Das Mädchen, das schwieg

von Trude Teige 
4,3 Sterne bei32 Bewertungen
Das Mädchen, das schwieg
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Eine unglaublich spannende Geschichte

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Kein normaler Krimi, sondern mit einem Grundthema welches nicht einfach zu verdauen ist ...

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Inhaltsangabe zu "Das Mädchen, das schwieg"

Eine Frau stirbt, ein Mädchen verschwindet.

Die Journalistin Kajsa lebt mit ihrem Mann, dem Polizisten Karsten, auf einer idyllischen Insel in Norwegen. Doch der ganze Ort gerät in Unruhe, als Sissel tot aufgefunden wird – eine Frau von Mitte dreißig, die seit Jahren nicht mehr sprach, aber alles von ihrem Fenster aus beobachtete und auf kleine Zettel schrieb. Was hat Sissel gesehen, und warum musste sie sterben? Als plötzlich ein Mädchen verschwindet und Karsten mit seinen Ermittlungen nicht weiterkommt, mischt Kajsa sich ein.

Hochspannung von einer norwegischen Bestsellerautorin.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783746632919
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:364 Seiten
Verlag:Aufbau TB
Erscheinungsdatum:14.07.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    MissNorges avatar
    MissNorgevor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Kein normaler Krimi, sondern mit einem Grundthema welches nicht einfach zu verdauen ist ...
    Hochspannung aus Norwegen

    Kurz zur Geschichte
    (lt. Verlagsseite)
    Die Journalistin Kajsa lebt mit ihrem Mann, dem Polizisten Karsten, auf einer idyllischen Insel in Norwegen. Doch der ganze Ort gerät in Unruhe, als Sissel tot aufgefunden wird – eine Frau von Mitte dreißig, die seit Jahren nicht mehr sprach, aber alles von ihrem Fenster aus beobachtete und auf kleine Zettel schrieb. Was hat Sissel gesehen, und warum musste sie sterben? Als plötzlich ein Mädchen verschwindet und Karsten mit seinen Ermittlungen nicht weiterkommt, mischt Kajsa sich ein.

    Meine Meinung
    Nachdem mir Band 1 *Totensommer* so gut gefallen hat, musste ich unbedingt Band 2 haben und ich freue mich sehr, mit Trude Teige, eine neue Autorin entdeckt zu haben, die mich begeistern kann. Ok, das die Geschichten in Norwegen angesiedelt sind, macht es natürlich noch viel interessanter für mich persönlich.
    Was mich sehr anspricht an ihren Büchern ist die Tatsache, das es nicht nur einfach ein gut geschriebener Krimi ist, sondern das ein brisantes Thema die Grundlage ist. In *Das Mädchen, das schwieg* ist der Hintergrund Mobbing, sexueller Missbrauch durch den Adoptivvater und Prediger. Diese Themen werden tiefblickend in den Plot eingebaut und machen alles noch spannender und emotionaler. Zudem gefällt mir, das Trude Teige die Protagonisten mit kleinen Gesten beschreibt, die man vorerst als zufällig ansieht, die sich aber dann, im Laufe der Geschichte, als hinweisgebend herausstellen. Alle Personen sind glaubhaft und gut angelegt, der Schreibstil lässt sich super lesen und die Landschaftsbeschreibungen sind so lebhaft, das ich fast den Wind in den Haaren spüre und mich nach Norwegen träume.
    Ich hoffe so sehr, das noch mehr Krimis mit Kajsa und ihrem Mann Karsten erscheinen werden.

