Tuna Kiremitci

 3.8 Sterne bei 20 Bewertungen
Autor von Madame Rosella und die Liebe, Sonun Geldi Sevgilim und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Tuna Kiremitci

Madame Rosella und die Liebe

Madame Rosella und die Liebe

 (20)
Erschienen am 15.06.2015
Gönül Meselesi

Gönül Meselesi

 (0)
Erschienen am 28.12.2012
Sonun Geldi Sevgilim

Sonun Geldi Sevgilim

 (0)
Erschienen am 01.04.2014

Neue Rezensionen zu Tuna Kiremitci

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Ninasan86s avatar

Rezension zu "Madame Rosella und die Liebe" von Tuna Kiremitci

Eine fantastische Geschichte über das Leben
Ninasan86vor 3 Jahren

Zum Inhalt:

Das hier sagt das Buch selbst über sich:

Der herzerwärmende Bestseller aus der Türkei.
Frau Rosella, was machen wir hier eigentlich?
Wir unterhalten uns, Mademoiselle. Aber ich verstehe Ihr Befremden. Schließlich müssen Sie sich mit einer alten Schachtel unterhalten. Weil Sie auf die Intrige einer alten Frau hereingefallen sind, sind Sie jetzt hier.
Na, dann mal los!
Dies ist die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft. Ein anrührendes Gespräch über Lügen und Familiengeschichten. Über Religion und Hoffnung, über Liebe, Sex und geheilte Herzen.


Und das hier sagt der Verlag über das Buch:

"Dies ist die Geschichte der Berliner Jüdin Rosella Galante, die während des Krieges nach Istanbul flüchtete. Und die Geschichte der jungen Türkin Pelin, die sich ihr Studium finanziert, indem sie sich mit der 88-jährigen Rosella unterhält. Einfach nur reden, Woche für Woche. Das ist es, wofür die exzentrische Rosella sie angestellt hat. Über die Vergangenheit in Istanbul. Aber auch über wehmütige Erinnerungen, geplatzte Träume, Liebschaften und sogar Sex. Es ist die Geschichte einer ganz und gar ungewöhnlichen Freundschaft zwischen zwei Frauen. Eine aufwühlende Reise durch Europa und Asien. Ein humorvolles, anrührendes Gespräch darüber, was wirklich zählt im Leben."


Über die Autorin:

"Tuna Kiremitçi wurde 1973 in Eskişehir, Anatolien, geboren. Er studierte Filmwissenschaften an der Mimar Sinan Universität der schönen Künste in Istanbul. Schon während seiner Schulzeit veröffentlichte er Gedichte. Für seine Kurzfilme wurde er vielfach ausgezeichnet. Er arbeitet als Kolumnist, komponiert Musik, schreibt Drehbücher und tritt als Solist auf. Seine Romane sind allesamt Bestseller in der Türkei."


Und nun mein Fazit und meine Rezension:

Ich halte ein für meine Verhältnisse dünnes Buch in den Händen. Das Cover hat mir auf Anhieb gefallen, verrät nicht wirklich etwas über die Geschichte, doch der Titel macht schon sehr neugierig. Als ich dann auch noch den Klappentext und die Lesestimmen von anderen Bloggerinnen und Lesern recherchiere, weiß ich: DAS muss ich einfach lesen!
Und ich durfte es auch.
Die Kapitel sind kurz und prägnant gehalten, tun der Geschichte als solche aber keinen Abbruch. Im Gegenteil, sie fördern den Lesefluss ungemein - ich beispielsweise, habe das Buch innerhalb von einem Tag ausgelesen.

