder ganz anders reagiert hätte. Interessant ist es allemal.

Ich hüpfe jetzt mal in den Lostopf und lasse mich von meiner Glücksfee einfach mal überraschen.

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ginnykatze

vor 5 Jahren

Kaptiel 19-27
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PMelittaM schreibt:
...Gisela fährt mittlerweile ziemlich oft in die Schweiz. Eigentlich kann sie doch nicht immer Glück haben, oder? .

Empfinde ich auch so, ein wenig zuviel Glück.

ginnykatze

vor 5 Jahren

Kapitel 28-35
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So nun habe ich ausgelesen.

Das Ende ist mir doch ein wenig zu dick aufgetragen. Aus der harmlosen Gisela wird dann noch eine Mörderin, ach nö, das stinkt zum Himmel und gefällt mir gar nicht. Geldwäscherin, Mordermittlerin und jetzt so ein Ende...egal...

Immerhin erfahren wir zum Schluss alles. Florian gerät auch noch in die Fänge von Gigi und bezieht ordentlich Prügel. Gisela löst den Fall eigentlich fast allein, was ich jetzt auch völlig an den Haaren herbeigezogen finde.

Sicher ist sie überrascht, als sie plötzlich den Kürzeren zieht und sich im Keller eingesperrt wiederfindet. Aber ich finde schon, dass ein wenig Strafe auch ihr guttut. Und ich gehe doch mal davon aus, dass das Feuer aufgrund ihrer Nachlässigkeit mit der Kerze entstanden ist, also hätte sie sich selbst ausgelöscht. Friedhelm liegt auch im Keller, ist er nun selbst dort hingelangt oder wurde er da auch hinbeordert, wer weiß, das erfahren wir dann tatsächlich nicht.

Gisela´s Geldgier wird dann noch von neuen Aufträgen gekrönt. Auch hier wäre ein wenig weniger mehr gewesen.

Mit hat das Buch trotz allem doch ganz gut gefallen, aber für mich ist Gisela hier ein wenig zu viel in allen Bereichen unterwegs.

Vielen Dank an den fhl-Verlag, dass ich das Buch in dieser Leserundel esen durfte.

Werde jetzt mal meine Rezi schreiben.

Ani

vor 5 Jahren

Fazit & Rezension

Auch ich habe meine Rezi nun eingestellt und bedanke mich dafür, dass ich mitlesen durfte.

http://www.lovelybooks.de/autor/Traude-Engelmann/Die-Geldw%C3%A4scherin-848100294-w/rezension-1023258219/

ginnykatze

vor 5 Jahren

Fazit & Rezension

So hier nun meine Rezension. Vielen Dank, dass hier mitlesen durfte.

http://www.lovelybooks.de/autor/Traude-Engelmann/Die-Geldw%C3%A4scherin-848100294-w/rezension-1023262434/

und bei Amazon:

http://www.amazon.de/review/R2XFNSWC7RPL8H/

und bei Buchgesichter:

http://www.buchgesichter.de/buecher/7699640-die_geldwaescherin/reviews/45143

Literatur

vor 5 Jahren

Kaptiel 19-27
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Am Anfang dieses Abschnittes habe ich mir etwas schwer getan da ich Giselas Vorgehen nicht wirklich nachvollziehen konnte: sie setzt auf Risiko und bisher geht dieser Plan bis auf eine große Portion Nervenkitzel auf. Die einzelnen Puzzleteilchen haben mich zusätzlich irritiert: Morde, Geldwäsche, Pharmahandel - Gisela verstrickt sich innerhalb kürzester Zeit in massive illegale Machenschaften. Nun, am Ende des Abschnitts, bin ich "mitten im Geschehen" und bin ganz gefesselt, da ich den Eindruck habe, dass sich mit jeder Seite die Puzzleteile annähern - also schnell weiterlesen :-) .

Literatur

vor 5 Jahren

Kapitel 28-35
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Den letzten Abschnitt fand ich zu rasant, unglaubwürdig und verworren. Die Fäden der verschiedensten illegalen Aktivitäten laufen auf bizarre Weise zusammen, führen die Polizei und die Justiz vor und gipfeln schließlich in Selbstjustiz. Ich muss gestehen, dass mich der Roman insgesamt zwar gut unterhalten, aber auch teilweise irritiert hat.

Literatur

vor 5 Jahren

Fazit & Rezension
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Herzlichen Dank, dass ich mitlesen durfte. Hier meine Rezension:

Gisela Schikaneders Leben wirkt festgefahren: ohne Job, ohne Geld, ohne Mann. Alles ändert sich, als sie die Bekanntschaft mit einem charismatischen Mann macht, der ihr privat und beruflich neue Chancen eröffnet. Plötzlich gerät sie nicht nur an die Grenze zwischen Legalität und Verbrechen, sondern auch in den Fokus eines Mörders.

Die Ich-Persektive aus Sicht der Protagonistin irritierte mich einerseits aufgrund ihrer Lebenseinstellung, ihrem Umgang mit ihren Mitmenschen und ihrem Selbstverständnis, andererseits ließ ich mich gerne auf diese andere Sichtweise ein, die mir, meinem Denken und Fühlen widerstrebt. Das Präsens ist eine interessante Art, Spannung zu erzeugen. Sehr gut gefielen mir viele Vergleiche, die Sprache ist gut gewählt, pointiert und mit interessanten Aspekten gewürzt. Die Handlung selbst fand ich teilweise zu rasant, unglaubwürdig und verworren.

Ich muss gestehen, dass mich der Roman insgesamt zwar gut unterhalten, aber auch teilweise irritiert hat. Er ist jedoch für jeden Krimileser interessant, der nicht nur schablonenhafte Krimis, sondern mal etwas Außergewöhnliches lesen möchte.

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