Trevor Cole Die pragmatische Jean

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Inhaltsangabe zu „Die pragmatische Jean“ von Trevor Cole

Jean Vale Horemarsh ist mit ihrem Leben in Kotemee, einer netten kleinen Stadt in der Na¨he von New York, soweit ganz zufrieden; mit ihrem Job als halberfolgreiche Keramik-Ku¨nstlerin mit eigenem Laden, ihren engen und treuen Freundinnen (wenn da nur nicht vor Jahren dieses schreckliche Zerwu¨rfnis mit Cheryl gewesen wa¨re!) und mit ihrer Ehe mit dem eher langweiligen Milt. Aber der qualvolle Tod ihrer Mutter zeigt ihr, was ihre eigentliche Berufung ist: das Leiden derjenigen zu verhindern, die sie liebt. Jeder, der das Gleiche wie sie erlebt ha¨tte, wu¨rde sicher a¨hnlich handeln, jeder pragmatische, praktisch veranlagte Mensch. Oder nicht? Und so bringt Jean eine ihrer besten Freundinnen nach der anderen um die Ecke. Aus Na¨chstenliebe. Als Gesellschaftssatire und Krimi in einem dreht sich Die pragmatische Jean doch um ein ernstes Thema: das Altern und was wir dagegen tun ko¨nnen. Ein feinhumoriges Buch, das extrem unterha¨lt. Ein Diamant, sowohl fu¨r Krimiliebhaber als auch fu¨r Freunde der literarischen Hochkomik.

Weder lustig noch sonderlich spannend. Interessante Idee, leider nicht allzu gut umgesetzt..

— MiorinCaolean
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  • Ein letzter Moment der Freude und du wirst von allen Leiden erlöst, die du noch gar nicht kennst

    Die pragmatische Jean
    R_Manthey

    R_Manthey

    15. July 2015 um 14:47

    Jean wird ihr pragmatisches Wesen von ihrer Mutter geerbt haben. Als sie noch klein war, musste sie dabei zusehen, wie angeblich nicht lebensfähige Hundewelpen nacheinander in einem Wassereimer ertränkt wurden. Natürlich hätte der Tod auch schmerzloser herbeigeführt werden können, denn Jeans Mutter praktizierte als Tierärztin. Doch wozu teures Zeug spritzen, wenn es auch der Eimer macht? Anschließend ertränkte Jean alle ihre Kuscheltiere. Jahre später starb Jeans Mutter schmerzhaft an Krebs und wurde zuvor nur von ihrer Tochter gepflegt. Unter dem Eindruck dieses Siechtums veränderte sich Jeans innere Welt. Niemand von ihren besten Freundinnen sollte jemals so leiden. Besessen von ihrer Rettungsmission macht sich Jean mit ihrem neu entdeckten Pragmatismus ans Werk. Für die ausführliche Schilderung ihrer ziemlich humorlosen Taten bekam Trevor Cole 2011 die Leacock Medal for Humor. Lachen wird man beim Lesen dieses Buches jedoch eher selten. Aber schräg ist es. Und man braucht eine Weile, bis man endlich begreift, was in die gute Jean gefahren ist. Das Lesen eines Buches bringt den Vorteil, dass man nach einer Weile ahnt, was passieren wird. Jeans beste Freundinnen jedoch hatten keinen Schimmer von deren in Rettungsphantasien ausufernde Gedankenwelt. Und wohl auch nicht von ihrer durch diese beseelende Idee angefeuerten Entschlusskraft. Schwarzer Humor? Satire? Vielleicht. Aber nicht auf die Nächstenliebe, sondern wohl auf die häufiger als gedacht vorkommende Spezies der Seelenretter. Das Buch liest sich gut. Manchmal verliebt sich Cole etwas zu sehr ins Detail, was den Fortgang der Handlung dann bremst, dafür aber mehr in die Untiefen von Jeans Innenleben führt. Der halbe und deshalb nur angeklebte Schutzumschlag um dieses Werk ist eine Idee, die man besser nicht patentieren lassen sollte. Sie ist nämlich sehr unpraktisch.

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    Die pragmatische Jean
    walli007

    walli007

    20. April 2013 um 08:42

    Drei Monate lang hat Jean ihre Mutter, die an Krebs erkrankt war, gepflegt. Während dieser Zeit hat sie bis in alle Einzelheiten mitbekommen, wie mies es ist langsam aber sicher dahinzusiechen. Gerne hätte Jean ihrer Mutter das Leid erspart, doch erst im Nachhinein kommt sie auf Ideen, wie sie das hätte machen können. Und weil sie ihrer Mutter nun nicht mehr helfen kann, denkt sie an die Menschen, die sie sonst am meisten liebt - ihre Freundinnen. Ihnen will sie das Leid des Alterns ersparen und zunächst nur in ihrer Phantasie beginnt sie, sich auszumalen, wie es wäre, wenn die Freundinnen stürben, nachdem sie noch mal ein wunderbares Erlebnis hatten. Aus Jeans Sicht völlig logisch versucht sie an den Freundinnen gutzumachen wo sie bei der Mutter ihrer Meinung nach versagt hat. Da Jeans Weltsicht sowieso etwas verschroben ist, wird ihr Entschluss nachvollziehbar. Das ihr Verhältnis zur Mutter etwas eigenartig war, wird aus ihren Kindheitserinnerungen deutlich. Und so ist auch ihr Verhältnis zu den Freundinnen teilweise eher eine Art Hass-Liebe. Denn noch stehen sie mitten im Leben und haben eigentlich keinen Grund aus dem Leben zu scheiden oder das auch nur zu wollen. Vielleicht haben sie die 50 überschritten, dass heisst doch nicht, dass der Lebensmut und der Wille fehlen. Hier fängt Jeans Einbildung an. Dennoch, da Jean im Alltag eher etwas fad und träge wirkt und sich des Öfteren auch zu Unternehmungen überreden lässt, die sie eigentlich lieber gemieden hätte, wäre sie wohl kaum unter Verdacht geraten, hätte sie es mit der Durchführung ihres Planes nicht so eilig gehabt.  Eine verschrobene Frau und eine verschrobene Geschichte. Die Idee erregte meine Aufmerksamkeit, doch der Humor kam beim Lesen nicht wirklich an. Zu wiedersinnig war für mich der Gedanke, dass die pragmatische Jean Menschen - ihre Freundinnen - umbringt, um ihnen Leid zu ersparen, das noch in weiter Ferne liegt. Vielleicht hätte sie ihnen nicht ein letztes schönes Erlebnis verschaffen sollen, sondern eher letzte schöne Jahre oder Jahrzehnte.

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