Trude Teige

 4.3 Sterne bei 83 Bewertungen
Autorin von Das Mädchen, das schwieg, Totensommer und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Trude Teige

Fernsehen, Journalismus und Literatur: Trude Johanne Teige wurde 1960 in Norwegen geboren. Teige arbeitete als Journalistin für die Zeitung „Bergens Tidende“, bevor sie 1992 beim Fernsehsender TV 2 anfing. Ab Januar 2008 war sie Programmleiterin dort, später bekam sie ihre eigene Sendung namens „Trude“. Ebenfalls 2008 wurde ihr der Kringkastings-Preis verliehen. Ihr Debütroman, „Havet syng“ (dt. „Meergesang“) erschien 2002. Das erste ihrer Bücher, das ins Deutsche übersetzt wurde, war „Svik“ von 2012, das 2016 hierzulande als „Totensommer“ erschien und den Auftakt zu der Krimi-Reihe um die Fernsehjournalistin Kajsa Coren bildet. 2014 zog sich Teige aus ihrem Beruf als Journalistin zurück, um sich gänzlich dem Schreiben zu widmen.

Alle Bücher von Trude Teige

Cover des Buches Das Mädchen, das schwieg9783841213174

Das Mädchen, das schwieg

 (36)
Erschienen am 14.07.2017
Cover des Buches Totensommer9783841210883

Totensommer

 (28)
Erschienen am 18.07.2016
Cover des Buches Die Frau, die verschwand9783746634661

Die Frau, die verschwand

 (19)
Erschienen am 18.01.2019

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Neue Rezensionen zu Trude Teige

Neu

Rezension zu "Die Frau, die verschwand" von Trude Teige

In den Tiefen einer Psychiatrie
Krimiliebevor 2 Monaten

Inhalt:

Die Journalistin Kajsa hat gesundheitliche Probleme und große Angst vor der Zukunft. Da trifft es sich gut, dass sie ein unbekannter Mann aufsucht und ihr einen Auftrag erteilt. Er wärmt die alte Geschichte auf, als damals eine junge Frau verschwand, die nie wieder gefunden wurde. Aber auch ihre Leiche konnte nie entdeckt werden. Kajsa fängt an Nachforschungen anzustellen, als plötzlich ihr Auftraggeber tot aus dem Meer gefischt wird. Hatte der fremde Mann alte Wunden aufgerissen und musste deshalb sterben? Wer hat ebenfalls noch ein Interesse an dem Vermisstenfall? Und wer hat deshalb etwas zu verbergen?


Meine Meinung:

Die Handlung ist nichts für schwache Nerven, denn die Ereignisse und Leben der Personen können bedrücken und es herrscht eine düstere Stimmung. Es gibt einige Stellen, die eklig sein könnten, aber generell finde ich das Buch nicht sehr blutrünstig.

Während des Lesens, lernen wir einen Mann - den alle Krösus nennen - kennen, der normal erscheint, sich aber trotzdem in einer psychiatrischen Anstalt befindet. Außerdem erfahren wir viele Einzelheiten zu Kajsa und ihrem Umfeld. Und auch Julias Veschwinden wirft noch immer viele Fragen auf. Am Anfang hat man selber nur ein großes Fragezeichen im Kopf, da viele Personen eingeführt werden und es die verschiedenen Perspektiven gibt. Ab und zu gibt es einen Rückblick in die Vergangenheit. Doch nach und nach erhält man mehr Informationen und man fängt an, einen Zusammenhang zu erkennen, was einem ein gutes Gefühl gibt. Bei fast 400 Seiten zieht sich die Handlung vielleicht ein kleines bisschen, aber durch die vielen Details wird die Geschichte sehr lebendig. Außerdem hat mir die Hintergrundgeschichte allgemein gefallen.

Die Sprache ist gut und verständlich. Allerdings können die Namen verwirren. Die ausländischen Namen und Orte sind schwierig zu merken bzw. zu lesen. Man muss sehr aufpassen und stockt desöfteren. Einmal wusste ich nicht mehr genau, wer wer ist. Zum Schluss hat es dann trotzdem geklappt – glaube ich zumindest.

Am Ende wird es richtig spannend und einem wird bewusst, wieviel hinter diesem Vermisstenfall wirklich steckt. Ein paar Fragen bleiben sowie ein leicht beklemmendes Gefühl.


Fazit:

Ein Buch, was aufgrund seiner Schicksale bedrückend sein kann, aber einem auch Hoffnung schenkt und bewusst macht, das Leben mehr zu genießen. Mal etwas anderes als die Cosy Krimis, die ich meistens lese.

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Rezension zu "Die Frau, die verschwand" von Trude Teige

"Patienten" - so der norwegische Originaltitel....
SigiLovesBooksvor einem Jahr

"Die Frau, die verschwand" von Trude Teige erschien 2019 im Rowohlt-Verlag (tb) und umfasst 384 spannende und sehr lesenswerte Krimiseiten!


