Trixi von Bülow Ich wünsche mir, dass endlich mal was Schönes passiert

(35)

Lovelybooks Bewertung

  • 47 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 1 Leser
  • 16 Rezensionen
(12)
(14)
(4)
(4)
(1)

Inhaltsangabe zu „Ich wünsche mir, dass endlich mal was Schönes passiert“ von Trixi von Bülow

Sie heißt Fritzi Berger und wäre gern Grace Kelly. Sie schuftet in Köln und träumt von Nizza. Sie hat ein Kind und keinen Mann. Sie ist eine Heldin des Alltags mit dramatisch überzogenem Bankkonto. Und sie wünscht sich, dass endlich mal was Schönes passiert. »Dieser Roman macht Frauen erst süchtig, dann glücklich.« Woman

Nicht ganz meins...

— Sumsi1990
Sumsi1990

Sehr schönes Buch, dass einen die Welt außen herum für einen Moment vergessen lässt.

— herzle
herzle

Nette Sommerlektüre. Habe das Buch einer Freundin gegeben, die gerade die gleichen unglückseligen Lovestories erlebt. Sie ist bei Mann 2...

— Buchstabenliebhaberin
Buchstabenliebhaberin

Warum, verdammt noch mal, ist dieses Buch bisher nicht millionenfach verkauft?

— books-in-my-world
books-in-my-world

Stöbern in Romane

Das Glück meines Bruders

Zwei ungleiche Brüder. Am Ende entpuppt sich der vermeintlich stärkere Bruder als der schwächere von beiden. Wen traf nun das Glück?

Waschbaerin

Heimkehren

Sehr lesenswert. „Heimkehren“ schildert mit verknappter Epik die Deportationen versklavter Afrikaner nach Amerika.

jamal_tuschick

Das Ministerium des äußersten Glücks

Roxy beschreibt ein grausames aber sehr farbenprächtiges Bild von Indien

Linatost

Dann schlaf auch du

Ein sehr ergreifendes Buch, das einen nicht mehr loslässt....

EOS

Babydoll

Für meinen Geschmack kam mir die Protagonistin zu schnell und mit zu wenig tiefgehenden Ängsten über die Gefangenschaft hinweg.

Evebi

Underground Railroad

Pflichtlektüre - schnörkellose, eindringliche aber auch hoffnungsvolle Geschichte über die Sklaverei und eine Flucht in die Freiheit

krimielse

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Klischees

    Ich wünsche mir, dass endlich mal was Schönes passiert
    Sumsi1990

    Sumsi1990

    10. May 2016 um 16:37

    Dieser Roman war leider wieder einer von diesen, die man schon nach einer Woche wieder vergessen hat. Die Geschichte war ganz nett, doch fehlte ihr jegliche Spannung bzw. hat es mich einfach nicht gepackt.Die Story handelt (wie in so vielen Büchern) von einer Frau zwischen 30 und 40 die verlassen wird, bzw. Single ist und ihr leben nicht auf die Reihe bekommt. Zwischendurch hat sie ein paar Flirt, Probleme mit Geld und Freunden u.s.w.Ein wirklich sagenhafter Klischee-Roman!!!Wie gesagt, er war ganz süß, aber glaube ich nicht, dass ich mir nochmal fast 400 Seiten so vorhersehbares Zeug zumuten möchte.Muss man halt einfach mögen, ... oder eben nicht!?

    Mehr
  • Ein moderner Frauenroman

    Ich wünsche mir, dass endlich mal was Schönes passiert
    SusanneSH68

    SusanneSH68

    04. September 2014 um 22:13

    .. der einfach Spaß beim Lesen macht. Gut geschrieben, ein flotter Schreibstil. Dazu eine Hauptperson, die herrlich unperfekt ist. Dazu enthält das Buch einige Gedanken, wo ich beim Lesen gedacht habe "ja - stimmt eigentlich". Etwas, das ich bei Frauenromanen nicht so oft erlebe. Kurzum, ein gelungener moderner Frauenroman.

  • Was Schönes :)

    Ich wünsche mir, dass endlich mal was Schönes passiert
    Mareia

    Mareia

    20. August 2014 um 19:18

    Der Schreibstil Schon wieder ein Buch, von einer mir bisher unbekannten Autorin! Ich habe geschenkt bekommen und deshalb gleich an Platz 1 meines SuBs gestellt. Manchmal passiert es mir, dass wen ich das mache ich enttäuscht werde. Doch davon kann hierbei definitiv nicht die Rede sein. Trixi von Bülow schreibt wunderbar, v.a. sehr authentisch! Ich konnte mir beim lesen richtig vorstellen, wie wer bei welche Handlung guckt, wie sich die Charaktere bewegen und und und. Ab und zu fand ich die eine oder andere Stelle nicht ganz so passend, doch das war eher die Ausnahme. Die Bildlichkeit und Abwechslung machen das Buch „endlich mal was Schönem!“ Die Handlung Fritzi Berger ist eine Heldin des Alltags. Sie ist alleinerziehend, ihr Ex-Mann holt ihre Tochter nur alle zwei Wochen am Wochenende zu sich und sie hat ein dramatisch überzogenes Konto. Zwischen dem chaotischen Familienleben und einer nicht weniger aufwühlenden Liebesleben sind ihre Freundinnen Johanna und Jasmin so ziemlich die Felsen in der Brandung. Ohne die beiden würde sie wahrscheinlich nicht untergehen, aber weniger auf ihr eigenes Leben achten. Doch weil Fritze eine Heldin ist, kommt sie mehr oder weniger gut klar und landet schließlich „Über den Dächern von Nizza“. Die Charaktere Fritzi ist toll. Wirklich! Ich habe selten einen so tollen Charakter in einem Buch der Realität (also nicht Fantasy oder so) erlebt. Sie hat viele kleine Macken und Fehler. Aber das macht sie so authentisch, dass man sie einfach mögen muss! Ob auf der Suche nach Mr. Right, auf der etwas verwirrenden Arbeit mit seltsamen Autoren (sie ist Lektorin), oder beim Spielen mit ihrer Tochter Lilli. Sie macht Fehler, schreibt sich eine To-Do-List, bei der sie über hundert unabgehakte Kästchen hat und meistert trotzdem ihren Alltag. Fazit „Ich wünsche mir, dass endlich mal was Schönes passiert“ ist ein wunderschönes Buch, wahrscheinlich eher Frauenliteratur, kann aber mit Sicherheit durchaus auch interessant fürs männliche Geschlecht sein ;) Ich habe es geschenkt bekommen und kann es als Geschenk nur weiterempfehlen! Ich habe mich wahnsinnig gefreut und es ist total schön.  Ab und zu sind kleinere Szenen dabei, bei denen ich sage, die hätte man auch lassen können, aber allgemein „endlich mal was Schönes“. Meiner Meinung nach sind 4 Sterne sehr gerechtfertigt!

