Tuomas Kyrö

 3.7 Sterne bei 29 Bewertungen
Autor von Bettler und Hase, Kunkku und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Tuomas Kyrö

Tuomas Kyrö, geboren 1974 in Helsinki, gehört zu den renommiertesten finnischen Autoren der jüngeren Generation. Er hat bereits mehrere Romane veröffentlicht. Seine Werke wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. U.a. mit dem Kalevi-Jäntti-Preis, dem wichtigsten Förderpreis für Nachwuchsautoren, und der Kiitos-kirjast-Medaille des finnischen Buchhandelsverbandes. Bettler und Hase führte wochenlang die finnischen Bestsellerlisten an. Der Autor lebt in Helsinki.

Alle Bücher von Tuomas Kyrö

Bettler und Hase

Bettler und Hase

 (22)
Erschienen am 16.09.2014
Kunkku

Kunkku

 (4)
Erschienen am 14.07.2016
Der Grantige

Der Grantige

 (3)
Erschienen am 08.09.2017
Haas en bedelaar / druk 1

Haas en bedelaar / druk 1

 (0)
Erschienen am 04.10.2014
Beggar and the Hare

Beggar and the Hare

 (0)
Erschienen am 05.02.2015

Neue Rezensionen zu Tuomas Kyrö

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Kuempelds avatar

Rezension zu "Kunkku" von Tuomas Kyrö

Ein Finnen-König auf Abwegen
Kuempeldvor 4 Monaten

Wer Jonas Jonasson mag, wird Tuomas Kyrö lieben, denn er zeigt: nicht nur die Schweden können uns in eine verrückte Geschichte mit skurrilen Protagonisten und verrückten Ereignissen entführen.
Kalle Penttinen, von allen Kunkku genannt, ist König von Finnland, dem besten Land der Welt. Und das in jeglicher Hinsicht: insgesamt gibt es nur 7 Arbeitslose, diverse Krankheiten und gesellschaftliche Probleme sind ausgemerzt worden und in den Wissenschaften sind die Finnen weltweit führend.
Als Oberhaupt fungiert die Königsfamilie, die von den Finnen geliebt wird. Diese, und das gilt vor allem für Kunkku, sind jedoch geistig nicht dem Standard gewachsen, den Finnland nach außen präsentiert. Dies zeigt sich in den diversen Abenteuern, die Kunkku meistern muss, sowie den Personen, denen er auf diesem Weg begegnet. Seine Kapriolen werden dabei immer wieder liebevoll geduldet oder auf ein Minimum herabgesetzt, bis es schließlich nicht mehr geht und er von einer Minute auf die andere abgesetzt wird. Nun muss sich Kunkku in einem Leben als Normalo zurechtfinden, was er nur durch Helena schafft, die ihn als eine Art Lebensbegleiterin an die Hand nimmt und ihm durch die Tücken des Alltags hilft.
Im Buch wechselt die Geschichte immer wieder zwischen einer Ich-Perspektive (Kunkku als Nicht-König) und einer Erzähler-Perspektive (Kunkku als König), wodurch der Leser sowohl Einblick in die Gedankenwelt Kunkkus bekommt, als auch eine objektivere Perspektive auf das Geschehen hat. Der Schreibstil ist locker und flüssig.
Immer wieder überraschend und erheiternd sind die Einfälle Kyrös bezüglich des Landes Finnland und auch der restlichen Weltstaaten. Ein interessanter Blick darauf, wie es auch hätte sein können. Dabei kommen immer wieder auch Leute zu Wort, die durchaus in der Weltgeschichte beheimatet sind.
Absolut empfehlenswert.