Im 3. Fall, in den die Journalistin Kajsa involviert ist, geht es um das nie aufgeklärte Verschwinden einer jungen Frau, die niemals gefunden wurde und deren Verbleib oder Tod über viele Jahre ungeklärt blieb. Eines Tages bittet ein Mann Kajsa, die in den Fall verwickelten Personen nochmals zu befragen - wenig später wird er ermordet. Offenbar ist er betäubt und ins Wasser geworfen worden. Steht das Verschwinden Julias, der jungen Frau mit dem Tod dieses Mannes in Verbindung? Das Interesse in Kajsa ist geweckt - und so ermittelt sie parallel zu ihrem Mann Karsten, der gewillt ist, auch polizeitechnisch den Fall wieder aufzurollen...

Die Mutter von Julia, Marianne Winther, Psychiaterin und in der Hirnforschung tätig,  hat mit Eyvind Bull eine psychiatrische Klinik eröffnet, die jedoch nach 8 Jahren geschlossen wurde: Was hat es mit dieser Klinik auf sich, der  auch Gunnar Lauritzen über Jahrzehnte als Patient angehört; ein Pastorensohn, der sich dem Willen seines Vaters widersetzte - und Künstler werden möchte, sogar ein Gespräch in einem Café mit Edvard Munch darüber führte? Was führte zum Tod einiger Patienten und hat auch Frode Olsen, der sich nach der Schließung um das Gebäude kümmert, etwas zu verbergen? In welchem Verhältnis standen die Kinder Marianne Winthers zu ihrer Mutter; Allan, der ältere Bruder von Julia - und Susanne, die kleine Schwester? All diese Fragen versuchen sowohl Kajsa als auch Karsten zu beantworten - und den mysteriösen Ereignissen innerhalb der Klinikmauern auch anhand von Dokumenten auf die Spur zu kommen, die eines Tages auftauchen....

Trude Teige gelingt es von Beginn an, den Leser in den Bann zu ziehen - und Informationen zu den einzelnen Figuren - besonders zu Julia selbst, ihrer Familie und auch "Krösus", wie er sich selbst nennt, einem friedfertigen Mann, der fast sein gesamtes Leben in der Psychiatrie verbringt und Freiheiten genießt, Parfum herstellt und "Diamanten" sammelt, in seiner eigenen Welt lebt, bis er die kleine Julia (8) kennenlernt, die seine Malerei "doll" findet - ein fein gezeichnetes Gesicht zu geben. Man verfolgt die Handlung voller Spannung und erfährt einiges zur Geschichte der Psychiatrie in Norwegen, den USA (und Europa), zu Lobotomie, Elektroschocks und Methoden, depressive Störungen hirnchirurgisch heilen zu wollen. Die Klinikleiterin erlebt man hierbei als sehr karrierewütig, sie stellt die Forschung an die erste Stelle - wohingegen sie für ihre Kinder und Familie weder Interesse noch Zeit findet. 
Besonders die Geschichte von Gunnar Lauritzen fasziniert in ihrer Tragik, während des 2. Weltkrieges werden wertvolle Gemälde in einem Klinikgebäude deponiert, darunter auch Werke von Edvard Munch: Erzählt "Krösus" die Wahrheit, dass ihm eben dieser ein Bild schenkte mit dem Namen "Zweifel", das er jahrelang zu kopieren sucht? 

Die Themen sind Euthanasie, Hirnchirurgie, aber auch Gier, Medikamentenabhängigkeit und über Leichen gehende Drogengeschäfte, die aktueller nicht sein könnten. Mich hat auch dieser Fall überzeugen können und es war ein kriminalistisches Vergnügen, mitzurätseln, wer damals gelogen hat - und welche Wahrheiten zutage treten würden.

Fazit:

Ein spannender, temporeicher, mit dennoch ruhiger Hand atmosphärisch geschriebener Kriminalroman, der den Leser in die Welt psychiatrischer Kliniken, fragwürdigen Heilungsmethoden, persönlicher Besessenheit und Machtgier sowie der Gehirnforschung entführt. Ich empfehle alle Kriminalromane von Trude Teige - und diesen im Besonderen! Empfehlung und Lesetipp mit voller Punktzahl und 5* von mir!

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Rezension zu "Die Frau, die verschwand" von Trude Teige

So soll ein Skandinavien Krimi sein
Ayleen256vor einem Jahr

Kasja ist Journalistin und lebt zurückgezogen auf einer kleinen Insel bei Oslo. Ein Mann erbittet bei der Aufklärung eines Vermisstenfalls um Kajas journalistische Mithilfe, wird aber kurz danach selbst umgebracht. Kajas Neugier ist geweckt und sie beginnt ihre eigenen Ermittlungen. Vor vielen Jahren verschwand ein Mädchen, dessen Mutter gerade erst auf die Insel zurückgekehrt ist. Ihr Weg führt sich in die ehemalige Psychiatrie und zu einigen verschollenen Kunstwerken.

