Sweetgirl

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Inhaltsangabe zu „Sweetgirl“ von Travis Mulhauser

Auf der Flucht durch den SchneesturmEs ist tiefster Winter im Norden von Michigan. Die 16-jährige Percy rettet ein vernachlässigtes und halb erfrorenes Baby aus dem Haus des Drogendealers Shelton, der ebenso unterbelichtet wie höchst gefährlich ist. Irgendwie muss sie es schaffen, das Baby in ein Krankenhaus zu bringen. Es folgt eine dramatische Flucht durch Schneesturm und unwegsames Gelände, mit unberechenbaren Verfolgern und unvermuteten Verbündeten. Dank Sheltons genereller Unfähigkeit gibt es bei der Verfolgungsjagd, teils aus Versehen, tatsächlich ein paar Leichen. Und am Ende will natürlich niemand schuld sein.

Hatte etwas mehr Spannung erwartet, 3,5 Sterne Buch für mich

— lenisvea
lenisvea

Ein halberfrorenes Baby, eine Teenagerin und ein Schneesturm in den Bergen Michigans

— camilla1303
camilla1303

Ich habe diese Buch quasi in einem Atemzug ausgelesen und bin absolut begeistert.

— Lagoona
Lagoona

Eine ganz besondere Geschichte, die mich an vielen Stellen sehr berührt hat. Percy ist eine großartige Heldin.

— bellast01
bellast01

Hat was, wenn man das Genre mag!

— wandablue
wandablue

Leider zu abgedreht und seltsam. Hatte mir etwas anderes erwartet.

— cityofbooks
cityofbooks

Atmosphärisch, fesselnd und mitreißend, auch wenn ich an einer Stelle etwas enttäuscht war

— Skyline-Of-Books
Skyline-Of-Books

Konnte meine Erwartungen nicht ganz erfülllen

— mesu
mesu

Eine rasante Hetzjagd voller Tragik und Menschlichkeit.

— twentytwo
twentytwo

Wundervoller Debütroman, der einem ein bisschen das Herz bricht!

— Lovely_Lila
Lovely_Lila

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  • 3,5 Sterne- Aberwitzig und berührend

    Sweetgirl
    raven1711

    raven1711

    22. February 2017 um 10:31

    Klappentext: Es ist tiefster Winter im Norden von Michigan. Die 16-jährige Percy rettet ein vernachlässigtes und halb erfrorenes Baby aus dem Haus des Drogendealers Shelton, der ebenso unterbelichtet wie höchst gefährlich ist. Irgendwie muss sie es schaffen, das Baby in ein Krankenhaus zu bringen. Es folgt eine dramatische Flucht durch Schneesturm und unwegsames Gelände, mit unberechenbaren Verfolgern und unvermuteten Verbündeten. Dank Sheltons genereller Unfähigkeit gibt es bei der Verfolgungsjagd, teils aus Versehen, tatsächlich ein paar Leichen. Und am Ende will natürlich niemand schuld sein. Meinung: Eigentlich sollten sich 16-jährige Mädchen mit anderen Dingen beschäftigen, als sich auf die Suche nach der drogenabhängigen Mutter zu machen. Doch Percys Leben besteht leider nicht aus "Sweet 16"-Parties und so ist sie gezwungen, mitten in einem Blizzard die möglichen Aufenthaltsorte abzuklappern. Erster Stopp ist das Haus des Drogendealers Shelton, wo sie zwar ihre Mutter nicht antrifft, dafür aber ein unterkühltes und unterernährtes Baby findet, dass sie kurzerhand mitnimmt, da deren Mutter mit Shelton auf einem Drogentrip ist. Percy will das Kind in ein Krankenhaus bringen, doch die Witterung hat sich gegen sie gestellt. Und so ist Percy gezwungen, sich zu Fuß auf den Weg zu machen, verfolgt von dem unterbelichteten Shelton und den Männern, die er zum Auffinden des Babys angestellt hat. Das hat zur Folge, dass nicht nur das Wetter tödlich werden könnte. Percy ist, wenig verwunderlich, ziemlich abgeklärt für ihr Alter. Sie hat schon viel Mist mitgemacht und fühlt sich für ihre Mutter verantwortlich. Auch wenn ich sie insgesamt ganz gerne mochte, fehlte es mir aber leider an Nähe zu ihrer Figur. Auch bei den anderen Charakteren im Roman blieb diese Distanz bestehen, so dass ich zwar mit genügend Spannung deren Schicksale verfolgt habe, diese mich aber nicht so stark berührt haben, wie es vielleicht vom Autor angedacht war. Travis Mulhauser hält sich nicht lange mit großen Einleitungen auf und führt den Leser direkt in die Geschichte und ins Geschehen. Abwechselnd richtet er den Blick auf Percy, die in der Ich-Perspektive erzählt und Shelton, der seine Sicht in der dritten Person wiedergibt. Das sorgt für Abwechslung und Tempo im Buch, so dass es keine wirklichen Längen im Roman gibt und den Irrwitz an der Geschichte stark hervorhebt. Die eingängige Erzählweise wurde von Sophie Zeitz übersetzt. Alles in allem stimmt die Mischung aus Western und Drama und unterhaltsame Lesestunden erhält man als Leser auf jeden Fall mit diesem kurzweiligen Roman. Leider fehlte mir, wie schon erwähnt, die Nähe zu den Figuren. Für einen Debüt-Roman hat Travis Mulhauer hier aber ein solides Werk vorgelegt. Fazit: Sweetgirl weiß durchaus zu unterhalten und bietet einen schönen "Western-Drama"-Mix mit einer taffen Heldin und einer berührenden Story. Leider fehlt den Charakteren noch das gewisse Etwas, um diesen Roman runder zu machen. Lesenswert ist er aber durchaus. Von mir gibt es 3,5 von 5 Punkten. Vielen Dank an den DTV Verlag für das Rezensionsexemplar.

