Truman Capote Ich bin schwul. Ich bin süchtig. Ich bin ein Genie.

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Inhaltsangabe zu „Ich bin schwul. Ich bin süchtig. Ich bin ein Genie.“ von Truman Capote

Was Capote hier als ›definitive Autobiographie‹ erzählt, ist ein funkelndes, von präziser Sprache getragenes Zeitdokument. Capote verteilt nach links und rechts Seitenhiebe; er lässt sich aus über John F. Kennedy, Jacqueline Onassis, Norman Mailer, Marilyn Monroe, Tennessee Williams, André Gide, J. D. Salinger, Elizabeth Taylor, Andy Warhol. Er erinnert sich an seine Kindheit, seinen frühen Erfolg, berichtet über seine Probleme mit Drogen und Alkohol, seine Homosexualität. Diese Gesprä-che aus den letzten Lebensjahren Capotes sind sein literarisches Vermächtnis, ein Schlüssel zu seinem Werk und seiner Person.

Eine wunderbares intimes Interview, dass mehr Klatsch und Tratsch über die Highsociety ist, als eine Biographie. Dennoch sehr lesenswert!

— Nespavanje
Nespavanje

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  • Rezension zu "Ich bin schwul. Ich bin süchtig. Ich bin ein Genie" von Truman Capote

    Ich bin schwul. Ich bin süchtig. Ich bin ein Genie.
    TheSaint

    TheSaint

    Zwischen 1982 und 1984 führte der Autor Lawrence Grobel - ein Spezialist in Sachen Interviews mit großen Stars - mehrere Interviews mit Truman Capote. Diese Biographie präsentiert die Übertragung der Tonbandaufnahmen der damaligen Sessions und zeichnet dem Leser einen Truman Capote, der durch seine präzisen, sehr direkten, ungeschminkten und vielfach auch sehr verletztenden und auch anmaßenden Bemerkungen zu Autoren wie Ernest Hemingway, Hunter Thompson oder W. H. Auden oder Persönlichkeiten wie Richard Nixon, Ronald Reagan, Mick Jagger oder Jacqueline Onassis arrogant, verbittert und zu sehr von seinem eigenen Genie überzeugt erscheint und dadurch etwas abstösst. Der Mann war für seine spitze und boshafte Zunge bekannt und nicht nur einmal spritzt sein Gift wenn die Sprache auf seinen Intimfeind Gore Vidal kommt. Dieses Buch ermöglicht einen interessanten Blick auf einen begnadeten Schriftsteller und seinen Begegnungen mit unzähligen Größen dieser Welt. Wir erfahren Dinge über Greta Garbo und Hollywood, über das Verlagswesen, über die Schattseiten des Ruhmes und die Abgründe, die durch Alkohol und Drogen aufgetan werden... und doch lässt das Buch Spannung und Reiz missen. Vielleicht deswegen, weil es nur abgetippte Interviews sind?

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  • Klatsch und Tratsch auf höchstem Niveau!