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    Tauriels avatar
    Taurielvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Spannung steigt im letzten Drittel
    Norwegischer Krimi

    Klappentext: Eine Frau stirbt, ein Mädchen verschwindet. Die Journalistin Kajsa lebt mit ihrem Mann, dem Polizisten Karsten, auf einer idyllischen Insel in Norwegen. Doch der ganze Ort gerät in Unruhe, als Sissel tot aufgefunden wird – eine Frau von Mitte dreißig, die seit Jahren nicht mehr sprach, aber alles von ihrem Fenster aus beobachtete und auf kleine Zettel schrieb. Was hat Sissel gesehen, und warum musste sie sterben? Als plötzlich ein Mädchen verschwindet und Karsten mit seinen Ermittlungen nicht weiterkommt, mischt Kajsa sich ein. Das Cover finde ich gelungen,es ist klar ,das er in Skandinavien spielt und es sich um einen Krimi handelt. Der Krimi fängt spannend an und im letzten Drittel des Buches steigert sich die Spannung noch. Kurze,übersichtliche Kapitel.Ich komme sehr schnell in den Kriminalroman ,dank dem flüssigen Schreibstil und ich kann mich anhand der ausführlichen Beschreibung gut zurecht finden.Mein Kopfkino wird in Gang gesetzt.Lesenswert.

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    hoonilis avatar
    hoonilivor einem Jahr
    Das Rätsel um Sissels Tod

    In einem kleinen norwegischen Dorf wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Sie hieß Sissel, sprach seit Jahren nicht mehr und war depressiv. Der Anblick ist grauenhaft und keiner kann sich erklären, warum sie sterben musste. Die Journalistin Kajsa möchte mehr herausfinden, was durch ihren Mann nicht schwer ist. Denn er ist der ermittelnde Polizist in diesem Fall. Kurz darauf verschwindet ein junges Mädchen und Kajsa ist schneller mit diesem Fall betraut als sie dachte.
    Der Einstieg in das Buch ist durch die recht kurzen Kapitel ganz angenehm. Jedoch werden ganz viele Personen beschrieben und die Spannung lässt sehr lange zu wünschen übrig. Man fragt sich bis über die Hälfte des Buches, wann es endlich mal spannend wird.
    Die Beschreibungen der Autorin waren mir zu ausführlich, wodurch ich das Buch oft wieder weglegen musste weil es einfach noch voran ging.
    Fazit: ein tolles Cover, eigentlich ein spannendes Thema aber weniger spannend umgesetzt.

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    Langeweiles avatar
    Langeweilevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Tiefgründiger Thriller
    Warum schwieg Sissel?

    Die Journalistin Kajsa lebt mit ihrem Mann Karsten auf einer kleinen Insel in Norwegen. Sie haben das Haus, welches Kajsa von ihrer Tante geerbt hat, liebevoll renoviert.
     Kajsa befindet sich in Elternzeit, während ihr Mann, der Polizist Karsten , sich von einer schweren Schussverletzung erholen muss und derzeit mit seinem Schicksal hadert.
    Die Idylle der kleinen Insel wird jäh gestört, als Sissel , eine junge Frau aus der Nachbarschaft ermordet wird.
    Sie hatte seit ihrer frühen Jugend nicht mehr gesprochen, beobachtete die Leute in Ihrer Umgebung und hielt ihre Beobachtungen in mehreren Notizbüchern fest.
     Die Polizei beginnt zu ermitteln und auch Karsten bringt sich,im Rahmen seiner Möglichkeiten, in die Ermittlungen ein.  Kajsas journalistischer Spürsinn ist ebenfalls geweckt und sie beginnt auf eigene Faust zu ermitteln.
    Als dann noch eine weitere junge Frau verschwindet, spitzen sich die Ereignisse zu .

    Meine Meinung:

    Die Autorin zeichnet auf sehr gründliche und einfühlsame Weise , ein Bild der verschiedenen Protagonisten.
    Jeder Charakter wird in Vergangenheit und Gegenwart ausführlich beschrieben . Neben den polizeilichen Ermittlungen, nehmen die zwischenmenschlichen Beziehungen einen großen Raum ein.
     Das führt dazu, dass die Spannung zeitweise auf der Strecke bleibt. Das ist jedoch von großer Bedeutung, um die dramatischen Ereignisse bei der Auflösung des Falls richtig zu verstehen.
     Der Schreibstil ist flüssig, es wird in kurzen Kapiteln berichtet. Ich habe das Buch in sehr kurzer Zeit gelesen , es bescherte mir einige interessante Lesestunden.
     Ich spreche eine Leseempfehlung für Krimileser , die keinen Wert auf Blutvergießen legen, aus.