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  • Sweetgirl

    Sweetgirl
    lenisvea

    lenisvea

    20. February 2017 um 19:38

    DETAILS EUR 14,90 € [DE], EUR 15,40 € [A] dtv premium Deutsch von Sophie Zeitz Deutsche Erstausgabe, 256 Seiten, ISBN 978-3-423-26126-5 13. Januar 2017 Zum Buch: https://www.dtv.de/buch/travis-mulhauser-sweetgirl-26126/ Auf der Flucht durch den Schneesturm Es ist tiefster Winter im Norden von Michigan. Die 16-jährige Percy rettet ein vernachlässigtes und halb erfrorenes Baby aus dem Haus des Drogendealers Shelton, der ebenso unterbelichtet wie höchst gefährlich ist. Irgendwie muss sie es schaffen, das Baby in ein Krankenhaus zu bringen. Es folgt eine dramatische Flucht durch Schneesturm und unwegsames Gelände, mit unberechenbaren Verfolgern und unvermuteten Verbündeten. Dank Sheltons genereller Unfähigkeit gibt es bei der Verfolgungsjagd, teils aus Versehen, tatsächlich ein paar Leichen. Und am Ende will natürlich niemand schuld sein. Meine Meinung: Ich bin durch das schwarz-weisse Cover und den Titel auf das Buch aufmerksam geworden. Ich hatte dann die Möglichkeit, dieses über wasliestdu in einer Leserunde zu lesen. Der Einstieg in das Buch ist mir sehr gut gelungen, ich muss aber sagen, dass mir der Schreibstil nicht so gut gefallen hat. Ich hatte auch damit gerechnet, dass das Buch sehr gruselig wird, da ja ein Drogendealer hinter der 16jährigen Percy her war. Das hat sich meiner Meinung nach aber sehr in Grenzen gehalten. Spannend fand ich das Buch nicht wirklich. Was mir sehr gut gefallen hat, war dieser Einblick in das Milieu, in dem Percy aufwachsen musste und aus dem sie das halb verhungerte und fast erfrorene Baby gerettet hat. Zum Ende hin wurde es wieder etwas spannender, es gab auch eine unerwartete Wendung und zum Schluss hin konnte es mich sehr zum Nachdenken bewegen. Alles in allem muss ich aber sagen, dass mich das Buch nicht so ganz überzeugen konnte, auch wenn ich Percy als Charakter sehr gemocht habe. Bewerten würde ich dieses Buch mit 3,5 Sternen.

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  • Ein halberfrorenes Baby und eine Teenagerin in den tiefverschneiten Bergen Michigans

    Sweetgirl
    camilla1303

    camilla1303

    19. February 2017 um 17:07

    Der Roman „Sweetgirl“ von Travis Mulhauser ist als deutsche Erstausgabe 2017 in der dtv Verlagsgesellschaft erschienen, die amerikanische Originalausgabe aus dem Jahr 2016 trägt den selben Titel. Es ist tiefster Winter in Michigan. Die 16-jährige Percy findet ein halberfrorenes Baby und rettet es aus dem Haus des höchstgefährlichen Drogendealers Shelton. Zusammen mit der 6 Monate alten Jenna kämpft sich Percy, die selbst vom Rande der Gesellschaft stammt, durch den Schneesturm. Das Buch lässt sich für mich nur schwer einem Genre zuordnen. Mal handelt es sich um ein Drama, die Thematik um die verwahrlosten Kinder, denn auch Percy ist in Wahrheit „nur“ ein Kind um das sich viel zu wenig gekümmert wurde, hat mich als Mama tief berührt und mitgenommen. Unser Kleinster ist selbst gerade 5 Monate alt und ich kann und will mir gar nicht vorstellen, dass mein kleines Baby unterversorgt im kalten Haus eines Drogendealers liegen muss. Aber auch mit Shelton hatte ich teilweise Mitleid, denn das Buch zeigt nur zu gut auf, was Drogen mit einem Menschen machen und wie schnell Süchtige die Zurechnungsfähigkeit verlieren. Die Verfolgungsjagd lässt das Buch als Krimi erscheinen, aber die teilweise komischen Dialoge verleihen dem Buch auch einen Hauch von Komödie und kurzweiligem Roman. Jahreszeitenbücher kannte ich bisher noch nicht. „Sweetgirl“ bekommt im Winter von mir eine Leseempfehlung, ich glaube aber nicht, dass der Roman zum Lesen im Sommer geeignet ist. Wer erfahren möchte, was mit Percy und Jenna passiert, sollte sich mit einer heißen Tasse Tee und dem Buch unter eine Decke kuscheln und sich entführen lassen in die Schneelandschaft der Berge Michigans.

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  • Eine rasante Verfolgungsjagd um Leben und Tod

    Sweetgirl
    Lagoona

    Lagoona

    19. February 2017 um 16:17

    Der Klappentext verriet noch nicht so viel und so hatte ich zunächst einmal folgende Bilder von „Sweetgirl“ im Kopf: ….ein Baby in Not,  ein Schneesturm, ein Drogendealer, eine Verfolgungsjagd und wohl auch ein paar Leichen… Ich habe tatsächlich ein Weilchen gebraucht, bis ich mich an „Sweetgirl“ herangetraut habe, doch dann habe ich es quasi  in einem Stück nur so verschlungen, weil es so spannend war. Es geht um ein sechzehnjähriges Mädchen, das auf der Suche nach ihrer Mutter rein zufällig plötzlich in eine ganz andere Mission gelangt. Sie rettet ein kleines Baby aus dem Haus eines mittelschweren Verbrechers und befindet sich plötzlich auf der Flucht mitten im Nirgendwo zwischen Schneesturm und eisiger Kälte. Es beginnt ein Kampf um Leben und Tod. Wenn Du neugierig bist, wie diese Geschichte zuende geht, dann gibt es nur einen Weg: SWEETGIRL LESEN Mein Fazit: Ich bin total positiv überrascht. Dieses Buch hat mich von Anfang an so sehr gefesselt, dass ich es einfach nicht mehr aus den Händen legen konnte, so sehr habe ich mit der sechzehnjährigen Percy mitgefiebert. Ich bin total begeistert und gebe sehr gerne 5 Sterne für dieses tolle Buch.