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marjana_s avatar

Rezension zu "Der Grantige" von Tuomas Kyrö

Der Grantige
marjana_vor einem Jahr

Klappentext:

Sind wir nicht alle ein bisschen grantig? Kennen Sie auch einen Grantigen? Alter: um die 80, Grundstimmung: notorisch schlecht gelaunt. Die Tage verbringt er mit der Suche nach Dingen, über die er sich ärgern kann. Valentinstag? Neumodischer Unsinn. Pasta mit Pesto? Exotischer Kram! Wellnesswochenende? Beim Holzhacken kann er viel besser entspannen. Aber was verbirgt sich hinter seiner harten Schale? Seit seine Frau im Altersheim lebt, findet er alles sinnlos. Und als ihm sein Arzt den Führerschein entziehen will, dreht er so richtig auf. Ein liebenswertes, kluges Buch, das charmant bissig die Absurditäten der modernen Welt entlarvt und ganz Finnland im Sturm erobert hat.

Meine Meinung:

Ich bin auf dieses Buch aufmerksam geworden, da man es hier in Finnland in vielen Läden entdeckt und es sehr beliebt ist. Es hat ein wenig gedauert bis ich mit dem grantigen Finnen warm geworden bin, doch nach einigen Kapiteln konnte mich seine Einstellung zum Schmunzeln bringen und ich habe mich gut unterhalten gefühlt. Fast jedes Kapitel beginnt mit „Ich bin ja so grantig geworden…“ und dann regt er sich über etwas auf. Mir ist aufgefallen, dass sich so manches Thema auf Finnland bezieht und mich hat es gefreut das ich darüber Bescheid weiß und die Problemchen nachvollziehen kann.

Ich kann mir vorstellen, dass es für eine ältere Generation schwierig ist, die Technik und auch die Denkweise von den jungen Menschen zu verstehen. Mich hat die andere Sichtweise von dem „Grantigen“ angeregt Dinge zu hinterfragen, die für uns total normal sind.

Fazit: Für mich war das Buch wirklich stellenweise sehr gut und lustig, es gab aber auch Kapitel mit denen ich nichts anzufangen wusste und wo es sich dann gezogen hat. Ich denke, dass das Buch einem eher gefallen wird, wenn man ein bisschen etwas über Finnland weiß und sich für das Land interessiert.

3,5 Sterne

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Claudias-Buecherregals avatar

Rezension zu "Der Grantige" von Tuomas Kyrö

Der Grantige
Claudias-Buecherregalvor einem Jahr

Der Grantige ist um die 80 Jahre alt. Dreiundsiebzig Jahre lang hat er sich nie beschwert. Als dann sein Arzt meinte, er müsse seine Lebensgewohnheiten umstellen, da sonst seine Adern verstopfen könnten, begann er sich zu beschweren, alles raus zu lassen und siehe da, seine Werte sind wieder in bester Ordnung. Seitdem beschwert er sich, lautstark oder in Leserbriefen. Die Themengebiete dabei sind weit gefächert: Stillen in der Öffentlichkeit; Menschen, die ständig mit dem Smartphone spielen; Zigarettenwerbung; Raser oder fehlende Mithilfe. Aber was soll er auch anderes tun? Seit seine Frau im Altersheim lebt, sind Beschwerden der einzige Lebensinhalt des Grantigen.

Jedes Kapitel beginnt mit dem Halbsatz "Ich bin ja so grantig geworden," und dann geht es los. Es gibt eine Menge, was dem grantigen Finnen missfällt. Einiges kann ich durchaus nachvollziehen, anderes hingegen würde mich nicht stören. Da hat jeder ein anderes Empfinden, was ja auch gut ist.

Ich hatte mich auf einen Roman gefreut, in dem man einen alten, grantigen Mann trotz seines Meckerns lieb gewinnt. Vielleicht mit ihm zusammen schimpfen, seine Grantigkeit charmant finden oder sich über Absurditäten amüsieren kann. Leider hat das Buch, das anfangs aus zusammenhangslosen Kapiteln besteht, nichts in mir ausgelöst. Der Schreibstill ist einfach, wodurch sich das Buch schnell lesen lässt, aber es hat keine Emotionen in mir geweckt. Der grantige Finne ist mir nicht sympathisch geworden, ich könnte aber auch nicht über ihn lächeln. Das Buch hat mich einfach nicht berührt und dadurch leider gelangweilt, so dass ich schon kämpfen musste, um es überhaupt zu beenden.