Als Leser wird man direkt in die Szene eingebaut. Man betritt neben Pelin das Haus von Madame Rosella und führt zunächst einmal ein "Bewerbungsgespräch", doch schnell findet man heraus, dass es sich hier nicht um ein Gespräch für eine gewöhnliche Anstellung handelt, sondern um etwas Besonderes. Madame Rosella ist alt und krank, ihre Familie hat sie auf die ein und die andere Weise verlassen. Sie ist einsam und um genau dieser Einsamkeit entgegenzuwirken, tut sie das, was sich wohl viele Menschen denken - es aber leider nicht in die Tat umsetzen! Madame Rosella gibt eine Zeitungsannonce auf, um Gesellschaft zu haben. Sie möchte gemeinsam mit ihrer neuen Gesprächspartnerin die alten Zeiten aufleben lassen. Ein besonderer Augenmerk legt sie allerdings auf die Sprache, denn am glücklichsten war Madame Rosella, als sie in der Türkei war.
Man merkt bereits am Anfang, dass es sich hierbei nicht um eine gewöhnliche Geschichte handelt. Es wird nicht nur herunter erzählt, Fakten an Fakten gereiht, was die alte Dame alles erlebt hat, nein, man wird regelrecht mit in diese Erzählung eingesogen. Der Erzählstil von Madame Rosella ist so mitreißend und romantisch, dass man gar nicht anders kann und gemeinsam mit Pelin von Treffen zu Treffen fiebert. Zu Beginn dachte ich, dass die beiden Frauen nicht gut miteinander auskommen würden - trafen hier doch Welten aufeinander! Pelin ist türkischstämmig und ist sich der Sitten und Gebräuche ihrer Landsmänner bewusst, doch ist sie auch durch und durch Studentin und eine junge, ehrgeizige Frau, die weiß, was sie möchte. Mehr als einmal treffen die beiden mit ihren unterschiedlichen Ansichten aufeinander, doch so schnell sich die Gemüter erhitzen, genauso schnell legt es sich auch wieder.
Insbesondere die Geschichten der beiden Frauen haben es mir angetan! Von Madame Rosella erfährt man viele Geschichten bzw. Erinnerungen, die sie ausgeschmückt mit Pelin teilt. Ab und an meint man wirklich, dass die alte Dame etwas zur Übertreibung neigt, doch auch wenn dem so sein sollte - ihr Erzählstil ist und bleibt wunderbar und fesselnd bis zum Schluss.
Aber auch Pelin ist kein unbeschriebenes Blatt. Die junge Studentin floh regelrecht vor ihrem Vater und baut sich ein eigenes Leben mit Selbstbestimmungscharakter auf. Pelin ist stark und mutig und das schätze ich an ihr. Doch auch sie verbirgt das ein oder andere Geheimnis und so erfährt man im Laufe der Geschichte nicht nur etwas von Madame Rosella und ihre Liebe, sondern auch über die junge Pelin und ihr Leben.
Alles in einem kann ich sagen: mich hat das Buch sehr gefesselt und an einigen Stellen emotional mit sich gerissen - im positiven Sinne! Ich kann das Buch nur weiterempfehlen!

Meine Bewertung: 5 von 5 Punkten

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tinations avatar

Rezension zu "Madame Rosella und die Liebe" von Tuna Kiremitci

Ein Lebensinterview über die Liebe
tinationvor 3 Jahren

Das Buch: Pelin nimmt über ein Inserat in einer Lokalzeitung einen Job an. Und dieser ist recht einfach: sich einfach einmal die Woche bei Madame Rosella treffen und türkisch zu reden. Doch dabei erfährt sie nicht nur die Lebensstory von Rosella, auch Rosella erfährt so einiges über Pelin. Und beide erleben die verschiedenen Facetten der Liebe.

Fazit: Dieses Buch ist schon ein kleines Einod in der Buchlandschaft. Was es so besonders macht? Es ist gar kein Roman. Es ist ein Interview. Jedes der Kapitel zeigt ein Treffen der beiden Personen. Und da reden sie nur. Eine wörtliche Rede reiht sich an die andere. Das ist am Anfang doch recht ungewohnt für den Leser, doch durch die Leichtigkeit der Unterhaltung zwischen Pelin und Rosella merkt man spätestens ab Seite 20 keinen Unterschied mehr zu einem normalen Erzählroman.