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  • Eine anrührende und echte Geschichte - dazu etwas skurril

    Sweetgirl
    Damaris

    Damaris

    16. February 2017 um 11:43

    Meist schaffe ich es nicht, Bücher thematisch nach Jahreszeit zu lesen. Bei "Sweetgirl", dem Debütroman von Travis Mulhauser, war das aber fast schon ein Muss. Die Geschichte spielt im Winter, in der Kälte und den verschneiten Bergen von Michigan. Das passte so gut, dass jetzt einfach genau die richtige Zeit für das Buch war. Die Thematik mit dem Babyfund, einer Flucht und dem schwarzen Humor (?) versprachen ein berührendes und etwas anderes Leseerlebnis. Das Aushängethema von "Sweetgirl" ist wohl, dass Percy ein halb erfrorenes Baby findet. Die Umstände sind schlimm und schwer zu verkraften. Genau dieser Punkt war es auch, der mich sehr berührte und während des Lesens an mir nagte. Percy selbst ist erst sechzehn und kommt aus schwierigen Verhältnissen, vom Rand der Gesellschaft. Es mit der erst 6-monatigen, verwahrlosten Jenna durch einen Schneesturm zu wagen, ist ein mutiges Unterfangen. Percy wird mit ihrer Hartnäckigkeit und ihrem Mut zur Sympathieträgerin der Geschichte. Sie ist das beste Beispiel dafür, dass man einen Menschen nicht nach seiner Herkunft beurteilen sollte. Das Buch ist nicht sehr umfangreich, die Charaktere aber allesamt, ob sympathisch oder nicht, sehr stark beschrieben und vor allem plausibel. Die Geschichte in ein Genre zu drängen ist schwierig. Sie ist sowohl Drama, als auch Krimi und Unterhaltungsroman mit einem Hauch von Wahnwitz. In puncto Drogen, geht es hart und anschaulich zur Sache, die Auswirkungen liegen auf der Hand. Die Psyche der Konsumenten, vor allem die von Dealer Shelton, ist so gut dargestellt, dass ich darin lesen konnte wie in einem Buch, manchmal jedoch fast schon zu ausschweifend. Zurechnungsfähigkeit geht anders, und genau davon ging auch die größte Gefahr in der Geschichte aus. Den propagierten Witz und Humor konnte ich im Buch weniger finden. Vielmehr war es stellenweise fast etwas irre und sehr echt - bis zum Schluss. Das sorgt für ein sehr individuelles Leseerlebnis, bei dem die toughe Percy und ihr Einsatz für Sweetgirl Baby-Jenna außergewöhnlich gut gefällt. Das Fazit "Sweetgirl" war für mich eine winterliche Leseüberraschung. Die Geschichte hatte mit ihrem Kernthema sofort mein Interesse und berührte mich während des Lesens immer wieder. Witzig fand ich es nicht, vielleicht ist wahnwitzig der bessere Ausdruck, eher etwas irre und skurril. Dafür ist das Buch anrührend und echt, mit Charakteren, die im Gedächtnis bleiben. Damit fliegen die Seiten nur so dahin, man kommt nur schwer davon los. 4 von 5 Sterne vergebe ich.

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  • Ganovengeschichte mit Herz

    Sweetgirl
    wandablue

    wandablue

    14. February 2017 um 19:54

    Ganovengeschichte mit Herz.Eine Story im Winter. In Cutler County, Michigan. Dessen Atmosphäre, nämlich eine Mischung von Niedergang und Hoffnung, ist ziemlich gut, wie nebenher beschrieben. Ein Baby wird vernachlässigt, von der gutmeinenden Percy „geraubt“ und vom stellvertretenden Drogenboss des Orts zurückgeholt. Das ist wenigstens der Plan. Er geht, wie in lustigen Ganovengeschichten immer, nicht ganz auf. Die Geschichte, die auf zwei Ich-Ebenen erzählt wird, von dem jungen Mädchen Percy und von Shelton, dem Dealer, lebt von der Selbstüberschätzung des Drogendealers Shelton Potter. Shelton weiß zwar, dass er nicht wirklich klug ist, aber doof ist er auch nicht. Immerhin weiß er, dass er nichts weiß. Er hält sich für einen Geschäftsmann, seine Methoden sind allerdings etwas ungewöhnlich und die Ergebnisse seiner Handlungen oft zufällig. Shelton Potter ist die schwarze Figur, mit der man jedoch Mitleid bekommt und Percy ist einfach ein Engel mit schwarzen Rändern unter den Fingernägeln, von Jenna, dem Baby ganz abgesehen. Trotz der flapsig gestalteten Handlung sollte es jedem klar sein, dass die geschilderten Verhältnisse existieren. Sie sind in der Realität nur nicht lustig. Das wiederum ist sehr traurig. „Sweetgirl“ ist eine eigentlich kleine Story, mehr eine Fingerübung des angehenden Autors, denn wirklich mitgehen kann man nicht, die jedoch durch ihre winterliche Atmosphäre und die Erzählweise des Autors, die der traurigen Realität zuwiderläuft, gewinnt. Man muss dieses Buch nicht gelesen haben, aber wenn man es liest, wird man sehr nett unterhalten und kann sich das Grinsen nicht immer verkneifen, auch wenn der Witz manchmal von der plumpen Sorte ist. Fazit: Lakonische Ganovengeschichte mit Comicelementen. Oder auch: lustige Verarsche mit winterlicher Atmosphäre. Hat was, wenn man das Genre mag. Jedenfalls habe ich schon schlechtere Debüts gelesen. Kategorie: Krimi/Persiflage Verlag: dtv, 2017

