Travis Mulhauser Sweetgirl

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Inhaltsangabe zu „Sweetgirl“ von Travis Mulhauser

Auf der Flucht durch den SchneesturmEs ist tiefster Winter im Norden von Michigan. Die 16-jährige Percy rettet ein vernachlässigtes und halb erfrorenes Baby aus dem Haus des Drogendealers Shelton, der ebenso unterbelichtet wie höchst gefährlich ist. Irgendwie muss sie es schaffen, das Baby in ein Krankenhaus zu bringen. Es folgt eine dramatische Flucht durch Schneesturm und unwegsames Gelände, mit unberechenbaren Verfolgern und unvermuteten Verbündeten. Dank Sheltons genereller Unfähigkeit gibt es bei der Verfolgungsjagd, teils aus Versehen, tatsächlich ein paar Leichen. Und am Ende will natürlich niemand schuld sein.

Fesselnd bis zum Schluß

— dartmaus
dartmaus

„Sweetgirl“ hat mich in mehrfacher Hinsicht überrascht, insbesondere durch seine Intensität und Emotionalität.

— buchstabentraeumerin
buchstabentraeumerin

Großartige Protagonistin, bewegend und fesselnd und voller schwarzem Humor - ich habe es in kürzester Zeit verschlungen

— SillyT
SillyT

Hatte etwas mehr Spannung erwartet, 3,5 Sterne Buch für mich

— lenisvea
lenisvea

Ein halberfrorenes Baby, eine Teenagerin und ein Schneesturm in den Bergen Michigans

— camilla1303
camilla1303

Ich habe diese Buch quasi in einem Atemzug ausgelesen und bin absolut begeistert.

— Lagoona
Lagoona

Eine ganz besondere Geschichte, die mich an vielen Stellen sehr berührt hat. Percy ist eine großartige Heldin.

— bellast01
bellast01

Hat was, wenn man das Genre mag!

— wandablue
wandablue

Leider zu abgedreht und seltsam. Hatte mir etwas anderes erwartet.

— cityofbooks
cityofbooks

Atmosphärisch, fesselnd und mitreißend, auch wenn ich an einer Stelle etwas enttäuscht war

— Skyline-Of-Books
Skyline-Of-Books

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  • Ein Mädchen auf der Flucht...

    Sweetgirl
    Igela

    Igela

    13. March 2017 um 12:55

    Die 16 jährige Percy hat es nicht einfach. Ihre Schwester ist schon lange weg, den Vater kennt sie nicht und ihre Mutter interessiert sich mehr für Alkohol und Drogen als für ihre Tochter. Eines Nachts sucht Percy ihre Mutter ...sie ist sich sicher, dass sie im Haus des Drogendealer Shelton ist. Statt der Mutter entdeckt Percy ein 6 Monate altes Baby ,das halb erfroren im Bettchen liegt. Die Mutter des kleinen Mädchens und der Dealer liegen im Drogenrausch im Wohnzimmer. Kurzerhand nimmt Percy die Kleine mit.Als Shelton bemerkt, dass die kleine Jenna weg ist, setzt er alles daran um sie zu finden. Percy kämpft sich durch Sturm, Eis und Wind um die Kleine in Sicherheit und in eine Krankenhaus zu bringen.Sehr schnell ist man hier mitten in der Geschichte drin. Da Percy in Ich Perspektive von Beginn weg erzählt, erahnt man sehr rasch die komplizierte Lebensgeschichte des Mädchens, die problembelastete Beziehung auch zur abhängigen Mutter. Wie immer wenn Kinder und Jugendliche Mittelpunkt solcher Storys sind, geht mir das unheimlich nahe. Sehr gut sind die Gefühle von Percy beschrieben, man kann gar nicht anders als mitzufühlen. Ich war sehr schnell gefesselt und bin tief in die Geschichte eingetaucht, da die Spannung durch die Flucht von Percy mit dem Baby hochgeschraubt wurde. Kälte, Schnee, Eis und Sturm ,diese Elemente, denen Percy trotzen muss, wurden sehr bildlich ,intensiv und emotional beschrieben...Toll! Durch geschickte Perspektivwechsel, in denen Shelton, der Verfolger,  im Mittelpunkt steht, schraubt der Autor die Spannung noch mal höher. Sehr beeindruckt hat mich die 16 jährige Percy, die mit eigenem schwierigen familiären Hintergrund, alles tut um dem Baby das selbe Schicksal zu ersparen. Man spürt regelrecht wie sie wie eine Löwin kämpft. Hervorragend gezeichnete Sympathiefigur!Einige Gedankensprünge und Handlungen vom Drogendealer Shelton konnte ich nicht unbedingt nachvollziehen. Doch schieben wir das auf sein von Drogen vernebeltes Gehirn. Der Schreibstil ist absolut toll, Travis Mulhauser ist es gelungen, die Landschaft, das Klima sehr bildlich dar zu stellen, ohne dass es langatmig und öde wirkt.

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  • Eiskalte und dramatische Flucht ergeben Lebenswende