    Mehr
  • Einfach großartig!

    Ich wünsche mir, dass endlich mal was Schönes passiert
    books-in-my-world

    books-in-my-world

    14. June 2014 um 15:27

    Worum geht´s?  Sie heißt Fritzi Berger und wäre gern Grace Kelly. Sie schuftet in Köln und träumt von Nizza. Sie hat ein Kind und keinen Mann. Sie ist eine Heldin des Alltags mit dramatisch überzogenem Bankkonto. Und sie wünscht sich, dass endlich mal was Schönes passiert. Cover und Titel: Eins steht fest: für mich ist dieser Titel zusammen mit dem Cover mein bisheriges Highlight des Jahres! Ich fand schon das Cover der Hardcover-Ausgabe schön, aber dieses neue Cover toppt nochmal alles. Die auf der Schaukel sitzende Frau, die man nur von hinten sieht und die Farbgestaltung passt einfach so perfekt zum Titel und Inhalt des Buches. Besser geht es nicht! Bei diesem Cover kann man ganz klar sagen: Please judge a book by it´s cover! Mein Eindruck:  Warum, verdammt noch mal, ist dieses Buch bisher nicht millionenfach verkauft? "Ich wünsche mir, dass endlich mal was Schönes passiert." - da hat wohl jeder von uns schon einmal gedacht. Gerade wenn einem etwas Unschönes passiert, kommt meistens noch ein Unglück dazu und man fragt sich, womit man das verdient hat und wann es endlich wieder bergauf geht. In dieser Situation befindet sich auch Fritzi, die sich deshalb zu ihrem Geburtstag wünscht, dass endlich mal was Schönes passiert. Das Besondere an dieser Protagonistin, ist, dass sie eigentlich gerade nichts Besonderes ist: Mitte vierzig, geschieden, eine Tochter, einen unspektakulären Job in einem Buchverlag und auf der Suche nach dem Richtigen. Das klingt alles wenig spektakulär, aber gerade dieses schon fast Klischeehafte wird auf so wunderbare Weise erzählt, dass es diesen Roman zu etwas ganz Besonderem macht. Es ist wirklich schwer in Worte zu fassen, was Trixi von Bülows Worte in mir ausgelöst haben: ich habe nicht gelitten und auch nicht groß gelacht und trotzdem fühlte ich mich während des Lesens wie auf einer Reise zu mir selbst und als ich mit dem Roman fertig war, war es ein Gefühl wie nach Hause zu kommen. Meines Erachtens merkt man, dass die Autorin selbst aus der Verlagsbranche kommt: nicht nur aufgrund ihrer authentischen Schilderung derselbigen sondern vor allem an der sprachlichen Auarbeitung der Geschichte. Derart ausgefeilte, wohlüberlegte Sätze habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Mein Fazit: Ich kann wirklich nicht verstehen, warum dieses Buch bisher solche schlechten Kritiken bekommen hat. Natürlich ist es kein Liebesroman mit Kribbeln im Bauch und erotischen Szenen. Das habe ich aber nach diesem Klappentext auch nicht erwartet. Wer sich aber wünscht, dass endlich mal was Schönes passiert, sollte dieses Buch lesen, das sich anfühlt wie eine warme Decke und ein heißer Tasse Kakao nach einem kalten Winterspaziergang!

    Mehr
  • Das war wohl nichts...

