Trevor Noah Farbenblind

(6)

Lovelybooks Bewertung

  • 7 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 1 Leser
  • 4 Rezensionen
(4)
(2)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Farbenblind“ von Trevor Noah

Trevor Noah kam 1984 im Township Soweto als Sohn einer Xhosa und eines Schweizers zur Welt. Zu einer Zeit, da das südafrikanische Apartheidsregime „gemischtrassige“ Beziehungen weiterhin unter Strafe stellte. Als Kind, das es nicht geben durfte, erlebte er Armut und systematischen Rassismus, aber auch die mutige Auflehnung seiner "farbenblinden" Eltern, die einfallsreich versuchten, Trennungen zwischen Ethnien und Geschlechtern zu überwinden. Heute ist er ein international gefeierter Comedian, der die legendäre "The Daily Show" in den USA leitet und weltweit – ob Sydney, Dubai, Toronto, San Francisco oder Berlin – in ausverkauften Sälen auftritt. In "Farbenblind" erzählt Trevor Noah ebenso feinsinnig wie komisch in achtzehn Geschichten von seinem Aufwachsen in Südafrika, das den ganzen Aberwitz der Apartheid bündelt: warum ihn seine Mutter aus einem fahrenden Minibus warf, um Gottes Willen zu erfüllen, welche Musik er für einen tanzenden Hitler aufzulegen pflegte, um sein erstes Geld zu verdienen, und wie ihn eine Überwachungskamera, die nicht einmal zwischen Schwarz und Weiß unterscheiden konnte, vor dem Gefängnis bewahrte.

Tragisch, ergreifend und wissenswert werden hier Einblicke in das Apartheidsystem Südafrikas gewährt, mit etwas Humor gewürzt.

— sommerlese
sommerlese

Sehr schönes Buch über die Apartheid und die nachfolgenden Probleme in Südafrika.

— wsnhelios
wsnhelios

Was für ein unendlich berührendes und bewegendes Buch ...

— wortgeflumselkritzelkram
wortgeflumselkritzelkram

Trevor Noah erzählt von seiner Kindheit und Jugend in einem zerrissenen Südafrika und verliert dabei nie seinen Humor. Sehr lesenswert!

— bookexperiences
bookexperiences

Stöbern in Biografie

Max

Ein wirklich intensiver Roman, aus dessen Sätzen einem die Leidenschaft für Kunst, Liebe und Sein förmlich entgegenspringt... LESENSWERT!

SomeBody

Slawa und seine Frauen

Autobiographisches Debüt. Nett zu lesen, aber wenige Highlights einer deutsch-ukrainischen Familienzusammenführung.

AnTheia

Gegen alle Regeln

biografischer, düsterer, regelrecht depressiv wirkender "Roman"

Buchmagie

Eisgesang

Toller Reisebericht, der auch Einblicke in die Gedanken und Gefühle der Autorin gibt.

MissPommes

Einmal Gilmore Girl, immer Gilmore Girl

Witzige Einblicke in Lauren Grahams Leben. Als wäre man mit ihr in Lukes Diner zum Kaffee verabredet. Herrlich!

I_like_stories

Neben der Spur, aber auf dem Weg

Ein tolles Buch, das ADS endlich auch für nichtbetroffene Greifbar und Erklärbar macht und das betroffenen Mut gibt. Danke!