    Sweetgirl
    MelE

    MelE

    12. March 2017 um 07:12

    "Sweetgirl" war für mich eine sehr emotionale Story, die sich langsam entwickelt und mich oft verblüffte. Der Klappentext sprach eine recht deutliche Sprache, es nun aber schwarz auf weiß zu lesen, erstaunte mich mehrfach. Besonders schlimm empfand ich die leisen und lauten Untertöne des Drogenmissbrauchs. Es zerstört Leben und macht Menschen teilnahmslos und wenig fähig Empfindungen wahrzunehmen oder eben auch Verantwortung zu übernehmen. Percy handelt meiner Meinung nach richtig, denn ihre Intuition sind absolut passend, Das Baby hätte in diesen Zuständen sicherlich nicht lange überlebt, wäre verhungert oder erfroren. Mich hat es zutiefst betroffen gemacht, denn im Drogenrausch ist man als Mutter nicht fähig sich genügend um sich selbst zu kümmern, wie kann man also die Verantwortung für ein Baby übernehmen? Das Cover ist anfänglich eher nichtssagend und dennoch ist es passend gewählt. Percy befindet sich im tiefsten Winter in Michigan und scheint von der Welt abgeschnitten. Da Percy bedingt durch ihre eigenen Lebensumstände gezwungen ist für sich selbst zu sorgen, ist sie auch fähig, sich um Jenna zu kümmern. Mir blutete das Herz als sie das Baby zum ersten Mal wickelt, da es ein Hinweis auf Vernachlässigung seitens der Mutter ist. In mir machte sich mehrfach ein ungemütliches Gefühl breit. Immer wieder sind Drogen ein Thema und auch wenn der Roman einige witzige Dialoge und Begebenheiten schildert, ist hier eindeutig Percy eine Heldin, da sie dafür sorgt, dass Jenna ein besseres Leben weit entfernt von ihrer Drogensüchtigen Mutter leben kann. Erstmal muss Jenna in ein Krankenhaus und dieser Weg ist stürmisch und gepflastert von einigen Leichen. Es ist definitiv skurril und oft auch völlig unerwartet für mich als Leserin, welchen Verlauf "Sweetgirl" nimmt. Letztendlich bin ich zufriedengestellt, denn Percy schafft es sich zu lösen und einen anderen guten Weg einzuschlagen, der ganz anders ist, als der ursprüngliche. Niemand erwartet von einer Tochter diese Selbstaufgabe, die Percy anfänglich gezeigt hat. Eine gewisse Charakterstärke ist spürbar und ändert sich auch nicht im weiteren Verlauf der Story. Ich möchte sehr gerne eine Leseempfehlung aussprechen, da mich "Sweetgirl" nicht nur in den hohen Norden Michigans mitgenommen hat, sondern auch einen erhobenen Zeigefinger preisgegeben hat. Drogen sind immer präsent und zeigen auf, welch Wesensveränderungen sie mit sich bringen können. Es beängstigt und macht mich als Leserin sehr bestürzt. Ein Roman, der mich einerseits schockierte, andererseits wirklich begeistern konnte. Die Protagonistin ist wirklich wunderbar gezeichnet. Ich mochte ihr mitunter besonnenes Handeln und die Menschen an ihrer Seite, die ihr hilfreich zur Seite standen. ★★★★

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  • Packende und berührende Flucht

    Sweetgirl
    buchstabentraeumerin

    buchstabentraeumerin

    10. March 2017 um 20:56

    „Ich zog mir die Kapuze ins Gesicht und trat dem Wind entgegen. Dann ballte ich die Fäuste und stapfte los.“ (Seite 211) „Sweetgirl“ ist packend, anrührend, witzig und grotesk, keine Frage. Und „Sweetgirl“ ist gleichzeitig so ganz anders als ich erwartet hatte. Ich hatte mit einer über mehrere Wochen andauernden Flucht durch weite Schneelandschaften gerechnet, mit einem weitestgehend einsamen Überlebenskampf von Percy und dem Baby. Stattdessen bewegen wir uns wenige Tage lang in einem recht engen Radius um Percys Heimatort in Michigan herum, und begegnen einer Vielzahl an interessanten Charakteren. Doch trotz dieser Überraschung gefiel mir die Geschichte ausgesprochen gut. Was den Roman von Travis Mulhauser so packend macht, ist der abrupte Einstieg in die Geschichte sowie die schonungslose Schilderung der Verfolgung. Vom Genre her war „Sweetgirl“ nicht unbedingt meins, Western trifft Drama, doch ich konnte es, einmal damit begonnen, nur schwer aus der Hand legen. Ich folgte Percy durch den Schnee und die Kälte und teilte ihre Sorgen um das Baby und ihre Mutter, welche sie überhaupt erst zum Haus des Drogendealers Shelton führte. „Sweetgirl“ ist ein spannender Einblick in eine für mich sehr fremde Welt, die von Armut, Drogensucht und Kriminalität geprägt ist. Percy wächst mit einer meistenteils zugedröhnten Mutter auf. Sie hat die Schule abgebrochen, um sich und ihre Mutter über Wasser halten zu können, und erlaubt sich kaum, von einem anderen, besseren Leben zu träumen. Außer Portis Dale, einem Ex-Freund ihrer Mutter, hat sie auch keinen Vertrauten in der Nähe, niemanden, der sich um sie kümmern könnte. Diese Einsamkeit und diesen verbissenen Willen durchzuhalten trägt Percy stets mit sich, er ist es, der sie mit dem Baby immer weiter gehen lässt. Eine atmosphärisch sehr dichte Charakterstudie, die die Geschichte trägt. Nebenher war ich aber auch fasziniert von der Gedankenwelt des ständig unter Drogen stehenden Shelton. Mulhauser versteht es, die wirren und brüchigen Gedankengänge eines Drogenabhängigen in Worte zu fassen, absurd und traurig zugleich. Dabei legt er den Schwerpunkt aber nicht auf die reine Sucht, sondern erforscht den Ursprung, deckt tiefe Gefühle auf und geht ihnen nach. Schlussendlich geht es also um viel mehr als eine reine Verfolgungsjagd voller Action und Gewalt. Im Kern ist „Sweetgirl“ eine psychologische Betrachtung menschlicher Schicksale in einem armen und erbarmungslosen Klima.Charaktere Percy ist die Protagonistin dieser Geschichte, doch ich möchte nicht mit ihr beginnen, sondern mit einem Nebencharakter, der mich sehr berührt hat. Portis Dale ist zwar nicht länger Teil von Percys Familie, doch auf ihrer Flucht ist er ihre einzige Anlaufstelle, um Unterstützung zu finden. Percy ist Alkoholiker, barsch und ruppig, und trotz seiner vielen Schwächen unendlich liebenswert. Sein Verhältnis zu Percy ist von rauer, aber herzlicher Natur, und er steht ihr bedingungslos bei. Ein starker Charakter voller Schwächen, den ich so schnell nicht vergessen werde. Percy ist ebenfalls sehr präsent und stark. Sie ist mutig und geht viele Risiken ein, um das zu tun, was in ihren Augen das Richtige ist. Wo andere bereits aufgegeben hätten, geht sie weiter. Sie ist durch ihre nicht sehr einfache Kindheit darauf getrimmt, anderen zu helfen, sie zu retten, so sehr, dass sie sich selbst dabei aber vergisst. „Sweetgirl“ zeigt daher auch, wie jemand, der in solchen Verhältnissen aufwächst es schaffen kann, dem zu entkommen oder vielmehr, dem zu entwachsen. Shelton ist der dritte Charakter im Bunde, der seinen Teil zur Geschichte beiträgt. Er ist nicht klug, aber auf seine Weise auch nicht dumm. Vielmehr ist er an einigen Kreuzungen in seinem Leben einfach falsch abgebogen, hat die falschen Erfahrungen sammeln (müssen), die ihn zu dem haben werden lassen, der er ist. Ich konnte ihn nicht direkt mögen, doch ich konnte Sympathie für ihn empfinden und Verständnis für sein Handeln entwickeln. Insgesamt bilden die drei Charaktere eine enorm spannende Konstellation, die ich oftmals in Büchern vermisse. Es sind vor allem die Dynamiken zwischen ihnen, die „Sweetgirl“ mitreißend und lesenswert machen.Schreibstil„Ich bin die, die sie gefunden hat. Aber ich bin nicht mehr dieselbe, die ich war. Durch Jenna habe ich mich verändert, und durch Portis Dale, und ich glaube, wir haben alle versucht, einander in dem Sturm zu retten, und zum Teil haben wir es geschafft.“ (Seite 249) Travis Mulhauser schreibt so, wie ich es von einem männlichen Autor erwarte. Dies schreibe ich mit einem kleinen Augenzwinkern, denn natürlich kann man das nicht so pauschal sagen. Doch Mulhausers Sprache ist so direkt und kernig, dass ich unmittelbar ein Bild von einem Mann in Holzfällerhemd vor seinem Pickup vor Augen habe – ein echter Kerl eben, um bei den Klischees zu bleiben. Ein Bild, das zur Geschichte passt, und eine Sprache die in der beschriebenen Umgebung funktioniert, denn so ist die Landschaft und so sind die Leute.Fazit „Sweetgirl“ hat mich in mehrfacher Hinsicht überrascht, insbesondere durch seine Intensität und Emotionalität. Ich hatte nicht mit derart interessanten und vielschichtigen Charakteren gerechnet, und nicht mit einer – trotz aller Gewalt – so fein ausgearbeiteten Story. Es war ein sehr gelungener Ausflug in ein für mich ungewohntes Genre, ein Buch das ich empfehlen kann.