    Ich wünsche mir, dass endlich mal was Schönes passiert
    Buechersuechtig

    Buechersuechtig

    28. May 2014 um 13:35

    Die Geschichte... Fritzi Berger wäre gern wie ihr Idol Grace Kelly und würde über den Dächern von Nizza spazieren gehen, doch stattdessen wohnt die Lektorin mit ihrer kleinen Tochter in Köln und hat oft mit einem überzogenen Bankkonto zu kämpfen. Fritzi ist fast 40, geschieden und wünscht sich sehnlichst, dass endlich mal was Schönes in ihrem Leben passiert... Meine Meinung in Kurzform: Dieses Buch stand schon eine ganze Weile auf meiner Wunschliste und als eine Taschenbuchausgabe erschienen ist, habe ich zugegriffen. Die Geschichte beginnt an einem Silvesterabend und endet mehr als 1 Jahr später. Haupt-Schauplätze sind größtenteils Köln, Deutschland und Bergen aan Zee, Holland. Friederike "Fritzi" Berger ist zu Beginn der Geschichte 39 Jahre jung, seit kurzem geschieden und schlägt sich als alleinerziehende Mutter der 5-jährigen Lilli durch. Ihren Lebensunterhalt verdient die hübsche Blondine, deren Lieblingsfilm "Über den Dächern von Nizza" ist, als schlecht bezahlte Lektorin beim Verlag Best & Seller, doch so richtig glücklich ist sie trotz allem nicht... Fritzi ist sicherlich eine interessante Hauptperson mit Ecken & Kanten, doch ich kann mich mit der Protagonistin leider oftmals überhaupt nicht identifizieren. Fritzi wirkt oft wie ein bockiges Kind, die gleich heult, wenn etwas nicht nach ihrem Kopf geht - dieses unreife Verhalten passt für mich zu einem Teenager und nicht zu einer fast 40-jährigen Frau und Mutter... Die Nebenfiguren wirken auch ein wenig blass, fügen sich aber gut in die Story ein. Am besten hat mir Fritzis kleine Tochter Lilli gefallen. Eigentlich hatte ich mir aufgrund des Klappentextes eine ganz andere Geschichte vorgestellt, doch Ich-Erzählerin Fritzi tappt von einer Katastrophe in die nächste. Und so nett ich die Romanidee finde, gefällt mir die Umsetzung umso weniger. "Ich wünsche mir, dass endlich mal Schönes passiert" birgt neben wunderbar bildhaften Schauplatzbeschreibungen auch etliche ausführlich ausgeschmückte Szenen und kleine Längen, was leider den Lesefluss enorm bremst. Außerdem strotzt der Plot nur so vor vorhersehbaren und klischeehaften Szenen, was die Sache auch nicht besser macht. Die ersten 100 Seiten dieses Frauenromans sind gar mal so schlecht, danach geht es leider stetig bergab und die Geschichte wird oftmals so richtig unrealistisch. Die ganze Story lässt mich gefühlsmäßig ziemlich kalt und ich musste mich seitenweise richtig durchkämpfen, da ich dennoch wissen wollte, wie diese Geschichte ausgeht. Der Schreibstil von Trixi von Bülow ist angenehm, kann aber (für meinen Geschmack) nicht mehr viel retten.  FAZIT:"Ich wünsche mir, dass endlich mal was Schönes passiert" hat es leider nicht geschafft, mich zu fesseln, denn ich konnte weder etwas mit der nervigen Hauptperson noch mit der oberflächlichen Handlung -über die ich häufig nur den Kopf schütteln konnte- anfangen. Es scheint so, als wäre dieser Roman nicht für mich gemacht, weshalb ich leider nur 1 1/2 (von 5) Punkte vergeben kann. Schade um die Zeit und das Geld, die mich dieses Buch gekostet haben.

    Mehr
  • Auf der Suche nach der großen Liebe

    Ich wünsche mir, dass endlich mal was Schönes passiert
    susafoe

    susafoe

    02. December 2013 um 11:51

    Fritzi, eigentlich Friederike, ist 39 Jahre alt, alleinerziehende Mutter und arbeitet als Lektorin in einem Verlag in Köln. Ihre Ehe ist gescheitert und nun versucht sie, ihr Leben irgendwie zu meistern und dabei auch noch die große Liebe zu finden. Ihre Freundin Johanna schenkt ihr zum 40. Geburtstag ein Wochenende an der Nordsee und verbindet diese Reise mit einem Versuch, Fritzi zu verkuppeln. Der Versuch scheitert, aber Fritzi hat bereits selbst jemanden gefunden, der ihr Interesse geweckt hat. Ich hatte vorher sehr viele positive Rezensionen zu diesem Roman gesehen und war sehr gespannt. Erst mal zum Positiven dieser Geschichte. Gut gefallen hat mir die Beschreibung des Alltags von Fritzi, wie sie es trotz allem schafft, eine gute Mutter und auch noch bei der Arbeit erfolgreich zu sein. Da musste ich häufig wissend nicken. Zudem wurde ein Einblick in die Arbeit einer Lektorin gegeben, das hat mich sehr interessiert. Andererseits hat mich die Naivität von Fritzi in Bezug auf ihre Männerauswahl ziemlich genervt. Da kam sie mir nicht vor wie 40, sondern eher wie 14. Gibt es wirklich Frauen in dem Alter, die sich so auf einen Mann wie Ton einlassen? Auch die zweite Affäre machte mir Fritzi nicht sympathischer. Allerdings, wie immer im Leben, ist das vielleicht gar nicht so weit hergeholt. Wenn man, vielleicht auch schon ein bisschen verzweifelt, nach der großen Liebe sucht, wird die ein oder andere rosarote Brille gerne hervorgeholt. Da kam dann die besonne Art von Johanna gerade recht, die ihrer Freundin ab und zu den Kopf gewaschen hat. Alles in allem ein Roman, mitten aus dem Leben. Gut geschrieben, aber mir hat das gewisse Etwas gefehlt.

    Mehr
  • Rezension zu "Ich wünsche mir, dass endlich mal was Schönes passiert" von Trixi von Bülow