I_like_stories

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Ein Leben in Südafrika

    Farbenblind
    sommerlese

    sommerlese

    21. September 2017 um 16:58

    Trevor Noahs Biografie erscheint als deutsche Übersetzung durch Heike Schlatterer unter dem Titel "Farbenblind" 2017 im Blessing Verlag.Trevor Noah kam 1984 im Township Soweto als Sohn einer Xhosa und eines Schweizers zur Welt. In dieser Zeit herrschte in Südafrika das Apartheidsregime und "gemischtrassige" Beziehungen standen unter Strafe. Trevor war eigentlich ein Kind, das es nicht geben durfte und er erlebte neben Armut und Rassismus auch die mutige Auflehnung seiner "farbenblinden" Eltern. Sie versuchten auf ihre Weise, Trennungen zwischen Ethnien und Geschlechtern zu überwinden. Inzwischen ist Trevor ein bekannter Comedian und lebt in New York.Trevor Noah erzählt in seiner Biografie, wie er die Apartheid erlebt hat und trotz der Probleme seinen Platz im Leben gefunden hat.Dieses Buch gewährt tiefe Einblicke in das Apartheidsystem Südafrikas, erklärt Stammesrivalitäten und zeigt Diskriminierung aus nächster Nähe.Das Buch beginnt mit dem Immorality Act, das Unsittlichkeitsgesetz von 1927. Dieses verbot außerehelichen Geschlechtsverkehr zwischen, ich zitiere wörtlich: "Europäern und Eingeborenen". Bei Zuwiderhandlung war mit Freiheitsstrafe zu rechnen. Trevor wird nicht nur in einem Land mit extremer Rassentrennung groß, er ist auch noch ein Mischlung und gehört damit nicht zu den Schwarzen und nicht zu den Weißen. Das macht seine Situation so schwierig, dass seine Mutter ihn als Kind verstecken muss. Schliesslich hat sie gegen das Gesetz verstoßen. Man kann es kaum glauben, denn Trevor Noahs Kindheit ist kaum 30 Jahre her und doch erlebt der Mischlingsjunge am eigenen Leib Rassendiskriminierung. Er erklärt, wie Schwarze, Farbige, also Mischlinge, Inder und Weiße jeweils als eigene Rasse gesehen wurden und sogar die Toiletten danach gekennzeichnet wurden. Doch nicht nur nach der Hautfarbe wurde unterschieden, auch sprachlich gesehen gibt es in Südafrika eine Vielzahl verschiedener Ethnen und Sprachen.Trevors Schilderungen berühren, klären auf und zeigen tragische Einblicke in sein Leben. Er ist kein einfach zu bändigendes Kind, seine Erlebnisse sind von der Gewalt des prügelnden Stiefvaters geprägt und er hat große Probleme mit seiner eigenen Identität. Zu welcher Gruppe von Menschen gehört er?Schliesslich ist er ein Mischling, auch wenn er sich als Schwarzer sieht. Gemeinsam mit seiner Mutter und einer ordentlichen Portion Humor meistert Trevor viele Schwierigkeiten. Sie sorgt dafür, dass er Englisch und andere Sprachen spricht. Bei dieser Lektüre ist man von einigen Erlebnissen erschüttert, sieht wie Trevor selten Anschluss findet und dank seiner Sprachkenntnisse eigentlich Zugang zu verschiedenen Gruppen findet. Um Geld zu verdienen, erstellt er illegale Raubkopien und verkauft sie, ohne sich einer Schuld bewusst zu sein. Dennoch findet er seinen Weg im Leben. Seine komische Ader macht ihn zu einen unterhaltsamen Erzähler, doch nicht alle Kapitel des Buches haben mich gleichermaßen interessiert und unterhalten. Was mich aber fasziniert hat, ist seine im Buch zum Ausdruck gebrachte Liebe zu seiner Mutter. Am aufschlussreichsten finde ich die Erklärungen über die vielen Sprachgruppen Südafrikas, die Stammeskonflikte dieser Gruppen untereinander und die Probleme, sich gemeinsam als ein Volk zu fühlen. Diese Biografie zeigt emotionale, persönliche und tragische Momente im Leben des Trevor Noah, der seinen Lebensweg mit Mut, Humor und einem gefestigten Charakter eingeschlagen hat.

    Mehr
  • Sehr schönes Buch über die Apartheid und die nachfolgenden Probleme in Südafrika.