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    SigiLovesBookss avatar
    SigiLovesBooksvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Spannender Norwegen-Krimi incl. düsterer (realer) Themen; atmosphärisch, stimmig - und ein toughes Ermittler-Paar (Journalisitin und Kripo)
    Wieder atmosphärisch, spannend, stimmig - toller Norwegenkrimi mit sympathischem Ermittlerduo!

    Nach "Totensommer" ist dies der 2. norwegische Kriminalroman von Trude Teige, der ins Deutsche von Gabriele Haefs und Andreas Brunstermann aus dem Norwegischen übersetzt wurde. Erschienen ist "Das Mädchen, das schwieg" im Aufbau-Verlag (TB, 2017).

    Kajsa und ihr Mann Karsten leben mit Kajsa Kindern aus der Ehe mit Aksel und dem kleinen Jonas, dem gemeinsamen Sohn mit Karsten, in Losvika, einem kleinen Ort auf einer norwegischen Insel, das Kajsa von ihrer Tante erbte.
    Sissel, die seit vielen Jahren kein Wort mehr gesprochen hat, wird ermordet - im gleichen Haus, in dem auch ihr Vater Peder Vage ein knappes Jahr zuvor einem gewaltsamen Ende zum Opfer fiel: Haben die beiden Morde miteinander zu tun?
    Sissel, die sich nur mit Zetteln und Notizblöcken mit anderen Menschen verständigte, saß meist in ihrem Sessel am Fenster und beobachtete ihre Umwelt, ihre Mitmenschen im Dorf: Was hatte sie gesehen, dass sie sterben musste?

    Diesen Fragen geht das Ermittlerteam nach, das Eggesbo um sich schart, wobei er Karsten bewusst miteinbeziehen möchte, ohne ihn zu überfordern: Nach einer schweren Verletzung, die er sich bei der Aufklärung des letzten Falles zuzog, hat er sich noch nicht wieder erholt und ist auf Krücken angewiesen. Allerdings ist er zu Kajsas Freude mehr und mehr  fest entschlossen, sich ins Leben zurückzukämpfen: Seine Stärke liegt in Analysefähigkeiten und methodischem Vorgehen; so nimmt er sich z.B. die Aufzeichnungen Sissels zur Brust, die er zu entschlüsseln versucht....

    Kajsa, eigentlich Journalistin, kannte die Ermordete vom Sehen und macht sich auf die Suche nach Informanten, um Spuren aufzunehmen, die zur Klärung des Falls führen könnten. So sucht sie z.B. Tone auf, ein Mädchen, das direkte Nachbarin Sessels war, sehr viel musikalisches Talent hat und auch gerne mal den kleinen Jonas spazierenfährt, in der Schule allerdings aufgrund ihrer Hautfarbe ausgegrenzt und gemobbt wird; Olga, die pensionierte Lehrerin; und Bente und Dag, die gutsituierten Adoptiveltern von Tone, die direkt neben Sissel wohnen.
    Da das Mädchen als vermisst gemeldet wird, wird Verstärkung angefordert, die Suchmannschaft vergrößert und Karsten, der sich nicht direkt an der Suche beteiligen kann, nimmt sich nochmals die Notizbücher Sissels vor - bei ihrem letzten Eintrag hat er endlich das Gefühl, auf einer wichtigen Spur zu sein... 

    Der erste Wintersturm, der über Norwegen hinwegfegt, erschwert die Suche, erhöht aber die Spannung ungeheuer und erste Ideen, wer der Täter sein könnte, entstehen beim Lesen; es gibt immer wieder Rückblicke in eine gequälte Kindheit zweier Kinder, die mit ihrer Mutter gemeinsam in Angst und Schrecken vor der häuslichen und unberechenbaren Gewalt des Vaters leben...

