Seit Generationen hat die Familie von Kristiane den Posten eines Lotsen besetzt, leider kann sie als Frau die Schiffe nicht geleiten, was sich als problematisch erweist, als ihr Mann in einem Sturm ums Leben kommt und ihr deswegen das Lotsenmandat entzogen werden soll. Zurückgelassen mit Mutter und Schwester sowie schwanger von ihrem verstorbenen Mann fasst sie einen gewagten Plan.
Die Autorin Trude Teige ist weltweit berühmt geworden mit ihrer Großmutter-Reihe, der erste Teil der großartigen Trilogie stand seinerzeit monatelang auf der SPIEGEL-Bestsellerliste und auch die Folgebände waren in den Top Ten und sehr erfolgreich. Das vorliegende Buch der Autorin ist der erste Teil der durch die Ururgroßmutter der Autorin inspirierten Erzählung über das Leben einer jungen Frau in einer männerdominierten Gesellschaft der nordischen Gestade. Der zweite Teil mit dem Titel »Hinaus in den Wind« erscheint in einigen Wochen.
Voller Vorfreude begann ich das Debüt einer meiner Lieblingsautorinnen der letzten Jahre zu lesen und bleibe am Ende enttäuscht zurück. Man merkt dem Buch an, dass es ein Erstlingswerk ist, die Handlung springt mal hierhin, mal dahin und wieder zurück. Tage oder Wochen liegen zwischen den Sprüngen, zumindest glaube ich das, denn folgen kann ich die meiste Zeit leider nicht. Oft habe ich das Gefühl, dass ein gewisses Wissen meinerseits vorausgesetzt wird, das mir jedoch fehlt, ich verstehe meistens nicht, warum die Protagonistin irgendwo landet und auch nicht, warum sie ist wie sie ist. Weder zu ihr, noch zu den anderen Figuren kann ich eine Verbindung aufbauen, kein Gefühl regt sich bei mir, die Story nimmt mich nicht mit, und zwar wirklich kein Stück. So erinnere ich mich lieber an mein Leseerlebnis davor und denke sehnsüchtig zurück.




































