Tschingis Aitmatow Der Schneeleopard

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Inhaltsangabe zu „Der Schneeleopard“ von Tschingis Aitmatow

Für beide scheint es keinen Platz mehr zu geben – weder für den alten Schneeleoparden Dschaa-Bars noch für den unabhängigen Journalisten Arsen, der gegen Oligarchen und Fanatiker anschreibt. Die Zeit scheint für beide abgelaufen. Der einst unbezwingbare Schneeleopard Dschaa-Bars fühlt seine Kräfte schwinden und will sich zum Sterben in ein unzugängliches Tal im kirgisischen Hochgebirge zurückziehen. Und Arsen Samantschin, der unabhängige Journalist, wird von der Welle des entfesselten Kommerzes in seiner Heimat überrollt. Die Medien kuschen, Oligarchen und Fanatiker drängen sich vor, und seine große Liebe, die Sopranistin Aidana, feiert als Popstar Triumphe. Das Schicksal führt Arsen und den Schneeleoparden in einer atemberaubenden Wendung zusammen: arabische Prinzen haben sich zu einer luxuriösen Jagdpartie angekündigt. Arsen soll sie als Tourmanager und Dolmetscher begleiten. Aber nicht alle im Dorf wollen es hinnehmen, dass es bei diesem Geschäft so wenige Gewinner und so viele Verlierer gibt. Leseprobe: 'Freilich wussten die beiden nichts voneinander und erst recht nicht, wie sie auf Erden zusammenhingen. Der eine lebte in einer modernen Stadt, einem dicht bevölkerten Flecken Erde, wo sich Märkte ausbreiten und Schaschlikrauch durch die Straßen weht, der andere aber hauste zu der Zeit hoch in den Bergen, wo Schnee die Schattenhänge übers halbe Jahr bedeckt.'

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  • Rezension zu "Der Schneeleopard" von Tschingis Aitmatow

    Der Schneeleopard
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    13. June 2009 um 12:50

    Ein wunderbar traurig-schöner Roman über das kirgisische Leben, seine Ureinwohner und die Schneeleoparden. Aitmatow schreibt mit einer Gelassenheit, die einem das Lesen erleichtert und es scheint, als fliegen die Seiten nur so dahin. Die Sprache Aitmatows ist relativ einfach und trotzdem gehoben romantisch. Das Ende kommt sehr abrupt und überrascht vermutlich jeden Leser bis dahin erst einmal. Meiner Meinung nach ein sehr gelungenes Buch über Korruption, die Beziehung zwischen Mensch und Tier, und natürlich der Liebe.

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  • Rezension zu "Der Schneeleopard" von Tschingis Aitmatow

    Der Schneeleopard
    Marco

    Marco

    12. April 2008 um 18:24

    Der neuste Roman Aitmatows spielt wiederum in Kirgistan. Es handelt von einem kirgisischen freien Journalist, einem Intellektuellen. Durch Glasnost und Perestroika ist er aufgeblüht, hat sich emporgearbeitet und Ideale entwickelt. Durch die zunehmende Kommerzialisierung, durch den Raubtierkapitalismus wird er immer mehr an den Rand gedrängt, fühlt sich seiner Ideale beraubt und droht er abzustürzen. Dann zieht ihn ein Auftrag seines Onkels zurück in sein Heimatdorf und in die Wildnis. Dort drohen sich die Ereignisse zu überstürzen und dort kreuzt er den Weg eines alten Schneeleoparden. Aitmatow webt in einen spannenden Schicksalsroman, gekonnt eine schöne archaische Naturbeschreibungen und eine politische Auseinandersetzung mit dem neuen System. Es ist ein Roman voller Sehnsüchte. Die Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit, nach der Heimat und seiner intakten Natur und nach der Freiheit ohne die Totalität eines Staates oder der Wirtschaft. Manche Gedankenirrungen der Hauptromanfigur könnten weniger erschöpfend ausfallen und wären dennoch ein interessanter Einblick in eine gestörte Seelenwelt.

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