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  • Nicht so spannend und dramatisch wie angepriesen

    Sweetgirl
    Letizia

    Letizia

    10. March 2017 um 17:26

    Es herrscht tiefster Winter in Michigan. Auf der Suche nach ihrer Mutter, entdeckt Percy auf der Farm des Drogendealers Shelton Potter ein verwahrlostes Baby. Ohne lange darüber nachzudenken, nimmt Percy das hilflose Baby mit und versucht es ins Krankenhaus zu bringen. Shelton mag zwar unterbelichtet sein, aber ist genauso gefährlich. Percy muss sich auf eine gefährliche Flucht durch die sturmgepeitschte Landschaft von Michigan begeben. Und erhält unverhoffte Hilfe. Percy war für mich eine eher blasse Person. Man erfährt etwas über ihre Schwester, ihre Mutter und wie es immer wieder Probleme gibt, weil ihre Mutter Drogen nimmt. Darüber hinaus ist sie einfach bloß ein Mädchen, das zufällig ein Baby gefunden hat. Auch die anderen Charaktere waren keine besondere Überraschung. Portis mag noch der sympathischste und interessanteste Charakter zu sein. Der durch seine Art etwas Schwung in die Geschichte bringt. Ansonsten ist das Buch bevölkert von unterbelichteten Drogenabhängigen, die nichts auf die Reihe bekommen. Dies ist dem Unterhaltungswert der Geschichte nicht wirklich zuträglich. Ich habe mir eine spannende, nervenkitzelnde Flucht vorgestellt. Bekommen habe ich eine kaum bis überhaupt nicht spannende Geschichte. Dafür eine sechzehnjährige, die irgendwie einen Selbstfindungstrip durchläuft, viele unglaubwürdige Zufälle und merkwürdige Charaktere. Das Buch war zwar kein kompletter Reinfall, aber die Leserstimmen entpuppen sich als falsch. Es war einfach unzufrieden stellend und definitiv kein Buchhighlight.