    Kajsa arbeitet sich unerbittlich und mit viel Intuition in die Vergangenheit Sissels, die Schreckliches (und für den Leser Erschütterndes) zutage fördert. Gegen Ende des sehr spannend geschriebenen und flüssig zu lesenden Kriminalromans spitzt sich die Situation zu; der vom Meer kommende Wintersturm macht das Geschehen umso dramatischer. Das fulminante Ende, das vom Sturm begleitet wird, ist sehr spannungsgeladen, der Plot stimmig. Der Bericht im "Sunnmorsposten", einer Lokalzeitung, für die Kajsa temporär arbeitet, setzt dieser Dramatik gewissermaßen noch "eins drauf".
    Einziger 'Wermutstropfen' dieses ansonsten brillanten Krimis bestand für mich darin, dass sich mein Verdacht bestätigte (nach Motivlage), den ich zur Krimihälfte erwogen hatte. Dennoch habe ich den 2. Kriminalroman dieser norwegischen Autorin sehr gerne gelesen und würde mich über Fortsetzungen sehr freuen!

    Fazit:

    In den spannend zu lesenden und stimmigen beiden bisherigen Kriminalromanen von Trude Teige findet sich eine gewaltige Menge "sozialen Sprengstoffes"; hier in Form von Gewalt in der Familie, Übergriffe auch in religiösen Kreisen und in der Passivität der Mitmenschen, die oft wegschauen, um selbst nicht ins Fadenkreuz des Ärgers bzw. von Konflikten zu geraten! Für den atmosphärisch-spannenden Krimi, den ich gerne weiterempfehlen möchte, vergebe ich 4,5 * am skandinavischen Krimi-Firmament und hoffe auf weitere Fälle!




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    sursulapitschis avatar
    sursulapitschivor einem Jahr
    Eher beliebig

    Das Beste am diesem Buch ist die Buchbeschreibung. Da liest man komprimiert die Handlung der ersten 200 Seiten und so gerafft hat es was. Im Buch zieht es sich dann doch und „Hochspannung von einer norwegischen Bestsellerautorin“ ist gewagt formuliert.
     
    „Das Mädchen, das schwieg“ wurde für den norwegischen Buchhändlerpreis nominiert und ist nach Deutschland und Russland verkauft worden, habe ich ergoogelt und wundere mich sehr.
    Dieses Buch ist ein solider Krimi, der sich durch nichts von allen anderen unterscheidet. Anfangs habe ich mich redlich gelangweilt, bis er dann im letzten Drittel doch noch etwas Fahrt aufnimmt. Besonders norwegische Atmosphäre verströmt er auch nicht. Die Menschen haben lustige Namen, alles andere hätte genauso auf Amrum stattfinden können.

    Die Sprache ist auffallend schlicht, selbst für einen Krimi, und da verwundert dann deutlich, was denn wohl die norwegische Leserschaft an diesem Buch begeistern mag, wenn weder der Erzählstil noch die Handlung besticht.
    Es ist schon recht komisch, wenn mitten zwischen wirklich simpel formulierten Sätzen plötzlich jemand „rekognosziert“. Und wenn man dann gegen Ende gar lesen darf „sein Gedächtnis war einfach ein schwaches (!) Loch“, fängt man an darüber nachzudenken, ob hier wohl die Autorin oder vielleicht doch eher das preisgekrönte Übersetzerteam schlampig gearbeitet hat.

    Unterm Strich ist dieses Buch ein beliebiger Krimi, den man gut lesen kann, der sich aber auch in keiner Weise aus der Masse hervorhebt.


    Kommentare: 2
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    Ein LovelyBooks-Nutzervor einem Jahr
    Kurzmeinung: Toller spannender Thriller, gerne mehr davon!
    mehr geht nicht