    Ich bin schwul. Ich bin süchtig. Ich bin ein Genie.
    Nespavanje

    Nespavanje

    Lawrence Grobel, ein Journalist der bereits einige Interviews mit Prominenten veröffentlicht hat, hat in den frühen 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts, mehrere Gespräche mit Truman Capote geführt. Sie bilden die Grundlage für dieses Werk, dass der Diogenes Verlag im Jahr 2009 das letzte Mal veröffentlichte. Dabei ist der englische Titel – Conversations with Capote – nicht so aufreißerisch wie der deutsche: Ich bin schwul. Ich bin süchtig. Ich bin ein Genie. Brisant ist dessen Inhalt allemal, aus dem einfachen Grund, weil Capote ziemlich freizügig über Zeitgenossen herzieht und lästert. Eigentlich möchte man glauben, dass Lawrence, den erfolgreichen amerikanischen Literaten Truman Capote auf seine Liebhaber, seine Drogen und Alkoholabhängigkeit festnagelt. Sicherlich werden auch diese Dinge thematisiert, aber schnell wird klar auf was es der Journalist eigentlich abgesehen hat. Capote erzählt eben nicht nur freimütig aus seinem Leben, sondern auch aus dem Leben von Zeitgenossen, ehemaligen Freunden und Kollegen, so nennt er Hemingway eine Hinterzimmer-Schwuchtel, aber auch Jackie Kennedy – Onassis, Gore Vidal und Norman Mailer bekommen ihr Fett weg. Lawrence erkennt hier seine Chance und beginnt häufig nur noch bestimmte Namen abzufragen und Capote steigt ihm bereitwillig ein und erzählt und erzählt. Manch einer mag nun den Kopf schütteln und sich Fragen, weshalb sich der große amerikanische Literat, für solche Lästereien eigentlich hergibt. Ich unterstelle hier den großen Romancier, der wenn man Gerüchten glauben schenken mag, der eigentliche Schaffer von - To kill a mockingbird - ist, Taktik und Kalkül, und weniger Größenwahn, der ihm sonst immer so unterstellt wurde und wird. Klatsch und Tratsch, vor allem wenn es sich um solchen von Prominenten Menschen handelt, ist wohl ein Element der Unterhaltung die auch heute noch funktioniert. Das hatte der großartige Romancier verstanden, und das hat er auch in seinem unvollendet gebliebenen und posthum erschienenen Roman – Erhörte Gebete – bewiesen. Darin erzählte er pikante und intime Details der Highsociety. Letztere hat ihm empört den Rücken zugewandt und in verstoßen. Wer sich nun mit seinem literarischen Werk auseinander setzen möchte, dem kann ich nun dieses und alle anderen von ihm wärmstens empfehlen.

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  • Vom Eintauchen in das Leben eines extravagenten Schriftstellers.

    Ich bin schwul. Ich bin süchtig. Ich bin ein Genie.
    SagMal

    SagMal

    18. January 2015 um 10:26

    "Er ging mit Menschen um wie mit Wanzen, die man unter einem Stiefel zertritt. ..." Als ich im Verlauf von "Ich bin schwul. Ich bin süchtig. Ich bin ein Genie." plötzlich auf dieses Zitat stieß, dachte ich sofort: „Ja, das sind genau die Worte, die die gesamte Grundstimmung des Buches einfangen und widerspiegeln“. Einfach zu oft ist im intimen Gespräch zwischen Lawrence Grobel und Truman Capote die Rede von Fehden, Streitereien und Anfeindungen. Truman Capote geht zum Teil hart ins Gericht mit ehemaligen Freunden, Schauspielern oder auch Schriftstellerkollegen und teilt verbal ordentlich aus. Scheinbar niemand bleibt vor seinen bissigen Kommentaren verschont. Davon einmal abgesehen, lässt sich durch die Lektüre des 276-seitigen Buches aber noch viel mehr über die Person Truman Capote erfahren. Lebendig gemacht wird dies durch beständig auftauchende, spitze Anekdoten. Das machte das Buch für mich wiederum spannend und lesenswert. So erfährt man unter anderem etwas über den extravaganten und exzentrischen Teil von Capotes Persönlichkeit. Wie er z. B. im Gerichtssaal einmal in kurzen Hosen und Sandalen auftrat und damit den Richter halb zur Weißglut trieb. Oder, dass er stets und ständig seine eigene Meinung von allem hatte, diese auch vehement vertrat und sich dadurch häufig in Schwierigkeiten brachte. Ferner offenbart die Lektüre etwas über seinen Umgang mit Freunden. Dass er nur wenige Wirkliche hatte. Und dass er neben aller Zynik auch ein wunderbarer Humorist sein konnte. Ein Bündel von Facetten also, die mir zuvor von der Person Truman Capote so noch nicht gänzlich bewusst waren. Zwar hatte ich bereits „Frühstück bei Tiffany“ und „Kaltblütig“ von Capote gelesen, der Schriftsteller als Person selbst, blieb bis dato bislang für mich aber immer ein bisschen im Vagen, im Unklaren. Fazit Wer sich etwas intensiver mit der Person Truman Capote auseinandersetzen möchte, der sollte dieses Buch nicht außer Acht lassen. Es ist in einzelne Zeitabschnitte unterteilt, ein paar Bilder von Capote runden diese Ausgabe ab und wenn man sich von den angesprochenen Streitereien und Verbalattacken nicht zu sehr vereinnahmen lässt, wird sich das Eintauchen in diese Lektüre lohnen.

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