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  • Tolle Heldin

    Sweetgirl
    SillyT

    SillyT

    09. March 2017 um 16:03

    Wieder einmal ist die Mutter der sechzehnjährigen Percy seit Tagen verschwunden und Percy hat eine Ahnung, wo sie sie finden kann. Denn Percys Mutter ist alkoholabhängig und drogensüchtig und es ist kein Geheimnis, dass sie immer wieder beim ortsbekannten Dealer Shelton zu Gast. Kurzerhand steigt Percy mitten im Schneesturm in ihren Truck und macht sich auf dem Weg zu Shelton. Doch im Hause des Dealers findet sie nicht ihre Mutter, wie sie zuerst noch erhofft hat, sondern trifft zuerst im Wohnzimmer auf Shelton und eine junge Frau. Beide sind so zugedröhnt, dass sie gar nichts mehr mitbekommen, selbst das jämmerliche Wimmern aus dem Obergeschoss bemerken die Beiden nicht. Percy sieht nach und kann es nicht fassen, ein kleines Baby liegt in einem Bettchen, bei geöffnetem Fenster. Das Baby, ein kleines Mädchen namens Jenna, ist in keinem guten Zustand und Percy sieht schnell: die Kleine braucht Hilfe. Sie nimmt Jenna kurzerhand mit und löst damit eine Lawine aus, mit der sie nicht gerechnet hätte.Meine Meinung: Wow, was für ein hartes, aber durchaus gelungenes Debüt des Autors Travis Mulhauser, der mich hier absolut überzeugen konnte. Mit einem sehr guten und fließendem Schreibstil gelingt es dem Autor, mich von Beginn an an diese Geschichte zu fesseln und ich konnte erst mit dem Lesen aufhören, als die letzte Seite zu Ende war. Diese Geschichte ist trotz des sehr ernsten Themas voller schwarzem Humor und auch die Protagonistin Percy ist hier ein absolut überzeugender Charakter, die oftmals  mit einer Portion Selbstironie agiert.Die Spannung ist von Beginn an gegeben, denn ich konnte mich sehr schnell in die junge Frau versetzen und habe alles mit ihr zusammen erlebt. Diese spannende Jagd quer durch die verschneite Landschaft war zum Teil aberwitzig, aber dabei auch spannend und originell. Allein der Drogendealer Shelton, der nicht unbedingt die hellste Kerze auf der Torte ist, brachte mich dazu, nachzudenken, denn hier macht alles seinen Sinn oder zeigte halt, wie wenig Sinn manches macht. Auf jeden Fall ist hier eines sicher, Mulhauser verschönigt nichts in seinem Roman und er schafft es immer wieder, unvorhersehbare Wendungen mit einzubauen.Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Zum einen gibt Percy ihre Erlebnisse in der Ich-Form wieder, zum anderen dürfen wir den leicht wirren Gedanken des Dealers und drogensüchtigen Shelton folgen. Dabei schafft Mulhauser es sehr schnell, dass ich mich sehr verbunden mit Percy fühlte und Shelton eher mit Widerwillen begegnete.Das Setting ist gut gewählt, denn ich sah die verschneiten Wälder sehr lebhaft vor mir und konnte nicht nur die Kälte der Umgebung nachspüren, sondern auch die Kälte der gesamten Situation.Die Charaktere bleiben hier überschaubar, wobei ich wirklich noch einmal betonen möchte, wie sehr mir die Protagonistin Percy gefallen hat. Diese junge Frau, die mit Sicherheit bisher kein angenehmes Leben hatte, kämpft mit einem Mut und einem sehr selbstlosen Einsatz um das Leben des Babys Jenna. Trotz extremst widrigen Umständen, sei es der Schneesturm oder die Verbrecher, die Jagd auf sie machen, gibt sie nicht auf. Shelton hingegen ist hier der perfekte Gegenpart, er ist eigentlich permanent auf Drogen und wenn er mal nur halbwegs klar sein kann, macht er dieses gleich wieder zu nichte. Das er zwischendurch noch handeln kann, ist erstaunlich, aber diese Handlungen selbst haben weder Hand noch Fuß. Neben diesen Beiden gibt es noch eine handvoll weiterer Nebencharaktere, von denen mir hauptsächlich Percys beinahe Stiefvater Portis in recht guter Erinnerung bleibt, auch wenn er eigentlich Alkoholiker ist, so mochte ich es doch, wie er Percy und Jenna hilft.Mein Fazit:Dieses Buch ist ein absolutes Auf und Ab der Gefühlswelt gewesen, habe ich gerade noch über den Wortwitz lachen müssen, war ich im nächsten Moment schon wieder angeekelt oder wütend. Der Autor macht hier keinen Halt vor unmöglichen Situationen und zeigt Umstände auf, die man sich kaum vorstellen möchte. Doch irgendwie befürchte ich, dass es irgendwo genau solche Personen gibt. Doch auch wenn hier manches Mal alles auswegslos erscheint, gibt es auch immer wieder Szenen, die Hoffnung und Mut machen. Mir hat dieses Debüt ausserordentlich gut gefallen und ich könnte mir sogar vorstellen, dass dieses Buch nicht nur dem erwachsenen Leser ungewöhnliche Lesestunden beschert, sondern auch für Teenager sein könnte.

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  • Spannend bis zum Schluss

    Sweetgirl
    blauer_Regen

    blauer_Regen

    07. March 2017 um 10:04

    Der vorliegende Roman "Sweetgirl" stammt von Travis Mulhauser und erschien Anfang 2017. Mulhauser schickt seine Protagonistin Percy an einem eiskalten, stürmischen Wintertag in die Berge, um ihre Mutter zu suchen. Doch statt dieser findet das Mädchen einen verwahrlosten Säugling, den sie spontan beschließt durch eine Entführung zu retten. Als der Stiefvater den Verlust der Kleinen bemerkt, ist dies der Startpunkt für eine turbolente Verfolgungsjagd quer durch die tiefverschneiten Berge. Obwohl Entführung und Verfolgungsjagd fordergründig beschrieben werden, handelt dieser Thriller aber auch von der Abnablung von suchtkranken Eltern und den ganz unterschiedlichen Folgen, die soziale Ausgrenzung haben können. Gerade Percy wird als ein Teenager beschrieben, der sich in einer klassichen Co-Abhängigkeit befindet und versucht, sich daraus zu befreien. Viel zu schnell erwachsen geworden, übernimmt sie große Verantwortungen. Auch bei ihrem Gegenspieler wird in Rückblenden deutlich, dass er für sich einen ganz anderen Lebensentwurf gehabt hat. Und hiervon lebt der Roman im Wesentlichen: es gibt einen kontinuierlichen Perspektivwechsel, mal sehen wir die Situation aus Percys Augen und mal aus der ihres Verfolgers. Dies trägt ganz wesentlich dazu bei, dass die Spannung bis zum letzten Kapitel gehalten wird. Hinzu kommen völlig überraschende Wendungen, bis die Verfolgung sehr skurril endet. Eine schnelle Erzählfolge komplettiert das ganze. Müßig zu erwähnen, dass ich dieses Buch in nur 2 Tagen durchgelesen hatte. Ein wirklicher Lesegenuss!