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  • Das seltsamste Buch, dass ich jemals gelesen habe

    Sweetgirl
    cityofbooks

    cityofbooks

    13. February 2017 um 16:29

    Auf der Flucht durch den Schneesturm. Es ist tiefster Winter im Norden von Michigan. Die 16-jährige Percy rettet ein vernachlässigtes und halb erfrorenes Baby aus dem Haus des Drogendealers Shelton, der ebenso unterbelichtet wie höchst gefährlich ist. Irgendwie muss sie es schaffen, das Baby in ein Krankenhaus zu bringen. Es folgt eine dramatische Flucht durch Schneesturm und unwegsames Gelände, mit unberechenbaren Verfolgern und unvermuteten Verbündeten. Dank Sheltons genereller Unfähigkeit gibt es bei der Verfolgungsjagd, teils aus Versehen, tatsächlich ein paar Leichen. Und am Ende will natürlich niemand schuld sein. Zu aller erst muss ich sagen, dass auch wenn mich der Klappentext neugierig gemacht hat, ich mir selbst das Buch nicht gekauft hätte, und ich somit sehr froh war, dass ich es zusammen in der Leserunde lesen durfte. Travis Mulhauser hat einen sehr angenehmen, flüssigen und auch an mancher Stelle humorvollen Schreibstil, weshalb man das Buch sehr schnell durchgelesen hatte. Geschrieben war es aus Percy`s Perspektive, welche auch dominiert hatte, aber es wurde auch aus Shelton`s Sicht erzählt ,was meistens ziemlich überdreht und seltsam war. Anfangs hatte ich auch ein wenig Probleme mit den Namen, da diese gewöhnungsbedürftig sind, aber man hat sich zum Glück im Laufe des Buches daran gewöhnt. Percy ist in dem Buch auf jedenfall mein Lieblingscharakter. Sie ist ein mutiges, taffes und sympathisches Mädchen. Trotz all der Umstände unter denen sie zu leiden hat, kümmert sie sich um ihre Mutter und vernachlässigt deshalb sogar ihr eigenes Leben, was zeigt, was für ein großes Herz sie hat. Shelton war eben...Shelton. Er ist ein Drogenabhängiger, wessen Sucht im Roman sehr deutlich wurde und man bemitleidet ihn so ziemlich das gesamte Buch. Die Handlung war ganz in Ordnung. Es war nichts überragendes und an einigen Stellen war es mir ein wenig zu langatmig. Es gab auch den ein oder anderen Handlungsverlauf, den ich unglaubwürdig oder übertrieben fand. Es hat mir aber gut gefallen, das im Laufe der Geschichte immer mehr aus der Vergangenheit der beiden berichtet wurde und man somit einen besseren Einblick in beide Charaktere bekommen hat. Ich fand auch die Beziehung zwischen Percy und Jenna einfach nur rührend. Das Ende war mir leider ein wenig zu einfach gestaltet und ich hatte mir mehr erwartet. Der Schluss war sowohl schön als auch traurig, was zum Buch passt und ich somit gut mit dem Buch abschließen konnte. Insgesamt hatte das Buch doch einige Schwächen und war nicht zu 100% mein Geschmack, aber es hat mich ganz gut unterhalten. Für jeden, der mal "etwas anderes" oder verrückteres lesen möchte kann ich das Buch empfehlen, aber ansonsten muss man das Buch nicht gelesen haben.

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  • Atmosphärisch, fesselnd und mitreißend, auch wenn ich an einer Stelle etwas enttäuscht war

