Traute Petersen Julia

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Inhaltsangabe zu „Julia“ von Traute Petersen

Rom im Jahre 2 v. Chr.: Intrigen und merkwürdige Todesfälle sind an der Tagesordnung. Augustus scheint auf dem Höhepunkt seiner Macht, als seine Stellung im Staat und sein Privatleben schwer erschüttert werden. Seiner Tochter Julia sexuelle Ausschweifungen und Ehebruch vorwerfend, verbannt er sie auf eine karge Insel im Mittelmeer. Todesstrafen und Exilierung ihrer besten Freunde begleiten das unversöhnliche und harte Vorgehen des Vaters. Aus der Verbannung lässt Julia in ihren Erinnerungen ihr glanzvolles Leben im Dunstkreis des Kaiserhauses, ihre verordneten Ehen, den »Verlust« ihrer Kinder und schließlich ihr Aufbegehren gegen den Vater Revue passieren. War sie letztlich das Anführerin einer gescheiterten politischen Verschwörung? Oder hatten Liebe und Leidenschaft sie blind gemacht? Würde sich ihr Schicksal wenden oder in einem dramatischen Finale enden. Triumphale Rückkehr oder einsamer Tod …

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  • Wichtiges Buch für alle, die sich für die julisch-claudische Dynastie interessieren

    Julia
    Saralonde

    Saralonde

    22. March 2014 um 16:03

    Rom, 2. v. Chr. Kaiser Augustus verbannt seine einzige Tochter Julia auf die einsame Insel Pandateria, angeblich wegen ihres zügellosen Lebensstils. Wie konnte es dazu kommen? Und ist die Verbannung gerechtfertigt? Wie wird Julia, die bewunderte Kaisertochter, diesen Schicksalsschlag hinnehmen? Es gibt kaum eine Familie, die mich mehr interessiert, als die julisch-claudische Kaiserdynastie. Und wohl kaum ein spannenderes Zeitalter als die Endphase der römischen Republik und den Beginn der Kaiserzeit. Die Frage “Wer waren Augustus und seine Verwandten wirklich?” hat mich schon in mehreren Büchern und auch Fernsehsendungen gefesselt, etwa “I, Claudius” von Robert Graves und die entsprechende Fernsehserie oder auch das weniger geschichtstreue “Rom”. Als einziges Kind von Augustus spielt Julia dabei eine tragende Rolle. In Traute Petersens Roman erzählt Julia uns ihre Geschichte in Tagebuchform, einsetzend mit ihrer Verbannung nach Pandeteria. Größtenteils in Rückblicken schreibt Julia das Geschehene auf. Sie beginnt mit ihrer Kindheit, ihren ersten Auseinandersetzungen mit dem mächtigen Vater und ihrer Verheiratung mit Octavias Sohn Marcellus im Alter von 14 Jahren. Sehr eindrucksvoll wird dabei der Charakter des Vaters beschrieben, es steht stets die Frage im Raum, wie groß seine Leistung wirklich ist, wie ehrbar seine Motive. An seiner Seite steht die stolze Ehefrau Livia, die nichts, aber auch gar nichts scheut, um ihre Ziele zu erreichen. Nach Marcellus’ Tod folgen die Ehen mit Marcus Agrippa, aus der 5 Kinder hervorgingen, und die mit Tiberius. Wenn man die Hintergründe und die Geschichte bereits kennt, ist man gefasst auf die dramatischen Schicksalsschläge, die Julia erwarten, und kann es doch nicht fassen. Die Ereignisse in Julias Leben sind schlicht erschütternd. Traute Petersen zeichnet dabei ein ganz anderes Bild von Julia, als wir es kennen, auch aus “I, Claudius”. Nicht frivol und zügellos ist sie hier, sondern emanzipiert. Außerdem gebildet und politisch engagiert. Das Bild, das die Geschichte von ihr hat, stammt natürlich von jenen, die sie verurteilten und ihre Verbannung guthießen. Nach der Lektüre des Romans frage ich mich einmal mehr, wie viele Persönlichkeiten der Geschichte durch verfälschte und vernichtete Geschichtsschreibung verunglimpft wurden und in Wirklichkeit völlig andere Menschen waren. Deshalb ist dieses Buch ein ungemein wichtiges! Petersens Theorie, dass Livia keine Verschmelzung der Julier und der Claudier zulassen wollte, ist nachvollziehbar, dagegen spricht allerdings, dass die Kinder aus der Verbindung von Antonia und Drusus ja zumindestens teilweise überlebten und sogar zu Kaisern wurden. Irgendwie müssen Livias zumindest vermutete Taten aber ja begründet sein. Zur Lesbarkeit des Buches kann ich sagen, dass ich es persönlich sehr flüssig fand, wobei ich mir nicht sicher bin, wie es ist, wenn man die historischen Hintergründe nicht kennt. Ich glaube aber, dass das funktioniert, und es hat auch den Vorteil einer erhöhten Spannung. Am Ende des Buchs findet sich eine Personenliste und ein Glossar, sodass ich das Buch wirklich auch Neulingen im Thema weiterempfehlen kann. Tatsache ist: Keine aktuelle Seifenoper kann hinsichtlich Mord und Intrigen mit der Geschiche der julisch-claudischen Dynastie mithalten, und wenn ihr Lust auf eine wirklich richtig fiese Bösewichtin habt, Livia ist unschlagbar!

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