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  • LL rezensiert

    Sweetgirl
    lenasbuecherwelt

    lenasbuecherwelt

    05. March 2017 um 16:40

    Die letzten kalten Wintertage wollte ich noch einmal ausnutzen, um ein passendes Buch zu der Jahreszeit zu lesen. Da kam „Sweetgirl“ wie gerufen! Das Buch kam als Überraschung vom Verlag und ich war ziemlich überrascht, als ich den Klappentext las. Eine Geschichte um Drogen, vernachlässigte Kinder und Verfolgungsjagden wurde als „irrwitzig“ angepriesen. Das alles machte mich so neugierig, dass ich mit dem Lesen begann. Anders als es der Klappentext vermuten lässt, ist das Buch nicht vorderrangig  eine dramatische, actionreiche Flucht. Die Geschichte hat seine Spannungshöhepunkte, lässt den Leser aber nicht atemlos zurück. Das braucht es auch gar nicht, denn „Sweetgirl“ lässt das Herz des Lesers nicht mit hohem Tempo, sondern mit erschreckenden Inhalten klopfen. So ist „Sweetgirl“ die Geschichte der 16-jährigen Percy, die sich und ihre Mutter verpflegen muss und dabei längst schon die Schule abgebrochen hat, um Geld verdienen zu können. Ihre Mutter ist alkohol- und drogensüchtig und Percy ist daran gewöhnt, dass sie ab und an verschwindet. Als sie wieder einmal auf der Suche nach ihrer Mutter ist, findet sie im Haus des Drogendealers Shelton ein halb erfrorenes Baby, dem man ansieht, wie vernachlässigt es wurde. Percy kann nicht anders, sie nimmt das Baby mit und ist entschlossen, es ins Krankenhaus zu bringen. Doch es ist tiefster Winter in Michigan, draußen ist es bitterkalt und gerade wütet ein Schneesturm. Noch dazu sind Verfolger ihr dicht auf den Fersen… Als Leser verfolgt man einmal Percy, die mit aller Kraft versucht, das Baby zu retten, aber auch den Drogendealer Shelton, der alles daran setzt, es zurückzubekommen, dabei aber mitten in einem Drogenrausch ist. So bewegend die Situation eigentlich ist, sorgt die Situationskomik in diesem Buch durchaus dafür, den Leser ein paar Mal schmunzeln zu lassen. Gepaart mit Travis Mulhausers Schreibstil, der atmosphärisch ist und mich fast schon zittern ließ, so authentisch wirkten die Beschreibungen des verschneiten Michigans, bescherte mir die Geschichte einige interessante Lesestunden. Für mich persönlich  hätten es gerne noch einige mehr Seiten sein können, denn an manchen Stellen, besonders zum Ende hin wurde die Geschichte für meinen Geschmack zu schnell abgehandelt. Ich bin begeistert von Mulhausers atmosphärischer Geschichte, die mich zittern ließ und mit ihrer Skurrilität so nicht alle Tage zu finden ist.

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  • Eine herzzerreißende Geschichte

    Sweetgirl
    Shanlira

    Shanlira

    26. February 2017 um 07:39

    Sweetgirl ist der erste Roman von Travis Mulhauser und ist im dtv-Verlag raus gekommen. Wie ich die Geschichte empfand, findet ihr hier. Zur Geschichte Percy ist 16 Jahre alt und wird immer wieder aufs Neue von ihrer Mutter Carletta im Stich gelassen. Carletta ist Drogensüchtig und verschwindet regelmäßig für ein paar Tage. Als sie erfährt, dass Carletta auf der Farm von Shelton gesehen wurde, macht sie sich auf die Suche nach ihr. Es ist ein Schneesturm in Anmarsch, deshalb hat sie nicht soviel Zeit. Bei der Farm des stadtbekannten Drogendealers Shelton angekommen, bricht sie ein. Anstatt Carletta, findet sie aber ein halb erfrorenes Baby und nimmt es mit um es in Sicherheit zu bringen. Da ihr Wagen eingeschneit ist, macht sie sich zu Fuß auf den Weg zu ihrem Ziehvater Portis. Dieser kann kaum glauben was Percy ihm erzählt. Er fackelt nicht lange und hilft ihr, das Baby Jenna in Sicherheit zu bringen. Wenn Shelton mitbekommt, dass Jenna weg ist, sind sie alle in Lebensgefahr. Shelton ist ein Drogendealer und wird von den anderen Ganoven nicht wirklich erst genommen. Er ist mit der Mutter von Jenna zusammen und nimmt mit ihr jede Menge Drogen. Als Percy die kleine Jenna mitnimmt, sind sie so zugedröhnt das sie es nicht mitbekommen. Als Shelton es dann aber doch auffällt, setzt er alle Hebel in Bewegung um sie zu suchen. Er setzt sogar die Männer seines Onkels ein und die sind ganz schön gefährlich. Shelton ist nicht besonders hell im Kopf, deshalb lässt er sich von jeder Menge Drogen ablenken und durch seine Unfähigkeit gibt es auch ein paar Tote. Wird er Percy aufspüren? Wenn ja, was wird er tun? Meine Meinung Das Cover ist in schwarz-weiß gehalten, da die Geschichte in einer Winterlandschaft spielt. Es gefällt mir sehr gut, weil es sehr gut passt und dadurch auch schlicht und einfach auf dem Punkt gebracht ist. Travis Mulhauser hat einen angenehmen Schreibstil. Er kommt aus Michigan und das spielt schon deutlich in seine Geschichte mit rein. Ein paar witzige Anekdoten und jede Menge Südstaaten-Flair machen den Roman, schon zu etwas ganz besonderen. Nachdem ich den Klappentext gelesen habe, war ich schon sehr gespannt auf die Geschichte. Da ich mit jede Menge Action gerechnet habe, war ich leicht enttäuscht das nicht so viel passiert ist, wie ich gedacht habe. Trotzdem hat es Spaß gemacht das Buch zu lesen, da ich mich in die Geschichte einfühlen konnte. Percy ist so ein starker Charakter und mir so sympathisch geworden, dass ich es sehr schade fand als ich mit der Geschichte durch war. Es sind zwar nur ein paar kleine Spannungsmomente vorhanden, aber sie hat sich so rührend um die kleine Jenna gekümmert das mir einfach das Herz aufging. Ich empfehle diese rührende, witzige und herzzerreißende Geschichte einfach allen weiter. Es gibt Bücher, die muss man einfach gelesen haben und Sweetgirl gehört definitiv dazu.