    Sweetgirl
    Skyline-Of-Books

    Skyline-Of-Books

    12. February 2017 um 19:14

    Klappentext „Auf der Flucht durch den Schneesturm Es ist tiefster Winter im Norden von Michigan. Die 16-jährige Percy rettet ein vernachlässigtes und halb erfrorenes Baby aus dem Haus des Drogendealers Shelton, der ebenso unterbelichtet wie höchst gefährlich ist. Irgendwie muss sie es schaffen, das Baby in ein Krankenhaus zu bringen. Es folgt eine dramatische Flucht durch Schneesturm und unwegsames Gelände, mit unberechenbaren Verfolgern und unvermuteten Verbündeten. Dank Sheltons genereller Unfähigkeit gibt es bei der Verfolgungsjagd, teils aus Versehen, tatsächlich ein paar Leichen. Und am Ende will natürlich niemand schuld sein.“   Gestaltung Die schlichte Gestaltung passt super zur Geschichte, denn das kühle weiß spiegelt sehr schön die kalte Schneelandschaft, in welcher das Buch spielt, wieder. Mir gefällt besonders, dass es so aussieht als würden die Fußspuren auf die Berge zugehen. Auch dies greift die Handlung sehr schön auf. Zudem mag ich die schwarzen Umrisse der Berge, vor denen man viele Bäume sieht. So fällt das Cover direkt auf und es verkörpert perfekt die Handlung. Klasse gemacht!   Meine Meinung Durch eine Werbeaktion des Verlages bin ich auf „Sweetgirl“ aufmerksam geworden und ich bin wirklich froh darum, denn das Buch hat mir einige spannende Lesestunden beschert. In dem Debüt von Travis Mulhauser geht es um die junge Percy, die ihre drogensüchtige Mutter bei ihrem Dealer Shelton sucht und dort stattdessen ein halb erfrorenes Baby vorfindet, das sie versucht zu retten. Dies ist im tiefsten Winter in den Bergen von Michigan jedoch alles andere als einfach, vor allem, wenn einem der Dealer dicht auf den Versen ist…   Ich muss sagen, dass ich die ersten zwei, drei Kapitel gebraucht habe, bis ich in die Geschichte gefunden hatte, da ich gerade zu Beginn die Beschreibungen der Landschaft und der Kälte als etwas gedehnt bzw. lang empfunden habe und mich erst daran gewöhnen musste. Insgesamt haben mich die Beschreibungen des Autors sehr beeindruckt, weil sie dem Buch eine ganz besondere Atmosphäre verliehen haben. Herr Mulhauser hat die Landschaft und die kalte Jahreszeit vor meinem inneren Auge entstehen lassen und mich den Schneesturm sowie die Kälte spüren lassen. So konnte ich mir die Strapazen der Protagonistin Percy, als sie durch die eisigen Berge wandert, um ein Baby zu retten, sehr gut vor Augen führen und nachempfinden.   Die Handlung fand ich spannend, denn sie war sehr dramatisch. Einerseits wird erzählt wie Percy im Sturm mit dem kranken Baby durch die eisige Kälte der schneeverhangenen Berge flieht. Andererseits wird auch die mehr oder minder verzweifelte Suche von Shelton, dem Drogendealer, geschildert. Mich hat vor allem die Frage „Was passiert, wenn Shelton Percy und das Baby findet?“ angetrieben. Die Spannung, was er mit ihr machen würde, hat mich so gefangen genommen, dass ich manchmal ganz das Atmen vergessen habe (vor allem in den Momenten, in denen der Verfolger Percy ganz nah kam…). Allerdings fand ich die Szene, als Shelton Percy dann gefunden hatte, etwas zu kurz, denn ich hatte geradezu darauf hin gefiebert und dann wurde der von mir mit Spannung erwartete große Moment innerhalb von eineinhalb Seiten abgehandelt. Das war etwas schade und enttäuschend.   Toll fand ich, dass die Handlung sich nicht erst zum Ende hin vor Spannung überschlägt, sondern auch zwischendrin immer wieder Spannungshochs vorhanden sind, in denen wirklich gefährliche Dinge passieren und in denen mein Herz mehr als einmal stehen geblieben ist. Percys Verfolger kommen ihr nämlich öfter gefährlich nah…so wird es beim Lesen garantiert nicht langweilig, denn man bangt stets mit der Protagonistin mit, dass sie nicht gefasst wird und dass sie das Baby in Sicherheit bringen kann. Die hohe Anspannung der Figuren war für mich zudem auch sehr greifbar, denn ich hatte den Eindruck, als könnte ich sie durch die Seiten hindurch fühlen. Außerdem schwebte auch immer eine böse Vorahnung, dass noch etwas Unheilvolles geschehen würde, über der Geschichte. Dies fand ich richtig gut, denn es hat dazu geführt, dass ich das Buch nur ungern aus der Hand gelegt habe, weil ich wissen wollte, ob sich das Gefühl bewahrheiten würde oder nicht.   Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Percy und dem personalen Erzähler, der Sheltons Erlebnisse schildert. Diese Mischung aus verschiedenen Erzählern fand ich sehr gelungen, denn sie hat für mich die Spannung der Geschichte nochmals gesteigert, weil meine Neugierde, was beim Aufeinandertreffen der beiden Figuren passieren würde so nochmals gesteigert wurde. Zudem konnte ich so auch Einblicke in Sheltons Charakter erhalten. Toll fand ich bei seinen Kapiteln, dass die Erzählweise seine dezent unterbelichtete Art gut transportiert hat.   Für mich passten die Figuren sehr gut zur Geschichte. Der drogensüchtige Dealer Shelton war nicht die hellste Kerze am Leuchter und gerade die Tatsache, dass er sich ständig im Rausch befand hat seine Handlungen konfus und planlos wirken lassen. Das passte aber auch zu ihm. Zudem war er stets für Überraschungen gut, gerade am Ende. Percy hingegen ist es gewohnt, Verantwortung zu tragen. Sie ist stets bei klarem Verstand und darum bemüht das Richtige zu tun. Mein Highlight war jedoch ihr Ziehvater Portis, der Percy bei der Rettung des Babys hilft. Er ist ein fürsorglicher Brummbär mit einem warmen Herzen, der mich immer zum Lächeln gebracht hat.   Im Buch kommen auch immer wieder Songs vor, die ich allerdings nicht kannte. Dies hat mich beim Lesen jedoch nicht gestört. Ich habe aber einen Tipp für all diejenigen, die das Buch noch lesen möchten: auf der Homepage des Verlags gibt es eine Playlist mit ein paar Songs aus dem Buch. Diese könnt ihr euch beim Lesen (oder danach, so wie ich) anhören! So wird das Leseerlebnis noch intensiver!   Fazit Mit „Sweetgirl“ begibt man sich auf eine dramatische Flucht durch die eisige Kälte von Michigans schneebedeckten Bergen. Diese Reise fesselt, überrascht und reißt den Leser mit sich! Von Momenten, in denen mir das Herz stehen geblieben ist, bis hin zu Szenen voller Warmherzigkeit war alles dabei. Das Buch ist sehr atmosphärisch und zog mich direkt in seinen Bann. Etwas enttäuscht war ich, dass der von mir heiß erwartete Showdown zwischen Verfolger und Verfolgter zu kurz war. Aber ansonsten ist diese Geschichte ein packendes Erlebnis der besonderen Art! 4 von 5 Sternen!   Reihen-Infos Einzelband