Kyrö lässt seinen alten Protagonisten über vieles Schimpfen, das unsere heutige Zeit zu beherrschen scheint: Light Produkte, Smartphones wodurch die Menschen weniger mit einander reden und kaum noch die Nachbarn kennen, oder die Verschwendung von Plastiktüten. Die Idee finde ich an sich toll, denn oft bemerken wir den Wahnsinn in unserem Zeitalter gar nicht mehr, da er für uns einfach normal ist. Jemand, der in anderen Jahrzehnten aufgewachsen ist, hat einen ganz anderen Blick dafür. Leider hat mich aber die Art, wie dieser interessante Ansatz umgesetzt wurde, nicht überzeugt. In der zweiten Hälfte wurde es etwas besser, die Kapitel bauten mehr auf einander auf und ich bekam ein besseres Gefühl für den grantigen Finnen, aber da war es schon zu spät, um meine Meinung gravierend zu ändern.

Fazit: Tuomas Kyrö hat für mein Empfinden das Potenzial aus seiner Geschichte verschenkt. Ein eigentlich liebenswerter Meckerpott, der die Tücken des modernen Lebens aufdeckt, hätte unglaublich unterhaltsam werden können. Leider hat vor allem die erste Hälfte mich kaum angesprochen, was sehr schade ist und wodurch ich nur 2,5 Sterne vergeben kann.


Gebundene Ausgabe: 176 Seiten
Verlag: List Hardcover (8. September 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3471351531
ISBN-13: 978-3471351536
Originaltitel: Mielensäpahoittaja

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Gespräche aus der Community

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Daniliesings avatar


Es ist schon zu einer kleinen Tradition geworden, dass wir euch hier über die Weihnachtszeit auch mal unsere Lieblingsbücher vorstellen, die wir in diesem Jahr gelesen haben. Deshalb grübelt das gesamte LovelyBooks Team schon seit ein paar Wochen, welche Bücher wir euch empfehlen und als Buchpaket unter euch verlosen wollen. Denn die Entscheidung ist jedem von uns in diesem Jahr überhaupt nicht leicht gefallen, aber das kennt ihr bestimmt auch selbst. Neben dem Buchpaket mit den 10 Lieblingsbüchern vom Team verlosen wir außerdem einen Kobo GLO E-Reader in schwarz. Hier dürfen sich also gleich 2 Gewinner sehr freuen!

Unsere Buchtipps:

1. miadonna empfiehlt: "Die Tochter der Wälder" von Juliet Marillier
Ich drehe die Regeln dieses Jahr für mich etwas um und nenne nicht mein Lieblingsbuch für dieses Jahr, sondern möchte die letzte Gelegenheit nutzen euch eine Autorin ans Herz zu legen, die in Deutschland leider nicht die Aufmerksamkeit bekommt, die sie eigentlich verdient hätte.

Für mich ist das richtig, richtig schmerzhaft, weil ich in einigen ihrer Serien feststecke, die jetzt nicht weiter übersetzt werden. Es geht um Juliet Marillier, die mir mit ihren Büchern diese besonderen Lesemomente ermöglicht, wie ich sie das letzte Mal als Teenager z. B. bei der Lektüre von den Nebeln von Avalon hatte.

Das ist jetzt über 20 Jahre her und ich habe angenommen, dass mir dieses Gefühl 'völlig in der Geschichte zu leben' einfach nicht mehr passieren kann, weil ich a.) zu erwachsen b.) zu unaufmerksam c.) zu fantasielos geworden bin.

Als mir dann Dani von ihrer Lieblingsreihe 'Sevenwaters' erzählte, wurde ich zwar hellhörig, aber ich hatte nicht mit diesem Geschenk gerechnet.

"Die Tochter der Wälder" hat mich mit Haut und Haaren gefressen, ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, ich musste mich wegen akuten Leserfiebers bei der Arbeit krank melden, die großen Abenteuer warteten schließlich auf mich.