Auf der Suche nach einem guten Skandinavien Krimi bin ich bei Trude Teige stehen geblieben. Dass es sich hierbei um den 3. Band der Reihe handelt, störte mich nicht (und war auch nicht hinderlich beim Lesen). Es hätte auch genauso gut der Anfang einer Reihe sein können. Kajsa, deren Mann gleichzeitig bei der Polizei arbeitet, ist eine angenehme Figur, die tough sein und gleichzeitig bedacht handeln kann. Ein persönlicher Schicksalschlag ist dabei geschickt ins Geschehen integriert, ohne den Fall zu überlagern.

Der alte Fall bringt Einblicke in unlautere Handlungsweisen in Psychatrien in der Vergangenheit. Der Handlungsstrang dort, der eben auch das Verschwinden von dem Mädchen beinhaltet, ist nicht minder interessant, als die aktuellen Ermittlungen von Kajsa und der Polizei. Der Plot ist abwechslungsreich und durchgängig am Ball bleibend. Wer skandinavische Krimis mag, die auch nicht unbedingt viel blutvergießend sind, kann hier beherzt zugreifen. Ich vergebe 5 Sterne.

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Gespräche aus der Community

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Cover des Buches Die Frau, die verschwandundefined
Autoren oder Titel-Cover
Mörderische Geheimnisse.

Die Journalistin Kajsa hat sich auf eine Insel bei Oslo zurückgezogen, als ein Mann sie aufsucht, um sie auf das Schicksal einer verschwundenen Frau hinzuweisen. Wenig später wird dieser Mann tot aus dem Meer gefischt. Offenbar hat ihn jemand betäubt und ins Wasser geworfen. Kajsas Interesse erwacht. Der Fall, dem sie nachgehen soll, liegt Jahre zurück. Damals ist Julia, eine junge Frau, verschwunden – und nun ist ihre Mutter, eine Psychiaterin, auf die Insel zurückgekehrt.

Ein Bestseller aus Norwegen – ein packender Roman um verschollene Bilder, eine mysteriöse Klinik und eine junge Frau, die ein Geheimnis hütet. 

Über Trude Teige

Trude Teige, Jahrgang 1960, ist eine bekannte Journalistin und gehört zu den erfolgreichsten Kriminalautorinnen Norwegens. Bei atb sind bisher zwei Romane mit Kajsa Coren erscheinen „Totensommer“ und „Das Mädchen, das schwieg“.  

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Letzter Beitrag von  SigiLovesBooksvor einem Jahr
Etwas verspätet - aber dafür umso begeisterter: Lieben Dank, dass ich auch den 3. Fall Kajsas und Karsten's lesen durfte. https://www.lovelybooks.de/autor/Trude-Teige/Die-Frau-die-verschwand-1551948836-w/rezension/2037897012/ Ich streue meine Rezension (5 online-Buchhändler und 6 Bücherforen) noch und sende liebe Grüße in den Rowohlt-Verlag, freue mich schon auf weitere Trude Teige Krimis!!!
Cover des Buches Das Mädchen, das schwiegundefined

Eine Frau stirbt, ein Mädchen verschwindet.


Die Journalistin Kajsa lebt mit ihrem Mann, dem Polizisten Karsten, auf einer idyllischen Insel in Norwegen. Doch der ganze Ort gerät in Unruhe, als Sissel tot aufgefunden wird – eine Frau von Mitte dreißig, die seit Jahren nicht mehr sprach, aber alles von ihrem Fenster aus beobachtete und auf kleine Zettel schrieb. Was hat Sissel gesehen, und warum musste sie sterben? Als plötzlich ein Mädchen verschwindet und Karsten mit seinen Ermittlungen nicht weiterkommt, mischt Kajsa sich ein. 


Hochspannung von einer norwegischen Bestsellerautorin.

Über Trude Teige


Trude Teige, Jahrgang 1960, war Journalistin und gehört zu den erfolgreichsten Krimiautorinnen Norwegens. Im Aufbau Taschenbuch sind ihre Romane „Totensommer“ und „Das Mädchen, das schwieg“ lieferbar.

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Letzter Beitrag von  hoonilivor 3 Jahren
Hier kommt etwas verspätet endlich meine Rezi: https://www.lovelybooks.de/autor/Trude-Teige/Das-M%C3%A4dchen-das-schwieg-1360048287-w/rezension/1500509286/ Vielen Dank nochmals für die Möglichkeit, dieses Buch zu lesen. Es hat mich leider nicht ganz überzeugt.

Zusätzliche Informationen

Trude Teige wurde am 27. Juni 1960 in Fosnavåg (Norwegen) geboren.

Community-Statistik

in 127 Bibliotheken

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