    Was für ein wahnsinnig tolles Buch - genauso stelle ich mir einen richtig guten Thriller vor! 
    Kasja lebt mit ihrem Mann Karsten in Norwegen auf einer kleinen Insel. Karsten war Zeit seines Lebens bei der Polizei und muss nun die Folgen einer schweren Schussverletzung auskurieren und ist arbeitsunfähig und depressiv. Kasja ist Journalistin und nimmt gerade eine Auszeit von ihrem Job. 
    Die Idylle wird jäh getrübt, als eine Nachbarin der beiden tot aufgefunden wird. Die junge Frau war sehr geheimnisvoll, hat seit Jahren nicht mehr gesprochen, war verschroben und einsam und hat ihre Nachbarn immer beobachtet und alles was sie gesehen hat genauestens notiert. Hat sie etwas gesehen, was sie nicht hätte sehen dürfen? Warum wurde sie ermordet? 
    Der Fall ist total undurchsichtig und die Polizei kommt nicht wirklich weiter und Kasja beginnt mit eigenen Nachforschungen und schlittert so von einer brenzligen Situation in die nächste und zeitweise habe ich wirklich mit ihr mitgelitten. Als dann noch eine Person verschwindet mischt auch Karsten wieder mit und gemeinsam bringen die beiden tief vergrabene Geheimnisse und Familiengeschichten ans Licht. 
    Dieses Buch scheint der 2te Teil der Kajsa Coren Reihe zu sein, das steht auf keiner der einschlägigen Büchercommunitys beschrieben aber man kann es aus dem Zusammenhang entnehmen. Man kann es aber gut lesen ohne den Vorgänger zu kennen. 


    Für mich war diese Story der wirklich perfekte Thriller! Ohne blutiges Gemetzel, ohne Horror und Grusel, sehr authentisch mit wirklich charismatischen Protagonisten. Ich habe die ganze Zeit mitgerätselt wer denn nun der Täter ist und habe mich öfters auf die Falsche Spur schicken lassen. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen und habe am Ende alles aufgeklärt bekommen und bleibe total zufrieden zurück. Mehr geht nicht! 

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    M
    misspidervor einem Jahr
    Routiniert

    Wenn ich das Buch in einem Wort beschreiben müsste, würde dieses wohl "routiniert" lauten. Obwohl es einige originelle Aspekte gibt, herrschte am Ende doch ein Gefühl von so-oder-ähnlich-schonmal-dagewesen vor. Mit Kajsa konnte ich nur bedingt warm werden, zu unüberlegt und manchmal naiv fand ich ihre Vorgehensweise, und auch die Polizei hatte ihre unprofessionellen Momente.

    Insgesamt ein durchaus spannender und unterhaltsamer Urlaubs-Schmöker, aber bis zum nächsten Urlaub habe ich das Buch dann garantiert auch wieder vergessen.

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    fredhels avatar
    fredhelvor einem Jahr
    Kurzmeinung: ruhiger, spannungsgeladener Norwegenkrimi, mit gut beobachteten Charakteren
    Scheinheilig

    Kajsa ist mit ihrem Mann Karsten auf die kleine norwegische Insel  Losvika gezogen, auf der sie ihre Kindheit verlebt hat und wo sie mit viel Liebe ein ererbtes Häuschen renoviert haben. Kajsa, die Journalistin, ist eigentlich noch in Elternzeit, und Karsten versucht, sich von einem fast tödlichen Polizeieinsatz zu erholen, wird dabei aber immer depressiver.

    Als nun in der Nachbarschaft ein Mord an einer stummen jungen Frau, Sissel, begangen wird, bedeutet das einen Wiedereinstieg in ihre jeweiligen Berufe. Keiner mag glauben, dass in ihrer kleinen Gemeinde ein Mörder umgeht. Die Autorin Trude Teige geht die Auflösung sehr behutsam an. Man erfährt viel Privates über die Dorfbewohner, schnell macht sich der Leser ein Bild über die unterschwellig herrschenden Spannungen. Dann verschwindet auch noch ein junges Mädchen und während eines fürchterlichen Wintersturms kommt es zum grandiosen Showdown, bei dem Karsten und Kajsa über sich hinauswachsen.

    Dass der Mörder nicht leicht zu erraten ist, macht nur einen Teil der Spannung aus. Genauso faszinierend sind hier die Einzelschicksale von der toten Sissel, oder auch von dem Entführungsopfer, Tone, das von allen Seiten gemobbt wurde. Ebenso macht die Beziehung von Kajsa und Karsten eine interessante Entwicklung durch, und es ist schön zu sehen, wie Karsten wieder zu seinem alten Selbst zurückfindet. 

    Insgesamt ist "Das Mädchen, das schwieg" ein ruhiger, aber dabei sehr spannender Norwegen-Krimi, den ich gerne weiterempfehlen kann, weil er eben nicht so oberflächlich ist, wie manch anderer Krimi.