    Ich wünsche mir, dass endlich mal was Schönes passiert
    Sunny Rose

    Sunny Rose

    08. October 2013 um 22:57

    Die Suche nach dem Glück . Friederike, genannt Fritzi, Berger wird bald 40, sie ist geschieden und hat eine 5-jährige Tochter namens Lilli. Sie arbeitet als Lektorin in einem kleinen Kölner Verlag und sehnt sich nach einer neuen Liebe und nach etwas Glück. Fritzi ist etwas chaotisch, impulsiv, irgendwie immer im Streß und hat kaum Zeit für sich. Die Scheidung nach 15 Jahren Ehe hat ihr sehr zugesetzt, so dass sie oft nach dem Sinn des Lebens fragt. Ihre beste Freundin Johanna schenkt ihr zum 40. Geburtstag einen Urlaub in Bergen an der holländischen Nordseeküste. Findet Fritzi dort etwas Ruhe und vielleicht sogar ihren Traummann? . Das Cover finde ich wunderschön. Ich liebe den Blick aus dem Fenster bei dem man das Meer oder einen Fluss und im Horizont ein paar Hügel erahnen kann. Es sieht sehr grüblerisch aus und strahlt gleichzeitig Ruhe aus. Die Geschichte wird von Fritzi in Ich-Form erzählt, was mir eigentlich gut gefällt, da es mir so leichter fällt, mich in die Charaktere hineinzuversetzen. Doch leider bin ich mit Fritzi überhaupt nicht warmgeworden, sie hat mich teilweise sogar genervt und ich habe mich über sie aufgeregt. Auf mich wirkte Fritzi teilweise, als ob sich 15 wäre und nicht 40. Sie war manchmal so leichtgläubig und hat in die Worte eines Mannes das hineininterpretiert, was sie hören wollte. Irgendwie war sie für mich oberflächlich, da es kaum tiefergehende Gedanken gab. Sie war auch zeitweise sehr in Selbstmitleid versunken, was ich irgendwann nicht mehr nachvollziehen konnte. Man merkt jedoch, dass sie ihre Tochter liebt und dass Lilli, ihre Mutter und Johanna sehr wichtig für Fritzi sind. Der Charakter, der mir in diesem Buch am besten gefallen hat, ist Johanna, Fritzis beste Freundin, die sie tröstet und ihr aber auch oft die Meinung sagt. Sie ist für Fritzi ein echter Segen und für mich auch, denn irgendwie war ich sehr oft ihrer Meinung und ich hätte Fritzi an einigen Stellen gerne geschüttelt. Die letzten 30 Seiten des Buches, haben mir besser gefallen als die 300 Seiten davor, auch wenn mir das Ende selbst, etwas zu „märchenhaft“ war. Außerdem fand ich die Einblicke in die Welt der Bücher aus der Sichtweise einer Lektorin super. Ich habe mich sehr auf das Buch und Fritzis Geschichte gefreut, aber leider konnte sie mich nicht überzeugen.

    Mehr
  • Rezension zu "Ich wünsche mir, dass endlich mal was Schönes passiert" von Trixi von Bülow

    Ich wünsche mir, dass endlich mal was Schönes passiert
    Moosbeere

    Moosbeere

    20. October 2012 um 19:17

    "Von "Eat Pray Love" blieb mir der Umstände halber nur "Eat", wenn auch nicht in Rom. Lilli schlief schon, und ich kochte mir einen großen Topf Spaghetti." Inhalt Fritzi Berger ist 40 Jahre alt, hat eine süße 5jährige Tochter und einen Job als Lektorin bei Best&Seller. Das einzige, was ihr fehlt ist der richtige Mann in ihrem Leben. Denn nach ihrer Scheidung von Mr. X und 15 Jahren Ehe ist sie nun schon ganze 365 Tage alleine. Das muss sich ändern. Ist vielleicht der charmante, jünger Holländer, den sie bei ihrem Trip an die Nordsee kennenlernt, der Richtige? Oder Joachim, der ältere, väterliche Freund? Meine Meinung Der Autorin ist mit "Ich wünsche mir, dass endlich mal Schönes passiert" ein wirklich besonderer Frauenroman gelungen. Die an sich stereotype Geschichte (Frau sucht Mann, muss einige Pleiten hinnehmen, wird letztendlich glücklich) wird auf eine einzigartige Weise erzählt. Mit ungeheurer Leichtigkeit werden auch die schwierigen Dinge im Leben nicht ausgeklammert. Denn sie gehören zum Leben dazu. So hatte ich beim Lesen auch eine unglaubliche Nähe zur Protagonistin verspürt, obwohl diese gar nicht in meinem Alters oder meiner Lebenssituation steckt. Die Suche nach Glück ist eben altersunabhängig. Die Geschichte von Fritzi Berger hat mich an vielen Stellen wirklich zum Lachen, an vielen aber auch zum Nachdenken gebracht. Die leichte, aber keineswegs banale Sprache, hat dafür gesorgt, dass die Seiten nur so dahinflogen. Wieder eine echte Perle, die sich bei den Debütautoren entdecken durfte! Fazit 5 Sterne für ein wirklich zauberhaftes Buch. Lesempfehlung für alle Frauen – ganz egal welchen Alters!

    Mehr
  • Rezension zu "Ich wünsche mir, dass endlich mal was Schönes passiert" von Trixi von Bülow

    Ich wünsche mir, dass endlich mal was Schönes passiert
    piubella

    piubella

    11. June 2012 um 13:08

    Ein Buch wie das Leben selbst, emotional, humorvoll, bunt und facettenreich. Lebensbejahend und hoffnungsvoll schafft es die Autorin uns ein Stück weit am Leben der Protagonistin Fritzi teilhaben zu lassen. Sie zeigt sie auf, all die kleinen und große Katastrophen im Leben einer ganz normalen Frau mit 40, welche am Scheideweg ihres Lebens steht. Und auch wenn man glaubt/denkt, dass eine Frau in der Mitte ihres Lebens erfahrener und weiser sein sollte, wird man hier wieder mal eines besseren belehrt. Denn Alter schützt vor Dummheit nicht und vor Naivität schon mal gar nicht. Oft schüttelt man den Kopf über die Unvernünftigkeit der Protagonistin, die durch die Suche nach einem neuen Mann manchmal wirklich komische Lebensansichten hat. Mein Fazit Tiefgründig ist die Geschichte zwar nicht, dafür werden zu viele Klischees bedient. Aber trotzdem hat es Trixi von Bülow geschafft, mich in diese Geschichte zu ziehen. Die Charaktere besitzen Tiefe und wirken überaus sympathisch. Und auch wenn man manchmal schon erahnt, wie die Geschichte ausgehen wird, ist dieser Roman unterhaltsam und lesenswert. In meinen Augen ein durchaus gelungenes Debüt. Meine Lesempfehlung an alle, die leichte und unterhaltsame Kost mögen.

