Truman Capote Andere Stimmen, andere Räume

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Inhaltsangabe zu „Andere Stimmen, andere Räume“ von Truman Capote

»Einer der perfektesten Romane Amerikas.« New York Herald Tribune Nach dem Tod seiner Mutter soll der dreizehnjährige Joel Knox zu seinem Vater ziehen, für ihn ein völlig Unbekannter. Als er in Alabama auf dem Land ankommt, findet er auf dem riesigen, verfallenen Anwesen nur seine missmutige, spröde Stiefmutter Miss Amy und seinen verdorbenen Cousin Randolph vor, die wie Gespenster durch das geheimnisvolle Haus geistern – von seinem Vater fehlt aber eigenartigerweise jede Spur … Das Buch, mit dessen Veröffentlichung sich der erst 24-jährige Truman Capote 1948 in die erste Schriftstellerliga katapultierte.

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  • Eine Kindheit in den Südstaaten der USA

    Andere Stimmen, andere Räume

    Nespavanje

    21. June 2016 um 11:47

    Nach dem Tod seiner Mutter, kommt der erst 13 jährige Joel Knox bei einer Freundin der Verstorbenen unter. Schließlich bleibt er dort nicht lange, denn er soll zu seinem, ihn bisher völlig unbekannten Vater, nach Alabama ziehen. Dort angekommen fehlt von ihm jede Spur und seine Stiefmutter Amy lässt es anfänglich nicht zu, dass er ihn sieht. Andere Stimmen, andere Räume ist der Debütroman von Truman Capote, obwohl er bereits seit seiner Kindheit geschrieben hatte und auch für die eine oder andere Kurzgeschichte, Preise und Anerkennungen bekommen hat. 2004 tauchte überraschend das Manuskript zu - Sommerdiebe - auf und 2015 erschien - Wo die Welt anfängt - eine Reihe von Kurzgeschichten, die er als 14-17 jähriger geschrieben hatte, und die erst kurz vorher in der Public Library in New York gefunden worden waren. Dieser Roman sorgte bereits ungelesen für Furore, schuld daran trug das Portrait-Foto am Umschlag. Es zeigte den 15 jährigen in einer lasziven und zu einladenden, und sexuell unterschwelligen Körpersprache. Es war im Jahr 1948 der am meisten diskutierte Roman und stand 9 Wochen auf der Bestsellerliste des New Yorkers. In der Biografie - Ich bin schwul. Ich bin süchtig. Ich bin ein Genie. - von Lawrence Grobel, nahm er Bezug auf dieses Bild und wollte sich wohl deswegen, ein wenig die Hände in Unschuld waschen: "Das Buch bekam sehr gute Kritiken. Es war ein Bestseller. Aber seltsamerweise, weckte ein Foto von mir, auf dem Umschlag des Buches, eine Menge Kontroversen. Es erschien zwölft Wochen lang, kein "Time", ohne dass etwas Boshaftes über mich darin stand. Alle möglichen schrecklichen Dinge wurden gesagt und geschrieben.(...) Ich hatte damit nichts zu tun. Es war einfach eine Fotografie, die ein Freund von mir gemacht hatte, sie sollte nirgends veröffentlicht werden. Man wollte ein Foto von mir und ich war in Kalifornien, also sagte ich zu Mir. Linscott, meinem inzwischen verstorbenen Lektor, er solle doch in meine Wohnung gehen, in der Schreibtischschublade seien eine Menge Fotografien von mir(...)" Heutzutage kann man es sich kaum vorstellen, dass ein Roman nur wegen eines Portrait-Fotos so eine große Publicity zu teil wird. Gerade wenn mir ein Schriftsteller so gut gefällt, wie es Truman Capote tut, setze ich mich meist mit der Entstehung seiner Werke und auch mit der Biografie des Schaffers auseinander. Für die Leser die das nun nur wenig interessiert hat, nun meine Meinung zum Werk: Ich musste den Roman erst ein wenig sacken lassen, bevor ich diesen besprechen konnte. Natürlich hab ich mir Gedanken darum gemacht. Er hat insgesamt sehr wenig Handlung, es ist ein Coming of Age Roman und lebt von den Beschreibungen und der Stimmung und der stilistischen Erzählung, die Truman Capote sein eigen nennt. Joel, der Hauptprotagonist, ist sich anfänglich noch ziemlich unsicher. Ihm gegenüber steht eine unbekannte ländliche Welt der Südstaaten, der 20er Jahre des vorigen Jahrhunderts, eigenartige Menschen und sein Vater, der ihm ein Unbekannter ist. Hier würde ich behaupten, dass auch biografisches mit eingeflossen ist, denn für den Schriftsteller, war auch sein Vater ein Unbekannter. Und auch Truman Capote hat seine Kindheit in den Südstaaten verbracht. Ab Mitte des Romans bleibt vieles nur Angedeutet. Vage verschwimmt die Grenze zwischen Realität und Surrealität. Diese metaphernschwere Erzählung muss man schon mögen, ihm allerdings nun Langeweile vorzuwerfen, grenzt schon an einem Sakrileg. Nachdem ich - Wo die Welt anfängt - mit Begeisterung gelesen habe, war ich mir sicher, dass mir auch eine restlichen Werke gefallen. Dieser Roman ist Teil der neu editierten Werke Truman Capotes, im achtbändigen Schmuckschuber, den der Kein&Aber Verlag 2008 herausgebracht hat. Für jeden Fan, kann ich dieses Schmuckstück, wärmstens empfehlen.

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  • Rezension zu "Andere Stimmen, andere Räume -" von Truman Capote

    Andere Stimmen, andere Räume

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    15. September 2010 um 14:51

    Nach dem Tod seiner Mutter soll der 13 jährige Joel Knox zu seinem ihm bisher völlig unbekannten Vater ziehen. Er kommt schließlich in einem riesigen, verfallenen Anwesen im Bundesstaat Alabama, im amerikanischen Niemandsland, an. Dort trifft er auf seine Stiefmutter Miss Amy und seinen sittenlosen Cousin Randolph. Von seinem Vater fehlt zunächst jede Spur, er wird verleugnet, liegt am Ende irgendwo todkrank in einer Ecke, ist eigentlich nur noch ein lebendes Wrack. Joel muss ihn füttern, um ihn am Leben erhalten zu können. Joel überkommt ein existenzielles, tiefes Verlassenheitsgefühl. Es geht eigentlich darum "Nichts" zu sein, alleine zu sein. Und in seiner Verzweiflung verliebt er sich in den Vetter Randolph. Wir erfahren, wie Joel mit seiner Sexualität umgeht, wie er sich in Dolores, ein junges Mädchen in der Nachbarschaft, verliebt. Wir erleben wie die überhaupt nicht vorhandenen Grenzen ausgelotet werden. Und dieser Joel tendiert einmal zum Schwulen, einmal zu diesem Mädchen Dolores, die ihren Verhaltensformen nach ein Junge ist. All diese Protagonisten haben eine ganz und gar geschlechtliche Ungesichertheit und machen eigentlich überhaupt keinen Identitätsfindungsprozess durch. In der unglaublichen Sehnsucht jemanden zu finden, zersetzten diese Figuren die bestehende Geschlechterordnung,hinterlassen ein Chaos.

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  • Rezension zu "Truman Capote - Werke / Andere Stimmen, andere Räume" von Truman Capote

    Andere Stimmen, andere Räume

    datjulchen

    19. May 2008 um 11:02

    Ziemlich strange, aber wirklich lesenswert, auch wenn man sich immer wieder aufs Neue an Capote gewöhnen muss.

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