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  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht
    GrOtEsQuE

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 01.03.2017: _Jassi                                           ---  20 Punkte alina_2212_                                ---   0 Punkte !!! AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   46 Punkte BeeLu                                         ---   39 Punkte Bellis-Perennis                          ---  166 Punkte Beust                                          ---   64 Punkte Bibliomania                               ---   63 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  38.5 Punkte (Gesamtpunkte aktualsieren) ChattysBuecherblog                ---   70 Punkte CherryGraphics                     ---   42.5 Punkte Code-between-lines                ---  31 Punkte Eldfaxi                                       ---   37 Punkte Ercimay                                     ---     0 Punkte !!! Farbwirbel                                ---   26 Punkte fasersprosse                            ---     3 Punkte !!! Frenx51                                     ---   29 Punkte glanzente                                  ---   30 Punkte GrOtEsQuE                               ---   41 Punkte hannelore259                          ---   33 Punkte hannipalanni                           ---   55 Punkte Hortensia13                             ---   27 Punkte Igelchen                                    ---     8 Punkte Igelmanu66                              ---   60 Punkte janaka                                       ---   56 Punkte jasaju2012                               ---     8 Punkte !!! jenvo82                                    ---   32 Punkte kalestra                                    ---   23 Punkte katha_strophe                        ---   39 Punkte kathi_liebt_buecher               ---     2 Punkte !!! 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Leseratz_8                                ---   18 Punkte lieberlesen21                          ---      5 Punkte !!! lievke14                                   ---     0 Punkte !!! louella2209                            ---    28 Punkte lyydja                                       ---   27 Punkte mareike91                              ---    20 Punkte MissSnorkfraeulein                  ---  23 Punkte MissSternchen                          ---  19 Punkte mistellor                                   ---   77 Punkte Mone97                                    ---   20 Punkte natti_Lesemaus                        ---  27 Punkte Nelebooks                               ---  114 Punkte niknak                                       ----  112 Punkte nordfrau                                   ---   55 Punkte PMelittaM                                 ---   39 Punkte PollyMaundrell                           ---  16 Punkte Pucki60                                        --- 22 Punkte QueenSize                                 ---   40 Punkte Readrat                                      ---   23 Punkte SaintGermain                            ---   48 Punkte samea                                           --- 15 Punkte schadow_dragon81                  ---   49 Punkte Schmiesen                                  ---   62 Punkte Schokoloko29                            ---   13 Punkte Somaya                                     ---   60 Punkte SomeBody                                ---   64 Punkte Sommerleser                           ---   49 Punkte StefanieFreigericht                  ---   57 Punkte tlow                                            ---   43 Punkte Veritas666                                   --- 70 Punkte vielleser18                                 ---   37 Punkte Vucha                                         ---   69 Punkte Wermoeve                                 ---    7 Punkte !!! widder1987                               ---   31 Punkte Wolly                                          ---   49 Punkte Yolande                                       --   40 Punkte

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    • 1318
  • 3,5 Sterne- Aberwitzig und berührend

    Sweetgirl
    raven1711

    raven1711

    22. February 2017 um 10:31

    Klappentext: Es ist tiefster Winter im Norden von Michigan. Die 16-jährige Percy rettet ein vernachlässigtes und halb erfrorenes Baby aus dem Haus des Drogendealers Shelton, der ebenso unterbelichtet wie höchst gefährlich ist. Irgendwie muss sie es schaffen, das Baby in ein Krankenhaus zu bringen. Es folgt eine dramatische Flucht durch Schneesturm und unwegsames Gelände, mit unberechenbaren Verfolgern und unvermuteten Verbündeten. Dank Sheltons genereller Unfähigkeit gibt es bei der Verfolgungsjagd, teils aus Versehen, tatsächlich ein paar Leichen. Und am Ende will natürlich niemand schuld sein. Meinung: Eigentlich sollten sich 16-jährige Mädchen mit anderen Dingen beschäftigen, als sich auf die Suche nach der drogenabhängigen Mutter zu machen. Doch Percys Leben besteht leider nicht aus "Sweet 16"-Parties und so ist sie gezwungen, mitten in einem Blizzard die möglichen Aufenthaltsorte abzuklappern. Erster Stopp ist das Haus des Drogendealers Shelton, wo sie zwar ihre Mutter nicht antrifft, dafür aber ein unterkühltes und unterernährtes Baby findet, dass sie kurzerhand mitnimmt, da deren Mutter mit Shelton auf einem Drogentrip ist. Percy will das Kind in ein Krankenhaus bringen, doch die Witterung hat sich gegen sie gestellt. Und so ist Percy gezwungen, sich zu Fuß auf den Weg zu machen, verfolgt von dem unterbelichteten Shelton und den Männern, die er zum Auffinden des Babys angestellt hat. Das hat zur Folge, dass nicht nur das Wetter tödlich werden könnte. Percy ist, wenig verwunderlich, ziemlich abgeklärt für ihr Alter. Sie hat schon viel Mist mitgemacht und fühlt sich für ihre Mutter verantwortlich. Auch wenn ich sie insgesamt ganz gerne mochte, fehlte es mir aber leider an Nähe zu ihrer Figur. Auch bei den anderen Charakteren im Roman blieb diese Distanz bestehen, so dass ich zwar mit genügend Spannung deren Schicksale verfolgt habe, diese mich aber nicht so stark berührt haben, wie es vielleicht vom Autor angedacht war. Travis Mulhauser hält sich nicht lange mit großen Einleitungen auf und führt den Leser direkt in die Geschichte und ins Geschehen. Abwechselnd richtet er den Blick auf Percy, die in der Ich-Perspektive erzählt und Shelton, der seine Sicht in der dritten Person wiedergibt. Das sorgt für Abwechslung und Tempo im Buch, so dass es keine wirklichen Längen im Roman gibt und den Irrwitz an der Geschichte stark hervorhebt. Die eingängige Erzählweise wurde von Sophie Zeitz übersetzt. Alles in allem stimmt die Mischung aus Western und Drama und unterhaltsame Lesestunden erhält man als Leser auf jeden Fall mit diesem kurzweiligen Roman. Leider fehlte mir, wie schon erwähnt, die Nähe zu den Figuren. Für einen Debüt-Roman hat Travis Mulhauer hier aber ein solides Werk vorgelegt. Fazit: Sweetgirl weiß durchaus zu unterhalten und bietet einen schönen "Western-Drama"-Mix mit einer taffen Heldin und einer berührenden Story. Leider fehlt den Charakteren noch das gewisse Etwas, um diesen Roman runder zu machen. Lesenswert ist er aber durchaus. Von mir gibt es 3,5 von 5 Punkten. Vielen Dank an den DTV Verlag für das Rezensionsexemplar.