    Mehr
  • Rezension zu "Ich wünsche mir, dass endlich mal was Schönes passiert" von Trixi von Bülow

    Ich wünsche mir, dass endlich mal was Schönes passiert
    LeseMaus

    LeseMaus

    18. April 2012 um 21:13

    *_Leicht und luftig_* *Der Weg zu mir:* Ich hatte mir ja vorgenommen, in die Debütautoren-Challenge bei LovelyBooks einzusteigen. Dummerweise habe ich bisher bei keiner Verlosungsaktion Glück gehabt. Als ich dann bei Kossi von diesem Buch gehört habe, habe ich mir gedacht, dass ich mir diesen Roman auf jeden Fall selbst kaufen muss. *Der erste Satz:* _„Das Erste, was mir auffällt, ist, dass ich nichts denke.“_ *Das Äußere:* Zunächst einmal mag ich das Cover – es zeigt eine Frau, die verträumt aus dem Fenster sieht. Das ist bestimmt die Frau, in deren Leben etwas passieren soll! Das gebundene Buch ist recht klein und handlich, so dass man es gut in seinen Alltag mitnehmen kann. *Das Innere:* Der Roman schildert aus der Perspektive von Friederike Berger ¬– fast 40-jährige Lektorin und alleinerziehende Mutter – wie sie sich im Anschluss an die Trennung von ihrem Mann ihren Platz im Leben wieder erkämpft. Und das Leben wächst ihr oft genug über den Kopf. Kein Wunder, dass sie sich bei der erstbesten Gelegenheit auf einer Urlaubsreise verliebt und sich Hals über Kopf in diese Beziehung hineinstürzt. Der Leser begleitet Fritzi, wie sie von ihren Freunden genannt wird, auf dem Weg durch diesen Lebensdschungel und kann hautnah miterleben, wie sie versucht, die Zügel wieder in die Hand zu bekommen und parallel den Mann fürs Leben zu finden. *Das Wesentliche:* So ein fluffiges Buch habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Nachdem es in meinem zuletzt gelesenen Roman („Leichenblässe“ von Simon Beckett) nur so vor Leichen wimmelte, brauchte ich nun definitiv was fürs Herz und für die Seele. Wie gut, dass ich zu Trixi von Bülows Debütroman „Ich wünsche mir, dass endlich mal was Schönes passiert“ gegriffen habe. Die Autorin hat so einen leichten und lockeren Schreibstil ohne ins Naive oder Triviale abzurutschen, dass es ein echter Lesegenuss ist. Man ist versucht, von Bülows Roman mit Cecilia Ahern zu vergleichen, denn inhaltlich gehen beide schon in eine ähnliche Richtung. Beide schildern Frauen jüngeren bis mittleren Alters auf dem Weg zur Selbstfindung. Im direkten Vergleich übertrifft von Bülow Cecilia Ahern meiner Meinung nach um Längen. Vielleicht nur, weil ihre Schilderungen aus Fritzis Leben immer im Realen bleiben – vielleicht aber auch, weil ihr Schreibstil für meine Begriffe deutlich eleganter und tiefgehender ist. Man kann Fritzi so gut verstehen: während sie versucht, alle Fäden ihres Lebens im Griff zu behalten, kommt ihr das Leben selbst mehr als einmal in die Quere. Sie kümmert sich um ihre kleine Tochter Lilli, muss sich über nicht eingehaltene Absprachen mit ihrem Ex-Mann oder über Anfeindungen einer Kollegin ärgern, und in Liebesdingen ist weit und breit kein Glück in Sicht. Wie gut, dass man Freundinnen hat, und so kann auch Fritzi bei jedem kleineren oder größeren (liebestechnischen) Schicksalsschlag auf die Unterstützung von Johanna zählen, die im Gegensatz zu Fritzi mit ihrem gutsituierten Mann und ihrem Sohn in einem tollen Vorort lebt. Natürlich versucht Johanna, Trixi immer wieder in die Gegenwart zu holen, indem sie den einen oder anderen Verkuppelungsversuch unternimmt. Einer dieser Versuche führt dementsprechend auch dazu, dass sich Fritzi kopfüber in eine Beziehung stürzt und dabei jegliche Zurückhaltung fahren lässt. Fritzi ist himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt, unstet und ruhelos, professionell in ihrem Job, aber immer auf der Suche nach dem großen Glück. Sie ist ein Charakter, den man selbst so kennen könnte. Man möchte sie zur Freundin haben, mit ihr feiern und shoppen gehen, auf ihre Tochter aufpassen und sie manchmal durchrütteln und auf den Boden der Tatsachen zurückholen. Und: man wünscht ihr als Leser alles Glück der Welt. *Das Fazit:* Ein toller Roman für alle Fans von Cecilia Ahern und darüber hinaus. Eine herrlich leichte Lektüre, aber ohne die totale Trivialität, die so manch anderer „Frauenroman“ mit sich bringt. Nur wer einen höheren feministischen Anspruch an seine Lektüre hat, sollte vielleicht etwas vorsichtiger an das Buch herangehen. *Die Bewertung:* Vier von fünf Sternen

    Mehr
  • Rezension zu "Ich wünsche mir, dass endlich mal was Schönes passiert" von Trixi von Bülow

