Traudl Bünger

 4.2 Sterne bei 6 Bewertungen
Autorin von Lieblingskinder, The Queen of Crime – Agatha Christie und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Traudl Bünger

Traudl Bünger ist Programmredakteurin der lit.COLOGNE und arbeitet als Literaturkritikerin und Autorin. Mit »Lieblingskinder« erschien 2012 ihr literarisches Debüt. Als Heilmittel gegen Schreibkrisen aller Art dient ihr die Lektüre von Loriot.

Alle Bücher von Traudl Bünger

Lieblingskinder

Lieblingskinder

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Erschienen am 12.03.2012
Lieblingskinder: Roman

Lieblingskinder: Roman

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Erschienen am 12.03.2012
Narrative Computerspiele

Narrative Computerspiele

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Erschienen am 01.12.2004
The Queen of Crime – Agatha Christie

The Queen of Crime – Agatha Christie

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Erschienen am 21.11.2016
Lieblingskinder

Lieblingskinder

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Erschienen am 19.03.2012
Lieblingskinder

Lieblingskinder

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Erschienen am 19.03.2012

Neue Rezensionen zu Traudl Bünger

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Rezension zu "The Queen of Crime – Agatha Christie" von Traudl Bünger

Zwei Krimilegenden ermitteln gemeinsam…
Buechergartenvor 8 Monaten

INHALT:

Hannelore Hoger & Jürgen Tarrach als Miss Marple & Hercule Poirot – unwiderstehlich!

Miss Marple und Hercule Poirot ist kein Fall zu verzwickt, kein Abgrund der menschlichen Natur zu tief. Und dennoch gibt es ein ungeklärtes Geheimnis für die beiden Meisterdetektive: Was geschah an jenem Tag im Jahr 1926, an dem Agatha Christie unter rätselhaften Umständen verschwand? Warum hat sie nie mehr über diese Zeit gesprochen und sich auch in ihrer Autobiografie darüber ausgeschwiegen?

Hannelore Hoger und Jürgen Tarrach nehmen in einem fiktiven Dialog zwischen den beiden weltbekannten Detektiv-Figuren das Leben von Agatha Christie ganz genau unter die Lupe...

 

EIGENE MEINUNG:

Zu Beginn ganz kurz zur Gestaltung des Hörbuches: Das Cover zeigt die beiden Sprecher Hannelore Hoger und Jürgen Tarrach – wohl im Bühnenoutfit! Denn dieses Hörbuch ist in seiner Grundlage kein klassisches Hörspiel, sondern ein Mitschnitt eines Bühnenstückes. Dabei erlebt man einen wundervoll unterhaltsamen Dialog zwischen den beiden großen Detektiven Miss Marple und Hercule Poirot! Gemeinsam geht das ungleiche Ermittlerpaar dem 11tägigen Verschwinden von Agatha Christie im Jahr 1926 auf die Spur. Was in den Krimis also nie passierte wird hier Realität: Gemeinsam sammeln die beiden bei einem netten Plausch Fakten, indem sie Begebenheiten und Ereignisse aus dem Leben ihrer Schöpferin Revue passieren lassen.

 

Die Hülle enthält eine CD mit einer Laufzeit von ca. 1 Stunde und 21 Minuten. Außerdem sind die einzelnen Kapitel namentlich aufgeführt, es gibt eine kleine Vorstellung der Sprecher und von Traudl Bünger. Von ihr sind außerdem einige einleitende, amüsante und persönliche Worte abgedruckt!

 

Für Agatha Christie war es ein ehernes Gesetz, ihre beiden Lieblings-Ermittler niemals gemeinsam auf den Plan treten zu lassen, doch ich bin Traudl Bünger wirklich dankbar, dass sie dieses gebrochen hat! Es war für mich ein wahres Hörvergnügen und dies aus ganz verschiedenen Gründen:

1.    Die beiden Sprecher konnten mich vollauf von sich überzeugen! Ich konnte die schrullige Miss Marple inmitten ihrer Tratschgeschichten und Vergleiche zu Einwohnern von St. Mary Mead direkt vor mir sehen. Dazu der höchst strukturierte Hercule Poirot mit seinem tollen französischen Akzent! Zusammen hat das für mich eine wirklich traumhafte Mischung zweier starker Persönlichkeiten, mit so einigen lustigen Sticheleien, ergeben und an so viele gelesene Fälle zurück erinnert!

2.    Obwohl es sich um einen Live-Mitschnitt handelt war die Tonqualität für mich einwandfrei! Auch der Ablauf der Geschehnisse, der keinesfalls kühl und strukturiert, vorgetragen wird, war perfekt nachzuvollziehen! Die Zuschauer nimmt man nur an einigen wenigen Stellen wahr und hier stören sie überhaupt nicht!

3.    Die Grundgeschichte um die es sich hier handelt ist wirklich geschehen und hat mich im Anschluss an das Hörbuch in einen wahren Nachforschungsrausch geworfen! Ich musste alles über diese eine Nacht erfahren, über Agatha Christies Mann, ihre Tochter, die Nachfahren, sie selbst uvm. Auch Bilder aus dieser Zeit waren für mich auf einmal wahnsinnig interessant – ich wollte sehen wie es wirklich war und konnte dabei erkennen wie gut das Hörspiel das Geschehen abbilden konnte! So streift man gemeinsam mit dem Ermittlerduo durch das Leben von Agatha Christie und kommt so ihrem größten Geheimnis immer näher. Dabei ist dieser Streifzug humorvoll und doch mit vielen Fakten gespickt!