Madame Rosella und Pelin sind sehr gut gezeichnet. Einerseits das Alte durch Rosella und ihre Liebe zu Istanbul. Andererseits die Leichtigkeit und die jugendliche Naivität durch Pelin. Und beide ergänzen sich recht gut und quetschen dem jeweils anderen doch die Fragen heraus, die sich auch der Leser in dem Moment stellen würde. Es ist ein amüsanter Gesprächsfaden, der über die vielen Eigenschaften der Liebe unterhält und was wirklich Liebe bedeutet.

Zusammenfassend ist dieses kleine Büchlein ein unterhaltsames Werk über die Liebe. Etwas ungewöhnlich aber mit viel Liebe geschrieben. Empfehlenswert!

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Das_Leselebens avatar

Rezension zu "Madame Rosella und die Liebe" von Tuna Kiremitci

Ein gutes Buch für zwischendurch
Das_Leselebenvor 3 Jahren

Wörter wie „Jüdin“, „Istanbul“, „erzählt über ihr Leben“ reichen für mich aus um das ich das Buch lesen will. Der btb-Verlag war so freundlich mir das Buch zum Rezensieren zur Verfügung zu stellen. Herzlichen Dank! Mit 224 Seiten ist das Taschenbuch, das im Juni 2015 erschien, auch nicht zu dick, so das es als Appetithappen zwischendurch gelesen werden kann. 


Inhalt:
Die 80-jährige deutsche Jüdin Rosella sucht jemanden zum Reden und gibt eine Anzeige auf. Die junge türkische Studentin Pelin meldet sich auf die Annonce. Die beiden Frauen unterhalten sich über: Rosellas Zeit in Istanbul, die Liebe, Religion und das Leben. Es entwickelt sich eine ungewöhnliche Freundschaft…


Meine Meinung:
Ein Buch das mich sehr gespalten zurück lässt. Auf der einen Seite ist da Rosella die während des Krieges nach Istanbul flieht. Sie erzählt so lebendig, das diese Passagen mir bunt vor Augen standen. Auf der anderen Seite ist da die junge Studentin Pelin, diese stand für mich im sehr starken Kontrast zu Rosella. Für mich war sie permanent aufmüpfig, bockig und bei ihrer Ausdrucksweise hat sich bei mir alles zusammen gezogen. Hätte nicht oft genug da gestanden das sie studiert, hätte ich gedacht sie ist zwölf und mitten in der Pubertät.
Das das komplette Buch ist komplett in Dialogform geschrieben, ohne jegliche Beschreibungen wie die Umgebung aussieht und die beiden Protagonisten aussehen. Es wird auch nicht darauf hingewiesen wer grade spricht, dies war für mich grade am Anfang sehr ungewohnt und irreführend, aber im Laufe der Geschichte hat sich das gelegt und jeder Charakter hat seine eigene Stimme erhalten.Auf Grund dieser gewählten Form verstehe ich auch, dass der Autor Tuna Kirimiçi sprachlich und entwicklungsmäßig die bei beiden Frauen soweit auseinander angesiedelt hat. So entsteht eine Art Schüler-Lehrer-Beziehung. Rosella, erzählt von der Liebe und ihren Fehlern die sie im Leben gemacht hat. Dieser Dialog ist sehr leichtgängig zu lesen.
Wer aber wie ich hier eine tiefsinnige, lebensbereichernde Lektüre erwartet, die dazu noch nachhallt, wird hier schwer enttäuscht werden. Versprochene Themen wie Religion, Sex, Individualität, werden angesprochen aber mehr leider auch nicht.
Die Idee des Romans gefällt mir sehr und auch die alte Dame Rosella. Allerdings wurde er an vielen Stellen überspitzt dargestellt, besonders im Zusammenhang mit Pelin. Für mich ist es ein ein Buch zum Weglesen und stellenweise zum Schmunzeln, aber mehr auch nicht.


(Original: das-leseleben.webnode.com)

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