    Ich wünsche mir, dass endlich mal was Schönes passiert
    steffchen3010

    steffchen3010

    16. April 2012 um 13:22

    *_„Das Erste, was mir auffällt, ist, dass ich nichts denke. Seit 365 Tagen denke ich ununterbrochen über mein Leben nach. Wie es ist, wie es war, wie es sein wird. Die Gedanken begleiten mich in den Schlaf, sie summen nachts an meinem Ohr, sie sind vor meinem Bett versammelt, noch ehe ich die Augen aufschlage. Und nun sitze ich auf einer Düne an der Nordsee, meine Hände in den Sand gestützt, der Wind zupft an meinen Haaren, die Luft schmeckt nach Salz, mein Brustkorb weitet sich, ich atme aus. Das Meer liegt vor mir, ein silbriges weites Land, das kein Gestern und kein Morgen kennt - nur diesen einen Moment, der stärker ist als die Gedankenflut in meinem Kopf und dessen schimmerndes Bild eine wohltuende Leere auf meiner Netzhaut hinterlässt. Ohne den Blick abzuwenden, sage ich: »Es ist so schön hier. Danke!«“_* - _Zitat, Seite 5_ - Friederike Berger, kurz Fritzi, ist Ende dreißig, geschieden und alleinerziehend. Gemeinsam mit ihrer kleinen Tochter Lilli wohnt sie in Köln, wo sie als Lektorin für einen renommierten Buchverlag arbeitet. Eigentlich kann sie auf ein recht beschauliches Leben zurückblicken. Doch das Scheitern ihrer Ehe stimmt sie nachdenklich: ist ihr Leben unbemerkt auf das falsche Gleis geraten? - Wie eine Heldin kämpft sie sich fortan durch den Dschungel des Alltags. Sie jongliert Termine, versucht den Erwartungen von allen Seiten gerecht zu werden und verzweifelt ihr hoffnungslos überzogenes Konto wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Ihre Tochter benötigt ihre volle Aufmerksamkeit. Ein Fulltime-Job, der ihr alles abverlangt. Zunehmend wird ihr bewusst: das Leben ist kein Film und sie ist nicht Grace Kelly! - Johanna, Fritzis Freundin, entgeht der sichtlich mitgenommene Zustand ihrer Freundin nicht, weshalb sie beschließt, mit ihr nach Bergen aan Zee, einem holländischen Ort an der Nordsee, zu fahren. Einem Ort, der Fritzi nicht nur neue Kraft schenken sondern auch so manches Abenteuer für sie bereithalten soll: ist Fritzi tatsächlich schon bereit für ein neues Abenteuer? - *_„Alles was wir tun, hat Konsequenzen, bewirkt oder verändert etwas.“_* - _Zitat, Seite 238_ - Bereits nach wenigen Zeilen hat mich diese leise und nahezu unspektakuläre Geschichte verzaubert. Ich hörte das Rauschen der Wellen und schmeckte die salzige Nordseeluft. Ich blickte gemeinsam mit Fritzi über das Meer; ließ mich treiben, von ihren Gedanken. Verstand ihre Sehnsucht, die mich Zeile um Zeile begleitete. Eine Sehnsucht, die wir alle in uns tragen. Die Sehnsucht nach Liebe und dass nach einer unglücklichen Phase im Leben endlich mal wieder was Schönes passiert. - Ganz oft sind wir auf der Suche nach dem ganz großen Glück. Wir streben nach Großem obwohl es oft vielmehr die kleinen Dinge sind, die uns wirklich glücklich machen. Sie liegen ganz unbemerkt am Rande des Weges und wir lassen sie liegen und sehen sie längst nicht mehr. - Auch Fritzi meint, ihr Glück in einem neuen Mann finden zu müssen. Fast schon verbissen hangelt sie sich von einem Kandidaten zum nächsten. Eigentlich sollte ihre Vergangenheit sie gelehrt haben. Dennoch kann sie es nicht sein lassen. Sie schaltet den Kopf aus, lässt sich vom Herzen treiben und benimmt sich wie ein Teenager. Sie blickt durch die rosarote Brille. Bis sie eines Tages erwacht, ohne Brille. - Was mir an der Geschichte so gut gefallen hat, war die Authentizität. Trixi von Bülow erzählt eine Geschichte, wie sie das Leben schreibt. Sie verzichtet auf große Effekte und erfreut sich vielmehr an den kleinen Dingen. Sie schenkt uns eine Botschaft: lebe dein Leben und zwar jeden Moment. Auch wenn die erste Hälfte des Buches sich etwas zu sehr auf Fritzis erste Begegnung konzentrierte und der Schluss im Gegenzug viel zu schnell kam, konnte mir Trixi von Bülow ein Lächeln auf die Lippen zaubern. - Die Geschichte überrascht mit einigen unerwarteten Wendungen und verzaubert durch eine lebendige Sprache. Sie bringt den Leser zum Schmunzeln und stimmt ihn zugleich nachdenklich. Aus diesem Grund bekommt dieses wunderbare Buch 4 von 5 Muscheln von Bergen aan Zee.

    Mehr
  • Rezension zu "Ich wünsche mir, dass endlich mal was Schönes passiert" von Trixi von Bülow