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    A
    amena25vor einem Jahr
    Spannende Unterhaltung

    Ohne langes Vorgeplänkel steigt man gleich auf der ersten Seite mitten ins Geschehen ein. Die Journalistin Kajsa Coren, gerade mit dem Kinderwagen im Dorf unterwegs, kommt hinzu, als die 33-jährige Sissel von ihrer Nachbarin tot aufgefunden wird. Kajsa, die seit Kurzem mit ihrem Mann Karsten und ihren Kindern auf einer kleinen norwegischen Insel lebt, ist nicht nur von Natur aus neugierig. Ihr Mann Karsten arbeitet bei der Kripo und so weiß Kajsa, wer zu informieren ist und was es an einem Tatort zu beachten gilt. Kurze Zeit später verschwindet das Mädchen Tone spurlos. Hängen die beiden Fälle zusammen?

    Ein bisschen erinnert das Setting an Erika Falck und ihren Mann Patrick aus den Camilla Läckberg-Romanen. Dennoch haben die Figuren einen ganz eigenen Charakter. Karsten wurde bei einem Einsatz schwer verletzt und ist seitdem auf den Rollstuhl angewiesen. Er ist depressiv und grenzt sich völlig von der Außenwelt ab, auch von Kajsa, die zunehmend darunter leidet. Kajsa ist zwar Ehefrau und Mutter, allerdings überwiegt deutlich ihre journalistische Neugier und ihr Wille, etwas zu bewegen. So wittert sie sofort eine gute Story, versucht aber dennoch das Menschliche und die Grenzen dessen, was man veröffentlichen kann, im Blick zu behalten. So ,,ermittelt“ sie teils mit, teils ohne die Polizei und bringt sich dabei selbst in Gefahr. Für ihren Ehemann Karsten ist der Fall die Chance, aus seinem Selbstmitleid und seiner Lethargie herauszukommen und seine ermittlerischen Fähigkeiten trotz seiner physischen Einschränkungen zu beweisen. Private Konflikte und Krimihandlung werden geschickt miteinander verwoben und stehen in einer guten Balance.

    Sissels Geschichte erschließt sich durch Rückblenden in die Vergangenheit auf berührende, aber auch sehr bedrückende Weise. Nach und nach fügen sich die Puzzlesteinchen zusammen und so werden die Gründe für Sissels Mutismus deutlich. Auch das Schicksal der adoptierten Tone, die aufgrund ihrer Hautfarbe in der Schule gemobbt wird, bewegt den Leser. Interessant ist auch, dass in einer so kleinen Inselgemeinde, wo jeder jeden zu kennen glaubt, doch so mancher seine privaten Geheimnisse und Probleme mit sich herumträgt.

    Dies ist der 2. Fall mit Kajsa Coren, den man aber auch gut ohne Vorkenntnis des 1. Bandes lesen kann. Der Krimi bietet gute und spannende Unterhaltung bis zum dramatischen Showdown am Schluss. Deshalb gebe ich eine klare Leseempfehlung!



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    aufbauverlags avatar

    Eine Frau stirbt, ein Mädchen verschwindet.


    Die Journalistin Kajsa lebt mit ihrem Mann, dem Polizisten Karsten, auf einer idyllischen Insel in Norwegen. Doch der ganze Ort gerät in Unruhe, als Sissel tot aufgefunden wird – eine Frau von Mitte dreißig, die seit Jahren nicht mehr sprach, aber alles von ihrem Fenster aus beobachtete und auf kleine Zettel schrieb. Was hat Sissel gesehen, und warum musste sie sterben? Als plötzlich ein Mädchen verschwindet und Karsten mit seinen Ermittlungen nicht weiterkommt, mischt Kajsa sich ein. 


    Hochspannung von einer norwegischen Bestsellerautorin.

    Über Trude Teige


    Trude Teige, Jahrgang 1960, war Journalistin und gehört zu den erfolgreichsten Krimiautorinnen Norwegens. Im Aufbau Taschenbuch sind ihre Romane „Totensommer“ und „Das Mädchen, das schwieg“ lieferbar.

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