Turit Fröbe Die Kunst der Bausünde

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Inhaltsangabe zu „Die Kunst der Bausünde“ von Turit Fröbe

Lange wurde sie missachtet und unterschätzt. Sie galt als hässlich und austauschbar - zu Unrecht! Denn Bausünde ist nicht gleich Bausünde! Manches, was landläufig als Bausünde bezeichnet wird, ist nur aus der Mode geraten, einiges wurde bereits als Bausünde geplant und anderes wiederum ist erst nachträglich durch Anbauten, Überformung oder Anstrich in den Stand der Bausünde erhoben worden. So unterschiedlich wie ihre Genese ist auch ihre architektonische Qualität. Je mehr Ablehnung und Unverständnis sie beim Betrachter auslöst, je größer ihr Störfaktor im Stadtbild, desto wahrscheinlicher ist es, dass es sich um eine gute Bausünde handelt, die eine Bereicherung für ihre Stadt sein kann. Denn eine gute Bausünde hebt sich souverän aus dem unendlichen Meer der schlechten Bausünden ab und besitzt bei genauerer Betrachtung sogar eine gewisse Schönheit und einen ureigenen Charme. »Eine gute Bausünde hat einen sehr starken Wiedererkennungswert, hat Mut, greift daneben und sprengt den Kontext.« Turit Fröbe in ZDF-aspekte

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  • ".....Falls mal einer gegenkotzt........" - Die Kunst der Bausünde - Turit Fröbe

    Die Kunst der Bausünde
    thursdaynext

    thursdaynext

    27. January 2014 um 14:33

    Eine Anspruch auf Vollständigkeit kann dieses Buch nicht erheben, zu weitgefasst ist das Feld. Man kann aber einen netten Abend damit verbringen.
    Die Musik zu Buch und Bildern ist bei Bodo Wartke zu finden
    https://www.youtube.com/watch?v=9yRZkYZiM88




  • Ungekonntes Geknipse... hier und da amüsant.

    Die Kunst der Bausünde
    Jetztkochtsie

    Jetztkochtsie

    05. January 2014 um 12:22

    Ja, ich habe geschmunzelt bei der Durchsicht dieses Bildbandes, fand manches lustig, manches irritierend, hier und da war ich gar beeindruckt. Leider hielt sich das jedoch in sehr engen Grenzen, die meisten Bilder sind einfach schlecht fotografiert, das Recyclingpapier verstärkt diesen rauschigen Eindruck noch. Die Aufmachung mit den scharfen Buchkanten und dem matten grauen Umschlag gefiel mir wirklich gut, im Innern jedoch ist das Konzept des Buches nicht ganz gelungen. Die pinken Umschlagseiten im Innern gefallen, der Rest kann weniger überzeugen. Die Texte sind amüsant aber wenig informativ. Hier und da fragte ich mich, ob es da nicht hätte mehr zu entdecken geben. Die sollen die Highlights einer Sammlung der Autorin sein, das fand ich enttäuschend. Auch schlecht, daß die "Bushaltestelle für Riesen", nämlich die Kölner Dompilze kurz nach Erscheinen des Buches entfernt wurden, was jedoch wesentlich länger vorausgeplant war, und somit in den letzten Teil gehörten. Viele Bilder zeigen Kaufhof-Filialen, daß die nicht schön sind, aber leider fast alle den gleichen Baufehler begehen, weiß heute jeder, da bedarf es nicht 4 Bilder. Der etwas hämische Blick auf Vorgärten und Restaurationsversuche von Eingängen oder teilverbesserten Doppelhaushälften fand ich gemein und weniger gelungen. Grundsätzlich gefällt mir die Idee, ich habe mich amüsiert, fand das Buch aber zum einen deutlich zu Berlin-fixiert und zum anderen wenig abwechslungsreich. Die Skulpturen auf Kreisverkehren fand ich amüsant, konnte jedoch den Zusammenhang zum Thema Bausünde nicht ergründen.