    Ich wünsche mir, dass endlich mal was Schönes passiert
    Heane

    Heane

    27. March 2012 um 22:29

    Findet mich das Glück? Finde ich das Glück? Ein wunderbarer Roman über die Dinge des Lebens in der Mitte desselben. Sie heißt Fritzi Berger und wäre gerne Grace Kelly. Sie schuftet in Köln und träumt von Nizza. Sie hat ein Kind und keinen Mann. Sie ist eine Heldin des Alltags mit dramatisch überzogenem Bankkonto. Und sie wünscht, dass endlich mal was Schönes passiert. Friederike Berger steht vor den Trümmern ihrer Ehe. Gescheitert, lebt sie allein mit ihrer kleinen Tochter in einer Drei-Zimmer-Wohnung und arbeitet Vollzeit als Lektorin eines renomierten Verlages um sie beide durchzubringen. Trotz eines rigiden Organisationsplanes, wächst Fritzi die Doppel- und Dreifachbelastung bald über den Kopf. Ihr Konto wird gepfändet, sie ist gezwungen, die Pfändung mit ihren Ersparnissen abzuwenden. Eine Einladung zum Frühlingsbrunch mit der High Society der Verlagswelt endet in peinlichen Gesprächen und Namensverwechslungen für Trixi und schon bald wünscht nicht nur sie selbst sich, dass endlich mal was Schönes passiert – auch wir LeserInnen tun dies aus ganzem Herzen. Ein verlängertes Wochenende mit ihrer treuen Freundin Johanna soll Fritzi auf andere Gedanken bringen, an einem holländischen Strand trifft sie Ton – einen sympathischen Strandcafé-Besitzer und schenkt ihm ihr Herz. Aber wird er sie auf Händen in den Himmel der Liebe tragen? Ich habe mich schnell mit Fritzi identifiziert, denn ich habe selbst kleine Kinder und bin berufstätig, da habe ich sofort Parallelen erkannt. Allerdings begann mich die Figur schon bald zu ärgern, nach der nur knapp abgewendeten Kontopfändung hat die Dame nichts Besseres zu tun als sich in die nächste Boutique zu werfen und das Konto einem weiteren Fiasko nahe zu bringen. Auch kann ich nur schlecht nachvollziehen warum Fritzi nach einer gescheiterten Ehe sofort darauf brennt wieder einen Partner zu finden und es über große Strecken des Buches zentral ist, „dass sie einen Mann braucht“. Diese Reduktion fand ich ein wenig schade, mir hätte ein anderer Zugang zum emotionalen Scheitern besser gefallen. Auch die Männerwahl von Fritzi fand ich etwas sonderbar – um nicht zu sagen „Gänsehaut“ verursachend. Leider finde ich abschließend auch, dass die „Moral von der Geschicht“ – die ich sehr gelungen fand, wieder geschmälert wurde durch ein verkitschtes und nicht wirklich notwendiges Schlusskapitel, auf das das Buch gut verzichten hätte können. Sicher eine schöne Lektüre für einen regnerischen Nachmittag, ohne wirklichen Tiefgang und leider ohne progressives Frauenbild – sondern mit dem altbekannten Klischee – „Aschenputtel sucht ihren Traumprinzen“

    Mehr
  • Rezension zu "Ich wünsche mir, dass endlich mal was Schönes passiert" von Trixi von Bülow

    Ich wünsche mir, dass endlich mal was Schönes passiert
    Bri

    Bri

    07. March 2012 um 22:09

    Bergen an Zee - Paris - Über den Dächern von Nizza Friederike Berger alias Grace Kelly will John Robie - treffen, kennen lernen, lieben. Blöd nur, dass sie vor kurzem geschieden, alleinerziehende Mutter und voll arbeitende Verlagsmitarbeiterin bei Best & Seller ist. Da ist wenig Zeit für sich, die eigene Entwicklung, geschweige denn einen neuen Mann. Deshalb bekommt Fritzi von ihrer besten Freundin Johanna zum 40. Geburtstag kurzerhand ein Freundinnen-Wochenende in Bergen / Holland geschenkt. Verkupplungsversuch inklusive. Wiederum blöd ist nur, dass der Auserwählte wohl eher auf Johanna steht und Fritzi selbst ihn nicht gerade prickelnd findet. Aber wie es der Zufall oder die Fügung so will, steht da am Tresen ein ziemlich gut aussehender junger Mann, dem Fritzi wohl auch aufgefallen ist ... Friederike Berger könnte real sein, vielleicht ist sie es auch - denn ihre Geschichte ist eine fast alltägliche, jedoch nicht ungewöhnliche. Sie kämpft wie so viele ihrer AltersgenossInnen mit der Frage nach dem Sinn, nach dem was noch kommen mag und gibt sich mit dem nicht gerade glänzenden Status Quo nicht zufrieden. Sie kümmert sich um ihre kleine Tochter mit der größtmöglichen Hingabe, die ihr ihn der wenigen Zeit neben dem Verlagsjob noch bleibt.Macht sich Gedanken, wenn das Kind nur noch - man stelle es sich vor! - in braun und schwarz malt ... was aber einen ganz pragmatischen Grund hat, durchaus zum Amüsement der Leserschaft. Sie liebt ihre Arbeit und setzt viel Energie darein. Bei all diesen "Lebensbaustellen" bleibt etwas auf der Strecke - vor allem sie selbst. Aber sie schafft es, trotz vieler zu bewältigenden Aufgaben, sich auf etwas Neues einzulassen, ihren Weg fortzusetzen. Vor allem aber findet sie auf diesem Weg etwas, das nicht viele ihrer AltersgenossInnen kennen: sich selbst und eine grundlegende Zufriedenheit mit dem eigenen Tun und Leben. Und wie es so ist im Leben, wenn man sich am wohlsten mit sich selbst fühlt, da platzt unvermutet das Glück zur Tür herein. Trixi von Bülow ist mit "Ich wünsche mir, dass endlich mal was Schönes passiert" ein schöner, nicht immer ganz leichter, unterhaltsamer Roman mit hohem Identifikationswert für Frauen um die vierzig gelungen. Der Rückentext preist den Roman als deutsche Antwort auf "Eat pray love", ein Vergleich, der zwar nicht ganz von der Hand zu weisen ist, der aber dennoch hinkt: denn Fritzi Berger kann es sich schlichtweg nicht leisten, ein ganzes Jahr Auszeit zu nehmen und sich komplett um sich selbst zu kümmern. Und genau das ist es, was dem Roman diesen hohen Identifikationswert verleiht. Was viele LeserInnen außerdem interessieren wird, sind die detailreichen und lebensecht beschriebenen Abläufe des Verlagsalltags. Hier wird nichts geschönt und nach meiner eigenen Erfahrung kaum übertrieben. Der Einblick in die schillernde Verlagswelt mag für manche LeserIn ernüchternd wirken, ich empfand ihn als erfrischend ehrlich und wohltuend. Denn auch Verlage müssen Geld verdienen. Dennoch zieht sich der zweite Teil von Fritzis Suche nach dem Glück hin und wirkt ein wenig zu stereotyp. Die Lesefreude erhält jedoch immer wieder Aufschwung durch den flüssigen Stil und die wunderbaren literarischen und filmischen Querverweise. Fazit: ein unterhaltsamer leichter Frauenroman für einen hoffentlich bald beginnenden Frühling!