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  • Flucht im Schneesturm

    Sweetgirl
    buecherwurm1310

    buecherwurm1310

    12. February 2017 um 11:59

    Die 16jährige Percy hat es nicht leicht. Den Vater hat sie nie kennengelernt, ihre ältere Schwester ist weggezogen und ihre Mutter Carletta ist drogenabhängig. Aber Percy ist auch verantwortungsvoll. Um den Lebensunterhalt sicherzustellen, arbeitet sie statt die Schule zu besuchen, und sie ist in ständiger Sorge um ihre Mutter. Wieder einmal ist diese verschwunden, und Percy macht sich auf die Suche nach Carletta. So kommt sie zum Haus des Dealers Shelton, der selbst drogenabhängig ist, und findet dort eine Baby neben der mit Drogen zugeknallten Mutter. Das Kind ist total verwahrlost und stark unterkühlt. Percy nimmt das Baby an sich, um es ins Krankenhaus zu bringen. Aber sie wird verfolgt und muss durch Schneesturm und unwegsames Gelände flüchten. Unterstützung erhält sie von ihrem alkoholabhängigen Ziehvater Portis. Das Buch lässt sich sehr gut und flüssig lesen. Wir lernen die Geschichte aus der Perspektive von Percy kenne und aus Sheltons Sicht. Mit tat Percy leid, die so viel Verantwortung für ihre Mutter übernehmen muss, dabei sollte es doch eigentlich umgekehrt sein. Kaum hat sie das Baby gesehen, fühlt sie sich auch dafür verantwortlich und ganz gleich, welche Hindernisse sich ihr in den Weg stellen, sie will das Baby retten. Dabei ist es nicht nur die Natur, die es ihr schwer macht, auch Drogendealer Shelton ist unberechenbar. Aber da er ziemlich unterbelichtet ist, wirkt er oft gar nicht so bedrohlich. Aber auch die anderen Verfolger sind drogenbedingt nicht besonders helle. Ich wollte wissen, ob es Percy gelingt, das Kind zu retten, konnte es mir aber kaum vorstellen, da die Flucht langwierig und schwierig ist, das Kind aber nicht für die Wetterverhältnisse angezogen und die Versorgung äußerst dürftig ist. Doch ich will hier nicht verraten, wie die Geschichte endet. Doch dass es dabei Tote gibt, verrät schon der Klappentext. Die Geschichte ist spannend, aber nicht durchgehend. Es passieren manchmal unerwartete Dinge, doch ist auch sehr vieles vorhersehbar. Obwohl manches auch witzig ist, überwiegt das Tragische in dieser Geschichte. Ich fand das Buch interessant, aber dennoch konnte es mich nicht hundertprozentig packen.

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  • Ein außergewöhnliches Buch welches begeistert!

    Sweetgirl
    Line1984

    Line1984

    12. February 2017 um 10:45

    Ich hatte schon so unglaublich viel über dieses Buch gehört und das waren nur positive Stimmen. Das machte mich natürlich neugierig, was ist an diesem Buch so besonders? Ich konnte es mir einfach nicht erklären. Nun nach dem lesen kann ich sagen, WOW! Was für eine tolle Story. Percy hat es nicht leicht, eigentlich sollte die 16 jährige ein unbeschwertes Leben führen ohne sich ständig um ihre Mutter zu sorgen. Doch so ist es leider nicht. Wieder einmal ist ihre Drogenabhängige Mutter spurlos verschwunden und Percy macht sich natürlich Sorgen. Mittlerweile ist sie schon seit 9 Tagen verschwunden doch Percy hat Glück und bekommt von einem Bekannten einen Hinweis. Sie macht sich trotz Schneesturm auf der Suche nach ihrer Mutter und fährt zur abgelegenen Farm von Shelton. Was sie dort findet ist ein Schock für sie, zwar ist ihre Mutter nicht dort, dafür findet sie ein kleines Baby welches in einer Wiege vor dem offenen Fester liegt. Der Schneesturm ist unerbittlich zum Glück geht es der kleinen so weit gut. Percy reagiert völlig normal, sie nimmt das Baby mit sich und will es ins nächst gelegene Krankenhaus bringen. Doch das erweist sich als äußerst schwer. Denn sie hat nichts mit Sheltons Hartnäckigkeit gerechnet. Es beginnt eine abenteuerliche Flucht durch einen Schneesturm. Dieses Buch beinhaltet so viele wichtige und auch aktuelle Themen, es zeigt einen Blick in die Unterschicht Amerikas. Drogensucht, Armut und Hoffnungslosigkeit bestimmen das Leben. Auch Percy merkt dies immer wieder auf schmerzhafte weise. Percy ist eine unglaublich starke Protagonistin. Obwohl sie erst 16 Jahre alt ist wirkte sie auf mich wie eine Erwachsene. Abgehärtet von dem Leben, die Sorgen um ihre Mutter und nun hat sie die Verantwortung für ein Baby, das ganze meistert sie grandios. Denn percy denkt nicht mal ans aufgeben, sie kämpft wie eine Löwin. Im Verlauf der Story kommt es zu einer schwerwiegenden Entscheidung und Percy erkennt langsam das es vielleicht für ihre Mutter doch keine Hilfe mehr gibt. Shelton ist ja der Knaller, ich habe selten einen solch skurrilen Charakter erlebt. Obwohl ich sein Leben an sich schon traurig fand, brachte er mich immer wieder zum schmunzeln. Die wirren Gedankengänge eines Drogensüchtigen sind schon der Hammer. Teilweise war ich erstaunt das er überhaupt noch einen klaren Gedanken fassen konnte. Die Handlung ist sehr fesselnd und auch spannend. Ich konnte und wollte dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen. Was ich irgendwie schade fand war das die Story etwas kurz war, ich hätte noch stundenlang weiter lesen können. Ich hoffe nun natürlich auf viele weitere Bücher des Autoren, denn mit diesem Debüt hat er mich völlig begeistert. Klare und uneingeschränkte Empfehlung. Fazit: Mit "Sweetgirl" ist dem Autoren ein grandioses Debüt gelungen, ich bin auch jetzt nach dem lesen noch völlig begeistert. Sein flüssiger Schreibstil, authentische und auch skurrile Charaktere sowie ein spannungsgeladene Handlung überzeugten mich hier völlig. Dieses Buch ist ein wahres Lesehighlight. Von mir bekommt es natürlich die volle Punktzahl.

