Traude Veran

 4.7 Sterne bei 7 Bewertungen
Autor von Primzahlverse, Gras gesät auf den Asphalt und weiteren Büchern.
Traude Veran

Lebenslauf von Traude Veran

Traude Veran (Dr. Gertraud Schleichert), geb. 1934 in Wien, gelernte Sozialarbeiterin, Psychologin, Erwachsenenbildnerin und Animateurin, arbeitete in Süddeutschland und Österreich vor allem an der Integration behinderter und / oder benachteiligter Kinder. Hat neben etwa 20 literarischen Bänden eine Anzahl von Fachbüchern geschrieben bzw. übersetzt. Journalistische und Lektorentätigkeit, Kunstfotografie, Collagen, Lesungen und Performances. Lebt jetzt in Wien und beteiligt sich an lokalhistorischen Projekten. Letzte Lyrikprojekte: japanische Formen (Haiku und Haiga).

Alle Bücher von Traude Veran

Traude VeranPrimzahlverse
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Primzahlverse
Primzahlverse
 (2)
Erschienen am 25.09.2012
Traude VeranGras gesät auf den Asphalt
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Gras gesät auf den Asphalt
Gras gesät auf den Asphalt
 (2)
Erschienen am 01.10.2004
Traude VeranDas steinerne Archiv
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Das steinerne Archiv
Das steinerne Archiv
 (1)
Erschienen am 01.02.2006
Traude VeranRegeninsel Winter in Madeira
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Regeninsel Winter in Madeira
Regeninsel Winter in Madeira
 (1)
Erschienen am 01.01.2000
Traude VeranErfolg auf Schienen. 100 Jahre Werkstätte für Eisenbahnfahrzeuge Wien-Inzersdorf
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Erfolg auf Schienen. 100 Jahre Werkstätte für Eisenbahnfahrzeuge Wien-Inzersdorf

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Neue Rezensionen zu Traude Veran

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Rezension zu "Gras gesät auf den Asphalt" von Traude Veran

Therapie des Alltags
hegevor 5 Jahren

"ich rede in der zunge der sprachlosen" beginnt Traude Veran ihr Buch und erzählt darin aus ihrem Berufsleben, aus Theorie & Praxis, von Kolleginnen & Kollegen, tritt mit uns in den Dialog ums Erziehen und Lehren, über sich selbst und ihre Hoffnungen in ihrem damals ausgeübten Beruf. Das wirft die Frage auf  "Wer oder was ist sie?". Eine Sprachpsychologin, die ihr lyrisches Ich sprechen lässt. Sie ruft auf, ab, rät und empfiehlt.

"rücksichtslos bin ich geworden
und vorsichtslos
fürchtet mich
und vertraut mir"

Fragen an die Wirklichkeit stellt sie, bemüht, diese logisch-mathematisch abzubilden. Der Wunsch nach Berechenbarkeit, nach Vermeidbarkeit von Fehlern mündet in der Erkenntnis, dass nicht einmal die Unendlichkeit (+1) perfekt ist. 

"und dann kommt noch eins
real und finit
ein windstoss
oder ein Kuss
und sagt
ich bin mehr
bin das leben
du musst mit mir rechnen"

Der Startherapeut wird auf's Korn genommen.
"auf deinen nächsten gehst du ernsthaft ein
dann muss halt der übernächste dran glauben"

Sie will helfen. "verdammt!" Was wollen die Eltern, die Mütter? Ein Rezept? Sie brauchen keine Handkanten, fährt Traude Veran fort,

"blutig
schlägt ihr schrei in den höfen
kinderlachen
hängt welk herab"

Fragen bleiben. Jemand hat sich den "tod genommen", nicht das Leben, denn das hatte man ihm nicht gegeben. Chancen in einem anderen Licht. Wir gehen in uns und fangen an, selbst den Kalender aus der Behindertenwerkstatt anders zu betrachten. Worte bedeutenTraude Veran sehr viel, deshalb haben sie bei ihr Gewicht. Sie zwingen uns massiv, Alltägliches zu überdenken.

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Rezension zu "Primzahlverse" von Traude Veran

Numerische Lyrik
hegevor 5 Jahren

"Primzahlverse". Beim Lesen des Titels musste ich schmunzeln, denn ich zog sofort eine Parallele zum Versmaß und manche fragen sich bestimmt in diesem Zusammenhang: "Eh, gibt's da was Neues?" Es macht neugierig. Um das Rätsel zu lüften, studiert man das Cover genauer und starrt auf den Pfad durch den Schnee. Wieder ein Lächeln: Spuren dalassen. Der Klappentext schafft Klarheit: Haiku und Tanka. 5-7-5 und 5-7-5-7-7. Und mit dem Wandern im Winter geht es auch sofort los.

die wege gestreut / alte damen spazieren / im türkenschanzpark

Der Streusand zeigt mit nacktem Finger auf die Eisigkeit der Wege. Und genau dort lässt Traude Veran Damen ihrer Generation promenieren, als sei es ein Triumph in der Sicherheit der Erinnerungen, in bewältigter Geschichte zu wandeln. Ihre Liebe zu Wien und den historischen Gebäuden der Stadt drückt aus den Zeilen in die Welt. Diese Frau hinterlässt tatsächlich Spuren im Herzen des Lesers und Dichterkollegen. Wir rücken näher an sie heran und möchten mehr über Wien lesen.
Traude Veran schreibt schon lange. Aber wie jede/r DichterIn verfiel auch sie der Kürze der Texte des japanischen Genres. Als Sprachpsychologin wählt sie ihre Worte sehr bedacht. Die Herausforderung besteht darin, sich diszipliniert kurz und an die Regeln zu halten und obendrein dem Klangbild unserer Muttersprache gerecht zu werden. Regeln – wieder eine Sicherheitsleine. Ein Geländer im Text entdeckt.

sieben uhr morgens / erster sonnenstrahl im schnee / auf dem geländer

Das Geländer taut auf. Man kann zufassen. Nur wenige deutsche Haikudichter meistern die Kunst des 5-7-5, ohne uns mit Füllwörtern zu langweilen. Eine Herausforderung also – nicht nur für den Leser. Fassen auch Sie Mut, trauen Sie sich ran! Traude Veran verblüfft und schickt uns auf Entdeckungsreise; heiter & nachdenklich.

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