    Mehr
  • Rezension zu "Ich wünsche mir, dass endlich mal was Schönes passiert" von Trixi von Bülow

    Ich wünsche mir, dass endlich mal was Schönes passiert
    mabuerele

    mabuerele

    05. March 2012 um 17:20

    „…Männer kommen und gehen, Freundinnen bleiben…“ Fritzi ist 39 Jahre alt. Seit einem Jahr ist sie geschieden. Sie lebt mit ihrer kleinen Tochter Lilli zusammen und arbeitet in einem Verlag. Ihre Freundin Johanna hat für sie immer ein offenes Ohr. Sie nimmt ihr auch Lilli ab, wenn Fritzi Termine hat. Jedes zweite Wochenende ist Lilli bei ihrem Vater. Doch Fritzi und ihr Verflossener giften sich nach wie vor an. Obwohl Fritzi ihr Leben im Griff hat, fühlt sie sich eingespannt in ein Hamsterrad. Ihren 40. Geburtstag feiert Fritzi mit Johanna an der See, da Lilli für vier Tage mit dem Kindergarten unterwegs ist. Zusammen mit zwei Freunden von Johanna verbringen sie den Vorabend. Fritzi wünscht sich, dass endlich mal etwas Schönes geschieht. Am nächsten Tag spricht sie der Inhaber des Strandcafes an, dreißig Jahre jünger und ein Bild von einem Mann. Trixi von Bülow erzählt aus dem Alltag einer alleinerziehenden Mutter mit all ihren Sorgen und Problemen. Dazu gehören ein überzogenes Bankkonto und die immer gleiche Tretmühle. Den Wert des Buches macht aber weniger, was Trixi von Bülow erzählt, sondern das Wie. Sie lässt mich als Leser teilnehmen an dem Leben von Fritzi. Neben ernsten Szenen gibt es viele Stellen, die humorvoll beschreiben, wie das Leben so spielt. Besonders gefallen haben mir die Teile, die im Berufsalltag spielen. Die dort auftretenden Charaktere haben hohen Wiedererkennungswert. Mitleid, Intrige, Gerede – wer kennt das nicht. Gleichzeitig lerne ich als Leserin die Vorgänge in einem Verlag und das Arbeitsleben einer Lektorin mit seinen Licht- und Schattenseiten kennen. Fritzis Erfahrungen mit Männern haben mich nicht nur einmal schmunzeln lassen. Aus Erfahrung wird man klug – das passt für ihr Leben. Gut fand ich, dass die Autorin Fritzis Leben vor der Scheidung in Erinnerung rief. Damit waren einige Entscheidungen nachvollziehbar. Fritzi ist die Erzählende. Das macht die Geschichte authentisch. Es ist ein Roman, der mitten im Leben spielt, voller Lebensklugheit, nie langweilig, da man mit Fritzi mit fiebert, mit leidet, mit lacht. Zu den besonderen Personen im Roman gehört für mich Johanna. Sie ist der Ruhepunkt, die erfahrene. Doch bei der Geburtstagsfeier wird deutlich, dass auch in ihr unerfüllte Sehnsucht schlummert. Die Autorin hat die Charaktere ihrer Protagonistinnen sehr exakt herausgearbeitet. Es sind Menschen wie du und ich, mit Stärken und mit Schwächen. Auch das gibt dem Roman sein unverwechselbares Flair. Das Cover passt. Der Blick aus dem Fenster impliziert Sehnsucht nach Weite und Neuem.

    Mehr
  • Rezension zu "Ich wünsche mir, dass endlich mal was Schönes passiert" von Trixi von Bülow

    Ich wünsche mir, dass endlich mal was Schönes passiert
    merlin78

    merlin78

    24. February 2012 um 22:29

    Friederike, Fritzi genannt, ist fast 40 Jahre alt und seit kurzem geschieden. Ihre fünf jährige Tochter Lilli, ihre beste Freundin Johanna und ihre Arbeit beim Verlag als Lektorin sind ihre einzigen Konstanten im Leben. Immer wieder muss Fritzi schwere Schicksalsschläge hinnehmen, auf der verzweifelten Suche nach dem wahren Glück. Fritzi ist eine sehr sympathische junge Frau, die etwas unsicher ihren Weg im Leben geht und dabei meistens Fehler begeht, die sie als bodenständige und wohlbedachte Person, nie gemacht hätte. Doch Einsamkeit macht blind und so erlebt Fritzi immer wieder Beziehungen, die sie mehr und mehr frustrieren. Die Geschichte liest sich wunderbar leicht und schon nach wenigen Seiten fühlte ich mich mit der Hauptprotagonistin verbunden. Das Buch ist weder kitschig, noch übertrieben lustig. Es hat genau die richtige Mischung aus Tragik, Humor und Romantik. Die Geschichte um Fritzi hat mich sehr gut unterhalten und bleibt mir wunderbar in Erinnerung. Ein Buch über große Freundschaften, das Glück einer kleinen Familie und die Hoffnung auf die große Liebe. Alles vereint in einem wunderschönen und handlichen Design, das schon von der Aufmachung her viel verspricht und auch umsetzt. Ein Debütroman der Autorin Trixi von Bülow, der mich vollkommen überzeugen konnte und den ich gerne weiterempfehlen werde. 5 von 5 Sternen.

    Mehr
  • weitere