    Farbenblind
    wsnhelios

    wsnhelios

    17. June 2017 um 11:05

    Trevor Noah, Moderator der Satire-Show The Daily Show, präsentiert in diesem Buch die Geschichte seines Lebens, eines tragischen Lebens, durch das man einen Aspekt Südafrikas kennenlernt, den man so eigentlich nie richtig verstanden hat. Was bedeutet es, unter dem Apartheidsregime Schwarz zu sein? Und noch schlimmer, wie im Fall Noahs, Farbig, also Halb-Schwarz und Halb-Weiß? Als die Apartheid dann endete, bedeutete dies nicht automatisch, dass es plötzlich allen Schwarzen gut ging. Die Armut blieb bestehen, die Ghettos, Stammeskonflikte, Ressentiments blieben bestehen. So erzählt uns Noah, wie er unter dem Apartheidsregime das Haus nicht verlassen durfte, um nicht von der Polizei aufgegriffen zu werden, wie er nachher dann seinen Lebensunterhalt mit dem Verkauf von illegalen CDs bestritt, dann auch mit Diebesgut, wie Kriminalität der Alltag eines jeden im Ghetto war, wie er ins Gefängnis kam, wie sein Stiefvater ihn verprügelte und die gesamte Familie tyrannisierte. Am meisten aber liegt der Fokus auf dem Thema Identität: Er ist ein Farbiger, weder Schwarz noch Weiß und erst recht kein Inder. Was bedeutet das? Zu welcher Gruppe soll er sich im Kindergarten stellen, zu welcher in der Schule, zu welcher im Gefängnis? Das Buch ist jedoch nicht nur die Geschichte seines Lebens, sondern auch von seiner Mutter, einer starken Frau, die immer nach Unabhängigkeit strebte und Grenzen sprengen wollte, etwas Besseres wollte, aber regelmäßig wieder zurückgeworfen wurde. Noah ist ein Comedian und so erzählt er all diese schrecklichen Dinge auf eine sehr witzige Art und Weise. Man hat nie das Gefühl, dass er vom Leser Mitleid fordert, sondern dass er ihn zum Lachen bringen möchte. Dadurch ist dieses sehr informative und lehrreiche Buch einfach und flüssig zu lesen. Das einzige Manko ist, dass er nicht erzählt, wie er dieses Leben überwunden und hinter sich gelassen hat. Er schreibt zwar, dass er, als er volljährig wurde, von zu Hause auszog, aber dann endet es. Im Deckblatt steht zwar, dass es auf Netflix eine Dokumentation über seinen Werdegang zum Comedian gibt, aber dass man die quasi als Fortsetzung zum Buch schauen sollte, finde ich nicht gut. Auch eine schnelle Internetrecherche ergibt nur, dass er mit 18 Jahren der Star einer Südafrikanischen Seifenoper war, wie aber der Sprung dorthin gelang, wird nirgends thematisiert. Das finde ich schade. Fazit: Sehr zu empfehlen. Vielleicht sogar als Schullektüre.>>Hier<< geht es zum Originaltext und weiteren Rezensionen.

    Mehr
  • Dem Schicksal mit einem Lachen im Gesicht entgegentreten!

