Tschingis Aitmatow Dshamilja

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Inhaltsangabe zu „Dshamilja“ von Tschingis Aitmatow

Tschingis Aitmatow begibt sich auf die Spuren seines Volkes und beschreibt in „Dshamilja“ die gegen alle Traditionen verstoßende, langsam aufkeimende Liebe zwischen Dshamilja und Danijar. Die Verpflichtung gegenüber ihrem Mann, der immer noch im Krieg weilt, lässt Dshamilja zunächst im Hause ihrer Schwiegereltern verweilen, doch sie kann diesem Gefühl nicht widerstehen. In Kirgisien, einem Land, wo Männer und Frauen eng an die patriarchalischen Traditionen der Nomaden gebunden sind, entwickelt sich das Drama dieses ungleichen Paares, die "schönste Liebesgeschichte der Welt" (Louis Aragon).

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  • Rezension zu "Dshamilja"

    Dshamilja

    CHRISSYTINA

    08. April 2013 um 09:45

    Die verheiratete Dshamilja wohnt im Haus ihrer Schwiegereltern, während ihr Mann an der Front ist. Sie ist eine sehr aufgeweckte, lebensfrohe junge Frau, die gerne mal über die Stränge schlägt. Ihr bester Freund ist der jüngere Bruder ihres Mannes. In ihrem Dorf wohnt auch noch ein seltsamer junger Mann, der keine Eltern oder anderen Verwandten mehr hat. Er schläft immer am Fluss und trägt immer das gleiche Hemd, da er nur das besitzt, was er am Leib trägt. Eines Tages werden Dshamilja, ihr Schwager und der verwaiste junge Mann eingeteilt, zusammen Getreide für die Front an den Bahnhof zu karren. So nimmt die Geschichte ihren Lauf... ...Nein, es ist nicht die schönste Liebesgeschichte der Welt. Aber sie ist ok und wahrscheinlich interessant für Leute, die nicht so viel über Kirgisien wissen wie ich. Ich denke, daher kommt auch die Begeisterung für dieses Buch. Leute, die Kirgisien mit seinen Sitten nicht kennen, stellen sich das ganze wahrscheinlich romantischer vor, als es ist. Ein paar Hintergrundinfos: In Kirgisien können Männer sich einfach ein Mädchen stehlen, das ihnen gefällt. Wenn das Mädchen eine Nacht im Haus des Kidnappers verbracht hat, ist es seine Frau. Und zwar unabhängig davon, ob die Ehe vollzogen wurde oder nicht. Es wäre eine Schande für das Mädchen, zurück in ihr Elternhaus zu flüchten. Viele Männer sind sehr grob zu ihren Frauen und schlagen sie etc. Es steht nicht explizit da, aber wahrscheinlich wurde Dshamilja ebenfalls gestohlen. Möglicherweise liebte sie den jungen Verwaisten schon vorher. Aber dieser hatte nicht die Möglichkeit, sie zu stehlen und ihr dann ein Heim zu bieten. Vor diesem Hintergrund wäre der Ausgang der Geschichte durchaus ein schöner und romantischer. Aber ich finde nicht, dass die Geschichte gut von Tschingis Aitmatow umgesetzt wurde. Irgendwie fand ich sie insgesamt etwas lieblos dahingeklatscht, mit sehr viel Interpretationsspielraum und wenig Erklärungen.

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  • Rezension zu "Dshamilja" von Tschingis Aitmatow

    Dshamilja

    michella propella

    18. December 2009 um 12:29

    anfangs weiß man nicht wohin die geschichte einen lenken mag, doch dann nimmt die schlichte und ergreifende geschichte den leser in den bann. plötzlich ist man überrascht, wie es der autor auf so unprätentiöse weise schafft, die liebenden zueinander finden zu lassen!

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