Trevanian

 3,7 Sterne bei 47 Bewertungen
Autor von Shibumi, Im Auftrag des Drachen und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Trevanian

Trevanian war das Pseudonym des 1931 geborenen New Yorkers Dr. Rodney William Whitaker. Schon sein Thrillerdebut Im Auftrag des Drachen sorgte für Aufsehen. Da seine Bücher so erfolgreich waren und die verschiedensten Genres abdeckten, vermutete man bald, dass mehrere Autoren hinter diesem Alias steckten - spätestens seit dem Erscheinen seines Meisterwerks Shibumi wurde spekuliert, dass entweder Ian Fleming, Henry Kissinger, Robert Ludlum oder Tom Wolfe unter dem Namen Trevanian veröffentlichten.Dr. Whitaker dagegen lebte - wie auch viele seiner Romanhelden - zurückgezogen im Baskenland und begeisterte bis zu seinem Tod im Jahre 2005 die Leser mit seinen meisterhaft komponierten Romanen.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Trevanian

Cover des Buches Shibumi (ISBN: 9783453408098)

Shibumi

 (23)
Erschienen am 09.05.2011
Cover des Buches Im Auftrag des Drachen (ISBN: 9783453437708)

Im Auftrag des Drachen

 (9)
Erschienen am 12.05.2014
Cover des Buches Der Experte (ISBN: 9783453437692)

Der Experte

 (8)
Erschienen am 13.10.2014
Cover des Buches Katya (ISBN: 9783570011669)

Katya

 (3)
Erschienen am 01.07.1989
Cover des Buches Ein Herzschlag bis zur Ewigkeit (ISBN: 9783426006634)

Ein Herzschlag bis zur Ewigkeit

 (2)
Erschienen am 01.11.1990
Cover des Buches Satori (ISBN: 9780755370207)

Satori

 (1)
Erschienen am 28.04.2011
Cover des Buches Shibumi (ISBN: 9788496940123)

Shibumi

 (0)
Erschienen am 01.04.2012

Neue Rezensionen zu Trevanian

Cover des Buches Der Experte (ISBN: 9783453437692)D

Rezension zu "Der Experte" von Trevanian

Etwas für "spezielle" Leser...
Dominik_Hellenbeckvor einem Monat

Trevanians „Experte“ heißt im Original The Loo Sanction, also Klo-Sanktion. Ein wegweisender Titel, denn der Leser erfährt von der sog. „Klo-Organisation“, einer (fiktiven) Spezialtruppe des britischen Geheimdienstes, welche aus clownesk gekleideten Mitarbeiter besteht, die selbst in einem Zirkus auffallen würden und bizarrer Weise einen anglikanischen Aushilfsreverend als Vorgesetzten haben. Wie kommt man auf derart präpubertäre Ideen? Fragt man Zwölfjährige? Nimmt man Marihuana?

Wie auch immer, zu Beginn des Romans wird seitenlang die Todesqual einer Pfählung geschildert. In der Mitte des Buches stellt sich dann heraus, dass es die Analpfählung eines schwulen Päderasten war. Bis dahin wird der Leser dieses angeblichen „Killer-Thrillers" in epischer Breite in die grellbunte Londoner Kunst-Szene der frühen 1970er geführt, dort mit kauzigen Originalen und drögen Langweilern bekannt gemacht und mit seitenlangem Smalltalk auf öden Vernissagen gemächlich zu Tode gelangweilt. Hemlocks zielloses Geplauder mit einer alternden Hure und einer jungen Möchtegern-Malerin füllt unmerklich die Seiten, von der individuellen Lebensphilosophie kommen Hemlock und die Malerin im Gespräch zwanglos auf Klopapier und die nationalen Eigentümlichkeiten dessen Benutzer, der Roman plätschert so vor sich hin.

Das eklige Hinscheiden eines Unbekannten in Blut und Exkrementen auf Hemlocks Toilette ist eine Zäsur, der Roman gleitet nun ab in eine zunehmend perversere Atmosphäre. Nachdem ein widerstrebender Hemlock - erneut wie im Vorgängerroman - per Honigfalle erpreßt wird, den Job durchzuführen, sorgt eine ausgiebige Milieu-Schilderung des Reverends für widerliches Kopfkino beim Leser:  u.a treiben es mit Fett eingeriebene Menschen mit Tieren etc. Sodomie, Päderastie und Sadismus satt - mag sicherlich den Geschmack einiger Leser treffen, aber ebenso sicher nicht meinen. 

In Zeiten der „sexuellen Revolution“ in den frühen 70ern mag man vielleicht argloser an dieses Thema herangegangen sein, aber auf „Ausschweifungen mit Pakistani-Kinder beiderlei Geschlechts zwischen neun und fünfzehn Jahren“ kann ich gut verzichten, daher habe ich das Buch auf Seite 120 endgültig zugeklappt.

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Cover des Buches Im Auftrag des Drachen (ISBN: 9783453437708)D

Rezension zu "Im Auftrag des Drachen" von Trevanian

Bergsteigerroman, verpackt als Agententhriller
Dominik_Hellenbeckvor einem Monat

Ein echter „Trevanian“. Wie bei diesem üblich geht es um alles Mögliche, nur nicht um Geheimdienste oder Profikiller. Denn über Dr. Hemlock erfährt man - ebenso wie über Nikolai Hel („Shibumi“) - sehr viel über private Hobbies (bei Hemlock Gemälde und Bergsteigen, bei Hel poetische Betrachtungen und japanische Ästhetik), den Bekanntenkreis, die Lebensumstände etc., aber kaum etwas über Tätigkeiten von Geheimdiensten oder die von ihn durchgeführten Aufträge.

Dafür gibt es reichlich groteske Typen aus dem Panoptikum, die eher in einen Comic passen würden, vor allem „Dragon“, den lichtscheuen Chef des „CII“, der in einer Dunkelkammer mit Rotlicht haust. CII ist keine Abkürzung, sondern steht für die römische Zahl „102“, die Organisation selbst ist wohl eine Art Parodie auf die CIA, da ihr im Roman durchgehend Unfähigkeit bescheinigt wird und keiner weiß, warum sie eigentlich da ist. Erinnert alles eher an eine überdrehte, grellbunte Sixties-Veralberung der James Bond-Filme.

War Hel in „Shibumi“ ein Höhlenkletterer, klettert Hemlock auf Berge – und dies macht allein weite Strecken des Romans aus. Hemlock beim Training, im Biwak, in der Eiger Nordwand. Der ursprüngliche Grund für seinen Mordauftrag löst sich zunehmend in Wohlgefallen auf, übrig bleibt nur seine Kletterei, die Agentengeschichte dient lediglich als notdürftige Erklärung für seine Eigerbesteigung.

Den künstlichen Hype um die Trevanian-Romane habe ich nie verstehen können, vielleicht auch eine Generationen-Frage. Für mich stellen sie eher Mogelpackungen dar und dies ist nicht jedermanns Sache.

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Cover des Buches Katya (ISBN: 9783570011669)Skruttens avatar

Rezension zu "Katya" von Trevanian

Klassiker
Skruttenvor 3 Jahren

Mein Titel für diese Rezension ist eher als Stilbeschreibung gemeint. Der Autor bedient sich der Sprache älterer Romane und so bleibt für mich auch immer eine Distanz zum Geschehen. Die leicht kriminalhafte Geschichte um eine unmögliche Liebe in Frankreich hat mich dennoch - besonders zum Schluß - so gefesselt, daß ich es gut zuende lesen konnte. Ich muß keine weiteren Bücher dieses Autors lesen.

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