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  • Sweetgirl

    Sweetgirl
    lenisvea

    lenisvea

    20. February 2017 um 19:38

    DETAILS EUR 14,90 € [DE], EUR 15,40 € [A] dtv premium Deutsch von Sophie Zeitz Deutsche Erstausgabe, 256 Seiten, ISBN 978-3-423-26126-5 13. Januar 2017 Zum Buch: https://www.dtv.de/buch/travis-mulhauser-sweetgirl-26126/ Auf der Flucht durch den Schneesturm Es ist tiefster Winter im Norden von Michigan. Die 16-jährige Percy rettet ein vernachlässigtes und halb erfrorenes Baby aus dem Haus des Drogendealers Shelton, der ebenso unterbelichtet wie höchst gefährlich ist. Irgendwie muss sie es schaffen, das Baby in ein Krankenhaus zu bringen. Es folgt eine dramatische Flucht durch Schneesturm und unwegsames Gelände, mit unberechenbaren Verfolgern und unvermuteten Verbündeten. Dank Sheltons genereller Unfähigkeit gibt es bei der Verfolgungsjagd, teils aus Versehen, tatsächlich ein paar Leichen. Und am Ende will natürlich niemand schuld sein. Meine Meinung: Ich bin durch das schwarz-weisse Cover und den Titel auf das Buch aufmerksam geworden. Ich hatte dann die Möglichkeit, dieses über wasliestdu in einer Leserunde zu lesen. Der Einstieg in das Buch ist mir sehr gut gelungen, ich muss aber sagen, dass mir der Schreibstil nicht so gut gefallen hat. Ich hatte auch damit gerechnet, dass das Buch sehr gruselig wird, da ja ein Drogendealer hinter der 16jährigen Percy her war. Das hat sich meiner Meinung nach aber sehr in Grenzen gehalten. Spannend fand ich das Buch nicht wirklich. Was mir sehr gut gefallen hat, war dieser Einblick in das Milieu, in dem Percy aufwachsen musste und aus dem sie das halb verhungerte und fast erfrorene Baby gerettet hat. Zum Ende hin wurde es wieder etwas spannender, es gab auch eine unerwartete Wendung und zum Schluss hin konnte es mich sehr zum Nachdenken bewegen. Alles in allem muss ich aber sagen, dass mich das Buch nicht so ganz überzeugen konnte, auch wenn ich Percy als Charakter sehr gemocht habe. Bewerten würde ich dieses Buch mit 3,5 Sternen.

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  • Ein halberfrorenes Baby und eine Teenagerin in den tiefverschneiten Bergen Michigans

    Sweetgirl
    camilla1303

    camilla1303

    19. February 2017 um 17:07

    Der Roman „Sweetgirl“ von Travis Mulhauser ist als deutsche Erstausgabe 2017 in der dtv Verlagsgesellschaft erschienen, die amerikanische Originalausgabe aus dem Jahr 2016 trägt den selben Titel. Es ist tiefster Winter in Michigan. Die 16-jährige Percy findet ein halberfrorenes Baby und rettet es aus dem Haus des höchstgefährlichen Drogendealers Shelton. Zusammen mit der 6 Monate alten Jenna kämpft sich Percy, die selbst vom Rande der Gesellschaft stammt, durch den Schneesturm. Das Buch lässt sich für mich nur schwer einem Genre zuordnen. Mal handelt es sich um ein Drama, die Thematik um die verwahrlosten Kinder, denn auch Percy ist in Wahrheit „nur“ ein Kind um das sich viel zu wenig gekümmert wurde, hat mich als Mama tief berührt und mitgenommen. Unser Kleinster ist selbst gerade 5 Monate alt und ich kann und will mir gar nicht vorstellen, dass mein kleines Baby unterversorgt im kalten Haus eines Drogendealers liegen muss. Aber auch mit Shelton hatte ich teilweise Mitleid, denn das Buch zeigt nur zu gut auf, was Drogen mit einem Menschen machen und wie schnell Süchtige die Zurechnungsfähigkeit verlieren. Die Verfolgungsjagd lässt das Buch als Krimi erscheinen, aber die teilweise komischen Dialoge verleihen dem Buch auch einen Hauch von Komödie und kurzweiligem Roman. Jahreszeitenbücher kannte ich bisher noch nicht. „Sweetgirl“ bekommt im Winter von mir eine Leseempfehlung, ich glaube aber nicht, dass der Roman zum Lesen im Sommer geeignet ist. Wer erfahren möchte, was mit Percy und Jenna passiert, sollte sich mit einer heißen Tasse Tee und dem Buch unter eine Decke kuscheln und sich entführen lassen in die Schneelandschaft der Berge Michigans.

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  • Eine rasante Verfolgungsjagd um Leben und Tod

    Sweetgirl
    Lagoona

    Lagoona

    19. February 2017 um 16:17

    Der Klappentext verriet noch nicht so viel und so hatte ich zunächst einmal folgende Bilder von „Sweetgirl“ im Kopf: ….ein Baby in Not,  ein Schneesturm, ein Drogendealer, eine Verfolgungsjagd und wohl auch ein paar Leichen… Ich habe tatsächlich ein Weilchen gebraucht, bis ich mich an „Sweetgirl“ herangetraut habe, doch dann habe ich es quasi  in einem Stück nur so verschlungen, weil es so spannend war. Es geht um ein sechzehnjähriges Mädchen, das auf der Suche nach ihrer Mutter rein zufällig plötzlich in eine ganz andere Mission gelangt. Sie rettet ein kleines Baby aus dem Haus eines mittelschweren Verbrechers und befindet sich plötzlich auf der Flucht mitten im Nirgendwo zwischen Schneesturm und eisiger Kälte. Es beginnt ein Kampf um Leben und Tod. Wenn Du neugierig bist, wie diese Geschichte zuende geht, dann gibt es nur einen Weg: SWEETGIRL LESEN Mein Fazit: Ich bin total positiv überrascht. Dieses Buch hat mich von Anfang an so sehr gefesselt, dass ich es einfach nicht mehr aus den Händen legen konnte, so sehr habe ich mit der sechzehnjährigen Percy mitgefiebert. Ich bin total begeistert und gebe sehr gerne 5 Sterne für dieses tolle Buch.