Nachdem ich die Tochter der Wälder gelesen hatte, musste Nachschub her und ich las mich im Anschluss durch alle verfügbaren Bücher und Reihen von Juliet Marillier. Normalerweise bin ich von irgendeinem Band dann enttäuscht, aber das ist mir einfach nicht passiert. Leider war irgendwann trotzdem Schluss, denn die Autorin findet keinen Verlag in Deutschland, weil sich ihre Reihen und Serien nicht in der Masse durchgesetzt haben. Wie traurig ist das denn? Deshalb hier an dieser Stelle noch einmal meine Empfehlung für die Bücher von Juliet Marillier. Und wer weiß, wenn sich jetzt alle Leser auf ihre Bücher stürzen, dann komme ich vielleicht doch noch einmal in den Genuss eines dieser raren Lesemomente...


2. MissBookarazzi empfiehlt: "Silver Linings" von Matthew Quick
Mir fiel es dieses Jahr schwer, ein Buch zu finden, das mich so richtig begeistert hat. Doch mir ist schließlich eins aus dem Frühjahr eingefallen, das meiner Meinung nach zu wenig Aufmerksamkeit erhält und auf eine bestimmte Weise besonders ist! Die meisten sind durch die Oscars eher mit dem Film vertraut. Ich finde jedoch, man sollte zuerst das Buch kennen. "Silver Linings" ist ein versteckter Bücherschatz von Matthew Quick, der den Leser durch zwei eigene und verrückte Charaktere mitreißt und in die ungewöhnliche Geschichte von Pat und Tiffany entführt, die einen immer wieder überrascht und die verschiedenen Facetten des Lebens durch einen bemerkenswerten Blickwinkel sehen lässt. Das Buch ist sicherlich nicht für jeden Lesegeschmack geeignet. Aber wer ein Herz für skurrile und liebenswerte Charaktere hat, der wird Pat und Tiffany gerne auf ihrer Suche nach ihrem eigenen Happy End begleiten!

3. sarah_elise empfiehlt: "Bettler und Hase" von Tuomas Kyrö
Urkomisch, verschroben und überaus liebenswürdig ist nicht nur der rumänische Antiheld Vatanescu sondern der gesamte Roman „Bettler und Hase“ des finnischen Autorenstars Tuomas Kyrö. In einer einzigartigen Manier mit fantastischen Elementen hangelt sich der rumänische Auswanderer in tiefem Vertrauen auf die westeuropäische Wohlstandsgesellschaft durch die kriminelle Unterwelt Finnlands; stets getrieben von der Sehnsucht nach finanzieller Sicherheit. Nachdem er Menschenhändler Jegor entkommen konnte, begibt sich Vatanescu auf einen Road-Trip quer durch Finnland und rettet versehentlich ein Kaninchen, das er „Hase“ tauft. Und während der treu-naive Protagonist sich schwertut, richtige Entscheidungen zu fällen, verfügt „Hase“ über den überlebenswichtigen Instinkt, bei Gefahr Reißaus zu nehmen. Auf ihrer Suche nach dem Glück trifft das komische Duo auf Gestalten der kuriosesten Facetten. Armut, Menschenhandel und organisierte Kriminalität stellen nicht die optimalen Rahmenbedingungen für ein modernes Märchen dar, doch Tuomas Kyrö schafft es mit rabenschwarzem Humor und seinem rumänischen Forrest Gump den Leser zu verzaubern. Wo Vatanescus Reise endet und welche Rolle der finnische Ministerpräsident und Facebook spielen, wird nicht verraten, doch die Lektüre unterhält und lehrt uns die Sehnsucht der Menschen nach Gerechtigkeit und Humanität in einer kapitalistischen Gesellschaft.