4.    Traudl Bünger hat hier wirklich ein tolles „Drehbuch“ geschrieben! Die beiden Detektive sind, jeder für sich, so charakteristisch in ihren Ermittlungsweisen, dass ihr Zusammentreffen einfach wahnsinnig witzig, spannend und natürlich doch erfolgreich ist! Gerade wenn Hercule Poirot sich über Miss Marples Art echauffiert und diese ruhig lächelnd darüber hinweg geht war ich vollauf begeistert! Oder wenn beide über ihr Entstehen philosophieren – wunderbar! Und trotz allem nimmt man den Fall an sich als spannend und wichtig wahr, man leidet mit Agatha Christie nur um sie kurz darauf aus einer ganz anderen Warte zu sehen. Das Hörspiel hat mich wirklich nachdenklich werden lassen…

 

Zum Schluss möchte ich allerdings noch anmerken, dass es anscheinend ein weiteres Hörbuch mit dem gleichen Inhalt gibt. Dieses wurde wohl 2009 anlässlich der lit.COLOGNE als Live-Mitschnitt aufgenommen. Dabei wurde Miss Marple allerdings von Monica Bleibtreu gesprochen.

 

FAZIT:

Für mich ein Muss für alle Hercule Poirot und Miss Marple-Fans! Ein toller Dialog über das tatsächliche Verschwinden von Agatha Christie – eine perfekte Ermittlungsarbeit, stimmlich wunderbar, humorvoll, spannend, nachdenklich machend, informativ! Ich kann es nur empfehlen!

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S

Rezension zu "Lieblingskinder" von Traudl Bünger

Tolle Unterhaltung
SueTownvor 3 Jahren

Das Cover sieht so unscheinbar aus und die ersten 50 Seiten sind es auch. Ein bisschen konfus und zäh mit Rückblenden, die ich nicht einordnen konnte. Aber danach: ein erstaunlicher Lesespaß! Ein mehr als gelungener Unterhaltungsroman mit ein bisschen, aber genau zum Ton passenden, Beziehungsgeflecht und der großen immer wieder thematisierten und stets unbeantworteten Schuld-Frage.

Spannung gewinnt das Buch einerseits durch die Suche nach dem verschwundenen Vater, der es dieses eine Mal zu weit getrieben haben könnte mit seinen Theorien, und andererseits durch die Beziehung von Rosalie zu Tobias Ochsenmeyer.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich erfasst habe, was die Autorin ausdrücken wollte, aber das Thema Schuld steht auf jeden Fall ganz groß im Raum und ist in fast jeder Zeile spürbar. Was mir so besonders gut gefällt an diesem Roman: er liest sich leicht ohne banal zu werden. Man schmunzelt, man sinniert, man denkt über seine eigene Kindheit nach, man fühlt mit Rosalie, aber nur so viel wie nötig. Genau richtig für angenehme Lesestunden. Das Ende hat mir gut gefallen, wenngleich ich ein bisschen das Gefühl habe, das etwas fehlt. Wahrscheinlich die Orientierung... Sicherlich etwas was auch Rosalie auch.

Eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne!

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Favole-Lunas avatar

Rezension zu "Lieblingskinder" von Traudl Bünger

Rezension zu "Lieblingskinder" von Traudl Bünger
Favole-Lunavor 6 Jahren

Ein temporeicher Familienroman mit unterhaltsamen Fakten

Rosalie arbeitet erfolgreich als Staatsanwältin und weiß wie es auf der Welt zugeht. Als ihr Vater plötzlich verschwindet, misst sie dem zunächst keine große Bedeutung bei. Schon oft hat er um eine seiner Verschwörungstheorien zu überprüfen Alles stehen und liegen gelassen und vergessen seine Töchter zu informieren. Erst auf Drängen ihrer Schwestern beginnt Rosalie gemeinsam mit dem Nachbarn Tobias, der seit einem Unfall in ihrer gemeinsamen Kindheit im Rollstuhl sitzt, Nachforschungen über den Verbleib ihres Vaters anzustellen. Und es scheint als sei er dieses Mal tatsächlich einer großen Sache auf der Spur. Die Suche führt Rosalie zurück in ihre Kindheit, als alles noch einfach und ihr Vater ihr Held war...

Traudl Bünger beschreibt in ihrem Debütroman auf unvergleichliche Weise ein Vater-Tochter-Verhältnis der ganz besonderen Art, die des Lieblingskindes. Dass Buch handelt von der Sehnsucht die Welt zu verändern, einer gescheiterten Ehe und der unausweichlichen Auseinandersetzung mit sich selbst und der eigenen Kindheit. Es ist ein temporeicher Roman, der sich besonders durch seine klare aber sehr schöne Sprache leicht und flüssig lesen lässt. Die Autorin streut immer wieder skurrile Fakten ein, die den Leser amüsieren aber auch faszinieren. Nach dem Lesen dieses leider nur sehr kurzen Romans, fühlt man sich als hätte man etwas Großartiges erlebt und kann es kaum abwarten anderen davon zu erzählen. Man kann nur hoffen, dass Traudl Bünger, die einigen bekannt sein dürfte durch ihre Beiträge im Schweizer Literaturclub, noch öfter selber zur Feder greift!

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