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  • Eine anrührende und echte Geschichte - dazu etwas skurril

    Sweetgirl
    Damaris

    Damaris

    16. February 2017 um 11:43

    Meist schaffe ich es nicht, Bücher thematisch nach Jahreszeit zu lesen. Bei "Sweetgirl", dem Debütroman von Travis Mulhauser, war das aber fast schon ein Muss. Die Geschichte spielt im Winter, in der Kälte und den verschneiten Bergen von Michigan. Das passte so gut, dass jetzt einfach genau die richtige Zeit für das Buch war. Die Thematik mit dem Babyfund, einer Flucht und dem schwarzen Humor (?) versprachen ein berührendes und etwas anderes Leseerlebnis. Das Aushängethema von "Sweetgirl" ist wohl, dass Percy ein halb erfrorenes Baby findet. Die Umstände sind schlimm und schwer zu verkraften. Genau dieser Punkt war es auch, der mich sehr berührte und während des Lesens an mir nagte. Percy selbst ist erst sechzehn und kommt aus schwierigen Verhältnissen, vom Rand der Gesellschaft. Es mit der erst 6-monatigen, verwahrlosten Jenna durch einen Schneesturm zu wagen, ist ein mutiges Unterfangen. Percy wird mit ihrer Hartnäckigkeit und ihrem Mut zur Sympathieträgerin der Geschichte. Sie ist das beste Beispiel dafür, dass man einen Menschen nicht nach seiner Herkunft beurteilen sollte. Das Buch ist nicht sehr umfangreich, die Charaktere aber allesamt, ob sympathisch oder nicht, sehr stark beschrieben und vor allem plausibel. Die Geschichte in ein Genre zu drängen ist schwierig. Sie ist sowohl Drama, als auch Krimi und Unterhaltungsroman mit einem Hauch von Wahnwitz. In puncto Drogen, geht es hart und anschaulich zur Sache, die Auswirkungen liegen auf der Hand. Die Psyche der Konsumenten, vor allem die von Dealer Shelton, ist so gut dargestellt, dass ich darin lesen konnte wie in einem Buch, manchmal jedoch fast schon zu ausschweifend. Zurechnungsfähigkeit geht anders, und genau davon ging auch die größte Gefahr in der Geschichte aus. Den propagierten Witz und Humor konnte ich im Buch weniger finden. Vielmehr war es stellenweise fast etwas irre und sehr echt - bis zum Schluss. Das sorgt für ein sehr individuelles Leseerlebnis, bei dem die toughe Percy und ihr Einsatz für Sweetgirl Baby-Jenna außergewöhnlich gut gefällt. Das Fazit "Sweetgirl" war für mich eine winterliche Leseüberraschung. Die Geschichte hatte mit ihrem Kernthema sofort mein Interesse und berührte mich während des Lesens immer wieder. Witzig fand ich es nicht, vielleicht ist wahnwitzig der bessere Ausdruck, eher etwas irre und skurril. Dafür ist das Buch anrührend und echt, mit Charakteren, die im Gedächtnis bleiben. Damit fliegen die Seiten nur so dahin, man kommt nur schwer davon los. 4 von 5 Sterne vergebe ich.

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  • Ganovengeschichte mit Herz

    Sweetgirl
    wandablue

    wandablue

    14. February 2017 um 19:54

    Ganovengeschichte mit Herz.Eine Story im Winter. In Cutler County, Michigan. Dessen Atmosphäre, nämlich eine Mischung von Niedergang und Hoffnung, ist ziemlich gut, wie nebenher beschrieben. Ein Baby wird vernachlässigt, von der gutmeinenden Percy „geraubt“ und vom stellvertretenden Drogenboss des Orts zurückgeholt. Das ist wenigstens der Plan. Er geht, wie in lustigen Ganovengeschichten immer, nicht ganz auf. Die Geschichte, die auf zwei Ich-Ebenen erzählt wird, von dem jungen Mädchen Percy und von Shelton, dem Dealer, lebt von der Selbstüberschätzung des Drogendealers Shelton Potter. Shelton weiß zwar, dass er nicht wirklich klug ist, aber doof ist er auch nicht. Immerhin weiß er, dass er nichts weiß. Er hält sich für einen Geschäftsmann, seine Methoden sind allerdings etwas ungewöhnlich und die Ergebnisse seiner Handlungen oft zufällig. Shelton Potter ist die schwarze Figur, mit der man jedoch Mitleid bekommt und Percy ist einfach ein Engel mit schwarzen Rändern unter den Fingernägeln, von Jenna, dem Baby ganz abgesehen. Trotz der flapsig gestalteten Handlung sollte es jedem klar sein, dass die geschilderten Verhältnisse existieren. Sie sind in der Realität nur nicht lustig. Das wiederum ist sehr traurig. „Sweetgirl“ ist eine eigentlich kleine Story, mehr eine Fingerübung des angehenden Autors, denn wirklich mitgehen kann man nicht, die jedoch durch ihre winterliche Atmosphäre und die Erzählweise des Autors, die der traurigen Realität zuwiderläuft, gewinnt. Man muss dieses Buch nicht gelesen haben, aber wenn man es liest, wird man sehr nett unterhalten und kann sich das Grinsen nicht immer verkneifen, auch wenn der Witz manchmal von der plumpen Sorte ist. Fazit: Lakonische Ganovengeschichte mit Comicelementen. Oder auch: lustige Verarsche mit winterlicher Atmosphäre. Hat was, wenn man das Genre mag. Jedenfalls habe ich schon schlechtere Debüts gelesen. Kategorie: Krimi/Persiflage Verlag: dtv, 2017

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