4. DieBuchkolumnistin empfiehlt: "Troposphere" von Scarlett Thomas
Die britische Autorin Scarlett Thomas hat mit “Troposphere” ihren siebten Roman geschrieben und darin mit Ariel Manto eine weibliche Hauptdarstellerin geschaffen, die mir sympathischer nicht sein könnte: sie ist verrückt, witzig, rothaarig, im ständigen Schwanken zwischen Pessimismus und Hoffnung, stark und liebevoll und süchtig nach ständigem Wissensnachschub und Austausch über ihre verschiedenen Theorien rund um unsere Existenz. Gerade die vielen naturwissenschaftlichen und philosophischen Erläuterungen machen den Roman wahrscheinlich für viele Leser völlig untauglich – für mich machten genau diese Diskurse den Reiz aus und sie fordern jederzeit volle Aufmerksamkeit.Ein Roman, an dem sich die Geister sicherlich scheiden – ich bin sofort reingekippt und wollte nie mehr raus. Eines der Bücher, die ich immer wieder und wieder lesen will und dabei stets Neues entdecken werde, denn vorhersehbar ist hier nur eines: man ist nach dem Buch schnell ebenso süchtig wie Ariel Manto nach der Troposphäre.

5. malano empfiehlt: "Leb wohl, Schlaraffenland" von Roland Düringer und Clemens G. Arvay
Man könnte sagen: "Das Buch zum Film", auch wenn es keinen Film im klassischen Sinne gibt, sondern ein Videotagebuch!

Seit 2. Januar dieses Jahres hat sich der österreichische Kabarettist und Schauspieler Roland Düringer, einem interessanten Selbstversuch unterzogen und zwar: Wie wäre es in der heutigen Zeit ein Leben wie in den 70ern (seiner Kindheit) zu führen, abseits von Telefon, Internet, e-Mail, Bankomatkarte, Auto, Supermärkten und ständiger Verfügbarkeit...

Roland Düringer hat also begonnen nach und nach, die Werkzeuge der heutigen Zeit zu reduzieren oder wegzulassen und beobachtet was dies für sich und sein Leben bedeutet und hat dies in Form eines Videotagebuches auf www.gueltigestimme.at festgehalten und dokumentiert.

Und da mich nun dieses Videotagebuch und Düringers Experiment seit Anfang dieses Jahres begleiten, empfehle ich euch somit quasi das neu erschienene "Buch zum Film" mit dem Titel: "Leb wohl, Schlaraffenland - Die Kunst des Weglassens", oder wie in der Inhaltsangabe beschrieben: ein Leben wie früher zu führen und dabei die Zukunft zu gewinnen.


6. Kari empfiehlt: "Ich bin verboten" von Anouk Markovits
In diesem Jahr hat mich ein Buch ganz besonders ergriffen, das mir sogar noch nach Monaten immer wieder ins Gedächtnis rückt. Klammheimlich schleicht es sich in meine Gedanken, während der Bahnfahrt nach Hause oder wenn ich mir gerade eine neue Lektüre aussuche. Die Rede ist von „Ich bin verboten“ von Anouk Markovits, einem Roman, der die Geschichte einer streng gläubigen jüdischen Familie vom Zweiten Weltkrieg bis in unser 21. Jahrhundert hinein erzählt. Die Autorin, welche selbst als Satmar-Chassidim, einer jüdischen Sekte, aufwuchs, berichtet von diesem streng regulierten und kontrollierten Leben, das vor allem Frauen in ihre Grenzen weist. Durch zwei weibliche Hauptfiguren, die zwar unterschiedliche Wege beschreiten, aber auf ihre Art und Weise mutig und entschlossen sind, ihr Leben zu meistern, beschreibt Anouk Markovits, wie enge Fesseln ein Leben voller Möglichkeiten zu einem ungelebten Leben werden lassen können. Ihr Erzählstil ist wie ein Sog, der den Leser diese völlig fremden Leben hautnah erleben lässt.

7. kultfigur empfiehlt: "Die letzte Generation" von Arthur C. Clarke
"Die letzte Generation" von Arthur C. Clarke ist Vorlage und Inspiration für viele andere Science-Fiction Bücher, Serien und Filme (u.a. "V - Die Besucher"). Die Geschichte erzählt von der Begegnung der Menschen mit einer außerirdischen Rasse, die plötzlich mit riesigen Schiffen am Himmel über den Metropolen der Welt auftauchen. Es ist das Ende der Menschheit wie wir sie kennen. Doch was wissen wir schon ...

