Tristan Egolf Kornwolf

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Inhaltsangabe zu „Kornwolf“ von Tristan Egolf

Owen Brynmor, ein verkrachter Journalist, der mit seinen dreißig Jahren schon zahlreiche Zeitungen im ganzen Land hinter sich gebracht hat, wollte nie mehr zurück nach Stepford, Pennsylvania, in seine Heimatstadt. Aber dann kommt er – um Boxer zu werden. Weil er nebenbei Geld verdienen muß, heuert er als Lokalreporter an und erregt sogleich Aufsehen mit dem Bericht über einen Werwolf, den »Teufel von Blue Ball«, der Stepford in Angst und Schrecken versetzt. Auf der Suche nach der Legende vom »Kornwolf« stößt Owen auf Ephraim Bontrager, einen stummen Halbwaisen, der sich an den Rändern der diskriminierten Amish-Gemeinde herumtreibt. Mit seinem merkwürdigen Verhalten bringt er das ganze Tal gegen sich auf. Am Ende rottet sich die Bevölkerung zu einer gigantischen Hetzjagd zusammen. In wem, fragt diese spannende Geschichte, nimmt »das Böse« eigentlich Gestalt an – in einem Monster oder in den Menschen, die Jagd darauf machen? Des Autors Sprachgewalt ist den Katastrophen, die der Roman heraufbeschwört, gewachsen. Ebenbürtig steht Kornwolf neben Monument für John Kaltenbrunner, Tristan Egolfs hochgerühmtem, furiosem Erstling.

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  • Ungewöhnliches, aber gutes Buch über die amerik. Provinz, die Amish und Aberglauben

    Kornwolf
    Talitha

    Talitha

    15. January 2015 um 13:57

    Owen, ein erfolgloser Journalist, kehrt nach Jahren in seine Heimat zurück. Die kleine Stadt Stepford liegt mitten im ländlichen Pennsylvania, in der auch eine Minderheit der Amish lebt, die so genannten "Deitschen", die von der übrigen Bevölkerung teils für touristische Zwecke missbraucht, teils ausgegrenzt, verhöhnt und angegriffen werden. Letzteres nimmt dabei immer dramatischere Formen an, als ein so genannter Kornwolf, eine Art Werwolf, umgeht, der als bei den Amish lebend vermutet wird. Aber auch diese machen Jagd auf die Kreatur. So kommt es bald zu sozialen Unruhen und Gewalttätigkeiten, die in einem wahren Blutrausch enden... Bei dieser Geschichte handelt es sich nicht um einen klassischen Fantasy- oder Horrorroman, sondern eher um eine Gesellschaftskritik und Satire, die sich mit der ländlichen amerikanischen Gesellschaft befasst, mit religiösem Übereifer, Aberglauben und Perspektivlosigkeit, die sich zu einem sehr bedrückenden und beängstigenden Klima vermischen. Der Erzählstil ist am Anfang etwas schwierig zu lesen, da in einer konsequenten, etwas schnörkeligen Hochsprache gehalten, an die man sich aber schnell gewöhnt. Sie passt auch sehr gut zu dem Buch. Eine weitere Schwierigkeit ergibt sich aus dem Dialekt der Amish, der im Anhang übersetzt wird. Da hätte ich es besser gefunden, wenn dies in Fußnoten direkt auf den entsprechenden Seiten abgedruckt worden wäre, dann hätte man weniger blättern müssen. Mich hat beim anschließenden Googlen nach dem Autor dessen Selbstmord sehr bestürzt. Ich hätte gerne eine Fortsetzung bzw. noch weitere Geschichten aus dem Milieu gelesen. Wirklich schade. Das Buch kann ich für Leser, die sich auch auf ungewöhnliche und andersartige Geschichten einlassen können, sehr empfehlen. Mir hat das Buch jedenfalls sehr gefallen.

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