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  • Herrlich schräg

    Die Kunst der Bausünde
    Gospelsinger

    Gospelsinger

    20. December 2013 um 21:53

    Ach ja, die 70er und 80er. Tolle Musik, aber schreckliche Frisuren, schreckliche Kleidung und schreckliche Architektur. Die 70er und 80er Jahre waren die Jahrzehnte der schlimmsten Bausünden, wie die in diesem Buch versammelten Beweise zeigen. Wobei die Verfasser dieses herrlich schrägen Buches durchaus plausibel zwischen guten und schlechten Bausünden unterscheiden. Ihre begleitenden Kommentare sollte man sich im Loriot-Vortragsstil auf der Zunge zergehen lassen. Ein witziges Buch mit Bilderbuch-Pappdeckel, das auch Menschen, die keine Ahnung von Architektur haben, gefallen wird. Wahrscheinlich gerade denen.

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  • Bitterböse und ironisch

    Die Kunst der Bausünde
    sabisteb

    sabisteb

    14. December 2013 um 14:21

    Achtung: Die Bilder dieses Buches sind nicht schön anzusehen. Sie irritieren und öffnen die Augen und verderben einem die nächsten Spaziergänge und Einkauftouren in den Städten der Umgegend, denn ganz ehrlich, wenn man die Maßstäbe dieses Buches ansetzt, sind über die Hälfte der Nutzbauten in gewissen Gegenden Bausünden. Bausünden sind somit überall um uns herum. In jeder Stadt, aber kaum so gehäuft wie in Berlin (oder auf Unigeländen). Es geht um Nutzbauten, um lieblose, geschmacklose Erweiterungsbauten und geschmackliche Verirrungen und Verwirrungen.   Meine Highlights sind S. 40 und die Kirche im Bunkerstil auf S. 48.   Einige der angeblichen Bausünden finde ich persönlich nicht gar so schlimm, mache sogar recht gelungen (S. 157 (Schande über mich)). Kitschig ja, aber insgesamt soweit stimmig. Ja, der Geschmack der 60er – 80er Jahre des letzten Jahrhunderts erscheint derzeitig streckenweise fragwürdig, das war aber damals mit dem Jungendstil genauso, den heute fast alle wieder gut finden. Viele Bilder zeigen einfach nur die alltägliche Hässlichkeit vieler (Nutz-)bauten, deren Ursache teils in Geldmangel und teils in zu viel Geld zu suchen sind. Herumhacken auf dem teils sehr konträren Geschmack von Besitzern von Doppelhaushälften hinterlässt schon ein Gschmäckle, vor allem, wenn man gegen Uniformität ist und Individualität erfrischend findet und das nicht als Bausünde ansieht, sondern als Portfolio der Möglichkeiten, die Reihenhäuser so in der unterschiedlichen Gestaltung bieten, ich finde, je bunter und individueller, desto besser.   Was das Buch aber so böse und ironisch macht, sind die Bildunterschriften. Hier einige gelungene Beispiele: „ Weimar – Der Fußgängertunnel verbindet den liebevoll gestalteten Bahnhofsvorplatz mit dem Areal hinter der Bahnanlage. Ihn zu durchqueren, verspricht einen kräftigen Adrenalinschub und dauert gefühlte zwanzig Minuten.“ (S. 30) (Die Dame hätte vor ein paar Jahren mal die Tunnels unter dem Siegesdenkmal in Freiburg durchqueren sollen). „Berlin – Das Außengelände dieser Kita an einer dreispurigen Durchgangsstraße in Charlottenburg trägt maßgeblich zur frühzeitigen Abhärtung der Atemwege der jungen Stadtbewohner bei und erhöht deren spätere Lärmtoleranz.“ (S 31).   Dem tristen Thema angemessen, sind die Bilder nicht auf Hochglanzpapier gedruckt, sondern auf mattem Umweltschutzpapier.   Fazit: Nett zum Anschauen, unterhaltsam und die Aufmerksamkeit gegenüber den einen täglich umgebenden Bausünden weckend. Dennoch kein Buch, dass man unbedingt haben muss.

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