    Farbenblind
    bookexperiences

    bookexperiences

    16. April 2017 um 17:09

    Stell dir vor, du kommst als Verbrechen auf die Welt. Deine Eltern könnten praktisch für mehrere Jahre ins Gefängnis wandern. Und das nur, weil sie Gefühle füreinander haben und du daraus entstanden bist. Von diesem Tag an wächst du in einem Land auf, das von den strikten Regeln der Rassentrennung erschüttert und geprägt ist. Eine Vorstellung, die aus heutiger Sicht beinahe unmöglich erscheint und dennoch gar nicht so fern ist. Trevor Noah wurde 1984 in Südafrika als Sohn einer Einheimischen und eines Europäers geboren und erzählt in seiner Biografie wie er die Auswirkungen der Apartheid am eigenen Leib zu spüren bekam und trotz allem seinen Weg fand. Am Anfang dieses Buches ist der sogenannte Immorality Act abgedruckt, der vor 90 Jahren in Kraft trat und erst viel später, im Jahr 1985, wieder abgeändert wurde. Der Immorality Act ist sinngemäß als Unsittlichkeitsgesetz zu verstehen. Es handelt sich um ein Gesetz, das mit eindeutigen Worten außerehelichen Geschlechtsverkehr und andere sexuelle Beziehungen zwischen Europäern und Eingeborenen verbietet. Dieses Verbot war zur damaligen Zeit zentraler Bestandteil der Rassenpolitik in Südafrika. Bei mir sorgt allein der Gedanke daran für Übelkeit. Menschen vorzuschreiben, mit wem sie zusammen sein dürfen und mit wem nicht, ist in meinen Augen vollkommen abstrus, unmenschlich und haarsträubend. Und das ist noch harmlos ausgedrückt! In einem Land, das von einer solch harten und rücksichtslosen Rassentrennung beherrscht und zerrissen wird, fühlte sich Trevor Noah nirgendwo richtig zugehörig. Das fing schon in der eigenen Familie an. Als Baby musste seine Mutter ihn verstecken, um keine Aufmerksamkeit zu erregen. Es war viel zu gefährlich, sich zusammen zu zeigen, weshalb sie zu jedem Zeitpunkt in der Öffentlichkeit darauf achten musste, nicht aufzufallen. Seine Mutter ist eine ziemlich imposante Erscheinung. Sie ist leidenschaftlich, setzt sich für ihre Meinung ein und ist zudem sehr gläubig. Jeden Sonntag musste Trevor sie in die Kirche begleiten. Unter der Woche waren weitere Veranstaltungen wie Bibelkreise und Gebetsstunden angesagt. Ihr war in besonderem Maße daran gelegen, ihrem Sohn alles für eine gute Zukunft mitzugeben. Ihre Erziehungsmethoden waren vielleicht nicht immer einwandfrei, aber dennoch spürt man in den entscheidenden Momenten ihre unbändige Liebe zu ihm. In Südafrika wurde nicht nur nach Herkunft und Hautfarbe getrennt. Es ist ein Land, das als „Regenbogennation“ bekannt ist. Dies ist auf die ethnische Vielfalt zurückzuführen. Da seine Mutter dem südafrikanischen Volk der Xhosa angehört, kam häufig deren Sprache als Muttersprache zur Geltung. Neben dieser und einigen weiteren Sprachen, lag ihr jedoch auffallend viel daran, dass ihr Sohn Englisch spricht. In der Schule waren die Trennlinien zwischen den einzelnen Gruppen ebenfalls klar und eindeutig. Wenn Trevor davon berichtet, geschieht das in ein und demselben Satz auf lockere und ernsthafte Art und Weise. Trevor schreibt davon, wie er als Außenstehender oft nicht viel Beachtung bekam und Schwierigkeiten hatte, Anschluss zu finden. Wie er sich daraus aber wieder mit jeder Menge Geschick einen wesentlichen Vorteil verschaffte. Während dem Lesen habe ich fasziniert und zutiefst beeindruckt beobachtet wie er dabei niemals seinen Sinn für Humor verliert. Dieser Humor ist der rote Faden, der die einzelnen Geschichten aus seinem Leben miteinander verbindet. Schon als kleiner Junge machte sich diese positive Grundeinstellung bemerkbar. Er hat sowohl der inneren als auch der äußeren Zerrissenheit nie genug Raum gegeben und dadurch verhindert, sich selbst in eine Schublade stecken zu lassen. Stattdessen beschreibt er in den achtzehn Kapiteln mit einer wahnsinnigen Ehrlichkeit und einer gewissen Leichtigkeit von zahlreichen Erlebnissen, die ihn durch seine Kindheit und Jugendzeit begleitet haben. Eine Leichtigkeit, die trotzdem nie in Leichtsinn umschlug. Den Ernst der Lage hat er stets erkannt und trotzdem nimmt er den lebensbedrohlichen Momenten mit charmanten, gewitzten Charakterzügen die Schärfe. Inzwischen lebt er in New York und ist dort als Moderator, Schauspieler und Comedian tätig. Gleich nach dem Lesen habe ich mir auf Netflix seine Show Afraid of the dark angeschaut. Ich habe sie bislang noch nicht komplett gesehen, aber das was ich gesehen habe, hat meinen Eindruck von ihm bestätigt. Seine Art mit Vorurteilen und Ängsten umzugehen, die im Grunde jeden in irgendeiner Form betreffen, ist einfach unschlagbar und trifft genau den Kern der Wahrheit. Trevor Noah wird als Verstoß gegen das Gesetz geboren. Als Kind wurde er von seiner Mutter aus einem fahrenden Auto geschubst. Einen Großteil seiner Kindheit und Jugend verbrachte er in den schlimmsten Gegenden, ist im Ghetto aufgewachsen und weiß was es heißt, wenn es brenzlig wird. Trotz diesen erschwerten Bedingungen hat er die wenigen Chancen, die es gab, ergriffen. Dem Schicksal hat er entweder die Stirn oder ein Lachen geboten. Seine Wurzeln hat er dabei nie vergessen. Vielmehr nutzt er sie, um anderen Menschen die Augen zu öffnen. Das ist ihm auch bei mir gelungen. Ich kann mich nicht erinnern, dass Apartheid im Geschichtsunterricht groß thematisiert wurde. Und wenn, dann vermutlich nicht ausreichend. Mit dieser Biografie habe ich eine persönliche Sichtweise auf die damaligen Zustände erhalten und erneut gelernt, dass es von enormer Bedeutung ist, wie man durch das Leben geht und dass es nicht schaden kann, schwierigen Momenten mit einer Prise Humor zu begegnen!