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  • Leicht zu lesen, aber es hat mich nicht gepackt

    Sweetgirl
    mesu

    mesu

    12. February 2017 um 08:50

    Das Buch konnte mich nicht ganz begeistern. Es liest sich schnell und die Heldin Percy ist mutig und sympatisch. Aber die Geschichte konnte mich nicht packen, auch wenn das Thema " 16 Jährige mutig und tough rettet ein Baby und flüchtet durch Sturm und Schnee", eine gute Geschichte ist.  Man kann es lesen, muß aber nicht

  • Packend und ungewöhnlich

    Sweetgirl
    AnnaMagareta

    AnnaMagareta

    11. February 2017 um 20:44

    „Sweetgirl“  ist ein gelungener Debütroman des in North Carolina lebenden Autoren Travis Mulhauser. Die 16-jährige Percy  ist auf der Suche nach ihrer drogenabhängigen Mutter. Dabei findet sie im Haus des Drogendealers Shelton ein verwahrlostes Baby, das sie an sich nimmt, um es in Sicherheit zu bringen. Es folgt eine gefährliche Flucht durch das verschneite Michigan… Der Autor beschreibt seine Charaktere sehr detailreich und absolut glaubwürdig. Man bekommt ein klares Bild von ihnen und sie könnten kaum verschiedenartiger sein. Das unterschiedliche Schicksal und ihr Umgang damit macht ihre Einzigartigkeit deutlich. Dabei gelingt es Travis Mulhauser sehr gut auch für die Charaktere Mitgefühl zu empfinden, die man zu Beginn eher in der Rolle des Antagonisten gesehen hat. Die Protagonistin war mir von Anfang an sympathisch und ist für ihr Alter erstaunlich überlegt und verantwortungsbewusst. Die Beschreibungen der winterlichen Landschaften von Michigan sind wunderschön, aber es wird auch deutlich, dass sie nicht ungefährlich sind. Obwohl die Handlung  zum Teil sehr grausam und traurig ist, gab es auch viele Stellen an denen ich Schmunzeln musste.  Die Dialoge zwischen Percy und Portis finde ich einfach großartig. Ich mag die beiden, sie bringen eine Menge Leben in das Buch und geben immer wieder Anlaß zum Lachen. Durch den lockeren Schreibstil und die sich aufbauende Spannung bin ich nur so durch die Seiten geflogen. Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen. Es ist lebendig, spannend, humorvoll und emotional mit vielfältigen Charakteren und tollen Landschaftsbeschreibungen. Kurz: Ein kurzweiliges und abwechslungsreiches Lesevergnügen, das ich empfehlen kann.

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  • Ein wenig seicht und der Inhalt zum Teil an den Haaren herbeigezogen

    Sweetgirl
    sheena01

    sheena01

    11. February 2017 um 14:52

    In Cutler, einem kleinen Städtchen im Norden Michigans lebt die 16jährige Percy unter recht tristen Verhältnissen: der ihr unbekannte Vater hat sich bei ihrer Geburt aus dem Staub gemacht, ihre um fünf Jahre ältere Schwester ist mit deren kleinen Familie nach Portland gezogen und ihre Mutter Carletta ist schwer drogenabhängig. Um sich und ihre beschäftigungslose Mutter finanziell über Wasser zu halten, hat Percy die Schule abgebrochen und arbeitet nun Vollzeit bei einem Möbelrestaurator. Percy lebt in ständiger Sorge um Carletta, da diese auf der Suche nach Drogen immer wieder für etliche Tage verschwindet, und Percy es sich zur Lebensaufgabe gemacht hat, sie wieder aufzuspüren und sich um sie zu kümmern. Als Percy bei einer dieser Suchaktionen im Haus des selbst drogenabhängigen Dealers Shelton landet, findet sie statt Carletta ein verwahrlostes, halberfrorenes Baby vor, das neben seiner von Drogen vollgepumpten Mutter und dem ebenfalls zugedröhnten Shelton vor sich hinvegetiert. Percy fasst den Entschluss, den Säugling zu retten, indem sie das Kind kurzerhand aus dem Haus entführt und Großteils zu Fuß durch einen eisigen Schneesturm in ein Krankenhaus bringen will. Eine abenteuerliche Flucht beginnt, auf der sie Schützenhilfe von Portis, ihrem ehemaligen Ziehvater erhält. Soweit zum Inhalt der Geschichte. Die Handlung wird aus zwei Perspektiven erzählt, zum einen aus der dritten Person aus der Sicht des Junkies Shelton, zum anderen aus der Ich-Perspektive der taffen, jungen Percy. Das Ganze ist in einer sehr einfachen Sprache verfasst und rasch und zügig zu lesen, das man es durchaus schafft, in einem Tag zu lesen. Die Leseprobe dieses Buches las sich sehr spannend, auch der Klappentext, bei dem von „irrwitzigsten Roman der Saison“ die Rede war, klang vielversprechend. Leider wurde ich aber schon nach kurzem eines Besseren belehrt: Zwar hatte der Inhalt, mit einem hilflosen Baby durch einen Blizzard flüchten zu müssen, durchaus einen vielversprechenden Ansatz, leider wurde jedoch sehr wenig daraus gemacht. Die Handlungsstränge waren teilweise etwas wirr, zumal hatte man den Eindruck, dass sich der Autor teilweise in Sackgassen verstrickte, aus denen er sich nur durch das Eintreten einer glücklichen Fügung des Schicksals herausmanövrieren konnte. Die Handlungsstränge erscheinen zum Teil an den Haaren herbeigezogen, wohl um die Spannung zu erhöhen, was das Ganze jedoch leider ein wenig flach erscheinen lässt. Dass man mit einem so kleinen Baby, wie beschrieben stundenlang durch den Schnee irren kann, ohne es dabei füttern und wickeln zu müssen, scheint den Autor nicht zu stören, dass ein Baby, dessen Körper mit eitrigen Wunden übersäht ist, normalerweise permanent vor Schmerzen schreien müsste, ebenfalls nicht. So wird ein offenbar äußerst pflegeleichter Säugling in dünnem Schlafanzug durch den ärgsten Sturm getragen, ohne dass er dabei jeglichen Schaden nimmt. Dass auch der minimal vorhandene Milchpulvervorrat ausreicht mit dem man mit heißem Wasser, das man aus ganz normalen Wasserflaschen zaubert, köstlich warme Babymilch zubereitet, ist ebenfalls eines dieser interessanten Phänomene dieses Buches. Aber wahrscheinlich ist es das, was man im Klappentext als „irrwitzig“ bezeichnet. Alles in allem, wie gesagt, ein durchaus spannender Ansatz für den Inhalt eines Erstlingswerks, ob ich es jedoch jemandem empfehlen würde, wage ich allerdings zu bezweifeln.