8. doceten empfiehlt: "Shotgun Lovesongs" von Nickolas Butler
"Shotgun Lovesongs" ist inspiriert von der Lebensgeschichte und Musik von Bon Iver und damit ein toller Roman über Freundschaft und über die große Frage, was das Leben eigentlich wirklich ausmacht. Butler schafft es, im Leser Fernweh und Heimweh zugleich zu wecken. Fernweh nach der wunderbaren Natur Wisconsins, nach dem Wechsel der Jahreszeiten und dem einfachen, idyllischen Leben auf dem Lande dort. Heimweh nach der eigenen Familie und den Jugendfreunden, die zumindest in meinem Fall sehr weit weg wohnen und die für mich immer noch sehr wichtig sind. Viel wichtiger ist aber, dass das Buch die Musik von Bon Iver selbst aufgreift. Die großen Themen des Romans sind auch die Themen der Songs von Justin Vernon. "Shotgun Lovesongs" ist Bon Iver zwischen zwei Buchdeckeln - das ist toll und darin liegt auch der gelungene Geniestreich von Butler!

9. Trumans empfiehlt: "Monster" von Benjamin Maack
„Monster“ von dem deutschen Autor Benjamin Maack ist mir schon im Buchladen sofort ins Auge gefallen, durch sein schlichtes, aber unglaublich stimmiges Cover: schemenhaft blickt der Betrachter in die Tiefen eines Waldes. Sonst Nichts. Wald, Autor und Titel und mein erster Eindruck wurde beim Lesen gefestigt. „Monster“ beinhaltet einzelne Erzählungen, die aber doch zusammengehören. In jeder steht eine Figur mit Namen Benjamin im Zentrum. Immer sind es Personen, die herumirren, ihren von Gewalt oder Sexualität verstörten Blick umherschweifen lassen und erschreckend Unkonventionelles tun. Maack erzählt höchst atmosphärisch und packend, überzeugend und provokant.

10. Daniliesing empfiehlt: "Wunder" von R.J. Palacio
Oft lese ich Bücher und mag sie sehr gern. Doch selten lese ich ein Buch und kann nicht anders, als es wirklich zu lieben! “Wunder” liebe ich!  Die US-amerikanische Autorin Raquel J. Palacio hat mit ihrem Buch “Wunder” ein echtes Buchwunder geschaffen. Ich habe es aufgeschlagen und wollte nur mal kurz reinlesen, doch nach nur ein paar Seiten war ich schon mitten in der Welt von August, liebevoll Auggie genannt, angekommen. Ein erstaunlich gefühlvoller Jugendroman, der deutlich zeigt, wie bedeutsam es ist, wer wir wirklich sind und wie unwichtig in diesem Zusammenhang Äußerlichkeiten sind, die nur einen so geringen Teil der Persönlichkeit eines Menschen ausmachen.

Seid ihr neugierig auf unsere 10 Lieblingsbücher 2013 geworden? Dann habt ihr jetzt bis einschließlich 6. Januar Zeit bei der Verlosung eines Buchpakets mit allen 10 Büchern mitzumachen. Eine kleine Anmerkung zu "Die Tochter der Wälder": Da das Buch vergriffen ist, müssen wir erstmal schauen, ob wir noch ein Exemplar auftreiben können. Alternativ wird sonst ein anderes Buch von Juliet Marillier im Paket liegen. Bitte gebt bei eurer Teilnahme außerdem an, ob ihr das Buchpaket oder den Kobo GLO gewinnen möchtet bzw. ob euch beides interessiert.

Jetzt müsst ihr uns nur noch folgendes verraten und dann seid ihr dabei:

Welches Buch würdet ihr euch am meisten zu Weihnachten wünschen und wieso? Falls ihr erst nach Weihnachten mitmacht, erzählt uns doch stattdessen, welche Bücher ihr geschenkt bekommen habt!


Wir wünschen euch ein wunderschönes Weihnachtsfest & einen guten Rutsch ins neue Jahr!
Zum Thema

Zusätzliche Informationen

Tuomas Kyrö wurde am 04. Juni 1974 in Helsinki (Finnland) geboren.

Community-Statistik

in 59 Bibliotheken

auf 10 Wunschlisten

von 5 Lesern aktuell gelesen

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