    Mehr
  • Absolute Leseempfehlung ....

    Farbenblind
    wortgeflumselkritzelkram

    wortgeflumselkritzelkram

    13. March 2017 um 09:03

    "Farbenblind" von Trevor Noah ist 2017 im Karl Blessing Verlag erschienen.Zum Inhalt: Trevor Noah wurde 1984 in Johannisburg geboren. Als Kind einer Xhosa und eines Schweizers dürfte es ihn eigentlich nicht geben, da seine Eltern gegen das Unsittlichkeitsgesetz des Appartheidsregimes verstießen. Dieses besagte, dass Beziehungen und vor allem auch der Geschlechtsverkehr zwischen „gemischten Rassen“ verboten war und strafrechtlich verfolgt wurde.Noah, der heute in den USA lebt und ein international gefeierter Comedian ist, erzählt in seinem Buch achtzehn Geschichten aus seiner Kindheit und seinem Leben zwischen Appartheid und Armut auf der einen Seite und der Auflehnung seiner Eltern, die versuchten, Trennungen zwischen Ethnien und Geschlechtern zu überwinden, auf der anderen Seite. Dabei schreibt er so, wie er wahrscheinlich auch auf der Bühne spricht: Satirisch und mit einem Augenzwinkern und schafft es dadurch, dass man selbst diese ernsthaften und zu herzengehenden Themen mit einem lachenden und einem weinenden Auge betrachtet.„Aber je öfter wir in die Kirche gingen und je länger ich die Kirchenbank drückte, desto besser begriff ich, wie das Christentum funktioniert: Wenn ein amerikanischer Ureinwohner zu den Wölfen betet, ist er ein Wilder. Wenn ein Afrikaner zu seinen Vorfahren betet, ist er primitiv. Aber wenn Weiße zu einem Typen beten, der Wasser in Wein verwandelt, tja, dann ist das vollkommen vernünftig.“Zwischen seinen Geschichten stehen einzelne kurze Kapitel, in denen er etwas zur Entstehung der Apartheid oder kleine Anekdoten aus seinem Leben in Südafrika erzählt.„In Amerika gab es die Zwangsvertreibung der Indianer in Reservate und die Sklaverei, gefolgt von der Rassentrennung. Nun stelle man sich vor, dass das alles denselben Menschen zur gleichen Zeit widerfährt. Das ist Apartheid.“Für Trevor Noah kommt erschwerend hinzu, dass er als „farbiges“ Kind nirgendwo wirklich hingehört.„Doch anders als in Amerika, wo jeder, der auch nur einen Tropfen schwarzes Blut hat, automatisch schwarz ist, wurden Mischlinge in Südafrika als eigene separate Gruppe klassifiziert, die weder schwarz noch weiß war, sondern „farbig“, wie das damals hieß.“  und   „In Soweto waren alle Menschen schwarz, nur ich nicht. In der Schule waren alle weiß, nur ich nicht.“Dies ist ein Buch, dass mich zutiefst berührt zurück lässt. Es lässt mich Dinge erfahren, die ich nicht wusste und die mich zutiefst erschrecken. Zum ersten Male verstehe ich, wie das Prinzip der Apartheid in Südafrika und auch die nachfolgende Gewalt dort funktioniert hat. Es rührt mich zu Tränen, bringt mich aber auch zum Lachen und bewegt mich. Und letztendlich ist dieses Buch eine wunderbare Liebeserklärung von Noah Trevor an seine Mutter.Absolute Leseempfehlung!

    Mehr