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  • Zu viele Beschreibungen, wenig Story

    Sweetgirl
    Angellika

    Angellika

    10. February 2017 um 14:18

    Inhalt: Als Percy einer Spur mitten in den verschneiten Wald ihrer drogensüchtigen Mutter folgt, findet sie bei einem Meth-Dealer ein Baby. Sie entschließt die kleine, fast erfrorene Jenna mitzunehmen. Ihre Mutter und den Meth-Dealer, Shelton, lässt sie ihren Rausch ausschlafen. Doch wohin mit dem Baby? So wattet Percy während eines Schneesturms zu Portis, ihrem früheren Stiefvater. Dieser entschließt sich ihr zu helfen Jenna ins Krankenhaus zu bringen. Ohne Auto müssen sie sich zu Fuß auf den Weg machen. In der Zwischenzeit kommt Shelton zu sich und entdeckt, dass Jenna weg ist. Nach einigen Dröhnungen und einer ausgesetzten Belohnung auf die Kleine macht er sich auf den Weg sie zu suchen. Dabei schrecken er nicht vor Gewalt zurück.   Meine Meinung: Das Buch konnte mich leider nicht überzeugen. Percy wird als sehr starke 16jährige dargestellt, die trotz Schmerzen und Gefahr die Kleine retten will. Doch hatte ich den Eindruck, dass sie zwischenzeitlich ihre Mutter, die vielleicht tot im Schnee liegen könnte, vergisst. Ihre Beziehung zu Portis wird als ein Auf-und Ab dargestellt. Wobei ich seinen Gefühlen nicht immer folgen konnte. Mal ist er freundlich, mal benimmt er sich wie ein beleidigtes Kind. Ihren Weg konnte ich kaum folgen. So hatte ich das Gefühl, dass sie im Kreis laufen. Von Shelton zu Portis, von Portis zu seinem Truck, zur Straße und dann wieder zu Shelton? Sheltons Sicht war etwas mühselig. Ständig wurde beschrieben, wie er Nitro zu sich nimmt. Es wurde zwar realistisch beschrieben, doch fand ich es langwierig beim Lesen. Seine Suche wurde dem eines drogensüchtigen Mannes gerecht. Trotz mehrere Tote, deren Tode jedoch sehr banal waren, hat sich kaum Spannung entwickelt. So wusste man schon im Vorraus was passieren wird. Die Toten, der Weg und ihre Mutter...Das Ende des Buches war leider keine Überraschung. Der Schreibstil ist eher mittelmäßig. Ich hatte das Gefühl, dass es viele Aneinanderreihungen gab, wodurch mir das Lesen keinen Spaß bereitet hat. Auch die vielen Beschreibungen, die sich durch das ganze Buch ziehen und dieses in die Länge strecken, waren ermüdent. -------------------------- http://libri-mundi.blogspot.de/2017/02/sweetgirl-von-travis-mulhauser.html

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  • Zu viele Drogen und zu viele Tote .....

    Sweetgirl
    Adlerauge

    Adlerauge

    10. February 2017 um 13:40

    Inhalt : Die 16jährige Percy rettet ein vernachlässigtes , und halb erfrorenes Baby aus dem Haus des Drogendealers Shelton, der zwar unterbelichtet, aber trotzdem höchst gefährlich ist. Es folgt eine dramatische Flucht durch die tiefverschneiten Berge Michigans ..... Meine Meinung : Hatte hier den Klappentext gelesen und eigentlich hoffte ich auf einen guten spannenden Thriller ! Leider bin ich recht enttäuscht über dieses Buch (wobei es doch so hoch gelobt wurde ) ,da es anscheinend witzig und humorvoll sein sollte fand ich es eher erschütternd und recht traurig . Jedenfalls kamen mir die Drogenbereicherung von Shelton einfach zu viel vor und nahm dadurch auch viele Seiten des Romans in Anspruch (einfach nur überflüssig ) An sich war die Geschichte von "Percy und dem Baby " nicht schlecht , aber man hätte sie noch intensiver ausbauen können . Dafür gab auch noch zu viele unnütze "Tote " und leider fehlte es auch an "Spannung " , die ich sehr vermisste . Fazit : Eine interessante Geschichte, die man besser ausbauen könnte - deswegen habe ich auch nur drei Sterne dafür gegeben .

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