Tschingis Aitmatow Kindheit in Kirgisien

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Inhaltsangabe zu „Kindheit in Kirgisien“ von Tschingis Aitmatow

Er war noch zu klein, um richtig aufs Pferd zu steigen, da mußte er schon als Sekretär des Dorfsowjets die Steuern eintreiben und den Frauen die Todesmeldungen von der Front überbringen. Aber zu dieser kirgisischen Kindheit gehört auch das Eintauchen in die reichen Überlieferungen seines Volkes, gehören heitere Erinnerungen und Erlebnisse. Die wahre Geschichte einer verbotenen Liebe im Dorf entpuppt sich als Kern der Novelle 'Dshamilja' und Aitmatows Jugendfreund Sejtaly als Vorbild des 'Ersten Lehrers'. Einige Jahre später erntet der junge Viehzuchtexperte Aitmatow Auszeichnungen für seine rund hundert musterhaft gehaltenen Milchkühe. Als er aber seine ersten Novellen publiziert, entfesselt er im Schriftstellerverband einen Sturm der Entrüstung - er hat mit seinen Werken zu viele Tabus gebrochen.

Spannende Einblicke in die Jugendjahre und das Schrifstellertum Aitmatows.

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  • Kindheit und Jugend in der sowjetischen Peripherie

    Kindheit in Kirgisien
    Schmiesen

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    18. December 2016 um 11:26

    Inhalt: Aitmatow berichtet in kurzen Kapiteln szenenhaft über seine Kinder-und Jugendjahre in Kirgisien und Russland. Dabei greift er immer wieder auf Begebenheiten zurück, die seinen Lebensweg beeinflusst und sein literarisches Werk geprägt haben. So war er mit nicht einmal 15 Jahren Sekretär des Dorfsowjets, lehrte Russisch an einer Schule im Nachbarort, war Kolchosmitarbeiter, studierte Tiermedizin und Viehzucht und wurde schließlich zu einem der wichtigsten Schriftsteller Kirgisiens und Sprachrohr dieser eher unbekannten Weltregion. Meine Meinung: Aitmatow gelingt es, seine Erzählungen sowohl autobiographisch als auch in gewohnter Manier literarisch wirken zu lassen. An der Glaubwürdigkeit könnte man höchstens bei den etwas gestellt wirkenden Dialogen zweifeln, doch wer weiß schon, ob auf Kirgisisch nicht tatsächlich so kommuniziert wird? Besonders, wenn man sich für Aitmatows literarisches Schaffen interessiert, liefert "Kindheit in Kirgisien" wertvolle Einblicke. Gleichzeitig ist es großartig, Einblicke in das sowjetische Leben außerhalb Russlands, in der sowjetischen Peripherie, zu erhalten. Wie Traditionen sich auflösten, wie die Armut die Menschen beinahe erdrückte und wie rigoros die Einhaltung der Regeln aus Moskau überwacht wurde; all das versteht Aitmatow darzustellen, ohne jemals zu jammern. Fazit: Ein kleines, lohnendes Büchlein, das mir die sowjetische Wirklichkeit aus einem anderem Blickwinkel nähergebracht und mich dazu animiert hat, noch weitere Werke Aitmatows zu lesen. Wer sich für diese Weltregion und Aitmatows literarisches Schaffen interessiert, dem sei "Kindheit in Kirgisien" wärmstens ans Herz gelegt.

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